Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 6 (9.2.1917)
- Date
- 1917-02-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 54 j U EDI SC H E RUNDSCHAU Nr. 6 - falls hibv ich fe-t1־״’stcllt, dal» 1!,1s Verhalten der jiidi- ן h'Ih'11 Soldaten mul Mitbürger •während des Krieges! keine Veranlassung zu der Anordnung meiner Herren | Vorgänger geneben 11:1t und damit nicht in Beziehung gebracht werden knnn.“ ״Die deutschen Juden“, fuhr der Redner fort, ״sind 1111 .Ulrichen Malle gestorben, wie die nicht jüdischen!Knitschen. I'nser Her/, gehört unserem Vaterland, seine Grolle ist unser Stolz und wir hoffen, dal! wir künftig unsere Gleichberechtigung nicht mehr /!1 erkämpfen brauchen, sondern <1:11! sie als feststehende Tatsache : in Geltung bleiben wird.“ Rabbiner Prof. Dr. Werner, München, ergänzte den Vortrag, indem er über die Behandlung der Juden im bayerischen Heere berichtete, tir wies darauf hin, dall die Zahlung später auch in Bayern nngeordnet worden ist, weil es vom preußischen Kriegsniinistei'iiiin verlangt wurde. Die Stimmung war bei den bayerischen Juden noch erregter, weil mau in Bayern hei den hochsteil Behörden immer Seluitz gefunden habe. Rabbi- 1101 Werner berichtete dann von der Audienz der Rahliincr und Kultusvorstaiule von München und Nit! 11• borg beim bayrischen Knegsniiiiisler, über die die ,,Jiidiscbv KumKciiau“ seinerzeit berichtet hat. Rabbiner Werner dankte der Leitung der /eiitralvcreins dafür, dalt mc ■•angesichts der Jndciizüliltin״ nichts iiuteruoiniiien h.ilte. Nicht'tlitt sei tnnnehinal ein gröberes Verdienst als '11111. Re! lilsaitwult Dr. I mlwig 1' r i c d 111 a n 11 •Sehüiieherß iiihrti׳ ■ms: Durch da- Releral von Cassel seien seine üofiirchunige.1 behoben worden, Ls sei nach dem Krieg mit einem Aufflanuueu des Antisemitismus zu rechnen. Wii sollen und können nicht in der breiten Oeffentlichkcit propagieren, wegen der Zensur. Man muH Geldsimiiiluiigeu veranstalten, um später gegen den Anti- 'vmilismus agitieren zu können. Rabbiner Dr Kälter, Danzig: Wir haben nicht immer draußen veisianden, wanun der Zentraleereilt | nichts getan■ hat, das der flammenden Fntrüsiinig der! Juden adäquaten Ausdruck gegeben hätte. Jetzt wissen I wir. warum wir schweigen müssen. I:s mul! gescheitem um des Vaterlauds willen. Wir wollen uns, nicht heselt.uneii mul auch nicht' erbittern lassen. Wir wollen unseren braven Soldaten draulici! das Herz nicht noch schwerer machen. Dazu gehört Vertrauen auf Gott, auf che Gerechtigkeit mul Vertrauen zu den Führern des deutschen Vaterlands und der deutschen Juden. Weiler meldete sieh kein Redner zum Wort. Ls wurde beschlossen keine Resolution zur Abstimmung zu bringen Zum zweiten Punkt der T.agesordiimig sprach Rah- Inner Dr. (i o I d in .1 n n, Oppeln, über die Aufgaben des /vntralvcrcins in ttml nach dem Krieg. Die Aufgaben des Vereins teilen sieh in zwei Teile: I. Organisationsaiifgaben, ־.!. Lizielumgsaufgaben. Was die Organisntions- .itifgaben anbelangt, so ist der Zustand in den Ortsgruppen des Zentralvereins nicht erfreulich, Ls soll Ortsgruppen gehen, die nur auf dem Papier stehen. Die Ortsgruppen haben keine Disziplin und stellen häutig tut Widerspruch zur I ciliing. Das Wort von der (lentokräuselten Athen des Zentralvereins ist eine Pitrase, wenn niebt alle Ortsgruppen arbeiten. Bisher hat nur die Zentrale gearbeitet Ls 11111II Material gesammelt werden für die Zeit nach dem Krieg. ,,I lütten wir eine stark(• repräsentative Organisation, so wäre die Ziiltlung nieItf zustande gekommen. Den Mitgliedern des Zentralvereins fehlt der politische Sinn.