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Jüdische Rundschau · 1917-04-27 · Heft 17 (27.4.1917) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 17 (27.4.1917)
Date
1917-04-27
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 17 )UtDlSCHE RUNDSCHAU Seite 145 Ajudlcrst interessant ist l>r, Ruppins Versuch, die 0 c s n mt p r od u k t i o 11 Syriens zu bewerten Der rnvicrimg geht eine Synthese des wirtschaftlichen Aufh.mes des Landes voran, die ein scharfes Gesamtbild der Outcrcrzciigiing Syriens und Palästinas darstellt. Danach lebt der größte Teil der erwerbstätigen Bevölkerung Syriens etwa f)0 bis 70 Prozent ■— von der Land- Wirtschaft. Die Industrie, der zusammen mit dem Handwerk 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung angeboren, weist drei einigermaßen bedeutende Zweige auf: die Seidenspinnerei (im Libanon), die Seiden- und Wollwcluwci (un Libanon, in Damaskus ״sw.) und drittens die Olivenöltmd Seifenfabrikation (Palästina, Tripoli, Antioehia). Der Handel, dem zusammen mit sonstigen Ilenden etwa 10 Prozent der Bevölkerung gehören, befaßt sieh, neben der Versorgung des Landes mit europäischen (iebrauclisnrtikeln, mit dem Vertrieb der landwirtschaftliehen und der wenigen industriellen Produkte im Inlande und ins Ausland. Als Einnahmequellen für den Libanon und Palästina kommen ferner der Fremdenverkehr tmd die Geldsendungen in Betracht, die vom Auslaude cingehen. Der jüdischen Bevölkerung Palästinas floß aus dem Auslände vor dem Kriege jährlich ein Betrag von etwa 10 Millionen Francs zu. Die gesamten {icldziiwendimgcn vom Auslände betragen schätziings- ן weise für Syrien fünfzig Millionen Francs. Den Wert ' der landwirtschaftlichen Jahresproduktion Syriens taviert Dr, Kuppin auf rund 7011 Millionen Francs, von denen auf Ackerbaugewäehsc etwa 400 Millionen Francs, auf Produkte der Viehhaltung KX), auf die der Baum- Kultur 115, auf Geflügel- und Bienenzucht 2t) und auf wildwachsende Gewächse (Süßholz usw.) 5 Millionen Francs entfallen. Durch die Industrie und das Handwerk werden nach Dr. Ruppins Veranschlagung in Syrien jährlich Werte in Höhe von 60 Millionen und atis dem Verkehr 55 Millionen Francs erzeugt. In dem umfangreichen Abschnitt, der speziell der syrischen Landwirtschaft gewidmet ist, werden für die Charakteristik der Beschaffenheit des Bodens die Analysen benützt, die von Herrn Winuik in Rischon-Ic- Zion gemacht wurden und die sieh auf die physikalische und chemische Zusammensetzung des Bodens in der Esdrelon-Lhene (Mcrchawiah), im Jurdaiital bei Tiberias (Dagania und in der Sarona-Ebene bei Lydda (Bcnschcmcn) beziehen. Diese Angaben werden durch die Zitierung des Hinweises Auhagens auf das hochwichtige Phänomen der ״Nari-Bildung“ auf Böden im Gebirge ergänzt. (Für eine zweite Auflage des Werkes würde ich bei diesem Kapitel die Einschaltung einer kurzen Ucbcrsicht der geologischen Verhältnisse des Landes empfehlen, wodurch die angeführten Daten über einzelne Böden zu einem Gesamtbilde auf mehr wissenschaftlicher Grundlage z.tisam- ' mengefalU werden konnten. Ebenso wäre es m. E. erwünscht, daß die Darstellung der Gefahren und Hirnlernisse der landwirtschaftlichen Produktion in bezug auf die natürlichen Gefahren durch eine kurze Aufzählung der schädlichen Insekten und pflanzlichen Parasiten ergänzt werden. Was die rechtlichen I lindcrnisse