Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 13 (30.3.1917)
- Date
- 1917-03-30
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 13 m r Ol 0ין HE RUNDSCHAU Seite Hl Stnrmgescllen unter trcimlcr Erde zu ewigem Schlafe vereint und die beiden tinruhevollcn Seelen in die Fesseln einer Ruhe gezwungen, die nicht von dieser Welt ist. Ein Stück des alten Herzl-Klub und damit unserer eigenen Jugend ist mit Fritz Michel ins Cirab gesunken. Wir werden seiner gedenken, wenn wir auf den! Wege, der uns in steilen, mühsamen Kurven aufwärts führt, zuweilen stehen bleiben, um Atem zu schöpfen und um einen langen Blick zurtickzuwcrfci! auf die Grab- Inigel jener, die mit uns von Hause gemeinsam auf• brachen und ״am Wege starben", Kowno, ■I. Ul. 17. H. Goslar. Zionistische Bewegung England. (I) e r O r d e n der ״A n c i e 111 M a c c;1 b e a 11 s“ u 1! d die Englische Z i o 11 i s t e 11 f ü d e r a t i o 11) Verschiedene Abteilungen des Ordens der ״A11 - eie nt Maccabeans‘ haben beschlossen, dem neuen Präsidenten der Englischen Zionisten•!׳׳'Öderation, Prof, Or. Weizmanii, ihre Glückwünsche anlälllich seiner Wahl zu übersenden, mul bei dieser Gelegenheit den Wunsch nach einem freundschaftlichen Zus a ln meimr■ beiten zwischen dem Orden und der Föderation zum Ausdruck zu bringen. Polen. (Zionistische Arbeit in K a 1 i s «11 und B i a I a) Vor einem Monat wurde in K a I i sc h die Zionistische Vereinigung legalisiert. Auf der (irüiidtingsversammlung waren 2t X) Mitglieder anwesend. Es wurde ein Komitee gewählt. Hebräische Kurse sollen eingerichtet werden. Auf dem Einweihungsfest am 7. Februar spraeben zwei Mitglieder über ihre Eindrücke von der Reise nach Palästina. Am 15. Februar hielt Herr Milejk o w s k i aus Lodz einen Vortrag über das Thema ״Die Entstehung des Zionismus". Der zionistischen Jugend Bialas ist es nach Ucbcrwimluug vieler Schwierigkeiten gelungen, ein Bet 11 •Am zu gründen. Die Erziehungsarbeit wird in Sektionen für Hebräisch, jüdisciie Geschichte, Literatur und Musik geleitet. Eine Wanderabteilung ist geplant. Die Entwicklung des Volkshauses ist erfreulich und vielversprechend. An der Arbeit nehmen auch deutsche zur Zeit in Biala befindliche Zionisten teil. Südafrika. (Zionistisches Leben in Johannesburg) Eines der besten Zeichen für das zionistische Leben in Südafrika ist die Organisation und Entwicklung der planm.i lligcn Jugendarbeit. In Johannesburg besteht eine ״Zionistische J u - g e n 11 - V e r e i 11 i g 1111 g", die Vorträge für die grö- Deren Knaben 11ml Mädchen veranstaltet mul Kurse für die älteren und jüngeren Mitglieder in Hebräisch, jüdischer Geschichte, Turnen. Diesem Verein ist es gelungen, im Zentrum der Stadt ein zionistisches Heim einzurichten. Eine besondere Gruppe hat sich zu einem ״L e s ezirkel" zusainmengcsehlosscn, wo klassische und moderne jüdisciie Verfasser, oder iiicht-jüdischc, die für die jüdischen Probleme Bedeutung haben, vorgelcscn und besproehen weiden. Auller der Arbeit dieser ״Zionistischen Jugeiul-Vcreinignng" verdient auch die Arbeit der ״Jung-Isr a e I - V e r e i 11 i g u 11 g" Anerkennung. Aus aller Welt Ans der Schweiz. Das ״Israelitische Hilfskomitee für Kriegsgefangene in Deutschland