Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 32 (8.8.1913)
- Date
- 1913-08-08
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2651815-2651848--09094-2666395- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 3J2 IUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. ־J2 Berlin. Die Berliner Zionistische Vereinigung hat Frätik n cand. rer. pol. Marie Davidsohn als Sekretärin angestellt. Das Hurean heündet sich pro* visorisch ins /um 15. August Clurlottciislr. 21 11. Leipzig• Der Zionistische Jußendverein zu Leipcröltnele die Reihe seiner Augustvcranstalttmgcn zipr Vortrag des am Sonntag, den 3. d. M., mit einem Herrn Dr. Brodetskv über ״kasscntlu'orie un d Z i o n i s m u s“. Die interessanten Ausführungen des geschätzten Redners fanden lebhaften Beifall. Köln. Eine überaus würdig verlaufene Gedenkfeier den Manen unseres grollen Her/ls gewidmet, führte am Dienstag' abend der vorletzten Woche die Mitglieder und zahlreiche <»äste des Hcrzl-Khibs zusamivicn, Nachdem der Vorsitzende, Herr Hei!hold Hai len st ein, einige begrüßende Worte gesprechen, brachte Frau Bertlm M a m i o k ein Adagio von Mozart für Violine stimmungsvoll zu Sivlior, von der Pianistin Fräulein Lina l.inz am Klavier begleitet. Dann folgte der Vortrag des ״El lnoleh rachmim“ des Herrn Seminaristen R u 11 a, Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die geistvolle Rede des Herrn Dr. Jakob Klatzkin. Nach einer kurzen Pause las noch Frau Justizrat Dr. Apfel aus lierzls philosophischen Erzählungen ,,Das Luftschiff“, ein im Jahre IS'lh geschriebenes, heute recht aktuell anmutemles Feuilleton vor, wobei rhe Vortragende diesem tieisinnigen und in stilistischer Hinsicht ausgezeichneten Stück in jeder Beziehung gerecht wurde. Reicher Beifall wurde der Vorleserin auch für zwei Gedichte auf Hcrzl, von Zangwill und Huklscltiner, zuteil. Den AhsehluiS des Abends bildctc der gemeinsame Gesang der Hatikwah. Auf die Namen der Mitwirkenden wurden üclhüumc gestiltct. Straßburß. Am Montag, den 7. Juli, sprach Herr Parteisekretär Kurt Rosen hau 11t in der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe über die Aufgaben des XI. Kongresses. Eine interessante Diskussion, in der hauptsächlich die Wünscltc der Straßburger Zionisten an die Leitung vorgebracht wurden, schloß sich an die mit großem Beifall aufgenoituncne Rede des Herrn Rosen ha um. - Am Donnerstag, den 21. Juli, veranstaltete die Zionistisch« Ortsgruppe im Säule der Unitas-Loge eine Hcrzl-G c d e 11 k f c i e r. Nach einem kleinen Präludium hielt Herr Lucicu Dreyjus die Festrede über: Hcrzl, als Persönlichkeit. Itt kernigen Worten und geistvoller Rede schilderte er die Persönlichkeit Theodor lierzls und seine Bedeutung für das jüdische Volk. Ucher seine persönliehen Erinnerungen an I lerzl sprach sodann unser lieber Bcrtltold Tciucl und erireuU• durch seine «cltöiicii, iuliallsicicltcii Worte ehe Anwesenden, die in selten großer Anzahl erschienen waren, Line Sammlung ergab 4 Bäume. Stuttgart. Am Samstag, den 5. Juli, sprach in einer internen Versammlung der hiesigen Zionistisehen Ortsgruppe Herr Parteisekretär Kurt Rosenbäum über ״Die Aufgaben des XI. Kongresses“. Wiesbaden. Zionisten treffen sich jeden Mittwoch abend um 9 Uhr im Cafe Berliner Hof. Marienbad. Unsere zionistische Sache hat hier einen großen Abend gehabt, Herr Blitz aus Charlottcnburg kam nach Marienbad, sammelte die zur Kur anwesenden Zionisten und veranstaltete einen zionistischen Abend, au welchem er eitlen Lichtbildervortrag