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Jüdische Rundschau · 1917-03-23 · Heft 12 (23.3.1917) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 12 (23.3.1917)
Date
1917-03-23
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 2 >י Hem, und 111־. W\ 11• r, AI%111.111 ׳k׳s nciigeu;1 h 11011 Vor. orais des Schweizer Zionistischen Landesverbandes, teil. Zunächst befaßie sich der Konvent mit der .Steilungnähme zum Delegierteiitag der schweizerischen Zionisten. Es wurde einstimmig beschlossen, für die neutrale I InUtmg des Lmidesvcrbamles einzutreten. Der neu zu wählende Vorort soll in Ueherclustimmnng mit dem L!1 ntlcsko m i t c c arbeiten. Aus diesem Grunde wurde mich beschlossen, die Verlegung des Vorortes n.'irli Hern zu befürworten. Es wurde ein detailliertes Kulturprogramm für die Tätigkeit des neuen Vorortes aufgestellt, dessen wichtigste Punkte sind: _ a) Systematische Veranstaltung von Vorträgen lüiliselien und speziell zionistischen Inhalts in den verscliiedcnen Städten der Schweiz; b) Schaffung einer Verkaufsstelle für jüdische und speziell zionistische Hü eh er und Broschüren; c) Intensivere Benutzung der jüdischen und allgcmeinen Presse der Schweiz für die Propagamlnzwcckc um! Information; d) Förderung des jüdischen Bibliothek w c s e 11 Ss in der Schweiz, in erster Linie die Zusammenstellung eines Z e 111 r a I k a t a 1 o g s; e) Förderung der 11 e I> r ä i s c 11 e 11 S p r a e 11 e durch Verunstaltung von Kursen, Verbreitung von Lehr* hiiehern usw. f) Förderung der jüdischen J 11 g c 11 d b e w c g u n g in der Schweiz. Dieses Piogrnmm wurde in einer Resolution für den aullcrordcutlichcn I )clcgiertcivtag formuliert. Hierauf befähle sieb der Konvent mit der Frage der Einberufung eines Karielltages zur Ausspräche über die wichtigsten zionistischen Fragen. Es wurde der Beschluß gefaßt, diesen Kartelltag in Basel nn 21. und 22., evtl, am 28. und 20. April dieses Jahres zu veranstalten Am 20. Februar besuchte das Mitglied des E. A. C., Herr Dr. Hantke die ״Ivrialt“ (Zürich), wo er .eingellend über die Aufgaben der zionistischen Jugend sprach. Besonders interessant waren seine Ausführungen über die zionistische I>ienstnf 1 i eht, wobei er die Wichtigkeit dieser Idee für die Arbeit in Palästina betonte und auf die Notwendigkeit der Schaffung einer besonderen Abteilung am Patiistinaamt in Jaffa nach dem Kriege zur Ihinliführimg dieses Gedankens hiiiwies. (F. i n e n a t i o 11 a I j ti 11 i s e 11 e M ii d 1 11 e n t i g 1 111 der S c 11 \v e i z) Am M. Februar wurde in Zürich auf Anregung der Stiideiiteiikoiporation ״Ivriali“ die erste 1111- 1 i o 11 a I - j ü d i s 1• 11 e M ii 11 c 11 c 111 i g a in der Schweiz begründet. Die Liga richtet mehrere Arbeitssektioucn ein, und jedes Mitglied ist verpflichtet, einer Sektion hciziitrelen. Zur Präsidentin wurde Frl Hertha S e h o e 111 a 11 k gewählt. Dänemark. (111׳ b 1׳ a i s e 11 c s Lehrbuch von Kalb I ii r K r i 0 g s g e f a 11 g e 11 e) Der Verfasser des I leiiräiselieu Lehrbuches ztim Selbstunterricht, Moses R 11111, (Wien, Rotdurmstr. % 17-18) hat dem ״K o p e n h a g euer B ii r o d e r Z i o ־ n i st i sehe 11 Organisation" seine Bereitwilligkeit erklärt, für Kriegsgefangene eine beliebige Anzahl der vielfach verbesserten und vermehrten Neuauf In :;c des hcliräiselien I elirbiiclics zum Selbstkosten preis, das heißt mit ■II) Prozent Rabatt, zur Verfiigimg zu stellen. Die Angehörigen von Kriegsgefniigenen seien hierauf besonders hingewiesen Galizien. Krakau. Das hiesige Lokalkomitee hat sich" in der Sitzung vom 25. Januar I. J. konstituiert und erwählte /um Obmann Herrn Dr. Feld hl 11111, 7.11111 Obmannstellvertreter Herrn Dr. S, Wahrhaftig, zum Sekretär Herrn Dr. Jakob 11 e i 1111 a 11 n und die Herren Dr. Zimmerman, Mifelew, Mirowski und lug. 7.1a tk cs zu Vorstandsmitgliedern. Hebbul (״Judith"), Heine (״Florentiiiisclie Nächte‘1), Tolstoi (״Der Teufel"} und anderen wie auch ein Origin,ilvver!