Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 19 (9.5.1913)
- Date
- 1913-05-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 19 JUEDISCHE HUNDSCHAU Seite 191 ״cn und alles Notwendige. — ln den verschiedenen Stadtteilen wurden durch einheimische wohltätige Bemühungen, die durch .Sendungen vorn Auslände unterstützt wurden, Hunderte von armen jüdischen Kindern, in erster Reihe die Kinder der Kriegsflüchtlingc, eingekleidct. Griechenland Der Krieg hat hier weniger Opfer gefordert als 111 der Türkei und in Bulgarien. Trotzdem sind von den annähernd 500 jüdischen Soldaten, die am Kriege Icilnahmcn, vcrhiiltnismälJig viele gefallen und haben Witwen und Waisen hinterlassen. Die allgemeine Sorge der Behörden um die Hinterhliebenen schlicht die Juden in keiner Weise aus, so <1.111 sie für den Augenblick vor direkter Not gesilnit/t sind. So hat die Stadt Korfu, in der hesouders viele Juden leben, 2500 Pres, monatlich für die jüdischen Pamilien vorgesehen, deren Ernährer nn Felde' stehen oder gefallen sind. Die von jüdischer Seile zu dem gleichen Zwecke aufgebrachte Summ•-• erreicht noch nicht 300 Frcs. : H6BRA6ISCH •: Hebräische Sprachlehrer Die Organisation für hebräische Sprache und Kultur (Histadruth Ibrith) bittet hiermit hebräische Lehrer, die nach der d e 111 s c h e n Provinz zwecks Erteilung hebräischen Unterrichts zu gehen bereit sind, dein Bureau (Berlin-Charlottenburg, Kantstr. 03) davon gefl. umgehende Mitteilung machen zu wollen. Hebräische Sprachkurse Wir beabsichtigen, im Sommersemester (15. Mai ho linde Juli) hebräische l Interrichtszirkel für Erwachsenc in Berlin einzurichten. Jeder Teilnehmer soll zweimal in der Woche je D/■j Stunden Unterricht erhalten. Wir bitten diejenigen, die sich an diesen Kursen beteiligen wollen, uns gefl. rechtzeitig davon schriftliche Mitteilung machen zu wollen. Das deutsche Landeskomltee der Organisation für hebr. Sprache und Kultur, Bcrlin-Charlottcnburg, Kantstr. 03 (Tel.: Amt Wilhelm 1113). Hebräische Sprechklubs Abgesehen von unseren Gruppen, die für Hebräischsprechende bestimmt sind, und in Ergänzung derselben, beabsichtigen wir, engere hebräische Sprechklubs in Berlin und Vororten einz.urichtcn. Diese Klubs sollen in zwei Kategorien eingeteilt werden: 1. für diejenigen, welche hebräisch verstehen, aber sich bisher in der Konversation nicht geübt haben; 2. für diejenigen, welche bereits hebräisch sprechen können und Gelegenheit haben wollen, in engerem Kreise hebräische Unterhaltungen zu führen. Zu diesem Zwecke bitten wir diejenigen, die sich an einem der Klubs beteiligen wollen, um gefl. schriftliche oder telephonische Mitteilung. Das deutsche Landeskomitee der Organisation für hebr. Sprache und Kultur, Ilerlin-Charlottenhurg, Kantstr. 