Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIX (1914)
- Issue
- Heft 25 (19.6.1914)
- Date
- 1914-06-19
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 272 1 U EPISCH E RUNDSCHAU g r ü 11111! n g v o ״ A c 1111 s 11111 z. u s;1111 m c 11 - s e h 11 e H e 11. (Angenommen.) Antrag I I e y m a nn; I> e r I)<־ I c g i e r 11■ 111 a g fordert alle G e s i 11111111 g s g e 11 o s s c 11 in D euts c h 11111 d auf, e 111 s p r e c 11 e 11 d d e in B e s e 11111II des A c t i o 11 s - C o in i t c s di e P. I״ D, C. d 11 r c 11 Er w erb v o n d e r e 11 Akt! e 11 1111 c 11 allen K r ii f t e 11 z, 11 unterstütz e 11. (Angenommen.) Antrag Klee und Genossen: 1 11 A 1111 e t r 11 e 111 d e r w 11 e 11 s e 11 d e n 11 e 11 Auf g n 11 e 11 d e s J. N. I־'. ist eine syst e 111;11 i sc 11 e St ii r k 1111 g u n d E r 1e eitern n'g s e i 11 e r S a m in e I in i 11 e I ei 11 e d ring e 11 d e Not \v e 11 d i g k e i t, E ins d 0 r w i 1׳ k s a 111 s t e 11 Mittel 11 i e r f ii r, d 11 s ״ I e i e 11 ־ zeitig eine!> u r c 11 f ii 11 r u 11 g d e r Selbstbest e u e r 1111 g b e d c 111 e t, ist d i e Vers i c 11 erung zugunsten des J.N.E. Der Deleg i e r t e 111 a g empfiehlt allen Zionist e 11, deren V e r m ö g e 11 s v c r 11 ii 1111 i s s e es ges 11111 e 11, e ine V e r.s i e 11 e r u 11 g z u g 1111 s t e 11 des N. 1׳. a b z 11 s c 111 i e II e 11. (Angenommen.) Antrag Krause: Der Delegierten! a g w ii 11 s c 111, d a II d a s Z e 111 r!11 k o 111 i t e e d e r 11 a t i o 11111 e 11 E r z i c 11 u 11 g d e r j ii d i s e 11 e 11 Studierend e 11 a 11 den deutschen flaud e I s 11 o c h s c 11 u I e 11 u 11 d d e in K o I o 11 i a 1111 - st i i u t in Ha 111 b 11 r g sei n e A 11 f 111 erks a in keit zu wen de. (Angenommen.) Antrag T a 1111 e 11 w a I d: De r I)e I e g i e r l e 11t a g e 1׳ s 11 c 111 die Leit u n g , d a 11 i 11 z u w i r k e 11, 11 a II 1׳ e g e 1111 ii II i g Statist i s e 11 e A 11 - g a 11 e 11 ii b er die Z a 11 f der Kol o 111 s t e 11, d eil l1111 f a 11 g 11 e s in i 111׳ e 11 II ii 11 d e n h e - f i 111111 c 11 e 11 I) e s i t z. e s lind des Zu w ,1׳ e 11 s e s veröffentlicht werden. (Dem (ieschiiftsführcndcu Ausschul! überwiesen.) Antrag der Ortsgruppe Karlsruhe: Der Deleg 1 e 1׳ t e 111 a g h e s c h I i c II t, d a II 11 i e ״J ii - d i s c 11 e R 1! 11 d s c 11 a u“ i 11 d er Weis e v e r - v o 11 k o 11111111 e t wird, d a II a u e hall g e in ein- ) ii d i s c 11 e A 11 g e 1 e g e n h e 11 e 11 d a 1׳ i 11 e 1׳ - örtert w e r d e 11, s o wie, d a II sic (d i e ״J ii d. R 1111 d s c 11 a n“) 11 c r Erzieh u 11 g d c r r e i f e r e 11 Jugend für die j ü d i s c h n a t i o 11 a I e Idee einen Teil ihrer Spalten w i d 111 e. (Dem Gesell,iftsliiliremlen Ausschul) überwiesen.) Vors. Dr. Hantkc teilt mit, dal! folgende beiden Depeschen eingegaiigeii sind: Sein e M a j e s t ii t der Kais e r u 11 d K ö n i g lassen de 111 Delegiert e 11» a g e der d e u t - sehen Zionisten f ii r den 11 u I d i g 1111 g s - g r ti II d a 11 k c 11, Der (i e 11 e i m e K a 11 i 11 e 11 s r a t v o 11 V a I e 111 i 11 i. Seine M a j c s t ii t der K ö n i g I a s s e 11 1 ii r den freundliche n I I u I d 1 g 11 n g s g 111 ׳II be stz11 ־s danken. v. M e t z s e 11, Major und F I ii g e 1 a d j u t a 