Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 7 (16.2.1917)
- Date
- 1917-02-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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.'indemt Rußland bewohnenden Völkern, die ihre Ililfs* mittel .111 s s c 111 i c III i c 11 von der Staatskasse erhielten. Im ganzen wurden infolge der kriegerischen Ercig• nisse von' ihren ständigen 'Wohnorten •150000 Juden vor• trieben, darunter figurieren allein die Gouvernements Kowno und Kurland mit 160 000 Juden. In den jüdischen Hilfskomitees wurden im ganzen registriert 738000 jüdische Flüchtlinge. Der Unterschied /wischen den beiden letzten Zahlen ist dadurch zu erklären, daß die jüdischen Komitees mir diejenigen Flürhtlingc regi• stricren, denen von den Komitees materielle Hilfe tat• sächlich geleistet wird. 3t Prozent der registrierten jii• disehen Flüchtlinge bilden Kinder. Kinder bis zum schul• pflichtigen Alter gab es 2()()()0, Kinder über dem schul• pflichtigen Alter 380(10. 11 Prozent der Flüchtlinge haben das Mt. Lebensjahr überschritten. Auf jede jiidi* sehe Flüchtlingsfamilic entfallen 4.3 Personen, 28 Proz, der jüdischen Familien, also im ganzen 15 000 Familien, waren ohne Väter. Diese Zahlen bekunden, daß die jüdische Flüehtlingsmasse noch lange Zeit hilfsbedürftig sein wird. Von unumgänglicher Notwendigkeit ist es auch, die 1kulturellen Institutionen;unrecht zu erhallen, die durch verschiedene jüdische Organisationen zu Gunsten der Flüchtlinge ins Leben gerufen wurden. So bat 7. li. die lühiungsgesellschaft fiir die Flüchtlinge mehr als 200 Schulen eröffnet, in denen 32 00t) Kinder unter• richtet werden und Nahrung bekommen. Dieselbe Ge• Seilschaft erhält eine Reihe von Kinderhorten, die 0000 Kindern Unterkunft gewähren. Für diese Zwecke sind noch ungeheure Summen notwendig. Dabei muß bc• achtet werden, daß auch den zahlreichen jüdischen Kriegsinvaliden und den Familien gefallener jüdischer Sol• daten Hilfe geleistet werden muß. Das jüdische Ililfs• komilcc bekommt von der von der Regierung cingcsetz• teil speziellen i lüchtlingskoinmissiim 800 (KM) Rubel ino• mitlich. Die Ausgaben des Hilfskomitees belaufen sich auf 1601)001) Rubel monatlich, sodaß der fehlende Bc• trag von 800 001) Rubel monatlich durch private Mittel aufgebracht werden muß. In warmen Worten appclicrtc der Vorsitzende an die Versammelten, alle Kräfte an/.u• spannen, um den Opfern des Krieges Hilfe zu gewähren. Als bewährtes Mittel hc/.ciclmctc er die Seih st he■ Steuerung, die bis jetzt erfreuliche Resultate ge'• zeitigt hält. Das Zi'iitralkoiuiiee der jüdischen Kiicgshilfsoiga• nisatkm bildete eine besondere F i 11 a n z k o 111 m i s sion, die unter der Leitung des Abgeordneten der ersten Duma Herrn M. M, Winnwcr stellt. Die Kommiss,on hat die Aufgabe, sieh mit der Bildung einer Kreditbank fiir die Llüehllingc zu befassen und die ScIbslhcsH’iicrimg, die gegenwärtig nur in Moskau mul Petersburg regelmäßig durcligeführt wird, über das ganze Reich aiiszudeliiien, Gleichzeitig beschloß auch das Zentralkomitee, seine Mitglieder selbst in die Provin/städte zu schicken, um die Organisation der I lilfsarbeit an Ort und Stelle zu kontrollieren. Nachdem das Mitglied des Zeutralkoini• tees l)r,' S a IL i nd die Stadt li o nt e 1' besucht hatte, wurde ein zweiter Führer »ICr'Hilfsorgani'sn.fiön; Herr M. N. K re i n i 11, in die dicht .111 der Front hefindlicheiV Bc• zirke \'61i ' R C s c h i z ,1' יי P 0 I o c k 111ul( Dünahur» gesandt. ,‘ י‘׳..