Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 30 (25.7.1913)
- Date
- 1913-07-25
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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L .3 1/r*m**l ף \f ף י כ*",— Lj L iw *Sjfi •.״*•**־*■' י״י^יף ־ ft/t XVIII. Jahrgang t!^cr Zlonlamu■ erstrebt für da■ Jüdische Vollt die Schaffung■ olscr ö”fc1aiI!ca1־rochtilchseclcL10rteaHct1tt.»t!ltto in Palästina.“ Baseler Programm! |F3i^Y ' (jr*' Der XI. Kongreß in Wien wird eine machtvolle Demonstration des zionistischen Gedankens sein. Er wird uns und der Welt beweisen, daß wir uns mit Recht die einzige Vertretung des jüdischen Volkes nennen, durch die das zerstreute Volk sagt, was es braucht und was es will. Wir haben daher alle Veranstaltungen zu treffen, um der ganzen Welt deutlich und unüberhörbar kund zu tun, was das im Zionismus verbundene jüdische Volk fordert. Wir müssen . die Kundgebung des jüdischen Volkes, die aus den tiefsten Bedürfnissen seines Wesens und seiner Lage geboren ist, durch unsere Organisation in eine Form fassen, an deren Deutlichkeit nicht der böse Wille unserer Gegner und nicht die Abgestumpftheit der Abseitsstehenden rütteln kann. Wenn in Wien die Delegierten der zionistischen Organisation zusammen* treten, von einem Willen beseelt, und wenn in diesem Augenblicke wieder die Hoffnungen und Erwartungen unseres Volkes auf ihrer Versammlung ruhen, soll sich J jeder Zionist und jede zionistische Gruppe nochmals zum zionistischen Parlament des jüdischen Volkes bekennen. Deshalb fordern wir unsere Organisationen auf, unmittelbar ׳ vor dem Kongreß einen zu veranstalten. Wo immer Zionisten Zusammenkommen können, sollen sie sich zu einer gemeinsamen Kundgebung vereinen. Sie sollen sich miteinander und mit der Wiener Tagung, über der Herzls Geist schwebt, solidarisch erklären. Wir wünschen und hoffen, daß die Zionisten der ganzen Welt sich in einer machtvollen Kund* gebung zusammenfinden, deren Größe die Bedeutung unserer Bewegung widerspiegelt. Die Tat wird das Wort erhöhen, wenn bei dieser Kundgebung unsere Or* ganisation eine materielle Stärkung erfahrt, wenn jeder unserer Freunde gleichzeitig einen Betrag dem Zentralfonds widmet, der den Bestand unserer Organisation und die Ausführung ihres Willens über alle Gefahren hinaus sichern muß. Die Formen dieser Kundgebung können verschieden sein. Die Einheit muß im Geiste liegen. Das Engere Actions-Comite der zionic iü . 4. 8 inn Prof. Otto Warburg Dr. Jacobson Dr. Hantke Dr. Lcvln M. Sokolow Ausweis Schekeh Göttinger! 5,—, Nordhausen 1—Witten (durch Ortsgruppe Dortmund) 8,—, Mannheim 5,—. Lübeck 10,—, Stettin 75,—, Dortmund und Umgegend 35,-, Obcr-lngclheim 7,—, Gera 1.—, Nürnberg 60—, Erlangen 1,-, Brandenburg a. H. 2 -, Zionistische Frauengruppc Königshüttc 110,—, Wiesbaden 2 —, Königsberg 68,—, Eydtkuhiieii 20,—, Ocls 2.—, Ikr- 1*״ (Hasmonäa) 18,—, Heidelberg 6,--, Hamburg- Altona 120,—, München 97,—, Wesel 7—, •Ruthen Erfurt 20,-, Berlin 59,- M. Schekel 1912: Lübeck 16,—, Dortmund 1,— M. Landcsorganlsatlonsbcltrilge 1 ״!•Ortsgruppen: Güttingen 3,-, Nordhauser! ־'.ג, Ober-Ingelheim 19—• Ocfs 2,—, Berlin üi:“T monSa) 31,—, Heidelberg 3,—, München 222 -, Dortmund 20—, Beuthcn 3,60, Erfurt 15—, Berlin 20—, Chemnitz 60—, Breslau (Einzelbcitrag) 3,—, Emden (Emzelbcitrag) 4—, Lissa (Einzelbeitrag) 3— M 2. Einzelpersonen: Albert Sachs, Königs• "*,X Architekt I. Jacobowitz, Breslau, II, Rate 3«־־־, R.-A. Dr. Jacobi 11 10—, R -A. Jonas, Köln 10»—י R.-A. Dr. Schreuer, ulogau, II. Rate צ,—. Frau Fanny Hurwitz, Königsberg 10׳— Louis Stern, Trier 15,—, Alois Nntrler, Hcgem'burg־, II. Rate.10—, Leo Roscnblatt, Rcgcnnburg 10,—, Assessor Dr. Weil, Straß bürg 5.., Kunstmaler Jacob Nußbaum, Frankfurt a. \\, 10,-, S, Schochen jr,, Zwickau, II. Rate 50, - J. Scluvchel, Zwichnu 16—. Dr. Königsberger, Mülheim a. Ruhr 5,—, Moses Marx, Berlin 75,—, Frau Ida Marx, Berlin 75,— M, 3. Gelegentliche Spenden; Zionistische Vereinigung Re ׳ui;,bürg 10.