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Jüdische Rundschau · 1914-03-13 · Heft 11 (13.3.1914) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XIX (1914)
Issue
Heft 11 (13.3.1914)
Date
1914-03-13
Page
– (sequence 11)
Language
German
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fclik'it, het z;! ן 'S;! in. Min ׳,re I ■:,־,s * Auf. Prupa- Itl/tcn taiuivr;Biicli-!0 wir, tzwaliir auf. t» und Ben in Siiilich iß wir jben«- ftsercr?ereits »״gen 1Jahre ir die 1 i i idi'i) e■— Ul 1; 101.60 )UM I76.0H 119־10 120.05 160.28 )14 n 109.86 188.28 174.40 )11.50 )61.29 )02.40 )76 82 105,48 )07.63 )74,72 )84.68 )47.40 »33 84 162.29 171.18!07.02!47- 101.12 186.56 fei) iWk r-- *— 1. 33.50 13. März 1914 BEIBLATT Nr. 11 ב,'׳/ ח ג י )) L—^ l. 01״״#^ ü Lj D! ° □ ם a ם ם ם ם ם INHALT םםם0םםםטםם Die vierte Konferenz der judüischen Landarbeiter. Von J. F - Das Ergebnis des Jüdischen Nationalfouds im eklmaiiii, Jaffa. Vom Wesen der Nation. Jahre -1913 (Fortsetzung). Die vierte Konferenz der jucläJJioa Von J. Fcldmann, Jaffa ri fu *ר t C j! £ j alter ln den Chanukahtagen fand in Rischon Le-Zion die vierte Konferenz der jüdischen Landarbeiter in Judäa statt. Heute liegen bereits die Referate, die Verhandlungsberichte sowie die Resolutionen dieser Konferenz, die drei Tage und vier Abende dauerte, vollständig vor. Liest man all dies mit Aufmerksamkeit, so gewinnt man den Eindruck, daß diese Tagung eine denkwürdige war. Sic zeigt uns die palästincnsische Arbeiterbewegung auf neuen Bahnen. Die kolonisatorischen Gedanken, die hier entwickelt wurden, werden vielleicht das Programm unserer, Kolonisationsarheit für die nächsten Jahre bilden. Dieser Umstand hebt diese Konferenz aus dem Rahmen ähnlicher Beratungen heraus und verleiht ihr eine ganz besondere Bedeutung. Die Organisation der landwirtschaftlichen Arbeiter ist erst vor 2'j2 Jahren ins Leben gerufen worden. Bis dahin gab cs namentlich in Judäa nur die zwei bekannten Arbeiterorganisationen: ״Hnpoel Hazair" mit mehr nationaler Tendenz und ״Poale Zion" mit anfänglich stärkerer Betonung des sozia• listischcn Gedankens — was aber in letzter Zeit durch die Einwirkung der örtlichen Verhältnisse immer weniger gc- Schicht. Diese Zerklüftung der Arbeiterschaft in zwei rivalisicrcndc Parteien hat lange Zeit schädliche Folgen gezeitigt. Und als man endlich zur Gründung einer dritten unpar• teiischcn Organisation schritt, wo sich Arbeiter beider Parteien sowie unorganisierte Arbeiter zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinden sollten, da war sie zunächst den beiden bestehenden Organisationen wenig erwünscht. Aus diesem Grunde, sowie überhaupt wegen der allgemein schwierigen Existenzbedingungen des jüdischen Landarbeiters in Palästina entwickelte sich anfangs die neue Organisation nur kümmerlieh. Im letzten Jahre jedoch trat ein merklicher Fortschritt zutage. Einerseits haben sich die zwei politischen Arbeiterorganisationen mit den Bestrebungen der dritten unpolitischen allmählich abgefunden. Ja, sic erkannten auch den Vorteil, der darin besteht, daß verschiedene praktische Ar• beiten der neuen Organisation zugewiesen werden können. Andererseits hat der Vorstand des letzten Jahres, vor allem der Arbeiter B, Katzeneisohn, der eigentliche Leiter der unparteiischen Arbeiterbewegung, es verstanden, die Organisation auszugcstaltcn und ihr Ansehen bei den maßgebenden kolonisatorischen Faktoren zu erhöhen. Der vierten Konferenz wohnten 58 Delegierte und ca. 200 Arbeiter aus den benachbarten Kolonien als Gäste bei. Sie wurde von B. K a t zc 11 el sohn eröffnet, der zuerst den im letzten Jahre gefallenen Arbeitern und Wächtern einige Wortetreuen Gedenkens