Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1918-03-27 · Heft 13-14 (27.3.1918) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 13-14 (27.3.1918)
Date
1918-03-27
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
73% known words query
IRI
…/2651273-2652077-2652090--11524-2669056
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

& ( j׳t] 13/14 ,ן!03 ,« ßsien־ckhiSeS1*jß1li»cbe» Kongreß. l>r. Stau״ J,{f vc/!2s idcrauf die folgende Resolution: ״Oie im 23. Februar 1918 im Hotel Coutincn- ״| in Wir« tagende Versammlung bcgrüOt jje Einberufung eines jüdisch*56terrei«biscl>cn Volkskongresses, welcher die Ocwäliricistung des Rechtes des jüdischen Volkes durch j!0 neuc österreichisdic Verfassung fordert.'' Dir Resolution wurde einstimmig angenommen. Red. Mendel Singer (Poalc Zion) trat dafür ein, dsß der Kongreß ein wirklicher Volkskongrell werde; ü fpracl» die Hoffnung aus, daß nun die eigentliche iCongrcßhcwcgung einsetzen werde. In dem Wunsch nach einem demokratisihcn Kou-!״eß stimmte der Vor.it/cnde Adolf Stand in «reinem Schlußwort mit dem Vorredner überein. Das jüdische Volk solle am Friedenskongreß, wo alle Nationen vertreten sei» werden, nicht etwa vertreten sein durch Elemente, wie diejenigen, die in Drohobycz mit Milfc der Bajonette gewählt wurden. Fr schloß mit der Forderung, daß P a 1 & & t i u a dem jüdischen Volke werde. Mit tosendem Beifall und unter dem Gesänge d־r Hatikvvah löste sich die von warmem und starkem Oetflrl getragene Versammlung auf. An 250 neuc Mit• glicder hatten *Irren Beitritt zum ״Jüdischen National• vereto“ erklärt. Die Cleichbcrcchtigung ia Polen Von der ״Gleichberechtigung‘• der Juden Pokns, »te sie die Polen verstellen, geben folgende Vorgänge der letzten /eit cm anschauliches und «harakteristi- «die• BiM: Die jödbebe Mittelschule ״Hatchljah" in Toniaschow ertiieh folgenden Ministcrwlbcceheid des polnisdicn Kultusministers: Da» Kiiltusministerraiu tn der Angelegenheit der Be- Warecliau nenming ״Matchijali". d. 13 Februar 1018. Nr. 20 106 755 In Beantwortung des Gesuches vom 23 Januar dieses Jslires erklärt das Ministerium, daß es läcneunungen und Aufschriften in den Sd1u!dukume11tr.i1 in hebräischer Sprache nicht zulaascn kan», weil die uifi/iette Sprache der Srfude mit jaohiisclicr Unterriditsspnrehe »essdUlcßlich das Polnische ist tk1׳ ('.hei des Mittcisduilwesfu* Der Kultusminister W Gorskt A Ponikowski Große״ Aufsehen m aikft potiü riu-n Kreisen erregte die Affäre des ג1וu1<׳ laidemokOtisc'• eil Waisdtaucr Stadtvcrordiicten Rechtsanwalt» Zeh F ab i a n 1, der als *rtrammer Antisemit eine zienihdic Rolle •pielte. Fs wurde ihm nachgewiesen, daß er bei GrUtSverfuufen als Sdiein- Läufer für euien /üdt*d1eo Grundbesitzer auf getreten ist. Die ganze polnische Presse, elnadihcillkii der am weitesten l,nk# *tdiemien bürgferllclien Radikalen, »st außer «ich über das Verbrechen, daß an einen Juden Land verkauft wurde, noch da*u durch Vermittlung eines Polen. Alle!Satter erklären sich einig in dem Üedankcn,!US!!ohitrciie* Land auf keine« Fall in die Hände von Juden gefangen dürfe. Bezeichnend für diese Stimmung ist «fas Urteil eines Fhraijjeridtts, das in der ״(lartt« Pol nie»*“ No. 7 vom 15. 