Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1918-05-24 · Heft 21 (24.5.1918) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 21 (24.5.1918)
Date
1918-05-24
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2651273-2652077-2652097--11588-2669127
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

N Seite 160 und a1! 8 ff 1• s t o cli ui c!1 A 11 ff c 11 vorgcfundeii. Die Kiew Moskauer Straße, wo sicli die Wohnung de•! Rn!es befindet, war voll Blut. Auf einer Bahnstation in der N'iiiie von Gluchovv wurden acht Juden aus dem Zu;; <;׳t.!c׳'.ile;!;d und in Stücke zerschnitten, ln dem iieuad.11,iiieit Dorf J es in au wurden 16 Juden erin o r d e 1. Kein Nichtjude mit Ausnahme der Offiziere des Botinim-chen Corps wurde von den Boi:.e!:t׳wi-;te11 hvlielü;1(. Die ehmtbchcu Einwohner der Stadl weigerien sieh, die um Hilfe sehreieitden Juden bei sieh;miztmehmen. Judtm. sich sein Le'.'-en, ,JUEDISCIIf. ßlT , U 7״ Abersohu, Dr. a u b folgende R1’k1״u- Nur in wenigen Fällen geinn•׳ es den :'ur Geld loszukamcii. Liner bezahlte für;1:10’,;dem;ein S.din erschossen und;wüte 20 0: Kl ׳den »!.inerte den ׳;:,.u/en 2"!. Februar Frau ermordet waren, 3T) Rulid, ein zweiter Rubel. Diese.; .׳. lowc׳! 111:;l dio א le'it vom 22. , a;:i den 2 3. l'du'uar. Am : V, 1 Mor, 1 .'.es 25. wurde i ü eien :1 ei.1 Auf; uf du: Rate!:\1 י :,;e;chlagcii, in 41c.n c.: hie Miiiiner״ :;! der! iure Roten : :!;•Je, genug de > Bin i\ v:׳ ׳k!!ens!“ Da iuäit»: : als der ״Yu1;־ ,(■heiimortl auf. Üni lo.vtc ein gewöiml:?*her! i:ä:1 Po;;. roai ab. Zwei Tag 0 lau;:;׳ wurden die jüdischen i Zeit Häuser tmd Geschäfte von den Hauern und Bäuerinnen demoliert. Die s a re!י c t o i 1 i Bauern raubten Leichname aus b o! s c ii e \v i s t i s c!1 e n Ko 11! m is ״• t e 11־ s i c ii an den I’!ünden1n;;׳ei1. Die aitcb die auf den Sirallen hegenden und entkleideten sie vollständig. 1t befohlen, re, Der ״Chewra Kadiseha“ wurde vom di ־ Leichen zu beeriligvn. Zwei Tage lau״ muhte nu dem Grabe!;eseiia.ifeit werden. Den am Leben gebiic•!;enen Männer;» wurde es verboten, an tler' Beerdigung leiizuiielimeii. i11s;;esa.at wurden au jenem i a;;e 1-10 jüdische Leichen vorgefuudon u;!J gemein: am beerdigt. Bald darauf wurden am-ii die koste der Büeiicr und Die am b. Mai 1013 vom Aktionskomitee d e r O;; t ן ü d i s 11 •׳ e n O r ״ a n i;; a t i o 11 e n im Voll;!י;ותו i; /. ii rieb einberiiiciie und vo'1 mehr!11■•. HK) iVi -iincii ineaieliie Volksversammlung hat nach Aniiürung׳ der L’edeit von Herrn J. K 1 a t z I: i 11 und Dr. 1 r tioi! einaiimnii׳•;;efatlt; i.;:ie eibel•.; vor der ö;lentliflien Meimimr Europas und Ameiika׳: rntnisletui!badest )•׳egen die jüng-Um j ii d e־; ס ין וו o u! e in Galizien; 2. Sie Sieht in dieser!'i׳wroutislis1,he11 Ausschreitung die i־ o l!:׳ e lang- :.ähr!