Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIX (1914)
- Issue
- Heft 7 (13.2.1914)
- Date
- 1914-02-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 7 JUEDISCHE RUNDSCHAU btuc IS würdiges Geschlecht hcranwächst. An den Vortrag schloß siel» eine längere Diskussion, an der sich die Herren l>r. Meisci, Rabb. Dr. Rosenherg Wiener, Bildhauer Meyer und Dr. Auerbach hetollsten. Bricsen. In einer gut besuchten Vcrsaiuuilung unserer Ortsgmppe sprach am 4. d. M. Herr Partei- Sekretär Rosen bau in über den Sprachenk a in p f i n I» a I ä s t i 11 n. I)ein Vortrage, der mit großem Beifall aufgenommen wurde, folgte eine lebha te Diskussion. Für das hebräische Schulwerk in Palästina wurden erhebliche Jahresbeiträge gc/cirhnct. Brumath (Unt.-Els.). In unserer Schekel/ahlergruppe sprach am 7. Februar Herr Prof. Dr. Drevus aus Straßburg über die Krankheiten der Juden. Dank seinen populär gehaltenen Ausfiilmingen konnte Herr Prof. Dreyfus das au sich wissenschriftliche Thema den Anwesenden verständlich machen und erntete auch großen Beifall. Anschließend erstattete Herr Myrtill Bloch einen orientierenden Bericht über den S p r a c h c ח k a 111 p f in Palast i na und wußte sämtliche Anwesenden für die jüdische Sache zu begeistern. Eine Sammlung für den Schulfonds ergab 17,5t) M. Metz. Im hiesigen ״Verein für Jüdische Geschichte und Literatur“ sprach am 8. d. M. vor einer zahlreichen Versammlung Herr Universitätsprofessor Dr. Dreyfus aus Straßburg über das Thema: ״J ü d i s c h c Z e i t - u n d S t r e i t - f r a g e 11“, Der Redner beschäftigte sich vor allem mit dem nationalen Problem und gab, unter Ablehnung des Missionsgedankens und der Ideen des Assimilationsiudentums eine gedrängte Darstellung der zionistischen Gedankengänge. Dabei verstand er es durch Hinweis auf die praktische Arbeit des Zionismus in Palästina und deren Erfolge bei den Zuhorern Interesse für die nationaljüdische Bewegung zu erregen. In der Diskussion, die auf Wunsch des Redners dem Vortrag folgte, kamen die verschiedensten Anschauungen zu Worte. Zu unserer Genugtuung konnten wir die Beobachtung machen, daß bei geeigneter Aufklärungsarbeit bei der hiesigen jiidischeu Bevölkerung, die, wie Herr Oberrabbiner Dr. Netter selbst zugeben mußte, bis jetzt den jüdischen Fragen sehr uninteressiert gegenüber stand, Frsprießliebes geleistet werden kann. jüdische Gemeinde, Berlin (Gottesdienst) Freitag, 13. Februar, abends: in allen Synagogen 5*/t Uhr. Sonnabend, 14, Februar, vorm.: in der Alten und Rykestr.-Synagoge 9 Uhr; in den anderen Synagogen: Frühgottesdienst 7!/2 Uhr; Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigt; Alte Synagoge; Rabbiner Dr. Petuchowski. Synagoge Rvkestr.: Rabbiner Dr. Stier. Neue Synagogc: Rabbiner Dr. Bluinenthal. Synagoge Lindenstralie: Rabbiner Dr. Bergmann. Synagoge Fasanenstr.: Rabbiner Dr. Baeck. Jugendgottesdienst: Synagoge Lützowstraße, nachm. 4 Uhr: Rabbiner Dr. Hochfeld. Abendgottesdienst (Sabbatausgang}, 5 Uhr 57 Min. Mincha in allen Synagogen •|S Stunde vor Sabbat* ausgang). Gottesdienst an den Wochentagen, morgens: in der Alten un;l Rvkestr.