und Oesterreich״ versendet seinen offiziziellcn Bericht über die Tätigkeit vom 15. Mai 1919 bis '11. Dezember 1916. I.ie I:inn;111 inen des Komitees, die sieh aus monatlieben Spenden und gröllercn Einzelspendcn zusammensetzen, betrugen für die verflossenen 7 Monate TI 912.5) Francs, Diese sind in der Hauptsache für Lebensmittelpakele an die Kriegsgefangenen ausgegehen worden. Für Brot und Zwieback wurden Frs. llfllö verausgabt, für kondensierte Milch 4 237.20, für Tee, Zucker, Sacharin 703.75, für Schokolade 4 911.20, für Konserven, Käse, Sardinen 1 921.50, und außerdem gröbere Beträge für Maggi, Seife, Zigaretten, Tabak; die Administrationskosten stellten sich für die ganz« Zeit auf nur Fres. 175.- . Aus England. (I) a s L o 11 d o 1! e r Z c 111 r a I - H i I f s - K o mitee) Das Londoner Indische Zctitral-Uilfs-Koinitec, das /usaininen mit dem Hilfs-Fond für die jüdischen Kriegsopfer in Rußland arbeitet, erließ einen neuen Aufruf an die jüdische Bevölkerung, in dem es seine Arbeit in der le flossenen Zeit und die neuen Aufgaben skizzier!. Es heißt in dem Aufruf u. a.: ״Auf Cirund eines früheren Appels des Hilfskomitees war ein Betrag von C 200 009 aufgebracht worden, der dem Baron Günzburg und dein Exekutiv-Komitee des Retrograder Jüdischen Hilfskomitees zur Verfügiuig gestellt worden ist. Eine genaue Statistik über die Anzahl der Flüchtlinge, denen das Komitee Hilfe bringen konnte, ist noch nicht veröffentlicht, die Anzahl von Städten, in denen das Komitee seine Tätigkeil misübtc, beträgt 3IS. — Wahrend der Evakuierungen der jüdischen Rcvölkening von Polen sind 30 Soiulcr/ng-Transportc, 12 Krankenhäuser, 45 Ambulanzen, 122 Spcisezentralcu uml III Kinderheime organisiert wurden. Nailulem der erste Strom der Flüchtlinge so pro* visorim.lt versorgt worden war, wurde die Hilfstätigkeit systematisch organisiert, und inan begann danach zu stiel en, die Flüchtlinge in den Stand zu setzen, sich seihst zu unterhalten. Es wurden Marken ausgegeben, wofür sich die Flüchtlinge Lebensmittel in den vorschiedenen Geschälten kaufen konnten, Arbeitsbüros wurden in 3t Madien geschaffen. Durch Vermittlung von Banken sind Hilfs-Darlehen in größerem Stile gegeben worden. Das Petrogradcr Komitee hat von der Regierung die Mitteilung bekommen, daß die Regierung ihre Zu- Schüsse zu in Hilfswerk um 50<0/י reduzieren wird. Das Komitee rechnet also per Ende 4919 mit einem Defizit von ungefähr sechs Millionen Rubel und wendet sich daher mit einem dringenden Hilferuf an die britischen Juden. Neue Fonds sind dringend nötig; 1. tun den Ausfall der Regierungs-Zuschüsse zu decken, 2. zur Be- Schaffung von Kleidern, 3. zur Neugründung von Ar* heits-Büros, I. um Darlehen für die FUlcntlingc zu gewähren, damit ihnen auf Basis der Selbsthilfe Unter- Stützung zuteil werden kann, 5, um Altersheime und Waisenhäuser zu gründen. — Das Pctrograiier Hilfs-Komitee wird seine Tätigkeit auch auf die unbesetzten Teile Rumäniens ausdehnen. Und damit wachsen seine Ausgaben, Es betlarf der Hilfe aller Juden des Brlti&hen Reiches, Arnerikas und Rußlands, tun seine Arbeit fortsetzen zu können." Aus Polen. (Aus dem Parte Heben) Am II. März fand die Organisationsvcrsatmnlung der ״Vo I k s pa rt e i" statt, an der, wie der ״Haint" mittoilt, dreihundert Personen tcilnahmen. Die Redner waren die Herren N. Prilutzki, H. Nomberg und llillcl Zeit litt. Es wurde beschlossen, für die nach-׳ sten 3 Monate einen ״Rat" aus 15 Personen per Akklaination zu wählen. 