׳ er i!et/eu der poliii «eilen Aiitisemit«•:! und der systcinati-riieu Wrgc'.vailigimg der kürffcrlichen und natio• nah-,1!',:׳•1(1׳ der zwei Millionen judsu in Holen; 'S. Sie erhiiel.t in diesen Hetzen und Pogromen den 1:.ד :!! :■! it'iicn Niederschlag eines n 11• Ausrottung u;ul rein;;;:;•: der seit 7ii') Jahren in Polen aus;;-׳■ igcii ■eh1: ׳ Be\,'!il.e1־;u::; abzieieudeii S .dein:., ehe richtet Anklage ,״׳!;׳<;!; ilieses System inneo nnehtlrücklirlKr, das, jioini.sciio Volk selbst auf Freiheit und Uiia!;• h h;eii, Anspruch erhebt, während es zu gleicher;:e.׳eu hie Freiheit anderer Nationen auf das wte aukämpft; •i. Angesicht••, »!es Friedenszwischen Rumänien und den Zrntraimüduen heuii!;׳e Versammlung noch einmal die schreckder ruiiiiiiiisclien Juden vor das Trilmual die vier- 1!: »!er die . Nr. 21 tnul den fulireitdtti rLiiiiünisilum Politiker 1 gciiiailitni ZI1fs.it;-,f-n. f ine den!rüge!.ii 1111,״!;ei im!;de,esse so'siäii tler Juden wie tler Rumänen gvhg'en. « 1 )er Stocl huLmer ״S o /. i a I d e m o k ra { e n“ ■•teil 11. Mai schreibt: ״Die Regierungen der Zcntralmä.hu; haben ';,ii/ieil mul fGeilicii verp.u,!;״:!, die 1 . . zipntion der rtmiiin'schen Juden dmch den Frieden ,־־u erwi:!.eil. . . . 1 >׳.tii-;c;1i,1׳ 1׳J, da; immer w seiiüizeiide! lumi iilier da; judsu; aml!;;.;e!;;in״., gchalieii h 11, triift imlirekt der grüßte Ted der Sch am!׳raur.aiiuii!.os der rum;inisct;c:1 jtuleu; die d sein: Kegioi!1:1:; hat!51» Ist den ermden W'llen g.-z. das Unrecht an den nimiiniseli■•:!;mleu je,/i madicii, D 111 »Iic geknickte r11:s1.'i״N1־i1c Re.׳,;.r״m.׳; andere Töne aiigesciil.r■.» a bähen würde, 1 il; die :׳' tralmäeliU: 1;!it ihrem Vcrsprcch :11, die jmli-die Ci'.» berechtigung durciiztr.etzcu,! rn-t gcnin11 .־t hat c:1, c: her kann ja niciit der gci'in,g.-tr /.weifei bestell, 15.״ t. ne 11' 1> . t-׳: HZ h• -u Aeui' sehi:׳ Iiriii: liehe der Wir;»: de miku Aus polnischen Hochschulen Zeit di: brachten vor einig»•!• Zeit di.־ Naclirieiit, daf, :׳;; V111*|׳ch.Ms de;־, Akadt'iui •ei,11 .׳ Senats am P,,יי - u die cinzi׳:e ic;;׳ali.,i1׳rte jüdische st!1 d •:!; <7■ '!; t di»׳ La:. Oeüciiilichkeit. Sie protestiert gegen; ä h r i g e z v n i s c 11 e V e r 1 e 11 ff u u fol; ted tische Hills k a s s e g »'Schloss e 11 weiuea muhte. IZs ,war gleich voraus/useln•■!, daß ih'e jiiiiisciie 1 Suiltnlen diese ertuyiurr ■02e b.nM d. '1 In.ra-R'.iUei! der /.;rseiiossenen Sy,:a; Narh »!<.m BL'.'.ba.i wurde dein Städteiien von seiten der iK.beke’vidiscben Behörden eine Kontribution vcsi äüh fit:׳;) Ruhel;,1',;1,’י,י.י.•.;;. Vor!'»'•!ad! forderte der biOrdicv.isii.-che Komuiissar die Abüe.Vruu;; von i!)ü!:0 Rubeln ,.::-!er Am'.ro'ntr,•׳■ einer W'ie’ler'ie'i;;:;;.׳ der Mordtaten. Das verlauste Ge!;! wurde ausgcUätuiigt. Die bei-chevisiisc'ieu?.»»»