■• von Jakob Steinbcrg (״Rußland") Auf Kosten des II. B. Sli os b e r g f o 11 d & an der Ilildimgsgesellschnft erscheint demnächst ein hibiiographisches ״Handbuch der Literatur über die J11 d e 11 f r .1 g c" in russischer Sprache, I >as Handbuch will alle Bücher, Broschüren und Aufsätze enthalten, die seit 1890 bis jetzt bezüglich der Jtidcufragc erschienen sind, Bekanntlich ist alles andere, was bis 1S<Kt gesellticbe.11 wurde, schon in dem 18!)') von der Bild1mgsge<ellschaft herausgegehenen Bibliograph!• sehen Verzeichnis (״Dkasatjcl lüoraturi 0 jewrejach, Petersburg 1803) enthalten. Das zweite Heft der neuen jütischen Zeitschrift ״Schule und Ei zicluing11, die in Warschau unter der Redaktion von I). Druck and Sch. Weinberg heraiisgcßeben wird, bringt einen historischen Aufsatz, von L. N. f r c 11 k über das Projekt der Kommission des grollen Sejm (1782 1792) über die jüdische Bildimgstrage. J. Apenschlak liefert einen ausführlichen Bericht über die unter der Verwaltung des zionistischen Kuratoriums stellenden jüdischen Volksschulen und 8011stigen Erziehungsanstalten, die ca. 3000 jüdische Kinder 11111 fassen ynd denen jetzt infolge des schwierigen Verkvhrs mit Amerika die Gefahr der;Schließung droht. Der orthodoxe Ratm.imi, Herr Leibusch David Sohn, und der Schritts) ellcr Ben Avvigdor beantworten die von der Redaktion veranstaltete Rundfrage au die fülllemleu Persönlichkeiten der jüdischen Oeffentlidikeit in W .*1rscl1.it! über den erwünschten Charakter der jüdi- 'dien Volksschule. Das 3. Heft bringt die Antwort des Bumlisicnführers Medern. Die Hefte enthalten auch Mdiamltnngen über jxiulagogiscltc Fragen und eine reichhaltige Chronik. ln Wilna erschien eine Broschüre ״U e b c r die Möglichkeit, in hebräischer Sprache zu unterrichten״ von Isch lwri. JU EDI SC HE RUNDSCHAU 1);י:ו I nkalkomitee amtiert täglich in seinen Büros Zielona 15, Parterre, von 7 -9 Uhr abends. Der Lesesaal isl ebenfalls täglich von 7 9 Uhr abends geöffnet, wo säuifliclie zionistischc Zeitschriften nufliegeii. 1)011• iiersl.'ig,;1111 15. ds. Mts״ hat Herr Rabbiner Dr. Thon einen Vortrag über ״Zionismus während des Krieges nnil nach dem Kriege" gehalten, _ In allen zionistisrlu-n Angelegenheiten wolle man sieh an das Loknlkoniitee unter Adresse ״Przeilöwit-I iasdindinr für das /;ionistiselio I.okalkoinitee, Krakau, Zicloimgnsse 15, weiuleii. Iltikmvin .1. Das /. i o n i s t i s e 111• I. a 1111 c s k o in i t e e , der Bukowina, das jetzt ans (> Mitgliedern besteht, hält rogchnä llig fast jede Woche Sitzungen ab, in denen die Aufivcl'leihnllimg• des Kontaktes mit den im Felde slchemk'ii und in Garnison iieliiiillielien (iesiimungsgenossen erörtert smvie über die Sammlungen für (len Nafionalfond lind die. Fonds des A. C. gesprochen wird. I )1!1111־ regen brieflichen Verkehr ist der Konnex mit den im Felde stehenden Gesinnungsgenossen aus der Bukowina aufrcrlitcrhalten worden. Es wurden regelmäßig Zeitungen und Zeitschriften an sie versandt. Mit den in Wien befindlichen Gesinnungsgenossen ist der Konnex ebenfalls sehr rege, da veranlaßt worden ist, daß sie an allen Wiener zionistischen Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen Teil nehmen. Trotz der Ungunst der Verhältnisse wurden im Jahre 1910 einige hundert Sehekel verkauft. Sehr intensiv waren auch die Arbeiten für die Landspemle, die im Laufe von ungefähr einem Jahre den Betrag von 3203 K. erreicht hat. Die! Gesinnungsgenossen aus der Bukowina arbeiten sehr intensiv auch im Wiener zionistischen Ainbulatorium, dem Reclitsscluit/büro sowie den Hilfskomitees für die Flüchtlinge aus der Bukowina. Ihn den geistigen Z11sau״)uc11lu111g der üesiiuumgsgenossen mit den Ideen der zionistischen Bewegung zu festigen, wurde eine Organisation geschaffen, um regeln!;« llig Bücher ins Feld zu schicken. Die hierfür notwendigen Mittel sollen durch freiwillige Spenden aufgebracht werden. Oesterreich. (E ine 11 e b r ä i s e 11 e S e h u I c) in Wien besieht unter der Leitung des Herrn Dr. H. (i 1 a 11 /-Sob a r eine hebräische Kinderschuh', die hereils das /weile Semester eröffnet hat, Die Schule nmfnßl mehrere Kurse. Als l.ehrbiüiier finden Verweilduiiß: 1 lakriali wehakliwah, Sl'nt jclndint, Siireiui; für den Bihilimten ieht: Sippure hamikrn, Als Ghrestoma• lliien «enlen die bekannten ausgezeichneten (Kicher von Ben-Ami benützt. Ungarn. (Z i o 11 i s 1 i s e 11 e Arbeit 111 1' e m e s v a r) Der zionistische Verein ״I1 a t i k w 1111" hat sich in den letzten Jahren große Verdienste um die Verbreitung des Zionismus in 'I e 111 e s v a 1' erworben, Die 1 lerren Rabbiner S e 1! ii eh, I lirektor V c 1׳ m e s und Sekre- Ihr Neubauer h.ilicn im Rahmen der ״llatikwah" verdienstvolle Arhcil geleistet, Seit März I9I(> begann Advokat Dr. Barudi Tomnschoiv, der stell in Temesvar niederlielt, eine intensive zionistische Arbeit unter der Jugend, Als im Mai 191(1 Chelarzl Dr, Viktor Jor- 11 11 ג, der Vorsitzende des zionistischen akademischen Klubs ,.Makkalt.'ia" in Budapest 11111I der i.eilcr des imgariselieii Bureaus des jüdischen Nidföhaltnmls, nach TVmesvar verset/t wurde, konnte die Arbeit ausgedehnt werden. Kurz ilaiDif gelang es iluni Klub ״Jung- Juda", sieli zu reorganisieren, dessen Vorsitzender Ediiuind Blum in der SeniestersehliiBsilziing am 28. Jaliuar 1917 bereits über eine rege Tätigkeit berichten konnte, im I leibst 19111 wurde der Tcinesvarer ״Jüdis e h e M :1 d e h e 11 k 111 b" gegründet, der bereits 70 Mitglicder z.iililt. Das Programm des Vereins bestellt in der Finfiilimui׳ der Mitglieder in die Judenfrage, die Probleme des Zionismus, die Kenntnis Palästinas und der modernen jüdischen Literatur, im November 1919 gelang cs den Bemühungen von Herrn und Frau Prof. M a rin o r e k , die drei sonst in Fehde 'lebenden jüdischen Gemeinden der Stadt (die orthodoxe, ncologe und Status quo ante-(ieuieinde) zu einer Einberntimg einer gemeinsaineu Konferenz der Repräsentanten der gesamten ju• denheit Tcmesvars zwecks Besprechung der Judenfrage zu veranlassen. Auf Antrag Dr. Jordans finden seit- 11er jeden Monat Zusammenkünfte stall, die Immer mehr neue wertvolle Kräfte für die /ionistiselio Sache gewinneu. So hielt am 3, März 1917 Advokat Dr, Do• 11:111 )׳, ein bekannter Soziologe, über ״Zionismus im Lichte der Soziologie“ einen Vortrag, der großes In- (etesse (mul. Direktor Vennes brachte für die Um- Wandlung des ״Zsiilo Szcmle“ in eine Wochenschrift in Tcmesvar 1990 Kronen auf. Eine fast gleich große Summe wurde für den Nalinnnlfniid gesammelt, Südslavischc l.Under. In Zagreb (Agram) hat sieh ein Verein /.