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Jüdische Rundschau · 1917-11-30 · Heft 48 (30.11.1917) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 48 (30.11.1917)
Date
1917-11-30
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 48 Seite 389 מון; ta- ׳ »ff! tfi;!ts hc )11 <u• en *te en Icte*!ic en ht fet:« bn itr 1* en eil inf־ es ־? I; 4 H fce• Seit jt!3 f ew <11- •Be Ite :ht ein um ibe je 11 :1111 rer; ke,!rt. 011׳ ich; die : lau; hl 1 Be- |irt , iwl S»11־ iflc i 1:9 Seit kes € pi- »ich ni icii des 301 1׳ die ן 1 ri ein, ־ : ir>l, j Jen tu JUEDie’OM?, :;־■:üNDv-CMAU Enthülltes Geheimnis An dis ד © rvs* *׳ף.־־' .׳ - ׳ . * •_ ״f*. י.^ ״'. I״',״✓.i.»■ V Es ist in weiten Kreisen kein Geheimnis, daß seit hngem ■manche Kräfte unterirdisch am Werke sind, um einen «roiien Feldzug gegen Juden und Judentum vor-?!!bereiten. Man hofft, zu einer Zeit, wo man sich jeder Rücksichtnahme wird entschlagcn können, den Angriff mit voller Wucht bis zu einem glorreichen Erfolg durchführen zu können. Die Gründe des eilige• fleischten Judenhasses, die den antisemitsclicn Kriegs• willen erzeugen, sind belanglos — der Judenhaß braucht keine Begründ 1mg, er hat ein Ziel. Trolz alledem weiß man eigentlich in der Oeffeutlichkeit bisher nicht recht, wo sich das Hauptquartier des »in geheimen vorbereiteten' Feldzuges befindet, welche Methoden es nnztiwemlcn gedenkt und wann das Angriffs• Signal zu erwarien ist. Wir sind jefzt in der Lage, auf diese Frage Antwort zu geben. Von besonderer Seite wird aus der im nach• stellenden veröffentlichte vertrauliche Brief übermittelt, dessen Bekanntmachung für Herrn Henningsen und seine Gesinnungsfreunde eine unangenehme Ueberrasdiiiiig der | n (' 1 , יי־־? זי f r;״־״׳'/TV י f 5'»״■vrs *;1 *ן ■־־יי* ך '.4 4 e-׳•;* י» ״׳*״- ׳,* & k, w .. && K’ü W44 Die immer steigenden Paplcrpreir.e und die große Verteuerung■ der Herntdltuig unseret Zeitung zwingen ,uns, die Bezupvpreice der ״Jüdischen Rundschau4‘ vom 1. Januar 1918 ab zu erhöhen. Der Pi eis des Einzeinborsnements auf die ״Jüdische Rundschau“ wird von. diesem Termin ab 3.23 Mk., des Sammelnbonnemmis 2.25 Mk. und des Feldposlaboiinement.s im erhöht 2,75 Mk. vierteljährlich hetragen. Für Oe.itcrrcich erhöht sieh das vierteljährliche Abonnement auf 5.50 Kr., für das übrige Ausland auf 5,— Mk. Wir sind sicher, das dieser durch die Vctiiiiltnirne bedingte Aufschlag das Verstiiiiduis unserer Abonnenten ■finden wird. Verlag der ״Jüdiaclion Rundschau״. sein dürfte: J, I lemiingsen, Generalsekretär, Hamburg 21, Ifflaudslr. 3-1. H «in bürg, den 7. Juli 1917. Streng vertraulich! Sehr geehrter Herr Professor! Verzeihen Sie gütigst, wenn ich mich in einer Angelegenheit an Sic wende, für die ich bei Hillen als langjährigem Gesinnungsfreund Verständnis vormissetzen darf. Ende 1915 fand in Berlin eine engere Besprechung statt, an der u. a. die Herren Graf Ernst R e v c n 11 0 w, Prof. Bartels, Dr. Schmidt- Gibicltcnfcls, Hofrat Leb 111 an 11, Theodor Fritsch, ein General und ein Regierungsrat, die nicht genannt sein wollen, und der Unterzeichnete teilnahmen. Es wurde über die schnellste Verweildüng des iiinfungreichen, belastenden Materials, das der Weltkrieg gegen das Judentum ergeben bat, beraten. Verschiedene Veröiieiitlichtingeii sind sofort nach Beendigung des Krieges