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Jüdische Rundschau · 1918-09-13 · Heft 37 (13.9.1918) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 37 (13.9.1918)
Date
1918-09-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Seite 291 i Nr. 37 JU EDI SCH UI'fDCCHAU Aufhebung der jüdischen Gleichberechtigung in der Don-Republik Wie die Petersburger Tagcszeifung ״Unser Tageblatt“ und ״Raliwjei" von durchaus zuverlässigen Quellen erfahren, hat das neue Reich der Donkosaken die jüdische Ci 1 e i eh b c r c ch t i - gimg aufgehoben lind die alten Beschränkungen aus eier /-eit Nikolais wietierhergcstelll. Das W o 1111 -!־echt wurde nur für Rostow und T a g a n r o g gewährt, wahrscheinlich weil dort bereits grolle jü- (lischt• Gemeinden bestellen und die Regierung von all/11 umfangreichen Ausweisungen abceheii wollte. Alle übrigen S t ii 111 e des D o 11 - ü c b i c t c s w 11 r d e 11 f ii r die J 11 d e n g e s ק e r r t. Das ist der erste Versuch eines von Rußlnml lo־ge• risst neu '1 eiles, im Restauratioiiseifer auch die Rechtlosigkei! der Juden aus der Vorrcvolutiousziit wiederlier/ustelleii. Zu nt rumänischen Judengesetz Das ״H 11 Ii a r c s t c r Tageblatt״ vom 5. Scpu'utbcr bringt folgende Meldung: ״Eine Abordnung der in Jassy ansässigen Juden ist vom M i n i s t e r j) r ä - s i d e n t c 11 vor seiner Abreise nach Bukarest empfangen worden und hat ihm die Besorgnis ausgedrückt, die sieh der Juden infolge des Gerüchtes hemächtig! hat, daß das in Ausarbeitung betindliche Reg u I a in e u! für die Anwendung des Einbürgenmgsgc•' set/es M a 1111 a 11 men enthalten solle, die das Gesetz annullierten“ Die galizischcn Juden in England Das Jüdische Prelibtiro in Stockholm berichtet: 1 >ie Polen a u s G a I i 7. i e » werden in Ii 11 g - I a!1 d nicht als feindliche Ausländer betrachtet und sind demgemäß v o 11 der internier u n g b e f r e i t. Diese Regel gilt mir für die Galizier ״polnischer Rasse" und findet k c i 1! e A 11 w e n d u n g a 11 f d i e J u d e n aus Galizien. Der Nachweis der ,,polnisch-;׳,ali/ischen Geburt" niuli durch ein Zeugnis des ״P o 1 n i s c 11 e n Natio- II a 1 e n Ko 111 i t e c s" in London erbracht werden. Als sieh ein gali/ischer Jude an dieses Komitee um ein Zeugnis zum Zwecke der Befreiung von der! Internierung wandte, erhielt er zur Antwort, daß ״dieses Komitee durch das Ministerium des Innern nicht autorisiert ist, jüdische Fälle zu behandeln." Ein gleiches Schreiben erhielt der Betreffende auch vom Ministerium selbst. Dieses Schrei* ben lautet: ״Auf Ihren Brief vom 25. v. Mts. bezugnehmend, in dem Sie um die Slrcidumg ihres Namens von der f.isfc der feindlichen Ausländer ersuchen, hin ich durch den Staatssekretär beauftragt, Ihnen mitzuteileii, daß tf bedauert, daß Sie li eht für ein Befreiungs-Zeugnis gemäß Artikel 25 D der Aliens Restriction Order befähigt sind, da Sie anscheinend nicht polnischer Rasse sind." Der Londoner ״J c w i s 11 C h r o n i c 1 e" bemerkt hierzu, daß die Stellung der englischen Regierung z.u den