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Jüdische Rundschau · 1916-12-29 · Heft 52 (29.12.1916) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXI (1916)
Issue
Heft 52 (29.12.1916)
Date
1916-12-29
Page
– (sequence 7)
Language
German
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I־| Auf Mont»},׳, den 25. Dezember hatte die Berliner Zunislische Vereinigung die Delegierten mul (.Liste des Diiegicrtentagi's zu einem Vortrag des Herrn Arno Na• de| über das jüdische Volkslied eingeladcii, Der Rekrem nah eim׳ ktirz.c, prägnante Charakteristik der poetiselten Welt des jüdischen Volkslieds und seiner musikalisehen Eigenart, Heber den Vortragenden, der bekamitlieh in mehreren Nummern der Zeitschrift ״Der Jude" eine t!r<׳lk Zahl jüdischer Volkslieder in deutscher Trans• kriptioii mit Ucbcrsotzung und Erklärungen vcroifetitlieht hat, sehried) die ,,Vossisehe Zeitung“ vom II). De- /ember anlälilieh eines Vortrags über das gleiche* Thema: ,,Heber die religiöse•!«, ethischen, natioimkn und kulturellen (,)Hellen des jüdischen Ghettoliedes zutreffende Kenntnis zu vermitteln ist Arno Nadel »ie nur wenige berufen, ist er doch durch Abstammung in dieser Welt des Ostens heimisch, steht er doch als I lichter, Denker mul Musiker dem Gegenstand seines Vortrages besonders nah. Kr beleuchtete Wesen und ücdcutinm dir (iliettokuiist für die östliche Judenschaft, betonte besonders den jüdischen Charakter von Test sowohl wie von Musik dieser (iebikle. Trotz, aller Vermisiliunu mit deutschen, polnischen, russischen Elcmeti• ich ist der Kern dieser Volkskunst rein jüdisch. Durch tiefdriiigcndc Vergleichung mit deutsehen, alten Volks• weisen gelang es Nadel zu zeigen, worin dieses jüdische Wesen bestehe. Das metaphysische Naturelement, die deutsche Natursvinholik, die taufrische Lyrik fehlen dem’ jüdischen Liede, das dagegen stärkster religiöser Volks• gesattg sei, von unvergleichlicher Drastik der Darstellung, aii' einem tiefen Sinn für die Wirklichkeit, aus dem peisönlichen Krlebnis heraustlielle. Auch die Musik mit ihrer rcziiativnrtigcn Diatuuik ist wesentliih verschieden von der germanischin Weise, die mehr das Sprunghafte, Ukurdisehc, I laiuiunisehe in der Melodie betont. Pracht■ uiüc hoeluli utsclic Uebertiagutiguii von Nadel, Arbeiten eines Dichters, tührteii in eindringlicher Weise den poeti• sehen Wert dkser Lieder zu (iemiite. Auch der Musiker Nadel bestand rühm iih. Seine teinsinnigen Bearbeitu.11• gen teils lür Chor, teils für Solostimmen mit Klavierliegleitung dürften wohl geeignet sein, auch Kernerstehenden einen Kiublick in die jüdische Seele zu gewiihreu, wie er so unmittelbar eben mir durch Dichtung und Musik eines Volksstammes zu gewinnen ist." Arno Nadcls Vortrag war auch dieses Mal Wimderhar illustriert durch Solo- und (.liorvurirugc. Herr Hein/. Rock und Herr Jakob Knrghcr hatten die Interpretation einiger Lieder, zum Teil mit Chorheglei• tung, üb. rnoimneu. Namentlich die chassidlschen Lieder tU-s letzteren ergriffen die Zuhörerschaft tief, kräulciii Swertlin sang einige Lieder mit Innigkeit und Liebe. Der jüdisch-nationale <iesaiigverviu Hasamir hatte unter der Leitung seines bewährten Dirigenten Herrn K. Kopf lieiegenheit, sein