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Jüdische Rundschau · 1918-04-10 · Heft 15 (10.4.1918) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 15 (10.4.1918)
Date
1918-04-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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11 c 41!1 ■1- I r i־,u■;: I; ■r len! a iV j, fl i: )pDr ja!:r- ,Yt. rrg!Ciikii Hin- Jom. jii'iitutimiineu• nich wie Her- 10. 1 e 11 outi o enthier;1״c 11113 iaihon;ör- 11er :11t, her :incalidit «111 ״e• ge־ :!»t־ )int r! ü cd- :ns 11.־.־ e! י1 en׳! 1'iel eb-' cndie;hx roja ert in ÜC3 ab- Her icn 5>J1 er/ -öl מסי i>ei erdi- Jic igt of. (er a s >etid de iß- 1.:- uist, be er :ct es 1d >d )g g* Je n- 1» lilllf lull■״ SJE-S« kn״״ zu J ö E Dl SC 11־ E RUNDSCHAU Seite 113 an der Bewegung nicht erlöse heil sei, daß khiierle* Möglichkeiten sahen, sieh zu het.1tisie «יי" s mir hier mul dn mit visier Mülle einmal,;<■». (!t!״״f inaktiven Zionisten in den Kreis der ju־:emlci11e11 dicsi' ji,(|i<clie11 1 )״rchbilihtiig beschäftigten litlif"■ 0'״,)! :״SK.|1 zu ziehen, so fühlt er sich in ^''111frenuh'11 eit nicht heimisch, was schließlich nicht vcrsui1Hl>rl't*1 /ioiiimjschcii Nnchwmhs steht die •"!!!1״,nsieilinin in einem gewissen /.usamotihaiigc. 0*;"״:״, ist sis'hei'iieh noch vieles ungetan, auch «len wovon man sieh allentlialhen übereine geeignete, systematische An- ״*״ *!,,',*""ihrer 1 r/ielnniktsarbeit; doch sind gerade 1{|1“'י׳ו <iebiet in der letzten Zeit, insbesondere #il!! S-Iiafhmg des Knitnraiissehiisses und! liinriclit,״rf'1|..l’s'sk1eta1iats für jugemiaibeit vielversprecliende ״״'S zu einer ersprießlichen Aibvit gemacht wurden. ,!t!5.*tu׳ wir!!ichi, «laß irgendetwas geschehen iliSlRC'«lie Ortsgruppen auf die Aufgaben, die ihnen *'־ T, vcr.'nulineu Lage der Dinge erwachsen, auf- ״/ ״ machen. Den Ortsgruppen selbst ist cs 1m. r noch nicht zum Bewußtsein gekommen, «lall 0•h'i'ii den deutschen Juden der Wille regt, ohne rlvclit auf gewisse Gegensätze in den Anschanuii- ״ üIki• das Judentum eine Liiiheit zu gemeinsamer ihn zu bilden. Sie sollten sieh da, wo ihre eignen Jr ־ie nicht ans!eichen, mit andren jüdischen Kreisen ״Vr gemeinsame Arbeiten verständigen. Daß in unsren feinm1״g"ge|10s<en der Zionismus so festgewurzelt ist, , ״ sj‘c s|ch bei dieser Tätigkeit nieht an fremde Anschul«״ge•) verlieren würden, darf man voraussetzen. Es fragt sieh mm, was für Arbeiten es sind, die von "den ' Jude11011 111 '׳ cin/elnen deutschen Städten 'rio!i״t werden mul zu deren Erledigung die zionisti- *Chon*'Ortsgruppen׳ den Anstoß geben sollten: Als erste und wichtigste Aufgabe bietet sich die Fürsorge für die e i 11 g e w a 11 d c r f e 11 Ostjade 11. Der Zionismus hat seine Anhänger gelehrt, die Zusammengehörigkeit des West- und des Ostjudenniins zu erfassen, hat sie geiehrt, daß cs ihre Pflicht ist, jenen wirtschaftlich und bei ihrer äußeren Anpassung an die neuen Verhältnisse zu helfen, um dafür eine Fülle innerer Werte von ihnen zu empfangen. Solange die meisten deutschen Städte keine oder nur eine verschwindende Zahl von Ostjuden besaßen, mußte düse Erkenntnis eine bloße Theorie bleiben. Nun sind aber im Kriege allenthalben Ostjuden: eingewandert. und die Gelegenheit ist da, die Theorie iii Praxis »nmisetzen. Hat man das in den Ortsgruppen erkannt? Wir sehen nichts davon, sondern