-•״- M. Eingang vom 17. lös .*1111 19131 Schekel 1912: 17—-*Vi.; b c 11 e 1: e 1 1013: £02—- M. Lan* d e s ן ס• g a 11 i t; n 11 o n s b c 11 r li g c: 729,(10 M, Gc:mmtcl:tg;;n/:f Schekel: 6183,25 M., dazu direkt beim Klou •,׳.iVelun 711 ■׳:r;;lburenu ,eit!gegangen: 357,— M., riicainuicit 055,25.׳ M, Landcaorganisationsbeitritge; 105>׳j,97 AL Berichtigungen. ln Nr, 29 der ״J. R." v/rm 23,— M. Schekel aus Myalov.’iu;,u ׳::«■'vie'csi, *e;'»;1!׳.::-i S— M. für Landesocitr.i'c l:t .*.ir1::׳t waren. Feiner war 1— M. Schekel aus P\;״. ge wie״!׳, witSircziii der Be* trag für Lsrnlw 81; ':,c b:-::1.:.־.:nt war. Dagegen waren 5,— M.;!׳*; Beitrag für du; Orgariisatioiiifonda von Herrn Alois Natzler-Regensburg ausgewiesen, die für Schekel bestimmt waren. Die Additionen sind entsprechend geändert worden. Die in Nr. 26 ausgewiesenen 6— M. von Dr. 'Vi׳׳tritz-l>tscl1.-Eylau waren nicht als pcrsönlidier Beitrag für den Organisationsfonds, sondern als Landesbeiträge der Ortsgruppe Dtsch-Eylau gedacht. Die Addition bleibt hierdurch unverändert. Adresse für Geldsendungen: Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto: Berlin 8091, Bankkonto! A. H. Heymann & Co., Berlin w 56, Hinter der Katholischen Kirche 1. Patentpatriotismus Von Dr. Ernst Hamburger. Die Gegner des Zionismus machen in der Regel Anleihen bei der Terminologie der deutsehen Politik, wenn sie unsere Bewegung bckämpfen wollen. Das nimmt deswegen nicht Wunder, weil sie ja das Nationaljudentum, seine Ziele lind seine historische Bedingtheit meist gar nicht verstehen und sicit daher zu einem selbständigen Standpunkt ihm gegenüber nicht aufschwingen können; so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf den Krücken, die iiincn der allmorgendliche Leitartikel ihres Leibblattes liefert, gegen uns loszuhumpeln und der zweifellos von ihnen selbst gefühlten Unsicherheit möglichst wenig zu gedenken. Der Vorwurf des mangelnden P atriot i s m u s, mit dein heutzutage die Gegner mit Vorliebe gegen den Zionismus operieren, ist ein solches der deutschen Parteipolitik entlehntes Schlagwort, in Deutschland geben sich bekanntlieh die Politiker aller Richtungen dem ebenso harmlosen wie ergötzlichen Vergnügen hin, sich gegenseitig als Internationalgesinnten jeglichen Genres den völligen Mangel an nationaler Gesinnung, Vaterlandsliebe usw. zu bescheinigen. Ich nannte das ein harmloses Vergnügen, weil dadurch, daß derartige liebenswürdige Schmeicheleien sich im bunten Wirbel schließlich auf alle Volksgenossen verteilen, für einen gerechten Ausgleich gesorgt ist und jeder die Sicherheit hat, daß dem ,,vaterlandslosen4‘ Gegner mit gleicher Münze heimgezahlt wird. Ganz anders aber liegt die Sache, wenn sich Juden so weit herabwürdigen, diesen Vorwurf gegen Juden selbst zu erheben. Gerade sie sollten doch aus eigener Erfahrung gemerkt haben, wie schwer, wie völlig unmöglich es ist, das Vnterlandsgcfühl eines Menschen oder gar einer Partei, deren Gedanken und Taten man noch so gut kennen mag, auf die Goldwage zu legen, um es dann entweder als genügend oder als nicht ausreichend zu bezeichnen. Es ist wahr, daII wir es in Befeuerungen unserer Liebe zu Deutschland und Deutschtum mit denen nicht aufnelmuu können, die sich als Repräsentanten des Judentums aufspielen. Es ist nicht zu leugneu, daß wir uns oft genug lustig machen über die in Demut ersterbenden und von Byzantinlsnuis triefenden Reden bei Einweihungen von Synagogen und anderen Gelegenheiten. Aber daß uns deshalb Liebe zum deutschen Lande fehlen sollte, in dem wir aufgewachsen sind, Liebe zur deutschen Kultur, in der wir erzogen sind, das zu