Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 16 (18.4.1913)
- Date
- 1913-04-18
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 162 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 16 VZeReiNSxRUNDSCStAU Berliner Vereinskalender Berlin. Die Rcligionsschulc Talmud Tora Kneseth JisrocI, welche ca. 200 Schülern Thorakcnntnis und Zcitbiklung •verein!, beibringt, wird Sonntag, den 4. Mai, nachmittags 4 Uhr, durch eine Anzahl ihrer Schüler einen Szijum (Abschluß eines Taiinud-Traktats) vornehmen lassen. Mit demselben sind sodann Deklamationen und div. Vorträge verbunden. Der Fraucn-Verein Kncseth Israel wird sodann für die Kinder der Talmud-Thora eine Feier veranstalten. Die Eigenart und hohe Bedeutung sowohl des Vereins, seiner Bestrebungen, als auch'dieser Feier, wird hof feiltlieh viele Kreise zur Teilnahme an derselben voranlassen. Die Feier findet in Haverlands Fcstsälcn (früher Dräscl), Neue Friedrichstr. 35, statt. Damen und Herren als Gäste sind herzlich willkommen. * Berlin. In der im März, stattgcfundeiien Gene- «!Versammlung des Herzl-Club wurden in den Vorstand gewählt: Herr Walter Samuel als Vorsitzender, sowie die Herren Arthur A b r a 11 a!11 s o 11 n , Max Blankcnfeld, Siegbert Bucliholz, Edm. Levy. Briefe sind zu richten an Herrn Max Bl ank e n fcId, NW 23, Brückcnallcc 22. Magdeburg. Am Dienstag, den 1. April, sprach hier im Jüdischen UntcrstÜtzungsvercin Herr Isaac Feuerring, llalbersladt, über ״Die Stellung der ausländischen Juden in deutschen Gemeinden“. An die etwa cinstiiudigcn Ausführungen des Referenten, die in einer Darlegung des zionistischen Prograiiimcs ausklangcn, mul die von der gut besuchten Versammlung .11it lebhaftem Beifall aufgenommen wurden, scliloli sicli eine Ans-, spräche, in der zwei Herren ihren entgegengesetzten Standpunkt vertraten. Ihnen erwiderte der Referent in einem längeren Schlußworte, nach dem mehrere Herren ihren Beitritt zur zionistischen Organisation anmeldctcn. Wetzlar. Am <1. April sprach hier in einer von der Z. V. f. D. eiuberufenen sehr gut besuchten Vcr- Sammlung Herr Martin Lcvigard über das Thema: Was ist und was will der Zionismus. 111 markanten Worten gab der Referent ein umfassendes Bild der heutigen Juden frage, die er streng historisch betrachtete und bewies mit zwingender Logik die Richtigkeit der zionistischen Ideen und Gedankengange. An den Vortrag, der sehr beifällig aufgcliommen wurde, schloß sich eine lebhafte, teilweise sogar stürmische Diskussion an, in der noch manche Mißverständnisse und Irrtümer aufgeklärt wurden. Sieben Gcmeimlcmitglicdcr erklärten ihren Beitritt zur zionistischen Organisation, ein Erfolg, der angesichts des Umstands, daß cs siefi um die erste zionistische Versammlung in Wetzlar überhaupt haudclt, wohl zufriedcustcllcn darf. Weitere Erfolge vcrsprechen wir uns von einem in einigen Wochen stnttfimlcndcn zweiten Vortrag, der an I laiul von Lichtbildern die zionistische Kulturarbeit in Palästina behandeln wird. Hoffen wir, daß diese Veranstnlhingen der hiesigen Gemeinde einen kräftigen Anstoß zu positivem jüdischem Leben geben werden! Ratibor. Durch den Tod von Frau Rittcrgutsbesitzer Rosalic Zcndcr hat unsere jüdische Gemcindc einen schweren Verlust erlitten. Die Vcrstorbene war eine Pliilanthropin, die auch dem Zionismus Verständnis und eine