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Jüdische Rundschau · 1918-01-25 · Heft 4 (25.1.1918) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 4 (25.1.1918)
Date
1918-01-25
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 30 Nr. 4 | JUEDI.;OH' 7 | ’ Welt zu richten, mit ihren Gaben und Beiiragen nicht zu i׳<j״crn, sondern sofort herziigcben, was sie nur geben 1können, sofort die Opfer zu bringen, die der große Augenblick erheischt, ich habe mich selbst entschlossen, um meinen Worten Nachdruck zu verleihen, dem Jüdischen Nationalfand einen Friedensschcck über 250 000 Kr. zu «!!)ergeben, weichen ich bis spätestens 6 Monate nach Friedcusscliluß bezahlen werde. Als erste Teilzahlung empfangen Sic anbei den Belra/f von 10000 Kr. leb will, daß dieser Betrag dem! jüdischen Volke ganz, gehören soll. Ith glaube, daß wir in Palästina liun Zustände schaffen müssen, wie sie unsere Besten, die Träumer wie auch die Wissenschaftler, die Thcoreliker wie die Praktiker herbeisehnen, den Zustand, daß der Boden in Palästina nicht Privalbesitz, sondern Eigentum des Volkes bl eib c n so 11, Da ich aber seihst nach Fricdensselduß mit meiner l'amilic nach Palästina zu ühersieilehi gedenke, mul der dem Jüdischen Nutioualfoud zugedacht(: Betrag den g r ״ ßten Teil meines V c r m ö g c n ß bildet, so kuiipfe ich an meine Spende die Bedingung, daß mir nach J'rieileiisschinß und nach einer entsprechenden Probezeit in Palästina, in einer der vom Jüdischen NatlonalfomI nach dem Plane von Oe 11 in ff er zu begründenden Kolonien, eine entsprechende Wirlsdiait übergehen wird. Ich stelle diese Bedingung nur deshalb, um selbst in Palästina leben und meine Kinder auf dem Iieiinatliehen Boden im nationalen Geiste erziehen zu können. Nach meinem Tode soll das ganze Anwesen wieder an den Jüdischen Nationalfond zurückfa 11cn, der darüber frei verfügen können wird. Ich werde weder testamentarisch noch anderwärts über dasselbe verfügen und hoffe, «laß meine Kinder mit Hilfe der beschcidenen Mittel, welche ich ihnen aus meinem Privatvermögen noch überlassen werde, sich selbst eine Existenz werden au [bauen können. Ich gebe diese Spende in der Ucbcrzcugung, daß ich nicht die einzige verbleiben werde und daß mein Beispiel andere zur Nachahmung veranlassen wird. Mit hochaclitungsvollem Zionsgruß . . Möge der Wunsch der edlen Spenderin in Erfüllung gehen und viele ihrem Vorbild folgen! Zionistische Bewegung Bulgarien; , Das Z c n t r a l k o n s i s t o r i u in d c r Juden B u 1garicus hat dem Zionistischen Aktionskom i t e e Ml:. 15 000 zur Verwendung für die E v a k u i e rt e n Palästinas überwiesen. Besetztes Gebiet. (Z i o 11 i s t i s C11 e s M c e t i n g i n B i a 1 y s t o k). Am 12. November wurde durch das zionistische Konütce ein Jubiläums-Mecting anläßlich der 20״ Kongreß- Jahre“ veranstaltet. Das Meeting eröifnde der Vorsitzende, Herr Trey wisdli. Der Vjzevorsiizende des Vereins, Herr Dr, Gut man 11, hielt eine Ansprache über ״das Judentum zur Zeit des ersten Kongreßes“. I Icrr S. K a wi d c w i li 1. gab darauf eine kurze Uebcrsicht über ״die 20 Jahre des Zionismus“. Herr Frank trat als Vertreter der ״Poalc-Ziou“ auf. Er schilderte kurz die Entwicklung des zionistischen Ideals beim jüdischen Proletariat in den letzten 20 Jahren und die Arbeit des internationalen Verbandes ״Poalc-Zion“. Am Schluß sprach als Führer der Jugend der Abiturient des Jaffacr Gymnasiums, Herr Jakob R a w i c! z (Einasir), über ״Volk und Land“. Erbetonte, daß nur die Tätigkeit im Laude die wirklichen Attribute des nationalen Wesens zu schaffen 'imstande ist. Er forderte die Jugend auf, sieh vorzubereiten, um später ihre zionistische Pflicht erfüllen zu können. Am Ende seiner Rede legte Herr Rawicz folgende Resolution vor, die e i 11 s t i in 111 i g angenoinmen wurde: ״Die Versammlung vom 12. November, bei der ungefähr tausend ßialystoker Juden anwesend sind, drückt dem amerikanischen, russischen und polnischen Judentum in der Forderung nationaler Rechte in den Diaspora-Ländern und freier autonomer Kolonisation in Palästina ihre Zustimmung aus.“ Während der Pausen wurden Schekalim verkauft. Aus aller Welt Aus Amerika , (Die Stadtwa 111 c 11 j 11 New Vork) Während der Stadtwahlcn in New York, die am 6. November stattfanden, stellte eine Reihe von Juden ihre Kandidatur auf. Die größte Zahl der gewählten Juden hatten die sozialistischen Parteien. Während der Wahlkampagne entfaltete sich in der jüdischen Presse eine für mncrikanischc Verhältnisse neue Agitation. Die sögenannten Großjuden Oskar Strauss, Louis Marshall u. a. wandten sidi in der jüdischen und nichtjiulische״ Presse mit einer ״Warnung“ an die jüdischen Wähler, die Listen der Sozialisten zu unterstützen, wodurch der Zorn de!• Einheimischen geweckt werde und die Gefahr des Antisemitismus zunchnic. Besonders schroff wandten sich 'diese Kreise gegen die Kandidatur des Sozialistenführers jüdischer Abstammung Morris Hillquit Der jüdische Redakteur der New Yorker ״Times“, Herr O chs, erinnerte die jüdischen Wähler New Yorks daran, daß die Geduld der amerikanischen Massen ihre Grenzen habe ünd daß die sozialistischen ״Umtriebe“ der jiid!seien Wähler schwere Folgen für die Juden haben konnten. Diese Drohungen riefen die Entrüstung der gesamten jüdischen Presse hervor. Sogar die Reformr.a״1., ״er,. kielten es für ihre Pflicht, gegen diese Agitation, die Wasser auf die Mühlen derTAntisemiten ist, zu protestieren. n 4 I גי».« *.i» S Zur 1-5. War E!׳inner״, a. d. für jüdische F r c u 11 d c B c n j a in i n s .־ beitrag), Po:,eil 50.—; Recht borg (>.-•; Jenny Ellern, Kar! Iimg der Schülerinnen Eilen 57.—, Sammlung der M. S, Berlin (Eine:;) mann Bloch, Breslau I c f 5 c li ni.'iii! r.b Mer .»man t!!ul 11;:י *y, ten- 4.- 300.- ÖL Sonderbcitrag :len iiCi* von c׳iU tü 20.- Lippmit .fei ff •>::e 26 üuki,״;ri1e Mitglieder gegenüber 24׳ an!, T7 und 27 .־.ußerordeiit'." ' 1017 ׳׳.׳. Die iiiiiii!e /•.1: r;aS:en .530.10 N gs neue Mitglieder gegenüber 15!nahmen betrugen 609.20 Mk., Die Neuwahl ergab:!.Vor- Charlevillc: 3. Februar 1918, iindi'm, Rtic sie petit bois 10, U!1lcrofiizie1׳.;i:einf. Zahnarzt Läufer, Rue Clement 21, Telefon Zahn.״ W ie 11: Durchreisende Bumle Iirüder wollen! Ernst Freud, lierppassc 19, Telefon M 362, und Oinshei'g, _ Cznpk.-t'g.1׳:;::e 7/9. Tel. 501)1, Klappe wende». Gesinnungsgenossen sind zu Veranstaltungen von IC. J. -V.-eni im i-'eidc heivlidist willkommen. Ans- 2 Uhr. Leiter: tatioft B, .ich an Richard 28 lumft vom Prä S äe ii s i s eh e i «1 i u in des K, J. V,, Berlin W 15, Str. 8, 11 r! röten Freu 11 d Berlin. Dir er Gesinnungsgenosse Gcor (I Icr/.l-Ciiib 1 lalberstaüt) wurde verwundet. Unser Gesinnungsgenosse Max Pa p p c 1111 e i 111 er- Mergentheim wurde im Lufikampf durch Herzschiiß getötet. Berlin. Montag, den 2S. Januar, 8י/! Uhr nhends, wird Herr A, M, (jonzer im hebräisdieu ״Betli- Wand“ (Lokal «!es Zionistischen Jtigciulvereins, Rosenthaier Str. 16/17) aus seinen unveröffentlichcn Schriften vortragen. Gäste willkommen. ßerlin. Sonntag, den 3. Februar, 6 Uhr abends, findet in «len Sophieiisalen, Sophienstr, 17. eine Volks- Versammlung der ״Hapoei Hazmr“-ört1ppe (im Ziv) statt. Die Veranstaltung ist der Verbreitung der ״Hachaluz“- Idee gewidmet. Gäste willkommen. Berlin. 