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Jüdische Rundschau · 1913-11-28 · Heft 48 (28.11.1913) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVIII (1913)
Issue
Heft 48 (28.11.1913)
Date
1913-11-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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י Abonnements •uf die wodhentitdi •m FreiUjf cr. | •chetnend« ״Jüdisch« Rundschau*‘ | koste» bei der E*pcciition und bei g *Uen PoslsmUu» vierteljährlich 1,50 M.» I euQerhelb DeuUchUml« und Oester- J reich-Ungame 2,*— M.) für Mitglieder ® j&dtacher Vereine im Sammdbeiug I durch dea Vcraio 1,—* M, J I r ר׳ Anzeigen fn, I Jüdisch« Rtmdadiaii, <2• na. t>. II. BERLIN W.IS, SUcheUehe Stssße ft. Tclcphoot Amt UltUnd 845, &H, 868, Postscheckkonto! Berlin Nr, 17392. •־/ %־׳/ ךי"/ ר־־־/ ך. ••r> r ג“״/ A׳ י'! ,'1י f ,, / <נ• f ,, , ג. vJ V^L/WÜ O Ü ü ,J v s. j V_״ / V. ד r״■׳־־־} n ע 'v- ל u u v..j V kosten für dt« #ecb»ge«palt*n• Pdit• keil• oder deren Raum 40 FI.ן Stellen• Angeliute urvd •Gesuch« *•wie Verein•• Mitteilungen und *Klrif»• Aussig■•«" O O 0 O nur 30 Pfennig, O O O O Manuskripte werden, wenn Portobeiitegt, stets *tttikkges&ndt״ Red*ktioiuUKhl»ft 1 Mittwoch verraittsf«• Rstlsktlot» JQdlsdi« Sswlcdi«■ BERLIN W. IS, Sfichalsch« Strati« 8. ■ Telrpbuei Amt UhUml 84$, 846, 868. Poslschtckkoato» Berlin Nr, 17 302. 1 c—? /ח ר־״ c—כ 1י ) / •,; •, L :1 U U f*\ I Nummer 48 jN0״em »r» XVIII. Jahrgang Ausweis Schekel 1 Kadimah-Berlin 4— M. fj-sw* *..i £l: S״r Berliner Straßburg i. t. 86,—, Landesorganisat ionsbeitrüge: 1. Ortsgruppen: Eschweiler 80,- Zionistische Vereinigung 12,- Memel 52,— M. 2. Einzelpersonen: Joseph L. Oppenheimer, Frankfurt a. M., 10,—, J. S., Königsberg (2. Rate) 2,50 M. 3. Verschiedene Spenden: Tarnowitz 23״— Mark. Eingang vom 20, bis 26. November 1913: Schekel: 4,—, Landesorganisationsbeitrüge; 265,50 Mark. Gesamteingang: Schekel: 8010.—, Landes- Organisation «beitrüge: 13868,27 Mark. Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Sächsische StraOe 8. Postscheckkonto: Berlin 8091, Bankkonto: A. H. Heymann & Co., Berlin W56, Hinter der Katholischen Kirche 1. uo^ olaer £f«eat«״.Lr: 1,’ztkca IIoliisitStLe ia «Tarier Fvogttsxzxa ■in nr nin־ r ־ •ו! 3asa2 , . . v.: 1 r:־«i׳ Die A.-C.-Sitzung Vom Sonntag, den 23. bis Mittwoch, de» 26. November, fanden in den Räumen des Zionistischcn Zcntralburcaus zu Berlin die Sit- Zungen des Großen Actions-Comites und des Direktoriums und des Aufsielitsrates der Jüdischen Kolonialbank statt, sowie Sit- Zungen des Direktoriums und der General ver- Sammlung des j ü d i sc 11 e n N a t i o 11 a 1 f o 11 ds und des Direktoriums und der Gcnernlvcrsanim- Jung des Jüdischen Kulturfonds ״Kede m“. Die Sitzung des Großen Actions-Comites wurde am Sonntag, dem 23. November, vormittags 10 Uhr, von Rrof, Dr. Wurburg mit einer kurzen Ansprache und einer Begrüßung der erschienenen Mitglieder eröffnet. Anwesend waren die sechs Mitglieder des E, A. C., ferner vom Großen A. C. die Herren Justizrat Dr. j. Boden heim er - Köln a. Rh., Dr. M. Fr a nck - Altona, Dr. A. F r i cd e m .1 n וו -Wiesbaden, Jean Fischer- Antwerpen, B. Goldbe r g-Wilna, Dr. H. G. I i e y 111 a n 11 - Berlin, J. H. Kann* Haag, L. K es s 1 e r - London, Dr. Ä. Klee- Berlin, J. A. N a i d i t s cli -Moskau, A. Po d 1 i sc 11 c w sk i -Warschau, Dr. Leon Reich- Lemberg, J. Ro s o f f - Petersburg, M. H. Sch c i n -Galatz, Julius Simon-Mannheim, Adolf Stand- Lemberg, Oberingenicur Robert Stricker-Wien, Prof. Dr, C11. Weizm an n- Manchester, sowie die Direktoren der Jüdischen Kolonialbank Dr. N. Ka t z e 11 e 18 01111 - Libau, Jos. Co we!1 ־ London, M. F e 1 d s t e 111 - Warscliuu, der Manager der Jüdischen Kolonialbank Hirsch und der Leiter des Paliistinaanites, |)r. A, R11 p p i n * Jsiffa. Die eingelaufenen Begrüßungsschreiben wtirden von Dr. T schic 11 mv verlesen. Herr Wolffsöhn teilt in einem längeren Schreiben u. a. mit, daß er zu seinem Bedauern durch Krankheit verhindert sei,;111 der Sitzung teilzunehmen. Außerdem lagen auch Schreiben der Herren Kremcnt/ky, ideisohn, Motzkin, Ussischkin und Rosenbauin vor, die ebenfalls verhindert sind, zu der Sitzung zu erscheinen. Dr. Tschlenow erstattet einen Bericht über die Arbeit in der Zeit seit dem Kongreß, in dem er zunächst die innerhalb des Zentralbureaus getroffene Neuordnung und das Budget besprach, und in dem er sodann über den Stand einiger politischer Angelegenheiten referierte. Der Bericht erörtert ausführlich die Gründe, die zu dem Austritt unserer Vertreter aus dem Kuratorium des Technik u in s für jüdische Erziehung in Palästina geführt haben. Dr. Tschlenow erklärte, daß die Frage, ob das Verbleiben im Kuratorium nach einem solchen Beschluß für unsere Vertreter »och Sinn und Zweck habe, vielfach schon vor der Sitzung des Kuratoriums im E. A. C. diskutiert worden sei und daß das E. A. C. zu dein ■Schlüsse gelangt wäre, daß unsere Vertreter dem Kuratorium nicht weiter angeboren könnten. Es könne keinem Zweifel unterliegen, daß der Be- Schluß des Kuratoriums, wenn er verwirklicht werden sollte, unserer ganzen Arbeit in Palästina großen Schaden bringen müßte. Wären die Vertretcr des E. Ä. C. im Kuratorium geblieben, so hätten sie innerhalb des Kuratoriums nichts mehr gegen dessen Beschlüsse unternehmen können. Die Unterhandlungen vor und während der Sit- Zungen des Kuratoriums hätten zur Genüge bewiesen, daß Gründe der Vernunft und sogar Tatsachen keine Wirkung mehr haben konnten, wo Unkenntnis und Vorurteile herrschten. Wir könnten nicht mehr verlangen, weiterhin ernst genommen zu werden, wenn wir nach der Abiehiuing unserer Forderungen, die von vitaler Bedeutung seien, an den Arbeiten des Kuratoriurns weiter tcilgenonmien hätten. Nach der Uebersicht über die kurze Periode der bisherigen Arbeit gab Dr, Tschlenow einen Ueberblick über den Plan der b c vorst e- 11 011 den Tätigkeit des E. A. C. Auch hier nahmen politische Erörterungen einen ziemlich breiten Raum ein. Von dem zweiten wichtigen Arbeitsgebiet für die zionistische Organisation, der kolonisatorischen Arbeit, erwähnte der Berieht an erster Stelle die Notwendigkeit der Schaffang von langfristigem Kredit und von größeren Mitteln für den Lmulkauf. Die hierfür in Betracht kommenden Möglichkeiten werden noch besonders studiert, und es werden in der nächsten Sitzung bestimmte Vorschläge unterbreitet werden. Auch die, Frage der weitere» Tätigkeitdes Jüdischen Nation alfonds und der Erweiterung des Palästinaamtcs, auf deren Notwendigkeit bereits auf dem Kongreß von verscliledcnen Seiten hingewiesen worden war, wird erörtert. Die geplante Z. w e c k r e v i s i o 11, die im Laufe diese« Winters durehgefüiirt werden soll, wird die gründlichen Unterlagen für die auf diesem Gebiete z.u treffenden Maßnahme» liefern. Zum Thema der Kulturarbeit in!מי- 1 äst Ina nennt der Bericht zuerst die durch Beschluß des letzten Kongresses dem A, C. übertrage!!(.