Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XX (1915)
- Issue
- Heft 44 (29.10.1915)
- Date
- 1915-10-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 358 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 44 Ausweis der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Schekel: Berlin 7,—. Dcrtmmd 3, . FNchweiler 1,— ,Köln ,Verein Hasch'Chan V -,atu dem Felde 1, —. Landesbeiträge.• Berliner Zion Vereinigung!für 1914) 50. , Berlin '3.—, Dortmund 6.—, Köln (Verein Haschaehar) I, . Prop igandafonds: An nähere;! Linzelbeitrag 3,-. Chemnitz. Dr Walter Frankel •4. Rate'12.50 ׳, Ortsgruppe Dortmund 1S0nderb-־iüag1 0.-, Varel: Gustav Sctiwabe 50.—,;ms dem Feld׳ : Gerhard Holdheim-Berlin 5.—. Dr. Myrli! Bloch-Stiallblirg (I, Rate) 5. , Stabsarzt Dr. Jacobs )Im-f-rfurt •5.—, Moritz Meyer - Fsehweiler 10, , Maitin Wagne5 ״,— Diverse Spenden: Ratibor 50, — . Eingang vom 13. bis 27. Oktober 1915: Sehek e I: (3׳,— M; Landesbeiträge: 13, - M.;!׳ r o - p a g a n d a t o n d s: 161.50 M. Oesamteingang: Schekel; 2718,— M.; Land e s b e 1 t r ä g e : 2907, - M.;Propagandafonds: 9219,50 M. AUS ALLER WELT Aus Amerika. Der gegenwärtig in New V o r k lebende hekannte Dichter S c h a I o m A I e i c 11 e rn erhielt dieser Tage aus K u p e n h a g e!1 die Nachricht vom jähen Tod seines ältesten Sohnes Michael Kahina- Witz. Der Verstorbene studierte an der Kopenhagener Universität und hatte zuletzt die Absicht, nach Amerika zu gehen." Er starb an den Folgen einer schweren Erkältung im 24. Lebensjahre. Aus England. Die jidisehe Zeitung ״Die Welt“ in London teilt mit, daß am 27. Oktober in London eine Konferenz stattfindet, die sich mit der Unterstützung der durch den Krieg notleidenden Juden befassen soll. Die Tagesordnung der Konferenz ist folgende: Eröffnungsrede Dr. i). J o c 11 e i tri ann; was London für die durch den Krieg notleidenden Juden geleistet hat — Herrmann Landau; Finanzieller Bericht - Dr. Sarchi und I). Gold; Die bevorstehenden Aufgaben — S. Dingel; Wahlen; Verschiedenes. ln B o 1 s t o n ist ein Komitee zur Unterstützung der kriegsnotleidenden Juden in Rußland gegründet worden. Aus Russisch-Polen. in Warschau ist ein neuer Verein gegründet worden, der die Aufgabe hat, für die jüdische Sprache als Unterrichtssprache in den jüdischen Volksschulen einzutreten. Die Satzungen dieses Vereins werden demnächst den zuständigen Behörden zur Genehmi- (jung eingereicht werden. * Wie das ״W arschaucr Tageblatt“ mitteilt, sind von den Oesterreichischen Behörden in Petrokow eine Anzahl neuer Elementarschulen mit der Polnischen Unterrichtssprache eröffnet worden, deren Besuch auch für die Juden der Stadt obligatorisch ist. Der ausgesprochen polnische Charakter dieser Schulen macht aber ihren Besuch für die jüdischen Kinder zu einem fast unerträglichen Zwang. :ו¬ Dieselbe Zeitung teilt auch mit, daß in Petro ko w dank der initiative einiger Privatlehrer hebräische Lehrkurse für Erwachsene eingerichtet worden sind, die ca. 150 Teilnehmer zählen. Die Vorlesungen über jüdische Geschichte und Literatur wurden in jidischer Sprache abgehalten, Aua Rußland. Die