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Jüdische Rundschau · 1913-09-19 · Heft 38 (19.9.1913) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVIII (1913)
Issue
Heft 38 (19.9.1913)
Date
1913-09-19
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 38 j UEDISCHE RUNDSCHAU Seite 407 nuug: ״Der XI. Z i 0 ת i s t c n ־ K ץ> ה ס r c ii in Wien״. Referenten: Die De le ff i e A c 11 und K o n ff r e ß t e H n c h in e r 13 e r I i n s. {'niste, f>;unen und Herren, willkommen, Eintrittspreis 2U l*f._ Die Scliekelblock־I 1111,1 ber werden ersucht, nv der Versammlung pünktlich zu erscheinen und ihre liloek.s mitzuhnugeu. Berlin• Am Sonn.'ihend, den 2t). September, :ibds. 1) Uhr. veranstaltet der Jüdische Turnverein Bar Kochba im Ticrgnrtenhof einen Vortragsabend über den XI. Z i o 11 i s t e n k o 11 ff r e ß u n d d a s I u b i l ä u m s s c h a u t u r n e 11. Als Referenten sind die Herren Rechtsanwalt Dr. Klee. l)r. Heinrich Lüwc und Herr Erich Hur in anfffcstellt. Im An- Schluß daran wird der Vorsitzende, Herr Rechtsauwalt G r e i f c n 11 a ff c 11, ein Referat über ״N a t i o - nalc Erziehung im |3ar Kochba, Aufgäbe und A r b e i t s m e 111 o d e“ halten. Wir bitten um recht zahlreiches Erscheinen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 25־ i׳i. erhoben. Berlin. Sonnabend, den 21). September, 81/״ Uhr abends, findet im Restaurant ״Ruhland“, Miitelstraik, eine Versammlung des Vereins ״Kadimali“ statt. Tagesordnung: 1. M. Großmann — ״Ergebnisse des XI. Kongresses“; '2. Freie Ausspräche; 3. Vcrcinsanffclcgenheiten, Man bittet um pünktliches Erscheinen, da der Saal nur bis 12 Uhr nachts frei ist. Gäste willkommen. Berlin. ״Eine Frühlingswandcrung durch Erez Israel“, lautet das Thema eines Vortrages, den Herr Rechtsanwalt Julius Heilbrunn am Montag, den 22. er., in den Unions-Festsälen, Grcifswalder Str. 222, im Jüdischen Verein Nordost, halten wird. Anfang 9 Uhr. Gäste willkommen. Berlin. Der ״Jüdische Ruderklub l v r ia ‘ veranstaltet am Sonntag, den 21. September, in Hirschgarten (Restaurant ״Aussichtsturm“), sein Abrudern. Diese Veranstaltung bezeichnet den offiziellen Ab- Schluß der Rudertätigkeit. Sic soll allen Verwandten, Freunden und Bekannten Gelegenheit geben, zusammen mit den Ruderern, die so manchen schonen Sommertag von ihnen getrennt sein müssen, einen Sonntag im Freien zu verbringen. Keine großen Uebcrraschungen sind geplant. Nur eine kleine ״Sclunalzffondd-Regatta“ im ״Einer mit Steuctfrau resp. -Fräulein“ soll neben üblichen Spielen und Tanz eine gemütliche Stimmung erwecken. Gleichzeitig soll das Abrudern ein kleines Bild von der Rudertätigkeit geben und so für die lauge Trennung entschädigen. Eine Auffahrt sämtlicher Boote, an der. sich auch die zum Wiener Kongreß entsandte Viererinannschaft beteiligen wird, soll das jüngst auf der Regatta Gebotene ergänzen und die — wohl ebenso schwierige Ausbildung der Mannschaften zu Lagerfahrten am Sonntag und mehrtägigen Touren zeigen. Natürlich hat mit dieser Veranstaltung das Rudern keineswegs sein Ende erreicht. Solange die Witterung cs irgend erlaubt, werden wie bisher an den Sonntagen, größere Fahrten unternommen, auf den Uebungsabcnden in der Woche die Junioren ausgebildet. Erst bei Eintritt der Kälte muß hierauf verzichtct und das Rudern im Freien durch Bassinrudern und Turnen ersetzt werden. Kattowitz. Sonntag, den 21. d. M., 3«/a Uhr nachmittag■;, findet eine Ausschußsitzung des zionistisehen Gruppenverbandes Obcrscblcsicn im Vereinszimmer des Hotel ״Kaiserhof“, Mühlstr., statt, Gesinnungsgenossen haben als Gäste Zutritt. Kattowitz. Mittwoch, den 24. d. M,, 81/2 Uhr abends, Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe im Saale des Grand-Hotels, Schloßstraßc: Referat des Herrn Rechtsanwalt Dr. Frankel - Beuthcn O.