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Jüdische Rundschau · 1914-04-24 · Heft 17 (24.4.1914) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 17 (24.4.1914)
Date
1914-04-24
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Nr, 17 keil m'iiilicli hnßc i- . '1 י. ••! '׳ <י •׳■!' >-■ ״ ■ ׳ י;,J *’ l’ai/dlcii zu vui. ' ' , ׳ 5 '• ״; '• ־־; ׳ .t l:1tiolls,11!1Jri,t /Ulli.;!.,..,, 1 , , . I . ... -•'•< •״ ׳■•!.׳ jiul.ii׳.,clic: 11 I n1111.!1i);׳ßc.' . ״!» ׳'!■;.־••viiC.111^ < rolti‘1'1 IIIIil iils cill.'i 1' '•■'׳'' :־' ׳'.I'I׳:::'; li;r o'.l:.- «euch1;«• ilit1־1 ׳ ra 1 ’ . n in: , ,1.;■;.D la.Vi'it Ulet Die Scliaiimv, ■ ■ •S , . •!ו!:!!;;.•.! aul der < irtiMillc «les 1־!;>t 1. ״׳. : ■ u . :' .11 1,,1 .* י‘1'1 *׳׳ ׳ )!,"•d'1'״ Kolonien wird in 1/i.־r '!.׳ii i..!;;. c!h־’u‘r;11:׳■ Miisd zur Lösung der I.iui, 1 r! iü׳׳.־,', .־ v i.1 K.I!!i!:1־_ uiijitoh'.cii. Diese Si1'(lim1״s11)C1i;0us i.,1 ,.׳.u׳ ׳ ״ J5;.. ־a, r nicht Ireäiiu. liier bildet der BeViUer /u::L.',n,:r,vllz und eines eigenen I läuscha!:. ei׳.,!.!. , d’.־u lal.iiilüeUtißi’ii, weil Inmlios geworden: u i < :' e1 ׳ a au, 1׳־. i;c 111׳ zu fi׳s:*.־!ts. Ans diesem Grunde wn.l 1 11!.׳ i.uriiu.1!•t.Tilliclien Mitteln das 11 ii 11 s I e 1 t u n: ,01 i. et i./.׳ •> ׳ ,׳.־׳,. nannte ,,Arbeiterstellen“ (iir ׳:;Dt-it: r; , .,1;׳.׳',;!׳!!׳, I 1׳,׳' Großgrundbesitz, insiiferii er sieh nie!!; wie na 1 I K.ni.־eiilr 1 ui,'* damit abfindet, dauernd nusl״i; '!'■vhe iienuatatioiiale Arbeiter hcran/11- /ielien, knüpft an die.;,’., Sv:,11;;1 die L.rv,׳aritn1;:׳, die bekam1,e i eiitenol auf dem Lainie oi l>e.׳;׳eitigui und seine Fortesistenz /u sichern. Die l:riahr;111;;;1;׳, di.1 ׳r.it die 1 ,;1 Sj.4em gemacht wiirden, zeigen indes, d,.ß .. d di. 1;!׳;souiprceiliß /׳»viselst׳;! Großgnnidbcsilz mul! de;!; .'den auf die Däner nicht j:ehollen ist. So wurde /. Id jd:;;:b in der ihuloctkommissioii des preiiltiselien Ai!; 11.i der der,׳dun;; lies Etats der Allsiaiiu,;!;׳ d.a;a.b.׳ i:;n Iiericbt11(1;!'׳: Aiisicdluiig von Arbeitern in (i;r, ,be,־iil;1,! 11» regne;׳;;׳(dien Schwierigkeiten, da die Arbeiter umueniileii in 1 \/111te1' kn um zu bcschältigcii seien, l-'erner sei bei den gegenwärtigen (»iiterpreisen kaum daran zu denken, das in der isiilu: der Aiisiediungsdörfcr gelegem• Gemeindeland in Reserve zu halten, das an die Au- Siedler, die ihre Wirtschaft vergrößern wollen, aufgctcilt werden könne. Genau dieselben Erschein imgc:! zeigen sich, wenn auch in kleinerem Maßstabe, schon jvu.t in Palästina, Die erwähnten Gesellschaften, die kleine ArbciUrsicdlungen auf der ()rund• läge des Eigentums von Hoden in der Nähe der großen Kolonien begründeten, sind von dem Gedanken geleitet, den Kolonien, welche zum grüiilcn Teil auf nichtjüdischer Arbeit basieren, die notwendigen jüdischen Arbeitskräfte zii/iifülireii. Gleichzeitig!׳eilt Ihr Streben .;ndt dahin, dem Arbeiter durch Uelu:rlns:n111g einer eigenen Par.;: Ile ein Nel1e11t’i1»kt111um,11 zu verschaffen und ihm die Lihnllimg einer Familie zu ermögliehen, So lobenswert die Atridit der Vertreter dieses Systems ist, so krankt es auch in Palästina daran, dail die Arbeiter, wie die bisherige Erfahrung zeigt, in den jüdischen Privatkolonien keinen gesicherten Arbeitsmarkt finden, und daß sic deshalb ebenfalls zu der F'urilennig gelangen, ihre Parzelle so zu vergrößern, dail sie zur 1 iaupt1|uelle ihres Einkommens wird. Die Klagen über die Geii;1)׳lü,״.i.