M o skau e r P o I i 1 e i ist angewiesen worden, sämtliche jüdischen Zahnärzte, Apotheker und Hebammen, die als Flüchtlinge nach Moskau gekornmen sind, falls sie zwei Wochen nach ihrer Ankunft keine geordnete Beschäftigung nachwcisen können, auszuweisen. Dagegen wurde den Genannten der Aufenthalt in der Stadt Rostow am Don gestattet, trotzdem das Dongebiet bekanntlich von der allgemeinen Wohnrechtserweiterung für die Juden ausgeschlossen worden ist. Man führt diese ״Abweichung“ aut das von uns bereits berichtete Gesuch der Notabein des Dongebietcs zurück. — * Der jüdisch-österreichische Staatsanwalt La zarus aus C z e r 11 o \v i t z , der bisher in Kiew gefangen gehalten wurde, ist jetzt aus der Haft entlassen worden und hat die Erlaubnis erhalten, sich nach Petersburg zu begeben, um dort seine völlige Befrei u!1 g a uszuw i rk en. Lazarus wurde von den Russen bei ihrem Rückzug aus Czernowitz als ״Geisel" mitgeschleppt. Nachrichten Berlin. Unsere Gesinnungsgenossen Dr. Albert G o I d b e r g - Neuenahr (K. J. V.), Leutnant Max f* a p p e 11 11 r i nt e r - Mergentheim (K. J. V.), i )r. jur. Kar! Czapski und Kriegsfreiwilliger Alfred Berg e r - Amsterdam haben das Eiserne Kreuz erhalten. Letzterer wurde gleichzeitig zum Gefreiten befördert. Unsere Gesinnungsgenossen Norbert Cohn - | München (K. J. V.) u. Walther M a n 11 11 e i rn -Berlin (K. J. V.) wurden verwundet. Das Mitglied des Her/I-Klub Hamburg, Herr I inii f: 11 o c h , ist in russische Gefangenschaft geraten. Unsere Gesinnungsgenossen Ascher Aberhach, Mitglied des Vereins Flasthachnr-Cöln, Walter S a I 111 ״ o n - Merchawja, und Rechtsanwalt f >r. Jacob M ö 11 e r - Hamburg, Mitglied des Zentral- Komitees des Misrachi, sind gefall e n. Berlin. Der ZionistischeJugendverein hat seine Tätigkeit wieder aufgenommen. Die Vereinsabende finden alle 14 Tage am Donnerstag im Flerzl- Club. Gr. Präsidentenstr. 2. statt. Den ersten Vortrag im Jugendverein hält Herr Heinrich Margullesam Donnerstag, den 4. November über das Thema: Die beiden Tempelzerstörungen, die spanische Austreibung und der Weltkrieg. A11 den dazwischen liegenden Donnerstagen wird der Geschichtskursus der Mädchengruppe abgehalten. Berlin. Die Kant-Gesellschaft hat dem Marburger Gelehrten Professor Hermann Cohen zu seinem am 27. d. M. begangenen goldenen Doktor-Jubiläum eine künstlerisch wertvolle Giückwunschadresse überreicht, die von dem jüdischen Radierer Josef Budko aus Berlin entwotfen und ausgeführt wurde. Herr Budko hat auch bereits im Sommer 1913, im Aufträge des deutschen Kaisers, ein Diplom radiert und sich mit dieser Arbeit volle Anerkennung erworben. Berlin. Wanderabteilung des Zion. Jugendvereins: Sonntag, den 31. Oktober: Döberitz-Wannsee. Treffpunkt S'/4 L’hr Bahnsteig Alexanderplatz (Karte nach Döberitz). Breslau. Der Herzl-CIub veranstaltet auch während des Krieges regelmäßige Zusammenkünfte. In den Monaten Oktober und November erteilt Herr Walter Danziger an jedem Montag Tendenzunterricht. Am Donnerstag gibt Herr Gerhard Cohn einen Geschichtskursus uud am Dienstag wird geturnt. Nürnberg Am 16. d, M. eröffnete