1111 Zionistischen Zeutralbiiro, W15, Säclisischc Str. 8, ist ein Brief ftir Dr. Bella Müller eingelaufen, deren Adresse dein Büro unbekannt ist. Auskunft erbeten. ׳ Breslau. Int Dezember veranstaltete die Ortsgnippe gemeinsam mit dem Jüdischen eine G h a 11 u k k a - Fe i e r, bei der Herr wer (Posen) die Festrede hielt. Das Fest schön. Rede sowohl wie künstlerische und Zionistische Turnverein Dr. L e 1 cverlief sehr turnerische r Auur Körör.i; männl.. Turnwart Rechtsint N. K ahn, im Felde; weibl. Turn wart Frl. le Karpf; Kassenwart Max Jacoby, im Felde; enwart Frl. Hansi Friedman)!; :rirt׳: enue Kr.: Allo la der; Jüdischen Rundschau besprochenen oder erwähnten Bücher sind mit Ausnahme der im Ausland erschienenen durch den jüdischen Verlag G. m. b. H., Berlin W. 15, Sächsische Straße 8 zu beziehen. Darbietungen fanden allgemeinen Beifall. Das materielle Ergebnis (Mk, 500.55) floß bestimmungsgemäß der neuen Sammlung ״Freunde Benjamins“ zu. ln diesem Betrage sind auch die Mk. 55,— enthalten, die durch Verkauf des Buches ״Bilder aus Palästina“ erzielt wurden, von dem Herr Tri et seli eine Anzahl ohne Entgelt zur Verfügung gestellt hatte. Am Montag, den 14. Januar, berichtete Herr Schachtel 1'iher die Tagung des Zentralkomitees, zunächst über den politischen Teil und die Angelegenheilen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: ״Die zahlreich besuchte •Mitgliederversammlung der Breslauer Zionistischen Vereinigung dankt dem Akiionskoini• tee für seine hingebungsvolle Arbeit, der in erster Linie das hodibcdeulsanvc Ergebnis der verschiedenen _ Regicrungszustiiimumgcn zu unseren Plänen und Zielen zu danken ist.“ Am Montag, den 28. Januar, wird Herr S cIs ach t c 1 seinen Bericht’fortsetzen und dabei die Kongreßtrage und die Beratung der Nationalfondkommissiire behandeln. (Lokal: Karlstraße 44.) Dresden. Am 13. Januar• fand im Fcstsaalc des Künstlerhauses ein vom ״lüdischen lugcndbund“ veranstaltctcr Jüdischer Liederabend statt. Es hatten sich gegen 400 Mitglieder ־und Gäste cingcfuudcn. Herr Korn, «kr den Abend cröffnete, wies auf die hervorragende Leistung «ies Bundes hin. Herr Opernsänger Sonnabend erfreute die Anwesenden durch den Vortrag alter jüdischer Volkslieder,'die mit stürmischcm Beifall aufgenommen wurden. Herr Hofschau• Spieler Lewinsky rezitierte wirkungsvoll ״Bonze Schweig“ von Pcrez, Ferner wirkten an dem guten Gdingen des Abends die Konzertsängerin Fräulein B. Kinder m a 1111 und Fräulein D. Regln bogen (Klavier) mit. Dresden. In der Zionistischen Ortsgruppe erstattete am 10. Januar der Vorsitzende, Herr S. Hurwitz, einen Bericht über die Plenarsitzung des deutschen zionistischcu Zentralkomitees am 23, Dezember. Hierauf hielt Herr S. Wein re ich einen warm empfundenen Nachruf für Mcndele Mo eher Sforim, indem er eine treffende Schilderung seines Wirkens und Schaffens gab. Das Andenken des Verstorbenen wurde auch durch Spende einer größeren Anzahl von Oelbäumen geehrt. Als Hauptredner des Abends sprach Herr B. u I ii c k 111 a n 11, über ״T r n d i t i o!1 und r r e ilieit“. Die sehr interessanten Ausführungen des Redners vcnuiiaßteii die Versammelten, für Herrn Glückmann einen Vortragskureus clnzuriehten, der regelmäßig jeden Montag statt finden soll. Herr GUickmann hat sich in liebenswürdiger Weise zur Abhaltung dieses Kursus 'bereit erklärt. Chemnitz. 