2. (Wochriisdirift der agraibahr« Kreise) mitgeteltt wird llirrnacii wt ein < 11־n1nläx:»1i/er Bogdgnski, der *ein tirundstuck .111!•inen Juden verkauft hat, auf '5 Jahre atis der Vereinigung der OuTstxtdtzer *usgeschkisscn vorden. In der Zeitschrift wird die Milde de? Urteils mit 1iA׳ grüßen Reue, the fkigitwudii wegen seiner Verfehlung gezeigt lut, und •einem Vereprcchen, nie mehr einen thnIRi»'«« Verrat «11 begehen, begründet. Vor einiger Zeit hat «di ein jüdischer Studenten- 'Win ,,OricH/•׳ geizitdet, lieft! vom Rektor di« Leffalisierung rugedeiiert worden war. Nunnidir wurde dem Verein nutgeteilt, daß in den Vorstand der Verbbdung an:1i~, 1*06•״•!•*«treten m ft fite«, anderjifall» die Lf?alisleru11g imtertrlril»׳‘» ayfltt.e, Die Verbindung war daher gezwungen, •ich aufrulftcen. Fbenso muß «eil rtie eüurige ftxbsdie •tudentkeefoe Hüfsfeusc xuflösen, 1La Ci>^r 2 j«ifc־e bestanden bst ufid m Untwraifit*« kreisen .lu&crordenitRli viel Gute« gewirkt hat. Noch deffl Rücktritt <K•? I )Rektor# der p0iyu־ctu1i»chcn Hochder die Kasse kg*lidort hatte, hat, wahrcUhcinlieh aui Venutlmsung de# neuen Rektors, der Kurator ,*tr Kasse sein Vitt tikckrgckgt. Da sieh ei« anderer iTOfcssor zur Uebexnahnie de« Amte* de* Kurator« ™dit bereit (ludet, ist *ho Kok gezwungen, sich auf• «düsen. li*e ״f>«: 111 c h t Warneh.mer Zcitun g'־ (No. 2 vom 14. März 10tä) bringt folgend« Ansprache, 1 ,• ,'1״1י״ L u b 1 i 11 e r GencraJfjauvcrneur »'״,״llch '*"‘•'יי Bcvichtitfung Jtiliüther liutitutionen in , Kiertimg deg fWzirkakotnrnaadaoten Ofaertynski!emes Juden) bei der Verabschiedung hielt, Der Gene- 1•*Iffouverntiir erklärte: -1W1 •aiwu/e die Juden w&'can irrer Arbdt&uuUcH 1®" ihre, stauk entwickelten P8ß112cn»ut«* «dar lioch, ®-dHab« xuf die Fofcn iwdfclüsiteär ״Gcstiü'ilte״ •“*merkism, gegen täe mit aller Sdiarfir woiAigtiien iC" i» Zukunft gezwungen kui werde." Diese durchsichtig az1ü׳<mit1?th.‘ Drohung wirft ein ״JcUes Udti «uf da» Verhaitcb der östawÄ-iditii vAifnaHotivbehörden «jr jtufrdicii B.'vß^'eruii.t und .■יי i״!;"..toiciB Krdbc« gyoDo AuiÄeheu. J FrcT .jo r! 1 11’.;־V d «etersbur״ (ehr;;,Am ::״!;•.ז; ,,;(ver"־;..!- Rer Giiellc ist in Odc3־;e die K'.'.chi;;!;{ cingetroireri, clail die j1ü!i!.d!e lfcvöl!.cn1r.;y ia dem v«u «Rn rtimJiiisehen Tmppen besetzten Bcssarablen der grausaniMcn Vcrfol/׳uug airigesctzt ist. Die runi/iiiiisehe M ilitä rgc wall geht gegen die Juden de? oUurplertcn Gebietes auf die bmt;1!:4e Weise vor. l.dicn iiiml Figfntum der jüdir.d1en Lkv״iker»n1g ist der nimiiuischeu Soldateska emhut/los ausgeücfeit; nra1iU',u1aUuugen der Juden «ind auf t*:f Tngecordnunj׳. AI.1 die Nachricht von dienen Vorgiiiigcn nadi Od:c;a gctlixm* gen war, epnuhen die Herren Usaiselikin und Schwarz im Namen des Ddcü'ser Zionietlnciicn R n y o n k o m i t c e * t»c1־n1 englicchcii Kouatl vor und erbaten die Intervention EnglamLi hei der rumäntoehcji Rcgicruna «11,׳ur,s.ten der lUigDuitclien Juden Bcscarabieas. Aus der UIr,f£1iya Das Jf»»־!lsd!e PreOhüro in Sfocltholm erflSirt erst jetzt von einem schredtlidtcn Vorfall, der sich in Kiew׳ ־.infangs Februar ereignete. Nach Kiew wurde der erste Deputierte 11 kongreß der jüdischen II «eres ange hörigen Rußlands