schönes Können auch einem Kreise auswärtiger Freunde des jüdischen Liedes zu zeigen. Der Vortrag von zwei hebräischen Liedern brachte in den Kranz der jidischcu eine angenehme Abwee'tse- 11mg. Den Ahsdiliill des Abends bildete ein (Ihanukkah• Lied (das einzige Kunstlied des Abends), das aber durch seine innere Verwandtschaft mit der Volksliedart harimmisch in den Rahmen der Veranstaltung pallte, l>er Abend nahm einen glänzenden Verlauf und grober, manchmal nicht eudcuwollcndcr Beilall belohnte die Sänger und den Vortragenden. Der Abend bewies, welch hohes Interesse für die jüdische Volkskunst in den weitesten Kreisen der jüdischen Üeffentlichkcit vor- Literarische Mitteilungen Das in der iieiigegriuideteii von Agronom Wilkausky herausgcgcbeneii hebräischen landwirts e 11 a 111 i e 11 e 11 Bibliothek (s. Jüd. Rundschau Nr. 51) erschienene Samiuelbuch ,,Die Hauswirtschaft des Kolonistcu" (״Mcschek bet 11 haikar") enthält tolgcude Aufsätze: ,,Die Haushaltung des Kolonisteil" von J. Wilkansky, ,,Viehhaltung und Milch- Produktion in der Kolonie«׳irtschaft“ von demselben, ״Der Gemüsegarten des Kolonisten" von A. Krause, ״Der Fruchtgarteu des Kolonisten" von A. H r i t, ״Die (ieflügel/.uclil in der Kolonistenwirtschaft" von M, Lewill, ״Die Bienenzucht" von Sch. l.ifschütz, ,,Die briiiilmuig des Menschen unter den gegenwärtigen Vorhältuissen" von I >r. 1' ick holz, Daten uiuf Materialicn" (zur Gemjiscw irtschaft und Viehzucht) von J. W. Das Sammelhiii'li ist hübsch ausgestattet und 150 Seiten stark. Vom jungen hebräischen Dichter in Jerusalem, J. Z. Run<m, erschien eine neue Sammlung Lieder unter dem Titel ״H a nt .1 c h s c“ (1111 Schauen). Das I )ezentberhelt der ״M o r i a h" enthält folgende Artikel: ״Kaiser Kranz. Josef" (Nekrokig) ״Die Tat üer Makkabäer" (Z. Pa tisch), ,,Das unaonängige Polen'* (W. B.), .,H.ischomer und die Wiedergeburt des Judentums" (H. 7. i in tu e r m a 11 n), ,,Hugo Zuckermann (W. B e r ko 111 a 111 m e r), ,,Soltfatengrab", ״Makkubäer" ((iediciitc von Hugo Z u c k c r m a n n , überwtzt von K. koseiifeld und H. Safrin), ״Das pol-!usch-litauische Judentum und Palästina" ein Beitrag zur Geschichte der romantischen E|x>chc im Zionismus!!, Teil (Dr. Ignaz. $e hi p p e r) ״Gedenktafel für die 1111 Lekic getaileiu• jiidisdie Jugend Qaliziens", kundschau (die jmlisiltv Presse über die Unabhängigkeit Polens, das gegenwärtige hebräische Schrifttum in Paliistina usw.) Bibliographie, neue Bücher. — Aboune- ילוייייייי וו viiv sc 1 ״■Hll l'lll-' icn SUub in Berlin gegciizukommct». Einiges vor.1 11 Wer will1) eigentlich von seiner Existenz.? Wold die welligsten Gesinnungsgenossen. Doch wer ihm ge- Icgciitlich am Soimabcml Nachmittag zwischen 5 und 7 Uhr einen Besuch alislattct, wird gcfangengi'nmiimrii von di in Lriist der hier geleisteten Arbeit, der trotzdem ein fröhlicher (leist iiir.ewolmi. Durch Gesellschaftsspiele und aiulerc Unterhaltung gelingt es dem Palästinenser Herrn Lu hm an 11 und seinen Mitarbeitern, auch den anfänglich Schweigsamen die Zunge zu lösen. Jeder Neuling sieht bald ein, dal) es hier keinen Sinn hat, sich seiner niaiigelh.afien Kenntnisse zu schämen, denn alle Mitglieder sind Anfänger oder haben dieses Stadiinn gerade überwunden. Je regelmäliiger der Besuch, desto gröber die Gewandtheit im freien Gchrae.