Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXI (1916)
- Issue
- Heft 31 (4.8.1916)
- Date
- 1916-08-04
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 2Ö3 J U fc D1S C 11 E RUNDSCHAU Nr 31 diesen Teil mil אi!t/cn lesen. Aber nucli das VerhaItווis /n den So/ialdciuikr.itcn v! ׳rsrliicdrncr Rieh-!וווו", den N'alional-l.ihcia'cM, dem /.entmin lind den Konservativen זיו mil Klarluit lind Verständnis dargestellt. Die Ausliiliitiiigen, die sich auf die Zukunft inviehen und die Wirkung der Nation.ilisicmng des Judentums behandeln, sind besonders wichtig. Der Aiiisat/ von I lermauii < ו I e n u ״linperialiximi- und Judeiiluin", in gewissem Sinne viel aktuellu• als friilieie Aufsätze des gleichen Amors, behandelt universnl-etliisrlie Tendenzen jin Judentum, die lur die (iot,1111111g seines Verhältnisses /u allen impeiialistisehen, inae litjn ilitischtii, naliimalisti sehen Best rebilligen hestimiiiend sind, und lallt so aus einer tieferen Auffassung des Problems heraus auf manche Gegensätze, die gerade in der Politik der Gegenwart ihren Ausdruck finden, ein l.ielit fallen. lieber ,,!Tagen des ost jüdischen Wirtschaft*- lebeiis“ schreibt Jakob I. e s c / v n s k i. Seine Allgaben über die tüdischc I arm- und Kolouisationsbeweguug erliiiilerii besonders deutlich den Prozeß 1 des l’ebergangs vom Vermittlcriuni zur Arbeit, dessen (oilsclireitemle Entwicklung der Autor beweisen zu können glaubt. An diese Abhandlung schlielii sich harmonisch der Aufsatz: ״Die Bodenkultur bei den Juden“ voll J. () c! t i 11 g e r. Octtiilgcr hat als leitender agrommiiseher r.ieluiiaiin in der jüilischen Land« irtsehaft Ru lila mls, Amerikas mul Palästinas gewirkt. Sem Aufsatz tragt den Stempel des Mannes, der sein Thema nicht nur aus der Literatur kennt, sondern der;ms dem Schatz eigener!'.rfalirung Wertvolles mit/Uteilen weilt. ״Lin (icspräeh über jüdische Lr/icliting“ nennt sich der Beitrag ״Traditionellcs lind nationales Judentitiu“ um Ilias Auerbach. Der Beitrag diirlte wohl ander(1 anregen, über dieses in seiner Tiefe fast um rscliiiplTu 111׳ Problem zu sagen, was vom nationalen mul religiösen Standpunkt aus inimer wieder als das Hicmiendslc der jüdisch! 11 Lr/icliuug emp umlen wird. Au־• einer in Vorbvrciiinig bclinillielien demsclien Ausgabe von 1) 1111 n o w s Werk: ״Die neueste Geschuhte des jüdischen Volkes‘' bringt ״Der Jude“ den Abwliuitl: ״Die I lauptpro/essc der neuesten (icschiclitc der Juden“. Da das Werk des grollen jüdischen I Ijstorikers dem deutschen Leser unbekannt ist, wird dieser historische Beitrag, der auch die gcguiwärtigen (icscheliiiissc beleuchten kann, sicherlich bcgriiltt weiden. Arno Nadcis ״Jüdische Volkslieder" sind im ״Juden“ nun schon zu einer liebe:! ן Notwendigkeit geworden, auf die man nicht ver-! zieliten will. Diesmal bringt Nadel einige so huvj innige Lieder religiösen Charakters, dal! man ihm j nur wieder danken kann. t Die Keilte der ,,Bemerkungen“ eröffnet I die Notiz ,,Lausanne“, die dem Auftreten Aber• j Sons bei der Krnifeien/ der unterdrückten Nation,ili-! täten lolgt. Bctk'iilsaiu ist der Auls.il/ \on Si׳.g-! fried Bern leid über ,,Die Kriegswaisen“. Man j muH ihn lesen, um einen klaren Begriff da\on /u 1 bekommen, welche Probleme der Krieg der jüdischen : (lenieinscliaft allein auf dem Gebiet der 1 ursurge und der Lr/icluiiig gestellt hat. \X׳. Diesen druck spricht ״Vom Dcnkstil Acliad-i laams“, an da- Erscheinen des zweiten Bandes der deiUselirn Augälte ankiiiipfend. Dem 25 jiihrigen Juhiläuin liialiks sind Aus/iigc aus einer im ״I latoren“ verolleinlichteit treiflichen Studie Z. Auerbach s, eines jungen vielversprechenden Kritikers, gewidmet. Line ganz neue Rubrik ,,Daten und .Materialien“ stellt sich im vierten lieft des ״Juden“ ein In dieser Rubrik werden diesmal zwei Gebiete behandelt. Der erste Beitrag über ״Das jüdische Proletariat in den vereinigten Staaten“ stellt die sozialen Qualitäten des jüdischen Proletariats in Amerika dar und entkräftet ohne Zweifel die leichtfertige Behauptung(, deren sich ein deuisehei־ Jude schuldig gemacht hat, dal! etwa in Deutschland einwandernde osteuropäische Juden deshalb nicht die voie Gleichberechtigung bekommen dürfen, weil sie zu individualistische Neigungen haben uml zu Lohndrücken! schlimmster An wurden. Diese liehaupi hing war für die Arbeiter, vielleicht für die sozial- I demokratische Partei bestimmt, aber die Tatsachen, I die ״Der Jude“ bringt, sprechen eine zu deutliche j Sprache, als dal! man daran zweifeln konnte, dal! sich I die deutschen Sozialdemokraten von den Behau;)- hingen eines deutschen Juden, der die soziale Psyehologie der jüdischen Emigranten sicherlich nicht kennt, nicht täuschen lassen. Der zweite aktuell(’ Beitrag dieser Rubrik behandelt die Fabel von der Mnssenauswanderuitg der Juden aus dem Königreich Polen. Das vierte Heft des ״Juden" reiht sieh würdig an die früheren au, Es zeigt, dali die Zeitschrift sieh in Anknüpfung an die Zeitereignisse zur vullkomtne• neu Verlebendigung der Fragen uml Probleme entwickeln kann. Es haben sich Kräfte genug um sie gesammelt, die ihr ein ernstes und zugleich aktuelles Gepriigc zu gebe« vermögen. Prof. Martin Philippsolm Im Alter von 70 Jahren verschied nach längerem I ('״len am 2. August der Vorsitzende des Verbands der Vereine für jüdische Geschichte uml i iteratnr' in Deutschland und der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, der bekannte iiistol iker Prolessor Dr. Martin P 11 i I i p p s o 1111. Der Verstorbene war von 1878 ins IS90 ordent* liehe! Professor der * neuen Geschieht(׳ in Brussel. Infolge (iues Konfliktes um einem Teil der Bitisscicr Studenleusehaft siedelte er 18)1 nach Berlin über, wo er sich seiner jüdischen öffentlichen Täligkeit mehr widmete. Als Sohn des berühmten Ludwag Philippsohn, des Begründers der ״Allgemeinen Zeitung des Judentums“ und Kämpfers für die itidis( lie 1'maii/ipation übernahm er das geistige Erbe seines Vaters uml setzte seine jüdisch-literarische Tätigkeit in dergleichen Richtung fort. Nicht immer konnte das moderne Judentum seine Tendenzen und Ausführungen billigen. Das deutsche Judentum aber verliert au iluu eine seiner führenden Persönlichkciteu. Philippsolm hat siel! um die jüdische Literatur in i )ent-i'liiami namentlich durch seine ständige Milnibei! an den ,,Jahrbüchern für jüdische Geschichte und Literatur", ׳deren |M>litiscl1e Jahrcsrcvücu er sclnicb, vor allem aber durch seine 'J bändige ״Neueste Gcscliiclite der Juden“, die als einer der ״Grundrisse zur Geschichte und Wissenschaft des Judentums״ erschiencii ist, uml durch sein ungemein hohes Interesse an der Organisierung und Emwirklung der vielen wissenschaftlichen Unternehmungen der Gesellsehail zur Förderung der Wissenschaft des Juden- 1mus verdient gemacht. Zum neunten Ab 0 ln diesen Tagen begeht ,das □ ® ganze jüdische Volk den Tag ® □ der Trauer um die Zerstörung g H Jerusalems. — Zionisten und S g Freunde, gedenket an diesem [| 0 Tage des Palästina-Hilfswerkes! 