vorgesellen. U. :1. wurde mir die Herausgabe einer Schrift über die ״Juden im Weltkrieg“ übertragen, natürlich unter I leran/ieliting geeigneter Mitarbeiter. Mit der Sichtung des umfangreichen Stoffes bin ich seit einem Jalne beschäftigt, soweit meine sonstigen Arbeiten das zulassen, Eine vorläufige Inhaltsangabe füge ich bei (Anlage 1). Die Herausgabe der 1. Auflage soll auch für das Judentum eine lieberrasdiinig bedeuten. Sie wird deshalb gleich nach Beendigung des Krieges nicht im liuchliamk’l erscheinen, sondern der Versand einer möglichst holten Auflage soll an zahlreiche Offiziere, Olfizicrsltcimo, Fabrik- und Gutsbesitzer, Kauflcirle, Rechtsanwälte, Acr/tc, Studenten usw. kostenfrei erfolgen. Das setzt die vorherige Aufbringung der nicht unbetrüehtliclieii I Icrstellungs- und Vcrsaiidkostcu voraus, denn wir dürfen nicht mit Schulden abscbucidem Eine öffentliche Sammlung soll wegen der Geheimhaltung des Plaues nicht diirdigeführt werden und wir können uns deshalb nur au einen engen Kreis zuverlässiger Gesinnungsfreunde wenden, wobei wir schon durch wenige Aufforderungen ein sehr günstiges Ergebnis erzielten. Bisher sind die auf der citficgcndcu Liste angeführten Beiträge eiiigcgnngen bezw, gezeichnet .... Dieses Schriftstück speicht eine für alle deutliche Sprache. Wir bemerken, <lafl wir nicht etwa der Ansicht Rind, durch seine Veröffentlichung der sich vorbereitenden antisemitischen Bewegung die Spitze abbreclien zu könneu. Aber es ■ ist gut, warn man weiß, wessen man sieh zu versehen hat: auch die Naiven sollen sielt nicht auf das Uebcrrascliiiiigsmoineiit berufen dürfen. Was soll aber das Judentum tun, in Erwartung der kommenden Kämpfe? Die einzig richtige Antwort ist: . In Treue zur eigenen Art den Willen zu ihrer Erhaltung und Erneuerung stählen I So gewappnet, werden wir auch die Schriften der Herren Heniiingscn und Genossen überdauern I . ״Patenschaften“ Der in der Jüd. Rundschau vom 2. November von Herrn Davis T riet sc 11 veröffentlichte Vorschlag betreffs Uchcrnahmc von Patenschaften für Kinder in Jerusalem bat zu einer Reihe von Anfragen geführt. Das damit bezeugte Interesse an einer solchen Einrichtung hat uns veranlaßt, Herrn Tri et sch tun nähere Mitteilung zu ersuchen, die wir im Nachstehenden wiedergeben. Welch eutsetzJieUe Not durch den Vorschlag Trictsehs gelindert werden soll, illustriert der folgende ״Offene Brief“ von Frau ein Dinn C. Mayer. Die ״Jüdische Rundschau״ vom 19, Oktober brachte einen Bericht über die Notlage verwaister und verlasscner Kinder in Jerusalem. An ,2500 Kinder sollen dort unversorgt sein und cs wurde ausgetührt, daß die wünschenswerte Unterbringung in Asylen lind dergleichen etwa 15—'Al Francs pro Kind und Monat erfordern würde. Mir schien es nun, da() eine umfassende I Ijlfsaktion sehr viel bessere Aussichten böte, wenn die erforderlichen Gelder nicht nur j!n üblichen Wege der Aiit'bringimg eines allgemeine n Fonds gesammelt ,würden, sondern wenn möglichst viele veranlaßt werden könnten, die Kosten für ein bestimmtes Kind (oder auch für mehrere) auf sich zu nehmen. Wer eine solche ״Patenschaft“ übernimmt, hatte also für das Vierteljahr pro Kind etwa •10—50 Mark zu zahlen (15—20 Francs per Monat wären genauer 3ö—48 Mark pro Quartal). & würde dafür zu sorgen sein, daß dem Betreffende« seitens unserer Jerusalemer