“ Was die l'TzicInmgsfrngc betrifft, so müssen wir fester ttml bestimmter auftreten. Zwar soll es keine bloße Demonstration sein; ein lestes Auftreten hat nur Sinn, wenn inan Macht hinter sich hat. Für die groben und leitenden Aufgaben haben wir keine Zeit und Kraft mein■ übrig, ln allen führenden Zeitschriften wird die Jtiilcnfragc mir vom jüdisch-nationalen Standpunkt aus helmidclt. Auch in der allgemeinen Parteipresse stoben wir auf die gleiche Lrseheinung. Wir müssen der Oefferuiiebkeit unsere Ideale zeigen. Mit einer ,,Korrcspondeuz“ haben wir jetzt einen Anfang gemacht, um die Presse zu beeinflussen. Cs müssen attclt literarische Arbeiten geleistet werden. Die Ideale von 93 Prozent der Jndenlieit treten nicht erkennbar genug hervor. Heute 1<t der Zcntralvcreiu eine grobe Organisation, aber nur 111 unsere!״ Kreis. Draiiben kennt man nur das Nationaljudentum. I s handelt sieh darum, Menschen zu gewinnen, die die Ansichten des Zentralvereins himmstrageit. Dabei wird die Hauptsache sein, die Jugend zu beciuflössen. Unser Mangel an politischem Sinn zeigt sie'. 1 deutlich an der Frage der Jugenderziehung. Wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Der Zentralverein ist keim• Partei, aber die Jugend mul! auf dem Standpunkt stehen, den wir verfechten. Sie mitfl den deutschen Standpunkt neben dem jüdischen Standpunkt haben. Die akademische Jugend wird von zionistischer Seite mit;:/ollem F'ifer bearbeitet. Unsere Verbindung mit den IC,-G.cn; ist rein dekorativer Natur. Wir müssen dieser Frage mehr Aufmerksamkeit ztiwenden, Auch in den Jugemhvrt'incn und Wandervcreiiien müssen wir arbeiten. Der deutsche Wandervogel ist antisemitisch. Wenn unsere Bemühungen ohne Lrfolg sein werden, müssen wir eigene Jugcndvcrcinc scliaffen Wir werden akademische Ortsgruppen gründen müssen. -- Zu Anfang des Krieges hat unbegrenzter Optimismus geherrscht. Wir sind aber enttäuscht worden. Aber der unbeschränkte Pessimismus und die Verbitterung, die jetzt unter uns herrschen, sind auch gefährlich. Wir dürfen die F'rettde an der Arbeit nicht verlieren. Der Antisemitismus hat zwei Folgen F Abfall vom Judentum, 2. Stärkung der radikalen Anschauungen. Der erlaube an eine Lösung der Juden frage auf dem ikxlcu der Gerechtigkeit wird immer geringer Die national jüdische Bewegung kann einen;uilierordeutliehcn Zuwachs erlangen. Daher darf der Zentralverein nichts verabsäumen. Eine gute Orgartisation sind wir trotz der großen Zahl unserer Mitglieder noch lange nicht. Wir gehen schweren Zeiten entgegen. Die Zukunft des deutschen Judentums liegt im .Zentralverein. Er muH eine Bewegung sein, keine Partei. Wir stehen über jeder Partei; wer gegen den Verein ist, ist gegen die jüdische Zukunft. Idealismus und Optimismus sollen wiederkommen. Die Hoffnung auf eine gliinzemle Zukunft soll tun so heller erstrahlen. Geh Justizrat Fuchs, Berlin: Wir müssen den drohen Prinzipien des Zentralvereins treu bleiben. Wir haben zwei Aufgaben: 1. Den Kampf gegen den Antisc* mitisimis, 2. Die Schaffung einer Synthese zwischen Judentum mul Deutschtum. Die Regierung ist uns Rucksieht auf die Meinung des neutralen Auslandes vorur* teilsloser geworden. Die unteren Schichten der BcvolkciiHig und die niedrige Beamtenschaft sind antisemitischer geworden Die I laiiptnutgabc Ist, zu beweisen, daß Treue gegen das Judentum eins Dt mit der I reue zsiiu Valeria 11d. Ist das deutsche Jiideiiliini auf dieser Basis vcrcinigl, dann werden wir mich der gef ilirliclien