Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XIX (1914)
- Issue
- Heft 2 (9.1.1914)
- Date
- 1914-01-09
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite!8 Nr. 2 JUEDISCH E RUNDSCHAU ideellen Prinzipien die materiellen Grundlagen dar und malmte, das CieUl dem» Kulturfonds für die Schulen zur Verfügיי* »"״ stellen. Hamburg-Altona. In dem Kursus iiher ״G ru ndfragen des Zionismus“ sprach am ersten Abend Herr l>r. Arthur Brünn über; ״Der Stand unserer ländlichen Kolonisation in Palästina“; am zweiten Abend über ״Unsere städtische und kulturelle Arbeit in Palästina“. Der dritte Vortrag, der sieb au die ersten beiden eng anschlielit, findet am Donnerstag, dem 8. Januar, statt. Thema: ״Unsere politische Situation und unser Endziel". München. Am 2*1. Dezember sprach in einer von der Zionistischen Ortsgruppe euibe• rttfenen und sehr gut besuehten Versammlung Herr I '׳r. Alfred K I e e, Berlin, iiher ״Z i 11 ״ i s m 11 s 11 n d Vaterland \ Der Redner, der vor dreizehn Jahren den ersten zionistischen Vortrag in München gehalten hatte, wurde lebhall begrüßt. Nach dem Vorträge meldete sieh eine Au/alil neuer Mitglieder au, Ls ist erfreulich, «lall das Organ der königlich baverischen Staatsrcgicrung, die ״Bayerische Staats■ Zeitung % einen sehr austü.irlichen Bericht über den Vortrag brachte. Dem Vortrag Dr. Klees ging;ml Vortage eine interne Versammlung wii licsinniingsL'enosscn voraus, in der Herr Dr. Klee eineilend Bericht über die derzeitige Lage des Ziouis• ß1‘ Pa• ums;:ab, insbesondere über die Schiiilrage in lästina. I 1,יs Resultat dieser Aussprache war die Zeichnung eines iiauihaften Betrages für den Zentralfoii.ls. Lübeck. Die diesjährige M a k k a b ä e r ( e i e r der Zionistischen Ortsgruppe hatte, wie alljährlieh, einen guten Besuch aufzuweisen und nahm einen wohlgehingeiien Verlauf. I rl. Laibach vom Lübecker Stadtthcaicr erntete mit ihrem prachtvollen Gesang stürmischen Beifall, und I rl. Mathilde (iolilsi hiiiidt erfreute durch einen künstlerischen Tanz. Hieran! begann der Tamdienball. Auch das Kinderfest der Zionistischen Ortsgruppe, das einige Tage vorher stattgetundeii hatte, war eine wohlgeluiigene Veran* staltung. Die kleinen Ödste amüsierten sich vortrefflich. Besonderen Beit,all fand die Vorführung einer gut einstudierten Kuulcrsyiiiphoiüe. L. Karlsruhe. Hier sprach am I. Januar Herr Dr. Klee aus Berlin in einer sehr großen Versammlung und in einer internen Sitzung über den S p ra c h e n - k 111 ״ p I in P a I ä s t i 11 a. Ls wurden da» M. Jahresbeitrage für füllt Jahre gezeichnet, die aut 5<H) IM, ergänzt werden sollen. Außerdem wurde beschlossen, alljährlich ein Lest zu veranstalten, dessen Lrträgnis dem hebräischen Schulwerk in Palästina gewidmet wird. Stuttgart. Am 28. Dezember fand in der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe die Ohaiiukahf e i e r im engeren Kreise statt, die einen sehr hefriedigenden Verlauf nahm. I lerr Zahnarzt M e y e r würdigte in einer kürzeren Begrüßungsansprache die Zeit der Makkabäerkämpfe, worauf l lerr L r i e d r i c h einen Vortrag über den Zionismus hielt, (iesang und Deklamation bildeten den Schluß des offiziellen Teils "diud ein kleiner Tanz hielt die Teilnehmer noch längere Zeit oCisammen. Düsseldorf- In der vorigen Woche sprach in der Zionistischen Ortsgruppe Düsseldorf Dr. Schmarja Lev in über ״Zioiüslpehe Arbeit im neuen Orient“. Die Versammlung war sehr gut besucht. Der Vortrag machte hier starken Eindruck uilu l)ildete das Ocsprüehsthema in allen jüdisch interessierten Kreisen. Die hiesige Ortsgruppe hofft hestimmt, daß Dr. Lcvin sein Versprechen, liier im laufenden Winter in einer Volksversammlung zu sprechen, halten wird. Magdeburg. Herr Rechtsanwalt Dr. Klee aus Berlin, der am 21. Dezember zulällig hier anwesend war, liiclt im Kreise der leitenden Persönlichkeiten unserer Gruppe einen instruktiven Vortrag über die letzten Vorgänge im Zionismus und besprach mit uns die Arbeitsmögbchkciten unserer Oruppe für den nächsten Winter. 