־ große Aufgabe, die vorbereitenden Schritte zur Ci rft n du n g einer jüdischen U ri i v e r s 11411 n P a 1 il י t i 11 a zu unternehmen. Dr, Tschlenow berichtet über die zahlreichen Sympathie- und Zustimmungskundgcbungcn, die seit dem Kongreß für das Universitätsprojekt bekannt geworden sind. Der Bericht spricht zum Schluß über die Arbeite» auf organisatorischem Ge* biete wie auf dem der Presse und erwähnt die Arbeit für das «cugescUaffcne und den Berliner Bureaus angegliederte Institut für Kulturarbeit in Palästina ״Kodein“. In der Debatte wurde zunächst die Frage ׳ des Haifaer Technikums eingehend besprachen, und nach Schluß der Diskussion, in der alle Gesichtspunkte ausführlich erörtert wur* den, die für die Beurteilung dieser schwerwie* genden Frage Bedeutung haben, wurden die folgenden Resolutionen angenommen: ״Das Große Actions-Comit6 erblickt in den Beschlüssen des Kuratoriums des Jüdischen Insti* tuts für technische Erziehung in Palästina ein vollständiges Verkennen der Aufgaben und Leistungen der jüdischen Kulturarbeit in Palästina und Ist der IJchcrzeugung, daß die Durchführung dieser Be• Schlüsse die schwere und erfolgreiche Arbeit'der Wiederbelebung der hebräischen Sprache unter• graben und dem Institut seinen jüdischen Charakter nehmen würde. Das Große Adions-Comite billigt ein• stimmig den Austritt der Vertreter des Zionismus aus dem Kuratorium und die Stellungnahnic des Engeren Adions-Comitts. Das große Adions-Comit6 begrüßt mit Be• friedigung den Beschluß der jüdischen Bevölkerung in Haifa, dort eine hebräische Mittelschule zu gründen, und ermächtigt das Engere Actions-Comite, sich mit einer angemessenen Summe an den Kosten zu beteiligen.“ Die in dem Bericht berührten Fragen der Politik, der Organisation und der Presse gaben zu längeren Diskussionen Anlaß. Zum Thema der Palästinaarbeit berichtete zunächst Prof. Warburg über die Resolution der Palästinakommission des XI. Kongresses, sodann Dr. Ruppin über die Resultäte seiner Reise nach Rußland, die er in Angclegenheiten des Landkaufes in Palästina Ende Oktober unternommen hatte. Er berichtete weiter über einzelne Fragen der Kolonisationsarbeit und skizzierte die wichtigsten der bevorstehenden Aufgaben in Palästina. Daran knüpfte sich eine längere Diskussion über die kolonisatorische Arheit des Jüdischen Nation alfonds. Im Sinne des Berichtes Dr. Tschlenows würde für die nächste Sitzung des Großen Actions-Comites die Vorlegung einzelner konkreter Vorschlage bezüglich der Arbeit in Palästina, hauptsächlich der Frage des Bodenkaufes und der Schaffung eines langfristigen Agrarkredits, in Aussicht genommen. Ueber die notwendigen Vorbereitungen zur Gründung einer jüdischen Universität in Palästina erstattet Prof. Dr. Weizm an n ein Referat, in dem er auch die Anträge des Herrn U s s i s c 11 k i 11 mitteiltc und berücksichtigte. Sodann berichtete Dr. Hantke im Aufträge des E,A, C,, dessen Ansichten sich im wesentlichen mit den Anträgen des Referenten deckten. E« entwickelte »ich eine lebhafte Debatte, die mtt der Annahme folgender Beschlüsse endete; ״IN wird Ih-hcIiI״':«™, für die Gründung der hcltriihchrii Universität in Jerusalem ein große! v o r b c r c 11 e n d e n K o in i t e c zu bilden. Das vorbereitende Komitee gliedert ■ich in folgende Sektionen: Organisatorische Sektion, *Diese Sektion hat die Aufgabe, Verbindungen mit solchen l'ersonlichkcilen und Institutionen anzuknüiifeii, die für die Gründung und Finanzierung der umverutüt und für die Arbeit in den verschledenen Landern in Betracht kommen. Die Vorbercltung dieser Sektion wird Herrn Prof. Dr. Wa rbürg übertragen. 2. Wissenschaftliche Sektion. Diese Sektion hat die Aufgabe, Verbindungen mit den Vertretern der Wissenschaft anzuknüpfen und alle wissenschaftlichen Fragen zu klären. Die Vorbereitung dieser Sektion wird Herrn Professor Dr. Wciiminn übertragen. 1

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