Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 9 (2.3.1917)
- Date
- 1917-03-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 80 J U E DIS C H E R U N D S C M A U Nr. 9 Zionistischen Organisation durch den Kriegs!« rm fast übersehen wurde. Die Ein^än^e für den Wolffsolmfoiut, auf den der Verewigte m. W. großen Wert legte, sind beschämend gering, Durch die außerordentlich schöne Wolffsnhnmarkc ist nun jedem Zionisten Ciclegenheit geboten, des verstorbenen Führers in sinniger Weise zu gedenken. Ich wenigstens freue mich immer, wenn ich einen Brief bekomme, der mit einer NF-Marke geschmückt ist. Das Aufkleben der Marken hat auch einen propagandistischen Wert. Das habe ich bei meinen Briefen schon im Frieden erfahren, die ich ausnahmslos mit NI -Marken schmücke . . Mit den liier aligehiiileten, soeben ersehe!־ nendeu 0 neuen l'ortriitmarken entsprach der J, N, F. nicht nur einem propagandistischen Zwecke, sondein auch einer!,flicht der Dankbarkeit gegeiüiber den ersten Vorkämpfern des Zionismus, Das Bild von Moses M o 111 e f i o r e wird den mcisteil unbekannt sein, da seine im jüdischen Volke verbreiteten Milder ihn gewöhnlich im hohen Alter mit dem Käppchen darstellen. Für die NF-Marke wurde freundlicherweise von seinem Nachkommen in London die Photographie eines Porträts zur Verfügung gestellt, i - ♦ i ♦ ♦ t ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ t ♦ ♦ ׳ ״ י׳ ’׳״,י-,► vr/ •־ז rf ...?־/\t/ f ׳׳ •_״ *.«. r 1 t ♦ ♦ 4 J 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 4 ן 4 5 ppךםת6ודאר 4 t | לח קיסת לישראל < ( \ ( {! 1."ו j ( י k■- . ui סשההעה סשהמישעיור• G ל t ♦ * ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ 4 ♦ ♦ ♦ ♦ ,* « ♦ ♦ ♦ יי ♦ ♦ ♦ ■ -.. ־ ♦ ♦ ❖ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ •״. *'.־/־׳••׳ tys• r "1 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 « 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 }jwbwjipp p--—ך־ f ׳ i .... 1 1 ) { t| \ מזקיפת ^שראל ו ו ז¬ ז, ן ז I ו. 1 ך־—״־י ־־ ״' ' "־ י ־"מן L--j רג׳ סוד,’ob* י, ל. מעסקר L aVv ubuoiO• י ■ *• > ♦ ♦ ♦ X ♦ * ■S• r• r.j '/״׳ י׳ ♦ ״ ,*׳ 4 4 * f לח למת i ♦ ♦ ♦ י קת קימת לישראל 4 4 4 ׳ 1 ♦ V 4 V ♦; 4 ♦ i ♦ ' t י 4 # r ♦ 4 ן ( ♦ 4 « t t ♦ i 1 4 ♦ ♦ ik -. .. ■ ■ ■■■4י* 4 ♦ ♦ t \ ה. m'flv ♦ ♦ ♦ הרצל' ׳ 4 4 4 ♦ ♦ ->■ -. י 4 .׳ , i . 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Da die I Icrzlniarke, die nach einem Bilde von Lilien Hcr/.l an der Rheinlmickc in Basel, mit dem visionären Blick nach Enz Israel, zeigt, bald vergriffen *sein wird, hielten wir die Herausgabe einer neuen Her/!marke für wünschenswert. Auf Bitte des Hauptbüros des Jiidisehen Nanoiialfoiids gab Herr Hans Her/I die Erlaubnis, von einem ihm gehörigen, der ()Öffentlichkeit unbekannten Bilde seines Vaters eine Aufnahme zu machen und sie für eine Marke zu verwenden, Schließlich war es an der Zeit, an den Urheber des Gedankens des ’Jüdischen Nationalfonds, Prof, Hermann Scliapira eine Dankesschuld abztttragen und eine Marke mit seinem wohlbekannten Bilde heraus/ugeben. So grollen Anklang die Marken des J.N.F. bei ihrem Erscheinen finden, 80 