Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIX (1914)
- Issue
- Heft 26 (26.6.1914)
- Date
- 1914-06-26
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 284 Nr. 26 VEREINS-RUNDSCHAU Herzl-Feier der ßerliner Zionistischen Vereinigung am Sonntag, den 28. Juni, mittags 12 Uhr in der ״Singakademie“ (Kastanienwäldchen) PROGRAMM - ־׳=- 1. Orgelvorspiel 2. Gedenkrede von Dr. Adolf Friedcmann 3. Psalm 137: An den Wassern Babylons (Chor) von Goetz 4. Vortrag aus der Bibel und den Schriften I Icrzls!,Fritz Richard vom Deutschen Theater) 5. , Siehe, der Hüter Israels“ von Mendelssohn Die Musik wird von Mitgliedern des Synagogenchors unter Leitung von Alexander Weinbaum ausgeführt. Karten zu 1.—, 2.—, 3.— M. bei Bote & Bock, Leipziger Strasse 37, in den Verkaufsstellen von A. Wertheim, im Büro der Berliner Zionistischen Vereinigung, Friedrichstrasse 49 und an der Kasse. Der Uebcrschuss des Festes wird für den Herzlwaid verwendet. Berlin. Das A r b e i t s k o m i t e c d e r L raue n in der B. Z. V. beabsichtigt zum Herbst Kurse in 11 e b r ii i s c h c r S p r a c 11 e für S c 11 ü I e r u 11 d Schülerinnen von 8־-IO Jahren, gegen ein Honorar von 3 M. pro Quartal für jeden Teilnehmer, zu veranstalten. Wir erbitten Meldungen möglichst schon jetzt einzureichen au das Bureau Friedrich- Straße ■19 II. Die Kurse bei Frau Rose111 ״ üth falle״ in den Monaten Juli und August aus und werden erst im September wieder aufgeuommen, um dann mit einer Einführung in die Bräuche der Herbstfeiertage zu beginnen. Neuanmelduiigcu erbeten an das Bureau Friedrichstr. 49 II. — Des weiteren beabsiclitigi das Komitee im Herbst Kurse für jüd i s c h c Geschichte und W i s s e 11 s c 11 a f t für Frauen einzurichteii und bittet 111tercssoutinnen um Angabe ihrer Adressen, sowie etwaiger Wünsche bctrefis Ort und Zeit au das Bureau wie oben, Berlin. Der 11 e r z. I - C 111 b ii, Berlin, veraustallet am Sonntag, dem 5. Juli, eine Motorboot• f a 11 r t n a c h R a 11 c 11 f a 11 g w e r d e r. Abfahrt priiz. 9 Uhr von der Schlesischen Brücke (Reederei Rheden), Billetts in beschränkter Zahl nur auf den Namen lautend bis I. Juli zum Preise von 1,73 M. sind zu haben bei: Fritz Levvin, Königgrätzer Str. 81 (Krfst. 1618), Willy Preis, Neue Königstr. 84 (Kgst. 11311), Kurt Jacob}׳, Kaiscrallcc 202 (Pflzb. 1375) und im Sekretariat Grolle Präsidentenstr. 2. Besondere Einladungen ergehen nicht. Breslau. Der Verein Jüdischer S t u d e 11t c n (im B. J. C.) veranstaltet am Sonntag, dem 28. Juni, eine Matinee aus Anlaß des 10. Todestages Theodor Hcrzls. A, H. Kurt BI u 111 c n f e I d - Berlin wird die Gedenkrede halten. Es ergehen besondere Einladungen, Ratihor. Am Sonntag, dem 28. Juni, kommen die ״jüdischen Wanderbündc“ (Blau-Weiß) aus Biclitz und mehreren anderen Städten mit Damen nach Ratibor. Um I Uhr mittags findet bei Tworkau im nahegelegenen Walde ein Kriegsspiel mit darauffolgendem Abkochen, Stafcttenlaufen usw, statt. Abfahrt von Ratibor 8,34 Uhr oder 12,50 Ulir. Am Montag, dem 29. Juni, vormittags 10 Uhr: Abmarsch vom Bollwcrkplatz nach Adamowitz, woselbst Wettspiele usw. abgchalten werden. Gäste willkommen. Zahlreiche Beteiligung erwünscht, Königsberg. Der Verein ״Ivria“ veranstaltet am Sonntag, dem 28. Juni, für seine Mitglieder und Gäste eine Spazierfahrt per Dampfer ״Puck“ nach Ncuhäuscr-Pillau. Abfahrt um 