׳,aieii, die im Kanipie :,egen das Borurir.ische Corps fielen, wurden nach der Bec-mii-;;un;׳ ik.s J.idonmor»!.•־; inmi'leu der Stad! mit :סירי.,eia Pomp i־et-n!i׳;s uu.f auf das Grab eine rote!׳ahne gesteckt mit der Aufschrift: ״Ls lebe »lie Internafionale!׳* 1 .egenwärii:{ i.-,i das Sliirilcueu wie ausgestorben. N':c1,!a;1.1 wird I1i!1»׳iu;׳,ei;1:!s(:11. Die Jugend im Alter von 10 bi-; 20 Jahren wurde vom bolschewistischen Rat »•iliyezo.g'i:, da die deutschen Truppe;: nahe Waren. Keine l)o:;tveri׳i11 hui■1, keine Geschäfte. Die ׳;׳anzc u'uii ¬¬סי!,e Bevölkerung fühlt siel; liilflo , dem Tode ans:׳»■• lit lel'i. . . Lrst ’> Wodien uaeli iliesen sdiauerliaften Ereignissen vi i'ol'feu'Üdile die ״P r :1 w 11 a“, das Organ der bo!- sc',1» v.-i-'iisctum Regierung einen Aufsatz, gegen die Judeniiogroin:; ,;11! die Räte in Mo kati und Petersburg lallfen Resolutionen gegen de,; sich brHt machenden Antisemitismus. Die Ereignisse in Glnchow 1,’ieben tivlzdem nicht wreiu/elt. Zur Zeit des l olsclicwi-,tischen Siege:; in der Umgebung von M ins!; bnielicn neue Pogrome in K o j d a!1 <> vv, (iarodak, W o I 0 s 11 i n , K j»! z!<, R a »losch ko w i t s eh i, R a k o w, Stoib zv aus. Liinzeüieiten sind uns noch niciit bekannt geworden. Die erwähnte Zeitung spricht von ihnen als langst bekannten Tatsachen. 1uTlUe t,c uuu׳:;eu des Berliner Vertrage Besonderen gegen die während des Krieger, und ger;a!e i1׳ letzter Zeit an »len Juden Ikssnrnbieus und Rumänien:; ven'iblcn Grcucltatcu; 6. ־Sic. סיוון- :cstii!׳; gegen die wehrlose Auslieferung der 300 UOü Juden Bessaiabicns an Rmuiinieu. Di»• Versam11d־m׳;.׳; wendet sieb an die zivilisierte Menschheit mit »len nad1r.teher.den Forderungen: 1. Sie verlangt iutcruntianal garantierte bürg erlieh c 1: n 11 1׳:: t i o n a 1 e R c c 1! t e für die jüdischen;Marsen in Polen und Galizien; 2. Sie fordert von den (;;!,׳antieinäeliten, die die Unabhängigkeit Rumäniens iinUr;Ur Bedingung der Gleichberechtigt!!!1« ״er Juden gew.ährlei.ti׳׳;׳;:, ball »je Rumänien zur klauselfreien unhe1!i;1g:<1:׳ F:׳׳iäii'iug der im Art. •H des Ik-rliuer Vertrages ühernov,menen Verpflichtungen aiihaiic; 3. Sie verlangt für den Fall der Angbeüenin;; lJcasarabiens an Kumäiiieii, das internationale Garantien für 'iie U1.!!•;׳:e i DcIh-u und nationalen Kochte der bessarabischcn j Juden lä.-־,f׳M׳legt werden. 11ic.it würden. Lag׳ doch irgend Scitlieäimig nicht vor. Nur als Mal',nähme kann der üe::ch]!1l! ג׳. Sie protestiert im j wcr-doti. Den Mit״Hcilcrn der Ka :se lac.bnis zur Abhaltung e' erteilt. rmuäuisdien jude!1 verbürgenden lkstim- | r. me .weiteres 1,1:1a.•:;: , •; ein sachlicher »i!;<־:! r scharfe, antisemiti .׳. ne des Senat, ge nvr .׳.•:!nie nur mch »he i(juid:;ti.1n-,v,;rsnmai', ic zu erwarten war, erklärte sich diese V einstimmig ge;:-’» die Verfügung, tmd <ie Versanmii- LIYC ntn.