einberufen, der unfer anderem zur Aufgalre hafte, eine jüdische Soldatenorganisation für den Sei hotte 11 utr, zu schaikn. Zur Abhaltung de* Kongresses ln der Hauptstadt der Ukraina war die formclk Zutümmunf; der ukraisischen Zcutrahnda eitißcholt. Der Kongreß trat iinglikklichmvru« zu einem Zeitjrurfct /.us.iniiurn, wo der Iii11-|׳crkriejv In der Ukraina au (;chroelicit war. Fr war kaum eröffnet, als er durch einen flcfehl des Minitärkoimuamhntcii der Stadt Kiew aufgclcct wunde. Eine Atoiximmg de« Kongrcrr.es unter Führung •eine« Vor- Ritzenden Vogel begab «ich hierauf zu dem Mißtarkommaudantcii, ujii ihn über den Charajkter de» Kongresscs aitf/.uklarcn und 11111 dazu zu bcv/«4r«n, den Auflösungsbefehl /mrüdc/uzieheri. Allein der Kommandant ließ die Alxmtuung nicht zu Wo^tc koiirmen, schimpfte auf die Juden los, die er sämtlich .11« Feinde der Unabhingigkeit der Ukraitu bezeichnet«. Vogel wurde hierauf verhaftet uiul aiigefulirt. Am loigendcu Tag erfuhr man, daß der Führer der jüdischen Soldaten auf Befehl des Kommandanten eitchossen wurde. Die jüdischen Mitglieder (1er Rada, über diese Monltat entsetzt, fordertcii m einer dringenden Anfrage an das Generalsckietarui AurllAiung über das Oesdulicne. Das Geiicralsckrcunat begniigte?idi mit der Urwidcrung, daß uiomentaji die ganze Macht in Händen de« Militärkon»- inandauten ridie. AN Poitest verließen die jildisdic«! Mitglieder die Sitzung und der Sekretär für jüdische .Angelegcnlieite«* S i f b e rf a r b kgte ecin Amt nieder Pogrome in der russischen Krlcgazoce Der Korrfi|X)11dent des ״Jewdsh Ctironidc^‘ in Pttersburg teilt mit, daß rus״i«d1c Deserteure an der rumä11i?chc11 Front iti die kleine jüdische Stadt öikamala 1 euer gelegt Iahen. Fs gab Pogrome in verschiedcoen Städten de« 11 nt a 11 * Distrikts, Bei einem *olchcn Pogrom in Sk vir kam die tdcrainisdie Komrniswon in die Stadt und arretierte die Leiter des PogToms und die Behörden, die die Vorbcreltun;rcn nldit unterdrückt hatten. Die Kommission widerlegte die llcuütuldiguni'fn, (hß die Juden »irrst auf di«• Fumultuiiiiten gescüosicu hatten imd t/af Vcritnstaltuagen zur Hilfe für die verarmte jüdische Bevölkerung. Die Zioiiistca mi die Öeracinilcwalilcn ׳ ׳ in RüDiatid De!׳ Prozeß der I>e11K>laati״terut1f>: der jtidiidten Ocmeiiiden, der ui alten StMtcn und Städtchen des ru׳aüedlen Reiches, den politi־,clÄ«1 Mißständeu und t /«ruhen rum Trota, vor «icli g'ing, brachte rugk'ich eine gründlidie UnisdiidAiöig der jüdiccbeu Parieien mit »ich «ad mit dir die I Icgcmonie der Ziomwtcu als der einzfg oaditlgca, ia Alka Fragen des Judentum» *u־.sa1laßgcb«oden ׳Partei. Ucbef die noii^tltrchcif Wal;l:1c;;c in Mo#- kau, Petersburg und Kiew (m Modem wurden!lehwilttlidi unter 45 VefWiiltuiigunitglieclern 18, in Peier^bu/(; unter TO Mitgliedern 35, in Kiew ־unter (Kl Mitgliedern 12 ZiouiKtcn gewählt) wairde bereits bo richtet. Der ״Raßwjet'• vom 2-t. Jamur 3t. St. veröflciitlidite die WalöcrfelsuDSe üü 32 Städten, iti denezi bis « dSe«em DaUtin die Wahlen afc:p»«d1h>«ftMi Ware«. Unter den atft׳efi:>utcu Städten bcftolai eich die neuen gröl*« n Genie indeii m S * «n a r i , Orenburg, Ufa, Orjol, Siritow, S׳ ro o 1 e n & k , R j 4 * a n etc.. und die der Städte d*.