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Jüdische Rundschau · 1914-06-12 · Heft 24 (12.6.1914) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 24 (12.6.1914)
Date
1914-06-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Abonnements n״l die wöchentlich «m FreiU* er- | Kdicinendfl ,,JüdMicbe Ruadiduu" | k,«tr1> bei der Kipedition und bei 1 eilen Poitiimtern vierteljihrlldi 1,50 M., j •ofierlulb DeuUchlnnd» und Oeitee• * reich-UnjMn» 2,— M,! für Mitglieder J juHiuher Vereine im Snmmelboiug I durch den Verein 1,— M, | lUdlech• Rundedinu, G, m. b. H. J BERLIN W. 1£, Sttchel.che StraOe 8. * Ti'eplion. Amt Ulilend 845, 816, 868,! Pnctirhedckontot Berlin Nr. 17392. Nummer 24 «י*2 " na ן ךי*ין ןף*״״*ו \! i.%\ י . ג־־"׳ <s /ץ'־־*/■ \ / י יי ' J״2 U v ל¬¬ טל U U V, ןוי״י׳ן L J Wj״״. \a»,1 "J i״־׳/ ח. «־־■ . i f U V.J Anzeigen ko!t«n für di« •echsgespaltene Petit- *eile otlcr iJeren Raum 40 Pf.; Stell«»״ Angebote und *Gesuche sowie Verein*״ Mitteilungen und ״Klein® Anieigen* o O O O nur 30 Pfennig. O O O O Manuskript» werden, wenn Porto beiHegi* •tet» lurüdkgesnndt. KedaktionuchiuB'. Mittwoch vormittag** I I Redaktion Jüdisch• Rundsdiaa BERLIN W. 15, Sächsische Straße 8. Telephon: Amt Uhland 845, 846, 868. PosUcJisckkonto! Berlin Nr. 17392. a!r f*׳•״jiw Ife. . ״®J Berlin, den 12. Juni 18. Ssiwan 5674 XIX. Jahrgang. Ausweis Schekel: Berlin 6,—, Bernburg 7,—, Braunschweig 3,—, Bremen 2, Breslau 100,—, Cochem 3,—, Elberfeld 9,- , Escliwcgc 2,—, Eydtkitlmcn 58,—, Frankfurt a. M. 29, tlalbcrstadt 2,—, Kid U>,—, Leipzig 2,—, Meiningen 1,—, Neuwied 14,—, Nicolai 12,—, Nordhauseit 3,—, Ober-Ingclheim 7,-, Planen 1,—, Rvbnik 20,-, Sierck 2,- Saar• brücken 23,—, Stuttgart 30,—, Nördlingcn ׳,20׳ M, Laiulesbcitriiges Berlin 7,—, Zion, Jugend■ verein Berlin M), , Bernburg 5,- , Bremen 20,- -, Erfurt 3,50, Eydtkuhnen 129,—, Frankfurt a. M. 63, . finesen 21,—, Kiel 45,—, Leipzig 2,—, Zion. Frauen״ rupne Leipzig 84,—, Zion, Jtigemlvcrein U׳ipzig 45,—, Mainz 50,—, Neuwied 3,־-, Nicolai 2, , Nordlmgen 20,—, Ober-Ingclheim 7,—, Nordhnuscn 9,—. Posen 100,—, Zion. Jugendgruppe Posen 15, , Rybiiik 5(»,—, Saarbrücken 18,- , Zwickau 30,- M. Propngandafonds: Berlin Dr. M. Berlowitz 5,—, Dr. Kirsehrier, Nicolassee 5,—, J. Oppenheim 10,—, Leo M. Michael, Hamburg, 10,—, Märtel Heimutm, Meiningen, 5,—, Eduard Bing, Sierck, 5,— , Kattovvitz (s. Spezifikation) 4,— M. Eingang vom 5. bis 11. Juni 1914: Schekel: 372 M.; L a n d e s b c i t r ä g c: 790,50 M.; Propa g a n d a f o 11 d s: 44 M. Gesamteingang: Schekel: 2645,—; Laudesheitrüge: '4901,— M.; Propagandafonds: 5181,60 M. Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Sächsische Straße 8.;־ Postscheckkonto: Berlin 8091, Bankkonto: A. H. Heymann & Co., Berlin W56, Hinter der Katholischen Kirche 1. XIV. Delegiertentag «tn 14. und 15. Juni in Leipzig, Kristall* palastjWintergartenstraße. Tagesordnung: Sonntag, den 14. Juni: Vormittagssitzung (9»/2 Uhr präzise). 1. Bericht des Vorsitzenden Dr. Arthur Hantke. 2. Begrüßung durch das Engere Actions-Comitd. 3. Begrüßungsansprachen. 4. Wahl des Präsidiums. 5. Allgemeine Debatte. Nachmittagssitzung (3 Uhr), Fortsetzung der allgemeinen Debatte, Abendsitzung (9 Uhr). Referat Leo Motzkin: ״Das neue Palästina.“ Montag, den 15. Juni: Vormittagssitzung (9l/s Uhr präzise). 1. Referat Dr, Zlocisti: ״Eine deutsche Achusa.“ 2. Debatte über die beiden Palästina-Referate. 3. Initiativanträge der Delegierten. 4. Wahl a) des Geschäftsführenden Ausschusses, b) des Zentralkomitees, c) der deutschen Mitglieder des Zentralkomitees der Gesamtorganisation. Sonstige Veranstaltungen. Sonnabend, den 13. Juni, abends 81/2 Uhr, im Theatersaale des Kristallpalastes: Vorführung des Palästinafilms. Montag, den 15. Juni, nachm. 5 Uhr: Zusammenkunft .der Vertrauensleute des J. N.-F.; abends 8!