der Vorsitzende in feldgrau die erste Mitgliederversammlung der Zionistischen Ortsgruppe Nürnberg im Wintersemester. Er überbrachte die Grüße der im Felde stehenden Mitglieder und betonte, daß trotz der Schwierigkeiten im Kriegsjahre die Ortsgruppe bestrebt sein werde, durch Versammlungen und Vorträge das zionistische Ideal zu pflegen. Daß sich auch nach dem Kriege für die zionistische Arbeit ein weites Betätigungsfeld finden wird, zeigte der Vortrag des Abends .Das Ostjuden- Problem“ (nach der Broschüre von Fritz) von Herrn Arthur Korösi. Der Vortragende schilderte die Ideen und Vorschläge des Verfassers und unterzog sie einer kurzen Kritik. In der dem Vortrag folgenden sehr anregenden Diskussion war man sich einig, daß sich nach dem Kriege dem Zionismus ein großes Arbeitsfeld öffne, an dem jeder nach Kräften mitarbeiten müsse; man sprach ferner den Wunsch aus, öfter ähnliche Referate über aktuelle Broschüren zu hören, da nicht jeder Zionist die Zeit habe, derartige Schriften selbst zu lesen und eine Orientierung hierüber dringend notwendig sei. Mit einem Hinweis auf den neugefründeten, jeden Mittwoch tagenden zionistischen tammtisch schloß der Vorsitzende die gutbesuchte Versammlung. Ratibor. Der langjährige Kassierer unserer Ortsgruppe, Gg. Siegfried Fröhlich, und Frau Rösi Fröhlich, ein verdienstvolles Mitglied unserer Nationalfondskommission, feierten am 14. d. M. das Fest ihrer Silberhochzeit. Geldsendungen aus Oester ref ch - U ngar n Unsere Gesinnungsgenossen in Oesterreich- Ungarn machen wir darauf aufmerksam, dass sie Geldbeträge für die Zwecke des Zionistischen Aktions-Komitees, wie auch für die Jüdische Rundschau sowie das Hiifswerk in Palästina am einfachsten und unter Vermeidung aller Kosten auf folgenden Postscheck-Konten einzahlen können: Postsparkassenkonto Professor Warburg fBr Zionistisches Zentral-Büro Nr. 145340 Wien Postsparkassenkonto der ״Welt“ Nr. 39913 Wien Postsparkassenkonto der ״Welt“ Nr. 61555 Budapest. Schluß des redaktionellen Telia. Jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) Freitag, 29. Oktober, abends: in allen Synagogen 5 Uhr. Predigt: Synagoge Levetzowstraße: Rabbiner Dr. Bergmann. Sonnabend, 30 Oktober, vormittags; In der Alten und Pestalozzistr.- Synagoge 8! a Uhr, in der Kaiserstr. - und Rykestr.-Synagoge 9 Uhr, in den anderen Synagogen: Frühgottesdienst 71/s Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr, Predigten: Alte Synagoge: Rabbiner Dr. Stier. Neue Synagoge: Rabbiner Dr. Warschauer, Synagoge Lindenstr.: Rabbiner Dr. Rosenzweig. ׳— Jugendgottesdienst: tiachmittags 4 Uhr: Synagoge Liitzowstr.: Rabbiner Dr. Weisse; Synagoge Levetzowstr.: Rabbiner Dr. Lewkowitz; Abendgo1t cs d ie ns t( Sabbatausgang) : 5 Uhr 26 Min Mincha: in allen Synagogen ‘a Stunde vor dem Abendgotiesdienst. Gottesdienst an den Wochentagen: Morgens: in der Alien, Kaiserstr.. Rykestr. und Pestalozzistr - Synagoge: 7 Uhr, in den andeien Synagogen: 71.'., Uhr. Abends: in allen Synagogen 5 Uhr. Sitzung der Reprä sein anten-Ver saniinlu ng : Sonntag, den 31 Oktobei, vormittags 10 Uhr itn Sitzungssaale, Oranienburgerstr. 