Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXII (1917)
- Issue
- Heft 5 (2.2.1917)
- Date
- 1917-02-02
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 42 : ן ר ' t . “ י wichtig, weil 'chauptungcn den Hoden viuzielit, als ob sich die t. tu* ■Regierung durch den Erlall der Verordnung ,1, die R e 1 i g i o 11 s ge s el 1 s c 11 a f t prinzipiell 5cin.11 gegen die nationale Autono־ »nie ausgesprochen hätte. Die Erklärung, die Staatssekretär Zimmcniiaun dafür gibt, warum die Frage der nationalen Autonomie bisher nicht gelöst worden ist, ist von! vertassungsrt’clitlichen Standpunkt aus durchaus einleuchtend. Ihre Lösung stellt im Zusammenhang mit der Gestaltung der Verfassung des Königreiclis Polen. Sofern also die Verfassung des Königreiclis Polen nur durch Zusammenarbeit mit den Polen zustande kommen kann, ist cs selbstverständlich, daß eine Verständigung zwischen Polen und Juden gesteht werden muß. Die Juden haben, wie bekannt ist, diese Verständigung durchaus gewollt, in ihrem politischen Vorgehen, sich dessen bewußt, daß der Beweis guten yerstäiidigungswillens auch für sie wertvoller sei als eine von vorhcrcin eingenommene Kampfstellung, haben sie eine bis zum äußersten gehende Mäßigung und Zurückhaltung an den Tag gelegt. Wie die Polen darauf reagiert haben, ist so allgemein bekannt, daß es einer Wiederholung kaum bedarf. Die polnischen Parteien haben sich ohne Ausnahme auf den Standpunkt der Ablehnung der primitiven und berechtigten jüdischen Forderungen gestellt, keine einzige Gruppe von Einfluß hat ihre Geneigtheit zu einer Verständigung zu erkennen gegeben. Und doch wird siel» vielleicht bei den Polen die Erkenntnis durchringen, daß es ihren eigenen nationalen Gegenwarts- und Zukunftsintcrcssen in ganz außerordentlicher Weise schadet, wenn sie sich nicht mit den Juden wegen ihrer nationalen Autonomie verständigen wollen. Die Anfrage, die von den amerikanischen Juden an die deutsche Regierung gestellt, und die Antwort, die erteilt worden ist, zeigen klar und deutlich, mit welcher wachen Anteilnahme die Ju« (lenhcit der gesamten Welt - deren Beziehungen zu den Polen ein für die Zukunft Polens nicht gerade unwichtiger Faktor sind — ü 1׳ Frage der iiationrkn Autonomie der Juden in Polen verfolgt. Und nicht mir die Judenhcit ist an dieser Frage interessiert. Wie immer der Friede geschlossen wird, von dem die Polen die Bestätigung ihrer nationalen Freiheit erwarten, alle Welt wird das polnische Volk danadi fragen, wie es, selbst befreit, sich den nationalen Minoritäten in Polen gegenüber stellt. Es wird wahrhaftig nicht im Intcressa ■der polnischen Zukunft liegen, wenn ihm aus allen Lagern die schwere Anklage wegen der nationalen Unterdrückung des polnischen Judentums eiitgcgengcschleudert werden wird. Was den dritten Punkt der dem Herausgeber des ״American Jewisli Qirom'cle" übermittelten Erkläimig anl.uigt, so kann mit besonderer Genugtuung die Feststellung begrüßt werden, daß die Verordnung die gesunde Entwicklung des jüdischen Lebens und einer unbehinderten Vorwärisentvvicklung erinöglicht. Wir selbst wissen, daß die Gestaltung der Entwicklung hauptsächlich von der eigenen jüdischen Arbeit abhängig ist und manche harten Kümpfe kosten wird - aber ihn st» wertvoller ist die Versicherung, daß