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Jüdische Rundschau · 1916-03-10 · Heft 10 (10.3.1916) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXI (1916)
Issue
Heft 10 (10.3.1916)
Date
1916-03-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 10 J U E DI SC H E R ü N DSC H A U Seite 85 Ko- ו1י>!1 V״״ 'len f WO Flüchtlingen, die «ich m,ch vor luir/ci /cit in Wilna aufhiclten, sind jct/.t mir noch etwa 7(10(1 vorhanden, von denen die I lälfte unteritiit/iio.MslH'diirfti^ ist. Das jüngst unter der Leitung des Herrn walski cröffnete jüdische Theater .sdialoin As dis ״Der Landsmann“ und H i r 111 '1 ל) eins ״Verworfener Winkel'‘. Die Volksuniversität. die in Wilna ei11|-eriehtet winde. In'-it/t eine jüdische Sektion, die eine mnr/e Anzahl Vorlesungs-Zyklen in jidischcr Sprache* veraiistaHet. Als Dozenten figurieren der Rechtsanwalt und elieiiinlijfe Diiniaabgeordnde S. Rose n ha n m (Jmlix'lie <iesehiehtel der Publizist M. Sehalit (Jüdische Demographie), J. Ch. Rosen ha um (Jiidi-tlics Iheater), A. Heilperiu (Cieschichle des MX. J.dnli.), .Dr. Chasauowsky (Physik und Elu'inic), Dr. Epstein (Anatomie und Physiologie) j Ishizkv (Nationalökonomie), Dr. S c h a Im d (Aiisleekeinle Krankheiten) tisW. I 11 hl in. Vor kurzem wurde ein neuer Verein mit dein Nomen ״A r h e i t e r h e i m“ gegründet, dem ■,amtliche j«idische Arbeiter der Stadt augchömi. Im ״Arlieiieilieini“ wurde eine Lesehalle, eine Bibliothek und eine Teelialle eröffnet. Der Verein zählt bereits ciwa r)00 Mitglieder. Bend/in. Vorige Woehe fand in B e 11 d zj 11 die allgemeine Versammlung des ״Jüdischen Wolillälißkcilsvcreiiis" statt, welcher täglich!00(1 Mitlage-M'ii zum Preise von S Kopeken verabfolgt. 210 jmie Kinder erhalten unentgeltlieh Brot und Tee. I'twa 8000 jüdische Einwohner der Stadt iielimcu die t hitersliitzung des Vereins in Anspruch, der die Summe von 5000 Rubel monatlich zur Verteilnng■ bringt Der Etat für das laufende Jahr heziflcrl sieh auf 120 000 Ruhe!. Der jüdische ״Kaufmännische Verein“ hat sieh wieder konstituiert. Sosnowicc. Vor einiger Zeit gründete die indische Jugend eine Bibliothek mit Lesehalle, die den Nähren des verstorbenen Dichters |, L. I’erez tragt. Sa 1110 sz.c z. Vor der Evakuierung durch die Ibissen zahlte die Stadt 15000 Einwohner, darunter h 80 ׳> Juden. 7000 jüdische Einwohner sind in der Stadt verbliebe 11; der Rest wurde auf Befehl des russischen I lauptkominandiereiiileii nach Rulilaml ab-!!esclinben. Die rasche Besetzung der Stadt durch die Ikutschen!linderte die Russen an der Ausführung ihm ursprünglichen Absicht, sämtliche jüdischen Einwuhin r zu evakuieren. Trotzdem hatte bereits ein grober '1 eil der jüdischen Bevölkerung die Stadt (erlassen. Die Stadt war bereits z.weimal in österrm'hischcii Händen mul niulSte wieder geräumt werden. Bei der Rückkehr der Russen wurden mehrere Julien mit Maschinengewehren erschossen. Als darauf, in der Friilijahrsoffensive, Samosz.ez von ihn Deutschen endgültig besetzt wurde, wurde eine neue Stadtverwaltung mit dem jüdischen Rechtsanwalt Dr. Abraham üerscho» als Bürgermeister eingesetzt. Es wurde hier auch ein besonderes (udiHhcs Itiirgcrkomitee begründet. ׳ Der jüdische Hamid