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Jüdische Rundschau · 1918-12-24 · Heft 57 (24.12.1918) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 57 (24.12.1918)
Date
1918-12-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 444 Nr. 57 >u: werden wollen, können dies tun, und die, welche (Ins nicht wünschen, können Araber bleiben, was ihre politischc Lage nicht sehr verschieden von derjenigen machen würde, in der sie sich unter türkischer Herr- Schaft befanden. Wir können Palästina nicht für Menseilen jüdischen Glaubens und jüdischer Abstammung monopolisieren, sondern müssen das Lind ebenso frei lind offen für alle lassen, die sich teeinen politischen Institutiomm fügen und seine Gesetze anerkennen willen. Immerhin müssen wir zu politischen Mafhinhinen greifeil, um innerhalb der Lamlosgrciizcn eine jüdische. Nationalität zu errichten, und diese politischen Maßnahmen werden sich letzten Eudes ebenso wirksam in der Richtung erweisen, daß sie allmählich alle die ans dem Lande Israel entfernen, die sich mit dieser Nationalität nicht identifizieren wollen, als in jener anderen, die, welche es wollen, anzu/iehen. Angezogen von der neuen Gemeinschaft werden sieh natürlich jene fühlen, die nach Abstammung mul Religion Juden sind. Andererseit« wäre ein Araber, der unter Beibehaltung seines Glaubens ein Israelit wird, nicht merkwürdiger als z. B. ein Jude, der Engländer, Amerikaner oder Deutscher wird tmil dabei Jude bleibt. 2. Hebräisch in u II d i e o f fizicllcSprache sein und ,s c h 1 i e IH i e h als Landessprache a 11 e r k a 11 n t w e r d c 11. Als Sicherung der ״Home Rulc“ für die Israeliten im Laude Israel durch den britischen Suzerän fordert der Verfasser: . 3. e i 11 e 11 jüdische 11 (i 11 ״ v e r n e 11 r und 4. einen S t a a t s r a 1 , der teils ernannt 1111 (I t e i I s g 1׳ w ä h 11 werde 11 müßte. 5. Als I. a n d e s g e s e t /. soll (s o w e i t d i e s mit der allgemeinen Politik des britisehe n R e i c h es v e r c i ״ b .1 r i s t) das j ü d i s c!1 e Gesetz e i 11 g c f ü h r t werden, woraus folgt, daß: 6. der S n b b a t h der offizielle Ruhetag 11 n d d i e jüdischen Feiertage die o f f i z i e 1 - len Ruhetage sei 11 111 ii s s e n. In den Sclilußbeinerkifiigcn zu seinem Aufsatz er-1 wähnt der Verfasser noch, (lall die heiligen Siättci» in der Obhut des israelitischen Volkes durchaus sichet wären. Jüdische landarbeiterschaft Aus Wien erhalten wir folgenden Bericht: Sonntag, dm 24. November, fand in Wien eine von der ״Vorbereitenden Leitung der j üdi sehen Landarbeiterschaft“ cinberufenc Versammlung statt, die den Zweck verfolgte, die Idee einer Jüdischen Landarbeiterschaft in dieOeffentlichkeit zu tragen. Die zahlreich erschienenen, meist jugendlichen Besucher, verfolgten mit gespannter Aufmerksamkeit die sachlichen Ausführungen des Redners, Herrn Elijalui Rap poport. Dieser wies einleitend auf die Notwendigkeit einer solchen Bewegung im gegenwärtigen Augenblick hin. Er berief sich dabei auf den Bericht des Herrn Prof. Wci/.mann, der be* sagt, daß nur die Tatsache, daß der größte Teil des Bodens in Palästina brach liege, das jüdische Werk im Lande möglich mache und deshalb die Agrarfrage unverzüglich mit größtem Ernst in Angriff genommen werden müsse. Danach führte der Redner ungefähr folgendes aus: In der Ucbcrzeiigung, daß niemand für sie den Aufbau Palästinas übernehmen könne und dürfe, schließen sielt die jüdischen Jugendlieben und Arbeiter