-Sdil, über die Verhandlungen und Vcranstai־ tungen des XI. Zionistenkongresses, Charlottenburg. In den Räumen des Jtid. Studenten- und Jugendheims findet während der hohen Feiertage Gottesdienst statt. Hierdurch soll namentlich der jüdischen Jugend, soweit sie nicht Möglichkeit hat, in die Synagogen zu gehen, die Gelegenheit geboten werden, an einem Gottesdienstc teilzunchmcn. Eintrittskarten sind zu haben nur im Studenten -und J ugendheim, Grol• rnanstr. 28. Tel. Stpl. 8002. Leipzig. Der Leipziger Kongreßtag, der am Sonnabend, den 30. August 1013 stattfand, gestaltete sich zu einer bedeutenden Kundgebung für den zionistischen Gedanken. Lebhaft begrüßt von der stattlichen Versammlung, wies der Leipziger Konreßdelegicrtc, Herr Rudolf Schick- Leipzig, auf ic Einmütigkeit der zionistischen Bewegung hin, wie sie sich im Kongreß am glänzendsten demionstrierc und erteilte darauf Herrn Rechtsanwalt G re if e n h a gen-Berlin das Wort zu einem Vortrage über die ,,Fortschritte der zionistischen Weltorganisatlon“. In begeisterten Worten schuf der Redner vor seinen Hörern ein packendes Bild von der ge- ־waltigcn Ausbreitung des Zionismus, beleuchtete den imponierenden Stand der Siedlung«- und Finanzierungsinstitute, erinnerte an die unermüdliche Nationalfondsarbeit, legte dar, daß wir dieses Jahr eine Zahl von 130 000 SchekelzaljJcrn erhoffen, daß jeder Zionist ein Kämpfer sei, 1#der jederzeit cinstehen l müsse mit Rede um! Tut für seine Ideale und sprach 1 zu uns in fesselnden Au׳: liihrungen vom uneiitwegton, zähen Vorwärtssclireiten der!,,׳.läsfina-Arbeit. Ein Ucberblick über die seelischen Grundlagen des Zioiiismus in Westeuropa, über den Kamp! gegen die Blasierten' und Entnervten, g;1b dem Redner willkommenc Gelegenheit, von der verheißungsvollen Entwicklung des jüdischen Turnens zu sprechen. Wir hoffen, dal) sciue Anregungen in Leipzig einen günsiigeu Boden gefunden luilien. Auf die zionistische Betätigung int Gcmciiulcwescn eingehend, unterzog der Referent die Ansliimlerlrage einer gerechten Würdigung und erteilte in schmier Kritik der verlogenen Kampfesweise ״liberaler“ Gemeindcpolilikcr die längst verdiente Abfuhr. ׳ Das Schlußwort galt dem Kongrell, der zum ersten Male von einer Groß«emeindc in einem jüdischen Zentrum offiziell begrübt wurde und der jüdischen Zukunft, dem neuen ruh 111 reichen Leben des jüdischen Volkes im alten Lande. Nachdem der brausende Beifall verhallt war, brachte Herr Louis Tuinpowsky in warmherziger Ansprache die Stimmung der Leipziger KougrciSwaUler zum Ausdruck. Einstimmig wurde sodann mit Jubel und Begeisterung folgende von der Ortsgruppe vorgeschlngcnc, von Herrn Schick verlesene, an den Kongreß gerichtete Resolution angenommen: ״Die Zionisten Leipzigs begrüßen den XI. Kongrell der Zionistischen Weltorganisation in Wien aufs herzlichste und wünschen seinen Beratungen guten Erfolg. Sic hoffen, daß er ein Merkstein in der Weiterentwicklung 'der zionistischen Bcwegung sein wird und versichern den Kongreß ihrer unerschütterlichen Treue und Anhänglichkeit zur zionistischen Organisation.