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Jüdische Rundschau · 1914-05-01 · Heft 18 (1.5.1914) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 18 (1.5.1914)
Date
1914-05-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 18 J U E DI S C H E RUNDSCHA U Seite tOl werden, die in bezug auf solche Fragen, wie die hier angeschnittene, die ״Bedürftigen" aufsucht, hecinflulit, hilft. Das alles soll nicht aufdringlich, sondern Kami mit Takt und Vorsicht geschehen. Schon aus dieser einen Tatsache ist zu ersehen, wie viel noch zu tun ist.“ Wir «eben diesem Schreiben gern Raum. Die Tatsachc, die der Herr Lausender rügt, ist־ in der l at so ernst und von so grober Bedeutung, daß die jüdische (jemeindc alles tun sollte, um hier sobald als möglich Reinedur zu sehaffeu. Line Anfrage unsererseits bei den leitenden I’ersönliehlieiten des Neuen Jüdischen Oemeimlcvereius ergab, dall der Inhalt des an uns gekommenen Schreibens die Zahl der ohne Hebräisch aiifwachsenden Kinder offenbar noch unterschätzt. Der Nene Jüdische lictncimleverein hat die latsachc 1ier mangelhaften hehriiisdien Vcrsorgmig der Juden - wie wir erfahren iminer wieder ■und wieder hervorgcliobcn, ohne dall bisher irgend etwas wirklich Durchgreifendes geschehen ist. Ltwas Durchgreifendes ist in der neuen Lehranstalt, die Herr Hr. Pictrkowsky leiten wird, natürlich aueli noch nicht zu sehen, Berlin. Seit April d. J. erscheint das offizielle Organ des Verbandes selbständiger jüdischer Handwerke!־ I )eutsehlaiids, ״II a 11 d w e r k 1111 d Gewerbe“, in neuer, ansprechender Form im Verlage von l)r. Basel! K (io., (j, 111. b. II., Beilm-Wilinersdorf, Nassauische Str, 21. Köln. In einer der letzten Sitzungen der Hemeimlerepräsentanz wurde nach mehrjähriger Unterbredumg zum erstenmal wieder eine Summe zur Unterstützung hilfsbedürftiger Schüler des jiidisehen Lehrerseminars bewilligt. Hierzu schreibt das Kölner I s r a e I i t i s e 11 e (1 e m c i n d e b I a 11: ״I )ieser von Liberalen und Konservativen einmütig gefällte Besehlull ist unbedingt zu begrüßen, denn, abgesehen von der.inneren Berechtigung einer finanziellen Beihilfe für das Seminar wurde durch diesen Beschluß das Kriegsbeil zwischen der Kölner I lauptgeiiieinde und der Adaß Jescluirnn begraben inul der vom universelbjüdischen Standpunkt bedauerliche ehemalige Hader und Zwiespalt zwischen beiden Richtungen hoffentlich endgültig aus 11er Welt geschafft. Wenn also gegen die dem Seminar zugeführte' Suhveiitiim wohl auf keiner Seite Bedenken obwalten, so werden andererseits die Ausführungen, mit denen der Sprecher der konservativen Fraktion die Subvention hefürwoncte, einiges Befremdn erregen, Herr Repräsent aut Lachs bemerkte nämlich u. a. folgendes: ,,Ls gibt vielleicht noch einen Gesichtspunkt, den ich eigentlich nicht erwählten wollte. Ich möchte cs aber doch tun und komme dabei etwas auf das politische Oebict. Wir stellen heute dem Anstlirm des Z io 11 i sm 11 s gegenüber, und Sie von. der I1berakn Richtung können sieh nicht den Luxus erlauben zu sag{:1: wir können dabei auf die Mitwirkung der konservativen und orthodoxe״ Kreise verzichten. Zusammeii müssen wir den Kampf nufuchmcn. Line Richtung allein — am’ wenigsten die liberale - wird den zionistischen Ansturm nicht crfnigricli hekämpfen können . . . Ich möchte Sie wirklich bitten, auch aus dem Grunde der E i 11 i g k c i t g e g e 11 den zionistischen Ansturm endlich Ihre Animosität gegen das Seminar fallen zu lassen.