Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVIII (1913)
- Issue
- Heft 8 (21.2.1913)
- Date
- 1913-02-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 7<י JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 8 Z i o 11 i s m u s u n d d i e o r i c n t a I i s c h c 11 ־ a!1׳'". Da das sehr zahlreiche Publikmil /um großen 1111־ aus Nidit/ionisten bestand, so flocht Herr Lichtlicmi mit grollen! Geschick Auseinandersetzungen über die Grundlagen des Zionismus in seine Darlegungen, Es erfolgten mehrere Anmeldungen zur Ortsgruppe. Mit grollen! Bettall wurden die neuen Lichtbilder begrübt, deren Vorführung den wohlgeluugeuen Abend besehloll. , . , Berlin. In der ״Jüdischen Vereinigung“ 1 ompc - hof-Mariemlorf sprach am Montag, den 17. U, M. l)r. S a u d I e r über ״I) i e J u d e 11 f r a g e u ״ d d 1 e jüdischen W e 11 o r g a 11 i s a t i o 11 e 11“. I •er Keferent legte die Prinzipien der Ica der A. I. U. des 1 Ulfs Vereins und des Zionismus dar und fand mit seinen Dnrlegtmgeii reges Interesse und starken Beifall. Stettin, im jüdischen Turnverein sprach am 8. Februar Herr IM. B I a ״ k e 11 f c I d aus Stargard über ״Kunst und Sport“, am 1. Februar im Jüdischen Jugendbund über ,,Sozialen Lilieralismus“, . Stettin. Zionisten treffen sich jeden Freitag« abend heim Vorstand, Herrn II. Jakob, Turnerstr. 10, Lingang Ariultstr., 1, I. Danzig. Die Zionisten treffen sieh an jedem 1. und 3. Donnerstag des Monats, abends 9 Uhr, im Schlüter-Cafe. Jarotschin. Herr Lehrer Auerbach aus Posen hielt am 9. d. M. in unserer Zionistischen Ortsgruppe einen Palästina-Lichtbildervortrag, der sein zahlreich besucht war. Auch auswärtige Gesiimungsgenossen waren unserer Einladung gefolgt. Der Redner erzählte von den Erlebnissen seiner Reise in Palästina und schilderte an der Hand sehr guter Bilder in fesselnder Weise Land und Leute Palästinas. Posen. Der Jüdische Turnverein lud am vorgangenen Sonntag, ausgehend von dem Gedanken, daß auch außerhalb des Turnbodens in nationaler Beziehung gearbeitet werden muH, seine Mitglieder zu einem 5-Uhr-Tcc nebst Darbietungen aus der jungjüdischen Kunst und Literatur ein. Herr Rechts,anwalt Dr. Ma nasse konnte eitlen gefüllten Saal begrüben; dann folgten die neuen Bodeiiliciiiicrschcu Lichtbilder, vorgetragen durch Herrn Lehrer Auerhach, die von den Turnern und Turnerinnen mit Interesse verfolgt wurden und mit dem Appell endeten, sielt an der von der Jüdischen Turnerschaft veranstalteten Paliistinafalirt zu beteiligen. Es schlossen sieh daran an, Rezitationen von Frau Dr. Calvary, Gesangsvorträge von Frl. Neumail 11, gleiche, auch im Jargon, von Herrn Oherknntor I . e i 11 o w i 1 z. I )cn Höhepunkt des Nachmittags bildeten die von der Männerriege gestellten Marmorgruppcii mich antiken und jüdischen Motiven, die lehh,alten Beifall fanden. Der Turnverein konnte mit dieser Veranstaltung zufrieden sein F. B. Leipzig. Das Leipziger Lokalkomitee für die ycincnitischc Hilfsaktion hatte am Montag, den 10, Februar 1913, im Jfotel de Pologne einen Pronagauda-Abeiul veranstaltet, in dessen ,Mittelpunkt ein Vortrag des Herrn Rabbiner Dr, Nathan Porges (Leipzig) stand. Er gab eine interessante Darstcllung von der Lage der Juden im Ycmcn, von ihrer Zioussclmsucht und von ihrer Wohnungsnot in Ercz Israel. Dann kam Dr. Porges auf die Hilfsaktion zu sprechen und forderte zum Schluff zur regen Betciligung^ au der in den nächsten Tagen stattfiudendeu Sammlung auf. Der begeisterte Beifall, der den freimüt gen, von Liebe zum Judentum beseelten Worten de• hochverehrten Redners folgte, hat gczeigt, daß der Gedanke, unseren ycmcnitischcn Stammesbrüdern in Palästina neue Heimstätten zu errichten, auch in Leipzig