der!;indwirtschaftlichcn Erzeugung anbetrifft, von denen Di. Ruppiu unter den gegenwärtigen Verhältnissen das Gemeineigentiiui und den Flurzwang im Fcllachemlorfe, das Pachtsystcm lind das Tabak-Aiikatifsmonopol der Tabak- Regie erwähnt, so wollen wir holten, daß in nächster Zukunft der Entwicklung der landwirtschaftlichen Pioiiuktion speziell in Palästina keine sonstigen rechtlichen llindernisse entgegentretcii werden.) Von hohem Werte sind die Angaben über die in Syrien angebauten Arten und Sorten der ein- /.einen Kulturgewächse. Quantitativ und qualitativ werden zunächst die einjährigen zu Speise- und Futtcr/wcckcii verwendeten Kultui'gewädise (Weizen, Gerste, Mais, Sesam usw.), dann die llandelsgcwäclisc (Tabak, Zuckerrohr, Baumwolle usw.) bewertet. Für die Bnmnkiiltur und ilire Produkte wird eine Menge neuer Angaben namentlich aus amtlichen Quellen mitgcteilt. Im einzelnen schätzt der Verfasser die Gcsaintcriite Sy* riens an Oliven mit 30 Millionen Eraucs, an Weintrauben mit ebensoviel, an Orangen und Zitronen mit 50 Millioneii Francs ein. Sehr wertvoll sind die Zahlen, die sich auf die Verbreitung und den Enichteiirag sonstiger ITuchfbäume (Feigen, Granatäpfel, Mandel, Pistazien, JohauHisbrolhäume usw.) beziehen. Wie bei ziemlich allen Betriebszweigen, so sieht sich Dr. Knppin auch bei der Besprechung der Viehzucht gezwungen, auf die Tatsache aufmerksam zu machen, daß die amtlichen Und halbamtlichen statistischen Angaben nur einen ungefähren Anhalt bieten können. Mit diesem (jedcsmal wiederholten) Vorbehalt ergibt sich für Syrien als Gesamtwert aller aus der Viehhaltung entstammenden Produkte (Milch, Häute, Aufzucht junger Tiere) iälirlieh ein Betrag von rund 100 Millionen Francs. Zahlen, die sich speziell auf die palästinensischen Bezirke erstrecken würden, konnten offenbar von de*1 entsprechenden statistischen Acmtcrn, denen solche Zahlen erinangeht, nicht erlangt werden. Manchen Interessenten werden ganz, besonders die Angaben über die Verarbeitung von Aprikosen, Feigen, Trauben und Oliven zu Dauerwaren willkommen sein. Denn die im Lande gemachten Anfänge der Herstellung von Rosinen und ”1 raubeuhotiig, der Trocknung von l eigen und Aprikosen, sowie der Konservierung der Oliven in Salzwasser prophezeien eine hohe Entwickhing der V c r a r b c i 111 n g s i n d u s t r i c im gesamten l ande und insbesondere in Palästina. O. (Fortsetzung folgt.) Zionistische Bewegung Amerika (D r. Benzion Mossin sohns Propaganda- Tournee) Die Propagandareise, die Herr Dr. Mossinsoh 11. der Direktor des hebräischen Gymnasiums in Jaffa, auf Veranlassung des Provisorischen Exekutivkomitees unternominell hat, und die im Oktober PRO begonnen wurde, hat sehr gute Resultate gezeitigt. Zuerst bereiste Dr. Mossmsolm Kanada, dann die Küste des Stillen Ozeans tmd endlich Texas. Dr, Mossinsolm hielt Vorträge über Palästina und dank seiner besonderen Kenntnis der dortigen Verhältnisse war er imstande, auch außerhalb des Zionismus stehenden ,Juden ein lebendiges Bild vom nalästinensisehen Lehen zu entwerfen und sic für die jüdische Kolouisationsarheit zu interessieren. Besonders erfreulich ist es, daß es Dr. Mossinsolm gelang, auch die jüngeren Elemente in der jüdischen R e f ז ס m b e w e g u n g für den Zionismus zu gewinnen. Die finanziellen Erfolge sind sehr zufriedenstellend. Abgesehen von Einzclspcnden