9 Uhr morgens von der Grünen Brücke, Rückfahrt gegen 6 Uhr abends. Fahrkarten ä 1 M. sind bei den Vorstandsmitglied dern und an Bord erhältlich. Kinder zahlen die Hälfte. Um zahlreichen Besuch wird gebeten. * Berlin. Der Verba ndiü dis eher Frauen für Kulturarbeit 111 Palästina versendet Bitinen 6. Jahresbericht, der ein Bild seiner Tätigkeit im lahre 1913 gibt. Wir ersehen aus diesem Bericht, daß die Sp i t zc n 8 c 11 u I c 11 des Verbandes un Frühjahr 1913 eine Kiisis durchzuinachcn hatten, die sic jedoch gut überstanden haben. Der Absatz ^P,tzcn hat sich gegen Schluß des Jahres sehr gehoben, und die Aussichten für die Zukunft der önitzenatcliers scheinen somit günstige zu sein. Die Madchenfarm in Kineret 11 ist im Laufe des vergangenen Jahre« weiter ausgebaut worden. Eine zweite Lehrkraft wurde engagiert, die Milchwirtschaft j U ED ISCHE RUNDSCHAU wurde durch die Ortsgruppe Mosk.au «weiter1, die Baumschule übernahm der Piag 1 S.LV ־' t;L verein der I Luisha tmigsinitcmclit wuult guorucri, eine "kflügeizucht ״״gelegt. Zum ersten Male w״ den Schülerinnen der Farm im Sommer 1913 tut ו,",, ..,.".,.ן erhielten sofort Anstellung m den Kolonien, teils in Arbeiierküchen, teils Übernahmen sie den Gemüsebau und die sonstigen weiblichen Arbeiten in der Landwirtschaft. Für das Krankenh 11 ״s in Fl ״ i f a, dessen finanzielle Lage 1111 letzten lahre eine sehr traurige geworden war, da der Verband seine Subvention leider mellt erhöhen konnte, war der Besuch der Frau Baronin Rothschild m Palästina von großer Bedeutung. Frau Baronin Rothschild hat dem Spital eine jährliche Subvention von 6000 Frcs. zugesidiert, aullerdein Terrain- und Baukosten für ein eigenes Gebäude, Zwar ist das Budget des Krankenhauses dadurch noch nicht gesichert, immerhin ist seine Lage bedeutend gebessert, und wir dürfen hoffen, daß es mm der dortigen judisehen Bevölkerung dnuerml erhalten bleibt. - Aul 13. Mai fand die Generalversammlung des Verba״- des im I lause der Jüdischen Gemeinde zu Berlin statt. Die Generalversammlung beschloß, die Tätigkeit des Verbandes noch auf einen weiteren Zweig kultureller Arbeit ״usziidehnen. indem sie für die seit dem August 1913 in Jaffa eröfl'iietc Kinderbewnhraiistalt, die den hebräischen Namen ״Haomc״״ führt und unter der ärztlichen Aufsicht von Frau Dr. Gutmnnu-Jaffa stellt, eine Subvention bewilligte. So geht der Verband auf seinem Wege iinmer weiter und jedes neue Anwachsen seiner Mitglieder gibt ihm die Möglichkeit, sein Arbeitsfeld auszubaucn nd zu erweitern. Möge diese Erkenntnis alle diejenigen, die ihm noch bislang׳■ fcrnslelien, recht bald zu seinen Freunden mul Förderern machen. Berlin. Am 18. Juni erschienen im Zion ist isehen j 11 g c 11 d v e r e i n trotz der vorgeschrittenen Jahreszeit nicht weniger als ca. 100 Mitglieder und Gäste, um sich über die Ergebnisse der Leipziger Tagung berichten zu lassen. Herr ,Hans Goslar gab eine kurze Uebcrsicht der Geschehnisse^ und begründete dann insbesondere den sogenannten Standpunkt der Toleranz, den er in Leipzig bei der Jugendnropaganda-Dcbatte cinnahin. Ihm erwiderte Herr Heinrich Margulies, indem er die Notwendigkeit eines intensiveren, d. i. wahrhafteren und darum radikaleren Zionismus begründete. Die Debatte erregte lebhaftes Interesse. Besondere Freude rief die Mitteilung hervor, daß cs gelungen ist, für sämtliche zionistischen Jugcmlvereine eine Vertrauensmännerkommission in Berlin zu schaffen, worin wohl der erste Schritt zu einer tatkräftigen Orgnftisierung der bisher nicht organisierten zionistischen Jugend erblickt werden darf, (Adresse fiir diesbezügliche Zu- Schriften: llcinridi Margulies, N. 113, Wisbvcrstr. 