Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1913-11-07 · Heft 45 (7.11.1913) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVIII (1913)
Issue
Heft 45 (7.11.1913)
Date
1913-11-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2651815-2651861--09261-2666575
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 486 JUEDISCH E RUNDSCHAU Nr. 45 VEREINS-RUNDSCHAU Berliner Vereinskalender November: Samstag, 8.: Verein jiid. Studierender aus Ruß-!and“, Stuueuteuabend (Schalom Aleichcm). Brüdervcrcin, Kurfürstenstr. 115. Mittwoch, 12.: ״Berliner Zionistische Vereinigung“, Generalversammlung. Tiergartenhof. Sonntag, 16,: Vereinigte jüd.-nat, Korporationen Berlins, 1. Dicliterabend. Klindworth-Sclmrwcnka- Saal. Montag, 17.: Vortrags- und Elternabend des jüdisehen Wamlerhiuulcs Blau-Weiß, Berlin, Logenhaus, Kleiststr. 10, <1 Uhr abends. Sonntag, 23.: ,,Jüd, Frauenbund für Turnen und Sport“, Winterfest. Berlin. Der Verein jüdischer Studierender aus Rußland veranstaltet atn Sonnabend, den S. Novetnber, in den Fcstsiilcn des lirüdervercins (Kurfürsten- Straße 116), um S'/a Ulir abends, seinen tradition e 11 c n S t u d c n t e n b a 11, Für den literarischen Teil des Abends ist es gelungen, den populären Schriftsteller Herrn S c h a I o m ־ A 1 c i c 11 e ni als Vortragenden zu gewinnen. In dein musikalischen Teil wird der beliebte Konzertsänger Herr Leo Gol- Jan in jüdische Volkslieder zum Vortrage bringen. Nach dem Konzert Ball. Karten zu 20, 10, 5, 3 und 2 M. sind zu haben im Bureau des Vereins (Fricdrichstt. 120, Fcrnspr. Amt N 8680) und an der Abendkasse. Berlin. Die Generalversammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung findet atn Mittwoch (12. November), abends 0 Uhr, im Tiergarte 11 hof am Bahnhof Tiergarten statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Kassenbericht; 2. Berieht der Revisoren; 3. Wahl des Vorstandes und der Revisoren; 4, Diverses, Anträge sind vor Beginn der Versammlung heim Vorstände cinzwreichcn. Der Zutritt ist nur gegen Vorzeigung der auf den Namen lautenden Einladungskarte gestattet. Berlin. Der Jüdische Frauenbund für Turnen und Sport veranstaltet heuer 5 öffentliehe Vortragsabende. Der erste Vortrag findet atn Sonnabend, den 15. November, um 1 /> Uhr, im Harmoniumsaai, Steglitzcrstr. 31, statt. Herr Rabb. Dr, Warschauer spricht über das Thema ״Ein Gang durch die jüdische Geschichte." Berlin. Der Fortbildungsverein ״M o 111 e f i o re“ veranstaltet folgende Vorträge; Donnerstag, den 13. November, abends 0 Uhr, im großen Saale des Burg- Hotels, Burgstr. 20: Herr Oberlehrer Dr. Carlebach über das Thema: ״Nicht obwohl, sondern weil wir Juden sind“. — Donnerstag, den 27. November, abends 9 Uhr, im gleichen Saal, Herr Dr. Jacob Scgall über: ״Bevölkerungs- und Wirtschaftsfragen der deutschen Juden“, Der Eintritt ist für Jedermann frei, Gäste sind herzlichst willkommen. Berlin. Am 18. November, abends 9 Uhr, feiert der israelitische Fortbildungsvcrcin ״Montefiore“ im Kaisersaal der Ausstellungshallen am Zoologischen Garten sein 28. Stiftungsfest, bei welchem bedeutende Künstler, wie Leo Gollanin und Joseph Plaut vom Deutschen Opernhaus u. a. mttwirken. Der Eintritt beträgt für Mitglieder Mk. 1.—, für Nicht* mitglieder Mk. 1.50. Berlin. Am מ. November findet der The üymnastique mit anschließendem Ball des ״Ifftus“ statt. Karten (3,50, im Vorverkauf bis zum 19. November 3,— M.) bestelle man bei Frau Lachmann, Gneisenaustr. 41. Berlin. Die vereinigten jüdischnationa len Korporationen Berlins veranstalten im kommenden Winter einen Zyklus von Abenden, an denen einige der namhaftesten jüdischen Dichter und Schriftsteller aus ihren Werken lesen und über Gegenstände aus dem Bereiche jüdischer Kunst und Dichtung sprechen werden. Der Zyklus soll ein Bild davon geben, wie unsere schaffenden Persönlichkeiten zum Judentum und zur mmjüdisclicn Bewegung stehen. Der erste Abend findet am 16. November im Klindwurth-Sdiarwenka-Saal statt; nach einchi den ganzen Zyklus einleitenden Vortrage von •Dr. Hugo Herr manu wird Max Brod aus seinen Werken, zum Teil Ungedruektcs, vorlesen. Plauen. Die Piaucner Gesinnungsgenossen treffen sich zwanglos jede» Donnerstag Abend von 9 Uhr ab im Cafe Central, Plauen, Neundorfcr Str. Stettin. Regelmäßige Zusammenkünfte der Zionisten beim Vorsitzenden der Ortsgruppe, Herrn Herrnauti Jacob, Turncrstr. 