im (lebiete von Samoszcz bestand hauptsächlich in Getreide und Tabak. Jetzt ruht die gesamte 1 laiulclstätigkcit vollkommen. Mescritsch. (üouv. Lublin). Die Stadt Mescrit sch zählt IS 000 Einwohner, darunter 75 80 ״> Juden. Es gibt hier etwa ,KHK) jüdische Arbeiter, Dm ch die Kriegsereignisse hat die Stadt fast garnicht gelitten. Der gegenwärtige Stadtmagistrat hestellt aus einem christlichen Bürgermeister, einem jüdischen zweiten Bürgermeister und 8 Stadtr;iteil, darunter 5 Juden. Außerdem bestehen zwei B 11 r - f; re ko in it ees, ein jüdisches und ein christliches. W'cngrow (Oouv. Sedlez). Nach der Be- *etzuiig der Stadt durch die Deutschen wurden hier ei״ jüdischer zweit. ד Bürgermeister und zwei jüdische St.ullratsmitglieder eingesetzt. Die Stadtmiliz besteht ׳ur Hälfte aus Juden. Vor einiger Zeit wurde eine jüdische Volksschule eröffnet, in der '200 Kinder Unternein in Hebräisch, Jüdisch, Deutsch und Polnisch erhallen. Es wurde auch eine jüdische Bibliothek mit (1(10 hebräischen und jüdischen Büchern eröffnet. V! der Bihlintliek besteht auch ein ,,V o I k s 11 a u s“ um! eine literarisch-musikalische Sektion, Aus RuBland. (Vom P sy cbo• N e u r oIog i sc 1( e 11 Institut in P c t e r s b 11 r g) Der Kultusminister Fürst Ignatiew befragte kurzem das Ministerium des Innern, ob es müg- '1ch sei, dem P s y c 11 o - N c 11 r o I o g i s c h e 11 In- SJ י G11, (|;1s nach seinem neuen Statut die Rechte w!u Rcgieriingsuiiiversität erhält, das Recht der ״eien Aufnahme von Juden auch weiterhin zu gc- ''aliren. Der Minister des Innern, A. A. Clivvostow, verneinte diese Anträge ohne jede Moti- VKTiinn; Das. Schicksal der bereits im Institut stu- ®irreiulen Juden ist vorläufig im Schreiben des Ministeriums unberührt geblieben. (Von der Selbsthilfe) ״ Ans dem Bericht des K i e vv e r R a y o n - Komitees der jüdischen Kricgshilfsorganisatioii, ”essen Tätigkeitsgebiet die Gouvernements Kiew 'schernigow, Podoticn, Wolhynien und ''״» den Russen okkupierten Teil Galiziens entnehmen wir, daß die Zahl der jüdischen "'Ilshedürftigen Flüchtlinge und der durch den Krieg ™nierten jüdisdien Einwanderer gegenwärtig 63 300 Wtfal1' V°" 416,,6,י au* ^as °^uP'crtc O.IW« 000 0י־ u I,״ allen diesen Gouvernements wurden vom Komitee unter Mithilfe der lokalen jüdischen Ocscllschäften Konsumvereine für die jüdischen Fliichtmgc gegründet. In Podolien wurden neue Evaknieningeii beabsichtigt, und das Komitee sali sieb gezwungen, einen speziellen Evakuationsfoiids für etwaige Ausweisungen anz.ulegcn. Das Komitee in K a in e n e z erhielt zu diesem Zweck eine besondere Zeichnung von 10 000 Rubel für den Fall eines Evakuierungserlasses. Heber den Rahmen der Arbeiten der lokalen I lilfsorgmiisationen vermögen folgende z.iffeni ein Bild zu geben. Wahrend des einen Monat Dezember 1015 erhielten vom Kievver Rayonkomitee die lokalen Organisationen in Wolhynien )2 150 Rubel, in Podolien 13 000, im T s c 11 c r n i - g o w e r Gouvernement 5700, im Kievver 800 und in Galizien 5 t 700 Rubel. Trotzdem die Fluchtlinge mul Notbediirftigen Galiziens auch vom siidwestlichen Seuistwovcrhand mehrfach Unterstützung erhielten, konstatiert der Bericht, daß angesichts der ungeheuren