0 AUS ALLER WELT Aus Südafrika. (J ü d i s c 11 e r Kongreß in S ü d a f r i k n.) Am 28. April fand in J o 11 a 11 n i s b u r g der s ü d .1 f r i k a 111 s c h - j ii d i s c 11 c K o 11 g r e I! statt, zu welchem der südafrikanisch-jüdische Board of I > e (5 11 t i e s zusammen mit der zionistischen Federation alle jüdischen Organisationen Südaiiik.m ein:׳,!)׳ulen hatte. Am Kongreß nnlinu'n mehr als;;!(1 I )elegierte teil. Vorsitzender des Kongresses war Herr Harry Grau mann, einer der hekann-!e י len südafrikanischen Zionisten, der Mitglied des Parlaments ist. Der Kongreß wurde vom Mayor von Johannesburg offiziell begrüßt. Ls wurden eine Reihe von Resolutionen attgenominell, in denen der Kongreß der Regierung des britischen Reiches seine Loyalität ausdrücktc und (he i lofiniuig aussprach, daß nach Beendigung des Krieges den Juden aller Länder volle Gleichber c c 11 1 i g 1111 g gewahrt winde, worunter die Verleilmug aller bürgerlichen, religiösen und politischen Rechte zu verstellen ist. Eine weitere Resolution weist auf die Bedeutung der jüdischen Kolo- II i s ,1 ז וי o 11 in Palästina bin und wünscht für den Fall, daß die Zukunft Palästinas zur Diskussion stehen sollte, die Geltendmachung der historischen Rechte des jüdischen Volkes, Zur Durchführung aller . k\ Noluiioneii wurde ein Komitee gewählt, dein die fiihrciHlcn jüdischen Persönlichkeiten Südafrikas angehören. Die ״Jüdische Rundschau“ wird noch ausftihrlieh über den Verlauf des Kongresses berichten. Nachrichten Berlin. Unsere Gesinnungsgenossen Dr. Georg Pc r i t z-Gottesberg i. Seid. (K. J. V.), Max Fürth- Gießen (K. J. V.) und Fritz. Isracl-Cöln haben das Eiserne Kreuz, erhalten. Berlin. Zionistischer J u g c n d v c r e i n. Sonntag, den 6. August 'I ageswamlerung. Trctfpunkt 8,15 Bahnhof Alexandcrplatz mit Fahrkarten J. Klasse nach Eikm'r, Wanderung durch das Löclc• nitztal, Führer Sand, Seltluö des reituktionellen Teil». jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) Freitag, den 1, August 1916, abends: in allen Synagogen 8 Uhr, Sonnabend, den 5, August 1916, vormittags: In der Allen Synagoge SU Uhr, in der Pestaloz/istr.-, Kaiscrstr.,- und Rykcsir.-Synagoge; 9 Uhr, in dor Neuen-, l.indenstr,-, Lüt/owstr.-, Fasanenstr.- und Levct/öwstr.-Synagoge: I ruligottcsdicnst 7-, Uhr, I l.iiiptgottesdiciist IO Uhr. Gottesdienst an den Wochentagen: Morgens in der Alten-, Kaiscrstr.- und Rvkcstr.- Synagoge ö1 ׳ Uhr in den anderen Synagogen 8' Uhr Abends: in allen Sv nagogen S Uhr. Gottesdienst am 9. Ab (Tempclzerstörung). Montag, den 7. August abeiuB: in allen Synagogen 9',. Uhr. Dienstag, den 8. August morgens; in der Alten-, Kaiscrstr.-, Rvkcstr.- und Pestalo/zistr.