Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 15 (11.4.1913)
- Date
- 1913-04-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15 Seite 151 JUED1SCHE RUNDSCHAU SS TRIBUehe ss Zuschrift Aus der Kampfesstimmung gegen die Anhänger der Pariser Leitung der A. I. U. heraus, ״ml an• läßlich des bekannten Konfliktes mit dem V.J.St. Königsberg, übernahm ich in einem Artikel ,,Der Walilrcchtsraul» an der Alliance“ in der W. a. M. am I. 1. 1913 die mir gemachten Mitteilungen: ״Im ()>teu Deutschlands trat ein Rabbiner Vögelst ein' für die A. ein, dein die Alliance die Drucklegung eines Werkes bezahlt hatte“. Wie ich höre, ist in dieser Abfassung der Vorwurf der Bestechlichkeit erblickt worden; ferner liegt die betreffende Angelegenheit Jahre zurück und hat sich in anderer Form /.(!getragen (lediglich Abnahme einer gröfleren Zahl von Exemplareu). Es tut mir mm aufrichtig leid, dall dieser Artikel in seiner Fassung der Anschauung Raum gab, als wäre gegen Herrn Pr. Vogelstein, den ich persüiihclt gar nicht kenne, der Vorwurf der Bestechlichkcit oder Unvvahrhaftigkeit zu erheben, leb hedaurc aufs lebhafteste, dali diese Schlußfolgerung aus dieser Formulierung gezogen weiden konnte und ergreife den Aitlall, ausdrücklich zu betonen, dall ich jede derartige Deutung zurtickweisen möchte. Da mir daran gelegen ist, meinem Bedauern darüber auch ein rem äußerliches Zeichen zu geben, werde ich dem Hilfswerk für die armen vertriebenen jemenitischcn Juden eine Zuwendung zukommen lassen. Berlin. f>. 4. 1913. F. A. Th eil ha her. Aufruf! Groll-Berlin als der Mittelpunkt des geistigen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens tut• seres deutschen Vaterlandes beherbergt dauernd eine beträchtliche Anzahl junger Juden, die aus allen Teilen des Reiches hier zusammeuströuien, um teils in den staatlichen und sonstigen öffentlichen Hildungsaitstalten (Universität. Technische Hoch• schule, Lehranstalt, Handelshochschule nsw.) ihre wisseiisehaftlichc Bildung zu erhalten, teils um in den < irolibetrieben des Handels und (iewerbes sieh schulen zu lassen und Anstellung zu finden. Ein grober Teil dieser jüdischen Jugend stammt aus Familien, in denen die jüdische Tr a d i t i o n I e b e 1( d i g ist, und läuft, den Einfhtll der Familie entbehrend, (icfnltr, der ti i v c 11 i e r e 11 d e n E i 11 w i r k 1111 g der (irollstadt zu erliegen und dem Judentum verloren zu gehen, Ganz besonders leidet der traditionell erzogene junge Jude Student wie Kaufin,mit — unter der Schwierigkeit, sieh rituell zu helustigen, llolie Preise und ungünstige l äge der vor• handelten Restauratioushctriebe, insbesondere der Mangel an Raumen, in denen er a u IS e r 11.111! d e r Mahlzeiten die Mittagspause oder den freien Abend verbringen kann, lassen ihn das B e d fi r f 11 i s nach einem Heim tief empfinden, das ihm rituelle gute Kost zu mälSigem Preise und angenehme Leseu n <1 U n t e r It a 11 u n g s r ä u m c bietet. I )er Verein ״Jüdisches Studenten- und Jugendheim Cliarlottenburg“ hat diesem Bedürfnis durch Errichtung eines Heims in der Knescbccksfraßc Rechnung tra* gen wollen; der regelmäßige und zahlreiche Besuch während der anderthalbjährigen Dauer des Heims hat gezeigt, daß die Bedürfnisfrage ohne Zweifel zu be• jähen ist. Leider gestatten es die Mittel des Vereins nicht, das Heim in eigener Rechnung fortzuführen, wenn nicht die Mitglicdcrzahl sich erheblich vergröflert. Es wäre aber ein tief zu beklagender Verlust, Meint das Heim, für welches das Bedürfnis unleugbar vorhanden ist, endgültig aufgelöst werden