111. Der Vorsitzende verliest nunmehr die Totenliste, wobei sich die Delegierten von ihren Plätzen erheben, und schliclit sodann die Vormitiagssitzung. * NacliiuiUagssitzuiig Der Vorsitzende Dr. Hantkc eröffnet die Sitzung um ■)> e Uhr, lallt zunächst ein Begrüßungsschreiben von Herrn David Wo 1 f f soll 11 verlesen und eröffnet sodann die Debatte über das Thema: Zio- 11 i s t i s c h e Jugendarbeit. Hans Goslar, Berlin: Die ganze zionistische Arbeit steht und füllt mit der jugendpropagauda. Ich mufl mich gegen die Ausführungen von 1 lerrn Unna in der ״Jüdischen Rundschau״ wenden, dal! nur die körperliche Ausbildung unserer Jugend wichtig ist. Hand in Hand damit muH die geistige, tlieo• retisehc Ausbildung gehen, 111 unseren Jugemlvereinen müssen wir auch Arbeiter für unsere )11• stiuitionen erziehen. Gerade unsere jungen Kaufleute sind hierzu ausgezeichnet geeignet. Entgegen der Meinung von Herrn Dr. Ericdcmann, dal! man unsere jungen Leute entwurzelt, bin ich der Meinung, dall der Zionismus außerordentlich segensreich auf sie wirkt, dall sic einen weiten Blick bekommen für alles Grolle und Schöne. Den Antrag der Ortsgruppe Karlsruhe, dall die ״Jüdische Rundschau'‘ ihre Spalten den Jugendfragen noch mehr als bisher öffnen sali, hegridic ich. Ich hoffe aber, dal) wir sehr bald in der Lage sein werden, eine eigene Jugendzeitschrift herausz.ugeben. Die jüdische Turnzeitting, die sich das Organ der jüdischen Jugend nennt, kann diese Aufgäbe natiirgeniiill nicht erfüllen. Ich kann den Antrag der Ortsgruppe Kattowitz nicht billigen. Es ist nicht angebracht, eine jüdische Organisation zu beleidigen, der man doch das Gefühl der Achtung nicht versagen kann, da sie sich gegen Taufe und Mischehe wendet, feil siehe auf dem Standpunkte, dall wir, soweit wir noch Mitglieder itt dem Verband der Jugendvereine sind, darin verbleiheu sollen, ' Selbstverständlich kamt mau nicht verlangen, dal! Zionisten in jenen dem Verbände uiigcsrliloHscucu Vereinen verbleiben, die atisge- Sprüchen imtizioiiisiiseli sind; und es gib! eine ganze Anzahl solcher Vereine, Wo wir aber noch Positiouen haben, dürfen sie nicht uiifgegebeu werden, Man konnte dem niili/jonisli.sehcn beiler des Ver* bimdes Herrn Dr. Apfel, keinen gröberen Gefallen tim, als wenn mau ilmi die Gelegenheit gäbe, den Veibanu ausgesprochen antlziunistiseh zu machen, ich bitte dringend, den Antrag Knttowitz nbzuleliuen und folgende Resolution im/.unehmen; ״ Cr ■P.c*c.8'<;r! c״tag macht es allen jungen Zionisten zur Pflicht, in den bestehenden und noch zu gründenden z. i o 111 s t i s c 11 c 11 u n d 11 a t i o n a IJ ü d i s c 11 e 11 I 11 geud verein e 11 aktiv m i t z u a r b c i t e n. bar über hinaus stellt Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Jugend- Organisationen d.e 111 einzelnen mit der M a I! g n b e frei, dall im Streitfälle die Regelung für die einzelnen Orte einheit lieb geschieht, wobei die letzte Entscheidung beim Ges clt ii f t s f ü 11 re 11 den A11 s s c 11 u H des Z c n t r n I K o 111 i t c c s liegt.־־ Heinrich Margiilies, Berlin: Unsere zionistische Jugendbewegung hat in den letzten Jahren keine wesentlichen Fortschritte gemacht. Die zionistische Jugend beginnt milde zu werden, Innerhalb der zionistischen Jugendbewegung ist eine Fraktion zionistischer Greise entstanden. Es liegt dies an der zionistischen Organisation, die es nicht immer ’.