Not eine dreifache Unterstützung notwendig wäre, um die elementarsten Bedürfnisse der ostgajizisehen Juden befriedigen zu können. Besonders schlimm steht es noch mit der Beklckluiigsfinge. Während der letzten Zeit setzte das Komitee für Kleider mul Schuhe einen Betrag von 2(18 000 Rubel aus. Das gewöhnliche Budget des Kievver Ravoukomitees beläuft sic1'. die Organisatioiisausgabcn abgerechnet - auf ca. 200 000 Rubel monatlich. (t> r g a n i s a t i o n s f o r 111 e 11 der j ii (i i s c h e 11 I I i I f s k o in i t c c s) Eines der schwierigsten Probleme der jüdischen Kriegsliill'sorganisalion ist die Frage der Beteiligung der Notbediirftigen seihst au der Verteilung und Organisierung der Unterstützung. Bis jetzt sind in den verschiedenen Städten des ״neuen“ Aiisiedlungsi'nyons drei Arten der Beteiligung bekannt: die Fluchtlinge wällten 'zusammen mit den übrigen jüdischen Einwohnen! der Stadt das Uutcrstützuugskomitcc (z. B. im Woroncsdicr Gouvernement und in Worsiny); die Flüchtlinge wühlen allein ein besonderes Komitee (z. B. in Taiiibow) oder liehen dem von der Gemeinde bestimmten Uiiterstützmigskomilee bestellt noch ein von den Einwohnern der Stadt gemeinsam mit den Flüchtlingen gewählter Aufsichtsrnt, der die Tätigkeit des Uuteistiitz.ungskomitccs kontrolliert. Fast überall existiert eine ans den Reihen der Flüchtlinge selbst gewählte ״Sadiverstätidigeii-Komutission“, wie bei jedem einzelnen Fall der Erweiterung oder Einschränkmig der Unterstützung ihr Urteil abzugeben hat. in mancheu Städten sind die Beschlüsse dieser Kommission für die Untcrstiitzungskomifces bindend. Die Frage der Beteiligung der Flüchtlinge an der Organisation wurde auch auf der letzten Beratung der Moskauer Hilfskomitees behandelt, die sich speziell mit den Organisationsfrageii befaßte. Unter anderem beschloß mau, daß es im Interesse einer normaleren und rationelleren Existenz der lokalen Komitees erwünscht wäre, wenn diese aus den breiten Schichten der jüdischen Bevölkerung, sowohl der wohlhabenden Einwohner wie auch der nothedürftigen Flüchtlinge, gewählt werden. (M a 11 g e I a n I e 11 r e r k r ä f t e 11) Für die vielen neuen Schulen, die in (len iiciien jüdischen Niederlassuugsstiidten eröffnet wurden und die zugleich die Stelle des allen Clieders vertreten, macht sieh jetzt, infolge der Einberufung der meisten Lehrer, wie. auch der großen Zahl 11ml neuen Formen der Schulen, ein großer Mangel an Lehrkräften, hauptsächlich für hebräische und jüliselie Lelirgegenstämle, geltend. Die S e 1111 i k o in 111 i s s i o 11 der j ii - 11 i s c 11 e 11 I! i I d 1111 g s g e s e 11 s c 11 a f t beschloß nach längerer allscitigrr Behandlung der Frage, Vorheretfiingsgruppcii mit kurzen Lelirknrsen zu gründen, all neuen auch die Lehrer der Chadarim, die sogenannten ״Melamilim“ teilnclimcn werden, damit mich sie nach einer entsprechenden Ausbildungszeit für die iieuen Schulen verwendet werden können. Es besteht Aussicht, daß auch Lehrer, die kein Lehr- (liplom besitzen, an den Volksschule״ wenigstens ihr die Uclicrgaiigsz.eit als Lehrer für jüdische Lehrgegenstände angestellt werden dürfen. Zu diesem Zwecke versandte die Gesellschaft Enqueten an alle lokalen