natioiialiHÜM-heii Bewegung Herr werden, die s:ct im Z.ioius- Dilis verkörpert. Das Judentum ist eine Glaubeitsgeiucinsehaft, ist nichts weiter als eine Glaubensgemeinschaft Jeder Nationnlgedankc ist ein Fnd ijikeitsgednnke. Wir dürfen dem Judentum den F.wigkeitsgcdaiikcn nicht nchmen. I >ie Nationalität trägt man erst ins Judentum hinein. Viele Nichtjiuleii glauben, drill cs außer den Zionisten gar keine amlcrcii Juden mehr gibt. Der deutsche Botschafter 111 Amerika, Graf von Bernstorff z. B., kennt keine ntulcreu luden als die Zionisten. Wir müssen cs den Zionisten naehuiarhen. Die Verbindung mit dem K.-'-. muH inniger werden. Die zionistischen Studenten lud reiben ihre Agitation mit großer Geschicklichkeit. Sie agitiereii ohne Ucbcrlrcilnmg und ohne Aufdringlichkeit. Ich wünschte, dall wir solche Leute hätten. Wir müssen unsere wirtschaftlich prominenten, parlanieiitniDellen und intcllcküielleii Kräfte sammeln. Das Gebot unserer Reil• ginn ist ()ptiiiiisnius. Das Bewußtsein der erfüllten Pflicht ist unser letzter Imst. In der Nach111ittagKr.il/1111g sprach der Rechtsanwalt Buch in über die Tätigkeit des Vereinsvorstaiules. Darauf hielt Herr Rechtsanwalt Dr. Baum einen Vortrag über die vom Zentralverein errichtete Hauptstelle für Berufsberatung der Juden. Nach einer kurzen Diskussion wurden die Wahlen vorgciiommen. Der alte Vorstand wurde wieder gewählt. Anstelle des Herrn Rechtsnuwalt Nathansohn, Dresden, trat Herr Leopold Egcr, Glienmit/ Dr. Emanuel Edelstein Am 21. Januar starb, wie 'wir In der vorigen Nummer bereits berichtet haben, in Bonn unser Freund und Gesinimngsgcnosse Dr. Emanuel Edelstein. Eine Oe• hiriioiit/imdiiiig hat ihn nach nur zweitägigem Kranken- Inger im blühenden Alfer von 44 jnhrcn ilaliingerafft. Mit 'ihm schwindet eine der markantesten Per- ׳ sönlielikeiieii ans dem deutschen, vor al’cm aus dem rheinischen Zionismus. Wenn auch seine zurückhnltenilc Natur ihn hinderte, eine Fiihrerrolie in der Bcwcgimg zu übernehmen, so war er doch infolge seiner glün/eiideii Begabung, seiner Tatkraft, seines hervorragend diplomatischen Geschicks, vor al'cm aber seiner tiefen!Verwurzelung im Altjüdischcn der vornehmste Repräsentant :unserer Bewegung im Rheinland. Von dem Ansehen, das der Verstorbene in seiner Heimat 11ml weit darüber hinaus genoß, knnn sich mir der eine Vorstellung machen, der seinem Leichen* begängnis am 24. Januar beigewohnt hat. Sein trn* gischer Tod hatte die ganze Stadt in Aufruhr gebracht, die Keleiligung au seinem Leichenztigi: war gewaltig. Während bei der Trauerfeier in der Leichenhalle des Hniiner Friedhofes seine Freunde, unsere Geslnnungsgenossen Dr. Emil Golm und Dr. Alfred Klee, seine Verdienste rühmten, sammelte sich eine zahllose Menge armer Leide seiner Klientel auf dein Friedhöfe und bildeten eine lebendige Mauer um sein offenes Qrab. Zwei Vertreter des Kartells jüdischer Verbindungen bc* gleiteten seinen Sarg, der von Gesinnungsgenossen ge• tragen wurde. Einanucl Edelstein war 1872 in Bingen ge*! hören, besuchte Gymnasium und Universität in Bonn und ließ sich zuerst in dem Bonn gegenüberliegenden Beuel, sodann in Bonn selbst als praktischer Arzt nieder. Er genoß als solcher mich unter seinen Bcrufsgciiossen das Ansehen eines hervorragenden Di.1gnostikers. Bei Beginn des Krieges übernahm er mit dem gleichfalls schon verstorbenen Prof. Esser die Leitung eines großen Hospitals in Beuel und machte sich einen bedeutenden Namen durch seine hervorragenden I Icilcrlolge des Wundstarrkrampfes, die von autoritativer Seite öffentlich