Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1915-01-08 · Heft 2 (8.1.1915) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XX (1915)
Issue
Heft 2 (8.1.1915)
Date
1915-01-08
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2651273-2651922-2651924--09963-2667336
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 14 J U ED I SC H E RUNDSCHAU Nr. 2 Verkleinerte Wiedergabe unserer neuen Her/]-( Gravüre nach einer nicht veröffentlichten Handzeichiumg von Hermann Struck. Originalgröße 16 : 21 cm. Preis in weifiem oder rotem Hoi/rahmen M. 2,50. Porto: Deutschland und Oesterreich-Ungarn 30׳ Pi., Ausland 60 Pf. Zu beziehen durch den Jüdischen Verlag, Berlin W. 15, Sächsische Str. 8. Amtliche Meldungen Das Wolffsche Bureau meldet nichtamtlieh aus London vom 24. Dezember: ״Hier wurde zur Linderung der Kriegsnot der Juden Polens ein Fonds gebildet. Rothschild zeichnete 1000 Pfd.“ Das Reuter-Bure a u meldet, wie hierher aus Amsterda m berichtet wird, aus London: ״In London wird die Bildung einer speziellen jüdischen T r u p p e 11 a b t e i I u n g für das neue Heer Lord Kitcheners erwogen. Im englischen Heer dienen bereits 5000 Juden, doch meint man, daß die jüdische Gemeinde noch mindestens ein volles Bataillon bilden kann, um gemeinsam zu dienen. Das Kriegsministerium hat schon Maßnahmen eingeleitet, um eine spezielle jüdische Abteilung der R i f 1 e ־ Brigade zu bilden, die in Winchester einexerziert werden stall. Ein jüdisches Rekrutierungsbureau ist schon in Ostende, in Leadenhall Street, •eingerichtet.“ Daß sich die englische Regierung wegen neuer Rekruten auch besonders an die Juden wendet, ist nicht überraschend. Diese müssen aber, wie die Meldüng des Wolffsche!! Bureaus beweist, doch schon eine Ahnung von den Verhältnissen in Polen haben, wo sieh die Russen den Juden gegenüber nicht so benommen haben, daß mit Nachrichten darüber dem Rckrutierungsgeschaft in Ostende zum Nutzen der Tripel-Entente gedient würde. * Das Wolffsche Telegraphen-Bureau berichtet aus Konstantinopel vom 28. Dezember: ״Jerusalemer Blätter berichten über ein m u s e 1 - manisch-israelitisch esVerb r ii dem 11 g sfest in dieser Stadt, an dem Vertreter der angesehensteu arabischen Familien und hervorragende israelitische Gelehrte teilnahmen. Es wurden auch Ansprachen in hebräischer Sprache gehalten.“ Wir haben zu dieser Meldung nur hinzuzufügen, daß das gute Einvernehmen zwischen Moslim und Juden in Palästina gerade in dieser Zeit erfreulich ist. Daß israelitische Gelehrte auch heb rä i s c h e Ansprachen halten, ist nicht überraschend, da die Repräsentanten der jüdische 11 Bevölkerung Palästinas auch bei gemeinsamen Veranstal- Hingen aller Bevölkerungselemente sich der 11 e - bräi sehen Sprache zu bedienen pflegen. * Aus K o n s t a 1! 1 i n o p e 1 wird über einen russischen Landungsversuch in Palast i n a gemeldet: ״Das Hauptquartier teilt mit: Der russische Kreuzer ״A s k o 1 d“ versuchte vorgestern eine Landung bei Jaffa. Die Küstenposten eröffneten rechtzeitig das Feuer auf die feindlichen Boote, die sich mit Verlust mehrerer Toten zurückzogen.“ Weitere Meldungen sind noch nicht eingetroffen. Nachrichten Berlin. Folgende Gesinnungsgenossen haben das Eiserne Kreuz erhalten. Heinrich Koplovvitz - Königshütte, ,Sam. F r c 11 n d - Bun/lau, Unterarzt Dr. Arthur R o s e n h erg- Berlin. Unteroffizier Fritz Klein hat die badische Karl- Friedrich-Medaille und Feldwebel Oskar Pariser- Stuttgart die Silberne Tapferkeitsmedailie des österreichischen Heeres bekommen. Kriegsfreiwilliger Erich H e i 1 b r u n 11 wurde verwundet. Rechtsanwalt Salli H i r s c 11 - Berlin (K.J.V.) wurde zum Vizewachtmeister befördert. Unteroffizier Philipp Eisberg- Köln ist gefallen. Prag. Unser Gesinnungsgenosse Dr. Hugo Bergmann (Prag), Leutnant im 10. österr. Infanteric-Regiment, schreibt uns: ״Bei unserem Regiment fiel am 18. XL Dr. Schapira aus Czernowitz, A. H. der Zcphirah. Er war Kommandant unserer Maschinengewehr-Abteilung und bekam einen KopfschuB, als er sich über den Schutzscliild erhob, um das Ziel besser zu sehen. Am 21. X. fiel bei Nisko ein liebenswürdiger jüdisch1nationaler Leutnant unseres Regiments, Jur. L>r, Hohe 11 b a 11 m aus Lemberg, bei einem Sturm auf die russische Stellung.