widm e t e und dann über die jetzigen Arbeitcrvcrhältnissc referierte, Nach dem vorliegenden statistischen Material beträgt jetzt die Zahl der jüdischen Landarbeiter in Judäa ca. 1000. Somit hat sich die Zahl der Landarbeiter im letzten Jahre um ca. 20 °/0 vergrößert, und zwar durch Einwanderung von Aschkenasim, da im letzten Jahre in der Einwanderung der Jemeniten ein Stillstand cingetreten ist und die Sephardim in Judäa sich noch immer der Landarbeit nicht zuwenden. Besonders bemerkenswert ist die Zahl der A r b c i t e r i n n e n , die von 27 im vorigen Jahre auf ca. 80 in diesem Jahre gcstiegen ist. Ferner kennzeichnet die neue Einwanderung, daß sie zum Teil aus Arbeiterfamilien besteht. Auf die einzelnen Kolonien übergehend, schätzt der Refereut die Zahl aller landwirtschaftlichen Arbeiter in Pethach- Tikwah auf ca. 5000, wovon die jüdischen Arbeiter ca. 10 °/0 ausinachcn. Ain-Ganim, die Arbeitersiedlung in der nächsteil Nachbarschaft von Pethach-Tikwab, beschäftigt außer den eigenen Arbeitskräften noch eine Anzahl Arbeiter. Da dort sämtliche Arbeiten von Juden verrichtet werden, so erhalten dort jüdische Landarbeiter die Möglichkeit, sämtliche Arbeltszweigc zu erlernen. ״Ain-Ganim ist die beste 'Lehrfarm", betonte der Referent mit Stolz. In Rechoboth kommt in erster Reihe die ״A g u d a t h N e t a i in“ in Betracht. Sie beschäftigt wohl jüdische Arbeiter, aber nach Ansicht des Referenten sind ihre Arbeitsbedingungen derart schlecht, daß die Arbeiter bei ihr nicht bleiben können, ln letzter Zeit hat die kleine Kolonie ״N c s s - Z i o n a 11" (Wadi-il- CUaniii), die beträchtliche Orangetipflaimmgcn besitzt, eine größere Anzahl jüdischer Arbeiter beschäftigt. In Rischon Le *Zion ist mit der Begründung der benachbarten Arbeiter- Siedlung ״Nachlath jehudali" durch das Odessner Komitee eine merkliche Wandlung zum Besseren zu verzeichnen. Kfnr-Saba stellt nach Ansicht des Referenten eine verschlechtere Auflage von Pcthach-Tikwah dar. Der jüdische Arbeiter habe dort keine Stätte. In Glieder a ist wieder die ״Agudath Netaim" ausschlaggebend, sie soll aber hier dem jüdischen Arbeiter gegenüber noch rigoroser als in Rechoboth sein. Hingegen bietet der Gan-Scli mucl den jüdischen Arbeitern Arbeit unter günstigen Bedingungen. Ben- Schemen und Hulda beschäftigen 114 Arbeiter. Im Laufe dieses Jahres waren die nationalen Farmen die einzigen Stätten in Judäa, wo die Arbeiter sich auf sämtlichen Gebieten der Arbeit und des Betriebes betätigten, vom Getreide- und Pflanzungshau, der Milchwirtschaft, dem Gemüsebau angefaiigen, bis zum, Pferdcbeschlagcn und allen Bauarbeiten. Neu war in diesem Jahre in Dcn-Sehcmcn der Gemüsebau, der durch eine Gruppe von Arbeiterinnen besorgt wird, Zwei andere Arbeitergruppen hat das Paliistina-Antt in K a s t i 11 i c und im ״Oan- Schmuei" (wie oben erwähnt) geschaffen. Der Referent ist der Ansicht, daß der letztgenannten Arbeitergruppe eine besondere Bedeutung zukoinmc: ״Bis dahin wurden im ״Qan-Schmucl" mit bedeutenden Defiziten Niebtjuden beschäftigt. Jetzt endlieh ist cs gelungen, diese Pflanzung zu einem Zentrum jüdischer Arbeit zu machen. Zum erstenmal erhielten jüdische Arbeiter die Möglichkeit, Plaiitagcnarbcit auf eigene Verantwortung zu übernehmen. Möglich, daß dies auch Privatbesitzer von Plantagen von der Rentabilität der jüdischen Arbeit überzeugen wird, Wichtig ist das Verhältnis der Gruppe zum Nationalfonds. Wenn wir der Ansicht sind, daß eine ge* su 11 de Kolonisation nur vom Nationalfonds zu leisten ist, so muß doch vor alle m unser Verhältnis zum Jüdischen Nationalfonds klar / \ I 320.02 261.03 1

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