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Jüdische Rundschau · 1917-11-02 · Heft 44 (2.11.1917) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 44 (2.11.1917)
Date
1917-11-02
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 44 Seite 357 J U 2 D1. , u, IC MAU c H h k *, e x ü e Ir K * n n it ü & י! n d 1. x 0. n i* rer tr 1- I* IT m■ 0- «!it es o, kt-? ' it 1 : er hl |ie \ . Id f ־ 1 fr-;;I if! i ־? ־ :!! i> ■ t : tr• * | Professor Dr. Ornstein über das Kongreßjubiläum, Herr L i s sau er über die wirtschaftliche Lage der Juden und Herr Schweid (dieser in hebräisch) über David Wolffsohn. Bulgarien. v ln Sofia bemüht man sich, eine Komitee zu bilden, ,welches die Forderungen des bulgarischen Jtidentums, das in allen seinen Parteien und Organisatianen in dem Programm des Zionismus vereinigt ist, vor der Regierung vertreten soll. Das ganze jüdische Leben Bulgariens, das seinen tätigsten Ausdruck in Sofia findet, wird von Karl Herbst, dem Führer der Zionisten und der bcdcutendsten jüdischer! politischen Persönlichkeit, geleitet. Zusammen mit dem Mitbegründer der bulgarischen Zionisten-Födcratlon Dr. Jcschua C a 1 c f f wird Karl 1 leibst eine Sammclschrift: 20״ Jahre Zionismus“ heraugeben. Außer den genannten sind auch unsere Gesinnungsgenossen CI1. Farchy, A, Assa, M. Benaroya, ü. Arditi in hervorragender Weise an der jüdisch-politischen Arbeit in Bulgarien beteiligt. Da die öffentliche Meinung Bulgariens an der Judenfrage viel Interesse nimmt, ist beschlossen worden, eine tSenkschrift über die Judenfrage zu veröffentlichen. Aus aller Welt Au» Pe3tgchl6a«t In der Sitzung des Gesamtausschusscs des Vcrbands der Deutschen Juden von» 28. Oktober wurde an Stelle des verstorbenen ersten Vorsitzenden des Verbands Justizrat Maximilian Hcrwftz der bishörige stellvertretende Vorsitzende, Geheimer Justizrat Cassel einstimmig per Akklamation gewählt. Anstelle Cassels und des stellvertretenden Vorsitzenden und Mitbegründen! des Verbands Herrh Justizrat Breslauer, der aus dein Vorstand nusgcscliiedcn ist, wurden Gelicimrat Fuchs und Justizrat Mako wer zu stellvertretenden Vorsitzenden, ebenfalls einstimmig per Akklamation, ernannt. Aus Rußland sehet! Iutcre3r.cn zu lenken, auf c: ro; Ion auf eine Bahn endet! Quelle ihrer ־:(:! ,׳gelüst, unver- ״rtmgcnschaftcn (Jüdische Aktion gegen die Pogrome) Der Juden Rußlands hat sich infolge der Pogrome, die in letzter Zeit vorkamen, nach einer Dralitmekhmg des Jüdischen Preßbiiros in Stockholm große Bestürzung und ,Unruhe bemächtigt. Eine Deputation des Jüdischen Militiirvcrbamlcs, aus den Herren O. O, O r us c 11 b e r g, Wcinsclicnkcr und Awcrbuch bestehend, sprach bei Regierung und Arbeiterrat vor und forderte wirksamen Schutz der jüdischen Bevölkerung. Regierung und Arbeiterrat versprachen, alles was in ihrer Macht steht zu tun, um eine Wiederholung der traurigen Vorkomrnnisse zu verhindern. Unter den Juden Rußlands' wird gegenwärtig der Plan der Bildung von jüdischen Selbstschutz- Organisationen erwogen. Oer Gedanke gewinnt immer mehr an Anhängern. Ain 23. Oklober begann in Kiew eine Konferenz der jüdischen Militiirorganisationeii. Zur Erörterung stehen die Fragen der Gründung einer Reichsorganisation der jüdischen Militärangehörigen und des Schutzes der jüdischen Bevölkerung vor üewalltätigkcitcn der Reaktion. (Deklaration der jüdischen Sozialist!