03 (Tel.: Amt Wilhelm 1113). PALAeSTINA-RUriDSCHAU An dem Bau der 113 km langen Zweigbahn 'תיו Afulc (Station der hedsehasbalm, 37 km von Haifa) nach Jerusalem ist die erste Teilstrecke Afulc Dschenin (17 km) fertiggestellt und am 17. Pehruar dem Betrieb übergeben worden. Es soll vorläufig zweimal in der Woche und zwar Montags und Donnerstags je ein Zug von Afulc nach Dschenin und zurück im Anschluß an den Postzug von I laifa ״»ch Damaskus bzw. von Damaskus nach Haifa fallrcn. Das neue Verkehrsunternehmeii kommt vor allem für Reisen von Jerusalem nach Tiberias, Haifa und Damaskus bzw. umgekehrt in Betracht. Die Reisenden haben jetzt den großen Vorteil, zwischen Nablus WHl der Hcdschasbahn sichere und billige Pahrgehgenheiten zu finden. Für den Prachtverkehr zwi- 8chcn Nablus und den Stationen der I ledschasbahn bestehen noch keine Durchgangstarife. Sie sollen in kurzer Zeit cingeführt werden mit dem Zweck, die ««amte Ein- und Ausfuhr von Nablus, die bisher über Jaffa (50 km) ging, über Haifa (07 km) zu lenken. Palästina-Reisegesellschaft E. V. zu Hamburg Wir teilen hierdurch mit, daß bei der am 27. April stattgefundenen Verlosung das Los auf Herrn Rechts- ,1״walt Siegmund Meyer in Bonn a. Rh. gefallen i»t. Herr Rechtsanwalt Meyer hat dadurch das Recht Juf den Rciscanteil gewonnen. Das Protokoll über ־'c Generalversammlung wird demnächst veröffent- ״cht werden. Ausweis ßUS*D£N GCMCIMDeti Sckekel: Hagenau i. Eis. 0, ־, Hohensalza 2,—, Rawitsch 2,- , Enerswnlde IS,— , Elberfeld-Bannen 25,- , Frankfurt a. M. 0,ürüttberg i. Schl. 4, Zion. Verein West-Berlin 25,--, Forbach i. Lothr. 1,— , Gries-Bozen 1, - M. Lnndcsorgnnisationsbciträgc: 1. Ortsgruppen: Hagenau i. Eis. 13,־—, I lohensal/a 21.—, Berliner Zion. Vereinigung 3,—, Ehcrswnldc 54,— , Elberfeld-Barmen 50,—, Frankfurt a. M. 18,—, Chemnitz 2,— M. 2, E i n z e I p e r 8 o n e n: Louis Pinczower, R.-A. Steiner, Ungenannt, Ratibor. je 5,- , Dr. med. A. Rosenthal, Homburg v. d. H., 1(),—, Alfred Baeck, Kurt Pincus, Hugo Rosenthal, Grünberg i. Schl., je 5,—, Marie R. Klauber, Forbach i. Lothr., 5,—, aus Chemnitz: M. Goldmann 8,--. Herrn. Broil 5,—, D. Klebe 5, , Max Deutsch 11),—, S. Sdnvnrz 8,—־, Frau M. Gütz. Hl, J. Goldhaber (I. Quart.) 2,53 M, Eingang vom 1. bis 7. Mail Schekel: Oft,—; L a 11 d e s o r g a n i s a t i o 11 s b e i t r ä g e: 257,50 M. Gesamteingang 1 Schekel: 2237,25; Land c s o r g a 11 i s a t i o 11 s b c i t r ä g c: 703h,32 M. Adresse für Geldsendungen! Zionistische Vereinigung tür Deutschland, Berlin W15, Sächsische Straße 8. Postscheckkonto: Berlin 8G91, Bankk nt ג! A. H. Heymann & Co., Berlin W 56, Hinter der Katholischen Kirche 1. BORISnSS « J e ״ J __ k » J Die Kongreßausgabe der ״Welt“ Während des XI. Zionisten-Kongrcsses in Wien (2. bis ft, September 1913) wird zum Zwecke einer umfassenden Berichterstattung ״Die Welt“ in einer täglichen Ausgabe erscheinen Mit der größten Spannung sieht die zionistische, mit lebhaftem Interesse die gesamte jüdische Oelfentlichkcit den Verhandlungen des Kongresses entgegen. Wenn die Bedeutung unserer höchsten Institution in nachhaltiger und wirksamer Weise der jüdischen Ocffcntlichkcit gezeigt werden soll, so kann dies nur dadurch geschehen, daß jeder Jude über die Vorgänge auf dem Kongreß aus erster Quelle informiert wird. Unser Kongreß will dem jüdischen Volk dienen; darum ist es nötig, daß das Judentum die Beratungen des jüdischen Volkshauses möglichst genau kennen lernt. Die einzig authentische (,)ließe für die Berichterstattung über die Kongreß-Vcrhamilungeu wird die Kongreßausgabc der ״Welt“ sein. Wir treten schon heute an alle unsere Gesinnung!