111 diesen Rat sind gewählt worden: N. Prilutzki, Hirschhorn, Efron, Nürnberg, Zei11in, Stupnitzki u, a. Gleichzeitig wird auch von einer Genehmigung mitgeteilt, die die ״V 0 I k s p a r t c i" erhalten Hat, eine jüdische Kiilturkanfercnz für den 26., 27. und 28. März unter Beteiligung der Vertreter der jüdischen Kulturvereine der polnischen Provinz in Warschau clnaibcrufen. Die Tagesordnung der Konferenz lautet; Eröffnungsrede von Ratm,11111׳ N. Prilutzki, Wahlen des Präsiiliiims, Vorträge, Debatten und Resolutionen über folgcmlc Gegenstände: die jüdische Scluilfrage (Referent Ratmaiul Efron); der gegenwärtige Stand der Jüdischen Kiiltmtätigkeit (Referent: Hillel Zeitlin); die Aufgaben der jüdischen Kulturtätigkeit (Referent: S. J. Stupnitzki); die jüdische Sprache, ihre Bedeutung für das jüdische Lehen und die Notwendigkeit ihrer wisscnsehaftliehcn Behandlung (Referent: N. Prilutzki); die hebräische Sprache (Referent: Hillel Zeitlin); judisclie Volkslieder und Volksmusik (Referent: Ljow); jüdische Literatur (Referent: H. D. Nomberg); das jüdische Theater (Rcf.: L. Kahan); Fachbildung und Abendkurse (Referent: N. S c h w a I b e); der gegen wartige Stand und die Bedürfnisse der jüdischen Bibliotheken, die Gründung eines Natioiuihnuseums, die Schaffung eines Volksvcrliigs, einer Sprach- und Bibliofhckkotnmission,. eines Pressefonds etc. (Referent: N. Prilutzki). Audi die Wahl eines Zentralkomitees soll stattfindeu. I las Komitee der Warschauer Z i o n i s - t e n veröffentlichte bezüglich der Kulturkoufcrenz eine Erklärung, in der cs seiner Meinung Ausdruck gibt, daß eine allgemeine jüdische Kultnrkonfercnz nur von allen Parteien und Richtungen, die auf nationaljüdiscliem Boden sti llen, einberuft'it werden muß. Es schlägt daher den zionistischen KitHitrvcreitien vor, sich an dieser Konferenz, die nur von e i 11 e r engeren Partei einberufen und organisiert ist, nicht zu beteiligen. Am 12, März wurde eine Konferenz der orthodosei! Organisation ahgehaltcn. Die Tagesordnung der Konferenz war: I. Organisierung der Orthodoxie in Polen; 2. Uiitersticlnmgsarbcit über die Kriegsscliiidcn der Jude״ und die Mittel der Wiederherstellung•; 3. die Wahlen in die Gemeindeverwaltungen und den Oberrat. An der Konferenz nahmen 5 Rabbiner und 60 Privatpersonen, zumeist aus Warschau, teil. Die Vertreter der jüdischen Presse wurden zur Sitzung nicht zugclasscu. (Jüdische Volksküchen) Dem Ikrich{ der Sektion der Jüdischen Volksküchen in Warschau, die am 1. März 1916 gegründet wurde, entnehmen wir folgende interessanten Zahlen; Im Verlauf der zehn Monate (März- Dezember) wurden $ 519 73(1 billige Mittagessen verteilt, darunter 2 739(175 völlig unentgeltlich. Die Zahl der Küchen beträgt 24, darunter! 