10, Eingang Arndtstraße, an jedem Freitag 9 Uhr. Fremde Zionisten stets willkommen. Wiesbaden. Zionisten treffen sich jeden Mittwoch abend um 9 Uhr im Cafd Berliner Hof. München. Die Mitglieder der Zionistischen Ortsgruppe haben seit geraumer Zeit ihren Stammtisch im Caf<5 Luitpold, Briennersttaßc, wo sie sich jeden Donnerstag, um 1/89 Uhr abends, treffen. Auswärtige Gesinnungsgenossen und Freunde sind als Oäste stets willkommen. ־! Niirnberg-Fürth. Jeden Donnerstag Abend 9 Uhr Stammtisch im Cafe Central in Nürnberg. Rybnik (Ob.-Schl•). Zionisten treffen sich jeden Donnerstag, abends 9 Uhr, in Bertholds Cafü. Berlin. Am Mittwoch, den 30, Oktober, fand im grollen Saale des Vereinshauses ,,Hütte“, die erste propagandistische ßczirksvcrsammlung für das tJansaviertel statt. Ein außerordentlich zahlreiches Auditorium war erschienen und folgte gespannt dem fesselnden Referat des Herrn R.-A. S. ( j r o 11 c in a n n. Mit gewohnter Redegewandtheit entwarf der Referent ein Bild der ,,kritischen Lage der Juden in Westeuropa“, In der Diskussion kamen einige I lerren aus iiicht/.ioiiistischen Kreisen zu Worte, denen der Vortragende in überaus sachlicher und treffender Weise erwiderte, Der rege Besuch dieses Abends, auch durch Gäste, die dem Zionismus bisher fernsteben, lieferte den Beweis, daß die Berliner Zionistische Vereinigung mit der Vcranstaltung derartiger kleiner Versammlungen zwecks freier Aussprache auf dem rechten Wege ist. ln nächster Zeit sollen im Hansabczirk weitere ähnliche Vcranstaltmigen abgclialtcn werden, Berlin. Das Ergebnis der Chargen wählen der zionistisch-akademischen Verbindung ״H c r z 1 i a 11“ (Charlottcnburg, Wiclandstr. 18) für das laufende Wintersemester ist: cand.-ing. Josef Fildertnaun >.' stud. ehern. Hermann Hie XX, cand.-ing. Josef Klang XXX. Breslau. Am 26. Oktober fand die Wiedercröffuung des jüdischen Volks heims (Toynb ec halle) in feierlicher Weise statt. Das Volksheim wird in diesem Winter ebenso arbeiten wie bisher; nur die Rechts- und Wohlfahrtsstellc, für die das Bedürfnis nicht sehr groß zu sein scheint, kommt vorläufig i!1 Wegfall. Frankfurt a. Al. Zu einer schonen Kundgebung der gesetzestreuen Jugend Frankfurts gestaltete sich die von der Frankfurter Jugendgriippc der Agudas Jisroel am 3, November cinbcrufcnc Versammlung, in der als erster Referent Herr Rabbiner Dr. Cohn , Basel (Mitglied des Provisorischen Komitees der A. J.) über die Notwendigkeit .der Agudas Jisroel sprach. Nach einer weiteren Ansprache von Herrn Professor Adolf Wev 1 ergriff der Präsident des Provisorischen Komitees uer A. J., Herr Jakob Rosenheim, das Wort und gab ein Bild von den Entwicklung der Organisation. Unter stürmischem Beifall verkündet« er die wichtigsten Beschlüsse der gestrigen, in Frankfurt stattgefundenen Komitee-Sitzung: Die Einberufung einer großen Jugendkonferenz nach Frankfurt, die Entsendung einer aus Mitgliedern des Provisorischen 1 Komitees bestehenden Delegation nach Amerika und schließlich, daß der erste Kongreß der A. J für den Sommer 1914 cinberufeu werde. Als letzter Redner sprach der Vorsitzende der Frankfurter Ortsgruppe, Herr Direktor Dr. Lange, und forderte die jungen Freunde der A. I. auf, sich in den Jugendgrunnen für die grollen Aufgaben der A. J. licrunzubildcn. Frankfurt am Alain. Am 20. Oktober sprach Herr Kalium G o I d ni a 11 n in einer gut besuchten öffentlichen Versammlung der Frankfurter Zionistischcn Ortsgruppe über: ״Das neue jüdisehe Leben in Palästina“. Der Redner, der sechs Monate in Palästina zugebracht hatte, entwarf ein