jüdischen Einwohnern Galiziens auf die Umtriebe des ״Polnischen Nationalen Komitees“ zurückzufüliren ist und protestiert gegen die Zurücksetzung der galizisclien Juden. Mit Recht bemerkt dazu das Stockholmer Preßbüro: ״Während also die galizischen Juden in England im Unterschiede zu ihren polnischen Landsleuten als Ernst David Lotte David gcb. Jarecki Vermählte Berlin, 13. August 1918 z. Zt, Davos Dr. Max Nucmberg׳ und Anne Nuemberg-Maas» *eigen die Geburt ihrer Tochter Eiiher Ida an. Frankfurt am Main, 19. Aogust 1918. Eichersheimer Landstrasse 244. Heinrich Kcstcnbaum und Frau Paula gcb. Steinhardt wünschen allen Verwandten, Freunden und Zionisten ein תכתבו ותחתמו לשנה טובה N J * X I Es kostet Sie nielits 8 : | wenn 810 bot Klnholtm« von OfCttUn, I Klnfordorn von Pr«Uli«Un •to, airf 4 0 | jad. itanaoobou" U»*o« nobiaon, •Wr hl« : nutzen uns viel! ...... gute österreichische Patrioten betrachtet und behandelt werden, verfahrt man mit ihnen 11! Wi:11 in umgekehrter Weise. Der von der Wiener 11!edi/ii1i.;c!u:u Fakultät eingefiiliile und gegen die jiidi! dien Studie rendeu aus t iali/icu gerichtete ״Numents cHumi:;" vvlrd vom Dekan dieser Fakultät in einem Lek;',nr.t gewordenen Schreiheu wie folgt begründet: ״Während Tausende der an’ der Wiener Alma mater Rudolpliina heimatberechtigten deutschen Hörer :111 den Fronten standen und Semester auf Semester im Dienste für Volk und Vaterland verloren, füllten uns nicht einmal freundlich g c - sin ule Gäste aus dem Osten die Säle unserer Hochschule 11. Diese Gegenüberstellung bedarf keines Komentars." Jodianan Thau j 111 dieser fürchterlichen Zeit, da der Tod täglich, stündlich tausendfache Ernte hält, glaubt man, daß cs keine Ueberrnschung mehr geben könne. All die Tausende und Tausende unserer l'mimle, die im F'eldc stellen, sind ja jeden Augenblick dem Schicksal preisgegeben. Und doch traf mich die Nachricht vom plölzliehen Tode von Jodianan T11;1 u überraschend und bctä übend. Jochuiian 111:111 war in der südslawischen Zionistisehen Organisation die sympathischste Persönlichkeit. Lin stiller aber intensiver Arbeiter, der trotz, seiner amtlichen Stellung, die er n'it peinlichster Gewissen* hultig'keit ansiüllle, immer und jederzeit ein treuer Anwall seines Volkes war. Er war ein Schulbeispiel für die veredelnde Kraft des Zioiiisiiui.-. 1111 durcliaus assimilatorischen Hause aufgewadiseii, fand er nicht mir selbst den Weg zum Judentum zurück, sondern führte auch hn gewissen Finne seine Eltern 11ml seine Umgebung zum Judentum zurück. Unvergessen wird sein Wirken in Banja- Fuka sein, wo er mit einem kleinen Kreise jüdisch lebte mul wirkte. Im Dienste (er war VerwaHuugsheamtcr au hervonageiukr Stelle), war er gerecht, den Parteien gegenüber gütig und zuvorkommend. Bei der Bevölkerung, die bei ihn, immer Schutz und verständnisvolles Entgrgt'iikommcii fand, genoß er große Vereinung. In seinem Privatleben war er nur Zionist. Sein ganzes Denken war erfüllt von dem Geschicke des jüdischen Volkes. Die Briefe, die er mir schrieb, atmen die