“ Also Herr Lachs bläst zum Sammeln gegen den Zionismus! Wir wissen nicht, oh er dies im Linvcrnehmen mit der konservativen Fraktion getan hat. Allerdings ist von jener'Seite nichts Gegenteiliges bekannt geworden. Heiunach ist cs möglich, daß die im nächsten Jahre stattfiiidenden Repräseiitaittenwählen eine geselllossenc Phalanx von Liberalen mul Konservativen gegenüber dem ״zionistisclum Austurm“ bringen werden. Wir müssen gestehen, daß wir bisher von einem solchen Ansturm wenig oder nichts wahrgeiiomnieii haben. Außerhalb Kölns sind zwar in verschiedenen Gemeinden - besonders in Berlin — die positiv-jüdischen Parteien unter Tülm!11g der Zionisten einigemal mit beachtenswertem Erfolg in den Ccmeindcwahlkampf eingetreten, und mau führt wohl auch nicht ganz zu Unrecht die Be- Strebungen, den Ausländem das Wahlrecht zu entziehen, auf die Furcht vor der zionistischen ״Eroberung der Gcniciiulestubcn“ zurück. Neuartig aber ist jedenfalls, daß von konservativ-jüdischer Seite den Liberalen ein Bündnis gegen die Zionisten angeboten wird. Sollten wirklich die konservativen Rcpräscntanten bzw. ihre Wähler den Liberalen näher stehen als den Zionisten, mit denen sic so manche gemeinsame Anschauung verbindet?'‘ Königsberg. Am l>onncrstag, dem 21. Mai 1911־, vormittags 11 Uhr, findet in Insterburg in.der ״Flora“, Bahnhofslraßc, die 31. ordentliche General- Versammlung des Verbandes der Synagogen-Gemeinden Ostpreußens statt. VEREINS-RUNDSCHAU Berlin. Der hebräische Kinderklub der üd. natl. Fraueiivcreinigung, unter Leitung von I 11. largarctc Steincrt, befindet sich Jetzt in den eigenen :äumen der Frauenvercinigung, Alte Schönhauser tr. 5. Der Unterricht, sowie alles Lehrmaterial, lücher und Hefte, sind unentgeltlich. Es werden, m den verschiedenen Altersstufen und Fähigkeiten er Kinder Rechnung zu tragen, Abend- und Nachilttagskurse eingerichtet. Anmeldungen werden lonntag nachmittag, von 4—5 Uhr, Alte Schönhauser itr. 5, entgegengenommen. Anfragen sind an rr. Margarete Steincrt, Zehdenicker. Str. 12, zu richten. Berlin. Der Verein zionistischer Studenten aus j Rußland ״II a t e c 11 i j a 11“, Organisation II ec hawer) vcranxialtct am Sonnabend, dem 2. Mai, präzise 9 Uhr, im großen Saale des Tiergartenhofes (am Balmliof Tiergarten) einen Vortragsabend in jüdischer Sprache. Herr 1 tr, Sch mar ja Lcvin wird über das 1 hcina ,,Was sollen wir von unserer Jugend er« warten?" sprechen, ( niste, I!amen und Herren, willkommen. Berlin. I >ic Berliner Zionistische V e r - e i 11 i g 11 11 g veranstaltet am Dienstag, dem 12. Mai, abends 0 Uhr, in den Sophiens,den, Sopliieustr. 