Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIX (1914)
- Issue
- Heft 15 (10.4.1914)
- Date
- 1914-04-10
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 15 Seite 161 JUED1SCHE RUNDSCHAU diirclulruiigen war, daß die aus Antisemitismus und Koiunntik geborene Bewegung, die ja erst 1 Prozent der deutschen Juden erlaßt hat, wie eine Seilenblase in kurzer Zeit vou selbst vergehen wird. Es eabe kein jüdisches Volk, jeder nationale Gedanke beruhe auf Rassenschwindei, das einzig wahre Judentun! der Liberalen sei nichts als religiöse Inbrunst, wählend die Zionisten den Gottcsgiauhen verwerfen1 trotzdem aber ebenso, wie die Orthodoxen, auf die ״Ihiincn“ einer überlebten mul fossilen Vergangenheit /urückgehen, ohne den Blick in die hoffimtipsvolle Zukuiift zu richten! Außer diesen und anderen, nicht mehr «an/, neuen Argumenten aus der Walfcnkaiumcr des .inti/ioiiistischen Komitees braehte Herr 1)1־ Werthei»! als höchsten Trumpf die verblüffende ,,Tatsache“ v״r, daß der Vorsitzende der offiziell-zionistischen Kulturkommission zur Masseutaufe aufgefordert habe. Die Versammlung verlangte stürmisch, den Namen zu wissen, den der Redner jedoch nicht zu :nennen wußte. Erst ein Zionist belehrte ihn über sein Miß- «eschick: gemeint war der in dem bekannten ״Ostuml-Wcst“־Artikel, aus dein der Redner zitierte, ohne Namensnennung erwähnte hebräische Schriftsteller Marwitz, der aber nie einer zionistischen Kulturkommission an,gehört hat, sondern im Vorstand der von ihr zionistischen Organisation völlig unabhängigen ״! Ii>t,ulruth" war, aus dem er aber auch ausgetreten ist. In der Diskussion sprach Herr Wolff S. Jacobsohn würdig namens der angegriffenen Orthmloxie. Ein Monist drückte als solcher seine S\mp:ühie aus für die religiösen Forderungen des liberalen Redners. Unsere Freunde l)r, Bloede, R.-A. i)r.-Jacob Möller und Abraham benutzten die Gelegenheit, um unter lautem Beifall das wahre Wesen des Zionistnus dar/utegen. Als Herr Dr. Wer (heim in seinem Schlußwort wiederholte, daß sich zum Zionismus auch Christen bekennen dürften, verließen die anwesenden Zionisten den Saal. — Zwei Momente waren für die Versammlung charaktc-׳ ristisdt: einmal der spärliche Besuch von ca. SO, Leuten, von denen fast die Hälfte Zionisten waren, und ferner die Tatsache, daß von den (führenden Muntern des liberalen Judentums in Hamburg cs keiner der Mühe wert gehalten hatte, z.u erscheinen. Magdeburg. Am 25. Miirz. hatten wir die Freude, Herrn Dr. Güstav Krojankcr in unserer Gruppe sprechen zu hören. Das Thema lies Abends lautete•. 