haben sich eine Reihe von Städten zu größeren Rcilriigerf verpflichtet, die dem Palastina-Notstands-Fond des PFC zugute kommen sollen. So hat die Stadt Los Angeles 500C) Dollar übernommen, Port lau 11 2000; außerdem hat sich Herr Ben S c 11 i 11 g in Portland verpflichtet, während 10 Jahre je 1000 Dollar für das Jaffner Hebräische Gymuasiimi zu tiberweisen.. In S a n Franzisko wurden von Herrn I. W. Helltnaun 20 000 Dollar, von Herrn Otto Irving W isc 5000 Dollar für den Palästinafond gezeichnet, während sich die jüdische Gemeinde zur Aufbringung von 15 000 Dollar verpflichtete. El Pasa (Texas) übernahm 1300 Dollar. In Houston (Texas) ist auf Anregung des Riehters 1) a n 11 e n b a 11 m ein ״Zehntausend Dollar- ' K111 b" gegründet worden, dessen 100 Mitglieder ein Jahreskonlingent von je 100 Dollar entrichten werden. Diese Gelder sollen der Jüdische« Universität zur Verfügung gestellt werden. Spanien. Auf einer unter dem Vorsitz von Prof. lahuda in Madrid oligehnltencn Makkabiierfeier ergriff Max Nord a u das Wort zu einer Ansprache. Er sprach über die Makkabäerheldcn von einst und jetzt und riß die große Zuhörerschaft völlig mit sich, ganz besonders, als er von der Lösung der Judcnnot, dem Zionismus, sprach. Herr Isaacli A! c h e c h dankte den Flerrcn Dr. Nor- Unu mul Dr. Jalmda in warmen Worten und sprach die Hoffnung aus, Dr. Nordau bald von seiner heimischen Tribüne, der Tribüne der zionistischen Kongresse, spreeben zu hören. Die Arbeit der Reorganisierung der Jüdisehen Madrider Gemeinde wird unter Leitung Dr. Y a 1111 d a s und unter Mitarbeit der Herren M e I a - 111 cd, Salzcdo, J. Fa rache, A. Kraus, A. Montias sofort in Angriff genommen werden. Als erster jüdischer Student au der Univer itiit Madrid ist der Sohn des bekannten hehräischcn Schriftstellers Jehnda St ein he rg an der medizinischen Fakultät immatrikuliert worden, nachdem er seine Schulbildung am Hebräischen Gymnasium in Jaffa crhalteil hatte. Polen. (Zionistische Tätigkeit in Bcnd zi n) März 1916 wurde in ISeml/in der Verein ״Ihrin" gegründet. Fs wurde beschlossen, hebräische Kurse zu eröffnen und nllwüclieiillich zwei Referate zu vernnstallen. Der Verein zählt bereits über 201) Mitglieder. Von ■IS Vorlesungen fanden 17 in hebräischer mul 31 in jidiseliel־ Sprache statt. Im Mai 1016 bestanden 6 Itchräischc Uiiteriielitskurse (4 für Mädchen und 2 für Knnhen). Im August 1016 war die Zahl der Kurse auf 11 gestiegen (8 für Mädchen mul 3 für Knaben). Der frühere zur ״Ibria“ gehörige Turnverein in Bendzin hat 253 Mitglieder, die in 0 Gruppen (I für Mädchen und 5 für Knaben) turnen. Später wurde beschlossen, eine Lesehalle mit hebräischer Bibliothek zu gründen. Die dramatische Abteilung hat drei Aufführungen veranstaltet. Dezember 1016 fand ein Turntest statt. Die Kommando- Sprache beim Turnen ist Hebräisch. Im Januar 1017 sprach Dr. Göttlich aus Warschau über die ״Aufgaben der jüdischen Jugend" und den ״Kampf gegen die Julien mul ihre Rechte“. Heute lernen in der ״Ibria“ 11 Gruppen Hebräisch (7 Mädchen- und 4 Kna* hcngnippcii). Vor kurzem wurilc hier ein Zionistischcs Komitee legalisiert, Persönliches Wie wir soeben erfahren, hat sich Fräulein Trude Herzi, die jüngste Tochter;unseres unvergeßlichen Führers, an! 23. April in Wien mit Herrn Richard Neum a 11 n vermählt. Wir sprechen den Jungvcrmähltcn unsere herzlichen