/a Uhr: Große öffentliche Versammlung. Dienstag, den 16. Juni, vormittags: ׳Führung durch die internationale Buchgewerbe-Ausstellung. Für die Delegierten und Gäste sind in folgenden Hotels in Leipzig Zimmer reserviert worden: Hotel Fürstenhof (onne Frühstück M. 5,—), Hotel Bayrischer Hof (mit Frühstück M. 6,—), Hotel Monopol (mit Frühstück M. 5,—), Hotel Terminus (mit Frühstück M. 4,50 bis M. 5,—), Hotel Fröhlich (20 Betten, M. 3,— mit Frühstück). Alle Hotels befinden sich in der Nähe des Kristallpalastes. . Alle Hotels sind der Aüsstellung wegen überfüllt! die Preise stark erhöht. Am 14. und am 15. Juni findet mittags V/t Uhr *in gemeinschaftliches Mittagsessen im Hotel de ״Der Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schaffung einer öffenilieh-rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina." Baseler Programm. Prussc statt. (Kein Weinzwang.) Das trockene Gedeck kostet 3 M. Es können infolge der besonderen Verhältnissc in Leipzig mir solche Anmeldungen berücksichtigt werden, die bis zum 6. Juni bei Herrn Schick eingegangen sind, T r 1 b ü n c 11 k a rt cn, Für Gäste werden Tribünonkarten zum Preise von M. 0,50 ausgegeben. Dieselben berechtigen zur Teilnahme an allen Sitzungen. Alle für den Delegiertentag bestimmten und sonstigen eiligen Briefe sind vom 13. bis 15. Juni an die Adresse von Fräulein Betty Frankenstein, Leipzig, Hotel Monopol, zu richten. Alle B. J. C. er, die den Delcgiertcntag besuchen, werden gebeten, sich Sonnabend, den 13. Juni, abends 9 Uhr, im Restaurant Pfifferling, Hainstr. 10, einzufinden. Der Deutsche Kreis der Jüdischen T u r 11 c r s c h a ft veranstaltet während des Leipziger Delegiertentages eine Besprechung der für die Turnerschaft interessierten Herren. Ort und Zeit wird durch Anschlag im Kristallpalast rechtzeitig bekannt gegeben werden. Die Sitzung des Grossen Actions-Comites vom 7. und 8. Juni 1914 Anwesend sind die Herren: Professor Warburg, Dr. E. W. Tsclilenow, Dr. Hantke, Dr. Jacobson, Dr. Levin, Justizrat Dr. M. J. Bodenlieimer, Jean Fischer, Dr. Friedemann, Dr. H. O. Heymann, A. Idelsolm, Dr. Klee, Leo Motzkin, I. A. Nuiditsch, A. Podlischcwsky, Dr. Reich, J. A. Rosoff, Julius Simon, Professor Weizmann, Ferner die Herren S, Kaplansky und W. Jabotinski. Als Gäste wohnten der Sitzung bei die Herren: M. Feldstein, J. L. Goldberg, Leon Lcvite, Professor Schatz. Professor• War bürg eröffnet die Sitzung Sonntag vormittags um 10 Uhr mit einer kurzen Ansprache. Darauf erstattet Dr. T s c h 1 e n o w den Bericht des E, A. C. Wir entnehmen dem sehr eingehenden Bericht folgendes: Unsere letzte Zusammenkunft hat gleich nach der Verständigung mit dem Kuratorium des Technikums, die dem Kampfe wegen der Unterrichtssprache im Technikum ein Ende gemacht batte, stattgefunden. Dieser Kampf hat unserer Organisation den Anstoß und die Möglichkeit gegeben, eine große und seit langem empfundene Lücke im zionistischen Arbeitsgebiet auszufüllcn. Unseren Arbeiten auf politischem, kolonisatorischeni und organisatorischem Gebiete hat sich die kulturelle Arbeit angegliedert. Unser Arbeitsprograinm ist reicher geworden: und nach dem alten Spruche: ״marbeh nechassim, marbch daagah“ sind wir, jetzt auch an Sorgen reicher. Von mancher Seite, von nah und fern, wurde die Befürchtung ausgesprochen, daß diese neuen Bürden über unsere Kräfte gingen und die Organisation von der Ausführung anderer Aufgaben ablenken würde. Wir bestreiten diese beiden Behauptungen entschieden und erwarten, daß der Verlauf der jetzigen Tagung diejenigen unter Ihnen, die vielleicht ähnliche Befurchtungen liegen, beruhigen wird. Wir fühlen uns den neuen Bedürfnissen vollständig gewachsen und vertrauen so zuversichtlich auf die unerscliöpfliche Quelle der Volksinögliclikeiten, daß wir, vom Kampfe einigermaßen befreit, unverzüglich an die Verwirklichung anderer Aufgaben herantreten. I. Kolonisatorische Arbeiten. 