“ Die zum Schluß des Kongreßtages veranstaltete Zentralfondssammlunff ergab ein. günstiges Resultat. Leipzig. Am Freitag״den 20, August 1913. wurde auf dem Leipziger Gemcindcfriedhof die Leiche des Herrn Albert Wo I p i z ck zur letzten Ruhe gebracht. Der Verstorbene war im Alter von bl Jahren jn Meran, wo er vergebens Heilung gesucht hatte, einem schweren Leiden erlegen. Seine Menschenfreimdliclikcit hatte’ ihm große Beliebtheit erworben. Als langjähriger Vorsitzender der Chewra Kadiseha versah er mit aufopfernder Treue sein mühevolles Ehrenamt, Im Geincindckollcgium waren seine Be- Strebungen stets auf Versöhnlichkeit gerichtet. Am Grabe des edlen Mannes und aufrechten luden trauerteil viele, denen er in schwerer Stunde ein teilnnhmsvoller Freund und uneigennütziger Wohltäter gewesen war. Leipzig. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinde zu kräftigen, einen regen Gedankenaustausch herbeizuführen und der stetig sich vergrößernden Leipziger Gemeinschaft den langersehnteil geistigen Mittelpunkt zu schaffen, hat der Hilfsverein israelitischer Gewerbetreibender zu Leipzig (J. I’.) ein neutrales Lokalblatt, die ״Zeitschrift des Hilfsvercins israelitischer Gewerbetreibender (J, P.) um! für die Interessen des Judentums“, begründet, die unter Leitung von Jacques Adler- Leipzig einmal monatlich, in einer Auflage von 201)6 Exemnlaren erscheinen wird. Auf Wunsch wird sic jedem Interessenten bis auf weiteres unentgeltlich übersaiuit. Die erste Nummer vom 1. September 1913 enthält neben einem Einführungsartikel u. a. Aufsätze über die Rechtsverhältnisse der sächsischen israelitischen Reügionsgcmeindcn sowie über, die Reform des jüdischen Geschichtsunterrichts, ferner einen genauen Gottcsdicnstkalcndcr, Hinweise auf Vereins- Veranstaltungen, außerdem eine umfassende, vollständige ״Leipziger Rundschau des jüdischen Lebens“. Zur Mitarbeit sind hervorragende Persönlichkeiten in der jüdischen Bevölkerung Leipzigs bereits gewonnen worden. Plauen. Die Plaucncr Gesinnungsgenossen treffen sich zwanglos jeden Donnerstag Abend von 9 Uhr ab im Cafe Central, Plauen, Neundorfcr Str. Gncscn. Infolge der Bemühungen des stellv. Vorsitzenden Herrn Eugen Oelsner und der hie- Riffen national-jüdischen Studenten ist die hiesige Zionistische Ortsgruppe zu neuem Leben erwacht und konnte am 3. 11. M. mit der ersten Veranstaltung seit langer Zeit, mit einer Herzl-Fcier, hervortreten. Nachdem Herr Oelsner im Namen der Ortsgruppe die zahlreich Erschienenen begrüßt und auf die Bedeutung des XL Kongresses, hingewiesen hatte, ergriff Herr Ludwig Franz Meyer (V. JjSt.) das Wort zu seinem Referat: ,.HerzI, der Mann und sein Werk". Es gelang dem Rcancr in meisterhafter Weise, das Bild des großen Mannes und seines Wirkens insbesondere auf die Jugend zu zeichnen. Die gespannt lauschenden Zuhörer dankten den begeisterten und begeisternden Worten des Herrn Redners durch stürmischen Applaus. Nachdem sodann Herr Bruno Powitzer (V. J. St.) in ausdrucksvoller Weise ans den Werken Herzl» vorgetragen hatte, schloß Herr Oelsner mit einem warmen, zu Herzen gehenden Appell an das Pflichtgefühl und den Willen jedes Einzelnen die eindrucksvolle Feiere — Die Vcranstaitung war wollt die bisher bcstgclungcnc zionistische an unserem Ort, die •Wirkung auf die zahlreich erschicncncn Nichtzionisten groß; wir haben gelernt, wie wir die hiesige' jüdische Gesellschaft für unsere Ideen interessieren können. Posen. An! Sonnabend, den 30. August, fand hier der Kongrcßtag statt, Herr Dr. Salomon (K. Z. V.l hielt das Referat, ln klarer, woftldurchdachter Rede gab der Vortragende ein Bild von dem historischen Entwicklungsgang■״ des Zionismus, verweilte des längeren• bei der Persönlichkeit Kcrzls und kam dann auf die. gegenwärtigen Strömungen in der Bewegung zu sprechen. An die Ausführungen des Dr. batomon schloß sich eine länger«, recht anregende Debatte, an der sich außer dem Leiter der Versammlung, Herrn Karcski Herr Neuma