־ sehen Parteien auf der Moskauer Konferenz) Auf der Moskauer Konferenz gaben neben der allgemeinen jüdischen Deklaration (s. ״Jüd. Rundschau" Nr. 39) die jüdisch •sozialistischen Part e i e n eine besondere Erklärung ab, die der Sozialist Abramowitsch im Namen des ״Bundes", der jüdischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei Poalc- Zion und der Vereinigten jüdischen sozialistischcn Partei zur Verlesung brachte. In dieser Deklaration heißt «s unter anderen!: ,,In dieser schweren Stunde suchen einige Klassen der Ge- Seilschaft, um ihre von der Revolution bedrohten egoisti- Das an der hebräischen artistischen Gesellschaft ,,Habima" bestehende literarische Komitee vcröifenthehle das Repertoire für die erste Saison des Hebräischen künstlerischen Theaters. Das Repertoire besteht aus einem neuen Drama ,,11־ ad ibuk" von S. A. An-sky, übersetzt von Ch. N. B i a 1 i k, ״C h u r b a 11 b c t h Zadik" (die erste Fassung der ״Goldenen Kette“) von J. L. ■perez, und für die Bühne bearbeitet, ״Ahawath-Zion" von A. Mapu. In Vorbereitung befinden sich: ״Me nach cm" von D. Pinski, ״Bat 11־ Jipbtacb" und ״Sabbatal־Zwi“ von Sch, Asch und ״Habritl! harwiith“ von der jungen Schrift- *tellerin Z. Kumerker. Zu Sukkoth erschien in Moskau in jidisdtcr Sprache eine literarische Sanuncisclirift ״S'chach“. Mit dem neu erschienenen Heft I der Zeitschrift in polnischer Sprache ״Moria 11" beginnt der 13. Jahrgang dieses Organs. Aus dem Inhalte sind folgende Artikel hervorzuheben: ״"Das neue jüdische Heldentum in Palästina" (aus dein Buche ״Jiskor"); Julian R Otters mann: ״Die jüdische Jugendbewegung und ihre Bedeutung für uns"; S. Hirschhorn: ״Das nationale und religiöse Judentum";!Aus der Agadalr Und dem Midrasch (Fragmente auf die hohen Feiertage); Schalom Spiegel: ,Abraham Mapu"; Dr. Josef 1Tene n bau m: ״Das jüdische Kreditwesen in Galizien"; Rundschau: W. B. ,Aus dem jüdischen Leben“ (politische Chronik); Hugo Bergmann: ״Ein Glaubensstreit“; Dr. M. Oey er: , Die Geschichte eines Friedhofs". Als Beilage ״Hasdtomcr״. Verlag .Monah", Wien I, Ebendorferstrasse 3/13. t, nie Rr.vol׳ von <!::r k Kraft, der revolulimnrni Demokratie!!!eidlich zus:u11m;'nlKT,ju11׳ müßte. 1)3 der Revolution sind in Gefahr, die Reaktion "erhebt das Haupt. Im Zusammenhänge damit — wir fühlen und sehen es detrtlii'h — 11ו0ו»וו1<]י.א wieder finstere Sehatlcn der Vergangenheit, die antisemitische und Po■ g r o m - A g i t .11 ר o n , uiuherzuschlcichcn. Wir wissen nur zu gut, daß jede Alwclwädumg der revolutionären Energie der Volker Rußlands, jede Schwenkung nach rechts vor allein unvermeidlich vernichtende Wirkungen auf die Lage der jüdischen arbeitenden Massen haben müssen, daß nur die voll t;!n«ilgc< Befestigung der Erruiigenschafteu der Revolution, die abseitige entscheidende Demokratisierung des Lebens Im Lande der Unterdriiekung des jüdischen Volkes in Rußland auf immer ein Ende machen und ihm politische und bürgerliche Rechte, sowie die