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Jüdische Rundschau · 1914-05-29 · Heft 22 (29.5.1914) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 22 (29.5.1914)
Date
1914-05-29
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 22 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 233 Vom jüdischen Nationalfonds Mitteilungen der Zentrale für Deutschland Das Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds hat angeregt, daß wir in Zukunft unter der Rubrik ״Baumspende“ Jahrzeit־ Spenden unser« rrennde gesondert ausweisen. Dieser Gedanke wird hoffentlich ungeteilten Beifall finden, bedeutet doch jede solche Spende ein schönes Symbol pietätvollen Schaffens, eine sinnige Vereinigung jüdischen Familiengefühls mit den höchsten Zielen jüdischen Volkstums. Die Gaben, die wir bei solchem Anlaß unseren Zwecken zukommen lassen, zeigen, daß auch liebevolle Erinnerung an Tote den Sinn starken kann für die Pflichten gegen die Lebenden, gegen das jüdische Volk, das um sein Leben kämpft. AUS DEN GEMEINDEN Hamburg. Unser junges Bruderorgan, die ״II a in b 11 r g e r J ü d i s c 11 en N ״ c h r i c h t e 11“, entwickelt sieli in erfreulichster Weise. Jede Nummer erscheint in einer Auflage von 7000 Exemplare»., Der Inhalt ist gediegen und reichhaltig. Die letzten Hefte sind besonders interessant durch de» Beginn einer wertvollen Artikelfolge über die I tainburgei׳ Gemeinde und ihre Entwicklung von l)r, Bruno’ Tan neuwald. Eine in den ״H. J. N,“ veröffentlichte Arbeit von Dr. Max Besser über ״N a t i o n u n d R a s s e" ist soeben auch in Broschüren form erschienen. Mit grolier Sorgfalt wird das Feuilleton und das Beiblau ״Die jüdische Frau“ redigiert. Das Blatt ist eine wertvolle Ergänzung der zionistischen Presse Deutschlands, die man nicht mehr missen möchte. - Vielleicht dürfte man auf einen kleinen Schöiihcitsfehler hiiiweiseii: die allzu dicht im redaktionellen. Teil eiiigestreutcn Inserate. Im übrigen verdient auch die typographische Ausstattung volles Lob. Halberstadt. Das ״Berliner Tageblatt“ schreibt: ״Au seinen -Früchten kann man den berüchtigten Be- Schluß des Frankfurter ,W a n d c r v o g e l'-Tages erkeimen. Wie lins aus Halberstadt gesell rieben wird, hat am 18. d. M. die Halberstiidter ,Wandervogel‘- Ortsgruppe beschlossen, zwar die schon früher aufgenommenen Juden in der Gruppe zu belassen, jedoch keine neuen jüdischen Mitglieder mehr mifz.unehmen! Ist das nun Antisemitismus oder nicht?“ — Die Frage des ״Berliner Tageblatts“ ist von köstlieber Naivität. Es fügt Steinchen zu Sternchen, um zu beweise n, daß jener Beschluß antisemitisch war! Wiesbaden, Antizionistische Kreise können nicht genug über zionistische Unduldsamkeit sprechen; daß aber in ihren Keilten diese Eigenschaft sich in bedeutend höheren Maße geltend macht, wird von ihnen immer wieder bestritten. Einen recht krassen Fall anti/ioni-tischcr Kampfesweise hatte ich dieser Tage Gelegenheit in Wiesbaden zu beobachten. — hti Cafe ״Berliner Hof“ liegt dank des Einflusses unserer Gesinnungsgenossen die ״Welt“ auf. Ein hierher verzogener Rentier mosaischer Konfession nahm hieran Anstand und stellte an den Direktor das Ansinnen, dies ״antisemitische“ Blatt abzuschaffen. Der Direktor des Cafes, jedenfalls toleranter als dieser gute Jude, erklärte dem Herrn, trotzdem dieser mit dem Boykott des Lokals drohte, daß die ״Welt“ weiter aufgelegt wird, da er gewohnt sei, allen Gästen Rechnung zu tragen und dies Blatt