Glückwünsche aus. Stand der Gärten und Haine der deutschen Sammelstelle Es sind an Bäumen gespendet in: H c r z I vv a I d: Breslauer-Hain 38, Chemnitzer-Hain 181, II. Waltcr-Pei litz־lTain des K. J. V. 75, Gustav G. Cohen- Hain 380, Willy 11. Helene Cohu-Hain 323, Emil Fränkcl- Hain 112, Georg Frnimliich-I lain 260, Dr, Albert Goldberg-ilnin 7t), K, Z. .V.er-Hniu 376, K. J. V.cr-Flain 364, Dr. Mcir Kluuiel-I ׳lain 15, Köiiigsbcrger-Hain 080, Kober-Hain 62, Heinrich Loewe-iialn 358, Halberstädter- Hain 3)6, Jeanette I lerzl-l lain 1, Dr. Hirsch Midieshcimci-llain 470, Hain des Ji'td. Turnvereins Posen 65, Max Kniifinaim-Hain St), Police Schragenheim-Hain 136, Perez. Smoleuskv-Main 16, Warschauer-Hain 8, Moritz Wdl-Haiu 120, Wiclimcr-Ilaiu 10, Max Wollstciner* Hain 250, Prager Bar Kochba-I lain 12, Rabb. Dr. Raui lain 122; W n r b 11 r g - Wa Id: Dcssaucr Blitz-Hain 80, ScItachtcl-ITuin 207, Hirsch Kalischcr-Hain 109: Wo I f (s 0 h ״ * W a Id: Weltkriegs-Hain 137, David Wolflsohn-Hain 647. Sdialom Alcjchem-Garten 48, Luitpold Bakon-Oartcn 45, Dr, Adolf Becher-Garten 51, Bjalystoker Zcirei Zion* Garten 9, Hugo Blum-G,1rteu 47, Carl Bcifus-Gartcn 2, Cassclcr-Ciarten 4, Israel Cuteu-Garten 8, Wolf Cohliner- Garten 14, Bomlix Cohn-Garten 2. Gurt Colm-Gartcn 25, Siegfried Dembinski-Garteii 211, Dortmunder Garten 86, Dresdener Garten 14, Duisburger Garten 3, Siegfried Eckei'sdorf-üartcn 45, Abraham Ehninun-Gartcn 20, Louis Eiclmiann-Gnrtcn 74, Chaitn und A. Eitingon-Garten 18, Elberfeld-Rarmer-Garten 53, Berta Epstein•(}arten 2, Sinton (Mume) ErnstG,arten 47, Betty l'rankcnsteiii-(]1arten 53, Bel. Frankel-Garten 50, Fulda er Garten 23, Bcrthold Golilstcin-Gartcn 6, R. A. (ireifcnh.igcn-Gartcii 3, Garten der Zionisten aus Grodz.isk 0, Alfred Kraus-Gartcn 4, Krotoschin-Militschcr-Garten 55, Ludwig Davidsohn-Gar• ten 03, Dr. Fritz. Fink-C!arten 18, Waller Franck-Garten 6t), Garten der Stadt Kolo 27, Lotte und Adolf Pincwfwcr* Garten 20, Familie Koplowitz-Garten 16, Regina Krönstcm-Gartcn 10, R. A. Lachiuaun-Königsluitte-Garten 1, Garten der Familie Lesser 15, Hans Levy-Garten 55, Richard Lichtmann-Gnrten 71, Alois Eteasar Loebl-Garteil 57, Lothringer-Garten I, Lod/cr Bet Am-Gartcn 38, Lodzer Zcirct-Zion-üarten I I, Piiichas Paul Locwenstcm-Gartcn 19, Groß Strclit/er Nothmann-Gartcn 18, Dr. Georg Halpern-Garten 8, Hamioverscher-Qarten 57, Garten des llnschaclier 31, Sosiiowicer I laschomer-Garten 79, Hatikwah-üarten 4, Hans Hcimann-Gartcn 10, Philipp Hcimann-Gartcn 69, Karl Hcnschel-t )arten 17, Verbindung Herz.liah-üartcn 6, ,Hccliowcr-Gartcn 88, Markus Hirsch-Garten 7, Fanny 1 ioHinaun-Gartcn 26, Jeremias-Garteu 37, Garten des Turn- und Sportvereins- Posen 3, Garten d. Jüd. mit. I rauenvereinigung 37, Jung- Juda-Garten 4, Dr. Ernst Kalmus-Garten 28, Herbert Kaufmann-Garten 78, Kolocr Garten S, Max Rosenblüth- Garten 26, Dr. Julius Roscnfcld-Gartcn 82, Frau Amalie Rosenthal-Garten 6, Ruhen Samson-Garten 22, Dr. Oscher u. Sal. Singer-Garten 59, Karl Steinitz-(iarten 4, Straßburger-Ciarten 64, Hermann Struck-Garten 8, Stuttgarter- Garten 48, Sulmirschützcr W'ciß-Gartcu 15, Leo u. Jcat>- V/einhcrg-Gartcn 1, Wiesbadener Garten 8, Wongrowitzcr-Gurtcn 29, Georg Zerkowsky-Gartcn 4L Zwicknucr-Gartcn 69, Dr, Theodor Zloasti-lurUu 27־, Zeirei-Zion-Garten, Touiaschow, II, Willibald Locwc» (hal-Gartcn 