0״ c d a 1t k e 11 über tu o d c r 11 e J u d e 11 d r a - in e 11“. Mit unwiderleglicher Logik zeigte der Redncr an der Hand einigerUraincn, wie weit wir noch von einem wahren jüdischen Bühnenkimstwcrk entfernt sind. Nur wir allein, das jüdische Theatcrpublikum, können dem zukünftigen Dramatiker des wahren ji'ttlischen Wesens die Wege ebnen, indem wir das Jüdisclte in uns zum Kern unserer Persönlichkeit utngestalten. Rauschender Beifall folgte den von feinstein literarischem Einflüßen zeugenden Ausführungen des Redners. Halberstadt. In einer gut besuchten Vcrs.unmhing der S c 11 e k e I z. a 1t 1 e r sprach am 21. /März Herr I >r. Gustav Krojnnker• Berlin über ״Moderne Judemlrainen“. In einer interessanten Besprechung von insgesamt vier Dramen von Georg 'Hermann, Schnitzler, Ri/cHlcr und Nathanson gab der 'Retereut insbesondere eine wertvolle psychologische Schililenmg des Publikums, für das diese Dramen bestimmt sind und bei dem sic Erfolge erzielen müssen. Die Ausführungen des Referenten wurden mit lebhaftem Beitall autgenommen. Duisburg. Am 30. März, sprach in der Ziomstisehen Vereinigung Dr. Grüneberg (Elberfeld) über das Thema ״Der Zionismus und seine Gegner׳‘. Unser eben von einer Palästinarcisc /urückgekeiirter freund Noe Colinen erzählte von Frez Jsrael. Straßburg. Im vollbesetzten großen Saale des I.Iotel_ de la Ville de Paris hielt am 23. Mürz Herr Dr. Seit mar ja Lev in einen Vortrag Über das lltema: Die Tragödie des Judentums. Der Vortrag hatte einen überaus großen und nachhaltigen Erlolg. Dieser kamt nicht besser illustriert werden als damit, daß aus allen Kreisen der jüdischen Bevölkerung mit der Bitte an die Ortsgruppe herangetreten worden ist, Dr. Levitt reiht bald wieder in Straßburg sprechen zu lassen. Auch die Tages- Zeitungen äußerten sich in speziellen Referaten ungcmein sympathisch. Mit diesem Vortrag schließt in schöner Weise die Ortsgruppe ihre Winterarbeit, von der wir mit Freude sagen Können, daß sic eine recht ersprießliche war. Zionistische Vereinsabzeichen Die Firma Heinrich lioytasch ft Co. in Gablonz, a. N'., Export von imitierten Bijouterien, hat uns einige Vereins,•!bzciclien, die sie als Spezialität erzeugt, vorgelegt. Die schöne und präzise Ausführung mul die geschmackvollen Formen haben uns «־tngenehm überrascht. Wir empfehlen allen Oesinnungsgenossen und Ortsgruppen dringend, sich vor Ankauf von Ab- Zeichen an die genannte Firma.ztu wenden. (Siehe auch Inseratenteil,) jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst ain Pcßachfcst. Freitag,!0. April, abends: in allen Synagogen 7 Uhr. Sonnabend, H. April vormittags: in der Alten Synagoge 8'/ö (ihr, iu der Kaiserstraßctt- und Rykcstrüßeii-Sytiagogo 9 Uhr, in der Neuen, Linden- Straßen-, Fasaiicnstraßen- und Lcvetzowstraßen- Synagoge: Frühgottesdienst 7ty׳a Uhr, Hauptgottes־ dienst 10 Uhr. Predigten. Alte Synagoge: Rabbiner Dr. Petuchowski. Synagoge Ryfccstraßc: Rabbiner Dr. Stier. Synagoge Kaiserstraße: Rabbiner Dr. Eschelbaeher. Neue־ Synagoge: Rabbiner Dr, Blumenthal. Synagoge Lindenstraße: Rabbiner Dr. Roscn/.wcig. Synagoge I.