Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 52 (25.12.1913)
- Date
- 1913-12-25
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 561) IUEPISCH ■ RUNDST MAU Nr. 52 ZIONISTISCHE BEWEGUNG Aufruf! I)i1• zionistische Vereinigung fiir Deutschland hat beschlossen, ein Archiv f ii r (i c 111 e i n d c a r b e i t cinzuricbtcn. Dieses Archiv soll alles sammeln, was auf ücnieindcarbcit und Gemem1le|101itik Hern;; hvt, inslK'sondcrc Statuten und Jahresberichte der ein- /einen Gemeinden und Gcincimlciii.stitutioncn Deutschlands, Wahlflugbliittei, Aufrufe und dergl. Mit dem Archiv ist eine Auskunft- und Bcrnhmgsstelle für Gemeimlearbcit verbunden. Diese Auskimftsstellc soll unseren Gesinnungsgenossen hei ihrer Oenieindearbeit beratend zur Seite stehen, auch in allen fragen der Organisation und Verwaltung der Gemeinden und Gciucindeinstitutioncn, Auskunft mul Ratschlage erteilen. Mit der Leitung des Geincindcarchivs ist Herr Rechtsanwalt Dr. T a n n c 11 w a 1 d - Hamburg beauftragt worden, die Auskuuftsstelle haben Herr Reehtsanwalt IX, V i c to r-Wandsbek und Herr Dr. Tannenwald übernommen. Wir bitten die Gesinnungsgenossen in Deutschland wiederholt dringend, alle Materialien , welche für das Archiv in Hetracht kommen, insbesondere aber Gem c i n d e s t a t u t c n , an Herrn I)r. 1' a!11 ו e n ־ wald, Hamburg 36, Kaiscr-Willulmstr. III), zu senden. Sämtliche Sachen bleiben Eigentum der Hinsernler. Alle Zuschriften, auch für die Auskimftsstelle, sind an Herrn Pr. Tannen wald zu richten. Zionistische Vereinigung für Deutschland, Mitteilungen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Wir bitten alle Gesinnungsgenossen dringend, 11ns die Nummern der ״Jüdischen Rundschau“ vom 7. November d. J. (Nr. 45) freuudliehst zuzusenden. In der letzten Zeit wird das ״Jüdische Gemeindejahrbuch“ auch aus uns fernstehenden Krcisen lebhaft verlangt. Das beweist, dal! es für umserc Kämpfe innerhalb der Gemeinden, um die Schulfrage, die Ausländerlrage, das Wahlrecht usw. ein unentbehrliches Informationswerk ist. Jeder Zionist muß es lesen, uin in alle!« Gemeindenngelegenheiten klar zu sehen. Bestellungen an unser Bureau, W15, Sächsische Str. 8; Preis mit freier Zusendung 1,20 M. Die Berliner Zionistische Vereinigung hat eine kurze, neue Broschüre hcrausgegeben, die den T'tel ״Palästina und die Juden“ trägt, Die Broschüre widerlegt in kurzer und populärer Form die gewöhnlichen Ein wände gegen den Zionismus und enthält eine Ucbcrsicht über die wichtigsten zionistisehen Institutionen der Palästina-Arbeit. Am Schluß ist der neueste Bericht des deutschen Konsulats in Jaffa abgedruckt, der die Verdienste des Zionismus in Palästina eingehend würdigt. Die Broschüre ist ein ausgezeichnetes Aufklärungs- und Propagandamittel, von dem zu hoffen ist, daß alle Gesiumingsgenossen für seine Verbreitung sorgen werden. Die Broschüre ist zum Einzelpreis von 10 Pf., 6 Stück für 50 Pf., zu beziehen durch das Bureau der B. Z. </., Berlin SW 68, Fricdrichstr. 