zur Jüdischen Limiarbcitcrschaft zusammen. Dieser Zusammenschluß bedeutet nicht einen Verein, sondern Gemeinsamkeit, um in gemeinsamer Arbeit unbebautes Hand in Palästina. zu erarbeiten. Die Jüdische Landarbeiterschaft umfaßt die Juden aller Länder, denen das Judentum aufgebört hat, Frage, Problem und Bewegung zu sein, sondern denen cs sich verkörpert in der Forderung: Aufbau Palästinas durch gelebtes Recht und eigener Hände elementarste Arbeit, Aufbau Zions in Palästina. Innerlich organisiert sieh die Jüdische Landarbeiter- Schaft in drei Bereitschaften; je nach'Fähigkeit, körperlieber Ausbildung und Bereitschaft ihrer Mitglieder. Die 1. Bereitschaft ist gewäptig, auf den ersten Ruf die UehersieUlung anzutreten. Aus ihr formiert sich das A r be i t e r - P io 11 i e r- Ba tai!1 o 11, daß die Okkupaiionsarbeil auf dem Boden des jüdischen Volkes im Dienste der jüdischen Gemeinschaft, aber 11 u r im Dienste dieser Gemeinschaft lind nicht für irgendwelche kapitalistische Unternehmer, leistet. Aus ihm scheiden nach Maßgabe des urbargemachteiv Bodens Einzelne aus, die sich auf diesem 'Boden, auf Grund des Systems der Wirtscliaftsfamilic seßhaft machen. Das Arbeitcr-Pionicr-Bataillon wird aus der 2. Bereitschaft, die inzwischen natürlich l. geworden ist, ergänzt. Die 3. Bereitschaft hat währenddessen Zeit gefunden, neben einer viel gründlicheren körperlichen und land wirf Schaft liehen Ausbildung sich die hebräische!spräche anzueignen und für einen kräftige», licbrälschsprcchemlcu Nachwuchs Sorge zu '(ragen, Die späWr nach Pa■ lästina Kommenden, werden dort in das Arbeiter-Pionier- Bataillon cingerdht und im den jungen Wirtschaftfamilicii beschäftigt, wo sich ־ gleichzeitig Schule, Arbeit tmcl Wirtschaft finden. Um diesen Kolonisatioiisplaii verwirklichen zu kögneu, fordert die Jüdische Landarbeiterschaft' von den, offiziellen Behörden des jüdischen Volkes: Kolonist- (;:mskredit in Form der Erbpacht auf Natbunlfondhödcu, Kredit .111 Kolonisationshilfsinittebi, wie Geräten, BauluMcrialicn, sowie Ernährung für die erste, ertragior.e Zeit. Sie fordert diesen Kredit inv Bewußtsein׳ des Reckte::, ihre eigene ׳Arbeit auf eigenem, d. h. N.-F. - ׳' •־■׳ץ:il fruchtbringend ei«zusctr.cn. Und diesen, ihr vom indischen Volke gewahrten Kredit wird sie abzalikn 1:i; 1 ivuloninntron { a , iatzui dvr jft- , ■,«c 7«:l 111 be- ■״.;■:•׳׳;ioa der jii- :1 der Vor•• der endgültigen, «I, mit «Jer Ih.ler- und eien Beer darauf hin, durch Urbannachu:!:;, Bev;;', jüdischen Landes *־.״. sä״״׳ ä t,״d 7.1 ilischeii Gemcinr.ch.'üi. Die weiteren /,;!.׳.ור..1('.וי.,;«< scliäffigten sieh mit der i.C ilischeii Lantlarheiiene'mit, 'Ta A; bereitenden Leit u .1 Ae:׳:: die in Palästina ihren Bi!.־;; ,׳Ten v,׳ einfciliing in Kreis!1:::!!.:':;־ja;.',,׳; hignisscii dieser. Zum Schluß v.׳i׳ .daß die Vorarbeiten und die Ausführung dieser Pläno ansehnliche Geldmiüd erfordern. Zur Ee:,!rciUt’:1g> dieser Ausgaben dienen die vereinigten Fonds der Jüdischen Laiidarhciierad:;1 ft. Da nach Verlesung׳ der Org.TnkiationsgrinKlsätzc die Zeit bereits soweit vorger.chriiicn war, daß troiz ׳ der n 11״ e nie Ule ten Redner die Diskussion nicht inelir statt finden konnte, schloß der Abend mit einer Auf■• forderung, an alle diejenigen, die den Wiener Ortskreis bilden wollen, 8>ch 7.11 mehlen. Zuschriften sind 7u riclilen, an die: Vorbereitende Leitung der jiidisclien Lmidarhcitcrscliaft, Jüd. Jtigciidheim, Wien II, Obere Doiiaustr. 