׳t ahen A1i5.kdl1®1;*&r<1>,0i'9; Schklow, Homel, I-ugunsk. Slnferopol, jclisawet! g rad, I'iMschep, C ho t i n u. a. 111 diesen Städten wurden inegesamt 10'M Vatgkedcr der Qcmemdcverv/altuiu’eii p'v'älwt, die ceJir a'a 10 ve»\-df.cd:״-K:11 politi• ■*dicu Partei«! Di« weitaus *Urksic Partei, die lilufig eine grfößkrc von Stimmen erhielt א! ה all«• .mderen neun P.tUCv.:« •/!;•:atnmiii, waren die Zionisten. Von den 1034 Mitgliedern gehörte# den zionistischen WahWüen US an, waltmsd die «MxftstSdate Rltlit!;«*, die Oni1׳rfo;::e Scf;>.iticran״ea (״Freiheit und Traißaon", ,,Nterat.i kracl", ,Scl'-.11.1e Eiaunr I»r.1d" etc.), mir 139 .*UigüoffeT dvircliKetxtc. Ztur.atiaca *״ü £::n gewähltes P'..*c.־. d»r ««pa!■- trPsrF.cn und anderer Wah'fi״!«! verfilmen die Zioni- «vcö »־,ץ/,hin iüicr 0 c;*b.־olulc ,\kchr,׳G; »13 ocr Gemcuido* vcraultimßvn. t.:e 2*111 ß<« G.Wfli^kn wirt 1ן:י• r,11.״״ auf <124). r« fuigt'H die S. S.• und S::f:.;i»tc׳H ::!!;•en 7t>), die Poale-Zion (•H) "ud ja!s;1 «.4 die * Volkr.partcücr mit 31 Mitgliedern, licvoudcr» R»ü־ fallend ist der völlige Zusammenbruch «der biö (ct'zt führenden Kreise, die, insbesondere in d*,*u Rcs.cfeiiz- Städten, als die berufensten Leiter der jüdisdicii Geincindcpolitik galten. Die ,,Volksgrujipc" (Wlnawcis) ist in der Liste zusammen gcmiinmen mit «kr ״Ik'wt.kroti־ sehen Gruppe", der ״Nationalpartei‘‘ und vn'vdiküinen Loknlpartelcn (l-ehrem, Wohiuing'sniietcin. ttauJic- «itzern etc.), die alk• iii'igesaint in den i?- Stidteii nur 82 Kandidaten durchführteii. Die Vorkonferenz der jüdischen iiaadwerker in Lodz Die Organisierung der jüdischen Itainlweilei ewccks Förderung ihrer wirtscliaftlichen und kuluirelkss Inicreisen war stets eine Aufgabe der nalionalea vuul dcutakratischcn jüdisdien Intelligenz, im J all re 1010 (ulte i« Petersburg eine Von der ״Gcsett-arhaft rur Förderung des jüdisclic« l landwerk!■ und Ackc1b«w“ einberuf«uie Konferenz *taUgcfuiHicn, die Biandies zur Orgfanhäerung und Vcreiidicithdiung der jüdische« Handwctkcrvcreiafc beitrug. Lin unvergängliche* Verdienst de* juag׳v erstorbenen zionistischen Hu.־oretikc111׳ in IVilcu, J&n Kirschrot, war es, die Keime der profcKhiaelka <3«- ganisation auch m die Reihen der jüdischen Handwerker ״ Polens zu tragen. Fr gründete #11 Jahre 1011 den Handwerkerklub in Lodz, dem noJt die (iründüng einer Rcilie anderer jßdisdrer wü־!AitartIiJ1.<:r Vefbände folgte. Gegenwärtig bettelte« in Gwlz ö jüdlsehe Fodivercine, die ca 30)0 orgaivrierte Mitglieder zlhlen. Ah Zentralorgan wurde du 1 laudwcikcrrat g©- wählt, der auf dm 24. und 25, Februar mir Vofkonferenz der Handwerkervcieiiic in lAih» uadi ijxiz einberief. An der Voikonfcrena ruthme« 55 IVJegterte der professionellen 1 Isuidweilervcrcine und Vertreten de» sozinlökoiiomischcn Büros am rtonistbajicn ZentraSjomite# In Polen (Herr N. Schwalbe), des Zaoo.utisdic« Komitccs in Ixidz, der jOdbdien Fraktutn an Stadtrat, der jüdischen Gemeindeverwaltung etc, teil. Den Bcridit ülrer dte Tätigkeit «lei Organisation*■ konuuissioii erstattete Herr F, l.ewi 11, Nsc'n den Berichten der Delegierten der fbovma fas Herr L. Kuliaa ein Referat über die l-age und Aufgabe der jüdischen Hamtwcrtcer und Ing. K!1 ß a k ein soldies über di# Handwerker-Gesetzgebung Kahan •diildeite die traurige wirUdiafllHhe umt k 1411 ׳: eilt Lage der jüdischen Handwerker in i'o.m Die 1 taui-nursaclie de? N!ed:rganges ist der Mangel an Kapital. Der 1 tmidwerkef gerät beim Privatwucbcrc! 