49. Gegen Voreinsendung des Betrages und 3 Pf. für Porto wird sie dem Besteiler zugesandt. Ortsgruppen erhalten bei Massenbestellungcn die Broschüre billiger. Vom Bezalel. Zu Chanukah-Geschenken empfiehlt der Bezalel den verehrten Gesinnungsgenossen den Ankauf seiner Erzeugnisse in Silber-Filigran, Damaskusmelallwarcn, Olivenholz- und Batikwaren. Große Auswahl echt persischer T c p - piche zu bedeutend herabgesetzten P reisen. Prospekte stehen gratis zur Verfügung. Adresse für Bestellungen und Geldsendungen: Verein Bezalel E. V. Berlin W. 15, Bleibtrcustr. 34/35. Eigen; Verkaufläger iit der Provinz: in Polen: bei Herrn Julius Engländer, Viktoriasti ifte 8, ״ Btcslau: bei Fräulein Martha Blumenthal, Freibit'ger Straße 34, ״ Königsberg: bei Fräulein Mark Eltasow, Vorde c Vorstadt 23, ״ Miutchen: bei Frau Rahe! Straus, Kobcllstr. 13. ״ H.mburg: bei Herrn Leopold Landau, Gr. Bkielien 67, ״ Heidelberg: bei Frau Julius Simon, Klingentekh, ״ Frankfurt a.M.: bei Fräulein Alice Kassel, Stern Straße 38. Anläßlich der Berliner Makkabäer-Feier verau- «laltet der ״Bezalel“ eine Ausstellung seiner Erzeugniste (siehe unter ״Verc ne“). AUS ALLER׳ WELT Amerika Der bekannte Philanthrop und Palästina-Freund Nathan Straus in New York, der Bruder des■ früheren amerikanischen Botschafters in Konstantinope', Oskar Straus, hat seine geschäftlichen UnterlU'hiru'igen lirpiidiert und beabsichtigt, sieh künftig nur noch gemeinnützigen Arbeiten zu widmen. 111 erter Linie gedenkt Mr. Straus, der sich bei seiner Anwesenheit in Palästina vor etwa zwei Jahren der zionistischen Bewegung angcsdilosse״ hat, die von ihm ins Lehen gerufenen W 0 h 1 f a U r t s e i u r i c h - 11111 g 111 ־ i n P a I ä s t i n a weiter aus/ubnueii und wird zu diesem Zwecke in Gesellschaft seiner Frau und seines Sohnes demnächst eine zweite Reise nach Palästina autreten. Fr will dort hauptsächlich für das Nathan Strnus-I lilfsburcau und die ihm angegliederten Volksküchen, sowie für das von ihm in Jerusalem gesehaifene Gesundheitsamt und die Pasteursche Wutscliutzahteilung tätig sein. Türkei Der neue amerikanische Botschafter in Kunstantiuopcl, Mr. Henry Morgen thau, empfing auf der Durchreise in London einen Mitarbeiter des ״Jewish Glironiele“. Mr. Morgcnthau, der bekanntlich Jude ist, versicherte dem Interviewer, er werde im vollen Einvernehmen mit der amerikanischen Regiening, seinen Einfluß in Konstantinopel stets zur Besseimig der Lage* de־r Juden gehend machen. Als amerikanischer Botschafter jüdischen Glaubens gedenke . er auch Palästina einen gewissermaßen amtlichen Besuch ah/ustatten. Er interessiere sich wann für den neuen Aufschwung Palästinas und mochte sich durch den Augenschein überzeugen, was bisher für die Entwicklung des Landes geleistet vvorden ist und was noch geschehen könnte. Naturgemäß werde er auch der jüdischen Kolonisation sein Augenmerk zmveiulen. Er hoffe, daß seine Stellung ihm erniöglieheu wird, der jüdischen Gemeinschaft manchcii Dienst zu erweisen, und er werde jede derartige Gelegenheit gern wahrnchmen. AUS DEN GEMEINDEN Berlin. Zu Ehren des jung verstorbenen Rahbiners Dr. Hirsch Aschkcnasy zu Buenos- Avres wird von seinen Freunden und Bekannten ein O e I b a ti m g arten a n g e 1 e g t. Da der so plötzlieh Entschlafene nicht nur ein begeisterter Anhänger der jungjiklischen Bewegung war, sondern sich auch als Mensch und Lehrer der