äniscltcii Judcnt’rage Literarische MUteUuuger! in Wilna erschien umer der Redaktion von Dr. Z. Sch :111 ad du־, ׳weite IV, nd des ״\X׳ i 11! a er S;! m * ,11 c 1 I, u e 11 e : ", d,-r gleich dem eisten eine Reihe wertv״!ler '!•״ilm'-Uist'.iviseln■!׳ Dokumente mul iV-iträge der /.eit(:esri,je1ne emiiiih. Unter anderem befindet sich •m Sainim-lbueii eine eingehende lT-bcrr.icht der Zu- Stande ui Wilna se.ü Hegum der Okkupation von Dr, Schab; 1d; LG 1 ikkahminaehtiugcn während der Okku- :)atio-i:■/.it vor.■f.cr.l!:cl;1 M.Schalit; über die Psvcho* Pathologie der iiiaui-ciien Juden berichtet Dr. A. Wir־' s 011:1 b s k v; über Vviir.aer Synagogen und den Schulhnf schreibt Cli. i.nnsky. Ferner sind folgende Beiu;!ge cmhiilten; ״i'-ie Finanzoperationen und der Hande'.׳‘ von S. j. S111 argonsky; ״Medizinische und F1y,äim1ngshil!ä■׳‘ von Dr. Z. Schab ad; ״Das jüdi- ■uhe Hie,di r in Wilna“ von S. R c i s i n , ״Wilna und Warscha!r‘ von S. j a z k a n : IVriclite über die Tätig- I,e1t des Zfciitralkomiices, der Zedakn-Gs'dola, »1er ״Hilfe 1iiireli Arbeit', der billigen Küchen, des Alterversorgungs- Hause•;, eie.; Nekrologe auf L), B. K’atncr, J. Mesaeiii; I:. H. Levin, Dr. A. Gordon u. •a.; ein; Reine Materialien über das Leben der Juden während des Krieges, beutelt ״Vom historischen Archiv“, niitgetcslt von Ben- •s 0 '»a- BiieU ist 352 Seiten stark. Das zweite Heft der ״Hillei Z e i 11 i n - BI ä 1- ׳־'r bringt u. a. tolgeiulc Beiträge: Hi Hel Zeit- * '.n ^'witer Briet an »las jüdisch'.: Volk; Aliron Zeit* lin: Zwischen Synagoge und Friedhof; ferner Gedichte: von A. Farbs: S. LondTnski, J. Perle; Uebersetzimgen von Adam Mickewicz. und Sprüche von R. Naciiman Brazlawer. -'ie ״K o p c 111! a ff e 11 er 7. i o 11 i צ t i s c h c!1 Mit• 11 n g e!1“ melden telegraphisch: ,Politiken“ vom 18. Mai veröffentlicht einen hrliebeu Artikel des Führers der dänischen Juden- Prof. S i 111 0 11 s e 11 aus Kopenhagen, worin dieser Besprechung der atu; Bcs׳1!:־abie1! gemeldeten rumii* UratiRnnikeiieii gegen Juden die bevorstehende hmg der jüdischen Frage in Rumänien einer siimneii Kritik unterzieht und betont, (lall »1er B.ikarc- Mi;׳ Friedeiisvertrag die Hoffnungen der Oesamtjiuk'iilui! auf eine befriedigende l.iDiiiiff der rumänischen Juden frage nicht erfüllt hat. Der Verfasser appellicrt an dar, binnen kurzem zusainmentretemle rumiinisehe Parlament, die Jiulenfrngc durch Gewährung v o 11 s t a 11 d i g e r G 1 e i c 11 b e r c c 111 i g 1111 g a n a 11 c r u m ii 11 i s c ii e n Jude 11 endgültig zu lösen, cnlsprcehern! den während des Krieger vom ■rumänischen König teil aus‘. 