Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 42 (15.10.1913)
- Date
- 1913-10-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 452 JUEDiSCHE RUNDSCHAU / N Die soeben erschienene Nummer 84 der ,,Mittciluugcii“ vom D e 11 ( s 111 ׳ - I s r;1 e I i t i s e!1 c 11 (1 e - m e i 11 d c I) U n <1 ist ein sinnliches I teil von I W Seiten, IN enthalt au erster Stelle die Einladung zu. dem aut' den 7, Dezember 191) n.ieli Berlin eiiiheruieiien ordeutlichen Deiilseli-lsnielilisrhen tieiiici.iidelagc. Iin Z1H,1111׳me11l1;111״c damit stellt der an /weiter Stelle der Mitteilungen abgedruckte Entwurf einer Satzung für die Mammts-Prül'uiigskoininission. Wer sich der uherfreulichen Verhandlungen, die die letzten < iemeiiidetagc über die Gültigkeit der Mandate brachte, erinnert, wird es hcgrüßcu, ilall der Ausschuß einstimmig durch eine zunächst noch provisorischc An- Weisung bestrebt ist, den Gemeimletag von dieser störenden und kaum au einem Tage z.u iH'vvultigemlen Arbeit zu entlasten, Diese Bestimmungen sind von einer Kommission ausgearheitet und vom Ausschuß einstimmig angenommen worden, Ebenso interessant wie instruktiv ist die Zusammenfassung der Hauptergebnissc der vom (ieinemdebuude bei seinen Bumlcsgcincindcu veranstalteten «undfragen über das jüdische Volksschuiwesen in Deutschland. Noch nie ist eine Enquete des DKiB. in dem gleichen Umfange beantwortet worden wie diese. V״n zirka 11 '10 Bumlcsg»׳uicmdcu haben 1058 die F rag » karte heantwortet, Es hat sich dabei, wie aus dem Begleitschreiben hervorgeht, nicht um eine Abstimmung über die Stellung der Vorstande zur konfessionellen Volksschule im allgemeinen gehandelt, sondern lediglich um Konstatierung der in jeder einzelnen Gemeinde selbst hinsiclitlich der Frage der konfessionellen Volksschule bestehenden Verhältnisse und um die betreffs etwaiger Neueinrichtung solciicr bestehenden Wünsche und vorhandenen Möglichkeiten. I)c׳m1 nur wer diese Verhältnisse kennt, ist in der Lage, sieh zu der allgemeinen Frage ein Urteil zu bilden. Die Zusammenstellung enthält zunächst eine geographisch ungeordnete Tabelle bezüglich der vorhandenen Volksschulen. I s bestehen in UW Biuidcsgi-meindcii, die Auskunft erteilt haben, 217 öffentliche oder nrivale jüdische Volksschulen, während in 811 nur Keligiousschtilcn oder Wmiderimtemrht existieren. Keine Volksschule isi vorhanden in Ostpreußen, Brandenburg, Pommern, Schleswig-Holstein, Provinz Sachsen, Königreich Sachsen, Großhcr/.ogtum Hessen und Baden. Eine zweite Tabelle bezüglich der Frequeiiz ergibt, dal! von den 217 Volksschulen 32 eine Frequenz bis zu 5 Schülern, (»2 eine Frequenz bis 10, 80 eine Frequenz bis 20 und 71 eine Frequenz von mehr als 20 Schülern haben. Die Frage, ob innerhalb des Kreises der Gcincimlcmitglicdcr. oder bei den Vorständen solcher Gemeinden, die bisher keine Volksschule besitzen, Wünsche nach einer solchen laut geworden sind, wird von der überwältigenden Mehrheit der befragten Gemeinden mit nein“ beantwortet. Nur zwei Groligemciinloii, Cöln und Straßburg, besitzen jüdische Volksschulen, alle übrigen Großgcmcindcn verhalten sich gegen die Einrichtung solcher ablehnend. Eingehendere zusannnengefafitc Angaben sind noch bezüglich derjenigen Bezirke gemacht