ganze schwere Geschichte, die uns־er Volk jetzt durchlebt, alle Leiden und alle Hoffnungen, die der Krieg unserem Volke bringt. ״Die Ent- J Wicklung unserer Sache verfolge ich mit Spannung und Bangigkeit. Mich beschäftigt die Frage intensiv, wie ich persönlich werde zu den Fragen Stellung nehmen können . , .", schrieb er mir vor einigen Wochen, Er hatte sieh eine große Aufgabe gestellt, der er auch Herr geworden wäre, lieber 20 Jahre gehörte er der Bewegung an. Als Student hatte er in der ״Bar-Giora" eine führende Stellung. Ein Manu ist gestorben, wie wir wenige haben, wie wir viele, viele brauchen, um zum Ziele zu gelangen. Als Mensch an der Schwelle großen reinen Glückes, als Jude vor großen Aufgaben stellend, ist er dahingegangen, mit seinem Tode eine große Lücke reißend. Mein armer Freund, wie sehr betrauere ich Dich! I'rijedor, 22. Elul 5678. Gustav Sc i d c in a n n. Nationaljüdischer ‘Jugendtag Sonnabend, den 5. Oktober abends auf Veranlassung des ״Jüdischen VolkHieims" im Saal des Bi üdervcrcins, Berlin W 02, Kurfürstcustraßc 115/116. Rede Martin B u b e r s: Das Judentum 11 ud die wahre Gemein* schalt, Sonntag, den 6. Oktober 1618 vormittags 10 Uhr, großer Saal der Praditsäle des Westens, Berlin-Wilntersdorf, Spichcrustr. 3. O e f f c 1111 i c h e Vcrsam m I u 11 g Eintritt 0,50 Mark. Sonntag, den 6. Oktober nachmittags: Sportfest, (Genaueres wird noch bekannt gegeben.) Montag, den 7. und Dienstag, den 8. Oktober: ״Ausspräche über die Fragen der Jugend und ihrer Organisation", im giolicn Saal des Brüder- Vereins, Berlin W 62, Kurlüratenstraßc 115,116. Die Mitglieder der national-judscb.cn Jr■gi nd< rganisationen sind eingeladeii. Sie haben das Beeilt, sich an der Debatte zu beteiligen. Eintritt 2 Mark, Dienstag, den 8. Oktober iiaehmittags: Fest im Freien bei Drewitz bei Potsdam. (Genaueres wird bekannt gegeben.) ■ ' /! Für Untcrkuntt und Verpflegung• von Besuchern i des Jugendtages wird, so weit wie möglich, gesorgt I werden. Anmeldungen zum Jugcmitag sind umgehend an Fräulein Erna Ncumann, Berlin W15, Sächsischestraßc 8 zu riditcn. Für die Aussprache sind folgende Referate' in Aussicht genommen: Erziehung: Calvary, Ostertag (Glogau); Hebräisch: Arlosoroff; . Jugend und Religion: Martin Bub er; HcchaSuz und BcrufsumscFhhuing: Water Moses, Acudcrungcn werden bekannt gegeben. Es sei an dieser Stelle darauf liingcwksen, daß die Referate lediglich die Miinung der Referenten, und nicht die irgend einer offiziellen Institution darstellen. Der Ausschuß für die Vorbereitung des national-jüdischen Jugendtages. * Der Sekretär für national-jüdische Jugendarbeit gibt die Ausschreibung der Waiden zum national-jüdischen Jugendlag bekannt. Die Wahlen werden vorgenommen gemäß den von der Vertretersitzung am 16. Juni angenommenen Statuten des provisorischen ücsamtausschusscs der national-jüdischcii Jugend Deutschlands. Danach sind die Jugendorganisationen berechtigt, auf die ersten 50 ihrer Mitglieder von 15-30 Jahren einen Delegierten, auf jede aiigefangeneu 200 einen