׳erstanden hat, ein Arbeitsfeld für ihre Jugend zu schaffen. Unsere zionistische Jugend nuifi ein wahrha fies Leben ohne Kompromisse führen können. Wenn in unserer Jugend diese Stimmung nicht j immer zum Durehliriicli kommen konnte, so trägt \ die Schuld hieran die Parteileitung. Ich erinnere 1 au unser V eiiiültiiis zum neutralen Jugcwlbtmd mul ' an den Frankfurter Verbandstag, wo uns Zionisten ' in den Rücken gefallen sind, unsere Parteileitung : hätte hier eine einheitliche Parole ausgvhen müssen.; Es darf kein Kompromif) geben zwischen uns und einer Organisation, die unter dem Vorwand der Neu- , tralitat eine autizionistiselie Politik befolgt. Aus der \ Entwicklung der letzten Jahre heraus müssen wir! zionistische Jugendorganisationen haben. Die ׳»’ert trotcr der zionistischen Jugendvereinc haben hej schlossen, drei Vertrauensleute zu!mulinieren, die j zusammen mit dem Gescliüftsführenden Ausscliuli und den Vertretern anderer jüdisch-nationaler Jugend• Organisationen die Grundlagen für eine verstärkte Jugendarbeit vor/iibereiten habe». Wir hoffen, bis zum nächsten Delegiertentage eine gut ausgebaute zionisiiselie Jugendorganisation zu naben. Ich bitte, die Knttowitz.cr Resolution nicht zur Abstimmung zu liringen, der neutrale Jugendbund steht uns heute schon zu fern, als dall wir nötig hätten, eine grolle Aktion gegen ihn zu unternehmen. Redner stellt dann folgenden Antrag: ״Der Delegicrteutag verpflichtet alle Zionisten zur eifrigen Mitarbeit au allen von der Zionistischen Vereinigung gebilligten Jugendorganisationen. A11 der Mitarbeit an liicUluatioiialjüdischen Jugendvcrcinigungcn hat die zionistische Organisation Kein Interesse. Der Delegiertentag erhebt schärfsten Protest gegen die anti/ioiiistlsehe Haltung der Leitung des Verbandes der neutralen Jiigendverciiie, wie sie insbesondere auf dem Frankfurter IXIcgicrtcntag zum Ausdruck gelangt ist." Rechtsanwalt Grcifenhngcn, Berlin, hält den neutralen Jugcndbimd nicht für so wichtig, um sich viel mit ihm zu beschäftigen. Die wichtigste Jugendnrheit sei in der Turnbewegung zu leisten. Dicsy Arbeit kann aber nicht geleistet werden, wenn die älteren Zionisten nicht mitarbeiten. Darum stellt cr den Antrag: ״Der Dclcgicrtcntag hält cs in Anbetracht der Wichtigkeit der J 11 g c 11 d - b e w c g 11 n g für die zionistische Pflicht aller älteren Gcs i 1111 u 11 gs g e noss e 11, sich in e r 11 e b I i c 11 größer e 111 Mal) stabe als bisher an der Jugendarbeit zu bet e i I i g e 11." Siegmund Rappnnort, Kattowitz, spricht zu dem von der Ortsgruppe Kattowitz gestellten Antrag, Wir freuten uns bei der Gründung des neutralen Jugend- Verbandes, ein neues Tätigkeitsfeld zu finden und hofften, die anderen von der Grölie unserer Ideale überzeugen zu können. Unsere Erwartungen sind aber schmählich enttäuscht worden. Man fiat unsere Arbeit nie objektiv gewertet und der Verband ist unter Führung seines autizioiiistischen Vorsitzenden immer antizionistischer geworden. Es herrscht Einmütigkeit darüber, dab die Erzielmngstätigkcit des Verha mies für uns wertlos ist. Wir sind der Meinung, dal) es möglich sein wird, da. wo sich eine Anzahl von Zionisten im neutralen verband