*• genossen, insbesondere aber an die Zionistischen Vereine und Vertrauensmänner, mit der Bitte heran, für die weiteste Verbreitung der Kongreßausgabe der ״Welt“ tätig zu sein. Es werden diesmal sechs Nummern in vergrößertem Umfange erscheinen. Näheres über Abonnementspreise usw. wird norh bekannt gegeben. Verlag ״Die Welt“, Berlin W. 15. Sächsische Straße 8 Unser Freund Arnold Wiener, Kattawitz, Mitglied des Zentralkomitee» der ״Zionistischen Vercinigimg für Deutschland, und seine Frau Golda, geh. Rosenblüth, wurden durch die Geburt eines Sohnes erfreut, Redaktion und Verlag der ״Jüdisehen Rundschau“ grntulieren den beiden aufs herzlichste. Mitteilungen der Zionistischen Vereinigung fßr Deutschland Eines der größten Bankinstitute Deutschlands sucht eine allererste Kraft anzustellen. Bewerber erfahren näheres durch unser Bureau. Die Telegrammadresse der ״Zionistischen Vereinigung für Deutschland“ und der ״jüdischen Rundschau" lautet: ״Orghip“. Die Bureaustunden der ״Zionistischen Vereinigung für Deutschland“ und des Verlages ״Jüdische Rundschau“ sind während der Sommermonate wie folgt festgesetzt: Montag bis Freitag: 8—1 Uhr vorm, und 3—6 Uhr nachm. Sonntags: 8—1 Uhr vorm. AUS MAiADl^S-ALTOHA Die Gesellschaft zur Verbreitung jüdischer Literaturwerke, e. V,, Hamburg, bittet ihre Mit* arbeiter, soweit sie cs noch nicht getan haben, da« Material für das I. Quartal 1013 umgehend dem Unterzeichneten einzuschicken, damit die Ziehung stattfinden kann. Zahnarzt Alfred Unna, Hamburg 13, Rotenbaumchaussee 45. . Köln. Wie uns mitgeteilt wird, hat in der am 5. d. M. stattgefundenen Repräsentantensitzung der liberale Repräsentant Gottsehalk den Antrag eingebracht, dem Jüdischen Turnverein die bisherige Subvention von 303 M. jährlich zu entziehen, dafür die Subvention des Jiigendvcrcins Gabricl-Riesser von 300 M. auf 700 M. jährlich zu erhöhen. Der Antrag wurde von der liberalen Mehrheit gegen die Stimmen der Konservativen angenommen. Man sieht, der Liberalismus ist auf dem Marsche! Der Versuch, die ausländischen Juden Kölns in der Gemeinde zu entrechten, ist zwar nicht geglückt, der Kampf gegen den ״B. I. C.“ hat auch recht unrühmlich geendet, aber bisweilen gelingt es den Qcmeindegcwaltigcn doch noch, kleine Erfolge im Kampfe gegen das positive ludcntum zu erringen. Die Kölner Turner ■ werden die liebevolle Behandlung von seiten ihrer Repräsentanz hoffentlich mit verdoppeltem Eifer für die nationatjüdisihc Turnsachc beantworten. «eReiNS-RUMDSChAO Berlin. Am Donnerstag, den 15. Mai, abend• 8% Uhr, findet im Logenheim, Friedrichstr. 