1 heit nach B nüchei Neinv■ ,! in jidischer Ucbrr- In Lodz ersdiien unter Redaktion von Z.. Kaha cm Sammeibuch für schöne Literatur ״Jugend“ mit ,׳«tragen von S. Katznelson, Jona Rosen fe Id, J. Mastbaum, ö. Lpe'baum, Hersehele, J. A Neuraa״, Rose J a kt bo w i t s cli, Miriam Uli-!10 wer, Mirl L rd b e rg u. a. Der Verlag IJct-Am in L«xlz gab die Lröschüre «>״ Dr. Daniel P a s in a 11 i k ״D i e Psychologie des D i as po r a- J ud e n t um s“ Setzung heraus. _ ' 1 >ie M a 11 n skript e de ר verschiedenen, B. B o ro - c ii o w , die auf dem Wege von Stockholm nach Petro• grad verloren gegangen waren, sind dem Ukruiuischeu Ministerium des A e u ß c 11! ׳ übergeben worden, linier ihnen befanden sich wertvolle Studien, insbesondere auf dem Gebiete der jüdischen Philologie. Das;Ministerium übersandte diese Manuskripte durch einen besonderen Kurier nach M o s k a u an die Komis• s i o 11 zur Herausgabe der Werke B. Boro* chows, die das Zentralkomitee dci Poale-Zion eilige• setzt hat. Der Publizist und gegenwärtig»: jüdische Minister in der Ukraine W. Lazki (Berthoidy) gab in Kiew eine Auswahl seiner Schriften in jüdischer Sprache 11eraus, betitelt ,,Erdgeist“. Das Buch enthält die. Aufsätze:’ ״Spiritualismus und Materialismus“, ״üaluth und Erlösung“, ״Lin historischer Disput" (zwischen Herzl .und ■Aehad ilaam), ״Jüdiachkeit und Juden“, ״jüdische Kunst“ und anderes. Seit 1. April erscheint in Kiew eine Zweiwochen- Schrift in russischer Sprache ״Zion und Freih e i t, Organ des zionistischen volkstümlichen Gedanheiss“. Im Verlag der zionistischen Tageszeitung ״T eie« graph“ in Kiew erscheinen drei neue lirosclnirei• tu׳s zionistischen Führers• in der Ukraine M. N. Syrkin; ״Sind wir Juden vogeifrei?“ ״Das neue Leben und das alte Sklaventum“ und ״Unsere Position in der ukrainischen Zentralrada“. ln K i e w erschienen zwe neue Skizzen des jüdisehen Humoristen und Saiyriker ״Der Dunkle“: ״Die bolschewistische l lagnda“ und ״Jidischisfen“ (ein Monolog). in Jaffa erschien im vorigen Jahr die Uebcr- Setzung einer Schrift des früheren deutschen Staats- Deutschland, seine wirt- 5rcn (1208—1913)“ 'in sekraars Dr. H elf ferich ,, schaftliche Entwicklung in 25 J hebräischer Sprache. % samm.mr. schloß, »lie Ka-se nicht .vdzuKKei konstUw'ertc sich dc'1;!cni/|>ree'iemi als Sem׳:slra1-V' rsamnilttng, wähiic einen n«me1: Vorstand von 6 *.,i: gliedern und faßte einen;;•;inrien Protest gv :cn <1 v antisemitische und chauvinistische P» 1 - tik »’!es Senats. Die V/rs3:nn1im1g beauftragte »Ln ncugewälillcn Vorstand, diesen Protest dem Senat und dem Ministerium zu überreichen sowie die 0.׳tie:1t!;׳h• keit über die ungerechte Behandlung der jüdischen ■' tudeuten aiil/uklärcn. Demgemäß wurde der Proie;4, dem Min'stcrium uI dem .Senat übersandt, und auch »ier Pres e .um Abdruck übergeben. Die polnische Pre ,׳.e »'ruckte »L u Protest ab und heiu.tzic ihn durchweg zu »len schärfsten antiaeniilisclicii Ausfällen. Die Frei'hheil der Jden, eine eigene 1 liif:d:as:a- 1111tcrhn!