“ Berlin. Am 15. Dezember 1014 feierte einer der eifrigsten Mitkämpfer für unsere Sache, Herr Kantor Blitz, früher in Dessau, jetzt in Charlottcnburg, seinen (10. Geburtstag. Seine engeren Gesinnungsgenossen fanden sich an diesem Tage bei ihm ein, um ihn zu beglückwünschen. Auch von anderer Seite wurde der Jubilar gefeiert. Es waren Vertreter von verschiedenen jüdischen Vereinen und gemeinnützigen Institutionen erschienen, um Herrn Blitz ihre Huldigungen darzubringen. Von dem Vorstände des ’Religionsvereins Cliarlottcnburg, dessen Mitglied Herr Blitz ist, wurde ihm eine besondere Freude zuteil. Der Vorstand überreichte ihm eine künstlerisch ausgestattete Mappe mit Bildern aus unserem heiligen Lande. Am Abend fand zu Ehren des Jubilars ein Festmahl statt. In mehreren Reden wurde die vielseitige Tätigkeit des Herrn Blitz gewürdigt. Von zionistischer Seite feierte Flerr Dr. Heinrich L o e \v e die Verdienste des Jubilars. P. Berlin. Die Kriegshilfskommission der jüdischen Gemeinde versendet einen Bericht über die Tätigkeit ihrer Frauen- und Jugendfürsorge. 9000 Personen werden durch die Kommission unterstützt. 7565 Speisemarken wurden verteilt, ferner mehrere tausend Gutscheine auf Brot und Lebensmittel und viele Zentner Materialwaren, Gemüse und Kartoffeln. Die Bürgerküchen in Charlottcnburg verabfolgten 10 000 Portionen Mittagessen. Auch sonst wurde den Bediirfnissen in erster Linie durch Arbeitsbeschaffung geholfen. Posen. Am letzten Chanukaabcnd wurde die erste Gruppenversammlung seit Kriegsausbruch abgehalten. R.-A, Kollenschcr widmete unserem Führer Da - v i d W o I f f s o 11 n einen warm empfundenen Nachruf und gab ein scharf umrissenes Bild von seinem Wirken und seiner Persönlichkeit. Sodann gedachte der Redner der schweren Verluste, die insbesondere den Zionismus im östlichen Deutschland durch das Hinschejdcn von Dr. Carl Jeremias und Frl. Rebekka Landsberger getroffen haben. War Dr. Carl Jeremias der Organisator und jahrelang der hauptsächlichste Träger der zionistischen Arbeit in Posen, so war Rebekka Landsberger eine überaus eifrige und erfolgreiche Arbeiterin für unseren Nationalfonds. Schluß des redaktionellen Teils. : (mc Soldaten in jvdiie! 91 ad) beut heidigen Staube her SBiffcnfcfjaft ifl eö ber ärztlichen Stimft möglich, faft alle SSuiiben 311 heilen, uurauggefetjt, ön’fj biefet&en ntd)t, mie bei £>er3uerle|ju1ige11, beit fuforttgen 2 ׳;lob 3111׳ g-olge haben. Ta* ülitgeitmerf eit!eö JScbeit tmifj öeüljalb in 2 erfter ilinic gerichtet!ein, )eine Sieben im g-döe 001־ ,g>c130׳erlcj51!1tgeu, bie bei! fofortigen Tob herbeifiifjrett, 3t! feßüfeen. Tie* faiut'ma» am 2 ,beftea öurd) nufere tugeljidjere bie nnr gegen äJoreinjcubimg 001! 3Jlf. 8 — 2 portofrei jufenöen. (9htd)naljnic 30 fpfg. mehr.) tffiir liefert! 3hnen nnjerc ^anjcrplatte in einer Stofftafcfje, Die ber Solbnt mit <Sict)erl)cit§« 2 nabdn an feiner Uniform befeftigt. Jm Schiifeeit־ graben liegcttb, ift bie ,^aiijerplalte alc> Stopf* ' fdjnj; 311 ocmietibeti. 