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Jüdische Rundschau · 1918-12-20 · Heft 56 (20.12.1918) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 56 (20.12.1918)
Date
1918-12-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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4 Seite 438 JUEDI5CHE II AU Nr. 50 verlangt»; die Förderung■ der produktiven Arbeit in Palästina. Dr. (411t Nnwratzki sprach über die Regulierung der Auswanderung nach Palästina und ver-!mi^le die Schaffung von UclKTSiodduiigsiuöglidikeitcii, Walter Moses sprach über die bemtüdie Vorbereifung für Palästina, I)r. L c v o 111 i 11 sprach sich ebenfalls für die Sozialisierung der jüdischen Kolonisation aus. Dr. Platz sprach gegen schwächliche Kornpromisse und gegen die Viod. Richard L i c h t h e i in trat für die Nationalisierung des Hodens ein, betonte aber, dal» kolonisatorische Fragen nicht allein Oesinnungsfrageu seien, die in Volksversammlungen ihre Losung linden könnten. Prof, Dr. Heinrich 1.0 owe forderte die Ausschaltung tler Hodenspekulation in Palästina und die Nationa'isicruug des deutschen Judentunis־, die in seiner I lebi'.usü'ning besiehe. Karl (ilaser sprach für die Einrichtung eines Palästinaamtes und trat für traditionelles Judentum ein. I)r. Mayer verlangte von der 15. /. V. die Einrichtung eines Vortragszyklus über palästinensische Wirtsdiaftsfragen. I)r. liantke verlangte konkrete Vorschläge für die spezifischen!־ragen der Vorbereitung der deinsehen Zionisten iür Palästina. Der Jüdische Kongreß in Deutschland habe die Bedeutung; einer jüdischen Nationalversammlung in Deutschland. Niemals seien unter Zionisten die Ditfercnzen geringer gewesen, wie gegenwärtig. Dr. Max Strauß konstatierte die allgemeine l'ebereiiistimmung hinsichtlich der Forderung der Nationalisierung des Bodens. Fr sprach für größere Hcrüeksiditigimg der inneren Arbeit. Zum Schlüsse wurden die Wahlen vorgeuommen, deren Ergebnis wir ebenso wie die Resolution, die für den Delegierteiltag beschlossen wurde,;m anderer Stelle dieser Nummer mitteiieu. . Berlin. Am 11. Dezember halte die MisraclH* gruppe zum zweiten Male de ()cffenllchkeit zur Frorterung des Themas: ״Die Orthodoxie und die nationaljüdischen Forderungen'‘ aufgerufen. Mein־ als ÜOQ Männer und Frauen waren der Aufforderung gefolgt. Der ilauptrcder des Abends, Herr Rabbiner Dr. Wilheim Lcwy wies einleitend auf die gesamtpolitische Lage hin, die jedem Volk sein Selhsthcstiminmigsrecht gewähre und statuierte die Forderungen, die sich daraus Hir die Orthodoxie ergeben: Fiughederimg in die ge• sanituationale Bewegung, Durchsetzung aller imicrjüdisciien Forderungen i n, nicht außerhalb der jüdischen Volksbewegung.‘. Dr. Pick setzte sich mit den bisberigen Leistungen der Or.11!do.xle für das Gesamtjuden• tum auseinander und forderte ihr Hcraustretoii aus der bisherigen Abgasclibr.r.enhail׳, ,YZicdcrbcsiniumg auf die Finlieil des Oesnmtjiiöenlu.ns. Arheit für das jüdische Volk int Sinne des Thorege:',et/es sei nur itn Misrac.hi möglich. An der sehr anregenden Diskussion, die sich au die Referate nnschloß, beteiligten sich von nicht״ zionistischer Seite die Herren Moritz A. ׳Loch, Freirieh, Dr. Willi Hof in arm, von der anderen Seite die Herren R.