-Synagoge 7 Uhr, in den anderen Synagogen 7>/s Uhr, abends in allen Synagogen 5'Uhr. Die Synagoge Kaiserstraße ist wegen Reparaturen bis auf weiteres geschlossen. Sitzung der Repräsentantenversammlung^ Sonntag, 15. Februar, vormittags 11 Uhr, im Sitzungssaale Oranienburger Straße 3111 ׳. Jüdischer Nationalfonds Zentrale für Deutschland OeUiendungen »Ind tUHchUesilich zu richten an Herrn Mn WolliUtnar Ch&rlottcoburg, Koacbcr־Stjr*ße S. An die Freunde und Vertrauensmänner des Jüdischen Nationalfonds Ein Jahr erfolgreicher Arbeit liegt hinter uns. Trotzdem die Opferwilligkeit unserer Freunde in der ganzen Welt auch für viele andere Zwecke in An* spruch genommen wurde, ist es durch unermüdliche Arbeit im Dienste unserer Sache gelungen, zum ersten Male die Jahreseinnahme von einer Million Francs zu erzielen. Hierfür sagen wir Euch im Namen der Leitung unseres Fonds herzlichen Dank. Diese Arbeit ist um so mehr anzuerkennen, als viele unserer Mitarbeiter, besonders in den östlichen Län* dern, unter wirtschaftlich und politisch schwierigen Verhältnissen und unter großen persönlichen Opfern ihre Pflicht erfüllt haben. Das ist ein glänzender Be* weil für das Vertrauen zum Jüdischen Nationalfonds und das Verständnis seiner Bedeutung für die Be- Siedlung unseres Landes mit jüdischen Bauern. Unsere Hauptaufgabe besteht nach wie vor in dem Erwerb von Grund und Boden in Palästina. Es genügt aber keineswegs, den Boden zu kaufen; er muß erst durch jüdische Arbeit zum dauernden Besitz des Volkes gemacht werden. Deshalb soll der Erwerb von Boden Hand in Hand gehen mit ‘der Heranbildung des jüdischen Städters zu der ihm fremdgewordenen Landarbeit und mit der Erprobung und Ausgestaltung derjenigen Arbeits* und Wirtscliaftsmetlioden, die eine rationelle Bewirtschaftung durch selbst arbeitende jüdische Bauern gewährleistet und in weiterer Folge die ersehnte Massensiedlung ermöglicht. 1111 Sinne dieses unverrückbaren Zieles hat der Nationalfonds bisher auf den wichtigsten Gebieten grundlegende Arbeit geleistet: Durch die Baum spende ist der N. F. am Werke, das für Pflanzungen besonders geeignete Land aufzuforsten. Damit hat der Nationalfonds eine Kulturaufgabc übernommen, die in. vorgeschrittenen Ländern der Staat erfüllt. Noch bedeutsamer ist es, daß die Pflnn/ungsbetiiebe der Baumspcndc es dem jüdischen Arbeiter ermöglichen, sich in allen Zweigen der Landwirtschaft auszubilden. Durch den A r b e i t c r h e i m s t a 11 c n f o n 'd s wird der jüdische Arbeiter in Stand gesetzt, auf dem Boden des Jüdischen Nationalfonds Besitzer eines kleinen Anwesens zu werden, das ihm zur Griindüng einer Familie verhilft. Hierdurch sollen aber nicht nur die Duscinsbedingungcn der Lohnarbeit in den bestehenden Kolonien erleichtert werden. Nach den von der Nationalfonds-Verwaltung jüngst getroffenen Maßnahmen soll nunmehr der Arbeiterhcimstättesit'onds auch geschlossene Siedlungen von Erbpächtern schatten, welche die Besitzungen des Nationalfonds genossenschaftlich oder individuell bewirtschaften können. Die vom Nationalfonds begründeten und ge* förderten O k k u p a t i o n s - und S i c d 1 u n g s - g e u o s s e n s c 11 a f t e 11 ermöglichen die Besitzergreifung von Neuland, die Ausnützung moderner Arbeitsmethoden, welche die Vorteile des Groß- und Kleinbetriebes vereinigen und die Arbeiter