äi der hebräischen Sprache. Darum bedeutet dieser Klub einen höchst erfreulichen Fortschritt m der hebräischen Sprachbewcgitng Berlins. ~ Aufnahme jeden Sonnabend 5- -7 im Zentralbiiro, Sächsische Sir. 8. Ls wird pro Mitglied ein monatlicher Beitrag von 50 Pfg. für Bedienung erhoben. Eine Teilnehmerin. Turnen und Sport (V o m M a k k a b i in K o 11 s t a n t i n u p e l) Der amerikanische Botschafter in der Türkei, Herr Ahraham Elk 11 י , hat vor kurzem dem Turnverein Makkahi in ־ Koustantiuopel einen Besuch abgestattet. Er hat den Hebungen der, Turner beigewohnt und seiner Genugtuung über die Leistungen der Turner Ausdruck gegeben. Beim Abschied teilte Herr Elkus mit, dali er einen Preis ausgcsctzt habe, der bei dem nächsten Wetturneii aller Sektionen des Vereins zur Verteilung kommen soll. Line Gruppe junger Mädchen hat sich an das Zentralkoinitec des Makkabi mit der Bitte gewandt, dem Verein eine Mailcbenscktion anzüglichem. IXr Antrag wurde vom Komitee begrübt und in Behandlung׳ ge• nonimen. Zionistische Bewegung Brasilien. Seit drei Jahren bestellt in Rio d e J a 11 e i r o ein zionistischer Verein ״T i p h e r e 111 Zion“, der in letzter Zeit eine regere Tätigkeit entfaltete. Theodor IIit/Is und David Wolffsohus Jahrzeiten wurden dmch Traucrvcrsnuiinitmgen begangen, bei denen für palästincnsisdie Zwecke gespendet wurde. Die leitenden Persönliehkeitcii des Vereins haben die Initiative zur Bitdüng eines jüdischen Hilfskomitees für die vom Kriege betroffenen Juden ergriffen, das die von ihm vereinnahinten Beträge au das amerikanisch-jüdische liilfskomitec überweist. Der Verein hat eine Bibliothek errichtet, die den Namen Scholcm Alcjchcms trägt mul groben Zuspruch bei der jüdischen Bevölkerung der Stadt findet. In Rio de Janeiro erscheint die jüdischportugisische Zeitung ״Heantud", die um einem Zionisten geleitet wird. Aus aller Welt Aus Amerika. (Die Wühlen v o nt 8. November) Die Wahle», die am 8. November in allen Teilen der Vereinigten Staaten stattländcn, brachten auch eine Reihe Juden in leitende Stellen der inneren Politik. In Jutha wurde von der demokratischen Partei S. Bamberger und in Idcuh Moses Alexander, beide Juden aus Deutschland, als Staatsleiter gewählt. Im Kon-!1 ilUJ יי New-York (Kandidat der Sozialisten, neu gewählt). Adolf Sab.uth '(׳Chicago), Segal (New-York). J. Kalla n (S. Franzisko) und J, Bach rach (Atlantic (ütv). Ins gesetzgebende Haus sind P) Juden, darunter 3 Sc-natoren und 10 Assemhlcmeuts-Mitglicder gewählt. Argentinien. (B v r a t u n g d er Kolonist e 11) In B u e 11 o s A i re s iluid eine Beiatung der judi• ilisihcit Kolonisten des Landes statt, auf der die gegen• «artige wirtschaftliche und kulturelle Lage der judisehen Kolonien und die Beziehungen der Kolonisten zu der JCA-Adiiiiuistratiou, die sieh jet/t besonders verschleehtert haben, besprochen wurden. Die Delegierten schilderten die bürokratische Behandlung der Adinintstration, die auf die wirtschaftliche Krise der Kolo nisten keine Rücksicht nimmt. Liner scharfen Kritik wurde auch der Tieisiund 11»• r jüdischen JUA-Seluilcn m den Kolonien unterzogen. Die lüiiisihe Lrzichung sei äul’eist ungenügend, der 11 e• hraisthe Lehrer unselbständig mul dem spanischen Lehrer, der die ■ganze Schule beherrscht. völlig unter- «׳orten. Manchmal wurden an die Spitze dieser jüdischen Dorlschulcn christliche Lehrer und Verwalt»•!