offene Hand entgegen brachte und sich als Förderin des ״Beza lei“ und des ״Kulturverband jüdischer Frau c 11“ erwiesen hat. Straßburg i. E. Am 13, d. M. fand hier eine öffentliche Versammlung des Zentralvercins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens statt, in der zunächst Herr Max Epstein über die Tätigkeit der Straßburger Ortsgruppe des Z, V. und dann Herr Syndikus Dr. Holländer über ״Die soziale Lage der deutschen Juden“ sprach. Beide Referate cuthielten im wesentlichen licriclitc über die bekannten ״Schritte“, ״Maßnahmen“, ״Konferenzen“ »sw., von dem Inhalte der Berliner Resolution wurde kein Wort erwähnt. Das wurde in der Diskussion um so kräftiger nacligcholt, in welcher von zionistischer Seite zunächst die Herren Prof. Drcyfus und Dr. Nawratzki, von orthodoxer Seite Herr Biekhardt gegen den dcnunziatorischcn Sinn jener Resolution protestierten. Herr Rechtsanwalt Dr. Weil suchte den Zentralerem zu rechtfertigen; die Resolution sei gar nicht so schlimm gemeint gewesen; mail habe nur die Nationaljuden von der Mitarbeit am Zentralverein zurückweisen wollen, weil sic dem Antisemitismus Vorwände gäben. Welche innere U!1- Wahrhaftigkeit, welcher Mangel an Maniiesinut und welch unjüdisehc Gesinnung aber die Resolution in dieser Auslegung sowohl wie in jeder anderen aufweist, die man ihr geben kann, das zeigte nun in meisterhafter Weise und unter großem Beifall Herr Berthold Fciwel, der zugleich die Gründe entwickelte, aus denen heraus wir Nationaljuden sein müssen. Das Schlußwort Dr. Holländers brachte nur insofern Neues, als in ihm nicht nur Franz Oppenheimer, sondern auch Cal Vary (!) als Kronzeugen für die Anschauung des Zentralvercins herangezogen wurden. — Ein von Herrn Prof. D r e y - f us und Herrn F e i wel eingebrachtcr Antrag, der die Resolution mißbilligte, wurde zwar nicht zur Ab* Stimmung zugelassen, da er mit* dem zur Tages- Ordnung stehenden Thema keinen Zusammenhang habe. Es war aber deutlich zu erkennen, daß die Ausführungen der zionistischen Redner ihren Eindruck •nicht verfehlt haben, und manchem werden über den Zeiilr.'ilvcrein und «’ine Alt, jüdische Dinge zu behandeln, die Augen atifgegaiigen sein. 1111 übrigen wird sich liier wohl die Gelegenheit bieten, noch weiter über die.se Frage zu diskutieren. Kohnar 1. E. Der ״Zentralverein detitsaier Staatsbürger jüdischen Glaubens“ veranstaltete hier heute abend einen Vortrag zwecks Gründung einer Ortsgruppe. Nach zwei längeren Referaten von Herrn Dr. II ochs ch i Id und Dr. Kehr, Kaiserslautern, in welchen aber mit keinem Worte die jüngste Resoltition des Zentralvercins beriilirt wurde, wurden Beitrittscrklärungen gesammelt, trotz lebhaften Protestes, bevor einer der Diskussionsredner zu Worte gekommen wäre. Die Zahl der neuen Mitglieder betrug schätzungsweise 10 bis 15. Die nun folgende sehr lebhafte Diskussion, in der besonders Herr Dr. jur. Levy und Herr Dr. mcd. Elias, die Sache des Zionismus vertraten und den Zentralvcrcin in das wahre Licht stellten, drehte sich hauptsächlich 11111 diese neuesten Beschlüsse. In eicr Diskussion wurde von den verschiedensten Seiten betont, daß die clsüssischcn Juden alle ihre staatsbürgerlichen Pflichten zu erfüllen haben und auch erfüllen. Der Zentralverein verlangt aber, auf Grund seiner jüngsten Re- Solution mehr, er verlangt von