111 der M i t g 1 i c d c r v e r s a ni m 1 u n g der Zionistischen Ortsgruppe vom 17. Januar erstattete der Vorsitzende einen Beneid über die Zentralkomitee- Sitzung vom 23. Dezember, während Herr Rubin eine Uebcrsicht über die Tätigkeit der Ortsgruppe in den letzten zwei Jahren gab, Line angeregte Debatte hielt die Besucher lange zusammen, Nürnberg. Die Generalversammlung des J ü di s e 11 e 11 Turn- und Sportvereins fand am 14. Januar statt. Der Vors dem Jahresbericht der Vor über das verllossrnc Ver: entnehmen ist: Da 31 »׳ stehen, konnte auch iirf D a m e 11 r i c g c aufrecht wöchentlich eine Tun!:..;!::; eiiiajalues fanden;> Lun״״, A. liait , de Mit Koro einen F'0 :1 “iah; v,׳ i gab mit Ueberblick :/ende״, zu r im Felde l;re nur die 11׳. Es fand nie d::1 Ver- Verein zählt i"t CH stell ... _ _ ... ö i.,״/er Lumo Eric d m a 1111, im!■'«■!de, und Frl. Martha »laut; stellvertretender Beisitzer Frl. Gertrud Herzb e r (f. 1־.i;n1herg, Der jüdische Turn- und Sportverein veranstaltete um 15. Dez. einen Künstler- Abend unter Mitwirkung 11ervorra1-»״der Krärt«. «1,.B i Stadiiheaters Der Abend wurde eingelcitet du,ch eine Ansprache des 1. Vorsitzenden Herrn Artur Kör 081 Wiesbaden. Am 14. November sprach in der Zionistischcu Ortsgruppe Herr Ingenieur Wolkowitz über de» ״Z io n i s 11111 s i 11 R 11 iS 1 a 11 d u 11 <1 Pole n“. Ausgehend von den Delcgierlentagcn der russischen uiui polnischen Zionisten entwarf er ein anschauliches Bild von dem' macht vollen Wachstum der Bewegung in den beiden Ländern während des Krieges und den Riehtungeu im Zionismus in diesen Ländern. An diesen Vortrag schloß sieh eine sehr interessante Debatte. Wiesbaden. Am 26. Dezember sprach in der Ortsgruppe in einer Mitgliederversammlung, die auch, von zahlreichen Nieldzioni.teii besucht War. Herr Direktor Grün st ei 11 aus ätullgart über: ״Chanukka und d c r Z i o 11 i s m u s“. Von der Bedeutung des Makkabäerkampfes ausgehend, zog er zwischen ihm und «1er zionistischcu Bewegung Parallelen. An «1er sehr intcressmueu Debatte, die sich besonders um' das Verhältnis der Religion zum Nationalismus drehte, beteiligten räch die Herren Sanit itsrat Dr. Kor 11 blvt in, Ingenieur Wolkowitz, Referendar Simon Juda Bornstein und der Referent. In der darauffolgenden Mitgl i ede rv e rs a m in 1 u 11 g vom 9. Jan. wurde die Detöte fortgesetzt. In dieser Versammlung wurde auch beschlossen, ein Glückwunschtelegramm an das Aktionskomitee wegen seiner erfolgreichen Tätigkeit zu senden. Strnßburg. Die Zionistische Ortsgruppe cntwicuclte in diesem Winter eine nußerordcntlicli rege Tätigkeit, ltn Herbst wurde ein A r b c i t s רן r o g r a in m zaisammeiigestellt, gedruckt und an weiteste Kreise der jiidisdien Bevölkerung versandt. Es setzt sich zusammen aus seminaristischen Kursen, die den Zweck haben, in den bereits zionistisch empfindenden Kreisen, besonders bei der Jugend, jüdisches Wissen zu vertiefen. Es fi!1den folgende Kurse statt: 1. Ein hebräischer Sprachkursus, geleitet von Herrn Oberlehrer Dreyfus; 2. ein Kursus über jüdische Ethik, abgchnltc» von Herrn Rabbiner Dr, Weil; 3. ein Kursus: ״Ucber das Nationale im jüdischen Schrifttum“, nbgehaltcn von Herrn Grollvogel; 4. ein zionistischer Informatioiiskurs, geleitet