1. E r g ä n z. u n g des Kapitals der Pal e s t i n e Land Development Company. Das Große Actions-Coinittf hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, das Kapital der P. L. IX C, zu ergänzen und uns beauftragt, den geeigneten Zeitpunkt für den Beginn der Subskription zu bestimmen. Wir hielten es zunächst für notwendig, eine befriedigende Bilanz der Gesellschaft abzuwarten. Die P. L. D. C. hat in der letzten Zeit die Möglichkeit bekommen, ihr Defizit bedeutend zu verkleinern; cs hat am 31. Dezember 533 C betragen. In der letzten Zeit hat die P. L, D. C. eine größere Anleihe zum Ankauf von Boden erhalten. Aus* diesem und weiteren Geschäften wird die Gesellschaft vermutlich schon in den nächsten Jahren imstande sein, eine bescheidene Dividende auszuscliütteii. Wir sind der Ansicht, daß der Augenblick für den Beginn der Subskription günstig ist. Wir werden Ihnen einen detaillierten Arbeitsplan unterbreiten. Wir hoffen zuversichtlich, im Laufe eines Jahres die nötige Million Francs aufbringen zu können. 2. Bodcnk ä u f c. Wie wir in unserem Berichte bereits mittciltcn, haben die Pcssachbcsuchc diesmal eine ganze Reihe ernster Reflektanten für Bodenkaufe /weh Palästina gebracht. Einige Käufe sind bereits von ihnen abgeschlossen. Für andere sind Aufträge erteilt W'ordeu. Die Entwicklung des Achusa-Qedankens schreitet vorwärts, hauptsächlich in Amerika' und, Rußland, in letzter Zeit auch in sehr erfreulicher Weise in England; sie beginnt auch in Deutschland. Das Palästina-Amt beabsichtigt, Spczialhevollmächtigte zur Organisierung von Pflanzungsgcsellschaftcn und zum Verkauf von tJodenparzellen nach Europa und Amerika zu entsenden. Leider nehmen mit dein Anwachsen unseres Bodenbesitzes auch die Schwierigkeiten der Arbeit erfrage zu. Worin diese Schwierigkeiten bestehen, brauchen wir hier wohl nicht zu erörtern. In letzter Zeit haben sie zu einem schweren Konflikt, nämlich zu inonatelangcm Streik in Sedjera geführt. Wir stehen nicht auf dem Standpunkte des Aus- Schlusses nicht jüdischer Arbeit, wenn unsere Organisation in ihren Besitzungen ausschließlich jüclische Arbeiter verwendet, wenn ebenso die Arbeiterschaft aut einer solchen extremen Forderung besteht, so ist dies nur als Folge des bestehenden Zustandes, der uns vollkommen unhaltbar erscheint, m betrachten, daß nämlich in manchen großen Kolonien kaum 10 ״/<> der Arbeiter Juden sind. Da der Bodenkauf sich immer mehr entwickelt, und zwar hauntsächlich durch Privatinstitute, so ist cs klar, uaß der jetzige unnormale Zustand sich zu befestigen droht. Unsere Aufgabe ist cs, festzustellen, ob und was wir zur Lösung der Arbeiterfrage durch unser Eingreifen beitragen können. Es sind in den letzten Jahren manche Versuche gemacht worden, die vielleicht eine Lösung dieses wichtigsten Problems anbahnen. Von Arbeitgebern und Arbeitern wird jetzt unter Beteiligung unseres Palästina-Amtes eine Enquete unternommen, die den Stand der Arbeiterfrage und die Möglichkeiten ihrer Lösung eruieren will; ihre Ergebnisse sind in naher Zukunft zu erwarten. 111 unserem Berichte vom 3. Mai machten wir Ihnen von unseren Befürchtungen wegen eines möglicherweise cintrctcndcn allzu großen Andranges von unbemittelten Elementen Mitteilung. Wie wir erfahren, dauern die Anfragen an den entsprechenden Stellen zwar noch an, wie uns z. B. letztens vom Informationsbureau der J.C.A. in Rußland bestätigt wurde; doch treten die Folgen in Palästina nur in ganz kleinem Umfange zu Tage. Dies beweist, daß man in der Organisation eine gute Kenntnis der palästinensischen Verhältnisse erworben bat; man handelt nicht mehr ins Blaue hinein und richtet die Wünsche nach den Möglichkeiten. Die Menge der Anfragen andererseits hat uns aber die Notwendigkeit von gut funktionierenden Informationsbureaus noch stärker als früher bewiesen. Wir haben es daher als notwendig er-

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