worden, in denen Provinzialverbände vorhanden sind. Schließlich en!halten die Mitteilungen noch den Jahresbericht der I Knitschen Zentralstelle für jüdische Wanderarmeufürsorgc und das stenographische Protokoll ihrer letzten Jahres- Versammlung, Berlin. In unserem Bericht über <1 ie Atisführilligen, die Herr Dr. Klee in der letzten Versammlung des Neuen jüdischen Gcineindevcreiiis gemacht hat, sei noch besonders darauf hingewiesen, »laß nach den Mitteilungen des Herrn Dr. Klee der Gemeindeverein nicht allein, sondern in Gemeinschaft mit dem Synagogciiverbaud und dem Verein zur Erhaltung des überlieferten Judentums den Liberalen ein Kompromiß für die bevorstehenden Mcpräsentantcnwnhlcn angcboten hat, Grundlage des Kompromisses soll das bindeutle Versprechen sein, das Vcrliältnrswahlrccht in den nächsten# »frei Jahren auszuführen. Inzwischen hat sicli der Vorstand und der Ausschuß des Liberalen Vereins für die Angelegenheiten der Jüdischen Gemcindc zu Berlin in einer einstimmig angenommenen Resolution für die Einführung des Verhältniswahlrechts ausgesprochen. 1:8 wird ab/uwarteii sein, ob cs sich hierbei um einen ernst zu nehmenden Be- Schluß oder nur um ein Wahlmauövcr handelt. Soviel aber steht jetzt schon fest, daß eine Wahlrechtsreform im Sinne des Minoritäteiischutzcs früher oder später kommen muß. Es ist das große Verdienst des Neuen Jüdischen Gemeindevereins, auf diese Forderung immer wieder hingewiesen zu haben, die vielleicht berufen ist, eine ungeahnte Ausgestaltung Jüdischen Gemeindelcbcns herbeizuführen. Dresden. Am 29, September fand eine Vcreitisvcrsamitilung statt, in der Herr Arno Schenker über den Kongreß B! rieht erstattete, ln klarer und geschickter Weise legte er die Debatten und He- Schlüsse des Kongresses dar und gab zugleich ein anschauliches Bild vom Verlaufe der Tagung und von den imposanten Veranstaltungen, die sic begleiteten. Die interessante« Aiisiuhrtingeii Hern! Schenkers zeigten, daß dieses!Mitglied unseres Vcr* eins zu unserer Freude in seiner zionistischen Lieberzeugung bestärkt •und gefestigt vom Kongreß zurückkehrte. Ratibor. Die zionistische Ortsgruppe veranstaltetc am 12. Oktober eine gut besuchte Versammlung, in der Delegierter Rechtsanwalt L a c 11 m a n n - Königshütte in fesselnder Weise den Bericht über den Wiener Kongreß erstattete. Eine kleine Aus- Stellung künstlerisch gearbeiteter Palästina-Skizzen hegcgnetc lebhaftem Interesse. — Zionisten treffen sich jeden Sonnabendabend 9 Uhr bei Bruck. Eydtkuluicn. Am Sonntag den 12. d, Mts. erstattete hier Herr Rechtsanwalt Dr. Bcrlowitz- Königsberg einen Bericht über den elfte 11 f. i o n i s t e n - K o 11 g r e ß. Lin zahlreiches Publi• kinii folgte den überaus klaren Ausführungen mit großem Interesse, ln packender zu Herzen gehender weise verstand es Herr Dr, Bcrlowitz ein Bild von den Verhandlungen und Veranstaltungen des Kongresses. zu entwerfen. Seine überzeugenden Worte imicliten auf die Versammlung einen großen über- /engenden Eindruck und trugen viel zur Vertiefung unserer Ideen bei. — Nach dem öffentlichen Vortrage fand eine interne M i t g I i e d c r v e r s a m tu - Hing statt welche durch die An Wesenheit des Vorsitzenden tles ״Distriktkomilcc Königsberg", Herrn Sanitiitsrat