von Herrn R. Lev y. Neben dieser rein internen Arbeit tritt die Ortsgruppe mit einer Reihe von Vorträgen an die Weitere Oefleiitliclikeit. So wurden bis jetzt bereits ungehalten: 3 (iescliklitsvortr.'ige über die spanische Epoche (Ref.: Herr Oberlehrer Dreyfus), sowie ein Vortrag über das Rassenproblcm (Ret,: Dr. Weiler). — Am 12. Dezember fand in «len Räumen der Unitas- Loge eine M ak k a b ä c r f ei c r statt, bei der Herr Rabbiner Dr. Weil die Festrede hielt. A11 dem Gelingen dieses Abends war der Straßburger ״Blau- Weiß“ besonders stark beteiligt. Alle genannten Veraiistaltimgcu erfreuen sich eines sehr guten Besuches. Sic tragen den zionistischen Gedanken in weiteste Kreise der jüdischen Bevölkerung. Die Zunahme der Ortsgruppcumitglicder sowie der Nationalfondscingängc sind ein äußeres Zeichen für den Erfolg unserer Arbeit. München. Die Mitglieder der Zionistischen Ortsgruppe treffen sich jetzt allwöchentlich Montag abends uni 8.30 Uhr im Cafe Fürstenhof. I. Stock. Gäste und Freunde sind stets willkommen. Nürnberg. Die Mitglieder der Zionistischen Ortsgruppe treffen sieh allwöchentlich Mittwoch abends an ihrem Stammtisch im Cafe Central, Gäste und Freunde sind stets willkommen. Straßburg i. Eis. Der Zionistische Verein tagt jede» Mittwoch im Cafe Lassmann am Broglinplatz, Alle 14 Tage Referat mit Diskussion. Posen. In der Zionistischen Ortsgruppe sprach vor einem zahlreichen Publikum Herr Über• lehrer Moses C a 1 v a r y über ״J ii d i s c h e Forme u für die jüdischen Jugend“. Nach einer allgemeinen Einleitung über die Bedeutung lebendiger Formen für die Erweckung und Stärkung nationalen Bcwufltseins gab der Redner in überaus interessanter und anregender Weise eine Darstellung der vielen zur nati()- nal-jüdischcn Erziehung geeigneten Formen. In der sieb anschließenden lebhaften Diskussion an der sich Frau Moses, die Herren Ncumark, Bernstein, Dr. Ko11 c 11 sc 11 e r Mamlok, Dr. L c 1 e w cr und Rosenberg beteiligten, wurden Anregungen ausgc- .tauscht und die Fragen «1er Möglichkeiten und Wege der Vermittlung der Formen an die Jugend erörtert. Bern. In der Zionistischen Ortsgruppe sprach der Wiener Schriftsteller Heinrich York- Steiner vor einem grollen Auditorium über ״Das neue Palästina“. Zu diesem Vortrag waren außer den zahlreichen jüdischen und nichtjüdischen Hörern auch Vertreter der Berner Universität erschienen, darunter Prof. Dr. Marti, Pro f. Dr. Ascher, Prof. Dr. Otto v. Greyerz, Prof. Dr. Mai u, a. Auch verschiedene Gesandtschaften waren vertreten. Herr York-Steiner verstand in seinem cinstüm«•• gen Vortrag die Bedc'utung des. politischen u1‘״ l’f' tischen Zionismus der letzten 20 Jahre fesselnd uarzusk׳l!en. Er schilderte das blühende Leben der judiseken Kolonien in Palästina und entwarf ein duu von dem großen Aufschwung, den das jüdische Leben in Palästina genommen hat. Im politischen Ted seiner Rede sprach York-Steiner über die diplomatischen aktionen Herzls, sein Zusammentreffen mit Kaiser Wilhelm während dessen Palästinarcise, über die Audienzen beim Papst und dessen günstige Stellungnahme zum Zionismus. Er erinnerte an das UgatuJnprojckt, an die jüngste Erklärung des englischen Ministers wie auch an die Zusage des österreichischen Ministers des AcuBcrcn. Der־ Zionismus, so führte der Redner weiter aus, bedeutet für das jüdische Volk eine Auferstehung vom Todesschlaf, die Heilung des Prozesses der inneren Auflösung.

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