finden sogar in bedeutenden Industriestädten mit zahlreicher ostjüdischer l'evölkening, daß die Ortsgruppen nicht einmal vom Vorhandensein dieser Elemente etwas wissen, geschweige sieh /cm;ifs um sie bekümmert haben. Hier eröHncn sich Arbeitsniöglichkciten für die reiferen Gesinnungsgeiiossen: diese Einwanderer, .Männer wie Frauen, kann man organisieren, für ihre Jugend sorgen. Wo die Kräfte und .Mittel der Ortsgruppen nicht ausreichen, kann man an andre Verbände hcrantrctei! und mit ihnen gemeinsam Abendkurse, Kindergärten, Toynbeehallen usw. entrichten. Eine weitere praktische Arbeit ist die Einrichtung '011 jüdischen Bibliotheken und Leschal* Jen. Wenn schon in einer Stadt wie z. B. München keine Möglichkeit besteht, sieh außer den sehr schwach 'erbetenen jüdischen Werken der Staatsbibliothek, zu der P nt( Jctlcr hat, jüdische Literatur zu verfciuifcn, so kann man sieh denken, wie es in kleineren Mauten damit aussielit. Tatsächlich zeigt sich, daß Anrtguiigen, die man an verschiedenen Orten den Jugendn^k״^ 1״r 11111' Ihldungstätigkeit gab, dadurch unaushVa/ 'fjr11cn> <1;|h cs keine Möglichkeit gab, sieh die 0rettenden Werke zu verschaffen. Da cs sich hier T/'"c ,Arbei< handelt, die allen jüdischen Kreisen r Slaat m Oute käme (z. B. auch den Literaturmen und den Jugendgnippen der Agudas Jisroel), arm *” *01,0'11 .יßhch sein, daß sie von den Orts- PP״' WSchicd,,lcr Vereine gemeinsam gelöst wird, wär״ ״a ICI, 1 cs s׳ch auch, ob cs nicht möglich *diafi ,ESC1assc aus Vertretern der einzelnen Gesellwv C7״ZU, k'Wcn» die dem Gemeindevorstand in gcich , ,5er1 5׳"011׳r Arlx.it beratend zur Seite stehen: kcitsofiN. 'f V0r a|lcm a״ tlas Ocbict der Wohltätig- oder ן [Tfc, <1i« häufig nodi immer in jenem alten Geist den de "k׳t'e \ L'cfhlnT wird, der in dem Hilfesuchenmit " .!lmrrcr“ sieht, den man möglichst schnell Kriege ״t׳CI1 (,Zuspeisen sucht. Falls nach dem « ■uiih^r* star״cr 2.uz.ug aus dem Osten kommt, wird 1r . 1"'^ "ötig sein, mit diesem veralteten System len A1״v>׳~ Sc'ne Dcberleitung zu einer richtigen durch di n* Wart c'nc Aufgabe, auf die sclton licutc c! jr1, c, 005gruppen hingewirkt werden könnte. Wo die , anßcht, könnte man dein Hilfswerk durch des Bert״׳'>■ v?״ Volksheimen nach dem Muster ilie EinridT *c‘mcs ncuc Wege weisen. Auch auf ״achteten clcr v׳elerorts als sehr wünschenswert solche 4״ Jüdischem Volksschule könnten Hier JUSSC E.i,lfluß haben, beiten die™ csi w0111 auch politische Arn1cinsam n •t'0n ^cn Vertretern der Ortsgruppen gc- Ei!! Beisni 1 ,anßrt״ Vereinen getan werden könnten. z. die o •fE1r: 4*0י bayrische Regierung erwägt es gelang. ■*5'01י ^es Judenediktes von 1813; wenn aller ÖriAi’• ״!• allcn bayrischen Städten die Vertreter et«. ® ״sationcn ZU einem Aturcrhutt. 7r1RnmmenzU• fassen der und zu einem Ausschuß zusammenzu- RcHen! e'״cn Gesamtausschuß zu bilden, der bei tu!n8 vertrr.(»? ^5 Eordcrungen des bayrisclicn Juden- <u‘n8 verbot«■״ , ' f uv» j״■״״ dient. Di״c " ,Wur<fc80 ׳ wä׳x' zweifellos der Saclie ge sc Arbeit stände in einem Zusammenhang I germaaisclier mit dt 1 I iii: tirge fiir die Ostjuden, da dit sen n;1eh «len bisher gi'ltcnden Bestiimmingeii io'inerlei Üudget für ihre lk t.