91. t Tum Dkltr'afcak״» Köln :1. Rh.: Max Gold re ich, Beuel a. Rh., R. -A. Eisberg, Köln a. Rh,, Hanen ring 86. Leipzig: Dr. F. C 11 a m i z c r, W. i) u b i n e r, S. L,!•' 11 c h s , II. Kreist 111 .1 n 11 ן Delegierte; J. KatzenelUmbogen, M. Eitingon,!•', Mittelmann,■S. Prcczcp, Frsat/delegierle, sämtlich Leipzig. ' ” München: Leo K;1 u f m;111 n , Mülheim a. R., Delc• gierter. München, Alisvas Zion: Arnold Zweig, Berlin, Delegierter, Kybnik: Salo Priester, Rybnik, Delegierter. Berlin, Misrachi-Gruppc: Tifcrclh Zion K. Groß, Berlin, Samuel H aarnuder, Neukölln, M. Zimak, Meier Seliapira, Delegierte; David Rosenberg, J. Richter, Krsat/delcgiertc, sämtlich Berlin. Vom Jüiicel.eii Die Nov e in h c r ־ Eingänge der. Jüdischen Natiomilfomls beliefen sich auf 151001 Frcs. lind verteilen sicli folgendermaßen: Nordanurilca 6302 Doll., England 1357.1/.'•> il, Ocsterreicli 82 ■153 Kr., Deutschland '21856 Mark, Schweden 2913 Kr,, Polen und Litauen .3179 M. und 5ßT> Kr., Griechenland 135.--.— ■C, Schweiz. '2318 Franken, Belgien 93!) Fl., Aegypten 82.1.— £, Frankreich 19(19 F'rcs.. Dänemark 762 Kr., Holland 454 Fl,, Norwegen 298 Kr., Südafrika 2,—.— £. Immer mehr findet der Gedanke einer Besteller u 11 g ziigiinstcn des Jüdischen Nationalfonds Anklang, sv* es durch Gemeinden ■oder andere Organisationen, sei es, dal) eine Selbstbcsteuermig erfolgt. Nach neuen Methode» wird besonders in England verlangt, wo es dem bekannten Schriftsteller Israel Cohen gclungcn ist, Persönlichkeiten wie Sir Alfred Mond zu materieller und moralischer Förderung des Jüdischen ■ Nationalfonds zu bestimmen. Es wird Aufgabe der nächstens in allen Ländern nbzuhaltenden Konferenzen iter Nation;dfonds-Koinniissäre sein, die organisatorischen Grundlagen für die erwähte Besteuerung zu schaffen. Die Friede 11 ssc 11 ccks-Aktion dos Jüdi* scheu Nationalfonds hat!11 Stock hol.!11 besonders gute Ergebnisse gehabt. Es wurden gezeichnet: 2ii()00p Mark von A. F c i 11 i k , 100 000 österr. Kr. von E. Keiien, 20 000 Rbl. von F, ,Grüngarcj, 10(KK) Rubel von B, D a v i s k i, 3״C0 Rbl Von II. Schreier, 200 schw. Kr. von H. K a plan, 800 schw. Kr. von M. Slonimski, 800 schw. Kr. von M. T a rs ch is. Noch weitere große Beträge wurden in Aussicht.gestellt. Die l; cd erat io 11 Sion i st c de France hat am 1. Dezember d. J. ein P r o p a g a n d a - M e c t i ng in Paris veranstaltet, dessen Einnahmen in Höhe von 2200 F'rcs. für die T s c h 1 e 11 o w - K o 1 o n i c bestimmt sind. Soeben ist die erste j i d i s c!1 e Ausgabe von ״E r e z Israel", Mitteilungen des Hauptbüros des Jüdischen Nationalfonds, erschienen. Des statilicbc Heft enthält außer <len wichtigsten Aufsätzen der beiden bereits erschicnenen deutschen Nummern von ״Ercz. Israel“ eine Reihe neuer wertvoller Arbeiten und ist zum Preise von 3 M. bzw. 5 Kr, durch den Jüdischen Verlag,' Berlin, und die Firma R. Lowit, Wien, z.11 beziehen. Zionistische filcsscr.Ycrrt:h!Ir.nr.ovcr Hannover. Die öffentliche Versammlung am 1t. Dezemlier, in der Herr Dr, IC I c e «her ״Das Judentum und der Friede“ Traeli, gestaltete sich einer großen nafioiialjüdischcii Demonatrütion. Der Saal,' der nur 400 Sitzplätze!ist. war mit der doppelten Anzahl von Besuchern gefüllt. Trotzdem auch noch׳ in den Vor- und Ncbenräum;;! ein zahlreiches• Publikum zusammcngedrängt war, mußten noch 1 itinclerk־ wieder unverrichtuter Dinge umkrhren. Herr Dr. Klee begann damit, daß es eine D:׳,k־u״,:,irm über die Frage der Existenz eines ' jüdischen ו könne. Er ging dann an; scheu Volke» a11׳ die Fried der jüdischen Forderungen in i Redner, daß sich bei d,r ׳/;: von Staat ,und. Kirr’ie .1 in 11 Verwaltungen schwer.vb ...,de ■ müßten.