zur Selbst- Verwaltung und zur Landwirtschaft erziehen. Von der großen Bedeutung und der Durchführbarkeit dieser modernen Siedlungsmethode zeugt die großartige Entwicklung der Arbeits- und Pachtgenosscnschaften in Italien, einem Lande mit ahnliehen klimatischen mul Bodenverhältnissen wie Palästina, wo aut diesem Wege hunderttausende Dunam Bodens im Laufe von kaum zwei Jahrzehnten mit unbestrittenem Erfolge urbar gemacht utul besiedelt wurden. Gelingt es dem Jüdischen Nationalfonds, auf diese Weise die Vorbedingungen nationaler Kolonisation zu schaffen, so ist der Zeitpunkt nicht mehr fern, wo große Strecken unbebauten Landes erschlossen und die notwendige Beschleunigung in der Entwicklung des arbeitenden jüdischen Palästina her* beigeführt werden kann. 111 der Zuversicht, daß wir dieses Ziel erreichen werden, werden wir durch die Tatsache bestärkt, daß das arbeitende Palästina, das die Millerfolge der früheren Siedlungsmethoden entmutigt hatte, ־ nunmehr im Vertrauen zu den Grundsätzen des Jüdischen Nationalfonds an seiner Entwicklung und zielbewußten Arbeit neue Kraft und I loffnung schöpft. Darum ergeht bei Beginn des Jahres an die Freunde und Vertrauensmänner des Nationalfonds in der ganzen Welt unser Ruf: Seid eingedenk der überragenden Aufgaben unseres Fonds, sctz.t eure ganze Kraft und Begeisterung, wie sie uns die Liebe zu unserem Volke und unserem Lande erweckt, für die Werbearbeit des Jüdischen Nationalfonds cinl Gedenket der Land- und Baumspcndc, der Arbeiterheim1statten und des Genosscnschaftsfondsl Scheuet keine Kleinarbeit, die durch das hohe Ziel geheiligt wird. Wer in der kleinen Arbeit des Tages sich bewährt hat, beweist, daß er zu höheren Aufgaben der Organisation : Cicä LaUgJüüUÜ vj y n_j y j wenn die ״Jüdische' Rundschau“ Ihnen nicht pünktlich geliefert wird. — Erst wenn dieser Schritt erfolglos bleibt, bitten wir, uns zu benachrichtigen Verlag ״Jüdische Rundschau“ BERLIN W15 Sächsische Str. 8 befähigt und berufen ist, Wir sprechen die sichere Hoffnung aus, daß all die Tausende, die diese mühselige Arbeit mit Geduld und Liebe bisher geleistet haben, auch in der Folge ihre Pflicht treu erfüllen werden, und daß wir auf die Ergebnisse dieses Jahres mit erhöhter Befriedigung zurückblieken werden. Der Eifer unserer Freunde soll der Welt zeigen, mit welchem Ernst und welchem unbeugsamen Willen wir an der Aufrichtung unseres Volkes in Erez Israel arbeiten. Das Hauptbureuu des Jüdischen Nationalfond• Justizrat Dr. M. I. ßodenheimer, Vorsitzender des Direktoriums, Ges. am I)iskusMonsabeml der Z. <). (1. Frankfurt ,1. M.1,75 A, Straus, Schmitten, gr.it. /., Hochzeit ü |> p c n h e i in | a e o I» s 1111 ״.1,— II. und M. 1';1111t; Konigstem, dosgl. . . . 2,— J. Ratz u. Frau. Colmar, aus ders. Vcranl. 2,— Dr, Kutzinski u. Frau, Berlin, grat. /. Hochzeit F. t t I i n g e r l)r, Julius Rosenteld I,— Leo F ö r '1 e r u. Frau, Berlin, grat. R.A. Jacobsohn, Breslau, zur Verlobung . . . 1,— Erna u. Fritz K a t / e n s t e i 11, Köln, dank. Karl Baer f. Autofahrt 1, dieselben für ihre philiströse Gesinnung 1, .ג,— Paul G. P r a u s n i t 1 Berlin, dankt Trude Ascher f, frdl. Unterweisung, Meta Neu• mann f. liebeiwnvünlie Besorgung .... 