סו• 1t i s 1 i s e 11 c r M ä d e 11 e u gegründet, der mit 12 Mitglicdem anfaiigeml, im Verlauf einer 9-wüchcutlicheii Tätig‘- keit bereits :10 Mitglieder zählt. Der Verein hält für seine Mitglieder regelmäßige h e 11 r ü i s c 11 c Sprachkurse ah, ferner werden regelmäßig Vorträge üWr zionistische und allgemein jüdische Themen gelullten, sowie die Jüdisehe Geschichte von Ciriitz studiert. Bulgarien. Der Krieg hat auch den hnlg.1 rischen Zionisten Schwierigkeiten in der Fortführung der zionistischen Ti* tigkeit gchr/ieht. Der größte Teil der Gesinnungsgenossen sieht im Felde, aber mit verdoppeltem Eifer bemühen sielt die Zurückgebliebenen, das zionistische Leben aufrecht zu erhallen, Das Zentralorgan der bulgarischen Zionisten, der 11״ a itt i s c h ין a t", konnte während dos Krieges mellt erscheinen. Doch sind Bestrebungen im Gange, sein WinliTcrsi'liciiK'ii in absehbarer Zeit zu ermöglichen. Dagegen wurde von einigen jungen Zionisten aus?tusts ch u k ein neues Organ, ״Das jüdische Echo", ins Leben gerufen. Es wird intensiv für ,Schekel und ZeiiUulfoml gearbeitet. Für den Zciitralfoiid werden besondere S.uiimfungcn veranstaltet, Vor allem aber wird Wert daran( gelegt, den Zusammenhang der verschiedeneu Ortsgruppen mit der Zentrale aufrecht zu erhalten und die 1 iitigkeit in den Ortsgruppen überall zu beleben. Nr. 12 Polen, (Eine B e r;11 u 11 g über die W i c d e r h e r - stell 1111 gsarbeit in Polen) Das .Warschauer Zioiiisti'Clic Zentralkomitee Iwl am Sonntag, den 13. März, eine Beratung der Verireter aller jüdischen HilfsgeselKehaften in Warschau ein zur gemeinsamen Behandlung der Fragen «ler Wiederhurstellimg der zerstörten Städte, in denen die jüdische Bevölkerung am meisten gelitten hat, An der Beratung nahm mich die I lilfsknmmissiim an der jüdischen Gemeinde teil, die durch die Herren Priwex 111111 llnlpcrin vertrete» war. (Z i o n i s t i s c 11 e T ä tigkeit) 1 ui Anschluß an die gefaßte Resolulion des Kongreß- Komitees in Amerika, dem künftigen Kongrcll einen Berieht über die bevorstehende Wicderherstdlinigsarbeit m Pole:! vor/.ulcgcn, versandte das Zionistische Z 111 ׳- t 1 a I k 11 in i t e e iu Warschau einen I' 1׳ a g e 11 o g e 11 an alle Gesellschaften, Rabhiuer, zionistischen Vertrauensmämier, jüdischen Ratiniiiuier etc. der polnischen Proviiiz, durch den über Art und Größe des durch den Krieg erlittenen Schadens, über die erwünschte Art der Hilfe, die Ausdehnung der zu erwartenden Emigration, den gegemvärtigen Stand der jüdischen öffentlichen Anstal• ten etc. Aufschluß gesucht w׳ird. Der Text des Fragcbogetts wurde auch in allen jüdischen Zeitungen veröffentlich!. In Warschau wurde die hebräische Organisation ״I v r i a 11“ genehmigt, die den Zweck hat, die hebrauche Sprache tun! Kultur in Warschau und der Umgehung zu verbreiten, ihren Statuten gemäß besitzt die ״lvria" das Recht, Schulen, Waisenhäuser, Kinderlicime, Mittel- und Hochschulen, Volksluitiser, Bibliotheki'11 und Abendkurse für Erwachsene sowie Lehrerseminare zu gründen, Lehrbücher, Zeitungen und Zeit- Schriften für hebräische Literatur und Erziehung usw. herans/tigebci•. Die Urüuilimgsversamintimg dieser neuen Gesellschaft wird in den nächsten Tagen abgehalten. Das Warschauer Zentralkoniitce bcscliloH, die vier Tage des Cliol-liamoed Pessadi als Schekeltage für Polen zu bestimmen. Der studentische Zionistenvcrcm ״Jardenta“ veraustultete eine Reihe von Vorlesungen des Rabbiners Dr. S. A. Posuauski über ״Die jüdischen Sekten“ lind des Herrn Ingenieur S. Zein ach über ״Die Geschichte der jüdischen Kolnnisniion in Palästina“. Anknüpfend an den Artikel von Robert Weltscli über ״Jü- (iisrlie Dienstpflicht" JJi'ul. Rundschau Nr. 52) wurde mit