3 Arbeiter- und 2 Schulküchen. Im Interesse der besseren Organisierung wurde beschlossen, bezahlte Bedienung anzustcllcn. An diesen Küchen slnti 1111,,mehr 352 Personell mit einem monatlichen Oeluilts• budget von 5090 Rubel angcstcllt. An der Spitze dieser Sektion für Jüdische Volksküchen steht der Zionist Selig W c i t z in a n 11. (111 den Departements des polnischen Staatsrates) Auf der letzten Sitzung des provisorischen Staatsrat es las der Vizevorsitzende die Liste der Personen vor, die vom Stnatsrat als Mitglieder der verschiedenen Departements ernannt wurden. Darunter wurde für d is Einanzdcpartcmcnt der jüdische Finanzmann und Rechtsauwalt Herr Josef Keren bäum, für das Dcpuriement für Religion und Kultusamjclcgenhciten der Sekretär der jüdischen Geiueiiideverwal.uiig Rafael Kempner und für das politische Departement der gelehrte Jurist Simon Runds lein zugezogen, Die politische Stcl- Inn״ des Letzteren ist bis jetzt unbekannt, die anderen beiden vom Stnatsrat cingeladencn jüdischen Departementsmitgliedor gehören den extremen Asdntilantcii an. I lerr Kempner ist von den Assimilantcn in die Gemeinde- Verwaltung eingesetzt worden. Die Söhne des Herrn Kerciibaiini haben bereits das Judentum auch offiziell verlassen. (Sonntagsruhe in Warschau) Einer Verordnung des Chefs der Miliz vom 7. März zufolge dürfe» alle Geschäfte am Sonntag und an den christlichen Feiertagen nicht wie bisher bis drei Uhr sondern hi; 5 Uhr abends geöffnet bleiben. Die Presse bringt diese Verordnung in Verbindung mit den Bemühungen der jüdischen ()Öffentlichkeit, den Sonntagshandel für die Juden zu gestatten. Aus Rußland. (V o 11 der Selbsthilfe) Dem Besehlull der letzten Beratung der Jüdischen Hilfsorganisation gemäß wurde in Moskau eine VerständigungskommissioH der vier größeren Orgattisationen der Hilfsorganisation, der Bildiingsgesellschaft, der Gesuiidheitsgesellsehaft und der (ie ellschatt für Handwerk und Erdarbcit - , die auf dem Gebiete der jüdischcn Flüchtlingsfürsorge tätig sind, eingesetzt. Jede dieser vier Gesellschaften schickte je zwei Vertreter in diese Kommission, Schon auf der ersten Sitzung wurde eine Reihe wichtiger Beschlüsse gefaßt zwecks cinhcitlieber Durchführung der Selbstbesteuerung und platunäßigor Verteilung der Unterstützung für die Anstalten, an denen alle oder einige von ihnen beteiligt sind. (Für das okkupierte Gebiet) Auf der am 7. Februar in Petersburg stattgeliabtcu Beratung des Zentralkomitees der jüdischen Kricgshilfs- Organisation in Petersburg wurde unter Beteiligung der Mitglieder der Lokalkomitees in der Provinz unter anderem ein eingehender Bericht über die wirtschaftliche Lage der Juden iirt gegenwärtig von Deutschland okkupierten Polen und Litauen erstattet. Es wurde bcschlossen, beim Zentralkomitee eine spezielle Kommission zur Unterstützung der polnischen und litauischen luden zu gründen unef einen bestimmten Prozentsatz aller Geld- Sammlungen für diesen ZwcCk zu verwenden. Das Zentralkomitee der jüdischen Kricgshilfsorganisation erhielt die Genehmigung, 4 Waggon Stoff und Materialien zur Herstellung von Kleidern nach dem okkupierten Galizien zu senden. Diese Sendung wird von einem Vertreter der jüdischen Hilfsorganisation begleitet, der die Herstellung der Kleider und ihre Verteilung unter den notleidenden Juden der besetzten Gebiete Galiziens und der Bukowina besorgen wird. (P r a n n j t i s) Der durch sein