-i.itteil zur Verfügung sieht. Diese Arbeiten mögen auf Palästina gerichtetca Ziom-teil als außerhalb ihres Interessciikrciscs liegend ei seheineii; «lenen aber, weiche meinen, daß im Namen des ZionPmiH unser Lehen auf allen Gebieten jüdischer gemacht werden muß, wird ihre Wich• tigkeii niih:lichten. Diese( /Aufgaben würden gcratle den rciieivu Zionisten reiche Möglichkeiten zur 1ktätigimg bieten. Schließlich muß mich noch erwähnt werden, daß die Ortsgruppen sieh in dieser Stunde zu einer viel stärkeren als der bisherigen Propaganda aufraffen müßten. Die Erfahrungen, die mancher im Leide gcmacht hat, das vertiefte religiöse Bewußtsein vieler Menschen haben die Herzen fiir den Zionismus vorbereitet; «lie jüngsten Regieruiigserkläningeii haben auch vielen Köpfen die Ucberzcugung von seiner Durchfiihrharkcit gegeben. Diesen Moment ungenützt vorübergehen zu lassen, wäre eine schwere Unterlassuiigssiinde. Schon sind andre Organisationen, besonders die Agudas Jisroel mit ihren Jugendgruppcn, am Werk, die für ihr Judentum wieder Erwärmten zu gewinnen, und es ist höchste Zeit, daß die Ortsgruppen sich ihnen an die Seite steilen. Es sind in jetziger Zeit, wie /. ü. gewisse, von einigen Nürnberger Herren gemachte Versuche beweisen, sozial und geistig hochstehende Kreise zu gewinnen, die früher zu den schärfsten Gegnern der Bewegung gehörten. Um in den Ortsgruppen das Verständnis für diese mannigfachen ihrer harrenden Aufgaben zu wecken, bcdarf es allerdings einiger Anregungen. Ich habe versucht, mit den Gruppen, die mich zu Vorträgen eiligeladen hatten, in Verbindung zu! bleiben und ihnen abi und zu Fingerzeige zia geben. Auf die Dauer kann diese Arbeit natürlich nicht von einem einzelnen, von der Organisationsleitung unabhängigen Menschen geleistet, sondern müßte von dieser übernommen wercdn. Ich denke mir, daß in bestimmten Zeitabständen die Zionistische Vereinigung für Deutschland durch Aus- Sendung von Anfragen über die herrschende!» Verhältnisse, Hinweise auf die Erfordernisse der Zeit und Merkblätter über die zu leistenden Arbeiten viel erreichen würde. Sicherlich wären diese Anregungen erwünsch!er als die bisherigen Drucksachen, die selten einen Bericht über die Lage, häufiger eine neue Bitte um Geld enthielten. Von der Mitarbeit der Ortsgruppen hängt in diesein Augenblick sehr viel ab. Der Moment ist groß genug, um jeden zur Arbeit zu rufen; soll cs von uns heißen: ״Aber der große!Moment Findet ein schwaches Geschlecht“? li elcnc Hanna Cohn. Filmauffülirmig des jüdischen Netionalfonds Am 21. März veranstaltete der Jüdische Nat i o 11 a 11 o 11 <1 im ,Berliner Lichtspieltheater Marmorhaus eine E i 1 m a 1ö f iilir u 11 g, die das Leben in unseren palästinensischen, Kolonien zur Darstellung brachte. Das Publikum, dessen überwiegen dem Teil die Leistungen des neuen Jisclmws in Palästina noch völlig unbekannt waren, verfolgte mit der grüßten Anteilnahme die mannigfaltigen Bilder jüdischen Schaffens; es sah die schön angelegten Kolonien mit ihren weißen Häusern und sauberen Straßen, die Getreidefelder, die Obst- und Weingärten und lernte die Kulturarbeit keimen, die vom hebräischen Gymnasium und dem Ldireriiiiiensenimar in Jaffa geleistet wird. Vor allem aber fesselte die schaffende Tätigkeit der jüdischen Bauern und Obstziidiier, die auch! den Uninformierten bewies, daß der jüdische Ansiedler dem Boden seiner Väter wieder die alte Fruchtbarkeit ab- 7uringen versteht. Große' Begeisterung