über ״Palästina, Land und Leute“ hielt. Der Marienbader Rabbiner, den Herr Blitz für die Sache interessierte, leitete die Versammlung mit einer Ansprache ein. Hierauf begann Herr Blitz seinen Vortrag. In Wort und Bild führte er das Publikum durch Palästina, Er sprach so fesselnd und so anschaulich, daß sich jeder in das Land versetzt fühlte. Der Vortrag!unterlieft einen dauernden Eindruck. Leider war infolge anderer Veranstaltungen itn hiesigen Kurplätze die Versammlung nicht so stark besucht, wie sie es verdient hätte. Bad Kissingen. Eine Reihe in Kissingen weilender Gesinnungsgenossen aus Rußland mit dem Dirt'klor des jewish Colonial Trust, Herrn M, Feldstein, an der Spitze, haben einen großen Vortragsabend zugunsten des Hilfsvereins des Jollos-Komitecs in Berlin, das als Hilfsorganisation für jüdische Studenten aus Rußland gegründet wurde, veranstaltet, Herr Leo Motzkin, Mitglied des Actions-Coinitcs, hielt ein überaus gelungenes und mit großem Beifall aufgenommenes Referat, in dem er die gegenwärtige Lage der ostjüdischen Studentenschaft schilderte. Nach dem Referate des Herrn Motzkin ist eine Sammlung eingcleitct worden, die bis jetzt bereits die Hohe von 4000 M. erreicht hat. Die Sammlungen werden fortgesetzt. Einen sehr großen Anteil an dieser Arbeit nahm der in Rußland überaus populäre Herr Gcheimrat T eitel aus Saratow. Königsberg. Donnerstag, den 31, Juli, fand eine Versammlung der hiesigen Schekclzahler statt mit der T agesordnung :AusspraeheübcrdicKongr c B wählen. Die Versammlung wurde durch ein Referat des Herrn Rechtsanwalts Dr. Berlowitz ״Ueber Fragen des XI. Kongresses“ cingclcitet. Da die Provinz — außer Königsberg — diesmal mehr als 400 Schekel aufgebracht hat, beschloß die Ver- Sammlung von den beiden dem Grunpenverbaiide zustehenden Delegierten den einen als Vertreter von Königsberg, den zweiten aus der Reihe der Zionisten ui der Provinz als Vertreter der Provinz-Schekelzaliler zu nominieren, und die Wahl der nominierten Herren den Wählern zu empfehlen. Die Versammlung nomi* n1e»fc als Delegierte die Herren Dr. W. Stein und Dr. Wintritz, Dtsch. Eylau. Bielitz. Der Studententag der mähr.-schles. FerialVerbindungen findet heuer in Olmütz in der Zeit vom 22. bis 24, August statt. Die T a g c s o r d n u 11 g ist folgende: 1. Begrüßung durch den Obmann, Herrn Bernhard Würbik. 2. Rechenschaftsbericht des Arbeitsausschusses, gehalten vom Obmanne. 3. Organisationsreferot, gehalten von der jüd.-akad, Ferialverb. ״Emtmah“ Bielitz. 4. Wie soll eine Ferialverbimlung beschaffen sein, gehalten von der jitd.-aknd. Ferialverb. ״Gamala“ Göding. 5. Paliistinareferat (1 lebräischkiirs 11. Zion. Ausbildung), gehalten von der jüd.-akad. Ferialverb. ״Hcssiana“ M.-Üstrau, 6. Jugenderziehung tmd Sport, gehalten von der jüd.-akad. Ferialverb. ״I lebrottia“ Nikolsbürg. 7. Stellungnahme der jüdisclinatioiialen Studenten Mährens und Schlesiens zu den Andersnationalen dieser Kronländer, gehalten durch die jüd.-akad. Ferialverb. ״Lnetitia“ Boskowitz. 