- ln den jüdirrb; •1 C: , eine unerhörte Notal; i;.v,dr)■ ׳ä.,־׳. Empfinden Hohn׳ nprcche. 'S.» Ansicht die letzthin hier vol" O 0 111 c i 11 d e v c r t r e t ׳.!:׳• g schling des beit.־.;.־;,*..־;! schäften öffenllielirn I:־׳ gleichen, geheim« n Pro;..!. b haben. Die jiidi:;rl!.;t Mr ■״;.־׳ die die große i\״'b;i:Ji 'Erde darstcllen, gramm imgef.c'.ilo v,r,:, v' ■ :■ die hi» vor 'kurze..1 sä". ■, ״ .,,d:t mehr gehen i-'oixh i׳un;,e11 des jüdi - Tiifrrcuz ein. Bezfiglicli iir.eli’aiid betonte dev : t.rw::r1ri:׳;rn Trennung u.1;״ jf.üi:״:i.en Gemeiiule- ׳ A::ruuf;en vollziehen ״./i l; rreclic bisiicr «1, hi:;״:hem •/,:.׳):!ernrii > reicn auc.U nrx!t seiner .zogr-mn W n 111c n z ti 1־ 1t n 1 ::״ {i g, in An- ס. <׳ ,׳ zu Körper- .1:1 einen,״»־; '-*:n der gevvef.cn ist, nicht den Zusammenhang־ mit dem lthonliigcu Judentum verü׳׳ren wolle, iniiese sie bestrebt scm sieh als ■organisclur Volksteil dem Ganzen zu erhalten. Dazu sei 11!sl:1'dingte Nalionalisierimg erfordcrücli, die mit der. Rechten und Pflichten als deutsche Sinaishiirger durdiatis zu vereinen sei. Herr Dr. Klee wurde während seines Vorlragos h.iiilig durch laute Beifall», kimilgchnngeii unU׳rhr׳)d1en. Am Schluß {.einer Rede setzte tosender, nicht enden wollender Beifall eia In der Diskti oioii bemühte sich Ikrr Rahhiner l)r. F' r e 1111 d vergeblich, ans eimgo'ii, aus dein Zusammenb.־!t;g /;־erir.seiieii Sätzen des Vortrages zu beweisen, daS die vom Redner erhob!• um Forden1n;׳e11 teilweise mit dem Zionismus nichts zu tun hätten und, soweit sie den Nationalismus für die׳ deutschen Juden prstendicrlen, abztileliiicn seien. Auch zwei weitere I).'skussirmsredner, die noch zu Wort kamen, erklärten in zwar sehr patheti• scheu, dafür aber auch desto weniger logischen Rede- Wendungen, daß der Nationalismus für die deutschen Juden mit ihren Staafsbiirgcrreehtcn nicht zu vereinhören sei. Im Schlußwort war es dem Referenten ci! leichter., die selsr schwächlichen Einwendungen ck־r f)i*• kinxioiisredner zu entkräften. Die Diskussion bewies,, daß es nur eine Hand oll Leute war, die aus״: sproehene Gegnerschaft darstdlrc. Allerdings bemühten sieh diese wenigen, daß, was ihnen an Ueberzciigiuigskraft fehlte, durch Lungenkraft und störendes, unangebrachtes Benehmen zu ersetzen. Sechsundsechzig neue* Mitglieder zeichneten »ich für die Orlsgnipne ein. Leider verursachte cs die Ueberfuliimg des baales, daß den frühsten der Anwx•־.enden keine Liste zum F.inzeiehiicn vorgeiegt werden konnte; zweifellos wäre sonst der sichtbare Erfolg noch ein weit größerer gewesen. Dcrufs!ürsorgcstclle für jüdische Soldaten 111 Berlin hat cs sich als dringend notwendig herausgcstelft, für die hcimkehrcudcn jüoisrhcn So'd ,teil eine Be r u f s f ii rs o r ״ es t c 11 e cinzurichten. Sic ist an den von den U. O. fi. ik-Logcn gegiündeten Arbvitsnachwcis angegliedcrt mul bezweckt, die heimkehren־ den jüdischen Soldaten bei "Wiedererlangung ihres /׳ivilberulcs zu unterstützen, sie zu beraten und ihnen Arbeit*• mögliehkeiten nnchziiweiscn. Alle jüdischen Soldaten, die ihre frühere Z.ivilslelluag nicht an Ire teil können oder aus anderen Gründen erwerbslos geworden sind, werden in ihrem eigenen Interesse gebeten, sieh bei der ״Ber u f s f ü