1111 Verlaufe der mehrstündigen Aussprache wurde eine Reihe von Anlegungen gegeben, von denen wir hoffen, daß sie unserer Sache Nutzen bringen werden, Konstanz. Am 4. Januar sprach Herr Dr. K I e e über den Sprachen streit in Palästina in einer Versammlung, die 300 M. Jahresbeiträge für fünf Jahre zeichnete und beschloß, durch jährliche Veranstaltung eines Festes zugunsten des hebriiisehen Schulwerks und durch Einbeziehung der beliaclibnrten Oruppe Oailingcn diesen Befrag noch wesentlich zu erhöhen, Chemnitz. Unsere Makkabäerfeier verlief in sehr angeregter Stimmung. Die Clianukahlichtcr wurden von Herrn Kantor Go Id b erg angezündet. Erau Selma J a c o b y bot gesangliche, Frl. A p t c r - Czcmo* witz pianistischc Leistungen. Im Mittelpunkte des offiziellen Teils, der mit einer Aufführung schloß, ‘ stand die geistvolle Festrede des Herrn S. Scbocken jr., Zwickau. Der sich anschließende Ball währte bis zum frühen Morgen. Thüringen. In den thüringischen Residenzstädten Coburg und Gotha hielt aut Einladung der dort*t?cn ״Vereine für jüdische Geschichte und Literatur Hcit Heinrich Loewc Lichtbildervorträge über den jüdischen Orient und besonders über das neue Leben in Palästina. j Oemcindcsaale hielt aut Einladung des jüdischen Literaturvercins Herr Heinrich Locwc Oescnhichte״ldCrV0rtrag: ״Bildcr mi dcr Jüdi8chc" Eschweller. IHerr Parteisekretär Rosen bäum sprach am 14. Dczet iber in einer leider nur schwach besuchten Versammlung über den Sprachenkam pf. Seiner tiefen Ueberzeiigimg, daß der Kampf mit dem llilfsvercin einer historischen Notwendigkeit entsprungen ist, wußte er in beredten Worten Ausdruck zu gehen. Dem Vortrag folgte eine kurze I )iskusslon. Eseliweller. Am I. Januar hatten wir unsere Makkabäerfeier, die ihre alte Anziehungskraft bewahrte. Frau Dr. S p e y c r - K a u f 111 a 1111 aus Köln leitete den Abend durch Vortrag moderner und jüdischer Volkslieder ein. Herr Ref, F. A. M e y e r hielt die Festrede. Ls folgten Rezitationen und musikalische Darbietungen humoristischer Art. Verlosung und Festbali beschlossen die Feier. LschweÜer, Hüter der zionistischen Jugend wird ein allwöchentlicher hebräischer Antaiigskursiis sowie ein Diskiissiousahend zur Einführung in rite jüilische (iesehichle und Literatur veranstaltet, die reges Interesse hervorgerufeu haben. Dortmund, Am 2U. Dezember beging der neu* gegründete 11 c r z I C 1111) seine (Ihanukali-Fder. wobei Herr l'eldlilum die Festrede hielt. Die Feier, die erste, die in Dortmund von Galiziern gefeiert wurde, hatte einen schönen Erfolg. Nordliauseri-Bleichcrodc. Am 3, Januar fand eine Sitzung der neiigcgrümleten Ortsgruppe statt, in der Herr Referendar Arthur War bürg, Magdeburg, ein Referat über zionistische Tageslragen hielt. Die Versammlung wählte in den Vorstand der Ortsgruppe: l'rau Ina Seelig, die Herren Reinhohl Warbnrg, Frust Kuhn, Nordhaitsen, Karl Michaelis und Nathan Michaelis, Bleicherode. Cöthen-Anhalt. Am 28. Dezember veranstaltete der Zionistische luge u d v e r e i 11 gemeinsam mit der Z i o!1 i s t i s c 11 c 11 O r t s g r 11 p p e ein Cliamikalu'est. Herr Dr. A s c 11 e r ן Dessau, hielt die Festrede. An dem schönen Gelingen der Leier hat auch die akademische Jugend (K. Z. V. und V. I. St.) und die jüdische 'Turnerschaft Mataphia ein Verdienst. Ucuthcn, O.