vielfach gewünscht wird. J. F. Nürnberg. Der Regisseur am ,.Intimen Theater“, Herr Arnold Marie, verabschiedete «ich• am 19. Mai mit Rezitationen jüdischer Dichtungen. Die Vortragsfolge brachte vier Uebersctzungen von M. A. Klaußncr, die Erzählungen ״Der kranke Knabe“ und ״Eheglück“ von J. L. Perez, ״Trauriger Sedcrabend“ von jehuda Steinberg, ״Der jüdische Mai" von Morris Rosenfeld, ״Wiegenlied“ von Berthold Feiwel, ״Donna Clara“ von Heinrich Heine und ״Graf von Charolais“ (Szene aus dein 1. Akt) von Richard Beer- Hofmann. Die zahlreiche Zuhörerschaft spendete dem Vortragenden den warmherzigsten Beifall. VEREINS-RUNDSCHAU Berlin. Allen Freunden und Verehrern des Volksdichters Abraham Reisen zur Nachricht, daß aus Anlaß seiner Heimreise Dienstag, dem 2. Juni, im ״Logenheiin“, Friedrichstraßc Eile, ein Abschieds• abend zu Ehren des beliebten Dichters stattfindet. Beginn 9 Uhr. Berlin. Die D e I eg i e rtc n w a h I v e rs a m m - lung der Berl. Zionistischen Vereinigung findet am Mittwoch, dem 3. Juni 1914, im großen Saal des Tiergartenhof (Bahnhof Tiergarten), um 9 Uhr abends, statt. Tagesordnung: 1. Referat von Herrn Dr. H a n t k e: Die Aufgaben des deutschen Delegiertentages. 2. Diskussion. 3. Wahl der Delegierten. Halberstadt. Nach zweijähriger Pause hatten wir wieder das Vergnügen, Kurt BI u m c 11 f c 1 d als Gast bei uns zu sehen. In einer gut besuchten V c r - Sammlung der Schckelzaltler, zu der auch eine Anzahl von Gästen erschienen war, sprach er am 18. Mai über ״Zionistische Erfolge in Palästina“. Die fünfviertelstündigen Ausführungen des Referenten brachten uns neben prachtvollen Schilderungen seiner Pal.istiuamse vor allein eine überaus gründliche Reliamlltmg des palästinensischen Arbeiterproblems, die vielen Zuhörern vielleicht zum erstenmal die Schwierigkeito», aller zugleich auch den großen Wert unserer praktischen Arbeit in Palästina /um Bewußtsein brachte. Reicher Beifall lohnte den hochinteressanten Vortrag, nach dem wir noch lange /tisammcnbiiehen, um in freier Erzählung Schönes und Neins aus Palästina zu hören. Am gleichen Abend wurden die Waiden zum Deleglertciitag in Leipzig vorgenominell, die die Wahl der Herren Isaak t euerr i 11 g -1 laIberstadt und Bankier Leo Reichen-!י a c 11 - I hale zu Delegierten und der Damen (iusta Strumpf und Mary Stern he rg zu Ersatz-Dclegierten ergaben. ‘ Schwedt a. O. Am 17. Mai sprach Herr caml. iur, Georg Wöllstein über das neue jüdische Lehen in Palästina. Die Versammlung, die von der Z. V. f. D. einherufen mul von mehr als •10 Personen besucht war, folgte aufmerksam den interessanten Ausführungen des Referenten, der, ausgehend von dem Sprachcukampf, zeigte wie Palästina allmählich ein Maeiitfaktor im jüdischen Leben der Diaspora geworden sei, 111 der Diskussion sprach I lerr Rabbiner Dr. Jampcl, der erklärte, der Zionismus sei an und für sich eine iinterstützenswertc Bewegung^ er solle aller die deutschen Juden mit dem Natioualisiiius in Ruhe lassen. Der Referent hatte dann in dem Schlußwort Gelegenheit, auf die Argumente des Herrn Dr. jampel kurz, cinzugehen. Eine Sammlung für den National!'