׳ gestellt, Die Beratung nahm eine Reihe von Resolutionen an, die sie durch eine Deputation der JCA-/\dmiuistratio11 in Buenos.Aires übermittelte. Die zNdmiuistntion wvtgerte sieb, diese Forderungen niizuhöreii da sie nicht selbständig handeln könne und von der Hauptverwaltung in Paris abhängig ist. Die Ko'onisten beschlossen daher, ihre Forderungen direkt au die Hauptverwaltung in Paris zu richten. Aus Rubland. (I )ie i e s e 11 s c 11 alt zur I ö r d e 1 u 11 g des j n - <1 i s c h e 11 II a 11 divcrks und Acker b a 1, s" 1111 d die JC.A) Die letzten allgemeinen Versammlungen der seit Aushrucli des Krieges «eit ausgedehnten ״Gesellschaft zur Förderung des Handwerks und Ackerbaus unter den Juden" waren der Frage der Beziehungen der Gesellschalt zu der Verwaltung der JUA gewidmet. Im Mittelpunkt der Tätigkeit der Gesellschaft stellt die Itildüng von professionellen Schulen für die jüdischen l'lüiiitlinge. Aul diesem Gebiet gelang es der Gesellsehalt, in der die Freunde der jüdischen Arbeit, ohne Unterschied der Richtung, vereinigt sind und die die selh'tt.iligkeit der Massen sich zur .Aufgabe gemacht ll.it, \ ielc.» zu leisten. Bekamitlieh beial',1 -i ii aller auch die J(.\ mit der Bildung \׳m piofessionclleii Schulen lind von verschiedenen Seiten wurde daher der Antrag wiedcrholt gestellt, diese Organisationen zur gemeinsamen Tätigkeit auf diesem (iebicte zu• vereinigen. Vier Monate lang dauerten die Verhandlungen dieser beiden Or• gaiiisatioilcn, die vorläulig zu keiner Verständigung führteil. Auf einer der letzten allgemeinen Versammlungen bel ichtete Agronom B.!> B r 11 z k 11 s , ih r selbst,, 8 Jahre laug 1111 Zentralkomitee der JCA tätig war 11111/ gegenwärtig Mitglied lies Zentralkomitees der ,.Gesellsiliaft zür Förderung des jüdischen Handwerks und Ackerbaus" ist, über die Grundprinzipien dieser neuen demokratischen Gesellschaft, die sie von der bürokratischen JGA trennen und eine Verständigung unmöglich machen. Unter anderem stellte die JOA die Bcdiu. gütig, ilall die neue (jcscllsebalt in Städten keine Schuld! eröffne, in denen bereits professionelle Bildungsanstaltcn der ICA bestehen, was auf die Tätigkeit der Cie- Seilschaft, die auf ganz anderen Grundlagen zu arbeiten bestrebt ist, hemmend wirken müsse. Dieser Vorfrag stieli seitens der Vertreter der JCA auf Widerstand! In eingehenden Reden verteidigten die Stellung der JCA der Sekretär des Zentralkomitees der JCA Herr J. A, Blum und die Leiterin der professionellen Abteilung ment jährlich 6 K (5 M,), halbjährlich 3 K (2,50 M ), vierteljährlich 1.50 K (1,25 M.), Einzellieft 0,00 K (0,5t) M.), Verlag: Wien 11״ Zirkitsgasse 3(1/1. Am 2(1, November erschien in Moskau das erste Heit der neuen hebräischen Wochenschrift ״Haam" der ersten seit Einstellung der jüdischen Presse int Juli 1015. Das Heft enthält Aufsätze von J. Grün bau nt über ״Die Juden im okkupierten Polen" und von Grün borg ״Der erste Akt der Vereinigung". Dr. Joseph