74.) - Eine Woche vorher Italic I lerr Dr. 11 n in b 11 r g c r einen überaus sachlichen und lehrreichen y״rtrag über die Juden in Deutschland gehalten, der eine lebhafte Diskussion hervoiTicf, Gestern sprach Herr Leo II e r rin a 11 n filier den ״Kampf der Tendenzen", Am Donnerstag, dem 2. Juli, veranstaltet der Verein eine intime 1 lerzl-I'eier, an welcher Herr Gurt B I u III e 11 f e 1 d sprechen wird. Außerdem nimmt der Verein an der Herzl-Feier am kommenden Sonntag vormittag in der Singakademie (Redner: A. Friedemann) teil. Der hebräische Kursus ist in vollem Gange. Die Teiliiehmerzahl beträgt 15—20, Anfänger, die daran teilnchmen wollen, melden sich Montags, abends SU! Uhr, in der Wohnung des Flcrzl-Club, Große Präsidentenstraße 2 (Bahnhof Börse). Fortgeschrittene daselbst eine Stunde später. Bcuthen. Infolge der Anregung des J.N.F. ver* nnstaltctc der Beuthencr Mädchenklub zu Schcwuoth einen Bluiiieniag, der schön verlief lind 73 Mark ergab. Besonders die Damen Licbcrinnnn, Taterka, Schlamm, Stark, Leipziger und Brandt machten sich um den Erfolg verdient. Nürnberg. Auf der Rückreise nach München verweilte am 16. Juni Herr Jakob Reich bei uns, um im engeren Kreise der Ortsgruppe über den 14. Delegiertcntag der Zionistischen Vereinigung fiir Deutschland in Leipzig zu berichten. Herr Reich hezeichnctc als hervorstechende Punkte in der verflossenen Tagung; Die Palästinareferate Motzkins und Zlocistis, insbesondere des letzteren Ausführungen über die Achtisa, dann das Rückzugsgefecht der kleinen Gruppe der sogenannten Politischen, die durch Oppenheimer, Friedcmann und Struck vertreten waren; ferner die Diskussion über das Verhalten der Zionistischcn Vereinigung gegenüber anderen Organisatioucn und endlich die Jugend-Propaganda. Der Dclegiertentag der deutschen Zionisten gab nach Reich ein erfreuliches Bild von dem steten Wachsen der Partei und der lückenlosen Geschlossenheit Im!iincrit und vor allein von dem festen Willen, die jüdische Jugend, die jo die Trägerin unserer Zukimflsitlcalc ist, zu nationalem Empfinden aufz.urütteln, Dem äußerst instruktiven ciastündigen Vortrag folgte eine ausgedehnte Erörterung. Die Ausführtmgen aller Diskussionsredner zeigten volistänilige Einmütigkeit In den grundsätzlichen Fragen. Mil herzlichen Dmikeswortcu an den unermüdlichen Kämpfer für unsere edle Sache, Herrn Reich, schloß der Vorsitzende, Herr Zahnarzt Singer, die Versammlung gegen Mitternacht. P. O. Stuttgart. Am 14. Juni sprach in einer Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe Herr Lehrer Wechsler über ״Die Erziehung der jüdischen Jugend“. Geschäftliches Die Ferienzeit rückt heran, wo nicht mir Eltern, sondern auch Kinder nach ihrer anstmigemlcn Tätig, keit in der Schule, Erholung in den verschiedenen Bädern suchen. Bei den grollen Anforderungen, ßQ heute in der Schule an die Schüler gestellt werden, ist cs leider notwendig, daß Kinder auch die Ferienzeit zur Wiederholung und Einprägung der ilurchgegungenen Stoffe verwenden müssen. Es ist oft i!!! Interesse beider Teile, auch