r k und Herr Lehrer Auerbach beteiligten. Letzterer kritisierte in eindrucksvollen, stellenweise recht scharfen Worten die jüngsten Vorgänge im Zionismus, während Herr Karcski seiner Freude über Nord,וus Pariser Rede Ausdruck gab. Zum Schluß wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: ״Die Zionisten der Stadt Posen, am 30. August nun Kongreßtage versammelt, erneuern ihr 13ckeusitnis zum Baseler Programm und versichern ihre unverbrüchliche Treue zur Organisation des Zionismus. Sie begrüßen den XL Kongreß als die gesetzmäßige Vertretung des jüdischen Volkes und wünschen und hoffen, daß seine Verhandlungen in der Stadt unseres unvergeßlichen grollen Führer« auch von dem Geiste Theodor Herzig beseelt sein!neigen zum Segen für unsere Bewegung und für unser Volk.“ Für den Zcntralfonds wurde ein größerer Betrag gesammelt. Ein gemütliches Beisammensein beschloß den Abend. Wiesbaden• Zionisten treffen sich jeden Mittwoch abend um 9 Uhr im Cafö Berliner Hof. München. Die Mitglieder der Zionistischen Ortsgruppe haben seit geraumer Zeit ihren Stammtisc ו im Cafd Luitpold, Öricnnerstraße, wo sie sich jeden Donnerstag, um V29 Uhr abends, treffen, Auswärtige Gesinnungsgenossen und Freunde sind als Oäste stets willkommen. Stuttgart. Am 11. September hielt Herr Dr. Lo eb-Ahrweiler, der uns auf seiner Rückreise vom Kongreß hier besuchte, einen Vortrag über den XI. Zio nisten ko ngrcü in der hiesigen Zionistiselten Ortsgruppe. U. a. regte der Referent an, sich init der Frage zu befassen, das passive Wahlrecht nicht mit 24, sondern mit 23 Jahren zu verleihen. In der lebhaften Diskussion sprachen die.Herren Schwarz, Dr. Scltlcsinge ז, Hutwitz. Schluß de« redaktionellen Teilt. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst! Freitag, 19. September, abends: in allen Synagogen 6'/4 Uhr. Sonnabend, 20. September, vorm.: in der Alten Synagoge 8y» Uhr, in der Kaiserstr.- und Rykestr.-Synagoge 9 Uhr, in den anderen Synagegen: Frühgottesdienst 7»/» Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr. ־ Predigt: Alt« Synagoge: Rabb. Dr. Pctuchowski. Synagoge Kaiserstr.: Rabb. Dr. EscheIbachcr, Synagoge Rykcstr.: Rabb. Dr. Levvkowitz, Synagoge Linden str.: Rabb. Dr. Blumenthal. Synagoge Lützowstr.: Rabbiner Dr. Bacck (Schrifterklärung). Synagoge Fasancnstr.: Rabb. Dr. Hochfeld. Jugendgottesdienst: Synagoge Ryke- Straße, nachm. 4 Uhr: Rabb. Dr. Bergmann. Abendgottesdienst (Sabbatausgang): 6 Uhr 53 Min. (Mincha i/3 Stunde vorher, in der Alten Synagoge 5 Uhr). Gottesdienst an den Wochentagen: morgens: in der Alten, Kaiserstr.- und Rykestr.־ Synagoge 6>/a Uhr, in den anderen Synagogen 7 Uhr; abends: in allen Synagogen 6 Uhr. Ji&iscter Nationalfonds 1 Zentrale für Deutschland 1 Gcldieodtinfen •iod tmtclilieiiiich su richten »n Horm ( I«*Woliit*lD*r ChfcrlotUoburj[, KoscUr-Slraft« §, Wir machen darauf aufmerksam, dass dl• AbUisungsspenden, deren Veröffentlichung noch in der *um Fest erscheinenden Nummer erfolgen soll, bis zttm Freitag, den 26. d. Mts.,׳ abroaandt sein müssen. Spater als Sonntag, den 28., hier eintreffende Ablösungsbeträge können nicht mehr für diese Nummer berück« sichtlgt werden. Jüdischer Natlonaltonds, Zentrale für Deutschland. M. Die Z. O. O. Rybnik statt Begrüßungstele- : gratnm z. Kongreß.9,50 Pat!!*E r 1« n g c r, Freiburg •.2,— Aus d. Hohensnlzaer Spendenbuch! Moritz Dobrzynski, Hohensalza, an s.;91, Oeburtstag .. , . ' .׳ .׳ . . .׳.20 ..• — Paul Sulzberger (V.J.St.), Wiesbaden, kond. seinen Bbr. nbr. Bi le sk i s, Hammer, dankt Max Fürth,grat. Karl Kahn z. Exam., \

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