erweckten die begleitenden Ausführungen von Professor Heinrich Loewe, der die einzelnen Bilder aus eigener Anschaumig eingehend erläuterte. Prof. Loewe wies in seinem Vortrag auch ausführlich! darauf hin, •welche große Bedeutung der Jüdische Nationalfond als Hauptfaktor «1er palästinensischen Kolonisation für die bisherige Siedlung gehabt hat und für den künftigen Aufbau und Ausbau haben wird, und machte im bcsonderen auf den neu lierausgegebeiien Friedensschcck des Jüdischen Nationalfonds aufmerksam, dessen Erträgnis ausschließlich für eine großzügige Neubc- Siedlung Palästinas bestimmt ist. Der Erfolg der Aufführun״ war außerordentlich groß: für den Friedensscheck'Vvurden namhafte Summen gezeichnet, und viele Teilnehmer verlangten orientierende Schriften über den jüdischen Nation,•lifond. Die Presse, deren Vertreter der NationalfoiKil zu den Vorstellung geladen hatte, brachte ausführliche, anerkennende Besprechungen. Di infolge des große״ Andranges eine erhebliche Zahl von Besuchen, keine״ Einlaß mehr finden konnte, sieht sich der Jüdische Nationalfond veranlaßt, die Vor- Stellung am Sonntag, dem 28. April, vormittags 11 Uhr im Murmorhaus! zu wiederholen, und bittet alle Interessenten, sich rechtzeitig Billets zu sidrern die vom 17. April ab im zu haben sind. ״Gerinnccn-Hol^ In der ,Deutschen Zeitung“ (Uariwpi» «■*•** *** unter der Aufschrift ״Orden . Deutschnationale Männer und Frauen von edier ’ Rasse und aristokratischer Denkungsart, welche einem streng gcriiianPciius Orden a11::ch״:en wollen, möge״ vertrauensvoll Bild und ii.tiPU'kcimtnis der Anzeigenabteilung 5El dieser Zeitung unter ״ö e r in a 11 e 11 - N o t“ einrcwheii. müssen sich alle noch hlutsedlen Deutschen zus.nncb.dtSN'.iO.e ’ Fester denn je Demo: r:1- Büro «les Nationalfonds vom 2. April Inserat inenschließen. Neugierige, Weltbürger bezw. ten aber mögen fer!!bleiben', e B1111 s b e k e 11111111 *. I hiter/cichnctrr versichert na• 1) bestem-Wissen und Gewissen, dal) in seinen Aeleru nur arisch-germaniselKS Blut fließt.“ Hebräische Kurse in Berlin Die ״Li schk n t h 11 a m o d i i 11“ «les hebräischen Bcth-Waad beabsichtigt, mich im Sommerseimste־r hebräische Kurse cinzurichteii. Die bisherigen 'feiliiehmer an eien Kursen, elic ihr Studium fortz.usetzen wünschen und Neue■ intrete-iulc werden gebeten, sich schriftlich zu melden. Heber Ort und Beginn eler Kurse werden noch nähere Mitteilungen gemacht. Eine ״E i n f ii h ruiij! in die 11 e b r ä i s c h c Formenlehre" gibt jeden Donnerstag von 1 .י) bis 1,411 Uhr abends Herr Dr. Max Mayer. Beginn: Donnerstag, eien 18. April, Zionistisches Zentralbiiro, Sächsische Str. 81. Dieser Kurs ist fiir solche (Anfiinger und Fortgeschrittene) gedacht, die den grammalischen Aufbau der hebräischen Sprache an Hand einer systematischen Darstellung und kurzer analytischer Hebungen keiineiilernen oder verliefen wollen. Er stellt keinen Ersatz, sondern eine Art Ergänzung zu den übrigen Kursen der Lischkah «lar. Der Kurs ist für Schüler der aiwleren Lischkah-Kursc unentgeltlich. Von den übrigen Teilnehmern wird zur Deckung der Ausgaben für das besonders herzustcllemlc Unterrichts• material ein einmaliger Betrag von Mk. 5.