-S. Die Zionistische Ortsg r 11 p p c veranstaltete am 28. Dezember im Kaiserliofe zu Ehren des Uhnniikahfestes ein orientalisches Kost ii 111 fest mit darauffolgendem Ball, bei welchem ca. FM) Personen anwesend waren. Von besoliderer Wirkung war der von Fräulein Leipziger gesprochene Prolog, au welchen sieh ein Palästina- Liclitbilder-Vortrag des Herrn Dr. Stahl aus Tarnowitz anschloß, welcher reichen Beifall erntele. Es folgten formvollendete Rezitationen, Lieder und Tänze von Fräulein Schall, Herrn Wahlmann, Fräulein Perl (Laurahiittc) und Herrn Max Silbermanii. Linen guten pekuniären Erfolg erzielten die Verkaufsstände des jüdischen Verlages und des ״Bcznlcl“. Die Anwesenden blichen bis zum Morgengrauen beisammen. Memel. 111 einem Vortrag über jüdischen Vo I k 8 h u in or wies Herr Heinrich Locwc nach, daß der alte jüdische Volkswitz positiv jüdisch war lind die Assimilation verspottete. Marburg. Die Arbeit der hiesigen Ortsg ru p p c verspricht eine recht erlolgreiche zu werden. Unsere Mitglieder/ahl ist bereits auf 21 gestiegen. Am 7. Dezember sprach Herr’Jul. Katzenstein (I taunover) in einer sehr gut besuchten Versammlung über ״die Renaissance des Judentums“. Außerdem veranstalteten wir eine sehr würdevolle und gemütliche M a k k a b ä e r f c i e r, die manchen unserer Sache näher gebracht hat. Sanrtcr. Am Sonnabend, dem 3. d. M., ver* .anstaltctc die hiesige Zionistische Ortsgruppe cing״ M a k k a b ä e r f c i e r, welche gut besucht war. Ein-* geleitet wurde die Feier durch einen von Frl. Oretc Berg wirkungsvoll vorgetragenen Prolog; hierauf hielt Herr Referendar Le lew er die Festrede. Hierauf folgten Rezitationen und largonliedcr, von Herrn cand. tned. Harry Berg, canii. ptiil. Nothmann und Lehrer Katz wirkungsvoll vorgetragen. Das vorzügliclie Gelingen des Festes verdanken wir der gütigen Mitwirkung einiger junger Akademiker. Es wäre zu wünschen, daß unsere Gesinnungsgenossen aus unserer Nachbarstadt Posen bei derartigen Veranstaltungen uns nicht im Stich lassen, zumal da wir auf dir Erscheinen angewiesen sind. Rybnik. Am 28. Dezember veranstaltete die Zionistischc Ortsgruppe ein Chamiknhfest. Am Nachijiitlagc fand cm Kinderfest am Abend eine gesellige Feier statt. Herr Lehrer und Kantor Max G ru sch k a aus Löslau hielt die Festrede. Sonst machten sich noch Frau Krciizwirili, Frl. Schlesinger und Lewin um das Gelingen des Festes verdient. Sonnabend, 10. Januar, vorm.: in der Alten ״ml Rykestr.-Synagoge 0 Uhr, in den anderen Synagogen: I rühgottesdienst 7•/* Uhr, Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Predigt: Synagoge Rykestraßc; Kahl). Dr. l.cwkowitz. Neue Synagoge; Raid». Dr. Bluineiitlial. Sy»״»1־־ßC I iudenstrnße: Rabl». Dr. Rosen zweig. Synagoge I lit/owstruße: Rabb. Gans. A b c nd g o 11 e s d i e 11 s t (Sabbatausgang): 5 Uhr 2 Min. iMinclia in allen Synagogen V* Stunde vor Sabbat.iiisgaiig). Gottesdienst a 11 den Wochentagen, m o rgeiis: in der Alten 11110 Rykestr.