Komitees und Lchrervereinigimgcn, durch welche festgestcllt werden soll, auf Welche Weise, wo lind nach welchem Programm und welchen Methoden diese, neue Arbeit am besten unternommen werden wird. Zu gleicher Zeit [ragte auch die Gesellschaft au, oh in den Proviuzstädtcn Leute zu finden seien, die nach ihrer Meinung ein Lehramt zu bekleiden täiiig seien, Falls solche Kandidaten vorhanden seien, bittet die Gesellschaft, genaue Angaben zu machen. Aus den ca, 23 Fragen, die die Gesellschaft zur Charakterisierung des Lehramtskandidaten stellt, eiltnehmen wir mir folgende, die von den geforderten Fälligkeiten eine Vorstellung mache«: Welche Schule hat der betreffende Kandidat absolviert? Welche Gcgenstände will er unterrichten? jüdische (hebräische Sprache, jidische Sprache, Bibel, jüdische Geschichte)? oder allgemeine (russische Sprache, Arithmetik, Gcschichte, Geographie, Naturkunde)? welche von diesen Lchrgcgcnstnnden kann er in der jidischcn Sprache unlcmclitcn? kann er gründlich Bibel, Talmud, nachbiblische Geschichte? Ist er imstande, frei Hebräisch zu schreiben? Beherrscht er die hebräische Literatur? Kann er die hebräische Sprache laut der sogenannten natürlichen Methode (״iwrith beiwrith“) untcrrichten? Turnt er? Besitzt er Kenntnisse in Fröbelarbeiten? Kann er Musik-, Zeichen- oder Gesangsunterricht erteilen? Diese ausführlichen Fragebogen sind an samtliehe Lehrervereine und einzelne Persönlichkeiten, bei denen für die Sache der jüdischen Erziehung Interesse vorausgesetzt werden kann, versandt und in der russisch-jüdischen Presse veröffentlicht worden. (Kurse für Kinderheim pf leger) Die jüdische Fliichtüngsfiirsorge hat eine neue Erziehungsanstalt die Kinderkrippe — besonders beliebt und populär gemacht. Nur ist Mangel an geschulten Pflegern und Erziehern vorhanden. Das Komitee der ״Gesellschaft für jüdische Gcsiindheitspflege“ beschloß datier, Spezielle) Kurse zur Ausbildung von Kindcrhciinpflegern zu gründen. Als Schüler sollen nur Lehrer und Lehrerinnen aufgenomtneii werden, die eine pädagogische Bildung und Schulpraxis besitzen mul der jüdischen Sprache mächtig sind. (L r a 11 e 11 s c 11 111 z.) Die jüdische Hilfsorganisation in Moskau hat eine besondere Kommission für die Unterstützung der jüdischen L rauen unter den Flüchtlingen eingerichtet. Die Kommission wird sieh der alleinstellenden Frauen und Mädchen annehmen. (Dr. (Hi. J. 11 o e It m a 1111 gestorben) In Odessa starb im Alter von 60 Jahren der Privat d o z e 111 11 c r M ,11 h c m a t i k an der Odcssaer Universität, (', hajim H ochmann, einer der ersten Gründer einer jüdischen Mittelschule in Rußland, der als Gelehrter, Pädagoge und volkstrcucr Jude in ganz Siidrußfaml große Verehrung genoß. (״Einige Za 11 len“) Unter dieser Ucberschrift bringt die ״J c vv - rejskaja S bis 11“ folgende Statistik über Austritte aus dem Judentum im J e k a t e r i n o s I a vv e r Bezirk im Laufe des Jahres 1015. Die Ermittlungen ergaben eine Gesamtzahl von HO Täuflingen, darunter 6t Männer und 55 Frauen. Die Mehrzahl der Gctauften steht im jugendlichen Aller. Auf das Alter von M 30 Jahren entfallen 80 Getaufte, im Alter von 30 50 Jahren sind 13, im Alter von 2-8 Jahren 10 Personen