Klausner schreibt über ״Das Schaffen Trugs" I und L i t w i » beridvtet über die letzten Jahre des verstorbenen Dichters. M e 11 d eie Moehet S (o r 1 m beginnt die Veröffentlichung eines Werkes In je- 11 c n Tage 11", M. heil E I i e s e r eröffnet eine Serie ״volkstümlicher Erzählungen". Das Heft bringt auch Gedichte von Jakob F i c h 111 a 1111, S. F rüg und Elrcscr S t e i n 111 a 11 n , Beiträge über allgemeine aktuelle Fragen, wie die Eröffnung der Duma und die Wahl Wilsons, Briefe aus Petersburg und eine reichhaltige Chronik. Gegenwärtig, nachdem auch die Warschauer Tageszcitung ״Hazefira" ihr Erscheinen bis auf weiteres eingestellt hat, ist der ״Haam" die einzige hebräische Tribüne, in Europa. Am 22. November fand in Petersburg das (irimdungsfest der ncukgalisiertcu jüdischen Thcatergcsellschalt statt. Alle jüdischen Kulturgesellschaftcn und Redaktionen sandten Bcgriiltungssdireilveti. Rechtsan-, walt O. O, Urusettberg, der ('minder der Gesellschalt, Schriftsteller M. R i \v e s m a n n und der Journalist und Theaterkritiker A. Kugel (Homo Novus) schilderten die gegenwärtige Lage der jüdischen Bühne, die nationalkuIturcllc Bedeutung der Theaterkunst überhaupt und die Aufgaben dieser neuen Gesellschaft, die in der Schaffung einer künstlerischen jüdischen Bühne in hebräischer und jidisehcr Sprache bestehen. In die I Verwaltung der Gesellschaft wurden gewählt: Rechtsanwalt Grusen borg, M. Ri wes man n. A. Kug c i, L. L e ividuw, S. A n - s k y , I >. W. W i s o z. k y , /. Ojscrmann, K Koivarskv, S. B e l j a z. k i , M. Poljak, D. Saslawsky und S. Tscharny (S, Niger) Während der Versammlung wurden zugimsten der (iescllschaft 2SOO Rubel gesammelt. IXr bekannte jüdische Schriftsteller S. A, Au-sky (S. A. Kappapbrt) schrieb ein neues Drama ״Zwischen zwei Welten", das vom Moskauer künstlerischen Theater angenommen wurde. Im Verlag Frenkcl und Kosak, Warschau, erschien ein Lehrbuch der Arithmetik zusammen mit einer Sammlung arithmetischer Aufgaben in jidisdier Sprache, verfallt von R. Gut t mann. In Petrikau begann unter der Redaktion des Ziomstell M. Fciukind eine jüdische Wochenschrift in polniseluT Sprache ״Glos Zydowski" zu erscheinen, J. D. Berkowitz, der berühmte Ucborset/cr von Schalem .Alcichems Werke ins Hebräische und Redakteur des ״Hatorcn“ in New-York, beginnt jetzt die vielen Privatbriefe zu sammeln, di« Schaium-Aleichem an seine Freunde und Bekannte geschrieben hat. Diese Briefe werden, später von Hem! Berkowitz redigiert und veröffentlicht werden. Di« Familie des verstorbenen Dichters bittet alle Besitzer solcher Briefe, die Originale ohne Unterschied ihrer Sprache leihweise an lolgcnele Adresse zu senden: Mrs. O, Rabinowitz (Schalotn Alci* cheni), 2Q7 Fox Street, Bronx, New-York, oder das Zionistische Zentralbüro in Berlin. Seit einigen Monaten erscheint tu New-York eine hebräische Monatschrift für die JugenJ ״Schach ru 111", unter der Redaktion des Pädagogen Zwi Scharfstein. Herr Scharfstein veröffentlichte auch eine ״lüdischc Geschichte für Kinder" in hebräischer Sprache, die die wichtigsten historischen Vorgänge in Form icirhter Erzählungen darstellt. 4 Jx m n־ di (Bi UH

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