dieser Aiheil kein.’ 11. r ׳mimicn Sclinnkeu gesetzt sind. Von ganz,!besonderer, in die Zukunft weisender Bedeutung ist aber die in diesem Punkte der ErkJärung des Staatssekretärs enthaltene Versichciung, daß die Vmvaltgiigsriite der Krcisgcmcinden und der Oberstc Rat der Juden,, welche in dem Gesetz vorgesehen sind, den polnischen Juden ermöglichen, an der küuftigen, Regierung des Königreichs Polen teilzunelimen. Da in der Verordnung vom I, November selbst liier- JUEDISCHE RUNDSCHAU über keine Bestimmungen vorgesehen sind, kann man also erst jetzt autentisdi fcstsDllcn, daß di!׳ dt/!!!,che Regierung diese Teilnahme der orgaiiirlerfi.ji juK.ihCit an der künftigen Regierung dts Königreichs Polen für notwendig hält. Die Art ihrer Regelung steht wohl auch im Zusammenhang mit dem Fragen der Veriassiiiigsregehnig und bedarf daher weiterer Ei lasse und Gesefze. Es ist aber von bleibender Bedeutung, daß mau jetzt erfahren hat, wie sich die deutsche Regierung zu der I rage der Teilnahme der Juden an tler Regierung d1׳h polnischen Staates stellt. Gerade ans der Erklärung des Auswärtigen Amts, die an die Adresse der amcrikanisclu'ii Judenhcit gerichtet ist, geht hervor, welche Rolle• die Polen für die Gestaltung der nationalen Ziikuntt der Juden zu spielen haben. Es ist kein Zweifel daran gelassen, daß sie die Verantwortung für die Regdung dieser Frage nicht mehr, wie früher, von sich auf ändere abwidz.cn können. Die Polen haben das Verständnis daliir zu beweisen, daß ihnen an einer ruhigen Entwicklung im Rahmen ihres freien Staates gelegen ist; denn diese ruhige Entwicklung ist nicht möglich, wenn sich die־ Polen nicht zur Achtung der mit ihnen ztisammcn'.ehcudeu nutiona'cn Minoritätcu, in erster Reihe der starken jüdischen Minorität verstellen. Von dieser Achtung werden sie Zeugnis abzulegen haben. Mehr als die meisten anderen Völker, die von der Geschichte die Ausgestaltung ihrer nationalen Entwicklung und Freiheit erhoffen, sind gerade die Polen daraut angewiesen -- was sie ja seit jeher verstanden haben —, für ihr Wollen und Tun sich die Sy me patliicn der Kulturwclt zu erhalten. Auch sie sind auf die Atmosphäre des allgemeinen Wohlwollens ungewicsen, ohne die ihre Wünsche nicht ansrclfen können. L. II. Antisemitismus im Lubliner Stadtrat Noch sind die Wahlen zu den Stadträten in der polnisehen Provinz, nicht beendet, noch kämpfen die verschicdenen Parteien um ihre Vertretung in der Stadtverwaltung, noch wird in manchen Städten zur Einigung der Juden mit den Polen und zum Verzicht auf jüdische .Stimmen ziigiiiistcn einer solchen vielversprechenden Vereinigung autgerufen — und die wenigen Staelträtc, die ihre Tätigkeit bereits aufgeuommen haben, fanden schon die Gelegenheit, von ihrem Verhältnis zu ihren jüdischen Mitbürgern unzweideutig Kunde zu geben. Das erste Signal dazu gab der Stadtrat in der Hauptstadt des deutschen Okkupationsgebietes, und jetzt'wetteiferte mit ihm auch die Hauptstadt des österreichischen besetzten Gebiets. Die Juden in Lublin bilden fast die Hälfte der nllgcmeinen Sfadtbevölkcrung, Trotzdem erhielten sic von M> Sitzen nur 17 im Stadtrat, Auch hier gelang es verscliiedciien Wortführern unter den jüdischen Politikern, die jüdische Ocffcntüdikcit für eine Verzichtpolitik zu gewinnen, 