unentbehrliche nationale Selbstverwaltung gewährlcistcn werden." (Juden Im russischen Vorparlament) Dem Vorparlament gehören nach einer telcgraphischeu Meldung des jüdischen Preßbüros in Stocknohn die Zionisten Alcinnikow, Bruzkus Goldstein, der Kadett S liosberg und einige Vertreter der jüdischen sozialistischen Parteien an. (Schulen) Nach den Mitteilungen der Jüdischen Bildungs- Gesellschaft wurden im Laufe des letzten Schuljahres fast in allen Städten, die eine größere jüdische ßcvölkerung zählen, jüdische Gymnasien eröffnet. Gegenwärtig fst die Gesellschaft mit der Herstellung eines cinlicitliclicn Programms der jüdischen Lehrgcgcnstände für diese Gymnasien beschäftigt. (Lehrerverband) Der rußländisdic Verband der jüdischen Lehrer errichtete in Petersburg ein B ü r’o, das ein ausgedehntes Arbeitsprogramm in Angriff nimmt. Als Vorsitzender wurde der Pädagoge CI1. Fialkow, Vertreter der Bildnngsgcscllschaft am Kultusministerium, als Vizcvorsitzende S. Awirarn und W. Hendler, als Sekretär Rudnitzki und als Schatzmeister Kißclhof ernaiuit. Aus Litauen (״Hilfe durch Arbeit") Die Wilnaer Jüdische Gesellschaft ״Hilfe durch Arbeit" hat seit den 15 Jahren ihres Bestehens immer danach gestrebt, die jüdische Jugend an produktive Arbeit zu gewöhnen. Die Aufgabe wurde 1m gegenwitrügen Augenblick besonders wichtig. In der Ge- Seilschaft sind jetzt 13 Werkstuben vorhanden, in denen 400 Kinder in verschiedenen Handwerken unterrichtet werden und zwar Knaben und Mädchen, Sie bekominen dort volle unentgeltliche Verpflegung. Die Mitfcl der Gesellschaft sind vollständig erschöpft und alle Einrichtungen der Gefahr au: gesetzt, geschlossen zu werden. Ls müßten dann alle 100 Kinder auf die Straße gesetzt werden, wo ihnen Hunger und Not bcvorstchen. Die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft Ing, Abram Klebanoff und S. Wilcnskv wenden sich daher an die Oeffenttichkeit mit der Bitte, OeW zu spenden, damit die Gesellschaft ihre segensreiche Tätigkeit fortsetzen kann. An die Vertrauensleute des Jüdischen Nationalfonds Nachdem ln der letzten Nummer der ״Jüd. Rundschau" der Ausweis der Neujahrs-Ablösungen beendet worden ist, ergibt sich als seine Oesamteinnahme der recht ansehnliche Betrag yon Mk. 13 800.—, der den bisher erreichten Höchstsatz um nicht weniger als Mk. 5000.— übersteigt. Zu diesem Erfolg haben vor allein Breslau (über Mk. 1300.—), München (fast Mk. 800.—) und Hamburg (Mk. 750.—■) beigetragen; auch Frankfurt (Mk. 600••—), Leipzig (Mk. 500.—), Gncscn und Königsberg (je 400.—•) sind erheblich daran beteiligt. Besonders vorbildlich war die Arbeit in Würzburg, das mit Mk. 450.—- einen seine Verhältnisse weit übersteigenden .Betrag erreichte, im Ocgcnsatz zu Berlin, dessen Ergebnis (Mk.!400.—) leider nicht entfernt seiner Bedeutung ent׳ spricht. Im allgemeinen aber sind auch die kleinen und kleinsten Städte recht gut vertreten, dank der hingeben den Arbeit unserer Vertrauensleute, die sielt diesmal fast .überall gleich tatkräftig der Propaganda für die Neujahrsspcndc angenommen haben. Wir sprechen ihnen dafür and! an dieser Stelle unseren besonderen Dank aus. Der Nationalfond hat in der vorliegenden Nummer, ohne die Eingänge auä dem besetzten Gebiet, eine Gesamtsummc von Mit. 123000.