״;keit des den Arbeitersie1lln11};e11 znp.eteiltfn Hodent; luueil daher nicht auf, mul sowohl Asclikeiiasini wie Veineiiiteii fordern uiiiinterbroclieii ,,mehr I and“, Dali diesem Vcrl.111j,׳,en nur schwer entsprochen weiden kann, erklärt Geh ans einer Keilte von bkoiiomisrheii Ursachen, die überall wirksam sind, Es Ist fipe/icll 111 Puläslina schwer 11!öj.;lid1, I.ainl in Reserve zu iialteii. Die mit dem l'ortschreiten der Kultur r.tei1:e1ulcn Bodenpreise ittnclicn es einem Arbeiter nahezu iminögiieb, seinen llesitz zu arronliieren, wozu noch kommt, dali, wie überall, die Vcrmchruiir; der l'amilie eine Par/elienzersplitiertiiif' zur Folge haben muß, die den Hauern wieder zum Zwergparzellenbesit/cr herabdrückt. Trotzdem erscheint es uneriiiillieli, (lall der Arbeiterhcim• stüttenfomls seine Aktion, jedem »|ualifiziertcn Arbeiter zur Erlan(׳tmg von 11aus und Garten im Rahmen einer geschlosseneri Arbeitersiedlung zu verhelfen, fortsetzt, Die Voraussetzung für den Erfolg dieser Siccüungsmethode ist aber unseres Erachtens diese, daß den Arbeitern in den benachbarten privaten Kolonien ein dauernder Arbeitsplatz gesichert wird, Freilich glauben wir, daß dies mir möglich ist, wenn sich die jüdisehen Grund- und Planiage.nhcsitzer in Palästina dazu ver* stehen, dasselbe zu tun, wozu sich die italienischen Großgrmidbcsitzer in immer steigendem Maße entschließen: Sie gehen den seit zwei Jahrzehnten entstandenen Genossenschäften von Landarbeitern und Kleinbauern ihre Ländereien gegen einen Pachtzins, der iiuicn die Rente sichert, in Bewirtschaftung und Verwaltung, Wenn die jüdischen Kolonisten in ein ähnliches Verhältnis zu den Arbeitern der benachbarten Al I!־;);!.: Alu; 1; ui treten, so erlangen die letzteren ein gesichertes i,1!:0!:1111e11, so daß Haus und Garten eine willkommen«• i A ■ tn/u;;;׳; iur die Atln itei (auiilie darstellin. Dort, wo es 11A1A 111(">;':lich ist, den Arbeitern diese stämlige Hescltäftiguii;׳ in Auv.ient zu stellen, 111us‘H׳n sich die Koloiiisatioiisgcsi li’ :.c!i iflc ti bei Anlage dcraitiger Aiiieitcrsiedlmigeii die Krag(• vorkgi'ii, ob sie den Ai beiten» niebt aul andere Weise den v. i r t’s c 11 a f 11 i c 11 e n und sozialen Aufstieg garantieren könne״, oliue den das Stieben, die jüdischen Arbeiter im l.amlc festzuiialten oder in größeren Massen ins Land zu brin־״en, ebenso aussichislos bleiben muß wie die Maß- ״ahme!“in Europa, den Zwergbatiern mit Hilfe des Häuslertuius ur.w, an den Großgrundbesitz zu fesseln und von der Auswanderung übers Meer ahzuhalten. Dieses Problem ist dort nicht vorhanden, wo der ArbeiterheiiiK.iätienfoiuls die Arbeitcrsieilluiigcn auf dein Boden des Nationalfoiuls im Anschluß an die Domänen und Iktriebe des letzteren errichtet. Wir haben schon im Kapitel über die Bauinspeiule auf die Notwendigkeit Iniigewieseii, unsere Pilan- /uii!reu nach Abschluß des administrativen Stadiums, «len Arheitern seihst in Bewirtschaftung zu geben. Auch in der Nahe «ler |!em1sr.en*;d1nftlichc11 Betriebe, die hauptsächlich auf Ackerbau beruhen, können im Umkreise Siedlungen von Erbpächtern ent •tclnn, die außer der Pflege ihrer (lartenwirtschaft