-A. Abraham Loch, Schapiro, Dr. S. Hildes h e i m e r, R.-A, (4 r o 11 e m a 1111, Lazarus Barth. Die außerordentliche Wirkung der Vcrsamni* Imig zeigte sieh u. a. im Anschluß von über tOU neuen Mitglieileni. Die Berliner Misrnehigruppe hat somit in den letzten drei Wochen etwa >100 31 1־ ne Mitglieder gewonnen. Leipzig. Zionistischer Jugeiidbund zu Leipzig. Ain H. Dezember sprach Herr Viktor Arlusoroff, Berlin, im überfüllten Feurichsanlc über Sozialismus und Zionismus. Der Reder machte mit den Bestrebungen des Hapoiii Hazair bekannt. Im Verlauf der sich an den mit großem Beifall aufgeuommeueii Vortrag auKchließeiiden Diskussion, an welcher sich F'rl. Goldberg, die Herren Berg*, mann,!־rank sowie Buudistcn beteiligten, traten die Gegensätze zwischen Bunilistcii und Zionisten kraß zu־ tage. Am Abend darauf hielt Herr Arlosoroff einen h e 1י r ä i s c 11 e 11 Vortrag, welcher wider Erwarten große Beteiligung fand. Cüin. Die am H. Dezember abgehaltcnc Cha* 1111 k k a 11 ( e i e r des zionistischen Jugeiidvcrciiis ״II a sch a c 11 a r“ war der Zeit entsprechend in einem ernsten Rahmen gehalten. Herr Dr. Roh. Gideon wies in seiner Ansprache auf die Judenpogrome in Polen uml Galizien hin. Er führte aus, daß dicscü nielit allein durch Protestrcsol,;t'ouen abgeholfcn werden könnte, sondern nur durch die Tat, Diese sei in der möglichst schnellen Verwirklichung des Zionismus zu suchen. _ F.s folgte •ein geselliger Teil. Duisburg. Am 15. tl. M. sprach in der zionistischen Ortsgruppe in großer, stark besuchter öffentlicher V e rsa 1111111 u 11 g Dr. Grüne berg, Elberlcld, über ״Die F o r d e r 1111 g e .11 des jüdischen Volkes auf d ein F r i e d e 11 s k o n g r e ß“. Dem wirkuiigsvollen Vortrag folgte eine anregende Diskussion. Duisburg. Hier ist von ostjüdischen jungen Zionisten in Verbindung mit der zionistischen Ortsgruppe ein Verein ״H a s c 11 a c h a r“ gegründet worden. Adresse: Maische Mond, Univcrsitätsstr. 18. Bcuthcn. Die Zionistische Ortsgruppe hatte für den 15. Dezember eine öffentliche Versammlung im llote! Kaiserhof einberufen, die von 5 -b'M) Per onen besucht war. Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden begann Herr Nalmni üoldni a n 11 seih Referat über ,,Die Forderungen des jüdischen Volkes an die Friedenskonferenz“. Der Redner rief die begeisterte Zustimmung der Versammlung, die ihn des öfteren durch spontanen Beifall unterbrach, hervor. Die Versammlung nahm gegen vereinzelte Stimmen eine Resolution an, die ihre Zustimmung zum P r o g r a m in des K o p e 11 11 a g e 11 e r Manifestes ausdrückt. Posen. Am 12. Dezember liatle die Zionislisihc Ortsgruppe die Freude, als Redner für eine öffeutliehe Versammlung Herrn Rechtsanwalt I)r. A. Bart 11 begrüßen zu können, der im überlüllien Saale des Friedrichliof über das Thema ״Die Juden, ein Volk u 11 d eine (i I a u b e n s g e in e i 11 s c 11 a 11‘׳ sprach. Mit überzeugender Klarheit bewies der Vortragende die Notwendigkeit des Zusammenarbeiten•; al'er national emplindemler Kreise tler jüdischen Gemei11-.ch.1it. | Er forderte daher von den Anhängern ries gesct/treucn j Judentums, daß sie sich in der