18, Dr. Friedrich Loewcuthal-üarteii 63, M. L. Snmbursky-Garten 72, SamllcrCuirteu 47, Julius Schottländcr-Oartcn 2. Klara 11. Fugen Mittwoch-Garten 24, Lassar Mainz-Garten 97, Max Alaniilu-inicr-Ciailcn 91, Garten d. Zion, aus Mlawa 70, Isidor Michalowsky-Garten 66, Hermann Nathan-Garten 14, Nordhauser-Garten 15,!Messer-Garten 5, I. L. Pcrcz-Gnrtcn 30, Plaucner Garten 9, Hans Piniicr-Garten 10, Rabb. Reines-Garten I I, AIfons Ricsenleld-üarteii 29, Rosa-Garten 00, Kurt Rosenbaurn-Oarten 46, Dr. Georg Halpern-Garten 74, Hermann Weyl-Gartcn 35, Alfred wollstein-Gartcn 78, Mitteilungen des K. J. V. Die in der vorigen Nummer augesagten Zusammenkünflc in Charlcville können nicht statlfindcn. Durch Touruai konunemie Bumlusbriidcr wollen sich bei Feldhilfsarzt Karl Benjamin, Bayer. Kriegslaz. 20, Abt. Lyzeum, melden. A. H. Dipi.-Ing. Mathias Wechsler, Bukarest, Strada Lticaci 45 a, bittet durchreisende Bundesbrüder um Besuch. Nach Foesanl kommende Buudesbnidcr wollen sich bei Herrn Rabb. Dr. Nacht, Str. Stefanie dcl Mare 19, vorstellen. Die dortigen Zusammenkünfte werden von Bhr. Meiuhold Schloß geleitet. Bbr. William Pcrlis, der sicli fast ständig in Warschau, Hotel Bristol, befindet, bittet Bundesbrüder um liesiich. Nachrichten Berlin. Der jüdisch-literarische Verein ״Perez‘‘ veranstaltete Sonnabend, den 21. April, im großen Saale des Lehrervereütshauses einen musikaiisch-litcrariischcn Abend, der einen sehr guten Erfolg hatte. Ein Trio von Mendelssohn in der Ausführung von Frau C. Großm a ti 11, Fräulein Fiedler und Herrn F e i 111 a n d leitete den Abend ein. Herr Opernsänger Max N i v c 11 i sang mit reiner Stimme ״Asra" von Rubinstein, ״Mein Volk" von B. Großmami, ״Abraham, Abraham“ von Engel und ein iidisches Wiegenlied, Es folgten zwei Solo- Nummern und zwar Klaviervortrag der Frau Großni a 11 n und Ucigcnvortrag des Herrn F e i 111 a n d. Die Arbeiterlieder ״Mein Ruheplatz" von Roscnfckl, ״Die drei Näherinnen" von Pcrcz, und ״Das neue Lied“ von Reisen, die Flcrr N i v e 11 i in der üroßmannschcn Benrbeitimg sang, riefen stürmischen Applaus hervor. Nach einer kurzen Pause wurde Scliojcin Alei* chems Komödie ״Maseltow‘• aufgeführt unter Beteiligung von Frl. Schwarz fehl, Frl. Messer, Herrn 1 renk und Herrn Piaster in den Hauptrollen. Die Aufführung kann dank der Regie, die die I lenen F r e n k , Kornfeld und W o 1 f s o h n übernommen hatten, als gelungen bezeichnet werden. Fs folgten lebende Bitder, von Maler Josef B11 d k o entworfen•. ״Vertrieben" und ״Weltfrieden“ (nach dem Motto aus Jesaja: ״Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Lanzen zu Sicheln umsilintelzcn“). Mit großer Befricdigung verließ das 50» köpfige Puhlikutn den Saal mit dem Wunsche, daß der ״Perez"- Verein oft solche Abende veranstalte, |, K. Schluß des redaktionellen Teils. jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) Freitag, 27. April: abends in allen Synagogen Sonnabend, 28. April; vormittags; in der Alten Syn* agogc 81/a Uhr; in der Kaiserstr.-, Rykcstr.-, Pestalozzistr,- und Kotthuscr-Ufer-Syiiagoge 9 Uhr; in allen anderen Synagogen; Friihgottcsdienst 7U> Uhr, Hauptgottesdienst 1t) Uhr; Predigten (Sohriitcrklärungcn): Alte Synagoge: Rabb. Dr. Locwenthaf, Synagoge Ryke- Straße: Ral>b. Dr. Pctuchowski, Synagoge Pestalozzia 11 \ 4 de

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