betätigen, zionistisehc Jugendorganisationen zu gründen. Redner beschäftigt sieli dann mit der Taktik des Wandcrvogels und erklärt, dal! es keinem Juden von Ehrgefüllt möglich sei, weiter im Wandervogel mitziiarbeilen. Er verlangt energisch die Aufstellung• eines festen Programnies, nach dem die Jugendarbeit zu leisten ist, Auf Antrag wird die Redezeit auf 5 Minuten beschränkt. Kurt BJumcnfeld, Berlin: Es war ein Fehler, dal) wir in die neutrale Jugendbewegung liiiieiiigegnngen sind. Es wird aber nicht mehr lange dauern, Ins kein Zionist mehr 1111 Verband arbeiten wird. Es unterliegt keinem Zweifel, dali für unsere Jugenderziehung nur zionistische Vereine in Betracht kommen. Der Verbaudstag tkr Jugendvereinc in Frankfurt war schlecht für 1ms, well wir auf beiden Seiten hinkten. Noch einmal Können wir einen solchen l'ehler nicht mneiien. Ich bille Sic, den Antrag von Margulie» niiziuielinini, der klar zum Ausdruck bringt, dall für uns nur die Arbeit in zionistisclien Jugendorganisationen wichtig ist. Ich hin gegen eine Austrittspamle, die Innerlieh überholt Ist. Den Teil des Antrages von Margulics. der sieh mit Herrn Apfel beschäftigt, bitte ich Sie aber abzulelmeii, Midi stört es nicht, dal) wir von ihm beschimpft worden sind, es wäre mir viel unangenehmer, von ihm gelobt zu werden. Wir I können mehr Zutrauen zu uns haben; wir werden Nr. 25 unsere Jugend st) zionistisch erziehen, dall diese jungen Leute eine Landsmannschaft bilden werden, die brauchbar für alle zionistische Arbeit werden wird und in der es keine I >ebattcn geben wird, die manchmal so aussclieu, als wenn es Debatten in anhzionistischen Vereinen wären. Krause, Posen: Der Posener Oruppcnvcrband hat beschlossen, eine Parole zum Austritt aus den neutralen Jugcudverbänden nicht zu geben. Redner begründet diesen Beschluß und bittet, den Antrag Goslar niiztmelimcn. R.-A. Groncniann, Berlin, wendet sieh gleichfalls gegen eine Austrittsparole, weil man dadurch die Be. dcutuug der neutralen Jugemlvcrbändc und ihrer Leiter nur überschätze. Die Bedeutungslosigkeit der neutralen Jugendbewegung liege in ihrer l'rogranmilosig. keit. Wir würden durch unsere Parole nur zu einer Stärkung ihres Ansehens beitragen. Wiener, Kattowitz, befürwortet den Antrag Margulics. Dr. Wolfheim, Erfurt, ist gegen die Austrittsparole und erklärt, daß er als Vorsitzender des neutralen Jugendvereins in Erfurt durch eine zweijährige Tätigkeit die Uebcr/eugting gewonnen hat, daß man auch in diesen Kreisen für uen Zionismus Ersprieiiliebes wirken kann. Dr. Markus, Breslau, spricht über die Blau- Weiß-Bewegung. Er sieht in dem Wandern der juihscheu Jugend unter 18 Jahren eine eminent geistige und erzieherische Bewegung. Hans Goslar, Berlin, wendet sieh gegen den Antrag Margulies, weil die Annahme dieses Antrages uns zwingen könnte, aus den neutralen Jugemlvereinen auszutreteii. Dieser Antrag ist nicht, wie es den Anschein hat, ein Kompromiß. Er bittet 11m.l1• inaLs, seinen Antrag an/unchmen, Dr. Egon Rosenberg, Berlin, spricht sieh gegen den Antrag Margulies aus. Das Rezept lüumcnields, zionistische oder nationale Jugcmlveibümle zu gründen, sei nicht überall durchführbar. Kurt Blumcnfeld, Berlin, präzisiert nochmals 1111sere Stellungnahme zu den neutralen Jiigeiidvcrhänden, Fs handelt sieh liier