fesselndes Bild vom wirtschaftlichen und moralischer! Leben der palästinensischen Juden: Die moralische Judenfrage sei in Palästina schon gelöst; der jüdisehe Emigrant werde in Palästina ein anderer, besscrer Mensch. Die kulturelle Judenfrage gehe in Palästina durch das Schul werk ihrer Lösung entgegen. Erforderlich sei noch, zur Losung der Wirtschaftlieben Judenfrage in Palästina dadurch beizutragen, daß man Ansätze dazu schaffe, größere jüdische Emigrationsmassen in Palästina anzusicdeln. Hauptaufgabc der zionistischen Organisation sei es, die gesamtc juclenhcit zu einer zielbewußten Palästinaarbeit zu einigen, W. Eschweiler, ln den letzten Wochen hielt Herr Referendar F. A, M e y c r in den Zweiggruppen der hiesigen zionistischen Ortsgruppe, in den Gemeinden I a n g e n w che, J ü 1 i c 1* und Höngen Vorträge über den XI. Kongreß tmv. die allgemeine jüdische Lage, in allen Versammlungen, die recht gut besucht waren, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Kattowitz. Am vorigen Donnerstag hatten wir die Freude, nach vierjähriger Pause Herrn N a 11 u m Sokolow wieder einmal bei uns zu sehen. Es war für diesen Abend ein Vortrag über das Thema ״Der Zionismus und die Orient frage“ angekündigt. Der große Rcichsliailcnsaal, in welchem die * Versammlung stattfanil, war mit Gesinnungsgenossen und Freunden Sokolosvs, die teilweise aus größerer Entfernung herbeigeeilt waren, dicht gefüllt. Es gaben sich wieder einmal die oberschlesischen Zionisten mit den Gesinnungsfreunden aus Russisch-Polen und Galizien in Kattowitz ein Stelldichein. Der Redner begann, von dem Puldikmn enthusiastisch begrüßt, seine Rede, indem er das Thema in drei Teile zergliederte: die Türkei des alten Regimes, das Regiment der Jungtürken und der Zustand in der Türkei seit Beendigung ries Baikankricges iX׳r Vortragende wußte in fesselnder Darstellung diese drei Phasen der türkischen Verwaltung vor unserem geistigen Auge vorüberzidien zu lassen und brachte dabei jedesmal den Standpunkt der zionistischen Politik, wie er durch die jeweilige Situation der türkischen Regierung bedingt war, zu klarem Verständnis. Das ganze Material zusammenfassend, behandelte er alsdann in großen Zügen die Aufgaben der Gegenwart, die uns gegenüber und innerhalb der türkischen Politik zufallen und schloß mit einem warmen Appell an die gesamte Judenheit, soweit sie noch dem Zionsideal in Treue ergeben ist. Die Versammlung hörte die mehr als 11,'iistiituligcn Ausführungen des Redners mit Spannung an und zollte ihm lebhaften Beifall. Ratibor. Im Verein für jüdische Geschichte und Literatur sprach Zahnarzt Block-Ratibor über die 1״) e 11 k w ü r d i g k e i t e n der Gl ü c k c I von H a m e I n". Ostrowo. Ende des vorigen Monats hielt im hiesigen Litcraturverein Herr Referendar Marcus aus Breslau einen Vortrag mit Lichthildcrir über einen Teil seiner P a 1 ä s t i n a r c i s e. Leider war es dem Herrn Referenten nicht möglich, alle Bilder, und besonders die der jüdischen Kolonien in Palästina, an einem Vortragsabend vorzuführen. Der Vortrag fand jedoch allgemein (großen Beifall, und wir hoffen daher, von Herrn Marcus recht bald einen zweiten Vortrag in Ostrowo zu hören. S. Konstanz. Die hiesigen Zionisten begannen ihre Wintcrarbeit mit zwei Vorträgen innerhalb der Ortsgruppe, Am 2. Oktober sprach Herr Dr. Meinrat 11 über ״Die Uranfänge des jüdischen Volkes". ־- Am 18, Oktober referierte Herr Norbert Einstein über das Thema: ״Persönliche Eindrücke aus I dem Londoner Ghetto“. Er betonte besonders, daß Directiom esellscliaft BERLIN — BREMEN — ESSEN — FRANKFURT a. M. — LONDON — MAINZ —־ SAARBRÜCKEN C0STRIN - FRANKFURT «. O. - HÖCHST <u M. — HOMBURG v. d. H. — OFFENBACH m. Ni. — POTSDAM - WIESBADEN Kommandit-Kapital ..JC 200000000 Reserven... 81300000 Vermittelung aller bankgeschäftlichen Transaktionen. .״ .״״ - ,,-ו 11 ,!!ך׳■׳—— 1 יי■ « ׳״«■״■ י ,,,,--,,״-ד— ' _ . -. *.. 1 i יין

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.