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Jüdische Rundschau · 1913-03-14 · Heft 11 (14.3.1913) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVIII (1913)
Issue
Heft 11 (14.3.1913)
Date
1913-03-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 108 JUED1SCHE RUNDSCHAU 1913 Wochenkalender 5673 תרע״ג März אדר שני Adar 11 Freitag 14 ה 5 Sonnabend ׳"כת 15 ז 6 Wajikra, דלרא הפסקה n*cm 0»ז.,;י Jeaajul« 43,'il• ■44tW עם וו יצרתי Sonntag 16 ז 7 Montag 17 ה 8 Dienstag 18 מ 9 Mittwoch 19 י 10 Donnerstg. 20 יא 11 Ka.lcu K.tUrr תענית אסתר <םוקדםו N'nrlil 0,£.u HU MillClljlli : jeaajah 55,(1 50,H דרשו ה׳ בהגיצאו Freitag 21 יב 12 Sonnabend עבת 22 ע 13 Zaw, S- S.K'lior צו׳ פ׳ וכור Narbt 1.S t. Hamußl /5, 'i כה אניד ה׳ צבאות פקדתי AtxxiU'.. l.nia't» der Mrgillah קריאת הג•נלד, Berlin. In der ßezirksgruppc Rosenthalcr Vorstadt-Gesundbrunncn des Neuen Jüdische 11 O c in c i n d e v c r c i 11 s sprach am 3. März Herr Rechtsanwalt G rci f c n h a g c n Berlin in äußerst instruktiver Weise über das Thema: ״Entartungs• erschein ungen i in 111 o d c r 11 e!1 Judentum und ihre Bckäinpfun g.“ — Die Geschäfts• stelle der Bezirksgruppc befindet sich bei Herrn A. Schall, Putbuscr Str. 2. Um rege Mitarbeit der Juden des Bezirks im Sinne des historisch gcrichteten Judentums wird herzlich gebeten. Stettin. Zionisten treffen sich jeden Freitagabend beim Vorstand, Herrn H. Jakob, Turnerstr. 10, Eingang Arndtstr., I, I. Stettin. Am Sonntag, den 2. März, feierte der Jüdische Turnverein sein Stiftungsfest. Den Hauptpunkt des Programms bildete ein Schauturnen, das aus Freiübungen, Barrenriege, Barrenpvramiden und Gymnastik bestand. Die Festrede hielt Herr Dr. B a e r. Das Fest verlief zu abseitiger Zufriedenheit.. Danzig. Die Zionisten treffen sich an jedem 1. und 3. Donnerstag des Monats, abends 9 Uhr, im Schlüter-Cafe, Königshütte. Sonntag, den 9. .März, veransialteten die vereinigten zinnistischcn Frauengruppen Köliigshütte, Schwicntochlowitz und Bismarckhütte in Bismarckhüttc ein Winterfest, welches sehr gut besucht war und sehr schön verlief. Eingeleitet wurde das Fest durch einen Miidchcnchor, welcher, unterbrochen durch Sologesang von Frl. Meta Fröhlich mit dem Liede ״Aus der Ferne zieht ein Klingen“, einen tiefen Eindruck machte. Es folgte darauf ein von Frl. Frieda Sack mit großem Verständnis gesprochener Prolog. Die Festrede hielt Herr Rechtsanwalt Dr. Dobrczinsky aus Bcuthen. Er machte mit seinen Worten großen Eindruck auf seine Zuhörer und verstand es, mit Klarheit und Begcisterung das Publikum für unsere Ideen sehr zu intcrcssieren. Es folgten darauf heitere und ernste Vorführungeii. Hervorgehoben sei besonders das jüdischc Festspiel ״Ein Zeitbild“, ausgcfülirt von den Damen M a 11 i 11 o w i t z e r , Kaitoivitz (Nationalfondsbüchse), Rosenbaum, Königshütte (Yemcnitin) und K a r 1 i n e r, Kcinigsliiitte (Tochter 1sracls). Ferner fanden Tänze, besonders eine von Mädchen;111'!!ciiilirie Olocke1u|uadrillc, Rezitationen und dergleichen mtiir großen Beifall. Der Katt» wit/er ' Miiiuu rtnrnverein hnUe uns liebenswürdigerweise seine besten Kräfte zur Verfügung gestellt, die unter starkem Beifall des Publikums mustergültige llelnmgeii am Heck nirdiihrlcü. Tanz, Kaffeepatise usw. hielten Oesiiiiumgsgonossen und Gäste bis in die frühe Morgenstunde zusammen, und wir haben uns und unseren hi een in