8. Evcntualia. s3 TRiBi/ene Uns wird geschrieben: Die Ausführungen des Herrn Dr. Landau in der vorigen Nummer dürfen nicht unwidersprochen bleiben, damit es nicht den Anschein hat, als seien seine Ansichten über die' jüdische Jugendvcrcittsbewegnng die offiziell-zionistischen. Die Jugend vereine haben ganz unbestritten das Verdienst, daß sie ein sehr großes Stück sozialer Arbeit leisten. Aber dieses Verdienst würde sie nicht existcnzbereditigt machen, wenn sie tatsächlich den Indiffereutismus unter der iüdischen Jugend großzögen. Den Beweis dafür bleibt Herr Dr. Landau aber schuldig, und gerade wir Zionisten sollten uns hüten, in den Fehler vieler unserer Gegner ztt verfallen, mit bewcislosen Behauptungen zu operieren. Meines Erachtens ist der Begriff ,,Neutralität“ keineswegs eine verschwommene Bezeichnung für Indifferentismus. Er drückt klar die Tendenz der Jugendvcreiusbewegutig aus, das Trennende zwischen den verschiedenen Parteien im Judentum keinen Einfluß auf sich gewinnen zu lassen, um dafür das zu pflegen, was sie alle einigt. Sie will die jungen Leute zusammensclilicßcn, um ihnen jüdische Kenntnisse zu vermitteln, sie körperlich zu ertüchtigen und ihnen Gelegenheit zu einer edlen Geselligkeit zu geben. Sofern die Jugetulvereinsmitglieder überhaupt mir dazg veranlagt sind, zu Streitfragen irgendwelcher Art Stellung zu nehmen, werden sie durch den Zusammensdtluß mit jüdischen Altersgenossen vcrschic* dencr Anschauungen, durch belehrt-mle Vorträge ji'ullstlteu Inhalts, an lutere *se Ihr das Judentum gewmmii und jüdische Zeit- und Streitfragen werden ihrem (icdnnkcukrcise nähergerückt. Daß die bestehenden 48 Turn-, Wander- und Sport-Vereine noch unbedeutend sind kann nie der Gegenstand des Spottes für tms Zionisten sein. Wir halsen neben der Anschauung, daß eine endgültige Lösung der Judenfrage nur durch den Zionismus möglich ist, ein weitgehendes Interesse daran, daß in der Zeit bis zur Verwirklichung unserer Ideale das vom Ghetto ausgemcrgeltc jüdische Volk wieder erstarke. Wir sollten uns freuen, daß den jungen Juden i!rt deutschen Reiche eine solch 48 fache (Je- Icgcnhcit geboten wird, ihren Körper zu stärken, und wir sollten nur wünschen, daß sie von dieser Gelegenheit in Zukunft weitaus mehr Gebrauch machen, als sie es bisher taten. Es bestehen zwischen dem Zionismus und der jüdischen Jugendvcrcinsbewegnng im Prinzip keine Reibt!itgsflächen irgendwelcher Art. Und mir dann haben wir Zionisten Veranlassung zu energischer Abwehr, wenn in irgendeinem Falle irgendein Jugendverein statutenwidrig ins Schlepptau von Zionistengegnern oder ins Fahrwasser einer antizionistischen Partei gerät, M, T r c u. Wir machen unsere Leser besonders auf das Inserat des ,,Jüdischen Verlages“ in dieser Nummer aufmerksam. Eine Reihe neuerer und älterer Schriften, welche die Beachtung eines jeden Zionisten verdienen, wird dort augepriesen. Schluß des redaktionellen Teil*. Jüdischer Nationalfonds Zentrale für Deutschland G«ld»eodun(en sind i111*chhcs»Hch zu richicn an Herrn MiiWolUtalacr Ourlollcnburf, Ro«cher*StrtB« J, Zum XI Kongreß zlon. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst! Fre i t a e 8. Aug ust, abends: in allen Synagogen 71/3 Uhr, Sonnabend, 9. August, vorm.: in der Alten Synagoge 8V* Uhr, in der Kaiscrstr.- und Rykcstr,- Synagoge 9 Uhr. in den anderen Synagogen: Fruhgottcsdicnst 7!/, Uhr, Hauptgottesdicst 10 Uhr, Predigt: Synagoge Fasancnstr.: Rabb. Dr. Bergmann Abendgottesdienst: 8 Uhr 35 Min. (Mincha V2 Stunde vorher, in der Alten Synagoge 5 Uhr) Gottesdienst an den Wochentagen• morgens: in der Alten-, Kaiscrstr.- und Rykcstr O ״,lK0ß>c ö]/2 Uhr, in den anderen Synagogen 7 Uhr, Abends: in allen Synagogen: fuhr Gottesdienst am 9, Ab. Montag, 11•August, abends: in ■allen gogen 81/2 Uhr. D'*Kaiscrstr 1 ״'n urf ^8!־01™ יeens: in der Alten-, Kaiscrstr.- und Rykcstr.