17 18, eine M 11 g I i e d e r v e r s a 111 in I u 11 g mit dem I heina: Zionistische Arbeit in Berlin. D ej Zentralisation der B. Z. V. durch Auflösung• in Bezirks- und Sondergruppen. Referenten: l)r. Egon R o s e u h erg, l)r. Alfred S c 11 w a r z. Berlin. Am Mittwoch, dem 13. Mai (Lag-Baomer), veransialtct die Organisation für hebräische Sprache 11ml Kultur eine ö f f e 111 li c h e Vers a in m - I n 11? (״II e h 1׳ a e r t a g“). Auf der Tagesordnung’ steht: Die hebräische Bewegung; die Aufgaben der ״Hisladnüli Ihriili“. Näheres wird noch mitgeteili. Breslau. ״V e re i »1 d e r Z. i o 11 i s t i s e 11 e n J11 - I g e 11 d“. Am Sonnabend, dem 2. Mai, S ’■ J Uhr, findet im Zimmer des I lerz.lklubs, Museumplatz, die nächste Besprechung von Ruppiu ,,Die Juden der Gegenwart“ statt. * Berlin, (»eher ilen ,,Antisemitismus 111 d e r W a 11 d1׳rvu g e I b e w e g 11 n g“ sprachen die I lerreu I >r. K I e e, (1 o s i;1 r und Greif e 1111 a g c n am 27. April in einer von fast 101)0 Personen hesuchten Volksversammlung, die der ״Neue Jüdische Genicimlcverciii“ enib. rufen hatte. I )ie Versammlung, zu der auch Mitglieder des ״Wandervogel L. V.“ wie aueli der paritätischen Wandervogclvereiiie in großer Anzahl erschienen waren, nalini einen 1111gewöhnlich interessanten Verlauf. Au die drei Rel'erate schloß sich eine sehr lebhafte Diskussion, in der Herr Berger den Standpunkt der paritätischen Wandervögel vertrat und Herr Hecht in'sachliclier und interessanter Weise die Entwicklung des Wundervogcls unter dem Gcsicht-punktc eines liberalen Deutschen und Gegners jeglicher Nationalitätenpolitik behandelte. Die Frankfurter Beschlüsse des Wundervogels verteidigte Herr■ Wallert. Von ziouistischer Seite sprach onlscliicdcn und wirksam Herr I ir. W i t k o vv s k y, indes die 1 lerrcn Felix R o s e 11 - b i ii 111 und G I a s e r unter dein stürmischen Beifall der Versammlung für die jüdischen ״B I a u - W e i II“- Vereine cintrateii und unter Anerkennung der priirzipiellen I iallmig des ״Wandervogel C. V." das ruhe antisemitische Gebaren der ״Fiihrerzcitung“ und die Uiivvahrliaftigkeit des Frankfurter Beschlusses gcjllelteil, .Als die Versamnituilg um 12 Uhr schloß, war die Rednerliste noch hei weitem nicht erschöpft, so daß beschlossen wurde, die Diskussion auf eine demmidist ein/uberufemle neue Versammlung zu vertagen. Her höchst interessant und anregend verlaufene Abend dürfte der Blau-Wciß-Bevvcguug manche neue Freunde gewonnen haben. Berlin. Die Verbindung im K. Z. V. ״Ilasmonaea teilt uns das Ergebnis der (,'bargenwählen für das Sommer-Semester 1011 mit: Ludvvig Aron X, Kurt Adler X ' . Georg Nathan X •X Berlin. i )er I s 1׳ a e I i t i s ehe I o r 1 11 i I - d u n g s v e r e i 11 M o 111 e i i o 1 e , der sich die■ Aufgäbe gesetzt hat, in den Kreisen der jüdischen Jugeml Berlins das Thonihlcrucii zu pflegen, hielt am 20. Marz seine G e 11 e r a 1 v e r s a m 111111 n g ab. Der Vorsitzende hob ans dem allen Mitgliedern gedruckt zngcgangenen Bericht hervor, daß der Verein int vorflosscnen Jahr eine überaus erfolgreiche Tätigkeit entfaltet hat. Die Mitglieder hatten mit regerem 111• teresse als bisher an den Sdüiirim tdlgenomiuen, so daß die Zahl der Sehitirim vermehrt und vor allem in den westlichen Vororten neue Schindln eiligerichtet werden konnten. Auch die übrigen Vcranstaitiuigtii des Vereins erfreuten sieh regster Teilnahme und führten dem Verein eine stattliche Anzahl neuer Mitglieder und Gönner zu. Nähere Auskunft erteilt der Vorsitzende Edmund Lcvy, Berlin, Auguststr. 