Bisrnarckliütte und Umgehimg durch diesen so gut gelungenen Abend viele neue Freunde gewonnen. Allen denen, die in so liebenswürdiger und opferwilliger Weise uns ihre Kralle zur Verfügung gestellt haben, sei an dieser Stelle iKK'hmais uit^er herzlichster Dank ausgesprochen, ebenso ilcnen, die 1ms mit gütigen Spenden für das Büfett versehen hallen. Frankfurt n. AL Am 3. März, sprach Herr Julius Si tu o 11 in der Zionistischen Ortsgruppe über ״Di e I, a g e der Juden in Deutschland“. Infolge der Unfähigkeit der Juden, die frühere Kultur mit der europäischen in Einklang zu bringen, trat die Zersetzung ein. Durch den Antisemitismus mul die fmlenverfolgimgen wird dieser Prozeß gehemmt. Eine Lösung gibt nur der Zionismus, den zu bekämpfet! eine Unbegreiflichkeit ist. Die Ausführungen machten einen tiefen Eindruck auf die Anwesenden. Es wurden mehrere Sehckclzuliler gewonnen und andere für die Bewegung interessiert. Die Diskussion brachte keine wesentlich neuen Gesichtspunkte. Mainz. Am 24. Februar hielt in der Ortsgruppe des Z cntralvcrcins deutscher St a a t s - bür ge r jüdischen (jl.atibens Justi/rat Dr. Auer b a e h - Frankfurt a. M. eine Propagandarede. In der I )iskiissinn fielen, wie bereits in unserem vorwöchigen Leitartikel berichtet, von seiten des Referenten die Worte: ״Einst wird man den Tag v c r f 1 u c h e 11, a 11 d e m der Z i 011 i s in 11 s gehören wurde!“ Diese Erklärungen des Dr. Auerhach haben die Zionistische Ortsgruppe Mainz veranlaßt, einen offenen Brief an ihn zu richten und denselben zugleich sämtlichen Mitgliedern der Mainzer Gemeinde zugehen zu lassen. 111 diesem Briefe wird Dr. Auerbach gefragt, ob ihm unbekannt sei, was der Zionismus für die jmleii des Ostens bedeutet, daß er aber auch den deutschen Juden das jüdische Selbstbewußtsein außerordentlich gestärkt hat. Er wird gefragt, ob er auch nicht die positiven Schöpfungen des Zionismus in Palästina kenne, Der Brief schließt: ״Aber selbst wenn das alles Ihnen unbekannt wäre, wie konnten Sie als ein Führer des Zentral- Vereins vergessen, daß ihm und dem Zionismus gemeiiisam ist die Sorge tun die Erhaltung und Förderung unseres geliebten Judentums? Gleich dem Zentraivercin bekämpft auch der Zionismus den Antisemitismus mit mindestens der gleichen Schärfe, gleich ihm erstrebt er die staatsbürgerliche Olcichbcrcchtigung der Juden, Gleich seinen Anhängern fühlen sich die Zionisten in genau derselben Weise als treue Bürger des deutschen Staates und messen sich mit ihnen in jeder patriotischen Tugend. Glauben Sie vielleicht, daß die Antisemiten des Zirkus Busch einen Unterschied machen zwischen dem jüdischen Gemeinschaftssinn des Zentralvcreins und dem jüdischen Volksbewußtscin des Zionismus? . , . Aber so wenig die Entwicklung des Zionismus bisher unter Anfeindungen gelitten hat, sondern ihnen zum Trotz groß und größer geworden ist und die edelsten Geister für sich entflammt hat, so wenig wird auch dieser Bannfluch seine Entwicklung hemmen. Nicht der Tag, nicht die Stunde hat den Zionismus geboren, sondern die unsägliche Judennot. Schon jetzt hat er soviel Gutes geschaffen, daß ein Fluch mit Entrüstung /,viriickzuweiscn ist. Mancher zions feindliche Agitator wird längst vergesseu sein, wenn ein dankbares Judentum das Andenken eines Heul, Nordau und anderer zionistischen Führer verehren und segnen wird.“ Schluß des redaktionelle!