— erreicht, und damit die bisher höchste Jahrcseinnalime bereits jetzt, Ende Oktober, um Mk. 25000.— überschritten. Es fehlen ferner nur noch Mk. 32000.— an dem von uns für 1917 aufgestellten Ziel von Mk. 150 000.—, und wenn unsere Vcrtrauenslcute auch den Rest des Jahres in gleich tätiger Weise initarbeiten, so ist gar kein Zweifel, daß diese Summe erreicht wird. Dazu bedarf es aber in erster Linie der umgehenden Durchführung der Bllchsenleerung, die in den meisten Städten leider noch nicht begonnen wurde. Wir bitten also unsere Vertrauensleute bei dieser Gelegenheit nochtnals dringend, mit der Leerung sofort zu beginnen und vor allem dafür zu sorgen, daß auch wirklich alleaufgcstellten Büchsen erfaßt werden. Unsere letzte Statistik zeigte leider, ein wie großer Abstand vielfach zwischen geleerten und vorhandenen Büchsen besteht. Die Einnahmen des Nationalfonds können mühelos um Tausende von Mark vermehrt werden, wenn cs uns endlich gclingt, alle erreichbaren Büchsen tatsächlich zu erreichen. Mit etwa fehlendem Material stellt die Zentrale jederreit zur Verfügung. Der große Erfolg der Neujahrs,׳iktkxi wird unsere Vertrauensleute gewiß auch dazu veranlassen, immer wieder in weitesten Kreisen unsere populären Sammelmittel zu propagieren. Mindestens ebenso wichtig wie das I-ccren ist auch die Ncuaufstcllung der Biichsen in Familien, die bisher den Nationalfond garnicht oder nur bei speziellen großen Anlässen bedachten. Jede ncuaufgcs*cHte Büchse bedeutet eine ständige Vermchrung unserer Einnahmen und die Neujahrsaktiori, die sich ja auf weiteste Kreise erstreckte, gibt zweite!- los vielfach eine Anknüpfung, un! unsere Sainmelbüdisen unterzubriiigen. Der jährliche Zuwachs au Büchsen bleibt bisher weit hinter den Möglichkeiten zurück, die sich bei dem außerordentlichen Interesse aller deutschen Juden an Palästina bieten, Daher bitten wir unsere Vertrauenslcute nochmals, nicht nur die Büchscnlecrung umgehend durchzuführen, sondern auch alle ihnen bekannten Familien zur Aufstellung einer Sammelbüchse zu veranlassen. Dann wird auch das Jahr 1918 eine weitere erhebliche Steigerung unserer Einnahmen atifvveisen, die der Nationalfond dringend braucht, wenn er den großen ihn nach dem Kriege erwartenden Aufgaben auch nur einigermaßen gerecht werden soll. Jüdischer Nationalfond Zentrale für Deutschland Sanitätsrat Dr. Hugo Hoppe Am 23. Oktober ist Herr San.-Rat Dr, H o p p e nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. — Der Ziouistmis 111 Deutschland und besonders in Königsberg hat einen schweren Verlust erlitten. Als Hoppe zum Zionismus kam, war sein Name bcrcits gut bekannt. Er war einer der eifrigsten Kämpfer in der Alkoholfragc; durch sein großes Werk ״Die Tatsachen über den Alkohol“ hatte er sich, was bei dein innerlich stolzen, äußerlich ober bescheidenen und anspruchsloscn Mann die meisten leider vergaßen, einen Weltruf erworben. Den Weg zum Zionismus bereiteten auch bei ihm, wie oft in jener Zeit, persönliche antisemitische Erfahrungen vor. Ursprünglich Anstaltsirrenarzt, wurde er als Jude bei der Ernennung zum