(-'11 (dun Pol. 11 wird >0 etwas f.i'Ihstverstäiidüch ohne weiteres g»v,tatt-.t) un׳•! gar gegen »len Wiileu »ine; holiosi Senats «ippoiiieren zu wollen, wurde in »len sdtärfsten Worten gcgeilhdt. Uml in gleichem Sinne erfolgte auch bald die Antwort des Senats. Er hielt es nicht der Mühe wert, »lie gerechten Hcsciiwerdeii zu prüfen oder zu beantworten, pomlerii verfügte kurz die Re| eg i e r 11 ״ <j d e r ö V o rs t a 1111 s in i t g 1 i e »1 e r . von der Hochschule wegen ״Abhaltung einer nicht genehmigten SenH-s;raivcrsan1u1hing und wegen Beleidigung »les Senats“. Fortschreitender Antis״niitisn1us in Pole 11 Dio ßoykoltbcwcgung. — Antiseniiüscbe Hetze der polnisclicti Presse. — Der Lnzicnkipark vom Regentschaftsrat für ״Langgcklcidcte“ gesperrt. Die B 0 v k o 11 b e w c g u 11 g in Polen lebt wieder auf. Die ״O a z e 11 a Para 11 n a (Dwa Grosze) hat wieder eine Abteilung ״Ockonomischer Wiederaufbau“ eiagerichtet, in der sie unter der alten Losung ״swoj »10 swego“ (Jeder kaufe bei dem Seinen) den Bovkoil propagiert. Die ganze polnische Presse hetzt tu: u 111 e r ii r ס r. h e;1 ,ge,gen die Juden, Der K'aiupf gegen die Kricgsgewimicr wird zum rein antiseimii sehen Kampf. I iniissuehimgeii haben bis jetzt nur bei Juden stattgeivmden, Ueberhaupt ist jedes Mitte! recht, um eine Hetze cinzulei״•;!. AIR Zeitungen betonen in der sdsärbten Weise, daß die Juden 111 der Provinz die polnischen iiichtgcsetzüchen Feiertage nicht durch Gcschiiftsschluß feiern. Ein öffentlicher Skandal ist die Entscheidung »les Rcgentschaftsratcs in »'er Frage »les Lazienkiparkes. Wie in der ״Jüdischen Rundschau“ seinerzeit mitgeteijt wurde, ist das Betreten des Lazietikiparkes den ״Langgeklcideten“ verboten. Inzwischen ist die Verwaltung des Park» als Staatsgut in die Hände des Regentschal'lsratcs übergeg,־mgen. Daraufhin hat das assimilatorische Büro für soziale Aibeit au den Regentschaftsrat .ein Ersuchen gerichtet, die Bestimmung,‘ daß mir ״europäisch Gekleidete“ den Park besuchen dürfen, auf zulle bcn. Der Re:*;ents׳ehaftsrat hat dieses Ersuchen ab gelehnt tnul die frühere Bestimmung bestätigt. Dies zeigt am besten, was die Juden in Polen von der polnischen׳ Verwaltung zu erwarten haben Hebräische jugendkonferenz in Wien Die der Förderung des hebräischen Sprachstudiums gewidmete, von den vereinigten jüdischen JiigcndgruppeiJ in Wien auf den 5. Mai cinhcmfcnc hebräische Jugcndkonfcren7. hatte in ihrem Verlaufe mit Schwierigkeiten des Materiales und der Auffassung zu kämpfen. Dennoch war ihr Ergebnis der einmütige, deutliche Willensausdruck der jüdischen Jugend, Ernst zu machen mit ihrer Beziehung zur hebräischen Spräche. Die Vormittagssitzung bot in »len Referaten des Herrn Dr. Baron über ״Die hebräische Sprachbcwegung‘‘ uml des Herrn Kcstcnhauin über ״Methode und i; H }

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.