Freunde Mitteilung zugeht, welchem Kinde seine Zu- Wendung zugute kommt. Name, Herkunft, sonstige Einzclhciten <los Falles, am besten auch ein Bild, das dem ״Paten1‘ zngeiit, sdiaffen eine persönliche Beziehung. Der ״Pate“ kann, wenn er will, seinem Schützling fürs erste oder auch dauernd ״Unsichtbar“ bleiben. Er braucht sich auch auf keine längere Zeit lind Leistung festziilegcri; den notleidenden Kindern ist mit jeder Hilfe gedient, die ihnen über die schwerste Zeit und über die Not des Augenblicks liinweghilft, Immerhin sollte unter der Bezeichnung ״Patenschaft“ mit keinem kürzeren Termin als mit 3 Monaten begonnen werden. Innerhalb dieser Zeit kann wohl auch bei de« jetzigen postalischen Verhältnissen eine Fühlungnahme angcbahiit sein. Was den Kostenpunkt betrifft, so sei erwähnt, daß der in dem damaligen Bericht erwähnte Betrag von 12 bis 16 Mark pro Kopf und Monat im Kriege und i!1 Jerusaleni tatsächlich den Erfordernissen entsprechen dürfte. Nach dem Kriege und auf dem Lande, in kleineren Städten und besonders in den Kolonien wird man mit sehr viel weniger auskommen. Denn abgesehen von der Kriegsteuertmg ist Jerusalem in mehr als einer Hinsicht ein sehr unpraktischer Ort für eine Waisen• fürsorge. Jerusalem liegt?00 m hoch in einer Umgebung, deren landwirtschaftliche Produktion sehr gering ist. Die Nahrung seiner Einwohner wird auch im Frieden von weitiier ״hinauf“ gebracht. Es ist klar, daß hierin eine wesentliche Verteuerung und Im volkswirtschaftlichen Sinne eine Aibeifsversciiwcndung liegt. Für die älteren Leute, die aus religiösen Beweggründen nach Jerusalem kommen, mag die Heiligkeit der Stadt solche Nach• teile niisgleiclicn, obwohl das ganze Land au jener Hei• ligkeit sein Teil hat und obwohl es der besonders heiligeu Orte auch andere gibt, wo die Verpflegung und auch die sonstigen Lcbeusverhältuissc weniger schwierig sind als in Jerusalem, wie cs hier ja auch an Arbeit#• gelcgenhcit mehr als anderwärts mangelt. Aber wo das religiöse Motiv nicht in diesem Maße mitspridit, und ganz besonders bei der Wniscnerziehung, die darauf misgeht, tüchtige junge Menschen heranziibildcn, sollten die Kolonien bevorzugt werden und die Städte, 111 denen die wirtschaftlichen Verhältnisse (sowohl hinsichtlich der Kosten der Lebenshaltung wie auch der Arbcitsmüglichkcitc«) günstiger liegen als in Jerusalem. Besonders im Interesse einer n iIJ ü d i seilc 11 Wa i• s e n c r z i e h 1111 g In Palästina *) wäre dahin zu stre׳ heu, eine zweckdienliche Unterbringung so billig wie möglieh zu gestalten, Dies wäre am besten in den Kolonien oder in neuen ländlichen oder halbliimlllchen Siedlungen (Gartenstadt usw.) zu bewirken, wo die Kinder und halbwüchsigen jungen Leute schon sehr früh (sclbstverständlieh gemäß ihren Kräften und Fälligkeiten) mit zur Arbeit lierangczogcn werden könnten, wie cs unter normalen ländlichen Verhältnissen überall in der Welt ge- Schicht. Hierdurch könnten die Kosten des Unterhalts nach dem Kriege voraussichtlich allmählich auf weit unterhalb M. 100.