30, II. Jüdischer Nationalfonds Zentral« für Deutschland Geldsendungen sind ausschliesslich zu richten an Herrn Hex VoEliteinsr, Ctmriottcnburg, Roecher-Strafte 5. Der Jüdische Natümaiionds, Zentrale dir Deutschland, ״rat. s. treuen Gönnern Siegfr. F r ö h I i c h u. Frau, Ratibor, u. San.-Rat Gaspari u. Frau, Berlin, /. Silberhochzeit je 3, Dav. Rosenber g u. Frau, Königsberg, grat. Dr. Sinoira z. Assessor. Dr. Adler, z. Zt. Res.-Lazarett Bartenstein, grat. s. i. Bbr. Dr. Albert Hirsch u. Frau Gemahlin 1. Geburt eines Töchtercliens . . Ludw. 1 k e n b e r g , Dresden-A. 19, bittet Max C e n t a \v e r um s. Feldadresse . Off.-Stellvertr. W o 1111 e i m , im Felde Frau Bialler dankt Frl. Zucker u. Frl Sega II f. ihre Aufmerksamkeit . . . Martin Ascher kond. s. 1. Bbr. Erich Herzberg 1,— u. Fr. Dr. Rosenkranz z. Tode ihres Schwiegervaters 1,—. Bruno Ostrowski, itn Felde, bittet s. I. Julius Loewenthal um ein Lebenszeichen Ref. Fritz S. Katzenstein, Betzdorf, grat s, ,Schwester“ z. Beförderung .... Feldunterarzt Kurt Cohn grat. s. i. Ernst Wolff z. Eis. Kreuz, u. grüßt Dr. Grün felder . Telegr. Walter Osterweil dankt s. Onkel Jakob Wagner f. Zusendung d. Rundschau Herta Kallmann, Kattovvitz, zuv. ges. Betrag v. Uffz. Rieh. Knoch. Onkel Sixt u. Tante Rösi grat. Lutz u Leni Fröhlich z. 2. Staatskerl. Israelitische Kuranstalten Sayn, f. Bemüirung d. Hauptbureau» d. j. N. F. ... Anna Salz kond. Rosalie Daniel . . Feldunterarzt Caspar! grat s. i. Ernst Wolff 1. Eis. Kreuz. N. N.. . . . J. K. L e v y dankt Harry Heller . . . . M. 6,- 2 - ־,1 5,- ,10 -,1 -,2 ,1 -,2 -,2 ,1 ,5♦ 1,- 3,- ־,! ־.1 Zusammen 76,- Notstands-Aktion für Palästina San.-Uffz. Nüssen feld 11. Leo Rosenblüth.3,— Heinz Seelig, Berlin, grat. San.-Rat I>r. Dav. Caspari u. Fr. herzl. 7. Silberhochzeit 2,— Oberleutnant Manneberg, im Felde, iöst hiermit alle Gratulationen und Kondoiationen ab, 10,— , dankt f. d. Gratulationen z. s. Beförderung 3,—, 11. grüßt s. Bbr. Bbr. im Felde mit d. besten Wünschen f. ihr Wohlergehen 2,— 15,— Hans Abrahamsohn, Spandau, dankt s. I. Onkel Gustav Domker f. erwiesene Gefälligkeit .1,— Ernst Tryfus, Heppenheim, grat. s. I. A. H. Dr. A. Hirsch u. Fr. Gemahlin z. Gehurt d. Töchtercliens, wünscht ihm außerdem baldige Genesung.1,— David ü o 1 d s c 11 in i 11, Heppenheim, Schnodergeld ..8,— Dr. H. Feinstein, Leipzig, nachträgl. Neujahrsabl.2,— Isak Neu m a 1111, Leipzig, desgl.1,— M. j., Lüneburg.50,— Landsturm!!!. Bertram Stern, im Westen, nachträgl. Neujahrs-Ablösung .1,— Simon Gutt man 11 11. Söhne, Beuthcn . , 50,— Stadtrat Leopold O u 11 in a n n , Beuthcn . 15,— Dr. Kalmus u. F'rau danken Leop; Land a u bestens f. d. wohigelungenen Aufnahmen 3,— CI1. Besen, Elberfeld.1,— R.-A. W i 1 c z e k , Crefeld.10.— Edith Ruth Bobreker grat. ihrem 1. Bruder Walter z. Geburtstag . . . _ . . . . 3,— Hermann Lob, Butzbach, b. Aufruf z. Thora 5,— Betty Frankenstein kond. Dr. Arthur R ע p p i 1!._ ■ . 1,— Dr. S. S c 11 w a r z s e 11 i I d , im Felde, anl. Haskarath Neschamatli am Jom Kippur . , . 10,— Dr. Nathan K ö r b e r, im Felde, grüßt s. Karlsruher Lieben.5,—