יי• ׳ ׳־•יי ' ' ' ' י' ׳ ' ‘ Vom Amerikanisch •Jüdischen Kongreß Die Einladung zur Abhaltung eines allgemeinen jiidisehen Kongresses, die ' vom vereinigten Kongreß-Exekutivkomicce lierausgegebcn wurde, hat, wie die ״Jiitlisclie Arbeitcrkorrcspoiiden/.“ mitteilt, folgenden Wortlaut: Kraft der uns als Exckutiv-Komitee des Amerika• nisch-jüdischen Kongresses erteilten Vollmacht ersuchen wir eindringlich die Juden Amerikas, Vertreter zu einem amerikanischen jüdischen Kongreß zu wählen, der mtsschließlich zum /.wecke der Feststellung der Methoden zusninmaitmen wird, durch die in Ztisiiinmottwirkiiug mit den Juden der ganzen Welt für die Juden in allen Ländern volle Rechte gesichert mul alle gegen sie gerichteten Iksciträiikungsgesct/.c abgeschafft werden kütt* neu. Es wird verstanden, daß der Ausdruck ״volle Rechte“ sinngemäß entschließt: 1. Bürgerliche, religiöse und politische Rechte, und überdies 2. wo immer die verschiedenen Völker eines Landes als solche Rechte besitzen oder diese ihnen ztierkann( werden sollen, die Erteilung der gleichen Rechte für das jüdische Volk des betreffenden Landes, wenn sie von ihm gefordert werden, wie vom Kongreß beschlossen und festgestellt werden soll: 3. die Sicherung und Ik'scliiitztmg der jüdischen Rechte in Palästina. Keine Resolution soll bei dem Kongreß eingehracht, betrachtet oder behandelt werden, die auf irgendeine Weise den Zweck oder die Tendenz hat, den Kongreß als Körperschaft oder seine Delegierten oder irgendeine der in ihm vertretenen Gemeinden oder Organisationen zu der Annahme, Anerkennung oder Unterstützung irgeudeiner allgemeinen Theorie oder Philosophie des jü• disehen Lehens oder irgendeines theoretischen Prinzips nationalen, ökonomischen, politischen oder religiösen Uhnrakters zu verpflichten, oder welche die Wiederholung eines derartigen Kongresses enthält. Die Einberufung und Abhaltung des Kongresses soll in keiner Weise die Autonomie irgendeiner der bestehenden amerikanischen jüdischen Organisationen berühren. Aber insofern das von diesem Kongreß gewählte Exckutiv-Komitee* eine Aktion zur Sicherung der jüdischen Rechte unternimmt, wie in dem Aufruf für diesen Kongrell bestimmt ist, soll die Tätigkeit dieses Lxekutiv-Komilies während der l)nuer seines Bestehens anerkannter• maßen »len. Vorrang haben über die irgendeiner anderen Organisation, »lie an dem Kongreß teiluelimen wird, Der Kongreß hat ein Exekutiv-Koinitec zu erwählen, das in Gemeinschaft mit den Juden anderer Länder die Verwirklichung der Ziele, fiir die der Kongreß einberufen wird, anslrehen soll; dieses Komitee soll bis zum Ablauf eines Jahres nach dem Abschluß eines Friedens- Vertrages, duroli den der gegenwärtige europäische Krieg beendet werden soll, im Amt bleiben und am Ende dieser Zeit oder, wenn nötig, früher den Kongreß wieder einberufen und ihm über seine Tätigkeit einen nbselilk'ßcnden Bericht erstatten.