seinen Mitgliedern eierst sehe Gesinnung und Betätigung derselben im liiirgediehen Leben. Soweit könne ein elsässischcr Jude nicht gehen, solange die christliche Bevölkerung mit gutem Beispiel vorangelic; er könne aus naheliegenden Gründen nicht als Schrittmacher für das Deutschtum im Elsaß benützt weiden. Herr Willard, Mülhausen, protestierte gegen die Handlungsweise des Zentralvercins, vor der Diskussion die Listen herumgehen zu lassen, Mandler der Zuhörer, der nach (len ersten Vorträgen seine Unterschrift gegeben hat, hätte sie wohl nicht gegeben, wenn er gewußt hätte, was der Zentralvcrcin von seinen Mitgliedern verlangt. Posen. A111 Sonntag, den Fi. d. Mts., war der Vorsitzende des Zentralvercins, Herr Justizrat Dr, Hörwitz, hier erschienen, um über seine Getreuen Heerschau zu halten. Der Saal, in dem im Vorigen Jahre unser Delegiertentag abgclialteii wurde, war bis auf den letzten Platz gelullt, hatte man doch eine Auseinandersetzung mit den Zionisten erwartet. Aber auch diese und ihre Freunde waren so zahlreich erschienen, daß, wenn man nach den Beifallskumlgebimgen urteilen darf, von der taiiscmlköpfigeii Menge wohl die Hälfte sich zu unseren Anschauuiigen bekannte. Nachdem zur Begrüßung der Vcrsauituluugsleiter, Justizrat Kirsch 11 er, in gewohnter Weise eine Beschränkung der Redezeit auf 1(1 Minuten verfügt hatte, ergriff der justizrat Dr, Hör Witz das Wort, Seine Ausführungen boten nichts Neues. Etwas interessanter wurde er erst, als er aut die in der Hauptversammlung des Z, V. gefaßte Zionistenresolution zu sprechen kam. Er suchte eine liebereiiistimiimiig dieser Resolution mit den Satzungen zu konstruieren und versuchte den Zentralvcrcin von Gellässigkeit gegen den Zioiiismus frciztisprcdicn. Nunmehr folgte die Diskussion, mul Herr Dr. Kol- I e 11 s c 111: r, von stürmischen Beifallsktmilgcbtingeii begrüßt, betrat die Rednertribüne mul führte folgendes aus: ,,Zentralvcrcin und Zionismus haben ihre Tätigkeit in Deutschland ungefähr zu gleicher Zeit begönnen. Anfangs konnten beide friedlich nebencinander arbeiten, wenn auch im Sturm und Drang der Anfangszeit Temperamente aufeinander geplatzt sind, ln letzter Zeit aber hat der Zentralvereiu systematisch den Kampf gegen den Zionismus unternommen und damit der Einigkeit der deutschen Jmlcn den schwersteil Schaden zugefiigt. Die zionistische Organisation hat noch vor wenigen Monaten eine Einigiingskonferenz der• Vertreter beider Organisationen cinbenifcii, in der sie nur verlangt hat, daß der Zcntrnlverein in seinen offiziellen Veröffentlichungen und Reden Angriffe gegen den Zionismus unterläßt. Die Autwort hieran) war die Resolution vom 30. März d. J. Diese Resolution verdächtigt die deutschen Zionisten vor der deutschen Oefientlichkeit des Mangels an Vaterlandsliebe und der undeutselien Gcsinmmg. Aus dem Gegensatz /wische» der Betonung der Vaterlandsliebe des Zentralvercins und der I fervorhcbuiig des Gegensatzes zu den Zionisten, muß jeder unbefangene Leser diese Verdächtigung aus der Resolution entnehmen. Diese Verdächtigung muß verheerend wirken und den Antisemiten willkommenen Stoff zu Angriffen gegen die Juden bieten. Die ״Staatsbürger-Zeitung“ hat auch schon die Quittung hierüber ausgestellt; und gerade der Zentralvereiu, der sonst immer ängstlich mich den Antisemiten sieht, sollte dies