einer der letzten Sitzungen des Vereins beschlossen, das Zionistische Aktionskomitee zu ersuchen, mit dem von Weltscli gemachten Vorschlag sich eingehender zu befassen. Eine rege Tätigkeit entfaltete auch die Organisation ״Misrnclii“, die gegenwärtig in Warschau ea. •100 Mitglieder zählt. Die beiden Vorträge des Herrn J. Ni ssen bau m (über Kalisclior mul Montefiore) vereinigten ein großes Auditorium. An den Diskussion»■ abemlen, die der Verein wöchentlich veranstaltet, beteillgvu 8n 11 auch die Warschauer Rabbiner. Die Broschüre ״Was ist der Misrachi?“, dm vor ktiizem in hebräischer Spräche erschienen isl, wurde in zweiter Auflage lierausgegcbcn. Am Sonnabend, den 3. März, fand im Lokal des Misrachi eine größere Versammlung der zionistischen Ort 110־ doxen statt. •Rabbiner S e h n h 111 a i sprach über den religiösen Werl der Palästinaarheit mul Rabbiner J. J. S c h a p i r o, der Enkelsolm des ülenihwer Robben, schilderte seine Kcisccimlriickc ans Palästina. Die rühreudett Worte des Redners hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. ** Viele Sorgen bereitete dem /. 1 o ״ i st 1 s c h e n Sch v I Ku rat o riti m die Frage der Erhaltung des Zionistischen Sclmlwcrkcs iu Warschau. Bekanntheit befinden sich unter Aufsicht des zionistischen Kuratoriimts 17 verschiedene Erziehungsanstalten, in denen mehr als 3000 Kinder ihre Erziehung und Ausbildung finden. Die neuen Schwierigkeiten der Geldüberweisung aus Amerika stellten die Schulen vor eine schwere finanzielle Krise. Auf einer Versammlung der SO Lehrer und Lehrerinnen der zionistischen Schulen, die wegen dieser finanziellen Krise ciiibcmfcrt wurde, berichtete der Vorsitzende dcT-Warschauer Zionisten, Herr II. Färbstein, über die finanzielle Lage. Er teilte /Hielt den Beschluß des Kuratoriums mit, die imcntgHtlelie Speistiug der Kinder vorläufig anfzulielten und einen Scltul- (um! zu!;linsten der bedrohten lustituliimen ins Leiten zu rufen. Diese beiden Maßnahmen seien aber bei weitem nicht ausreichend, tun die drohende Gefahr zu beseitigen. Als Antwort auf diese Rede erklärte ein Vertreter der Lehrer im Namen aller seiner Kollegen, daß die Lehrer der zionistischen Schulen fest beschlossen Italien, die Schulen nicht fallen zu lassen, sogar, wenn e» nötig «ein sollte, unentgeltlich zu uiiterrteilten. (E 111 e t e c 11111 s c h e F a c 11 s c h u I e) Mit Rücksicht darauf, daß nach dem Kriege eme große Nachfrage nach Arbeitern und besonders nach ijiinlifi/ierteit fachmäßig ausgchildeten Arbeitern sein wird, uml daß infolge der Aemlerimg der ökonomischen Lage viele Juden in Polen gezwungen sein werden, sich einen anderen Beruf zu suchen, hat das Zionistische Büro in Warschau im Einverständnis mit dem Zionistischen Z c n t r a 1 b ti r o in Berlin und mit den Jiid. I iilfskomitces in S t o c k h o 1 m und Kopcn• hagen beschlossen, schon jetzt nach dieser Richtung eine energische Tätigkeit zu entwickeln. Za diesem Zweck sind die nötigen Vorbereitungen getroffen worden, tun in Warschau als Anfang eine technische Schule für Erwachsene mit zwei Abteilungen für Schlosser und Drechsler zu eröffnen. Die Schule wird unter der Feihing bekannter Ingenieure stehen. Zehn Jahre Kinderstube .Sie hat kein ausgesprochen zionistisches Gepräge, die Jüdische Kinderstube Mannheims. Aber tut» zionistischen Impulsen ist sie erstanden, ihre oberste Leitung ist in zionistisehen Händen, und ein stolzes jüdische» Stammesbewußtscin wird den Kindern eingepflanzt. Mit ihrer Gründung wurde ״Neuland" ge-

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