zur ortluwloxeu Landeskirche iibergclrctcn. Das Inhaltsverzeichnis des Jahrganges 1915 der Jüdischen Rundschau, In dem die einzelnen Beiträge nach sachlichen Gesichtspunkt ten zusaniincngcstellt sind und das auBcrdem eilt besonderes Autorenregister enthält, ist bereits seit einiger Zeit erschienen und wird jedem Abonnenten auf Wunsch kostenlos zugesandt. Nachrichten Berlin. Unser Gesinnungsgenosse, Unteroffizier Ericti 11 e k e r 111 a n n - Forst (Lausitz) (K. J. V.) hat das Eiserne Kreuz bekommen. Unser Gesinnungsgenosse, Unterarzt Kurt Coli 11- Charlollcnburg (K. J. V.) ist einer Krankheit, die er sieli im I elde geholt hat, erlegen. Berlin. Zum Besten der Uiitcrstütz.ungskassen der Jüdischen Gciinimlc bringt der Robert S c 11 u - mann-() hör (Dirigent Max Kolm) am Sonntag, den 12. März, ahenus 8 Uhr, im grollen Saale der ״Ressource zur t hiterlialtuiig“ Oranienburger Str. 18, Rombergs Oratorium ״Das Lied von der Glocke“ zu Gehör. Mit wirkende: Konzert- und Oratoricnsäugeriu Frieda Frohnhausen, I laiiptkantor Max Baer Kantor BerthoUl Friedman 11; am Flügel Alfred Frankel. Karten ä M. i,50 und 0,75 durch die Geschäftsstelle des Robert Schumann-Chors: Linde- 111 a 11 n , Flensburger Str. 20, sowie a!1 der Abendkasse. Berlin. Der Jüdische Jugeiulhuiul ״Lichtenhe rg" veranstaltet am Sonnabend, den 18. Marz 1ül(>, abends 0 Uhr, in den Pr.ichtsalcn des Ostens, I raiikluitcr Allee 1(1, unter gütiger Mitwirkung des Indischen Gesangvereins ״II a s a tn i r“ (Dirigent tierr Kopf) eine P 11 r i in f e i e r , dessen Reinertrag teils jüdischen Kriegern im Felde, teils notleidenden Juden (in den besetzten Gebieten sowie in Palästina) zugute kommen soll. Auch der Konzertsänger Leo G o 11 a 11 i n hat seine Mitwirkung in Aussicht gcstellt. Billets sind an der Abendkasse, sowie bei Fräulein A. (201111, Kaiscistr. 10 20 (Konfitüreti-Ge- Schaft) zu erhalten. Berlin. I )ic Berliner S e z e s s i o n veranstaltet seit einiger Zeit in ihren neuen Räumen am Kurfiirstemlamni 232 Vortragsabende, die gewöhnlich am Sonntag nachmittag oder abends stattfinden. Am nächsten Sonntag, den 12. März, abends 1/a0 Uhr, liest Martin Bub er aus seinen Werken vor. Mary Dietrich ergänzt den Abend durch den Vortrag chinesischer Dichtungen, unter denen sirli auch die von Buhcr herausgegebenen chinesischen Geister- und Liebesgeschichten befinden. Mannheim. Seit dem gelungenen Vortrag des Herrn Dr. H a n t k e , über den s. Zt. eingehend berichtet wurde, hatte die hiesige Ortsgruppe keine Gelegenheit hervorzutreten. Das Fest des 70. Gcburtstages eines unserer ältesten Mitglieder, der Frau Alice Gut mann, am 20. Februar, zeigte, welche tiefe Verehrung sich diese tätige Frau nicht nur jn unseren Reihen erworben hat. Vor einer Reihe von Jahren hat sich Frau Outmann mit ihrer ganzen Persönlichkcit für den Gedanken einer Unterbringung der vergessenen ostjüdischen Prolctarierkindcr eingesetzt und hat, allen Hindernissen und jüdisdien Gegnern zum Trotz, unablässig diesen Oedanken gcfördert, bis heute die jüdisdvc Kinderstube der jüdischen Frauen-Vcreinigung den Kindern Obdach, Pflege und Sdiule geworden ist. Dabei ist der <t

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