beachten. Es macht keinen Unterschied, daß die Verdächtigung mir einen Teil der Zionisten betrifft. Auch beim kitualmordinärclicn sagen die Antisemiten immer nur, daß es Sekten im Judentum gäbe, die den Ritualmord kenne». Und Aloen wird «las ganze Judentum davon betroffen. Die böse Saat, die der Zentralverein neu gesät hat, wird au lg dien zum Schaden nicht nur eines Teiles der Zionisten, sondern aller Juden. In der Tatsache, daß die Juden in ihrer Gesamtheit für alles verantwortlich gemacht werden, hat sich die jüdische Geniciiibürgschalt immer am meisten gezeigt. In das Judentum aber hat die unglückselige Resolution den Keil der Zwietracht getrieben, Der Zentralverein, der für die Rechte aller deutschen Juden cintreten soll, macht einen Unkrschied zwischen patriotischen und uupatriotischen Juden und liefert damit die Letzteren der ungleichen Behandlung, der Zurücksetzung der Entziehung der staatsbürgerlichen Rechte ans. Das erinnert an die schmachvollsten Vorschläge von Prof, Geiger. Damit ־ hat der Zentralvereiu sich den Boden seiner Tätigkeit, seine Daseinsberechtigung entzogen. Er vertritt nur noch einen Bruchteil der deutschen Juden. . Der Zentralvereiu ist planmäßig zu dieser /Q. iiistenvcrfolgung gekommen. Auf seinem eigen!liehen Arbeitsgebiete iiat er Erfolge absolut nicht erzielt. Er hat nicht einmal verhindern können, obwohl er sich aufrichtig darum bemüht hat, daß ein getaufter Jude wie Mugdan Abgeordneter für Berlin geworden ist. Das liegt am Mangel jeglichen I m. fitissest des Zentralvereins selbst aut die, mit!hm durch manche Personalunion verbundene Fortschritts, partet. Er hat keinen Einfluß mul keine Erfolge, weil er nicht ernst genommen wird. Da hat er sich ein anderes Tätigkeitgehiet ausgesucht, aut dem er leichte Siege erringen will, den Karnpt gegen den Zionismus, Dieser Kampf hat im letzten Winter vor der berüchtigten Resolution schon darin seinen Aus. druck gefunden, daß der Zentralvcrcin alle jüdischen Oberlehrer zusamnienherufeii hat, um sie zur IR. käinptung des Zionismus in den höheren Schulen zu veranlassen. Man hat den Religionsunterricht für das geeignete Kampffeld befunden und beschlossen, wo es noch keinen Religionsunterricht gäbe, ihn eiimiführen, mir um dadurch den Zionismus zu hekämpfen! Der Inhalt der Resolution ist ganz falsch. Die Zionisten bekennen sich gemäß nach Abstammung, Geburt, Risse, Geschichte und Tradition zum jiulj• sehen Volke, zur jüdischen Nationalität. Aber unsere modernen Staaten setzen sich nicht aus Finbeits- Völkern zusammen. Kaiser Wilhelm hat im Sep* temher 1902 in Posen gesagt: ״Das Königreich Preußen setzt sich aus vielen Stämmen zusammen, welche stolz sind auf ihre frühere Geschichte mul ihre Eigenart. Das hindert sic jedoch nicht, brave Preußen zu sein. Ueherlicferungeti und Crhinenmgen können ruhig bestehen.