nicht um Theorie, sondern um praktische Erfahrungen. Unsere bisherige Tätigkeit in den Jugendvereinen habe uns nichts eingebracht. Hingegen können wir bemerken, daß die jüngeren Zionisten durch diese Tätigkeit allmählich vieles von ihrem Zionismus cinbültcn. Wenn es sich um ältere, erfahrene Zionisten handelte, so könnte man diese Tätigkeit billigen, denn denen schadet sie nichts. Wer aber wirklich im zionistischeu Leben stellt, bat für diese Tätigkeit keine Zeit, ich habe schon früher gesagt: Wenn wir in den neutralen Verbänden gearbeitet haben, so geschalt es nicht, tun dort allgemeine zionistische Propaganda zu treiben, sondern um neue Menschen zu finden. Diese kann man aber innerhalb der Jugendvereinc׳ nicht erziehen. Vors. Dr. Hantkc verliest sodann die eiligelaufenen Anträge. Der Antrag Kattowitz wird zug-unsten des Antrages Ma*rgulics zurückgezogen und der Antrag Margulies mit einem von Dr. Isaak Straus cingcbraciitcn zu folgendem Vorschlag vereinigt: ״Der Dclcgicrtcntag erklärt, daß er für die jiidische Jugenderziehung 11 u r die national-jüdischen und zionistischen Jugcndvcrcinigungcn für geeignet hält (Straus). Der Dclegiertcntng verpflichtet alle Zionisten zur eifrigen Mitarbeit an allen von der Zionistischen Vereinigung gebilligten Jugendorganisationen (Margulics)". Zur Abstimmung gelangt zuerst die Resolution Goslar. Sie wird mit •Mi gegen Mi Stimmen ang c ti o in 111 e 11. Heinrich Margulies, Berlin, erklärt, Herr Dr Straus habe dadurch Verwirrung liervorgcrtifcii mul das Abstiiiiimingsresultat zu ungimsten seines eigenen Antrages beeinflußt, daß er für den Antrag Doslar gestimmt habe. Dr. Isaak Straus, Berlin, erklärt, er habe mir deswegen für den Antrag Goslar gestimmt, weil er diesen und den seidigen für vereinbar halle und der Meinung sei, es werde über beide Anträge abgestimmt werden. Die Vereinigung seines Anträges mit dem von Margulies sei auf dessen Drängen erfolgt. Er habe mit seinem Anträge erreichen wollen, dall die Jugendarbeit in Zukunft den nationaljüdischen und zionistischen Jugcndorgamsationen zufalle, ohne daß darum heute schon ein Bruch mit dem neutralen Jugcndbimd nötig sei. Es entspinnt sich eine Gcschiiltsordnungsdcbattc, au der sich die Herren Wiener, Kolicnscher, Margulies. und Blumcnfeld beteiligten. Das Bureau entscheidet endlich, daß mit der Annahme des Antrages Goslar der Antrag S t ra u s - M a r g U 1 i c s als erledigt anzuschcn sei und daher nicht mehr zur Abstimmung gelange. Vors. Dr. Hantkc 1 Wir haben mit der Annahme der Resolution Goslar eine Debatte geschlossen, die sieh mit einer Spezia!frage unserer Jugenderziehung befaßte. Wir dürfen aller nielii vergessen, daß *er Zweck, den der Geschäftsführern!(: Ausschuß mit der Aiifrollmig dieser Frage verfolgt hat, nicht mit einer Abstimmung noch der oder jener Richtung erreicht ist, Wir haben lumte eine Sne/ialfrnge herausgegriffen, die uns vielfach beschäftig) hat. Es Italien gestern und heule abseits des Dclegiertenlnges um״ langreiche Tagungen stattgefundeii, an welchen Vertreter aller an der Jugeuilpropagaiida Interessierten Gruppen teilgenommcn haben. In diesen Tagungen, di? eine unerwartete Teilnahme gefunden haben, wurde ohne jede Abstimmung einhellig fcstgestcm. dal) die Frage der zionistischen Jugenderziehung sehr