-Synagoge 7 Uhr, in den anderen Synagogen 7■/!» Uhr; abends; in allen Synagogen 1' ״> Uhr. I) i e S y 11 a g o g e K a i s e r * I r a Ile ist w c g c n Reparaturen bis a 111 weiteres geschlosse 11, Geschäftliches Das bekannte Maßgcschüft für Herrengarderobe H. Basedow Nachfolger ha» am 1. Januar seine Geschäftsräume nach Berlin W. 8, Friedrich- Straße 182 (am Untergrundbahnhof) verlegt. Sei» dem gleichen Tage ist unser Gesinnungsgenosse Herr 5.runo Uobrzinsky der alleinige Inhaber der Fuma. Die zahlreichen Geschäftsfreunde der Firma aus den Reihen der Rundschauleser werden sichtigung der neuen Räume höflichst ׳*Jüdischer, Nationalfonds Zentrale für Deutschland fJildieodunien lind auncbllmlicb tu rlchleo •n Harra א«■ Wollatsiasr Cbarlotteabarg, Roscbtr-Sli’*•• S. Wir machen unsere Berliner Gesinnungsgenossen besonders darauf aufmerksam, daß auch im Bureau der Berliner •Zionistischen Vereinigung, SW., Friedrich- Straße 40, Tel.: Zentrum 1t 280, Büchsen und Wert- Zeichen zu haben sind. Es wird sich für bcschleunigte Bestellung oft empfehlen, von diesem Depot an N.-F.-Matcrialicn Gebrauch zu machen. Jüdischer Naiionalfonds, Zentrale für Deutschland. * Für den Jüdischen Nationallonds sind vom 24. bis 31. Dezember 1013 05 574,51 M. an Spenden cingegangen. Hiervon entfallen auf: Oesterreich 17 783,83 M., Rußland 10 217,70 M., Canada 7405,40 Mark, Ungarn 3321,11 M., Deutschland 3088,38 M., Holland 2085,00 M., Rumänien 2738,81 M., Nord- Amerika 2150,80 M., Belgien 2507,85 M., Argentinien 1072,77 M., Bulgarien 1320,31 M., Frankreich 1100,27 Mark. Südslavischc Länder •WO,87 M., Italien 570,42 Mark, Schweiz 3763יי M., Dänemark 2*10,20 M.f Griechenland 170,80 M., diverse Eingänge 134,83 M. grat. durch Pin- ■hcrzlz zur Beeingeladcn. Schluß des redaktionellen Teils. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst! Freitag, 0 Januar, abcndi: in allen Synagogen 4 י/* Uhr. } PreCohnt! Synaß0ßC Fo*ancn*t0״c:. Dr. Juliu» Martin u. Hugo Ascher, Berlin, Hans P a u 1, Stettin, z. jungen Mann Dr. Gold schmidt, z. Zt. Zürich, Dr. Dukas. Dr. Ludwig P i n c u s u. Frau Louise X tt*, -Bertm, ssgrat. Dr״. I'.t*d Cohn’ z. Vermählung . . . .. I״11 .״׳ Golhib, grat. Grete Lcwin, Lisscwo, z. Geburtstag. Durch M. Jacoby, Pyrit*, ges. anl. d. Hochzeit s, Tochter. _ Spielgewinn b. einer ChanukahSpielges. in Karlsruhe auf Vcrant. unseres rührigen Gcsgn. Heim. Maier, Mülhausen. A. Schäfer, Berlin, grat. Aj«)lh. P r c u ss, Iicutlicig hcrzl. Vermählung. (׳es. durch N'annv Krzywynos b. d, Verlobung v. Grote Hurtig, Breslau - Frna u. Raphael Straus, Münetien, dank, f. d. Glückwünsche z. Geburt ihrer Tochter Sicginund \V o I f, Gelscnkireben .... (»es. auf d. Geburtstag v. Kohos T ü r k i s c U e r, Berlin .. Grete S t e j n e r, Sicgbert II e r z f c Id u. Selmar Ko 11, Buk, gewannen b. Kartenspiel Josef L e h r׳f r 0 u n d, Lciptig, durch G. Schreiber . Ges, anl. d. Vermählung d, Herrn Lippcr• Nürnberg mit Hilde Oberbrunner• Offenbürg durch Jenny Kahn. Max Glanz, Berlin, anl. d. Verlobung s. Tochter nm R.-A. W y g o d z i n s k i - - _ ׳'»• pr. W c i s s, Breslau, grat. Dr. Leo Cohn •Posen, Frl. Wittenberg, Breslau, z. Verlobung, Dr. Kopfstein 1. Niederlassung... Dr. A. Jacobsohn, Lüneburg, dankt Dr. u'?na1 Uamburg, f. d. Auskunft . . . ז P.- c *8 ״ c h c 1, Stuttgart, 3 Coupons Dr. Curt Rosenberg, Berlin ..... üollschcw, München. Uebmchuss einer Nordhausener Oelbaum• spende . Elsbeth W a r b u r g, Nordhausen, freut sich, d. Rcfr. Erich Rothe n b erg Zionist geword. ist, bedauert zugleich ihre Wette verloren zu haben 1—, Rcfr. Erich Rothenberg; Blcichcrodc, geteilte Freude ist doppelte Freude, geteilter Schmer* Ist halber Schmer! J« .. M. ־,4 *.5° 2,50 *.95 io,— 5- 2,50 -,ג -,סי 50« י -,ו 1,70 -,ב 2,40 V