Dr. I loppe-Königsherg eine besondere Prägung erhielt. -־• Durch das Ausscheiden des Herrn Miliner, welcher die gesamten Arbeiten der (Jrtsgruppe bisher leistete, wurde eine Reorganisation der Ortsgruppe notwendig. Nach einer eingehenden Ausspräche über die fernere Tätigkeit der Ortsgruppe wurden folgende Herren einstimmig in den Vorstand gewühlt: Herr Simon Goldberg, Vorsitzender, Herr J. Klei d a 11 s k i, stellvertretender Vorsitzender, 1 lerr Leo Bcrlowitz, Kassierer, Herr Tobias Sehereschevvski, Schriftführer, Herr M. A. Schaudcnisciiki, Nationnlfomls-Kommissar, Herr L.- 11 a I p e r n , Bücliseii-Kommissar. Ls wurde die Gründung einer Partei• Bibliothek beschlossen und die von Herrn Rechtsanwalt Dr. Bcrlowitz angeregte Schaffung eines Bibliothek-Fonds ergab als Ergebnis, »lall von den Anwesenden ein größerer Betrag gezeichnet wurde, - Als Treffpunkt für Zionisten, wo auch die Bibliothek untergcbnieht werden wird, wurde das ,,Hotel de Russie" gewählt. Es sei an dieser Stelle nochmals Herr« Sanitiitsrat Dr. Hoppe und Herrn Rechtsaiivvalt Dr, Bcrlowitz für ihre Mühe gedankt, durch deren 'Eingreifen der Weiterbestand unserer Orlsgruppe gesichert wurde. - Unter Hervorhebung der Verdienste um unsere Ortsgruppe beschloß die Versammlung auf den Namen des von hier sehe!- denden 'Herrn S. Miliner zwei Oclbaume im Herzwald zu pflanzen. — Nach einer Ansprache des Herrn Sanitätsrat Dr. Hoppe schloß der Vorsitzende die für unsere Ortsgruppe so bedeutsame Versammlung. Schluß de■ redaktionellen Teile. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst am Laubhüttcnfest: -Mittwoch, 15. Oktober, abends: in allen Synagogen 5',׳» Uhr. D0 n 11 e r s t a g , l(>. Oktober, vormittags: in der Alten Synagoge 8•/» Uhr, in der Kaiserstraßen- und Rykcnstralle«־Synagoge 9 Uhr, in der Neuen, lindciistraßen-, Lützovvstraßeu• und Fasanenstraßcn-Synagogc: Frühgottesdienst 7'■״ Uhr, 11 a u p t g o 11 c 8 ü i e n s t 10 Uhr. Predigten! Alte S y 11 a g o g e : Rabb. Dr. Stier. Synagoge K a 1 s e r s t r.: Rabb. I >r. Lewkowitz, Synagoge Rykestr.: Rabb. Dr. Petucbowski. N c u e S y n a g o g e : Ra 1111, 1 )r. Warschauer. Synagoge L i 11 d e n s t r.: Rabb. Dr, Bergmann. Synagoge L ü t 7.« w s t r a ß e: Rabb. I >r. Bacck. Synagoge F a s a 11 e fi s t r.: Rabb. IJr. Hochfeld. Donnerstag, 1(1. Oktober, abends: in allen Synagogen 5 Vs Uhr. Freitag, 17. Oktober, vormittags: Beginn wie am H>, Oktober. Freit «1׳g, 17. Oktober, abends: in allen Sy nagogen 5*,j Uhr. Sonnabend, 18. Oktober, vormittags: Beginn wie am St», Oktober. J u g e 11 d g o 11 e s <1! e 11 8 t: Synagoge Fa• sanenstr,, nachm. 4 Uhr: Rabb. Dr. Bacck. A b e 11 d g o 11 e s d i e 11 s t (Sabbatausgang); 5 Uhr ¬מ Min. (Minelia in allen Synagogen eine halbe Stunde vor Sabbatausgang). . Gottesdienst an den Wochentagen: 1»1 o r g c u s: in der Alten, Kaiserstr.- und Rykestr.-Synagoge: 19. bis 21. Oktober 6'/, Uhr, 22. Oktober (1 losdiana rabba): 6'» Uhr, in den anderen Synagogen 7'/1 Uhr; abends: in allen Synagogen 5 Uhr. Neujahrsablösungen. 3. Rate ■Ihrer» Freunden und Bekannten gratulieren zum Jahreswechsel! Au» Achim; H. Heilbronn sen, 2,— Au» Bergzabern: Benno Machol .. 150י Au» ii e (11 n: Hermann Eigner.. lt§0 •Am Be re n t; Leo Münz . .. 