75, Braunschweiß. Wie wir durch eine spätere Infonnation erfahren haben, entsprach der Bericht, den wir in Nr. 0 der ״Jüd. Rundschau“, vom 27. Po• bmar, über eine Versammlung in Braunschweig brachten, in einigen Punkten nicht den Tatsachen, so daß auf das nntizionistisclie Verhalten des Leiters der Samson-Schule in Wolfcnbüttcl, Herrn Dr. Tachau, ein falsches Licht fiel. Dieser Herr, übrigens einer der Unterzeichner der ״Erklärung“, hat seinen 7.10■ nistischen Lehrern den Besuch der Versammlung keineswegs verboten, sondern dieselben gebeten, sich jeder öffentlichen zionistischen Propaganda zu enthalten. Daß ein anderer Lehrer dieser Anstalt, Herr Professor Graetz, in derselben Versammlung aufs schärfste gegen den Zionismus polemisierte, das steht, wie wir nunmehr betonen wollen, mit obiger Tatsache in keinem Zusammenhänge. Wir bedauern, infolge unrichtiger Informationen einen diesen Tat- Sachen widersprechenden Bericht gegeben zu haben, und erst heute in der Lage zu sein, unsere Angaben richtig zu stellen. Köln. Am 25. und 26. April hielt der bekannte jüdische Schriftsteller C11. K a t z aus Lemberg im Verein ״Machsike-Thorah“ zwei interessante Vortrage über die Entwicklung des jüdischen Volkes, Er fand bei der zahlreichen Zuhörerschaft lebhaften Beifall. Mannheim. Hie Zionistische Ortsgruppe verliert durch die UchcrMcdlung des (ig, Willi David mich Berlin einen ihrer tätigsten Mitarbeiter. So sehr wir uns mit der glanzenden beruflichen Karriere des Herrn David treuen, so lebhaft bedauern wir den Weggang dieses gesinmingstiielitigeu Zionisten und licbcns würdigen Menschen. München, im Verein ״B'n c i J c 11 u d a“, einer Vereinigung junger Ausländer hur, spraeli am 23. April Herr Jacob Reich über ״Das jüdische Lehen in Palästina“, wobei er aueli 111 eingehender Weise den Zionismus behänd( ile. 1111 Anschluß an die von der gut besuchten Versammlung mit grnßeiii Beitall aulgciiomiiicmn Ausführungen lührtc der Redner eine große Anzahl Lichtbilder aus Palästina vor. laue Schckclsannnluiig beschloß den schön vorlauleneii Abend, München, Die ״A g u d a s J i s r o e 1“ - Bcwegung hat mm auch hier zur (mmdung einer J 11 - g e 11 (1 g r u p p e geführt. Uns intcres-iert hierbei nur, daß die hiesigen Führer aueli freundschaftliche Füllhing mit den Zionisten wünschen und zu der Ver- Sammlung ein Vorstandsmitglied der ״Zionistischen Ortsgruppe“ geladen hallen. Da der betrclfeude Herr am Erscheinen verhindert war, hatte er sich entschuldigt, und in seinem Sehreihen betont, daß ״die Zionisten diese nie alle Bestrebungen, welche zur Erhaltung und Festigung unsrer jüdischen Ge- 1110ilischaft beitragen, lebhaft begrüßen und hoffen, daß die neue Gründung in diesem Sinne wirken möge, und daß die ,A. J.-Jugendgruppe' niemals d i e g e m eins a 111 e (1 r 11 11 d I a g e des j ü d i - s c 11 e 11 Volkstums 1111 d d e s s e 11 Zukunft s‘• hoff 1111 11 g v c r g c s s e 11 in ö g e“. Ls sei hierbei noch bemerkt, daß von verschiedenen Seiten erwähnt wurde, daß von seilen der neuen Gruppe dem hiesigen ״Jüdischen Wanderhund“ eine Konkurrenz nicht gemacht werde. Nördlinßen. 1111 Anschluß an seinen vor wenigen Wochen hier gehaltenen ersten Vortrag sprach Herr Jacob R e i e 11 aus München, am 2(1. April vor der jüdischen Gemeinde Nördlnigen über ״(i e s c 11 i eh t e 1111 d O r g a 11 i s a t i o n des Z i o 11 i s m u s“. I >as sehr interessante Referat, dem eine lebhafte und anregende Diskussion folgte, führte zur Kon st i- 111 i e 11111 ־ g einer zionistischen Ortsgruppe, der sofort 21 (icnu indemitglicder beitraten. Die noch am gleichen Abend vorgenoinineiie Wahl der Vorstandschaft hatte folgendes Ergebnis: 1, Vorsitzender: Herr l)r. ined. Ileimann, 2, Vorsitzender: Herr Lelner Herrn. Strauß, Schriftf(ihrer; Herr Ignaz Ascher, Kassierer: Herr Heb. Eisen in an 11, N.