in erzieherischer Hinsicht, wenn sich Eltern von ihren Kindern trennen uml sie in einem geeigneten Pensionat unterbringen, wo sie Erholung und gleichzeitig geeigneten Nachhilfetinterrieht finden können. Eine Ferienpension, die die,e beiden Vorteile bietet, ist die des Herrn Lehrers A. Rothschild Achim, Bremen, in dem herrlichen Nordsccbad Norderney. Bekanntlich sind die nervenstärkenden Seebäder und die Seeluft von g,m;׳ hervorragender Wirkung auf den Organismus der Kinder. Um den familiären Charakter zu wahren, wird nur eine beschränkte Anzahl von Schülern an;', genommen. Auch Ausländer werden aufgeiiompi und können diese die Ferienzeit gleichzeitig bemuzm, sich in der deutschen Sprache zu vervollkommnen, 1:1:1 auch diese überhaupt schnell und gründlich zu erlernen. Jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) Freitag, 26. Juni, abends: in allen Synagogen 7t/2 Uhr. Sonnabend, 27. Juni, vormittags: in der Ahm Synagoge 8'A Uhr, in der Kaiser- und Rykcstr.- Synagoge 9 Uhr, in der Neuen, Lindenstr.-, Ltiizow- Straße-, Fasanenstr.- und Lcvctzowstr.-Synago;;•:: Früligottcsdienst: 71/2 Uhr, — Hauptgott'esdicn-;: 10 Uhr. Predigt: Neue Synagoge: Rabb. Dr. BlumenthaL — Synagoge Lindenstr.: Rabb. Df. Warschauer. — Synagoge Lützowstr.: Rabb. Dr. Hochfeld. — Synagoge Lcvctzowstr.: Rabb. Dr. Lewkowitz. J u g c 11 d g o 11 e s d i e n s t, nachm. 4 Uhr: Alte S\ 11agogc: Rabb. Dr. Eschclbachcr. — Synagoge Fasanenstr.: Rabb. Dr. Bergmann. Minclta in der Alten Synagoge 5 Uhr, in den anderen Synagogen 1/2 Stunde vor Sabbathausgang. Abcndgottesdienst (Sabbathausgang) 9 Uhr 31 Min. Gottesdienst an den Wochentagen: morgens: in der Alten, Kaiscrstr.- und Rykcstr.-Svnagogc 61/2 Uhr, in den anderen Synagogen 7 Uhr. Abends: in allen Synagogen 7 Uhr. Sitzung der Repräscntauten-Vcrsammlung: Sonntag, dem 28. Juni, vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaale, Oranienburger Straße 30. Jüdischer Nationalfonds Zentrale für Deutschland Gddiendunien lind luiichtleitlich iu richten tn Herr■ Mas Vollataisar CbarloHcabatf, Roedur-Str■•« S. Schluß de« redaktionellen Teil«. Jeder Zionist stifte zum 20. Tamus einen Baum im Herzlwald. — Die Spenden müssen bis Donnerstag, den 2. Juli in unseren Händenlsein. # Wir bitten unsere Freunde, bei Geldsendungen an den Nationalfonds die Zahlkarten zu benutzen, von denen zwei dieser Nummer beiliegen. * m Wegen Raummangels sind im vorigen Ausweis die Rubriken ״Allgemeine Spenden“ und ״Arbeiter- Heimstätten“ nicht zum Abdruck gelangt. Sie betrugen 153 M, bzw. 34 M. und sind in der Qcsamtsummc des letzten Ausweises von 1295,38 M. schon enthalten, Au« Nr. 25. M. Alexander Fried.L— Ges. a. d. Brautgescllschaft b. Frl. W o 1 f f e n• stein f, Gertrud Ajchncr, Crossen . . 3,— Zahnarzt Lichtcnfcld, Bremen, grat. Zahnarzt Unna z. Niederlassung u, Dr. Kretschmer z. Geburt einer Tochter . . 2,— Warschauer, Schönlankc, Thoraspendc 1,— Versteigerung des Benschcns b'. einer Urith• milali.10,- Rini v, d. Walde, Emden, grat. z. Hoch• zeit Kifricdc B r e s 1 a u e r Sam. Blum . . 1!— Mirjam Zlocisti dankt Bcrnh. Bartfeld U. entschuldigt sich.1!— Gertrud Haasc dankt M. C a 1 v a r y bestens f. s, Kartengrüssc u. erwidert dieselben herzl. . 1,— Bruno Dobrzynski b. Aufruf z. Thora in Ostrowo.6,— Max Weis*Ier, Freibürg, grat. s. 1. Curt Ehrlich nachträgl. z. Geburtstag .... 2,—