eine vesichcrte Beschäftigung auf dein genossenschaftlichen Haupt, gute finden, in seinem Lntwurfe der Siedlmigsgesellsdiaii liat bereits Oppenheimer die Ansetzung von solchen Erbpäelitern auf den Außciischlägeii des Gutes vorgesehen. So ist der Arbeitcrhciiiistättenfonds berufen, eine Reiht von Aufgaben zu erfülle״. Er soll einem in furchtbarer Knecht sdiaft schmachtenden Volksteil, den Juden des barbarischen Yenn n, ein menschenwürdiges Dasein auf dem Väterboden verschaffen; er ist ein wichtiges Mittel, die Wohnungsnot der eiiivvaiHlcrnden Arbeiter und deren schmerzliche Folg«- erschcinungen zu beheben; er kann dazu beitragen, den Kolonien, die die Bedeutung der jüdischen Arbeit in nationaler und soz.ialer Hinsicht erkannt haben, die Heranziehung von jüdischen Arbeitern zu erleichtern, allerdings unter der von uns erörterten Voraussetzung, daß die jüdischen Grundbesitzer die genossenschaftlichen Arbeits- und Pachtmethoden akzeptieren, welche mit so glänzendem Erfolge in Italien angcwendet werden und den italienischen Arbeiter davon abhalten, seine Heinuit zu verlassen. Trotz, alledem kann der Arbeiteilieimstättenfomls niclil als der wichtigste Hebel unserer Kolonisationstütigkcit hetrachtet werden. Die Anlage derartiger Arbeitersiedlungen hat die Entstehung von Nationalkmds-Domäneii oder von Groll• giitern und Plantagen zur Vorbedingung. Es kann aber nicht unser Ideal sein, den privaten Großgrundbesitz zu fördern, oder ihn gar zur Grundlage der Erneuerung und sozialen Ge• sundiing unseres Volkes zu machen. Der Großgrundbesitz bedeutet in der ganzen Welt Entvölkerung «les Landes und In weiterer Folge die Heranziehung freimniationalcr Arbeit. Selbst dort, wo er, wie in Italien und in neuerer /.eit in Rumänien, seine Ergänzung in Arlielts- und Puchtgcnnsscnscliaftcn findet, führt er «len Hauplertrag «le* Bodens einer reuten verzehrenden dünnen Schicht zu. Die Aufgabe des Zionismus ist cs aber. Juden auf E rc 1 Israel bodenständig zu m ac 11 e n, selbst den Orun 11 bearbeiten und sich den vollen Ertrag ihrer Arbeit zu sichern. Wir verkennen nicht die Bedeutung der Heranziehung von Privntkapitalicn durch Gesellschaften, wie sie Jie Acliusa-Bcwcgung erstrebt. Wir würden cs sehr begrüßen, wenn recht viele kapitalkräftige Elemente sich dazu entschließen wollten, Plantagen und Besitzungen durch Arbeits- und Pachtgenossenselialtcn anzulcgcn und zu bewirtschalten und auf diese Weise immer größeren jüdischen Massen Arbeitsgelegenheit zu geben. Unabhängig von den Bestrebungen, dieser Kreise zur Er- Schließung Palästinas beizutragen, muß aber der Nationalfonds ein Siedhingssystem anbahnen, das eine Massenkolonisation selbstarbeitendcr jüdischer Bauern ermöglicht, denen der Ertrag ihrer Arbeit ungeschmälert zufließt. Dies erstrebt der Nationalfonds durch ein planmäßiges Zusammenarbeiten der drei ihm angeglicdcrten Zweige: des Genossenschaftsfonds, der Baumspende und der ArEeiterheimstättcn. Die Basis seiner gesamten Arbeit bleibt nach wie vor die fortgesetzte Vergrößerung des unveräußerlichen Volkseigentums an Grund und Boden. V»«tntworU.Bodkkt•: Hu£0 HerrzuEiU)■ WUmarodori. ▼•rin« 1 JfldiaoluBuadMbMQ.si.b.fL.Barl!»W.llk Thnulll ftrtnlm■ ll«rlln nnv*nt*־

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