— per Kopf und Jahr ermäßigt werden. Dann würde es sieh für zahlreiche jüdische Gemeinden und Vormünder auch aus finanziellen Gründen empfehlen, ihre Pilcgrbcfolilctu‘11 statt ln der Diaspora und in'üitn dem jüdischer Hoffnungslosigkeit in Palästina erziehen zu lassen, wo sie Ihren vollen Anteil au der jüdisehen Zukunft haben. Wir hätten damit ein vorzügliches Kolo• n i s t e 11 - E I e m c 111 gewonnen. Und auch diese Pflegebefohlenen der Nation könnten es In Palästina Viel besser haben als irgendwo sonst — seihst In materieller Hinsieht. Denn die Verhältnisse• in Palästina ermöglichen es uns, jedem dieser jungen Menschen, der sich bewährt hat, eine eigene auskömmliche Heimstätte zu einem viel früheren Zeitpunkt zu bieten, als seine Altersgenossen »io anderwärts zu erreichen pflegen. Schließlich sei noch gesagt, daß diese Aktion ihre Wichtigkeit behält, was für Ereignisse jetzt auch kom• men mögen. Der Krieg lut die Zahl der jüdischen Waisen außerordentlich vermehrt und Palästina hat er uns gleich• falls näher gerückt. Volk und Land überdauern alle *) Ausführlicher 11. a. bereits in meinen ״Bilden! aus Palästina“ (geschrieben 1908) und In meinem so• eben erschienenen E-itche ״Jüdische Emigration und Kolonisation“ behandelt, — Aus eien früheren Mittcihmg'11 der ״Rundschau“ sei wiederholt, daß die ״Jüdische dindscliau“ sich bereit erklärt hat, Zuschriften und Spenden cntgcgeiizunduuen und über letztere atiszuwciseu. — Zur Erteilung irgendwelcher Auskünfte bin auch ich gern bereit. Stürme, — so bleibt auch die Aufgabe bestehen, mit allen Mitteln an ihrer Wiedervereinigung zu arbeiten. Berlin W. 50, Davis T r i e t s c 11. Nürnberger Platz 5. Offener Brief an die jüdischen Kinder Meine lieben kleinen Freunde! An Euch alle, an ls.1, Hanna und Brudi, an Armand, Marcel, Anny und Rachel, au Mark, Therese und Josef, all Achim und die kleine Miriam, auch au Salo• mon und Emmanuel, an die jüdischen Wandervögel und Blauweiß-Jungen und -Mädchen mul alle meine vielen jungen l'reunde und f'reiiiHlmuwr schreibe ich heule. Ihr sollt mit 1nlr einen Spaziergang machen durch Jercisalcm! Es ist vor Abend. Die Sonne geht unter und nie•. mals ist Jerusalem schöner als zu dieser Zeit. Die milden Dächer der Häuser, die Zinnen und Tore der alten Stadtmauer leuchten wie Gold, über eleu Bergen liegt ein Schleier, den Feenhiituic aus den zartesten rosa, blau und lila Farin■» darüber!gebreitet!iahen, Niemals habt Ihr so etwas schönes gesellen und Euer I lerz klopft vor Freude und Entzücken. Wir wollen aber noch mehr sehen und treten durch das Jaftator tu die ulte Stadt ein. Nun wird es schon finster. Der Zionsberg mit dem Turm Davids ragt nur noch dunkel vor uns auf. Die Gälklicu werden eng. Da hören wir ein jämmerliches Weinen «ml bleiben erschrocken stehen. An die Mauer eines Hauses gedrückt liegt ein Bündel. Wir toten näher und scheu, daß cs ein Kind von vielleicht 5 Jahren ist, in zerrissene und schmutzige Fetzen gekleidet. Neben ihm ' sitzt ein etwas größerer Junge und wimmert leise in sieh hinein. In der Hand hält er eine Maiskolbc, deren leeren Stiel er abnagt. Und wir erfahren nach vielen Fragen* daß diese Kinder keinen Vater tmd keine Mutter, kein Haus und kein Heim, kein Stückchen Brot und keinen Tropfen Suppe haben, daß keine Mcnschcnscclc siel* um sic kümmert tmd daß sic liier auf der Straße liegen u m zu verhungern. Das vveggeworfene leere Stückdien Maiskollx• war das einzige, was die Kinder au diesem Tage zu essen hatten! Einige Häuser weiter, in einem anderen Winkel, lag der kleinste Bruder, ein Kind von 3 Jahren. Er lag ganz still, war