(.nds wurde eingelcitet; sie wird in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Der Referent wurde von verschiedenen Seiten gebeten, bald wieder nach Schwedt zu kommen, um mit den Juden Schwedts die Probleme, die ihnen noch unklar sind, zu erörtern. Samtcr. Unter Vorsitz, des Herrn Roscnhc.rg fand am 25 Mai eine Ci e 11 e r a I v e r s a 111 m I u 11 g der Zionistischen Ortsgruppe statt. Die־ selbe war gut besucht. Es wurde beschlossen, (19 Al. an Schekel und Landesbeitrügen abzuführen und dem Reiclisi ereilt korporativ beizutreten. Für den Delcgiertentag in Leipzig wurde Herr Referendar Le- 1 e v e r gewählt. Escinvciler. Am 10. Mai sprach vor zahlreichem Publikum I lerr Max G o I u r e i c h - Beuel über ״Heinrich Heine als Jude“. Durch Fragen angeregt, erläuterte Goldreich nachher unsere Stellungnahme z.um Hilfsverein und zum Zentralvcrci», 12 000 Mark für ein paar Worte! J e d e r in a 11 nkann durch einen einfachen Satz au dem Preisausschreiben der Providol- Gesellschaft tcilncluncn; er braucht nur in wclügen prägnanten Worten die enorme Wirkung der Providol-Seife als Schönheits- und Schutzmittel auszudrücken. Kosten durch die Teilnahme an dein Preisausschreiben erwachsen gar keine, da die Frist so gestellt ist, daß jeder sich am eigenen Körper von der Wirkung der Seife überzeugen kann, indem er als t ä g i i c 11 e T o i 1 c 11 c s c i f c einmal Prov i d o 1 - S e i f e benutzt und der Providol-Gcsellschaft den leeren Karton zur Legitimation für die Teilnähme am Preisausschreiben einschickt. jucticciier watioiaifonfls Zoatralo für Doulucliland Geldsendungen lind •usichlletilich xu richten an Harn Max Wollataiaar Cfcarlottaaburg, Roadbar-Sfarafta t, Zum 10. Todestage Theodor Herzls Unsere Gesinnungsgenossen finden an lei־ tender Stelle in diesem Blatte den Aufruf für die J a 11 r z. e i t s p c n d e d e r d e u t s c h e n Z i 0• nisten a n I ä ß I i e 11 d e s z e h 111 e n Todestages T h e o d o r H e r z I s. Wir wiederholen, daß wir von jedem Zionisten zum 20. Tamus die S p e 11 d c c i 11 e s B a u m e s zu Ehren unseres toten Führers erwarten. Im Interesse eines rechtzeitigen ordnungsmäßigen Ausweises bitten wir schon jetzt mit der Einsendung der Spenden (6 M. für jeden Baum) zu beginnen. Der voll• ständige Ausweis wird in Nr. 28 der Rundschau veröffentlicht. Geldsendungen erbitten wir an Herrn Max Wollstciner, Postscheckkonto Berlin, Nr. 3847. a M. Betty Frankrnstein grat. Dr. A. Lou• weither/, Jerusalem, nachträgl. z. Geburtstag 1,— R.-A. ('. ru n 0 m a u 11 u, Frau grat. Herrn u. Frau Dr. Saloimm Hildesheimer herzl. z. Gehurt d. Töchterchens 1,—, dieselben grat, Trude I. c v y z. Verlobung 1,—.2,— Auf einem Ausflug d. lwria, Königsberg, ges. 5,35 Heinz Herrntann, Königsberg, dankt s. 1. Bbr, Leo I. c w i 11 f. vergehl. Bemühungen , . 2,—• L. I.., kischon-lc-Zion, kottd. Geschw. Weis sb r c nt, Berlin, Hamburg, Königsberg . . . 3,— Z. O. G. Hamburg-Altona d. Philipp Grünbäum. . 30,— '1'. Schneller, Hotel Parkltaus Harzburg, F. E isenst.1 d t, Berlin, E. Hohenstein, Stettin, A. P e r 1 nt a!1!1 , Königsberg, danken Herrn Lewin, Düsseldorf, herzl. f. d. schöne Autofahrt durch d. Oberharz..3,— Rebekka Landsberger, Posen, dankt d. Gesinnungsgenossen v. nah u. fern f. Beileids• bezeugungen anl. d. Todes ihres Vaters . . 5,— Elly B i r n b a u 1n , Fulda, verl. Wette an Herrn Stichel —,50, dieselbe dankt Justin Bo ntie f. ״Hans Hemers Fahrt ins Leben" Jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) Freitag, 29. Mai, abends: in allen Synagogen 7!/, Uhr. Sonnabend, 30, Alai, vormittags: in der Alten Synagoge 81,.׳ Uhr, in der Kaiscrstr.- und Rykcslr.־ Synagoge 9 Uhr, in der Neuen, Lindenstr.-, Lützowstr.-, Fasancnstr.- und Levet/.owstr.