antisemitisches Auftreten während des Bcilis-Prozcsscs berüchtigte Pranajtis ist gestorben. (D ic׳ Eröffnung des jüdischen P o I y - tcchnikums) Am 31. Januar 1917 wurde das Jüdische Polyteclmikuin in Jckatcrinoslaw eröffnet. Vorläufig wurden 122 Studenten in der Mechanischen Abteilung und 78 in der Architektur-Abteilung immatrikuliert. Z11111 Rektor des Instituts ist provisorisch der Professor des Berginsfituts in Jckatcrinoslaw Saborowsk y gewählt worden. Jüdische und nichtjiulische Gelehrte wurden als Dozenten angestellt. Auf der letzten Sitzung des Kuratoriums, das aus den Herren S. M. Dubnow, M. O. P o I a k. Ingenieur A. L. Preß, D. S. M a r g 0 I i n und M. S. K a r p a s besteht, wurde mit einer Mehrheit der Stimmen beschlossen, vorläufig auf die Einrichtung eines Lehrstuhles für jüdische Geschichte und hebräische Sprache zu verzichten. Auch die Frage der Samstagsruhe an dieser jüdischen Hochschule wurde vorläufig offen gelassen. (״H a h i in a") Unter dem Vorsitz von Rabbiner Dr. J, A. Mase (and am 28, Januar 19I7 in Moskau die Gründuiigsvcrsaminlung einer hebräischen Theatcrgcscllschaft ״I I a b i m a“ statt. Nach einer Gedenkrede des Vorsitzenden auf den verstorbenen Dr. J. L. Kat/eitelson erstattete der Gründer der Gesellschaft, Herr J. L. Z c m ach, einer! Bericht über die verschiedenen Versuche, die im Verlauf der letzten acht Jahre gemacht worden sind, eine hebräische Theaterbühne zu errichten und über die Zick, die die neue Gesellschaft sich stellt. Im Namen der jüdischen Kulturgesellschaft wurden Begriißungsreden von den Herren Chaim Urin borg, Hillel SI a 10 po I s k i, S. 1 s c h e r 11 o w i t z (Sfog) und anderen gehalten. I)cr Vorsitzende las dann eine Begrüßungsdcpcsclic des Herrn Dr. J. Tschlenow vor, in der er sein Bedauern ausspricht, daß er nicht selbst an dieser üründungsversammlung tcilnchmcn kann, und dieser hebräischen Kulturunternclunung von Herzen Erfolg wünscht, ln die Verwaltung wurden gewählt: Dr. M. Glück soll n, C h. G rinberg, A. (iurewitsch , M, G 11 c s s i 11, R. G o I d b e rg , Hillel SI atonolski, Rabbiner Dr. J. A. Mase, A. Podlis 111 c w s k i, S, F e Id s 1 c i ״ , N. Z e in a c h , A. Schorr und W. Jacohsoh 11. (Ein Lehrstuhl für jüdische Geschichte) An der Moskauer städtischen A. L. Sclianjawski-Universität wurde ein Lehrstuhl für jüdische Geschichte eingerichtet. Dieser Katheder wurde mit dem jüdischen Historiker P. S. Marek besetzt, der einen Kursus über ״Die jüdische Selbstverwaltung in Polen und L11 a tt e n" hält. Aus Mexiko. Das American Jcwish Committee wandte sich an die Regierung der Vereinigten Staaten mit der Bitte, die Interessen der ottomanischen Juden in Vera Cruz, wo cs keinen Vertreter der ottomanisclven Regierung gibt, zu verteidigen. Die Regierung hat sich damit einverstanden erklärt und bcauHragte den amerikanischen Kortsul in Mexiko, die ottomanischen Juden unter seinen Schutz zu nehmen. Aus Kanada. Zinn ersten Mal wurde in Kanada ein Jude, Herr Rechtsanwalt Peter Berkowich aus Montreal, zum Mitglied des Kanadischen Parlaments gewählt. Die Eltern des Herrn Berkowich waren polnische Juden und stammten aus Warschau, von wo sic nach Amerika emigrierten. a h 11 s b @ i t r a