1:1 •-tbiiU! n und ist gc/wun!׳en zwecks Deckung dieser bciiukU-n »eine WeitCAUge zu verkaufen, was für ihn «len völligen' Ruin bedeutet. Der Redner forderte daher die Organisierung der Handwerker, die Schaffung billigen Kredits, die Bildung von Oenosacnstbzifieii zwecks Fütlcaufs der Rohstoffe und Verkaufs der Produkte sowie die Förderung der uchniseben Audiddung der jücfi- »eilen I I.indwerkcr. Ing. R u S .1 k zeigte in seinem Vortrag, daß die üewetzgebung über die Handwerkerzünftc sich auf ein Gesetz von 1816 stützt, da? längst nicht mehr den Verhältnisxn enu>pnd1t. Die Diskussion, die sdi den Vorträgen an schloß, entrollte ein traurige« Bild des gegenwärtige« Stande«. Niemand ist so vom Kriege betroffen, sagte ein!)elegierter, wie der ift«t.*-<be H»n<1weiker. Ganze Hundwe1k»K«Uungm wurden duiCti den Krieg •uitge-,«.haltet. DJe iilclitjüdisebm 1 landwciker retteten sich dadurch, «laß sie *ich auf* Land zurftcknogen, dem jfubsehen Handwerker fcliltc diese Rcttung«nö,rlld1ke1t. Fa wurile auch vielfach erörtert, ob emzcLie Reformen «lc# Zunftgesetzes genügten oder ob niclit vlcimetir «he vöUJgtt Aufliebung de* Genetzt■» nottue. Der zweite Tag der Vorkotiferersz war den Frage« der 1 iandwerker-Gemasensduften cuid der Sdiaffung de» bilHgcn Kreiflts gewidmet. Der Referent, Dr. Lev in, acliildcrie die bis jetzt, inibesomlere wältreitd de* Krieges untcrnominenen Schritte zur Seluffvuig der Rohstoffeinkaufsgenossensciuiften, tlit• zu guten Ergdaisscn fülertcu. Er plädierte Ihr die Vergrößerung di«׳»er Art Emriditungen «1er Selbsttiilfe und regte nudi die Idee der C'rrüuduug einer 1 taiwiwerkerbank an. C^-gcu diesen letzten Voredibg vpracti der Vertreter dfa> sozialökonoirütcheii Büros am Ztontvt)*eben 2fentralko1nitc# Herr N. Schwalbe. Fr vertrat die Ansicht, daß bald ancli Becnillgung de« Kriege» eine jüdisch# Volks batik ui Pokui ge«d1affen werden soll» di# aß« Klciakredrt-liyititutiortcn der Handwerker, aber aueli der Kldniiäitdkr, untewtützt. Flu ausfeiiiaclie* Hilf#- komitee *oll sich gegenw.ütig sction mit der Fertig- Stellung eine»!*faneg dieser Bank befassai, wtuiach die Lfauk iiu Oru1utSc«pit«11 vom nmcrikiuibdieii Zcfin- Mlllkmco-Dotiar-Fond erhalten würde. Auf Antrag von Herr« Schwalbe wunte von «ler Anuahatic einer Resolutlo« über diese Frage abgt־v«d1ea. Die letzten zwei Referat« bchandeMtm die profcrtfoncUc und die tcchuisCbe .Ausbildung der Handwtikcr-Jggeud. Die Vorkonferenz betdiloß, nfefi» «j>5ler als «fl Mai diese* Jahr«« due Konfcrciu «kr iftdiodtai Hattlweiter Idolen» imeh Wnnxhzu eiabarufen. lief Rat wurde mit der OiganiKcftis.,1 <kt Koitka•««! '1101 «kr^ Popularisierung ׳ ihrer Abgaben m den wtltca Kreisen der jikiischcn Handwerker Polen« bcauftofri. UBiif mtdcrotti 6*1« die Vorfarnfcma audr cl»*# Protctt resolution gegen die Biähtoroportifiad!# Vesitiltag der UntcrstüWt11g־gtlder ־»n, clk :־.״.־ »k..’ Auafaruie tebinmen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.