Zusat/dclcgicrtcit zu entsenden. Die Zahl der!Delegierten eines Verbandes darf die Zahl 20 nicht überschreiten. Es bleibt den einzelnem Verbänden Vorbehalten, Ln welcher Weise sic die Verteilung der ihnen zustehenden Mandate innerhalb ihrer Organisation vornehmen wollen. Eine Beschränkung des passiven Wahlrechts nach dem Alter findet nicht statt. Vermachlnis Unser gefallener Gesinnungsgenosse Alfred Hermann Koch hat ktztwiilig seinen Nachlaß für zionistische Zwecke bestimmt. Der Betrag wurde von seinem Bruder Am 21. August fiel im Westen unser lieber in Alter von 19 Jahren. Er war anspruchslos und pflichtbewußt und diente treu dor jüdischen Sache. , , Im Namen allor Angehörigen Breslau, ~R!'———Gustav Blumenthal Tischri ÖÜ79. rr: 11 Itaac Hein 11. ficWIgs Siosol!5*2113 f. Anwaltslmreuu 71 ״. Oktober Kim, Off. u. C. E3S an dlo Expedition der Jlld. Kundischau, Ftt r stab n II rztl ich 01' ritt!«,(Groß- Stadt NordiUmtstlilandii) in der auch fltrUcliCrdcn gearbeitet wird, wird Assistent ßssiidki lleflelitauten wollen *ich mit Angabe ihres MilitllrvfriiMtnimum melden unter 11. Y. an dieüoschliftgtelle׳ d. Jüdischen Rundschau,?׳i— I!:!; f I ר־: In treuer Pflichterfüllung fiel am 19. August unser heissgcliebtor, jüngster Hohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe, Hugo Hein, Fohlbilfavetcrlnilr. in einem G. It. FeMartl.-Begt. Inhaber des Eisernen Kreuze» II. Kl. im Alter von 27 Jahren. In unsagbarem Weh im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Cochem d. 4. Sopt. 1918 hi P/telssiuli rc.?3l V/I03n6r Jahre«-, HrilhjaHm-, VUrttlj&ilftriehrg&ngft Co.?lnfi מוג C• C»l:toh&r Hnrrijnklapnon DamenhJahnen Ytlvbi'cr.teirlCit jtdcriell W, TA0^ntEif»n*tr. fl, U. Wellalr, 1, X. V, Kathfnowor»tf« i» Ab t?.,m / <*•״* ך— * י׳ Teldön: Li hlt »Ich Konlfisbergcr Zionistische Vereinigung Sonnabend d. 14. September, abends S*/4 Uhr findet im Saale der IlindenburgrcaUcliule, Wallringr 4S/45 eine Gedenkfeier ׳־,־> für Dr. Arthur Pelz statt. Gedenkrede: Kurt Blumenfeld. Auswärtige Zionisten haben auch ohne persön- Echo Einlftduug Zutritt. ans der Mctallbranehe sucht Stellung als Vertreter, Sonnabend frei. Offerten unter J. S. an dio Expedition d. Jüdischen Rundschau. für Stenogr. und Schreibmasc f. sof. gesucht. R.-Ä. Erich Cohn Meierottostr. 4. MöSCS Rath's Lehrbi*er der hebr. Sprach a) ״שפת עמנו״ ״I, *pradi• für Schul- und SeUjIuckrrl mit BohlUnaol und V, hrtorvnr/oichnlu. K* tut <10• olnilco nraktl« Iiohrbuoh mit 46ul1u1cr Ümorriohu.pirnoho *nr Tülllgnu ^jrj.rnl, 4« tmbral.oh«״ Sprach« in Wort n. Scl.dlä. ElufUhrung!״ a" «tlS tmaan «rochienon• dritte verbcasort« Auriaae Dlo ״IIt.Udruth tbritU" ln ilorlln und bombe« wl« .״״I, *1*‘׳»יי“״ ״',“־- ä sw N.chnikhm« U. OHO. »• «.״» b) sampuezok polElto-hoörafaiii and /ortl wuÄ “*ל P, w . c) 13 0 v r\ 3 ״ש . %»ll? naoh der Motfcodo ״Iwrith b'fwrfik^ P»>dt■!*«.k 4m M, ß.r iVk. M. am Nwhnsi״»״ii'Tm boitoU*» bol Mose• Rath. WUa I. pml« tt * , 8Äuohl"ltf.ni.*ow1' dMOh d#a •Ja«‘‘׳*״«‘ v«ug«,

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