} Teil«. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst! Freitag, lt. März, abends: in allen Synagogen 6' 1 Uhr. Sonnabend, 15, März, vormittags: in d. Alten Synagoge SjV Uhr, in der Kaiscrstr.־- u. Rykestr.- Synagoge 9 Uhr, in den anderen Synagogen: Früligottcsdienst 7 Vz UI11, Hauptgottesdienst 10 Uhr. Predigt: Alte Synagoge: Rabli. Dr. Esdielbacher. Synagoge K a i s c r s t r.: Rabb. Dr. Lewkowitz. Synagoge Rykestr.: Rabb. Dr. Stier. Schrifterklärung: Neue Synagoge: Rabb. Dr. Weiße. S y 11 a g o g e Li n d riislr.: Rabb. Dr. Rosenzweig. S y 11 a g o g e L ii t z o w s t r.: Rabb. Dr. Baeck. S y n a g o g e F a s a 11 e n s t r.: Rabb. Dr. Bergmann. A b e 1! d g o 111• s d i c n s t: 6 Uhr 50 Min. Gottesdienst an den Wochentagen: m o rg e 11 s: in der Alten, Kaiscrstr,- und Rykestr,• Svnagogc 7 Uhr, in den anderen Synagogen 7'/2 Iflir; abend s: in allen Synagogen 6 Uhr, ani 20. März (Fasten Esther) 6 Uhr. Einsegnung der Konfirmandinnen: Sonntag, den 16. März, vorm. 11 Uhr, Synagoge Fasanenstr.: Rabb. Dr. Hochfeld. Zentrale für Deutschland Geldsendungen 11 nd •iiMchlleaitich m richten tn Herrn Uns Woltalaloar Cbarlottaaburg, Roaebcr-Strafia 5. Der Jfidlaehe Kationaltonda tat dain beattmmt. paläatinlaohan Baden alt Geaamtolgontum dna jOdiaehon Votkoa au •rwerban und auf ewigo Zol.ton 1a erhalten. Vom S. Zlonlatonkongreaa 1901 gegründet, bnaltat er heute ein Vermögen von über 1 UUiiooon Mark. ln wenigen Tagen feiern wir das Purimfest. Erfreulicherweise hat sich in den letzten Jahren auch in Deutschland immer mehr der Brauch ausgebildet, jeden Gedenk- oder Feiertag, der die Juden an ihre glorreiche Vergangenheit erinnert, zur Agitation für den Jüdischen Nationalfonds zu benutzen. Das Purimfest, als das jüdische Freudenfest, hat von jeher am meisten auf die Kinder gewirkt, und so ist es auch die beste Gelegenheit, die Kinder durch Wort und Schrift über das Wirken des Jüdischen Nationalfoiuls zu belehren und sie zur Mitarbeit heranzuziclien. Wir bitten daher unsere Freunde in ganz Deutschland, die Kinder am Purimfeste in den Dienst unserer Sache zu stellen und eine gut organisierte Sammeltätigkeit an diesem Tage zu veranstalten. Für diejenigen Kinder, die sich am eifrigsten an der Sammclarheit beteiligen ojp p □־ vom Sonnabend, den 11. als Korda% den 14. Harz In Berlin PROGRAMM SONNABEND, . den 22. März, abends 8Uhr, Logenhaus, Klciststrnße 10: Eröffnung -L des Turntages. Bericht des Vorstandes. Vortrag Dr. A Sandler: Die körperliche Regeneration der Juden. — Daran anschließend: Kommers.!• SONNTAG <lc231 ״ vormittags 8—12 Uhr in der Turnhalle der jüdischen Knaben- -- schule, Große Hamburger Straße v.7: Vorturner• u. Sportwartlehrstunde. Nachmittags 3 Uhr: GESCHLOSSENE SITZUNO. Abends 9 Uhr in der Schlaraffia, Encke-Platz 1 BALL des Jüdischen Turnvereins ״Bar Kochba“. .. MONTAG dcn 24׳ M»rz, vormittags 9 U br •-—l GESCHLOSSENE SITZUNO Nachtn.4Uhr ln der Stidt.Zentralturnhalle Prlnzenstr.70: u. Sportfest Frauenturnen ■ Mlnnertumen •Jugendspiele ■Staffettenlauf Saalhoekey 800-m-Lauf Hindernislaufen Der Eintritt zu den öffentlichen Veranstaltungen mit Ausnahme des Calles und des Schauturnens Ist frei Zu diesem sind Logentorte״ ä 1 M., Tribunenkarten * 50 Pf. im Bureau der jüdischen Turnerschaf!, Bleibtreustr 25, zu haben. 231 ■״ □1□

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