läßt der Absatz bezvv. der Ertrag noch sehr viel zu wünschen übrig. Der J.N.F. war bekanntlich der, erste, der seinerzeit in Wien Marken für nationale Zwecke herauszugeben bcgaiin. Dem nationaljiklischen Beispiele folgten die anderen, besonders die kleineren Nationalitäten in Oesterreich und anderwärts, Von der ersten Zionsmarke, die alleidings auch als Quittung für alle Spenden dienen sollte, wurden ca. 20 Millionen verausgabt. Von den späteren Marken wurden, wie oben erwähnt, herausgegeben: die I fer/hnarke in 5 Millionen, die anderen in Auflagen von 1—2 Millionen. An Erträgen wurden insgesamt erzielt: Jahre 1008. -.022 17 .Mk . . , י. . 1U0<). .. )3 016.— II .סוסו .)'2 328,— ןן!91!. ..' '28 193,-— 1012. . 30935.-- II 191). -,030 33 ״ , , , , . II 1911. -.3(17־3 ״ . H 1913. . 18 835.— Das Gesamtergebnis von Mk. 2)0 121.— ist für einen so langen Zeitraum nicht gerade befriedigend. Die Deining, auf alle Briefe von Zionisten Marken zu kleben, sollte mit gröberer Energie als bisher durchgeführt, und, was noch wichtiger ist, die Absatzmöglichkeit durch Verkaufsstelle״ sollte planmäbiger organisiert werden. Hoffentlich werden die ״eilen Porträtmarkeil, deren Preis nur 0,00 M. für das Heft mit 30 Marken beträgt, also recht niedrig bemessen ist, hierzu einen neuen Anstoß gehen. Abend ostjüdischer Kunst Wir verweisen unsere Leser auf das Inserat S, 70 der heutigen Nummer, das einen ״Abend ostjüdischer K u n s t“ auzcigt, der am Sonntag, den 1׳. März, im Olierliclitsaal der Philharmonie (Bernhurgerstr. 22a) stattfindeu wird. Das Programm des Abends und die mitwirkendeii Künstler geben eine Gewähr, dal! dieVeraustaltimg zu einem Ereignis im Berliner jüdischen Kon- /eil- und Vortragsiebeil dieser Saison wird. Herr Opernsänger K i p 11 i s von der Warschauer Residenzopcr wird als (1ast eine Anzahl neiihearheiteter Volkslieder zum Vortrag bringen, Der Cellovirtuose!׳', R. Mendelss 0'11 n wird für diesen Abend bearbeitete chassidischc Motive darbiet en. Der jungjüdische Dichter S. Sehneu'r wird ans seinen unveröffentlichten Werken lesen, Fräulein Anna Ernst, Mitglied des Theaters an der Köuiggrätz.erstralle, wird ebenfalls Werke S c h n e u r s interpretieren, Nachrichten Berlin. Unsere Gesinnungsgenossen Referendar Kurt R os e 111 h a 1 ־ Berlin (K. J. V.) und Zahnarzt W cigert-Hamburg (K. J. V.) haben das Eiserne Kreuz, erhalten. 'Berlin. Am Sonntag, den 23. Februar, wurde ein Verein der liebniisehen Lehrer (״Agudnth Hämorim'‘) gegründet, dein die Lehrer Berlins, die die 1110• (lerne hebräische Sprache unterrichten, sieh angcsehlossei! haben. Beitrittserklärungen erbeten an die Adresse des Herrn J. I.ubmann, Cliarlolteuburg, Dahlmannstralle <). Der Verein bezweckt die Schaffung eines Kontakts zwischen den hebräischen Lehrern zwecks Austausehes ihrer pädagogischen Erfahrungen. Die erste Zusammenkunft findet!Montag, den 5, Mürz, abends 81/a Uhr, im 1״ lei'/l-Klub“, Grolle Präsidentenstr. 2, statt. Berlin. Der Hebräische Betli Wand •ביח הועד והעברי Ortsgruppe der Histmlruth Ibrltli) ladet seine Mitglieder zu einem gemütlichen Beisammensein am Pmimabend, Mittwoch, den 7, März, pünktlich 8ע/י Uhr, im Lokal der K, J. V., Turmstr. 