miilitc. Was in Städten wie Königsberg und Wien möglich ist, muß in Berlin, der größten jüdische 11 Zentrale Deutschlands, gleichfalls erreichhar sein. Daß cs bisher .nicht der Fall war, liegt zu einem großen Teil daran, daß die Studenten- und junge Kaufmannschaft, die doch am meisten an dem Unternehmen interessiert ist, nicht zur aktiven Mit- ■״beit heran gezogen worden ist. Daher haben die Unterzeichneten Korporationen nach Bekanntwerden der gegenwärtigen Verhältnisse mit Genehmigung des Vorstandes einen Ausschuß gebildet in der Absicht, die großen jüdischen Organisationen um Subventionen ״1׳zügelten, besonders aber durch Werbung zahlreicher neuer Mitglieder eine sichere, Basis 1913 die Ortsgruppen, Vereine und Einzcimitglicdcr, weiche die Abonncmentsbeträge für das II. Quartal etwa noch nicht cingcsandt haben, dies sofort nachzuholcn, um die Kosten der Nachnahme, die wir event. erheben müßten, zu sparen. V«rUg Jüdische Rundschau C.».b.H. Berlin WIS חרע״ג April ג״סן Nissan Freitag 1! ך 4 Sonnabend שבח 12 ה 5 Sonntag 13 ו 6 Montag 14 ו 7 Dienstag 15 ח 8 Mittwoch 16 ט 9 Donnerstg. 17 י 10 Freitag 18 יא 11 Sonnabend שבח 19 יב 12 M'sor* סצורע Na«ht 7,40 II. König• 7, 8-80. וארבעה אגשים Predigt: Alte Synagoge: Rabbiner Dr. Esche!- bacher, Synagoge Rykcstr.: Rabbiner Dr. Petuchowski. Jugendgottesdienst: Synagoge Kaiserstraßc, nachm. 4 Uhr: Rabbiner Dr. Lewkowitz. Abendgottesdienst: 7 Uhr 40 Min, Gottesdienst an tf e n Wochentagen: 111 o rg e ns: in allen Synagogen 7 Uhr;abends: in allen Synagogen ft1/* Uhr. Einsegnung der Konfirmandinnen, Sonntag, den 13. April vorm. 101/2 Uhr Neue Synagoge: Rabbiner Dr. Bergmann. *.ch'r«, H. lUgstlul, .אחרי.שבה הגדול Nacht 7 M Amoi 9, 7—!ft הלוא כבני כשיים für die weitere Existenz und Entwicklung des Heims zu schaffen. Wir wenden uns daher an alle, die Interesse für die jüdische Jugend haben und besonders an die Eltern, deren Söhne und Töchter in Berlin studleren, mit der Bitte, dem Verein als Mitglied beizutreten oder durch einmalige Beiträge die Existenz des Vereins zu fördern. Da wir auf ganz neutraler Basis arbeiten wollen, bietet sich jedem Juden, wcleher Richtung e r n u c h angchöre, Gelegenheit, au der Erhaltung einer durchaus notwendigen jiidisch-sozialcn Institution mitzuwirken. Verein Jüdischer Studenten. I. A.: Fritz Apt, Kandidat des höh. Lehramts. Verbindung im K. Z. V. ״Hasntonaea“. I. A.: E r tt81 Hop p 11 e r, eand. nted. Jüdischer Jiigcndhmul, Berlin. I. A,: Eid m u n d L e v y. Postsendungen jeder Art bitten wir an Herrn carnl. tned, Ernst H epp 11er, Charlottcnburg 4, Wielnndstr. 10 zu senden. Adresse für Geldsendungen: Dresdner Bank, Her- U11, Depositenkasse U,, Ktirfürstendamm 181, Konto Ernst Fiep pner (Jiid. Stud.- u. Jugendheim). Mindestbeitrag 3 M. Schluß da• redaktionellen Telle. Ein stattliches Heer stellen die unzähligen Freunde des Radsports dar, die ein Superior- F a h r r a d i m Oehrn 11 c 11 habe 11. Nur wenige unserer als erstklassig bekannten Erzeugnisse tler modernen Fahrradtechnik können ähnliche Erfolge aufweisen. Die Firma Hans Hartmaim Akticn-Ge- Seilschaft in Eisenach, ein weltbekanntes, seltr leistungsfähiges Spezialhatis für Fahrräder, Nähmaschinen und alle Arten Sport• und Bedarfs-Artikel, hat dieser, ihrer vorzüglich bewährten Marke, seit Jahren besondere Aufmerksamkeit geschenkt, und man kann ohne Bedenken davon sagen, daß der Käufer eines derartigen Fahrrades seinen Entschluß nie zu bereuen hat. Ausreichende Garantien geben ihm die Gewähr, daß er gut und preiswert kauft. Der ttnscrer heutigen Ausgabe beiliegende Kartcnprospekt genanntcr i irina weist auf den neuen, soeben erschicneuen Katalog hin, welcher Interessenten auf Wunsch kostenlos zugesandt wird. 