— erhoben. Anmeleiungcn sind zu richten an; Dr. Max Mayer, Berlin W15, Düsseldorfer Str. 23. , , Naelritbtea Mlttoileag der Redaktion Infolge de■ durch dl« große Papiernot horrssheaden Raummangeln tat e» unbedingt erforderlich, daß die fir die ״jSdkdae Rundschau" bestimmten Korrespondenten und Mitteilungen in mSgliahst knapper Form gehalten werde». Berlin. Unser Gesinnungsgenosse Oberarzt Dr. M e y e r - Frankfurt a. ״M. (K. J.V.) hat das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten. Heinrich Nathan (Barkochba Berlin) und Carl Soberskv (Barkochba Berlin) haben das .Eiserne Kreuz II. Klasse bekommen. (Letzteres verspätet mitgeteilt.) Leutnant Salo Pick-Berlin wurde verwundet. Unsere Gesinnungsgenossen Fclduntcrarzt Erwin Roso 1 io- Berlin, Fclduntcrarzt Ernst Doctor- Breslau, William A r n sd o r f f - Königsberg i. Pr. und Assessor Erich Rothe iibcrg - Bieicherodc i. Harz sind gefallen. Wien, Fähnrich d. U. Ignaz K a 11 d e 1 wurde ver- . wundet und geriet in französische Gefangenschaft. Berlin. Der während der Feiertage unterbrochene Kurs von Herrn S. Rubaschow über ״Messianische Bewegungen im Judentum“ findet Samstag, den 13. April, im Zionistischen Zentralbüro seine Fortsetzung. Herr Rubaschow spricht an diesem Abend über den kabbalistischen Messianismus. Außer diesem Vortrag werden (in zweiwöchentüchem Abstand) noch vier Vorträge in diesen! Zyklus stattfinden. Berlin. Am 23. März er. veranstalteten die weibliehen Mitglieder des ״Jüdischen Jugemlbiiiides Makkabi“im BerlinerClubliaus einen gut besuchten Eiternabend. Herr R o s k i 11 brachte einige jüdische Volkslieder, Frl. Alma Neu mann Gesänge zum Vortrag. Von Mitgliedern des Bundes wurde ein von Frl. Hanna Kapital» einstudiertes Märchenspiel ,ß a b b a t h za uher“ erfolgreich aufgeführt. Die Gesamttcitung lag in den Hiindcn von Alice Kaphan. Dresden. Einen überaus anregenden Abend ver- .schaffte Herr S. Schocken aus Zwickau am M. März durch seinen Vortrag über ״Die gegenwärtige Lage im Zionismus". Im Rahmen eines anschaulichen Bildes über die bedeutungsvollen Ereignisse im Zionismus seit Kriegsausbruch wurden insbesondere die außerordentlich traurigen Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung int Osten Europas und in Palästina einer treffenden Schilderung unterzogen. Schocken forderte zur eifrigen Sammlung fiir «las Palästinawerk auf. In seinem Schlußworte widmete er unserem unvergeßlichen Tschlcnow einen warmem{* fundenen Nachruf. Der Vorsitzende konnte auf die in Dresden bereits mit Erfolg eingeleitete Sammlung für die Dr. Tschlcnow-Kolonie Jiii!weisen. — Es wird wiederholt auf die regelmäßigen Zusammenkünfte an jedem Montag im Hotel Central (Nähe des Hauptbahnnofes) aufmerksam gemacht, an Ucnen Herr Gliidkmann Gcschiditsvorträge abhiilt. Nürnberg. Der Jüdische Turn- und Sportverein Nürnberg veranstaltete am 11.März 1918 einen ,bunten Abend. Der Vorsitzende Herr Artur Körösi hielt die Begrüßungsansprache. Frankfurt a. M. Am 24. März fand in der Herderschule ein Schauturnen der Damen- und Mädchen-Abteiluug des Frankfurter Jüdischen Turnvereins statt. Annähernd 500 Zuschauer füllten die weite schöne Turnhalle bis auf den letzten Platz. Unter der K’wäWcn AEo dsr JSdischcn Rtcndschan baoprockcsea «Ar enraaatia t2&er Bad mit Ausnahme dar im Ausland «nu~:äsa*nen durch da» Jüdisch•® Verla״ G. 8». b, H., Berlin W. 15, Sächsische Straße t zu DlEltoeQi * \

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