“ Fs folgen Bestimmungen'filier die Zusummensetzung des Fxekntiv-Koinitecs und die Wahlen der Delegierten zum Kongreß. Das jüdische liilfswerk in Amerika Ain 21. Dezember 1016 fand in der Carnegie Hall in New York ein großes Meeting zur Einleitung der neuen Hilfsaktion der Joint Distribution Committee statt, die 10 000 000 Dollar für die jüdischen Kriegsopfer aufbringen soll. Die Herren I>r. Magncs, Nathan Straus und Jacob H, Seitiff hielten Ansprachen, und »las Volksmeeting, »Ins selbst für New York eine ungewohnte'■ Tcilnchmcrzabl autweiscii konnte, endete damit, »laß an dem einen Abend (vgl. ״Jüd. Rundschau“ Nr. 2) 2000 (MM) Dollar gespendet wurden. Gleichzeitig, wurden in anderen Städten Amerikas etwa 1 000 000 Do|. lar gezeichnet. Die hauptsächlichsten Lin/eibeitriigc waren: Jacob 11. Schiff HM) 00t) Doll.; Julius Koscnwnld KM) (KM) I >01lar; F. M. Warburg 51)000 Doll.; Nathan Straus 50000 Dollar; Mortimer L, Schiff 23 000 Dali.; Jacob Wertheim 20 0110 Doll.; Louis Marshall 13000 Doll.; Henry Golilmun 10 000 Doll.; Eugene Meyer jr. 10000 Doll.; Daniel Guggenhcim lOO(M) Doll.; Simon Gtiggcnhcim. 10000 Doll.; Murr»׳ Guggenbeim IO000 Doll. Die Beträge, die in anderen Städten gezeichnet wurden, verteilen sieh auf: Chicago 500 000 Doll.; Phila• dclphia 0(25001׳ Doll.; Pittshifrgb HKMKIO f>oll.; Ifo» ehester, N. Y. 35000 1)011.; I.oiiisville Ky. 30000 14011.; Indianapolis, Iml. 23 000 Uoll.; P״rll;md, Öre. 20000 Dollar; Chelsea, Muss. 25000 Doll.;' Denver, Col. 11000 Doll.; Yonkcrs 15 000 Doll.; Detroit, Mid). 14 500 Dollar; Boston 12000 Dali.; Pcrtli Amhoy. N. J. 12500 Dollar; Settle, Wasli. 10 000 Doll.; Shrevcport, La. 10 000 1)011.; Dayton, Ohio 10 000 Dollar. Zionistische Konferenz in Ungarn Am 25. Dezember 1016 fand in Budapest, zum ersten Male während des Krieges, »ine Konferenz der ungarischen Zionisten statt. Den Vorsitz führte der Präsident des ungarischen Zionistciiverhandcs, Herr A. Be regi, der in seiner Eröffnungsrede einen Bericht über die Tätigkeit während tler Kriegsjahre erstattete mul mit warmen Worten der gefallenen ungarischen Zionisten gedachte. Besondere Worte widmete er dem Andenken Dr. Ludwig Dörnen vs, »1er als Nationalfond-Koinissär und Mitglied des Zentralkomitees große Verdienste um den Zionismus in Ungarn hat. Dr. Josef Schön fehl erstattete ein Referat über die Lage ties Zionismus in allen Ländern, wobei er insbesondere auf die Erstarkung der jüdisch-natiaaalen Idee in Amerika hinwics. Herr M. Karner ergänzte in seinem Iteferat über »li»־ Tätigkeit des ungarischcu Zionistenvcrbamles die Ausführungen des Vorsitzenden. Er sprach insbesondere über »las zionistische Hilfswerk in Budapest fiir die galizischeu Flüchtlinge, wofür der Landesverband ein brsomleies Büro ciiy gerichtet hatte. Vom ungarischen Zionisteuvcrhaiui ist ferner ein Kriegshospital eingerichtet und cihalten worden. Auel) zugunsten der internierten russischen Juden hat der Verband verschiedentlich Schritte getan. Dr. Ludwig Simon berichtete über die Tätigkeit des Jüdischen Nationnlfonds in Ungarn: Die Sammhingen im Jahre 1016 haben etwa 32000 Kronen ergeben, d. 1). fast doppelt so viel wie in Frietlciisjahrcf). Besonderen Erfolg hatte die Kricgsspcixle des Jüdischen