8 (Stadtb.ihnstation Bellevue), ein i iir den Abend ist ein unverbindliches Puriinprogranim vorgesehen (Purimhumor, Parodien, kleine literarische und musikalische Darbietungen). Gaste willkommen. Breslau. Am 12. Februar sprach Prof. Dr. Dalman über ״Palästina und die Zukunft der Juden“, nachdem er bereits in zwei vorhergehenden Vorträgen Themen aus der historischen Geographie und christlichen Archäologie Palästinas behandelt hatte. Die Zionisten sahen sich hier einem Manne gegenüber, der ihr Wirken als objektiver Beobachter werten und abschätzen will. Prof. Dr. Dalman anerkannte, daß die bisherige jüdische Kolonisation in Palästina das Höchstmaß dessei! geleistet habe, das überhaupt erwartet werden kann. Er sehe mit Freuden die wachsende Liebe der Juden zum Boden mul /um Lande. Merkwürdigerweise verneinte Prof. Dalman die Wirkung der Palästinaarbcit auf die Gesamtheit des jüdischen Volkes und versuchte sogar, die Möglichkeit einer solchen Wirkung zu bestreiten. Er sprach den jüdisch-nationalen Bestrebungen in Palästina, 'besonders der lebendigen hebräischen Sprache die Daseinsberechtigiuig ab, Leider ließ er sich, offenbar irregeführt durch einseitige Information, zu schweren Verdächtigimgcn der Motive verleiten, die den paliistincnsischeu Sprachenkampf bestimmt haben. Duisburg. Die vor einigen Tagen begonnene Sammlung des llilfswcrkes für Paläs'tina er- ׳gab bisher 23(X» M. Schluß de» redaktionellen Teils. jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) E r ei tag, den 2. März, abends: in allen Synagogen 5:1,1 Uhr. Sonnabend, den 3. März, vormittags: in der Alten Synagoge 8י '•> Uhr, hi der Rykcstr.-, Pcstalozzistr.- und Kottbuser Ufer-Synagoge 9 Uhr, in der Neuen, Lützow- Straße-, Fasanenstr.• und Levetz.owstr.-Synngoge: Frühgottesdienst 7! .. Uhr.. Haupfgottcsdicnst 10 Uhr. Predigten (Sehrifterklärungen); Alte Synagoge: Dr L. A. Rosenthal; Synagoge Rykcstr.: Rabb. Dr. PetueltoM'ski; Synagoge Pcstalozzistr.: Dr. Frankfurter; Neue Synagoge f Rabb. Dr. Blumenthal; Synagoge l.iilzowstralle: Rabb. Dr. I iorhfeld; Synagoge Fasanenstralle; Rabb. I)r. Bcrgm.imi; Synagoge Ecvetzow.xtr.: Dr, Freund. Abemlgottcsdienst (Sabbathausgang): 6 Uhr 2) Minute 1. Mincha: in :dien Synagogen eine halbe Stunde vor dem Ahendgottesdienst. Gottesdienst am P u r i in f es t (Fasten Esther, Mittwoch, den 7. März): Mittwoch, den 7. März, abend,'‘ 6 Uhr: In der Alten-, Rykcstr.-, Pcstalo/zistr.- und Kottbuser Ufer-Synagoge: Verlesen der Esthrrrollc, Predigten: Neue Sv 11agnßc: Rabbiner Dr. Wnisehauer; Synagoge Lützow- Htr.'ille; Rabb, Dr, WeUsc; Synagoge l'asaiieustr.: k’/ilib, Dr. Bergmann; Synagoge I evetzowsfr.: Rabb. I >r, Lewkowitz. Donnerstag, den 8. Miirz, morgens: in allen Syuagogcn 7 Uhr: Verlesen der Esthcrrolle. - Nachmitti1gn (Mincha): 3 Uhr, Gottesdienst an den Wochentagen: Morgens: in der Alten-, Rykcstr,Pcstaloz/istr.