11m die Gunst der polnischen Bcvölkerung zu erwerben, Aber schon die ersten Schritte dieser Stadtvertretung zeigten, wie weit diese Gunst reicht, Am 28. Dezember fand der feierliche Gottesdienst anläßlich <ler Eröffnung des Stadlrates in der katholischen Kirche statt. Selbstverständlich waren sämtliche jüdischen , Ratinämier bei diesem kirchlichen Gottesdienst anwcsend. Als al>er bald darauf am selben Tage die Juden einen Gottesdienst in der. Synagoge veranstalteten, fand es kein einziger polnischer Ratmann für angebracht, diese Feier mit seiner Anwesenheit zu hcclircn. Hier ijt ein Fortschritt gegenüber Warschau zu verzeichnen, wo man wenigstens in der Zeit der feierlichen Eröff- Nr. 5 ming den Anschein von Tolcf.W und gegenseitiger Aditnng zu erwciken sich bemüht hat. Als die jüdischen Ratinämier später in den Sitzung*, san! kamen, um die Sitz!• unter den Parteien,, denen sie argcliören, cin/.uuchincu, fanden sie alle Plätze des /en. truniH und der linken Sehe mit den Karten der polnischen Ratinämier belegt, und alle 17 jüdischen Rutt11änm׳r mußten, zusammen mit den 3 polnischen Sozialisten, die von der Mehrheit des Stadtrates ebenfalls verfolgt sind, auf der äußersten Rechten des Hauses Platz nehmen. Zu der Beratung über die Zusammenstellung der Kandidatenliste für das Präsidium war kein jüdischer Ratmann /!!gezogen worden Es war schon eine fertige polnische Liste zusainnieiigestellt, die die polnisclie Mehrheit für sich hatte. Die Juden beschlossen daher, demonstrativ für eine eigene Liste zu stimmen, obgleich sie keine Aussicht auf praktischen Erfo'g hatte. Die Folge dieser Zersplitterung war, daß der Vor. sitzende mir mit 31 von M> Stimmen gewählt wurde. Er unterließ es auch nicht, i» seiner Eröffnungsrede den jüdischen Ratmänncrn in eiijer geradezu drastischen Form sein Mißbehagen kund zu tun Diese Ignorierung der jüdischen Ratmänner wunk• in der dritten Sitzung fortgesetzt, als der Stadtrat zu den Wahlen der acht Mitglieder des Magistrats schritt. Kein einziger der jüdischen Ratmänner wurde zu den B*. ratungen über die zu wählenden Kandidaten zugezogen Die Polcn stellten eine polnische Liste auf, die keinen einzigen jüdischen Namen enthielt. Im Namen der jü• disehen Ratmänncr gab daher der jüdische Ratmann Dr. W a ז m a n n folgende Erklärung ab: ״Die jüdischen Ratmänncr, die gegen ihren Wi|. Icii zu einer (im lokalen wie׳ im allgemeinen bume) isolierten Gruppe abgesondert und bei den Wah'en des Präsidiums wie auch der Magistratsmitgliedcr übergan• gen wurden, fühlen sich von jedem Einfluß auf dir Konstituierung des Stadtrates ausgeschlossen, trotzdem sic fast von einer Hälfte der Stadtbevölkerung g«. wählt wurden und eine bedeutende Minderheit im Stadt• rat bilden. Da sic daher die Verantwortung iür dir künftige Tätigkeit der verschiedenen Sektionen des Ma• gistrats nicht übernehmen können, sehen sie sieh gezwungen, von der Beteiligung an den Wahlen der Magistratsmitglieder ab/uschcn." Eine ähn iche Erklärung gaben auch die Sozialisten ab, die bei der Zusammen- Stellung der Kandidatenliste ebenfalls übergangen worden waren, We'che luunens.h'ielieii Formen der Judenhaß außerhalb der Wände der Stadtverwaltung angenommen hai, zeigt die Interpellation über das brutale Verhalten der polnischen Mili/inntcn