2 SöefieHen Sie heute noef). Tarn! bürfeit ©te beruhigt jagen, baß Sic <!0eS, mae in 3hter 2 3J!ad)t ftano, für bie (Scfunbheit 3f)rer Singe« hörigen im g-elöe getan 311 haben. : Jtntjlf 6d)ntjpan3rr3־nDuftrit, äterltit SB. 35 / 5ßofgbr1mcrftra§c 48 2öir nmrnen bov Stnfauf tmntieTiöertiger $er$|djÜ?er »MMMMI Mt *tt Jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) Freitag, 8. Januar, abends: in allen Synagogen 4! 2 Uhr. — Predigten: Neue Synagogc: Rabb. Dr. Blumenthal; Synagoge Levetzowstr.: Dr. Jul. Cohn. Sonnabend, 9. Januar, vormittags: (Neumondsweihe.1 in der Alten, Kaiserstr.- und Rykestr.-Synagoge 9 Uhr, in den anderen Synagogen Friiligottesdienst L'aS Uhr, Hauptg o 11 c s d i c ns t 10 Uli r. Predigten: Alte Synagoge: Rabb. Dr. Eschelbacher. Synagoge Kaiserstr.: Rabb. Dr. Levvkowitz. Synagoge Rykestr.: Rabb. Dr. Stier. Synagoge Lindenstr.: Rabb. Dr. Warschauer. Synagoge Lützowstr.: Rabb. Dr. Hochfeld. Synagoge Fasanenstr.: Rabb. Dr. Bergmann. Abendgottesdienst (Sabbatausgang!: in allen Synagogen 5 Uhr 1 Min. Mincha in allen Synagogen!״׳ Stunde vor Sabbatausgang. Gottesdienst au den W o c 11 c n t a gen: Morgens: in der Alten, Kaiserstr.- und Rykestraßen-Synagoge 7 Uhr, in den anderen Synagogen 7'2 Uiir. — Abends: in allen Synagogen: 4■Uhr. Jüdischer Nationalfonds Zentrale für Deutschland Gildaendungen sind ausschlieulicb zu richten in H«rm Max Wollitclaar CbarioH*nbar^, Roaeher-Strxftr 5 M. Schwester Mirjam Sachs dankt d. Z. V. f. D. f. d. Chanukah-Paket.1,— Aron I s s e r 1 i n , Königsberg, dankt S. H 11 rvv i t z, Dresden, f. d. Chanukah-Liebesgaben- Paket d. Zion. Vereinigung.2,— Dipl.-Ing. M. Mayjersohn, Freiberg, eine gewonnene Wette ”•.1,— Adolf Koch 11. Frau, Essen, grat. Dr. Emil Cohn ti. Frau, sowie Dr. Braunschweiger u. Frau je —,50 (uni. verspätet) 1,— Hans Kirsch!! er, Bcuthen, statt Blumen f. Hilde Kamm .1,— Emma Schram m desgl..1,— Frau Regina Kirschner dankt Hilde Kamm 11. Hans B 0 e h: m f. Blumen 2,— Fritz Freund, z. Z. Feldlazarett-Inspektor im Kriegslazarett Qrandpre, dankt allen Liebesgaben-Spendern f. d. frdl. Aufmerksamkeit * 3,— Fränzi Israel, Berlin, z. Gedächtnis Georg Müllerheims .1,— J. M i c h a i o w s k i 11. Frau, Düsseldorf, danken Dr. A. Jacobsolln, Lüneburg, f. d. Glückwunsch.1,— Fam. Schaefer, R.-A. Kurzweg, Jul. Brinit zer u. James Brück, Tarnowitz, grat. Oberarzt Dr. Stahl z. Eisernen Kreuz je —,50.2,— Freiw. Kraftfahrer Hans Israel, z. Z, Nordfrankreich, grüßt s. 1. Freunde.7,— Musketier Siegbert Stein, z. :Z. Magdebürg, dankt Herrn Scherek , Frl. Rosa u. Bianka L e vv i n 11. Frl. Olly Cohn f. d. Chanukahpaket.2,— Dr, Alex J es sei u, Frau, Frankfurt, danken Lina 11. Rosa H e i 1 b r un!1 , Gotha, f. d. Gratulation .1,— Ueberschuß d. Hilfsmarken-Verkaufs v. d. Blau-Weißen aus Ratibor.1,20 Arthur W e i 11 m a n n , Alzey, dankt f. ein weitergegebenes Clianukah-Pakct d. Z. V. f. D. 3,— W. D u b i n e r, Leipzig, Dezember-Beitrag 4,— Dr. Leo Münz, z. Z. Oberehnhcim-Els. 50,— S. Freund 11. Frau, Bunzlau, grat. ihrem Bruder Sam z. Eisernen Kreuz 1, , dieselben grat. Rosenthals 1,—.2,— Cölner V. J. K.er, frühere Spenden 9,— Erlös aus d. Verkauf v. Stanniol durch A. Reinhardt, Cöln.12,38 Dr. Hugo Meyer, Hamburg, grat. Alex A d I e r 11. Frau, Lübeck, z. Hochzeit —,50 Dr. R 11 e c k , z. Z, im Res.-Lazarett Seminar Lahr, kond. Zahnarzt Wolff u. Schwestern in Günzenhausen z. Hinscheiden ihres Vaters 3,— Ueberschuß einer Essener Oelbaumspcnde —,50 Arthur Wein 111 a ת n , Alzey, grat. s. 1. Lbb. Dr. AL F. Rothschild z.' Verlobung 1,— Nina Rose grat. Nanny Auerbach u. Heinr. M a r g u 1 i e s.1,— Zusammen 113,58 Arbeiterheimstätten. (Yemenltenhäuser) Philipp u. Bertha Boschwitz - Haus: J. Bosch w i t z u. Frau.20,— Chemnitzer Yemenitenhaus: Dr. Sichel, Chemnitz, abgelehntes Honorar f. Vertretung v. Frl. Dr. med. Schönberger 26,— Zusammen 46,—

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.