Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1914-05-15 · Heft 20 (15.5.1914) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 20 (15.5.1914)
Date
1914-05-15
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2651869-2651890--09641-2666982
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Islts 2מ JUCDI3CHE RUNDSCHAU Nr. 20 ihre ärmlichen Ld;.':n־ve1':'',!ini:;׳;,״ zutüd.׳z11liihrc>1, Auch f)r. Kritik in schließt r,:.:h dieser Ansiciit an. l)r. Weizbnrd berichtet über den Cn.brauch der Hünen bei Rltcumatisimis• Kranken. Dr. Pucliowsky berichtet über achtzehn Falle von Typhus innerhalb zehn Monaten im Jaffacr Hospital, von denen einer einen tödlichen Ausgang hatte, f (Schluß folgt.) Bemerktnr;:;:1 zur VIertoljalireoofatlotik des Jßci:,: :;hen I1at3041al?0nd3 (Jur.::־. ״—f»״lr2 1914) (Schluß.) Deutschland, das in der vorjährigen Statistik den Vorrang vor Oesterreich cinisalun, hat einen besonders merklicheu Rückgang der Nationalfonds-Einkünfte zu verzeichnen. Bei Oesterreich, das zum ersten Male in der Statistik ohne (iali/ieii figuriert, zeigt sich, daß dort die N. F.-Sanuiilungeii nicht so erlieblich zugeuomtnen haben, wie wir das bei Oalizicn freudig konstatieren. Die Türkei zeigt insofern ein erfreuliches Bild, als die unter dieser Rubrik verzcichneten Spenden aus Palästina außerordentlich zugenonimen haben. Dagegen bleibt in dem übrigen Teil der Türkei für eine systematische Propaganda des N. F. noch ein großes Arbeitsfeld. Mit den Eingängen aus Ci r i ec 11 e n 1 a nd und A r g e n t i 11 i e!1 kann man zufrieden sein, obwohl auch hier noch viel für den Ausbau der N. F.-Ürganisatiou ׳zu leisten wäre. Unsere Schweizer Sannnelstelle liefert unter der rührigen und umsichtigen Leitung von Herrn W. Simon in Zürich wachsende Erträge. Die Einkünfte des Nntionalfonds aus Frankreich sind in letzter Zeit ziemlich mäßig. Von Holland darf erwartet werden, daß die daselbst zu Schabuoth veranstalteten Blumentags-Sammlungen in der nächsten Statistik den diesmaligen Ausfall decken und noch erheblich übertreffen werden. Bei den Ländern mit geringerer jüdischer Bevölkcntng zeigt sich kein nennenswerter Unterschied zwischen den Resultaten in diesem und im vergangenen Jahre. Aber von allen läßt sich behaupten, daß dort bei Ausmitzung aller Möglichkeiten die Eingänge für den N. F. unschwer vervielfacht werden könnten. I. Vierteljahr 1914 M 1. Vierteljahr 1913 M 1. Allgemeine Spenden. 80031.11 27 742.04 צ. Sammelbüchsen. 25 498 44 10 020 02 a. Goldenes Buch. 26 452 68 18 008.03 4 Baumspende. 22 422.78 16 455.00 5. Arbeiterheimstätten. 18 818.07 38 240.03 6. N.-F - Marken. 12218 42 4 832.38 7. Selbstbesteuerung. 8 073.64 8 211>3 8. Landspenden. 2 46148 8 727.82 fl. Sairnnelbogen. 2 185.63 1 894.87 10. Telegramme. 1 804,01 217.81 11. Postwertzeichen-Erlös . , . , 44,40 1צ. David u, Fanny Wolffsohn-Stiflß. 