als im VIII. Armeekorps einzigartig bezeichnet wurden. Sodann war er als Leiter eines Scuchenlazarctts P/2 Jahre im Osten und kehrte krank in die Heimat zurück, um hier wieder in dem großen Lazarett zu Rolandseck hei Rom! eine angestrengte Tätigkeit zu entfalten, die ihn bereits um 0 Ülir morgens in die Winterkültc hinaustricb. Sein Verlust wird als unersetzlich empfunden. Ganz nnersel/lich ist er gewiß für die Synagogenjieim iiide Bonn, deren Verwaltung er lauge Jahre angehörte. Er war dort der einzige, der das altjiidischc Prinzip mit Rückgrat und Schwung vertrat; daß er dabei Akademiker war und über ein weites jüdisches Wissen verfügte, sicherte ihm, wenn es darauf nnkarn, überragenden Einfluß. Vor allem stand die große Masse der Gemeinde geschlossen hinter ihm. Er war ein wirklicher Volksmann, Als Zionist war er noch ein Kind der heroischen Zeit, nahm an den ersten Kongressen teil und half seinen Freunden Dr. Isak Rülf und vor allem Dr. Alfred Klee, der damals noch Tn Bonn studierte, den Zionsgedankeii im Rheinland verbreiten. Seine vornehme Scliai, hcrvorzntrcleu, brachte cs mit sich, daß er sich als Führer nie betätigte, wiewohl er Führcrcyjcnschnftcn in hohem Maße besaß: ein Menschenkenner und Mensclicnbehaudler ohne gleichen, dabei entschieden in der Sache, mißte' er alles durchniscizscn, was er wollte. Seiner Parteirichtung nach war er politischer Zionist im Sinne Herzls und Nordaus. Mit iltm sind für unsere Bewegung Im Rheinland große Leistungen und noch größere Hoffnungen zu Grabe getragen worden. Der deutsche Zionismus beklagt seinen Verlust als schwer und bitter. Judacu s-Bonn. Zionistische Bewegung Polen. (Vom N a t io 11 a 1 f o n d) I Jic Nati 0 Half o n d k o m m i s s i o 11 für das (je. ncralgouvernement Warschau hat sich jetzt neu orgauisiert und ist für alle Nationnlfondangclcgcnhciteii inj Generalgouvernement Warschau zuständig. Ihre Adresse lautet: Büro des Jüdischen Nationalt-oiicl, Warschau, Marszalkowska 151. Ausweis der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Schekel 1915/16: I lalberstadt 3. Schekel 1916/17: Beuthen 70, , Dessau I. , Drcs* den 50.--, Eschvvcge 8. , Gailingen 1. Gncscn II Günzenhausen I.- , Stolp 16.-, aus dem Feld(’ 3.-. L&ndesbcitrügc 1916: Halberstadt •1. , Hanilnirg 201).—, Jcssnitz (Lin/clbcitrag) 5.--, Zwickau 28.-■־ Landcsbcitragc 1917: Beuthen 210,—, Dessau 3 Eselnvege 20. , Gtmzcnliauseii 3.— , Haiberstadt 30 Stolp 35.--. Propagandafond 1916: Aus dem Felde 5. Mutill Bloch. Iliiutkc; 1 DO. — Anton Lewin; 30. Max Wollsteiner; 15. - Dr. M Warschauer; 3. Edith llantke, 1)1. Iritz Salingcr, Dr. M. Smoira; Cassel: 23. , Rechtsanwalt Dr Elias; Duisburg: 2().- Dr. Epstein; Hamburg: 6. R.-A. 11 irscli; Köln: 40. Gehr Hofinann; Kronach: 25. Dr. Bnmhcrgcr; Lcip/i': 5. - S• Preczep; Mülheim: 5.-- Adolf Arnfeld; München: 40.— I)r. E■ Straus, 15.— I. Sdiachm»; Nürnberg: 5.- - P. Ordenstein; Posen: 20.— Dr. Mamisse; 10. Simon Seherk; aus dein Felde 10.-- Ludwig!1inner; 0. Ludwig Strauß. Eingang vom 25. Januar bis 6. Februar 1917: Schekel 1915/16: 3.-; 1916/17: 161.; Lnndesbeiträge 1916 : 237.-; 1917: 301.; Propagandalonds 1916: 5.-; 1917: 593.--. Gcsamtcinß.ing: Schekel 1915/16 : 276» 1916/17: 450.- . L a n d e s b e i t r;1 g e 1916: 3807 1017: 804.-■•. P ro p a g a 11 d a f o nd• 1916 : 6328 - 1917; 2199, -. Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vereinigung tür Deutschland, Berlin W15, Sächsische StralSe 8. Postscheckkonto: Berlin 8091. Nachrichten Berlin. Unser Gesinnungsgenosse Bataillon - Arzt Dr. Karl F rc nlcc I - Frankfurt/Main hat das Eiserne Kreuz I. Klasse erhalten. , Unseren Gesinnungsgenossen U. O. Theodor Oppe n h e i nt - 0)111, Referendar Bernhard Fracnkcl* Berlin (K. J. V.) und Alfred H c r r m a n n - Königsberg (Hcrzl-Chib-Berlin) wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Unsere Gesinnungsgenossen Rechtsanwalt Dr. Alber* Thcilhclmcr -München und Fritz Michel (Bar- Kochba-Berlin) sind gefallen. Berlin. Per nächste Vortrag des Vortragszyklus der J ü d i s c 11 - N .11 i o 11 n I c 11 F r a ti c 11 v c r e i n i gm n g limlct am Montag, den 12. Februar, i״ den Räumen des Rabbiner-Seminars, Artillcricstr. 31, statt, Beginn 8 Uhr. Iran C.larn Bo schwitz wird über Boden- und Agrar• geset/e. sprechen. Berlin. 1111 Klimlworlli Scharwenka-Saiil, Uil/owstr. 70, findet Sonntag, den 18. Februar 1917, ein Jiidischer Vo I k s 1 i e d c r - A h e 11 d mit Kompositionen, Bearbeitungen von Janot S, Ros k in statt. Mit wirkenile: Vera Ooldbcrg-Koncwski ((iesaug). Caroia Z e 11 e 11 k;1 (Violine), Leo Weiß in a n n <Gesaug), Janot S. Roskin (Gesang). Karten zu I. 2 imu 3 fmk. bei Bote u. Bock, A. Wertheim und an der Abendkasse. Berlin. In der Philharmonie (Oberlichtsaal), Bern• hurgei straße 22־a '23. findet Sonntag, den 4. März. 1017, abends G.8 Ulir (Schluß 10 Uhr), ein Abend o s t j ii - di scher Kunst (Musik, Gesang und Literatur) statt I. Rcz i t n 1 io 11 e 11 ans d er ji di sehen und heb r ii i s eh cn Literatur; 2. C 11 a s s i d i s e 11 c M o - t i v e (für den Abend bearbeitet), vorgetragen von dem Ccllovirtuoseu Felix Robert Mendelssohn; 3, Eigene neue Werke (in Poesie und Prosa), vorgelesen von S. S 11111 ׳ e 11 r; 4. J i d i s e 11 e V o 1 k s I i e der. vorgetragen von Opernsänger M. K i p n i s s, als Gast von der Warschauer Residenzopcr. Näheres im Programm, Eintrittskarten zu 2, 3 und 5 Mk. im Zionistisehcii Zenirallniro, bei Bote 11. Bock, bei Wertheim und an der Abendkasse. Königsberg. Die hiesige /.ioiiistische Ortsgruppe leierte am 21, Dezember 1916 /um ersten Male int Kriege wieder ein C 11 a n 11 k k a 11 ( e־ s t. Selbstverständlich kann diese Leier nicht mit den Makkabäerfesten des Friedens verglichen werden, doch hatten sich fast sämtliche Koitliisherger Zionisten sowie viele Giistc - eine stattliche Anzahl ■ cingehinden, um in gewohnter, von zioiiistischcin Geiste .getragener Weise das Chanukkalifest zu begehen. Die Feier wurde eröffnet durch eine Anspräche des Herrn da ml. jnr. Schloß borg. Am 30. Dezember 1916 hielt Herr Generalsekretär B111 m c 11 f e Ul - Berlin in unserer Ortsgruppe ein Retcrat über eien Berliner Dclegicrtcntag. Vor einem zahlreich versammelten Publikum gab der Redner einen Ucherblick über den Verlauf der Tagung und über ihre Bedeutung für die Geschichte des Zionismus in Deutsclilaml. Im Anschluß an den Vortrag teilte Herr Blumenfcld iiiteressantc Einzelheiten aus der Kriegsarbeit unserer Organisation mit. Am 31. Januar referierte Herr Dr. Nisse I über die Schockenschcn Thesen; an das Referat schloß sich eine Aussprache über unsere Arbeit an. Den nächsten Vortrag wird am Mittwoch, den 14. II. Herr Dr. Bor mann aus Palästina halten über ״Das .Bildungswcsen in der Türkei mit besonderer Berücksichtigting des Schulwesens in Palästina“. Gäste sind willkommen. Die Königsberger Zionisten treffen sieh jeden Mittwocli abend, falls keine andere Veranstaltung stattfindet, in der Kantloge, Steindamm 9. Die Abende sind stets gut besucht, andt von auswärtigen Zionisten. Kl. Schluß de» redaktionellen Teil».