1,50 Udo Moses, Buenos Aires, grat. Dr. Ju• lins R o s e 11 f e 1 <1 u. I ran 1,50, ders. grat, Bruno R .1 b i 11 o w i t z , Rio de Janeiro z. licgrünilung d. dortigen Tifereth Zion, aus d. s. halt! eine brasil. Landsmannschaft entwickeln möge 1,50.3*“ R. A. G r o n e 111 a n n , Berlin, denkt einer alten Liebe .2,— Apotheker Rosenthal u. Frau, Laurahütte, grat. I. Rein, Tarnowitz z. Verlobung ,50, Herrn 11, Frau S 111 ׳ a f 1• r, Tarnowitz. z. Geburt d, Sohncheiis -,50, Dr. Felix Kopfstein z. Niederlassung -,50, Apotheker Rosenthal dankt Dr. Lcwkowitz, Beuthen f. div. Gefälligkeiten 1, .2»5° Thoraspetiden aus Erlangen: Julius Reineinann 3,־■-, Salo Dorn 2,— . . . . . 5,— Olga Munk, Berlin, dankt Dr. Tschlcnow f. d. frdl. Uebersendting d. Konfitüren 10,— Dr, Adolf L e v y , Berlin, grat. z. d. Verlobung, \V e i 11.111 a n 11 ־ J a c k i e r, Dr. Steinb c r g - H i r s c 111 a n <1 , Dr. '1' h e 11 h a b c r - C z a p 1 i n s k i, Dr. Leo Cohn• Frieda Herrm a 11 n u. Dr. Kutzinski z. Geburt d. Tocht. 5>— Dr. Elias Straus u. Frau, München, grat. Dr. Arnold Hildesheimer u. Krau, dies, grat. Dr. l'ilsc B i r a in , je —,50 . י■ E— Josef Schachno, München, grat. Dr. Felix Theilhaber, Siegfried G c r s o 11, Bertha Ambrunn z. ihren Verlobungen, je —,50 . 1,50 Ges. v. Minna Schcycr, Myslowitz am 3t. Januar im Kronencafe.1,5® Hugo Singermann u. Frau, Breslau, grat. R.A. Jacobsolm u. Braut z. Verlobung, Fam. Jacob Nadel u. Max W a i k , Breslau z, Geburt d. Sohnes, je ,50.GS® Otto Lehmann, Berlin, grat. z. Verlobung Berkowitz- Fis eher —,50, ders. teilt s. neue Adresse mit: Lindenstr. 36, —,50, Fritz Kraft grat. z. Verlobung Berkowitz- Fischer hcrzl. —,50.1,5® Rosa Zadc, Stettin, dankt d. Herren Baer, Kallmann, O c 1 s >1 c r, P 1 e s s , L e v y u. Caspar y f. d. gespendeten Baum .... 1,— Martin Schwarz, Posen, dankt Rcfr. Leiever, Samter f. s. Aufmerksamkeit, Rosa S 11 b e r b e r g , Myslowitz, dankt ihrnr 1. Minna Schcycr hcrzl. f. d. Verlobungsgratulation, Schnann Olkcnitzky, 1' 1 ankfurt a. M., Salomon G i 111 c r u. Frau, Mainz, grat. z. Hochzeit T a n n c - F e I d m a n n , je —,50 . . . 2,—• Else und Willi David, Mannheim, grat. Bertha Ambrunn, München z. Verlobung 1,— Clairlc H ausser und 1 leinrich Maier, Mülhadscn, aus Freude über d. eigenen Eisplatz, je .• י“,’* ־ Dr. Blocde u. Frau, Hamburg, grat. R.-A. G 0 11 s c 11 a 1 c k z. Vermählung, Dr. Hildes• h c i m c r u, Frau z. Geburt d. Tochter, Dr, Theilhaber u. Braut z. Verlobung, ihrem 1. Bbr, Goldschmidt z. Referendar, Martin Flic ss u. Frau z, Niederlassung 5.־“ Iwan Grüner u. Familie, Altona, grat. Dr. Hildesheimer u. Frau z. Geburt d. Toch• terchens u. R.-A. Gottschalck, Hamburg zur Vermählung.• ■ 2 ׳»"” Ges. in der Vcrsamml. d. B, Z. V. 3■ IL ■ . 9,70 Zusammen 69,45 Arbeiterhelmstätten (Yemenltentiäuser) Hannoversches Yemenitenhaust Assess. Dr. M e i n r a t h, Hannover, dankt f. d, Grat״• lationen z. bestandenen Examen u. f. d. Oelbäum 5,~־, M. Beermann 3>”> div. Satnmlungen 7,—, Erna Rcingenheim grat. auch auf diesem Weg z. Verlobung Berkowitz- Fischer ו,—, Provision auf Drucksachen v. Friedrich Bachrach —,70, Adolf Neumann, Zwickau, anl, d. Barmizwah s. Sohnes 2,—, Spielgewinn b. d. Feier 1,—.!9.7®