rsorge s t c I le f ii r jüdische Solda teil“. Berlin N. 21, Monbijoupfatz 10, mit Militärpapieren und Zeugnissen zu melden. Alle jüdischen Arbeitgeber werden «!ringend gebclcii, der Beiufsbi ratiingsstelle etwa freiwerdentle Stellen .inzuzeigen. Mit f״rlschreite11der Demobilmachung wächst leider die Erwerbslosigkeit von Tag zu Tag im׳•, wenn nicht schnell 11ml durchgreifend geholfen wird, ist eine Katastrophe unvermeidlich. Soll die Bcriifsberatiingsstellc erfolgreich arbeiten, so ist jeder einzelne Fall von Erwerbslosigkeit indiviclucll und persönlich m bearbeiten. Hierzu Ist die Bereitstellung von erheblichen Geldmitteln notwendig. Vom jüdischen Opfcrsimi wird erwartet, daß er Den auch liier bewährt, wo cs sieh darum handelt, den hciinkehrcnden, jüdischen Soldaten über die kommenden harten Monate hiuwegzuhcUcn. Geldspenden werden erbeten an: Verein für Arbeitsnachweis, begr. von den Berliner Logen U. O. B. B,, Berlin N. 24, Mor.- bijouplatz 10, Postscheckkonto 1517, für Berufsfürsorge- ,stelle. * Die Bcrufsfürsorgeslelle für jüdische Soldaten . Dr. Eduard L i e p in a 1111. . Nachrichten Berlin. Sonnabend, 28. Dezember, abends 8 Uhr, veranstaltet der V o r I ii u 1 i g c A u s s e 11 u ß zur V o r h e r e i 111 n g e i n e s jüdischen Kongresses i 11 Deutschland eine große öffentliche V e r s a ni in 111 n g über das Thema: Kongreß in D e u t s c 111 a n d“. Ein jüdischer Ort: Kaistrsaai im RlicingoUI. Potsdamer Platz (Eingang Bellevliestr )■ ■Jfl! •׳;!};oit.;;iitiini Redner: Dr. Alfred Klee und Nahmn Go Id man 11. Berlin. Sonnabend, den 28. Dezember, spricht Walter Prcuß im ״Hapoel Hazair‘, Rosenthacr Straße, 16/17, über das Thema: ״Der zionistische I) c 1 c g i e r t e n t a g in Deutschland.“ Anfang S'/t Uhr abends. Gäste willkommen■ Berlin. Sonntag, den 29. Dezember, 8' .־ Uhr, vcr.n1• staltet der Hapoel Hazair einen hebräischen Koimrsationsabend in seinen! Heim (Roscntlialcr Str. 16/17). Zur Vorlesung gelangt rin Aufsatz von J. Sprinzak׳ ״Die jüdische Konstituante in Judäa.“ Hebräisch verstehende Gäste willkommen. Hamburg. Am 14, Dezember fand eine außerordentliche Generalversammlung «ler zionistischeu Ortsgruppe statt. Die Hauptpunkte bildeten d e Neuwahlen für den Vorstand und die Wahlen zum Delc giertentag. Während der Kriegsjahre, in denen fast alte männlichen Vorstandsmitglieder dauernd oder zeitweise von Hamburg abwesend waren, führte ein pr!- visorisehes Vorstandskonutee die Gcscliiifte. Nachtlem mimnehr vvieder die meisten Kriegsteilnehmer zurückgekehrt sind, sollte, der Ortsgruppe. so schneit als müglieh ein ncugewüHlter, aktionsfähiger Vorstand gegeben werden. Die sehr gut besuchte Vers.umnluiu; wäh.le Herrn Dr. Max Levy zum Vorsitzenden der ()11sgruppe. Ferner wurden in den Vorstand gewählt: Fr!. Lotte Hecker und Frau Dr. Tilly Lew, 1>. Blau, E8t ermann, Landau, Dr. Kalmus, Dr. Victor, Dr. Schwabacher, [>r. S. Möller, Kein!־. Meyer, (L• Joel. Herr C. Z. Klotzet hat in seiner Eigenschaft als Parteisekretär der Ortsgruppe Sitz und Stimme im Vorstand, Der .neue Vorsitzende übernahm sein Amt mit Worten warmer An* erkemuiiig für die vom provisorischen Komitee währead der Kriegszclt geleistete Arbeit. ׳ Ilämbur;!. Infolge der zwei großen jüdischen Volks- Versammlungen, die in der ׳letzten Zeit von der hie־ s:;;׳en zionistischen Ortsgruppe veranstaltet ־ würden, i*t von seiten der hier lebenden östjuden der׳Wunsch

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