3160 406.60 13. Materialien.. , - 40,86 Wenden wir uns nun den einzelnen S a nun c 1 - mittein zu, so ist bei diesen im allgemeinen insofern eine Veränderung gegenüber dem ersten Quartal 1913 licrvorzuhebeii, als die Sammlungen für A r be i t c r h ei m- Stätten in den ersten drei Monaten des Vorjahres 38 000 M. dagegen in diesem Jahre mir 18000 M. ergeben haben. Auf der anderen Seite sind die Einkünfte der S a 111 in e I b ii c 11 s e n sowie der B a umspcnüc um je (>(MK) M, gestiegen. Auch die Einnahmen aus N. F,- Marken haben, insbesondere aus Rußland, eine hedeutende Steigerung erfahren, die darauf schließen läßt, daß, wenn dies ursprünglich einzige und propagandistisch wertvolle Sammelinitlel mehr beachtet würde, es bald eine noch ergiebigere Einnahmequelle werden könnte. Der bedauerliche Rückgang der Spenden für die Arbc i t c r 11 e i m s t ä 11 e 11 legt die Vermutung nahe, daß unsere Mitarbeiter nicht mehr mit derselben Energie wie früher fiir diesen Sammelzweig Propaganda machen. Wie in unserer Besprechung der Ergebnisse des Jahres 191) dargclegt, ist die Errichtung von Arbeitcrhäuscrn nicht bloß für Jemeniten, sondern auch für Aschkenasim ein dringendes Erfordernis. Aber auch die Jemeniteiieiii- Wanderung nach Palästina dauert fort und erheischt gebieterisch ein Eingreifen des Nationalfonds. Die Eintragungen ins Goldene Buch erfreuen sich zunelituender Beliebtheit, was auch schon daraus hervorgeht, daß in den zweiten Band des Goldenen Buches ein Meisterwerk des ״Bczalel“ bis heute 325 Eintragütigen erfolgt sind. Den Eingetragenen wurde eine Reproduktion des besser Urvschen Bildes ״König David“ als Diplom übermittelt. All dein Ertrag der Samnielbuchsen läßt sich erkennen, daß dies wichtigste Sannnelוווittcl des N. F. bei sorgsamer Pflege noch hedeutend höhere Summen einztibringen vermag. Das wird sich voraussichtlich schon in der nächsten Statistik aus• drücken, wo die Wirkung der hoffentlich überall pünktlich und vollständig durchgeführten Büchsenleerung von Chol Hamoed Peßach sichtbar sein wird. Die Baumspende wird, wie wir überzeugt sind, anläßlich Herzls zehnten Todestags ganz besondere Förderung erfahren. Auch bürgert sich die Sitte, am Jahrzeittagc einen Baum auf den Namen des Verstorbenen zu stiften, immer mehr ein. — Im abgelaufenen Vierteljahr hat die Agitation für den G e n 0 s s c n s c 11 a f t s f o n d s erneut eingesetzt. Das wird ziffernmäßig vor allein bei Amerika zum Ausdruck kommen, wo Herr Dr. Franz Oppenheimer in den letzten zwei Monaten für die Siedlungsgeselischaft propagandistisch tätig war. Es ist unseren Freunden nicht neu, daß wir in diesem Jahre mehr als eine Million Mark brauchen werden, wenn wir auch nur den wichtigsten Aufgaben, die in Palästina an uns herantreten, genügen sollen. Leider müssen wir gestehen, daß die Sammlungen nicht in demselben Tempo fortschreiten, wie unsere Siedlungstätig• keit in Palästina es erheischt. Deshalb müssen wir um. immer wieder an unsere zahlreichen Vertrauensmänner mit der Bitte wenden, unablässig um die Hebung unseres Volksschatzes bemüht zu sein und alle Möglichkeiten auszunutzen, die uns unserem großen Ziele näher br!n• gen. Mögen unsere Freunde auch in den Sommermonaten, wo die zionistische Betätigung im allgemeinen schwächer ist, an ihren Wohnorten und auf Reisen, besonders auch während des Ferienaufenthaltes, dar 1uf bedacht sein, den Nationalfonds zu mehren und zu stärken. ... - - _ . _ 9 Varuutwortl Badakti Hugo Hertmann, Wllmaradorf. Varlag 1 Jüdlach• Buadauhuu 0.m.b.U.. Barlin W. 15. Druck: SlagfriadSoholam, BarUn-Schönabirr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.