“ flies ist auch der Standpunkt der Zionisten. Der Patriotismus ist Eiche zum Staate, zu Land und Leute. Die werktägige Mitarbeit :111 den Arbeiten des Vaterlandes, an seiner Politik, seiner Wirtschaftsführung, seinem Recht, an der Sitte, die in ihm gilt, an der Kultur und Znilisatiou, die in ihm herrscht, an der Kunst und Wissenschalt, die in ihm gepflegt wird, ist den Zionisten in Deutschland Herzenssache. Sie sind so gute Deutsche wie jeder andere; sie bestreiten jedem «las Recht eines besseren Patriotismus, Mag der Zentralverein dies nicht anerkennen. Außerhalb des Judentums hat inan zu den nationalen Zionisten mehr Vertrauen als zu vielen jüdischen Antizionisteii, die sich den Zionisten gegenüber so patriotisch gebärden. Dabei hat der Zionismus noch niemals versagt, wo es galt, den Juden die volle Gleichberechtigung in Deutschland zu erringen. Wo für die jüdische Sache in Deutschland gekämpft und gestritten wird, wird mau die Zionisten stets in der vordersten Reihe finden. Wo es sich aber um die Lösung der großen hidcnfrage überhaupt handelt, führen sic allein mit Mut Lind Kraft den Kampf — selbst gegen eine Welt.“ Die wegen ihrer zwingenden Logik überzeugenden Worte des zionistischen Redners hielten den größten Teil der ..Versammlung in ihrem Bann, während nur die skaiulnlsüditigen Elemente in ihrem Acrger über den sichtlichen Eindruck, den der zionistische Führer erweckte, wiederholt durch üirinszenen zu stören suchte. Unser Freund, Herr Fabrikbesitzer Wo flbei in, wies dem Zentralvcrcin nach, daß er aut seine Mitglieder, insbesondere in kommunalpo!bischer Beziehung, gänzlich einflußlos sei. Und nun folgte die Replik des Herrn Justizrat Dr. Hör witz. Sachlieh ging er auf die Vorhaltungen Kollcnschcrs auch nicht in einem Punkte ein. Der Mngdan-Affäre wich er konsequent aus. Die Konferenz des Z. V. mit den Berliner Oberlehrern behufs Bekämpfung des Zio* nisntus im Religionsunterricht, hätte er mehrere Male vergessen, wäre er nicht von Dr. K o I ( c ns c h e r mehrmals daran erinnert worden; schließlich suchte er derselben eine Deutung zu gehen, die im völligen Widerspruch zu dem betreffenden Protokolle steht. Dabei hat «1er Referent das Schlußwort nach allen Regeln der Kunst auszubeiiten gesucht durch banale Witze, die refrainartig etwa ■10- 50 mal w'iederkchrteu mul durch andere Mätzchen, die gerade zu langweilig auf alle wirkten und in gebildeteren Kreisen wollt kaum Anklang fanden. Wie nachträglich verlautete, hat «!er Lokalvorstand eine Resolution für die Ver- Sammlung vorbereitet gehabt, die jedoch unterdrückt worden ist, weil die Versammlung keine sichere Gewähr für ihre Annahme bot. Ostrowo. Am 30. d. M. hielt Herr Direktor Kareski, Posen, einen Vortrag über ״Die Zuk u n f t des J u d e n t u m s“. Die Ausführungen des vortrefflichen Redners hinterließen auf die Verhältnismäßig zahlreich erschienenen Gäste einen außcrcmk'iillieh tiefen und nachhaltigen Eindruck, Der Leiter der Versammlung Herr R.-A. Weiß dankte dem Redner und forderte die erschienenen Damen und Herren zum Eintritt auf, Eine für O. überaus stattliche Anzahl, nämlii-h 38, erklärte sofort ihren Beitritt. Für den Redner wurden zwei Üclbäume gesammelt. Im An- Schluß daran fand am 14. «I. M. eine konstituierende Versammlung statt, in der eine Ortsgruppe gegründet, und die Normalstatuten angenommen wurden. Der Vorstand bestellt aus 5 Mitgliedern, und zwar: I. Vor. sitzender R.-A. Weiß, stelle. Vorsitzender Herr Heinrieh W o z 11 i a n s k i, Schriftführerin Frl. Helene Bloch, Kassenwart Herr J. Fabisch, Nationalfonds-Kommissar Herr Zahnarzt Warschowski. An den geschäftlichen Teil schloß sich ein interessantes Referat de« Herrn Referendar Joseph über ״Die praktische Tätigkeit des Zionismus in Palästina“. Eine Sammlung ergab 11 M. Schluß des redaktionellen Teilt.