Schicks,-ilsstunde des jüdischen Volkes nicht außerhalb tler Reihen derer stellen, die von edelstem Streben beseelt Iür Erez Israel kämpfen. Die Einheit des Glaubens habe tlas Judentum verloren, für die Einheit der nationalen Gemeinschaft, in der das gcsctzcstrcuc Judentum ein großes und schönes Betätigungsfeld finde, müsse jeder bewußt jüdisch Fühlende mit aller Energie eintreten. In der Diskussion sprachen für die noch nbseitsstclicmlen Teile des gcsetzesireuen Judentums Herr Dr. Cal Vary und Herr Krzyzkowski, die beide betonten, daß ihre Arheitsziele die gleichen wie die des Misrnrhi seien, sie lediglieh aus taktischen Gründen (die Herr Dr. Barth in seinem Schlußwort unter starkem Beifall völlig widerlegte) getrennt marschieren, aber vereint schlagen wollten. Der glänzende Verlauf des Abends, der zur Gründ üng einer stattlichen M i s ra c 11 igru ppe führte, dürfte wohl bald auch noch weitere Kreise der Orthodoxie zur positiven Mitarbeit an den großen Aufgaben des jüdischen Volkes veranlassen. Wochcnkalcmier. Sonnabend, 21. Dezember, 18. Tcbcth 5ü79. Waj’chi. Nacht 4,44. Schluß des redaktionellen Teils. Bukarest. Isabcla Goldcnihal Paul Rosenberg V c r 10 b t e 1'hai'loUanlmre, Knntstr. 123. J r Minna Bergmann Martin Noihmann, Fcidunterarzt Verl übte Breslau, Ki>rn«r*1r11lk 23. Knuuwiu O.-S. r Paula Fraenkel Referendar Fritz <XUtenstefcl Verlobte ^Frankfurt, a. M. Dezember 1918,^ An die ihoratreue Jugend I Oeffentliche Versammlung am Montau, den 23. Dezember 1918, abends präzise 8 Uhr In den Sophlensfilen, Sophlensfra&e 17/18. Thema: Die Stellungnahme der Ihorolreuen Jugend zu den natlonoljüdlsdien Forderungen. Redner: Dr. A. Barth, Harry Levy, Arth. Sdiragen■ heim, Martin David. Im Interesse der fiufscrsl wichtigen Sache bitten wir um zahlreiches und pünktliches Erscheinen. Arnold Merzbach. Fritz Struck.!ll!l!llii!l!!lilil!llll!lllillli!!i!;1i!״!lii!llil!l!;il!!i!l!liia Bad Neuenahr, aus dem Felde zuritekgekebrt, praktiziert Ecke Sächsische Strasse, (l’falz.burg 7139) als praktischer Arzt und Spozlai&rzt für Magen•! Darm• und Zuckerkrankheit. Sprechzeit 45־ nachmittag», vernntiag* nach Anmeldung:I für Nerven- und Gemütskranke zu Saya hei Coblenz. SaaD-Rat,CDr.dRJsrIenih״l v״w«ltun8.di»ekti.o ־ Dr. Jacoby B־ J“50^ י■«■••■»»« f----ץ Die Geburt ihre» ׳zweite» .hingen •/,eigen an ■ Gerichtsassessor Dr. Badt und Frau geh. Fischer Bresiuu, Guethestr. 59!it. עשרה בסבת חרע״ט ^..J_J 41 t.J 1ajt iej 00 CL״ IMmMMMMIMItMMlUirtlMItllllltll &f* (l’1׳(;ußc11־Bxn',11imt gut.) «J Blicht, goeiguete Asao/.ia־ jja tim», Niederlassung»״ ־a inügliehkeit oder Vort.ro־ tung. Angebote unter *» B. G. a» die Kxped. d. Ba ,,.liidischmi Humlschau“. 1.■iV.V.'.WWiWi f. Ir bitten unsere Leser, ,yy bol HcileltnnKcn miecrt iiiBcrentf ח m bevor *uecn und »ich dabei au! di< ,.l'Gd Hund»c1<au,( iu berufen Aus dem Felde zurück Misrachi י •rKDU.on1uu.il[ kMurnri i V. Facharzt für Haut־ und Harnleiden Uhlaadstrasse 63 illoheiizolk-rudumm U.־G.־Bah11). Sprechzeit: täglich 3—t! nachm., nimserilem :Montag, J>on110r»tag, Sounahend 7 — 8 Uhr. Toi. Uhland 1494, ..lllll|||lM1״״llllllllliM״M1||||||||11׳״m1.llllliillM1״1׳ll|||i||11M1 •■MtlllllllM» •••lllliHIlM■׳ Oeffentliche Versammlung. Sonntag, den 29. Dezember, vurm. 10‘/a Uhr im Kai־ sersaal des ״Rhclngold“ Belleyuestr. 