größten Sympathien erfreute, dürfen wir wohl der zuversichtlichen Erwartun״ Ausdruck• geben, daß die Beteiligung an dieser letzten Ehrung eine recht zahlreiche sein wird und auch die nichtzionistischen Bekannten und Schüler des jungen Gelehrten nicht säumen werden, dem Namen des Verstorbenen über das Grab hinaus ein lebendiges Denkmal zu stiften. VEREINS-RUNDSCHAU Berliner Vereinsk&lender Dezember: Sonnabend, 27.: Makkabäer-Feier, Turnverein Bar Kochba, Philharmonie. Sonntag, 28.: C h a 11 u k a h - F e i e r des Vereins ״Ibriah“, Hotel Frühling, Münzstr. 8. Dienstng, 30.: Chanukah-Kindcrfest der jüd. »ation. Frauenvercinigung. Sophiensäle. 4 Uhr nachmittags. Januar 1914: Sonntag, 4.: Chanukafeier des Neuen Jüdischen Gemeiudevereius, Brunncnstr. 141. Donnerstag, 8.: Palästinakurs IV. Dr. Sch. Lev in. Kl. Saal der Spichernsälc, 9 Uhr. Donnerstag. 22,: Palästinakurs V. Prof. Warburg. Kl. Saal der Spichernsälc, 9 Uhr. Donnerstag, 22,; Palästinakurs VI. Dr, Tschlen ow. Kl. Saal der Spichcrnwie, 9 Uhr. Sonntag, 25.: III. Frauenabteilung des Bar Kochb a , Stiftungsfest. Neumatins Festsäk, Rosenthaler Str. 36, 4 Uhr. * Berlin. Das Bureau der Berliner Zion i n t i s c h c n Vereinigung befindet sich in Berliit SW 68, Fricdrichstr. 49, Bureauzcit 9—5, Tel. Zentrum 11 289, Alle Anfragen, Briefe usw., die Berlin betreffen, sind an dag Bureau zu richten, Berlin. Im Palästina-Kurs der Berliner Zionistischen Vereinigung hat am Die nstag, dein 16. Dezember, der dritte Vortrag von Dr. Franz Oppenheimer über: ״Das genossenschaftliche Prinzip in der palästinensischen Kolonisation“ stattgefunden. Das weitere Programm ist: 4. Donnerstag, den 8. Januar 1911: Dr. Schmarja Lev in: lieber die hebräische Sprache und ihre Renaissance in Palästina. 5. Donnerstag, den 15. Januar 1914: Prüf. Dr O. Warburg: Jüdische Landwirtschaft in Paliistina 6, Donnerstag, den 22. Januar 1914: Dr. E. Tschlenow: Die moderne Entwicklung Palästinas. - Da jeder Vortrag ein in sich geschlosscncs Gebiet behandelt, ist es immer noch möglich, mit dem Kurs zu beginnen. Die Vorträge finden im kleinen Saal der S ק i c h e r 11 s ä I c , Spiclicrnstr. 3, statt; sic beginnen pünktlich um 9 Uhr; da der Saal für alle Teilnehmer ausreicht, wird jeder Vortrag nur einmal gehalten. Berlin. Wir machen wiederholt darauf aufnwksam, dal» die f I i s t .1 d r u 111 I b r i t h ihre 11 e b r ä i - scheu Kurse wieder aufgciioinmen hat. Teilnehtner können sich noch melden im Bureau der I listadruth, Knescbcekstr. 80/81, Eingang Otto Ludivigstralk. Die Kurse finden am Montag und Donnerstag, abends S!,v Uhr statt. Berlin. Für die M a k k a b ä e r I e i e r, die der Jüdische Turnverein B arKochba am Sonnabend, dem 27. Dezember, in den Oesamtraumen der Philharmonie veranstaltet, gibt sich bereits in weiten Kreisen ein lebhaftes Interesse kund. Neben dem wertvollen künstlerischen Programm, das an diesem Abend geboten wird, erregt vor allem die Tombola allgemeine Aufmerksamkeit. fXm Verein wurde nämlich von der Direktion des Ocsterrekhiselten Lloyd eine Fahrkarte erster Klasse Triest — Jaffa und zurück, im Werte von 740 Francs als erster Preis zur Verfügung gestellt. Auf Anfragen wird bemerkt, daß