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Den Kntfl* log wolle man mittels der vom Prospekt nbzutrciinciiden Postkarte abiorderu, jüdische Gemeinde Gottesdienst 1 April, abends: in Berlin allen Synagogen Freitag, 7 Uhr. Sonnabend, 12, April, vormittag: in der Alten Synagoge 8'4 Uhr, in der Kaiscrstr.- und Rykcstraße-Synagogc 9 Uhr, in den anderen Syitagogen: Frühgottesdienst 7 Vs Uhr, Hauptg o 11 c י d i c n s t 10 Uhr. Schrifterkliirung: Neue Synagoge: Rabbiner Gans. Synagoge Uhdenstr,: Rabbiner Dr. Warschauer, Synagoge Lützowstr.: Rabbiner l>r. Bneck, Synagoge Fasancnstr.: Rabbiner Dr. Hoch leid. Zentrale für Deutschland Gsldiendunjcn >lnd luiichlimlich tu richten •n Herrn MasWolWtilasr Chsrlotl״״״», Ro.ck.r-St«•• ». Bekanntmachung Laut Mitteilung der Anglo Palestine Co. werden die Dividendenscheine Nr. ft dieser Bank mit 0.85 M. pro 1 Pfundsharc eingelöst. Auf Ersuchen der Bank nabe ich mich bereit erklärt, diese Dividcndenscheine von heute ab mit obigem Betrage zu bezahlen. Max Wollsteiner, C h a r I o 11 e 11 b u r g, Roscherstr. 5, Briefmarkenspenden vom 12, 2. BÜß bis 5. 4. 191». Frau Dr, S, I’ 11, <’11arl<>1n־nburg II. Auerbach, Kssou-Rulir Ludwig Ikenbcrg, Dresden (mehrere Sendungen; Natalie Selilemion, Sosnowicc (Rußland) Abrnm Weinreh, Sosnowiee (mehrere Sendungen) Gustav Schwabe, Varel (Oldenburg) Zinn. Ortsgruppe Elberfeld-Barnten, durch Nathan Mehl Dr. Otto liorwjtz, Advokat, Sarajewo, Bosnien (»ehr gute Sendung) A. Koscnhcimrr, Frankfurt a. M, Frl. Marcus, Florem (mehrere Sendungen) M. Iglitzky, Genf 1 י N. •!׳’.•Bureau, Köln Frau R, Wendrowsky, Berlin N. N., Berlin VV. 1 I. Finkeistein, I.eahii, Rlmdesia (Südafrika) The Jcwish Colonial 'Frust, Ixrndon! Zahnarzt Schachtel, Breslau Leopold Landau, Hamburg (sehr gute Sendung) Comite central del l’artido Sionista, Buenos Aires. Argentinien (sehr gute Sendung) Curt Holzer 11. stud, nied. Paul Holzer, Breslau Dipl.-Ing. S. Males, Berlin (sehr gute Sendung) Simon Zlotti, Alexandrien M. Sainluusky, Königsberg Isaya Elia, Korfu, t. Berlin (mehrere •ehr gut• Sendungen) Zion, Zentrallnireau, Berlin Ottilie Liiwenthal, Leipzig M, Neubrunn, Amoy, China (sehr gute Sendungen) S. Ficycki, Leipzig A. Friedländer, Byalistok S. Ilerhstein, I'itesti (Rumänien) M. Lemperl, St. Petersburg Kate Nowill, Münster i. W, Abraham Schönfeld, Stryj (Galizien) W. Zimels, Danzig Sanuiel Clitrou, Soroki (Rußland) M. L. F'eltenstein, Kasan (Rußland) Referendar Kurt Golds! hmidt, Charlottenburg Russischer Landesverband Wenn unsere Gesinnungsgenossen weiter Sendangen besserer Marken und Ganzsachen (ganzer Po»t* karten, Kuvert» u*w. mit eingedruckten Marken) mir zugehen lassen werden, ist zu hoffen, daß die Erträge aus dem Verkauf derselben für den j, N, F, wesentlich gesteigert werden können. I)r. Julius L 0 e w e 11 It c 1 m , Berlin W. 5(1, Neue liayreuther Str, 8. Im ersten Quartal 1913 wurden 1117 Büchsen von der Zentrale an die Vertrauensleute Im Reich versandt. F. S., Berlin, bezahlt ihre Schulden .... Anl, d. l’tirimfcicr b. Frau G e r t e 1, Zwickau, ge».: Herr G c r t c 11,— Moses Grösser 1,—, O c. h s h o r n 1,— N. N. —,60, Julius Sünde! —,50, Gottlieb 2,-, Deich»!er 1,60. Klara Göttlich 2 Jäckel —,60, G1 a 1 n c r 5,—, Max G e r t e I —ß0. Rothenberg 1,—, D. Gro»»er 1,- G r 0 0 י r 1,-j N a g I 0 r 1,-» LH K r l e g - mann 1,—, Mferiti Ruhm —,60, Jäckel jr. M. ־,8 u