den Juden gegenüber. Die Interpellatkni, die die Unterschriften sämtlicher jüdischer Ratmänncr trägt, berichtet von der Tern;fis'q:1mg der jüdischen Bevölkerung durch die verdorbenen antiscmitischen Elcfticnfc der Mi.iz. Ein zwölfjäh iges jüdisches. Kind, das von einem polnischen Mili/iaiitcn des Dieb- Stahls bezichtigt worden war, wurde im Bezirkshalls der Miliz unbarmherzig geprügelt. Die ärzt iclie Untcrsudiuiig stellte zahlreiche Wunden und B'utflecken aut seinem Leibe und einen großen Bluterguß fest, der für den kranken Knaben, der gegenwärtig im Delirium liegt, lebensgefährlich ist, Aehn uh es geschah mit einem zwanzigjährigen Juden, der ganz scluidos von den Milizianteii tierisch geschlagen wurde, «»daß seine Haut /.erschunden und sein Körper mit Wunden bedeckt war. In der nächsten Sitzung wurde die Antwort de» Magistrats auf die Interpellation vorgeloscn, die lautetc, daß in den angeführten Füllen die Sache bereits dem österreichischen Kriegsgericht übergeben worden sei -w. Buchbesprechungen Josef Meist: Die Juden ini Zartuni Polcn. — Ein geschichtlicher Ucbcrblick. Bonn BB<>. Brosch. 1.80 Mark.’) Ein Streifzug durch einen geschichtlichen Urwald -• so könnte diese Broschüre bezeichnet werden. Obwohl m den letzten Jahrzehnten die Geschichte der Juden in Polcn giöilere Fortschritte gemacht hatte, so blieb doch noch der größere Teil der jüdischen und iticbljüdischen Quellen umschlossen oder unbekannt, und es wird noch so manches Jahrzehnt verstreichen, bevor wir ein einigermaßen den Ansprüchen unserer Zeit genügendes Gc- Kchichtsvveik bekommen können. Unser Verfasser hat sich zur Aufgabe gestellt, die markanten Ereignisse, die uns ,aus dieser Geschichte bekannt sind, in pragmatisehem Sinne wiederzugeben und die allgemeine Entwicklung der politischen und ökonomischen Lage der Juden in ]׳ölen bis zur letzten Zeit zu beleuchten. Sein Vorhaben ist ihm zufriedenstellend gelungen, insofern es der beschränkte Raum erlaubt, und seine Broschüre ist eia willkommener Beitrag zur ״ostjiklischen" Literatur im Westen, denn sie bietet — namentlich dem Laien - schr^ viele wichtige Daten in freundlicher und faßlieber Form. Deshalb sei diese Broschüre demjenigen, der sich iiber die großen Züge der Geschichte der Juden in Pole» informieren will, sehr empfohlen. Bei der rein informatorischen Art der Behandlung ,hat natürlieh der Autor von jeder eingehenden wissenschaftlichen Erörterung abgesehen und sich auf feststehende historische Tatsachen beschränkt. Das Judentum Polens wird hier bis zum Untergang dieses Staates als Ganzes angesehen, später wird nur das ״Zartum Polen" (Kongrcßpolcn) das übrigens zum großen Teil «in Neuland jüdischer Kolonisation ist, in Betracht gezogen. ,Gegen Un Ü b**ieJws) tJurch *k" Jä<li51d1e*1 Verlag, Berdiese Methode konnte manches angeführt werden, ,doch hat sie auch manches für sich. Jmmerliiii scheint• mir die Definition des Begriffes ״Znrtum Polen", wie sic der Verfasser S. 3 bietet, ziemlich unbeholfen zu sein. Gegen den Inhalt ließe sich manches pi 11 wende 11; besonders sei liier auf Kapitel 6 .verwiesen, das die Fabbinische Literatur in Polcn behandelt. Dieses ,Kapitel, das nicht sehr notwendig in den Rahmen der Ablmiullang gehör(, wäre besser wcggcblichcu; jedenfalls ^durfte es