die Karten zur Teilnähme an‘ der Verlosung natürlich erst beim Feste selbst misgegcbeii werden können. - Lia Rosen vom Deutschen Theater wird ihre Vortragskunst ■n den Dienst des Abends stellen und Herr Leo Gollau in hat den Vortrag einiger jüdischer Volkslieder zugesagt. Herr Kunstmaler und Radierer Hermann Struck hat sich der künstlerischen Anordnung der Marinorgrupptn angenommen, die von Mitgliedern des Vereins gestellt werden. Die Tendenzrede w ird Herr Dr. Theodor Z loci sti halten. Während des Balles findet eine Kaffeetafel mit kabarettistischen Vorführungen statt. Herr Pom Hildesheimer zeichnet als Verfasser der ״literarischen Gesangsfreiübungen“, die die Hauptzugnummer bilden werden. Der Reinertrag des Festes wird dem Fonds für einen jüdischen Sportplatz bei Berlin z.ugeiulirt werden, lieber die Preise der Billetts, Vorverkaufsstellen usw. 11 tterrichtet!las Inserat in dieser Nun«- mer. Bei der Feier veranstaltet die Kunstgewerbeschule Bezalel eine Ausstellung ihrer 1 r- Zeugnisse und der Jüdische Frauenbund für Kulturarbeit in Palästina eine Ausstellung der in seinen palästinensischen Werkstätten erzeugten Spitzen. Berlin. Der Verein ״Ibriah“ veranstaltet am Sonntag, dem 28. Dezember, in den Räumen des Hotel Frühling, Münzstr. 8, eine Chanukah- Feier mit einem reichhaltigen Programm von liurarischcn und musikalischen Vorträgen in hebräischer und deutscher Sprache. Eintrittskarten, für Mitglicder 30 Pf., für Gaste 50 Pf., sind an der Abendkassc zu haben. Berlin. Der VII. Kartclltag des Kart •e 11 s Zionistischer Verbindungen tagt vom 24. bis 28. Dezember in Berlin auf der Kneipe der Verbindung im K. Z. V. Hasmonaea. Seit dein vorjährigen Kartelltag hat sich das K. Z. V. um die Breslauer Verbindung ״Zephirall“ vermehrt, auch ist ein erfreulicher Zuwachs an Füxcn zu verzeichnen. Einen großen Teil der Beratungen des Kartelltages nehmen innere Organisationsfragen ein. Daneben wird der Kartclltag der Arbeit der Verbindungen wie der einzelnen Mitglieder in den anderen zionistiselten Organisationen seine besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Ein Fcstkonuners am 24. er. in den Spichcrnsälcn soll die Karteiltagsdelegicrtcn mit unsern zionistischen Freunden vereinen und gleichzeitig eine Demonstration des zionistischen Gedankcris für die nichtzionistische Oeffenllichkcit sein. Berlin. Am Dienstag, dem 30. Dcmnbcr 1913, abends 8 Uhr findet im Festsaalc des Logenhauses, Berlin W, Kleiststraße Hl, eine ordentliche Mitgliede!Versammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums statt, in der Herr Geh Regierungsrat Professor Dr. Cohen- Berlin über die religiösen Bewegungen der Gegenwart sprechen wird. Berlin. Das Chanukahkinderfest der Jüdis ch nationalen Frauenvereinigung littdet am Dienstag, dem 30. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im grollen Saale der Sopltiensiilc statt. 300 Kinder sind bisher angcmeldct. Weitere Anmeldungen nimmt bis zürn 15, d. M. Frau Lina Wagner-Tauber, Uhlandstr. 116/17, entgegen. Geldsendungen sind an dieselbe Adresse erbeten. Berlin. Die Bezirk sgruppe Rosenthalcr Vorstadt- Gesundbrunnen des ״Neuen Jüdischen Oemeindevereins“ hält am 4. Januar 1914 in den