1,50 Au» Brauntchweig: ’ N. N. ... 3- Au» ßrütiow: ’ Erl. Meyrowitz 1 —, Frau M. Caspar! , Grete Caspar! —,50 ,;. 2 50 Au * Demut Dr. Ascher 5,-, Dr. Mo»« 3,-, Wohlmuth 1,—, Rosenkranz, Nüseenfeld, B. Fürstenfeld. t י י S, f'iirstiiifcld, Schlesinger, Reiß, Max R<«e bäum, W. (hddmann, W\v. Elias je -,50, C11 dorow, Georg Midielsohn, Binder, Josef Sch her, Giipeiilieim, N. Kapelnschnik, S. Ascher l? , A. Goldrnaiin 2, , Tokayer 2,—, Fr! GoliNchcider 1,50. Aus Duisbu rg: Frau Itcrminc Enstein 2,־ , Eduard Gelb- I, , Bernhard Halsband 1,50, Noc Cohncn 5,- 9,50, ab Spesen 2,-10. Aus Düsseldorf: H. Lagstein 3, , R. Adler ~ ,50 ... Aus F 11 e h n c: Dr, Paul Walther Wolf( 3, , Alfred Saling. A 11 s Königsberg: Familie Moritz. Brutzkus. Aus Leipzig: S. Goldbcrg, M. I lartel, J. Hönigsbcrge Fritz Apfel, A Montag, J. Film, A, Lcbin, l Eidelmnnn, E. Kcstcnbaum, Is. Schächter, Geb Kühner, B Rabenbasicr, A. Heilpem, S. Färbe B. I lepiier, M. Litwak, A. Solnik, M. Sobclinam Photograph A Mittelmann, A. Klar, stud, 1 Gorlinski, F. Nathansou, A. Blumberg, Ä Hirschowitz, M. Zucker, Dresden, L. ilialei Berlin, J. Schweizer, Zolkiew, S. Sicgmant; Radon, /. B. Goldbcrg, Wilna, je 1 —, J. Lehre з, ־~, Karl Grenitzer, Leipzig, Adolf Moses, Lon don, 2,50. Aus Mülheim (Ruhr): Adolf Arnfckf 3, , S Colin’3, - ... Aus München: Dr Dawid Deutsch grat. s Freunden nach trägl. z. Rösch Haschanah. Aus Nürnberg: Zahnarzt Alexander Singer 5,—, R.-A. Mai Stern .3,־ , Rechtsprakt. Nath. Kahn I,-- Dipl,-Ing. I. Lutzky I, , N. Üehar, M. kar fiol, Rafelmvicz u. Frau, Gebr. kuckcnstcin Alb. Weiehselhauin, kat/enberger, Dr, itied Lcwin, Leon Fricdmann u. Frau, Frl. Ham burger, Mendel Nußbaum u, Frau, P. Orden stein, Marie, Körösi u. Frau, S. Heinemanti и. Frau, Gcgcnhcrz u. Frau, A. Schuhmanii 11. Frau je 1,—.. ' Aus Stettin: Dr. Zade 3, , Ref. Meyer 2,50 Dr. Hugc Ascher 2, , Dr, Baer, H, Jacob Dipl.-Ing, Ladischensky, Zahnarzt Nathan, cand. med. Elater je I,-■■, cand jur Lelever, W. Rosenberg, B. Rosenberg, A, Levy, H, Pleß, Jul. Caspar! H. Paul, Kate Freier, Frl. •Samuel, Dora Baer M. Wolff je ,,50, W. Israel -,30, Frau Hohenstein ,50, Erich Levy 2,—, 20,80; abzügl. —,95 Spesen. Aus Wanne: S. Meyerowitz.. Aus Oberhausen: Max Bein. Zusammen Arbriterhelmstätten (Yemenitenhäus« 2. Breslauer Ycmcnitenhaust R.-A. Samuel Nothniann 10,- , W Löwenberg, 5,—, H. Fr., Ref. Richard Knoeh, Rabb, Dr. Klüger, S. Fuchs u. Fra», Oels, je 2,-- ....... Aus Hamburg: S. Pottlit/cr, II. Da!id ....... Zusammen aoldene» Buch Jules u. Alma Friedlander 1 Grete Klemann, Kattowitz .. Hcrzl-Club, Halberstadt! Friedrich Berger, Max Kober, Rudolf I),inziger, Breslau .... Prof. Dr. Drcyfuß, Straßburg! Leo Kuhn . Zusammen Organisationsfond« des MUrachi Albert Ellern u. F'rau, Nürnberg ..... Neujahrsablösungen in dieser Nummer! 1 Berichtigung. Die Ablösungen der Neujahrsglückwünsche Hamburg sind für die Ycnienitcnhäiiser best! Jüdischer Natioaalfond; Zentrale für Deutschland OtUModunftB ilad taiMhlleuUeh in richte# 1a Hirra M.« WolleUlner ChnriitS—h■»!. Km*«*»Im«« I. Von vielen Selten i»t dem Wunsdt Ausdruck geben worden, schönere als die bisher üblichen N Buchsen hersteilen zu lassen. Diesem Verlangen »prechend, hat das Hauptburcau des J. N.T.