sdion zu schwach, um zu weinen. Und der große Junge erzählte uns, daß der Vater sthon lange weg sei,.im Krieg, und daß die Mutter gestorben sei und daß niemand da sei, der ihnen ein Stückchen Brot oder einen Platz zum Schlafen gäbe! Und wir erfahren, daß die Kinder Calderon heißen und das klingt wie ein grausamer Spott, denn das ist der Name eines Dichters aus der glückliebsten und schönsten Zeit Spaniens. Wir richten die Kinder von der Erde auf, nehmen sie mit und finden noch eine pffene limlc, wo wir ihnen Brot kaufen. Wie sie darüber herfallen, mit welchem Hunger sie das _ Brot verschlingen, das habt Ihr, Glücklichen, noch niemals gesehen I Und dann — gehen sie wieder in ihren Winkel an dem schmutzigen Haus und legen sich auf den Steinen schlafen — denn sie haben ja kein 1 leim und kein Dach und keine Mutter, die ihnen ein besseres Lager bereiten könnte. — Wir aber setzen unseren Weg fort uml-finden an einem Alieiul auf einer kurzen Strecke׳ sieben solcher verlassener Waisenkinder, verhungernd, frierend, halbnackt im Schmutz der Gassen liegen! Da ist alle Freude aus unserem Herzen verschwunden, das Entzücken über den herrlichen Sotmciiuiniergaiig, über den Anblick der Berge, die in Gold und Purpur sciiiminerten wie die Tore des Paradieses, Wir haben das Schrecklichste gesehen, das es gclvcu kann; hilflose klein« Wesen, die auch ein Recht haben auf Sonnenlicht mul Wärme, auf Trank und Speise, auf Liebe und Sorgfall und die in Elend und Verlassenheit verhungern tmd verkommen müssen. Hunderte und Hunderte solcher Kinder gibt cs in Jerusalem. Die wenigen Waisenhäuser sind längst überfüllt und sind derart, daß es die Kinder dort nicht viel besser habe» als auf der Straße. Aber wir müssen ihnen helfen f Jerusalem muß ein großes Waisenhaus hüben, das solche kleine unglückliche Geschöpfe aufiiehmcn kann. Und dazu sollt Ihr, meine kleinen Freunde, die Ihr im Geiste diesen Spaziergang, der so traurig endete, iiiitgciiiachi habt, beitragen. Ihr seid glücklich, Ihr lebt ohne Sorge und Not. So helft unserii armen Waisenkindern, soviel es jn Eueren Kräften stellt! Sammelt für ein Heim, in das wir sie unterbringen und ihnen Nahrung und Erziehung geben kön• nenl Veranstaltet jetzt z.u Clianukkuh überall kleinere o<ler größere Feiern, deren Ertrag für diesen Zweck bestimmt sein soll. Eure Eltern, Verwandte und Freunde werden Euch helfen. Wie wird es schön sein, wenn jtl• disehc Kinder draußen ein so großes Werk für die armen jüdischen Kinder hier in Erez-JsracI, in Jerur salem nusgelührt haben I Und Ihr werdet all« mit allen Eueren Kräften und mit Llclre und Eifer an dies Werk gehn, nicht wahr, meine kleinen Freunde? ich sende Euch allen meine herzlichsten Zionsgriiße Eure DinaClcmcnccMayer. ICricgsbeitrag 1917. Der 4. Ausweis der eingegangenen Beiträge für 1917 wird in Nr. 49 der ״Jüdischen Rundschau" vom 7. Dezember d. J. erscheinen. Wir bitten alle Gesrnnungsgenotsen, die die vom Außerordentlichen Dclegicrtentag beschlossene Kriegssteuer noch nicht gezahlt haben, dies so rechtzeitig nachzuholen, daß Mir beitrag noch in dem Ausweis veröffentlicht werden kann. Zionistlacho Vereinigung für Deutschland. Postscheckkonto: Berlin 8091, Bankkonto: Nationalbank für Deutschland, Dcpositcnkassc, Kurfürstendamni,

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