- und Kott- »User Ufer-Syiuigoge: Uhr, in dyn anderen Synagogen 71/2 Uhr, Abends: in allen Synagogen 5ע/י Ulir. Jüdischer Mationalfond Z entrale für Deutschland >. .1.0 I C r . ,, *4 v GtlclMnHung’tm •ind stifithjirMlinh tu rieht* וו an Harrn Max Wo 11 a t e I n r ו Charloltenburg, Roiohtr-Straca« 8. Purimsammlungen des Nationalfonds Das bevorstehende Pu r im f e st gibt jedem unserer Freunde eine gute Gelegenheit, die vom jüdischen Nationnlfond geschaffene Notslandsaktion für Palästina durch eine Spende zu unterstützen. Das traditionelle Fest des Schenkeiis darf nicht vorübergehen, ohne daß jeder Einzelne unserer palästinensischen Brüder gedenkt. Außerdem aber bitten wir unsere Freunde, auch an alle ihnen erreichbaren jüdischen Kreise heranzutreten iiikI sic gleichfalls zu einer Purimspeudc für die Notstandsaklion zu veranlassen, Sammelhogcn sowie bc- 60ndere Aufrufe können sofort von uns bezogen werden. Der schöne Erfolg des Jahres 1916 läßt für 1917 eine noch bessere Leistung erhoffen, und das Purimfest ist die gegebene Gelegenheit, den Grundstein zu einem grollen Erfolg zu legen. Daher sammle jeder zu Purim für unsere Notstnmlsnktion! Jeder veranlasse insbesondere auch die jüdischen Kinder seines Bekanntenkreises, in ihren Familien für den N. F, Piiriinsammlimgen zu voranstaltcn. Jedes Kind, das mindestens 20 M, vereinnahmt, soll als Belohnung die wohlbekannte künsterisch ausgestattete Gedenkmünze des N. F. erhalten. Gedenket am Pur im feste unserer Notst andsaktlon! Zu spät erwachter Umzugsniaiin begrüßt Fam. Abramczyk her/l, im neuen Heim... .3.— Berthold Colin dankt s. I. Franz Kulm.3.— Dr. Louis Sachs grat. s, Bruder Hermann z. I’liysikunt ...,.1.— Kurt Bltimcnfeld grüßt Louis Weinberg ..3,— Ucbcrschtiß d. Baumspcndc auf den Namen Moritz Sternberg u. Frau.2.— Flcdc Asch, Paula Landshut, Frida Alexander u. Herta Schild grat ihrem I. Josef Landshut z. Verlobung mit Edith Ncumann, statt Blumen ,die in Neumark nicht aiifzutrcibcn sind, ....2,.״.״ — Eridi Tocplitz dankt f. Zusendung der ״jüdischen Rundschau“ .2 50 Hedwig Steinberg grat. ihrem 1. Bruder herzl. z. Geburtstag . 3- Fam. Pinner dankt H. Ref. Blankcnfeld.10- Kurt u. Jenny Blumenfcld grüßen Dr. Max Maver 11. Frau . 3__ Frau Solnoitz wünscht Fam. Abramczyk viel Öiück im neuen I leim . .3.-- leldhilfsarzt Leo Lcwiu grat. Willy Noher u. Benno Colm herzl. /. Examen . 5.״ R. G״ Magdeburg... . . . I.— Marriet Sternfeld, Gr.-Kulireu, dankt Herrn Gläser f. s. Gefälligkeit . .. .. 2 - I. Weißkopf u. Frau, Ratibor, grat. Herrn Zahnarzt Block z. s. Beförderung ..,.,.2.— Horst dankt Papa Sixt f, Besuch .5,— Foul Od/e, Hannover. 2 — Ernst Kallmann, im Felde, dankt Fra״' H. Öalewski, Pieschen, für d. gesandte ״Rundschau“... . 1.— Georg Cohn, Rnbau, Fritz Breitbarth b. einer Zusammenkunft mH. j _ K‘jrt u. Jenny Bltuncnfcld grüßen Feiix Roseiiblüth i 2- AJh. Ellern u. Frau konil. Herrn Dr. Münz ... -.50 Hugo Schachtel, Breslau, grat. z. Hochzeit Hermann- Wahl .. _ , ן __ Sidncy Haskel. vcrl. Wette 1!— Ucberscüuß cl. Baumspcndc von Fam. Goldberg, Karlsruhe .. , 4 _ Untcroffz. Georg Werner dankt f. Zusendung d. ״Rundschau“ . ,. ,.3.— Zahnarzt J. Schönberger, Chemnitz, grat. Sciiragcnheim und Frau z. Hochzeit.. ... . .3.— Zusammen: 71 —