-Synngoge 6' , Uhr, in 'den anderen Synagogen 7 Uhr. — Abends: in allen Synagogen 8 Uhr (Ausgang 9 Uhr 37 Min.). Jüdischer Natioaalfonds Zentral• für Deutschland a*ld*«ndonf«n •tnd aaMcbll««»lich tu ricbUn in Btm Mas Wnllitilnir, Charlaltaabat g, Raatbar-Itnlt I, Hl. Emst Rosenberg grat, s. I. Eridi Schragenheim z. E. K. . .'. R.-A, Dr, Königsberger, Mülheim, kund. Familie Läufer in Jarotscliin .3.— Binar I reund, Gharlottenburg, begr. s. I. Bruder Martin in Berlin .3,- Fant. Leo Ioeriler, Berlin, grat. Srngfr. Nathan z. Eis. Kreuz .| Pionier Kurt llirschfckl dankt fiir Zusendung der Rundschau . 3.— Berta Golm, Boi/c11biirg, dankt Landsturinmann Heideutann f. Leihen der ״Treue“.2.— Anna Salz. u. Rosa Segall v.. Zt. Dassoiv i. Mnkl., grüßen Freunde u. Bekannte (statt Ansichtskarten) ־״.2 Anna Salz grat. Dr. Beermaiin, 1 leidclberg, 110!zl. 1. - Gesell vv. Kat/eiH'llcnbogcn, Krotosclüii, kond. l;Bc und Georg l auter. Jarotscliin, /. lode d Mutier I.— Franken freut sitd 1 über d. Verl. Welte . . Ml.— Gell, f 111. Klauber grat ״s. I. Mutter 7. Geburtstag ti. dankt s. I. Bruder Leo f. d, Schokoladcnscndüngen .'2.— Linj.-Gefr. Nusscnblatt .1.20 Unterarzt Tocplitz, im Felde, dankt f. CxatnensgliKk״ wünsche ..1(1 — Oberarzt Dr. Moses, im Felde.ו.— Zwei Berliner Blau-Weiße danken W. Eilbot t, frill. Aufii.ihme und wünschen z. Physikum Glück - .0י Moritz Krause, Posen, kond, Fant, Läufer . . J.— Batl.-sArzt I >r, S. Weiß, im Leide, grat, Rieses, Wiesbaden, z, Tochter ..\ — Gusta Strumpf, Kopenhagen, grüßt Mary Stern her)׳ nnl. ihres Wegganges von Halberstadt u, grüßt Selma llurwitz uml David Freund, Berlin.2׳,— Anun Peter dankt d. Zion. Zciitralbüio .... 1— Einj.-Freiw. Walter Lippmann dankt f: Zusendung der Jüd. Rundschau uml der ,,Treue“ .... 5.50 Jos. 11. Ulli Singer, Strahlung, grat. i. Vetter l>r, Sicgbert Feuchtwanger u. Frau, grüßen Leutnant Auerbach, im Felde, danken I am. Bloch für grolle Liebenswürdigkeit .1,50 Thoraspcmle, durch Lehrer Vogel, Mülheim (Rhein) ().— Batl.sArzt Dr. L. Bartidt, im Felde, grat. Walter Cohn, grüßt Fain. Willi u. Emil David, Moses PiB lau, Acis u. Loebenstein, dankt Jacobsolms, l'illau 4.— Gefr. Helmut Noher, im Felde, grat. s. I. Arthur Glaser z. Staatsexamen bittet ihn um seine neue Adresse und grat. s, I. Richard Fröhlich zur lk> förderuug .3,— Thea Hildesheimer. Selma Pick, Trudel u. Hertha Sußmautt danken Walter Dcutsclunaim herzt. 2 — Gelr. Kugeiniauu im Felde, grat. Unteroffizier Kngelmann z, E. K.10 — Sniu-Vi/efcWIvv. Erwin Aschncr, iin Felde: bittet Referend. Nathan, Coblcnz, Max Marcus, Rees lind Kurt Goldenberg, Hamburg, um Angabe ihrer Adresse 2- Isidor Lcnschitzki, Wloclau'ck, anl. d. Barmizvvah s. Sohnes .SS.— I)r. Walter Fischer, Berlin, dankt Bbr. Tryphus, Heidelberg, f. freundl, Aufnahme.I.— Walter Colin, Jüdisches Krankenhaus Berlin, dankt her/.l. f, Glüekvvünsehc z, s, Staatsexamen . 2,— Fräulein Sperber Wiesbaden, grat. ihrem Freunde Dr. Georg Rosetthaum, z, Zt. Mährisch-Sehüjibcrjj, anl, 5. Beförderung zum Chefarzt.I.— Aus dem Cölner Spendenbuch: Frau Wwc, Julie I lammerschlag anl. d. Barmizvvah ihres Sohnes L — Zusammen 112.70 Arbciterhelmslütten (Yemenltcnbäuier) Knrl Stclnltz-Haus: Elly Altmnnn u. Bianca Lewin Berlin, z. b. August 6.—, Jacques itzbicki z. And. a. Karl Steinitz 3.—, Hans Steinitz z. Gedenken an Hanns Jürgens 1.—, kond. Arnold Wiener u. Frau