ützowstrnße; Rabbiner Dr, Hoehfcld, Syüagoge Fasaueiistraße: Rabbiner Dr, Baeck. Synagoge Lcvetzowstraße: Rabbiner Dr. Bergmann, S o n 11 abend, 11 agogett 7'/1 Uhr. Sonntag, 12. April, vormittags: H. April, Predigten. Alte Synagoge: Rabbiner Dr. Escliclbaclicr. Synagoge Kniserstraße: Dr. Finkcl, Svnagoge Rykcstraße: Rabbiner Dr. Pctuchowski. Neue Synagoge: Rabbiner Dr. Weiße. Synagoge Lindenstraße: Rabbiner Dr, Warschauer. Synagoge Lützowstraßc: Rabbiner Dr, Baeck. Synagoge Fasanenstraßc: Rabbiner Dr. Hochfeld. Synagoge Levetzowstraße: Rabbiner Dr, Lewkowitz. Abendgottesdienst: 7 Uhr 10־ Mirt. .Gottesdienst au den Mittclfciertagcn des Peßachfestes, morgens: in der Alten, Kaiserstraßen- und Rykestralien-Synagoge ()‘/a Uhr, in den anderen Synagogen 7 Uhr. Abends: in allen Synagogen 7 Uhr. April, abends: in allen Syn- Beginn wie am NATÜRIICKES SPRUDELSAU r־"ki"r ... g-CJS.1־' istdas allein echte Karlsbader Vor Nachahmungen und Fälschungen wird gewarnh, ךייי־יץ r?n0״ MP(*\ w ü u i y.־»z y yy 4 andere verehrl. Abonnenten u. Anhänger unserer Partei, bei eiutretendom Bedarf unsere laaorontea xa barüsMefetlpa 1914 Wochenkalender 5674 חרע״ד April גיסן Nissan Freitag 10 יד 14 Sonnabend 11 . טו 15 שבת Sonntag 12 טז 16 Montag 13 יו 17 Dienstag 14 יח 18 Mittwoch 15 יט 19 Donnerstg. 16 כ 20 Freitag ‘17 כא 21 Sonnabend 18 כב 22 שכת ערב פסה; תענית בכורים 0©ea־Fassten d.Kr«tgt!b0f הפסק אכילת חמץ Vorm, y,s5 1.!*•■•©(!1א׳דפפח,1«0)ו ו0ל Jo«u.׳> S,־i-6,t u. Jt בעת ההיא Nacut ל,Sy Tag im Om«r 1 2. PeiHRchfe»! ב, רפסח H, König« 23, 1־N, 21-26 וישלה המלך Nach( 0>,ד I. Tag Chol bammoM א׳דחול המועד '>■ Tag Chol iiammoi'd כ׳דחול המועד 8. Tau Cbot haminoM ג׳דחולהמועד 4. Tag Chol bammoed ד׳דחולדיטועד ערוב תבשילין I.!,«■י.achte»! שביעישלפסח II. Sa mutt 22, 1 51 וידבר חד לה׳ 8. i'c8«acbI6at אחרון שיפסח Hobelied שיר השירים Totenfeier הוכרת נשמות Nacht 1,M Jeaajah 10, עוד היום בנוב Zentrale für Deutschland Gddtendungen »Ind auitctalictilicb au richten an Hern Mas Woll• talnar ChtrtotWiiburg, Rcecher-Strafi• S. Der PeOach Feiertage wegen muss In dieser Nummer der Jüdischen Rundschau der Ausweis der Spenden ausfallen und wird mit dem der nächsten Nummer vereinigt werden. Jüdischer Nationalfonds, ־ Zentrale für Deutschland. Der Inseratenteil unterstellt nicht der Verantwortlich! älil Hillcli ritueller Haran keine Gewähr Qbernommes Mohrenstn5Fä Kolonn«d«n. örfronkfuftcrirnta Trauer: azin Äußerste"( KJeiaer.Hüte^Jc ־::'I w: •'. I VII I/IMV Konfektion in größtem Moß&robo tublillgitert -Preisen— Westmann. I: י Bup Leipzig 1911 Im Tempel der Fachpresse liegt auf :Jüdische Rundschau r EUGEN MOSES GERTRUD MOSES peb. Colin Vermähltes. Tapinti, im Miirz 1014 OTTO KREBS Berlin 0 27, Blumenstrasse 93. Kauhdwck•, Slgnlar-, Metollstempel, A*.:1aing• u.Emoille»duld«r,Kli»d1ee». SIEGFRIED MOSES EMMA MOSES gob. Oppenheim Vermählte. Tnpiavt, im Mürz 1914. r ELLA SCHAPIRA MAX GOLDSTEIN Verlobte. Trier Ostern 1014. Heilbronn a. Neckar Cuthon i. Anhalt Ich habe mich Berlin - Balensee, Küstriner Sir• 9 niedergelassen. Bertha Hcnschol, priikt. Zahnärztin Sprechstunden: 9—5 — Telephon! Amt Steinplatz 7516 G.m.b.H Inh.: Architekten S. Eliaibcrg 81 Gustav Goerke BERLIN, Viktoriastra^e 10 Möbel, Innenausstattungen, Teppiche, Beleuchtung ZS Raume *ISndlg •uigcil'lll Eigene Werkilol! , Filiale! Breslau, Taucntzien-PIatz 10a /