131c die Generalversammlung der Jüdisch-nationalen Frauenvcrcinigung statt. Mitglieder der Berl. Zionist. Vereinigung haben Zutritt, Bremen. Am 17. I. 1013 sprach (lerr Parteisekretär Gurt Kvsenbau m in unserer Zlonistisehen Ortsgruppe über das Thema ״Deutscht ti 111 und Zionismus". Die Beteiligung an diesem Abend war für hiesige Verhältnisse sehr gut. In seinem Bericht polemisierte der Redner hauptsächlieh gegen die Resolution des Zcntralvereins und ging dann auf die positive zionistische Arbeit ein. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion; auch Verteidiger des Zcntralvereins kanten zu Worte. Die Ausführungen und Entgegnungen des Herrn Rosenbaum hielten die Teilnehmer bis 1 Uhr nachts zusammen. Jedenfalls ist das geringe jüdische Interesse Bremens aufgcrüttelt worden. Auf den Namen des Redners wurden 2 Oelbäume gesammelt. KttnißshüUe. Bei seiner Tournee durch Ober- Schlesien sprach Herr Parteisekretär Gurt Rosenbäum auch in K ö 11 i g s h ü 11 e , und zwar über das nach jeder Richtung hin aktuelle Thema ״Pess a c h g e d n 11 k e n". Unter ständigem Hinweis auf die (ieiihichtc unserer läge erörteitc er die großen Ideen der jüdischen Vergangenheit und im besonderen die Geistesrichtungen, die trotz aller Hemmungen schließlich doch stets im Judentum siegen. Er stmilderte in gleich packender Weise den lebensfrischen Geist, der von Palästina auf gesund empfindende Juden ausströmt, und keiner der Anwesenden empfand das Bedürfnis, daß auch nur einige Worte der Abwehr gegen den Zentralverein gesagt werden mußten. Alle hatten den Eindruck, daß solche Dinge belanglos sind. Dem Redner wurde mit herzlichem Beifall gedankt. Auch wurde für einen bereits ausgewiesenen Oelbaum gesammelt. Glciwitz. Am 14. d. M. sprach in einer gut besuchten von Herrn Referendar W a I d s t e i n geleiteten Versammlung der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe Herr Parteisekretär Rose 11 bäum über ,,Zionismus und Staatsburgertu m". Die klaren und eindringlichen Ausführungen des Redners, der nn eine eingehende Darstellung der Vorgänge int Zontralvcrcln anknüpfte, fanden den vollen Beifall der Versammlung. In der Diskussion wurde das unjüdische und uniibcralc .Vorgehen des Zentralereins scharf gekennzeichnet. In einem eingehenden Schlußworte nahm der Referent Gelegenheit, aus der Versammlung heraus gestellte Fragen zu beantworten und die schwebenden zionistischen Tagesfragen zu erörtern. Herrn Rosenbaum sei hier nochmals der Dank der Gleiw itzer Ortsgruppe ausgesprochen. Freiburg. Die Ghargenwalileu der Verbindung im K. Z. V. ״Ivrla" hatten folgendes Resultat: stuck iur. Siegbert Stein «, stud, ehern. Fritz Mühlmann XX, stud. med. Kurt Freundlich <XX Stuttgart. Donnerstag, den 1. Mat, sprach in einer internen Versammlung der hiesigen Zlonistisehen Ortsgruppe Herr Ing. cand. Max Kopetzky (Barissia, Prag) über; ״Die Entschließungen des Zentralvcrcins.“ Schluß des redaktionellen Teilt. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst! Freitag, 9. Mai, abends; In allen Synagogen 7>/» Ohr. Sonnabend, 1U. Mai, vorm.: in der Alten Synagoge 8** Uhr, in der Kaiserstr.* und Rykestr.- Synagoge 9 Uhr, in den anderen Synagogen: Frühgottcsdicnst 7«s» Uhr, Hauptgottesdienst 10 Uhr.