nicht so kurz behandelt werden. In diesem kleinen Kapitel findet sich eine Reihe von Verallgemeinerungen, die nicht ganz berechtigt sind, wie es jeder unbefangene Leser leicht empfinden wird, so 1. B, daß jeder ausländische ,,Bachur“, der ein angesehener Rabbiner zu werden hoffte, zu jenen Zeiten in Polen studierte. Es gab noch immer ganz gute Talmudschulen im Westen und noch viel mehr Im Orient. Auch sonst enthält dieses Kapitel eine Reihe nicht ganz begründeicr Urteile. Ob die Juden des Orients nach dem slavischen Osten Europas durch die ״Völkcrp'nrte des Kaukasus" (gemeint ist wohl der Paß von Derbend?) kamen, bleibt - mindestens zum Teil — dahingestellt, Es gab noch einen zweiten Weg: über Syrien, Klein• nsie 11, das Schwarze Meer. Die Ordnung der durch dies« Pforte cingc/ogeiien Völkerschaften ist historisch nicht ganz exakt (S. 3). Anstatt ״Bojaren“ muß es wohl , Bul• garen“ heißen; die sind aber viel früher eingewandert Ueher die Judenpolitik der Regierung König Wladis• law IV. bat sein jüdischer Zeitgenosse viel milder gc• urteilt als unser Autor S. 20. Der Haklamskcnaufstam! S. 32- 34 hat eine mehr lokale Bedeutung gehabt und der Verfasser scheint ihm einen allzugroßen Platz ein• geräumt zu haben. Die chronologischen Ungenauigkeitcr (Tosa fisten gab cs in Frankreich wohl im 12. und 13 Jahrhundert, keineswegs aber im 8.; König Sobicski ** 6.^י• “£cht!699; der Karlowitzcr Friede wurde GW nicht 1702, geschlossen) kommen wahrscheinlich auf Rechnung der Korrektur. J. H. & ,,Kennt ihr das Land?“ Unter diesem Namen veröffentlichte Achad Haain vor etwa 15 Jahren einen Aufsatz, in dem er auf die bcschämende Tatsache hinwies, daß das Volk der Bibel sein eigenes Land, das Land der Bibel, am wenigsten kennt. Auch der moderne Zionismus, der das luteres*• der Juden für das wirkliche Palästina wachrief, vermochte bei uns kein Originalwerk über Paliistinä in» Leben zu rufen. Seitdem Achad Haam diese Zeilen geschrieben hpt, haben sich die Verhältnisse wenig geändert. Während Wir auf dein Gebiet der jüdischen Kolonisation des Landes manche Arbeiten besitzen, vermissen wir bis heute ein wissenschaftlich ernst zu nehmendes Werk, das uns auf Grund von Ausgrabungen und genauen Lokal- Studien ein Bild über die Vergangenheit und Gegenwart Palästinas geben könnte. Was wir auf diesem Gebiet« aufzuwclsen haben, stellt meistens Kompilation oder Ucbcrsetztc* dar. Noch weniger Aufmerksamkeit aber hat man in unseren Reihen der Erforschung des physikalisclien Palästinas zugewandt, trotzdem doch die Wichtigkeit der Kenntnis der natürlichen Verhältnisse Palasiiiias für einen gedeihlichen Fortgang unseres Siedlungswerkes für jeden einleuchtend ist. Die öffentliche Meinung hat sich leider von dieser Einsicht noch nicht durchdringen lassen. Und wenn in den allerletzten Jahren nach dieser Richtung hin manche wissenschaftliche Arbeit doch in Angriff genommen wurde, so ist das lediglich der uncrmüdlichcn Arbeit mancher Privatgelehrter zu verdanken, die, von der Oeffentliclikeit übersehen und mit den größten Schwierigkeiten ringend, ihre Arbeit fortsetzen. Eine Frucht solch bescheidener und stiller Arbeit liegt uns in der Tierkunde Palästinas*) von J. Ahroni *) To rat Hechal, Ein Lehrbuch für Mittetschulen, 1, Teil Säugetiere. Jalf», 5675.