Nationalfonds. Professor Dr. M. Rieht mann referierte über die Parteiprcssc. In der Diskussion wurde die Tätigkeit des Laudcskomitccs und des E. A. C. von dein ehemaligen׳ Leiter der Jüdischen Nationalfond-Sammcistclle, Dr. J. Ficltor einer scharfen Kritik unterzogen. Nachdem ihm von vcrs'chicdeneti Seiten entgegnet worden war, wurde der Tätigkeitsbericht angenommen und der Leitung das Vertrauen ausgedriiekt. Das jüdische Volk kann sieh »len Luxus nicht leisten, seine Jugend möglichst lange vor klarer Stellungnahme zu bewahren. Die Entscheidung über die Zukunft des Judentums muß bald fallen, und die Jugend wird cs sein, die die Entscheidung bringt. Gewiß soll sie die Probicine klar kennen lernen, aber dann soll sie zur Ent- Scheidung gebracht werden. Mau darf eben auch nicht vergessen, daß die heutige jüdische Jugend gar nicht darauf wartet, bis mau ihr die Probleme vor Augen führt; sic sieht sic seihst, studiert sie und nimmt mit aller Entschiedenheit 11110 Begeistern״», deren die Jugend fähig ist, Stellung. Eine neutrale Organisation, in der rfifc Menschen, die ihren klaren Standpunkt in jüdischen Dingen schon haben, miteinander in Gedankenaustaüsch treten, um den Gegner kennen zu lernen, wäre vielleicht gut. Für die Jugend, für die jüdische Jugend ist keine kalte, objektive, neutrale Organisation nötig, sondern eine Organisation, die dem jungen Juden die Wege weist, die er und das jüdische Volk zu gehen haben. Dr. Fritz Loew enstein. ״Der Jude“ Heft 10 (Januar 1917)*) Im zehnten Heft des ״Juden“ stehen zwei Briefe aus Palijstinü von A. D. Gor »Ion, der uns schon im ersten Hefte den schönen Aufsatz ״Arbeit“ schenkte. Nur mit Ergriffenheit und in tiefer Bewegung kann mau tliese harten, schweren, traurigen, starken und frohen Ausführungen lesen. Sic klingen fast nüchtern in ihrer strengen Wahrheit, aber darum eben wie ein tiefster Schrei, hallen wie eine zwingende Forderung in uns nach, Mahnung zugleich und Verheißung. Diese Briefe rel- ,lügen uns von allem Ausgedachten und.Ancmphindenen. Abgcwamlt allem Verstiegenen," aber tief im Herzen den Ruf und die Entschließung, treten wir auf das steinige lag11 ,׳ halbj. ״Der Jude“ eine Monatsschrift. R. Löwif-Vci־• erliri'N. 37, Weißenburgeretr, 6. Oanzj. Mk. 10.— Mk. 5.—. Einzelne* Heft Mk. L—, Land, das unter unseren Schritten und unter unseren Händen zum Garten wird, in der Art der Männer, die diese Briefe erleben, die nach der hurten Arbeit ihrer Hände, mit »lenen sic tagsüber gegraben und gejätet, gesät und ach so wenig noch geerntet haben, sich hin• setzen zum Schreiben tmd ihren Freunden ztirufen: ״Un• sitc Hauptaufgabe muß sein — unsere Seele aas unserer Zerrissenheit zu erlösen und zJir Einheit zu fahren, «her es ist bei uns das Schwerste. Darüber müssen »vir viel, viel nnchdenken“, liegt »las neue Mysterium Palästinas, so wie cs in dem Leben und Sterben der Sehomrim liegt, denen das Buch ״Jiskor“ gewidmet ist, und das uns Martin B11 b c r in der Einleitung des Heftes in seiner Weise nahe bringt. Von) nationalen Judentum, ob »las Wort gleich darin nicht vorkommt, hnndclt auch der gescheite Aufsatz. Gustav Krojankcrs ״Max Brods Weg zum Leben“. Das einzigartige Werk des großen Künstlers, das ״in seiner Gesamtheit ein Aufruf zu tätigem ׳Leben bleibt“, findet hier eine feinsinnige und überzeugende Würdigung. Dagegen fällt der Auf. satz von Franz Sachs ״Von »kutschen Jüdinnen“ ganz aus dem Rahmen der Zeitschrift. Mit solchen Bußpredigten, die ebenso oberflächlich wie überheblich sind, — wäre nicht der gleiche Aufsatz unverändert auch ״Von deutschen Juden“ zu überschreiben? — wird mau weder »lern Problem der Mischehe, noch dem des Geburtcririickganges gerecht, ganz gewiß ׳aber faßt man und begreift man von solcher Warte aus bei solch engem Gesichtskreis und einem derartigen Mangel nn Einfühlungsvermögen weder die Seele der deutschen Jüdin, noch die einer Frau überhaupt. .Zwei hochintercssante Briefe Johann Jacobys bringt Gustav Mayer zum erstenmal zur Veröffentlichung. Hier haben wir das liberale Judentum in seiner ganzen Größe und mit all dem sittlichen Pathos, mit dem cs auszog, und wir brauchen dieses Programm eines führenden Juden bloß mit »len EtiunziatIonen der jüdischen Führer etwa in der letzten Zcntriilvcrcinssltzung zu vergleichen, um festzustclien, wie so gar nichts seit 1832 dazugekommen und wie soviel unter den Tisch gefallen ist. Außer einem kleinen reizvollen Essay über ״Mcudelsolin und seine Kinder“ von R. B e r 11 s t e i n - W i s ch n i 17!e e enthält »las Heft noch »Ins zweite Kapitel der großen Arbeit von Jacob Klatzkin über die ״Grundlagen des Nationaljudciitums“ und schließt die Reihe seiner Aufsätze mit der üblichen mul immer wieder schönen und anregenden Folge der Arno N ,1׳ d c I scheu Uebertragungen jüdischer Volkslieder. Aus der Reihe der Bemerkungen und der Rubrik Daten und Materialien sei insbesondere die N a w r a t z k i sehe Kritik an den Ausführungen Schulmanns über »len Ertrag der jüdisehen Ackcrbatiknlnnien in Palästina hervorgehoben. _ J A | Dow-Ber Rainer | Im Alter von 65 Jahren verschied in Wilna der bekannte hebräische Talmudforscher nml Kritiker der rabbiiiischcn Literatur des Mittelalters. Dow-Bcr Rat• n c r. Die bis jetzt erschienenen 8 Bände seines text: kritischen Hauptwerkes ״A 11 a w n111 Zion w i rü - schoHijim“, das die in der rabbinischcn Literatur1, enthaltenen Variationen des palästinensischen Talmud kritisch vergleicht und einen sicheren Urtext hcrzustcllen versucht, gehören zu den gründlichsten Arbeiten auf diesem Gebiete. Er veröffentlichte auch 1864 eine auf Grund \׳on zehn verschiedenen band schriftlichen Rczensionen hergestcllic xvissensehaftlidie Ausgabe des mittelaltcrlichcn (ieschichtsbuchcs ״Scdcr olam r a b b a" und eine Reihe kritische Noten zu Graetz und Halcvy" wie auch selbständige Studien zur Geschichte des Talmud in den hebräischen Saminclbüehcrn ״Hakercm“, ״Harneassef“, in den Zeitschriften Hakcdem“ tmd ״Haoiam'L in den Jubiläumsschriften für Harkavy, Sokolow und, Dolizky, in der Tageszeitung ״Hamcliz“,’ in der englisch• jüdischen und russisch-jüdischen Enzyklopädie. Der Verstorbenc gehörte zu den wenigen letzten Vertretern der eirtst *<> eigenartigen und rtilinivollcn Schule der ״Cliaehmc-Wilna“. Die Gemeinde (Ibem,ahm die Bccrdiming auf ihre Kosten. An seiner Bahre hielten die Rabbiner der Stadt und die Vertreter der hebräischen Intelligenz Ansprachen,!' 3 \