׳-Synagoge: Frühgottesdienst 71;■• Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Gottesdienst am Wochenfest Sonnabend, 30. Mai, abends: in allen Synagogen (Mindta mul Alaariw) 8:ןי Uhr. Sonntag, 31. Alai, vormittags; in der Alten Synagoge 8!.׳ Uhr, in der Kaiscrstr.- und Rykestr,- Synagoge 9 Uhr, in der Neuen, Lindenstr.•, LützowstV.-, Fasanenstr.- und Levet/owstr.-Syuagogc: Frühgottesdienst 7' . Uhr, Hauptgouesüienst 10 Uhr. Predigten: Alte Synagoge: Rabb. Dr. Pctuchovvski; Synagoge Kaiscrstr.: Rabb. Dr. Eschclbaclier; Synagoge Rykestr.: Rabb. Dr. Stier; Nette Svnagogc: Rabb. Dr. Blumenthal; Synagoge Lin• densnv. Rabb. Dr. Warschauer; Synagoge Lützowstralie: Rabb. Dr. Hochfeld; Synagoge Fasanenstraße: Rahb. Dr. Bergmann; Synagoge Lcvetzow- Straße: Rabb. Dr. Lewkowitz, Sonntag, 31. Mai, abends: in der Alten Synagoge 9 Uhr (Mincha 5 Uhr), in den anderen Synagogen 8 Uhr. Montag, 1. Juni: in allen Synagogen: 1. Gottesdienst mit Scclcnfcier, morgens 7*A> Uhr; 2. Qottcsdienst mit Seelenfeier, vormittags 10 Uhr, (Der Eintritt zum zweiten Gottesdienst ist nur mit Karten gestattet) Predigten: Alte Synagoge: Rabb. Dr. Eschclbaclier; Synagoge Kaiscrstr.: Rabb. Dr, Lewkowitz; Synagoge Rykestr.: Rabb. Dr. Petuchowski; Neue Synagoge: Rabb. Dr. Weiße; Synagoge Lindenstr.: Rabb. Dr. Blumcnthal; Synagoge Lütz.ovvstr.: Rabb. Dr. Baeck; Synagoge Fasanenstr.: Rabb. Dr. Hochfeld; Synagoge Lcvctzowstr.: Rabb. Dr. Bergmann. Abend gottesdienst (Festausgang): 9 Uhr 15 Almuten, Gottesdienst an den Wochentagen: morgens: in der Alton, Kaiscrstr.- und Rykcstr.-Synagoge 6'/2 Uhr, in den anderen Synagogen 7 Uhr; abends: in allen Synagogen 7 Uhr. -,“0 ,.1,- 1 cilertrag d. Versteigerung d. llensehens v. d. Hochzeit Myria W c i 1 Cyrille Drcifus, Strassburg, Lagbcomcr 5074 20,— Sophie Bruch, Cöln, grat. Ref. Emil Meyer z. Geburtstag.1,— E. S., Berlin, leert f, Karl M. liaer ihre Pfennigkasse.1,— Dr. Sandle r, Kudowa, grat. Richard Lieh th e i 111 u, Erau.1,— Erna E h r 1 i c h , Kattowitz, grat. Hedwig R o s c n t 11 a 1 z, Verlobung., 1,— Lehrer Schiratzky, Merzhausen, anl. s. Verlobung mit Eränzrhcn Stern 2,—, ders. grat. Herrn u. Erau Sah Straus, Marburg, z. Silberhochzeit —,50, ders. dankt: Jacob Goldb e r g , Karlsruhe, f. Gratulation —,50 u. konil. Dr. Prager, Kassel, —,50 .... 3,60 D. Zion. Diskuticr-Kluh Glogau grat. Herrn u, Erau M. Kristcllcr 1. Enkel 1,—, d. Z. D.-K. Glogau grat. Herrn u. Erau R.-A. Dr. T i r 11 a u e r , Laurahütte, z. Geburt d. Sohnes -,2.ך־,! Gerda Schn e e m a n n , Josefsdorf, dankt Herrn u, Erau Rein, Tarnowitz, f. gute Aufnähme 1,—, dankt Herrn ürglcr Tarnowitz, f. frdl. Begleitung b. Deutlien u. grat. Martin N o 111 m a n n , Breslau, z. Geburtstag je —.50, Erwin S c 11 n e e 111 a n n dankt Zahnarzt D z i a 1 o s c 11 i n s k i f. geliehenes Buch —,50 . . 2,60 Ueberschuss d, Üclbaumspcnde auf d. Namen Siegfr. u. Erna Gocritz.1,— Anna Salz dankt IE Margulies f. d. Billett 1,—, II. Goslar f. Hausajiothekc 1,—, u. grat, Dr. Curt Nawratzki z. Gcburtstag 1,—.3,— Frida J a c o b u s dankt Dr. Nathan f. Auskunft .1,— Betty Frankenstein grat, Frl. Trude L c v y z. Verlobung.I,— Aron S c g a 11 kond, R.-A. Greifenhagen 1,— Dipl.-Ing. Richard K a 11 f f m a n n , Essen, grat. Farn. Goklrcich •Treu herzl. z. Junggn (uni. versp.).1,— Fritz Asch grat. Trude Levy z. Verlob. 2,55 Dr. Ivar Weissbrcm, Hamburg, dankt herzl. f. Dcileidsbekundungen. Dr. Landau u. Frau, Danzig, statt Blumen /

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