-Synagoge 6*/» Uhr in anderen Synagogen f dir. Abends: £ Synagogen 7 Uhr. ״ ״ den allen Syna- Alle zionistischen Körperschaften und ^nöglictwt viele Einzelpersonen sollten die bevorstehende Tagung des jüdischen Volksparlamcnts durch Telegranime des Jüdischen Nationalkmds begrüßen. Wo ein Kongreßtag abgehoben wird, ist die Gelegenheit zum Verkauf unserer Telegrammformulare von selbst geboten, in allen Ortsgruppen aber sollten sich unsere Vertrauensmänner mit einer genügenden Anzahl von Telegrammen versehen, und für deren Absatz bei unseren Gesinnungsgenossen rechtzeitig und cnergisch Sorge tragen. Durch einen recht zahlreichen Einlauf von N. F.-Telcgramitien, wie wir ihn anstreben, dokumentiert sich nicht nur die Einmütigkeit vieler Tausende unserer Freunde in allen Ländern, sondern es kann damit gleichzeitig auch eine wesentliehe Einnahme für unseren Volksschatz geschaffen werden. Die Absender aller bei dem Kongreß ei n tr c f f e n d e n N. F.-Tel egram m c werden in der ״Welt“ publiziert werden. Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds, Köln, Ncumarkt 33. Es kommt immer noch vor, daß Büchsen länger als sechs Monate nicht geleert werden. Dies kann nur inöglich sein, wenn wir über die Existenz der Büchse nicht unterrichtet sind. Wir bitten daher, uns in derartigen Füllen durch Karte zu bestachrichtigen ׳, die Leerung wird alsdann durch un* veraulaftt werden. Jüdischer Natlonalforuls, Zentrale für Deutschland. M S. Drei i Us s. Referendar Warburg und Hermann Finn als erstes Zeichen ihrer /ionistischen Tätigkeit in Magdeburg.1,— Dr. Hans Mühsam. Berlin.29,— Dr. med. Bambfcrger, Kissingen, grat. nachträgl. Dr. Sandler u. dankt Joffe 3,— Dr. Jakobsohn. Erfurt, gratuliert Dr. Emil Cohn ..1,— Dr. S. H i I d e s h e i in e r u Frau, Bei litt, grat. Herrn u. Frau Dr. H. G. H e v in a n 11 zur Geburi des Sohnes . . . ..1,— Albert Suike. Gnescii, bittet Bruno Powitzer (V. J. St.), Breslau, tun Entschuldigung, Sicgfr. Fröhlich u. Frau, Ratibor, grat. Dr. Pinczower und Frau, Kattowitz hcrzl. Ucbcrschuß aus der Kegelkassc, Kitzingen, R.-A, Wilk u. Frau, Grone, koml. hcrzl. Adolf Kador Königsberg (uni. versp.j, S. M. Fleisch mann, Hamburg, aal. d. Flocltzeit v. R.-A. Tannenwald - Erl. P c Is , R,- A. Dr. Cassirer, Berlin, als Buße f. verspätete Abführung einer Spende, je - ,50 . . . 3,— Dr. Hans A4 ü 11 s a in Berlin, dankt Onkel, Neffe, Nichte für Geburtstagsgratulationen . 4,— Dr. Ru eck Eichstcttcn gratuliert s. I. Bbr. Dr. Pinczower. Kattowitz, z. Geburt sein. Knaben.1.— E. T. grat. nachträglich Dr. Renzer, Berlim zur Vermählung.1,— Dr. jtir, Jos. Rothstein Berlin, grat. s. I. Freunde Artuhr Calin z. best. Examen 2,— Fritz S c c l i g Heidelberg, grat. Jul. Frohlieb (V. j. St,), Heidelberg zum Physikum 1,— An einem gemütl. Abend b. Georg K r 0 in 0 - tnolowskis, Berlin, gcs. d. Erna Kromo 3,50 Frau Bella E 11 c n d rti a n n , Gotha, dankt d. Redakt. d. ״Jüd. Rundschau“ f. frdl, erteilte Auskunft z. 11. Sivan, 1 - -, j. EUendmann, Gotha. Neder —,50 .1,50 Dr. A. Reh, Straßburg, grat. A. Stein, dankt Referendar A, Stein u. A. Adler f. Komlolation .3,— Isaak Fischer-Fondss Ges. b. Dr. Fischer, Königsberg, anl. d. Zude d. kl. Rudolf: Gebr. Fischer 60,—, Leopold Artus, Pr.-Stargard —*,100... . —׳,40 Hch, Wertheimer Kitzingen, begrüßt Frl. NaBbaum. Hamburg als Qcsinnungsgcnossin 1,- , dm. grat. Isi Schur z. bestand. Examen j __ t 2 •—* Edm, Nuß bäum, Willi Stein, Max Fleisch mann, Otto Sichel Kitzingen, je >—,50, desgl.. 2,— Dr. Edelstein u. Frau, Bonn, grat. z. Verlobung Grete Kaufmann-Dr. Emil Cohn 2,— Gertrud Levy, Berlin, grat. Farn. Cohn. R.-A, Jean Lachmann grat. Rabb. Dr. Emil Cohn .... 1,—