20 ״Die'jüdische Jugend und die Schick- *alssiunde des jüdischen Volkes.“ Redner: Kurt Blumenfeld, Dr. Hermann Leiewer. Herd-Club. Jod. Turnverein ״Bar Kochba“, Jüd. Turnverein für Turnen und Sport, Jüd. Ruderklub ״Ivria1', Jüd. Studentinnenverein. Kartell Jüd. Verbindungen, Jugendgruppe, Zionistischer Jugend verein, Zionistischer Mädchenklub. "•Htllliliii1״ ־ttllllliltl11».'״llll|lil1|"“<11tiSBt״'‘ltll|1«׳׳tK!1H»ו11||!||||ו<״ ״.illllUftli״ ״Illilillilu״,; Ich «ue.ho für lnolmm Zwi'ipürsoiienhauHluilt ein ttic.hi lg.״;, zuvorliwsigo» Mädclieni». Gute Küst, und frcuudl. Behandlung. Angebote na Joseph Sccbcr^cr, Gauzi'iihiiusen i. Mittelfr. BergHtallHtr. 9 יי»* 4> 1 Frilheror fnhaher eine»! 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Dr.Albcrt Csor, ן littro: Neur.titdtioche Kirch-; straf,30 17, Ztr. 8880, } \Vohtutng:AlbrochtAc,hilloa־ itrasßo 80, Pfbg. 7271״ 1ki*J * «•*י WtMaäk 1!fa!ct::*.iort wioclr.r V. ©12־ u 86־ Bi-duutr. ft. Toi. Ztr. 6391. $ugo )Ucrotiiatm ^nimtc ttttb ^cvufulem. ®cfnmmctic Stufjäljc. ttr|ct)ciut hcimiärfjft. — *fltcis 3 $11f|0!öcrfltimmi ift rincr unferer ttofjmutfjSrfictjfteit Tenter uiit ©(tnäfificftcr. Seine im Juben, ber ßelüfnuetjr, bet Gübifdicn Slitnbfrfjau uub jntitveitfien ®nmmetbüdjerit erfdjienencn Vtuffäye haben bie jefiiflc ^iifleiib.Weneratio« mit heranbitben hetfeit. Slloaiio ptr, rin tShanuf■ faljtmrf). *preis '11!(. ״T!er d»(teut) nehöri blefcä ®litt) iu elfter Vinte, bem leit her ffuflcnb, ber noct! *riebt tu »üeroiifufeiit tarn, toarum *vir (!ernbe bitte« 7?cft a(9 nufer eiaealticbtle« feiern." (.(!antfmrftrr;lii bifehe fj!a(t)tt(btcn.ä ®er Ctiibciiftnat. Uleue '.1tuftnfle. 2te»f titofrt/im, 'X'!t. 2.?in« 'Pvofcflor 'h)avb1Ufl5 attlfcitiflem tyonoori: ״Die Saat, bie ■fterst «etcat hat ift 11al)t barait hcranju• reifen. Sil« öienet fiel;! ■fterjf ba. Totitifchc mit hifiorif^c Jaifattje wirb, lua» ec propheitfch üertiin׳ bet bat ״®enti ihr luoltt, ift e« teilt i)iärrtjen." ®di. Warelif: W«tn0,;*)10« ti 11 & fXumntitif. — (Steif bv*frtj»m ‘DU. 1, , «eiv DU. 3 ®tefe jorafafiifl 0י)ח»1ו flaitcten ״!!Scfptädje" finb eine (Srtutitcrmifi tmfereä SiUffen* tun bas 'iv'cfcn beä jiibifdjen Slational»«tnu«. *Itiiloe ma1r,i»111tiun. 'Di<> einer <30rl1e1nett»ma Bon Stdjab'§an1n. Weite Stuf׳ laf,t. — 'Preis DU. I.— Wcorrtc (fiioti Stanirf Je* raiibd.iHoniauausSbentSiialltebcn. 'Pappbanb DU. 9■—» ß!cirt)enfau§aabe DU 14,— ״»Sin fetten ftbönc?, nmer׳ haitnibe« Dud), beffen fl»1־ baii btfonber« in biefcii iaflftt iittcreffiertu wirb, uio e« fi׳b um bie Collen׳ bmiflbcäjiucttaufenbiäbvlßen iäbifdieu IranmeS banbeit." 3'ivneUtifdie ®Mtjenjibtift I für bie ecbmei!.) gjufdjlafl 10%. ffttfirfjtöfavieii?atäftina-, fflenre«, OffUbr-Rarten, eine btfonber* gefundene 5>ir*senl>ergfttie in StuVierftiibbruil u am. --©pejtatfatalcg auf SSunftb!- Siiblfcfccr ©ctioß, SBezU« 2ö. 15, eä^fdi« «tr. 8. KbicUung fi*u1baa1i( Btrlia• Wüm®s«4eri. K1ut49cbau “** 15. Druck 1 fcitgiriod bck#Un», I»crl1&>^ca^n«k«r( 1 1 g״־ poa.g..gn ״n.דר-הבב r. «—sc—cö 2a—tz=a.

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