Direktor übergangen, gab seine Stelle auf und licli siel» 1901 hier al$ Nervenarzt nieder. Hier lernte er rasch den Zionismus kennen, und mit dem ganzen Feuer seiner idealistischen Begcistefung und mit der starken Aktivität seines Geistes gab er sich der alt-neuen Liebe zum Judentum hin. Er war ein typischer Vertreter jener älteren Zionistc«-Generation, die, aus gutjüdischcm Hause stammend, ihren Schatz an jüdischen Inhalten verschüttet, ihr Judentum in der Hin» Wendung zu fremden Ersal/klcaleii verloren hatte; die aber dann durch den gewaltigen Anstoß der Herzischen Erscheinung sich zu ihrem Volke wiedergefunden halte* ln den ersten schweren Jahren fast allein, entfaltete Hoppe in Königsberg eine eifrige agitatorische und organisatorische Tätigkeit. Er war lange Jahre Vorsitzender, später Ehrenvorsitzender leier Königsberger Zionistischen Vereinigung. Schon 1903 und später noch wiederholt War er Delegierter zum Zionistciikongrell. Von lebendiger Palästinaliebe erfüllt, war .er einer der ersten, der sich für seine persönliche Zukunftsschnsucht Land in Palästina erworben hatte. Hoppe war ein Fanatiker, ein jüdischer Fanatiker im besten Sinne; von parteiischster Liebe zu seinem Volke, unbeugsam in seiner idealen Forderung, ein leidenschaftlichcr Kämpfer für Gerechtigkeit und Menschenglück. 1 | Wir trauern um einen echten Genossen unserer Ocmeinschaft; wir werden *einer in Treue nicht vergessen. 1 P. Tarnen und Sport Eine Vorkonferenz der Jüdischen Turnerschaft Polens. In der ersten Oktobcrwoche fand In Czensto* Ch au eine Konferenz der jüdischen Turner Polens statt, zu der Delegierte aus Warschau, Sosnowie«, Bcndin, Radomsk, Kielcc, Radom, Mlawa, Sawiercc, Pörnbrowa und anderen polnischen Städten gekommen waren. An .der Konferenz, der auch ein Krakauer Delegierter beiwohnte, nahmen 31 Vertreter teil. Vor der Eröffnung fand eine kurze Beratung statt, auf der einstimmig beschlossen wurde, die Konferenz als Vorkonferenz und ihre Beschlüsse als provisorische zu betrachten. Zu in Vorsitzenden der Konferenz, die von Henrik Markus f c Id eröffnet wurde, wurde der Vorsitzende der Jüdischen Turncrschaft Polens, Herr Selig Weizmann aus Warschau, gewählt. Nach den Bcrichten der Delegierten über den Stand der Turnbewegung in ihren Städten und einem Vortrag von Herrn Weizmann über ״Die Weltanschauung des jüdischen Turners" fanden lebhafte Debatten über die Stellung der Jüdischen Turncrschaft zu den politischen Parteien und zur jüdischen Religion und Kultur statt. Die meisten Redner stimmten darin überein, daß sich die Jüdische Turner- Schaft von einem engen Parteigeist freihaiten solle und daö die nationale Erziehung, die die Turnorganisation ihren Mitgliedern zu teil' werden läßt die jüdische Jugend von selbst auf den richtigen Weg lenken wird. Bcsonders heftige Debatten rief die Frage hervor, ob die Vorkonferenz ein Zentralkomitee oder nur eine Kommission zur Vorbereitung der einzuberufenden Konferenz wählen soll. Nach längerer Diskussion wurde eine v0״ Herrn Weizmann vorgelegte Resolution angenommen, nach der die Vorkonferenz die Wichtigkeit der Schaffung I

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