-T'.-Kommissar: Irl. L. Rosenb c r g e r. Ls sind damit fünf Personen gewonnen, deren Arbeitsi'midigkcit und reges jüdisches Interesse eine gute Entwicklung der jungen Gruppe gewiihrleistet. Ls sind bereits Maßnahmen zu einer intensiven und tatkräftigen zionistischen Arbeit getroffen, und es stellt zu erwarten, daß sich das jüdische Lehen Nordlingens in der ncugegrümletei! zionistischen Ortsgruppe konzentrieren wird, Leipzig. I )er Zionistische J u g e 11 d vere i 11 eroffnete am 28. April, abends, sein Vereinslokal. Die beiden Klubzinuüer waren dicht gefüllt.. Herr S. Katz begrüßte die Anwesenden, und wies darauf hin, daß der Verein init positiver zionistischer Arbeit krallig einset/cn müsse, denn die Partei und der Zionismus habe wenig davon, wenn man bloß ziisainmeiikomme und gemütlich beisammen sitze. Herr Wilhelm 1)11 hi 11 er, der Förderer des jungen Vereins, spornte diesen zur weiteren Arbeit, an und smcildete zwei Oelhäume auf seinen Namen. Herr Uaf a n o vv i t s c h sprach im Namen des Vereins ZionistiscluT Akademiker 11ml spendete einen Baum. Frau B i r s e 1! sprach im Namen der jüngst gegründeten Franeiigruppe, Die Klubabende linden von nun an jeden I )ienstag statt, Leipzig. I )ie Zionistische F r a 11 e n g r 11 p p c zu Leipzig, die am 25, Marz gegründet wurde, hielt am vergangenen Sonnabend, dem 25. April, eine inferne Versammlung mit Vorträgen, Diskussion lind nachfolgendem geselligen Beisammensein ah, die trotz der in Leipzig zurzeit stattfiiidenden Ostermesse sehr gut besucht war. Nach einer kurzen Ansprache der ersten Vorsitzenden, Frau Johanna Hirsen, las Frau Dr. Feinst ein eine Abhandlung Theodor llerzls über die Frauen vor. Ls meldeten sich darauf heim Vorstand eine Anzahl von Frauen und Mädchen, die baten, aktiv tätig sein zu dürfen. Viele von ihnen ließen sich Nntionalfonds-Hüdisen aushändigen. Auch wurden von den Anwesenden Landes- und Schekelbeiträge bezahlt. Nach einigen musikalischen Vorträgen von Fräulein F r i e tl I a n d hielt Fräulein Amalie F 1 c c k c r zum Schluß noch ein Pressereferat, das viel Anklang fand. Es entspann sich darauf eine kurze Diskussion und mit einem gemeinsam gesungenen Liede schloß der schön gelungene Abend, Chemnitz. Am 24, März, veranstaltete die hiesige zionistische Ortsgruppe eine P u r i m - F c i e r, die sich eines sehr guten Besuches erfreute. Den unterhaltenden Teil leitete Herr M. Leer. Ihm als auch allen Mitwirkcnden, insbesondere noch Frau Cilli Schwarz und Herrn Benno Bernstein gebührt Dank für die uns bereiteten vergnügten Stunden. Ein Tanzkräiizcheii hielt die Gäste bis zum Morgen beisammen. — Am 19. d. M. sprach Herr Zahnarzt Schönberger an Hand selbst aufgenommener Lichtbilder über die vorjährige Turnfahrt nach Palästina. 111 ca. einstündigem Vortrage besprach er das jüdische Leben Palästinas, insbesondere der Kolonien. Die interessanten Aus-

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