fruchtbaren Boden gefunden hat und, wie ,zu erwarten ist, dem Ziele der Hilfsaktion einen stattlichen Betrag an Spenden erbringen wird. Essen-Ruhr. Der Saal des Viktorialiauses hat wohl selten eine so imposante jüdische Versammlung gesehen, wie wir sie heute dort hatten. Annähernd 250 Personen aller Stände waren unserer Einladung zu einem Vorträge Dr. Heinrich L o e w c ' s gefolgt und — um cs vorweg zu sage״ - wir habe״ selten einen so erfolgreichen Abend gehabt. Mit gespanntester Aufmerksamkeit folgten alle dem Vortrage über ״S t r ö in u 11 g e 11 und Richtungen im J u cl e n - t u in“, in dem der Redner in geistreichen, klaren Ausführungen und in formvollendeter Weise die Ent- Wickelung schilderte, welche das Juden(!״״ seit dem Beginne des vorigen Jahrhunderts genommen hat. Herr Dr. Locwc schilderte recht eindrucksvoll den ungeheuren Schaden, den die zu beginn des 19. Jahrhunderts einsetzende Reforinhewcgimg im Judentum angcriditet hat, die, wenn auch gegen die Absicht ihrer Begründer, doch mit Naturnotwendigkeit ihre Anhänger aus dem Judentum herausgeführt hat. Er bewies klar und deutlich, daß die heutige jüdischliberale Richtung sich in ganz ähnlichen Bahnen bcwege und trotz der guten Absichten ihrer Vertreter doch zu einem bösen Ende führen müsse, weil sie K. '־om traditionellen Judentum entferne und das Nur-Religions-Judentum, das sie lehre, keine Aussicht auf dauernden Bestand haben könne. Nur das nationale Judentum, das geeignet sei, alle religiösen Richtungen zu vereinen und zu einem Ganzen zu verschmelzen, biete die Garantie für den dauernden Fortbestand des Judentums. — An der Diskussion, die sich erfreulicherweise auf einem dem Vortrage entsprechenden Niveau hielt, sprachen nacheinander ein Liberaler, ein Vertreter der Orthodoxie und ein Freidenker und Sozialist, deren Bedenken der Referent c 5'®,״,,^haften Ausführungen zerstreute. In seinem Schiunworte wies der Redner noch darauf hin, wie gefährlich für die gesamte deutsche Judcnhcit das ln letzter Zeit in verschiedenen Gemeinden auigetrcteiii'ii Bestrebe״ der ״Liberalen ■ sei, mistui! ausländischen Brüdern das Wahlrecht zu entziehen. Die Ausführungen des Herrn l>r. Locwc entfesselten wahie Beifallsstürme und eine 711m Schlüsse emgelcitcte Sammlung ergab einen namhaften Betrag Unsere Ortsgruppe gewann eine hctrnclitliche Anzahl neuer MltUWi'ttei1 a. d Ruhr. Am 13. I'cbru,!sprach Herr |)r Weinberg aus DortinuiHi vor einem gelatle- 11011 Kreise über ״Das jüdische Volk s o roblem“. Nach einer sieh anseliliebemlen lebhaften Debatte wurde ein Komitee zur Gründung eines zionistischcii Diskussioiiskluhs eingesetzt, tlas aus den I Icrrcn Paul 11 e r / s t e i ״ , Josef K a ״ f m ... >tt« Levv besteht. Ein gröberer Vortrag für die nächste Zeit ist in Aussicht genommen. Hagenau. Samstag, 15. d. M., veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe Straliburg hier eine PropagaiulaVersammlung. Die hiesige Gemeinde ist ein sehr schwieriger Roden tiir die zionistische Agitation. Die überall vorherrschende Indifferenz, sodann die Tatsache, daß die vor Jahren einmal begründete Ortsgruppe Hagenau nach kurzem Bestellen bald eiligegangen ist, sind Hindernisse, die bisher vor einer euergischen Arbeit zuriiekgesebreckt haben. Dali diese bisher beobachtete Scheu auch liier nicht am Platze ist, beweist der verhältnismäßige Erfolg des Abends. Trotz der wirksamen Konkurrenz eines zur selben Zeit statt findenden Konzertes fanden sieh doch etwa 00 Personell ein und 1,׳Mischten sichtlich interessiert t|cn Ausführungen der Referenten. Herr Prof. I) r e v - f u b sprach über ,,Ci e s eh i c 111 e und E 111 w i ck - lung des Z i o 11 i s 11111 s“ und cand. incd. Abraham Löw über die ״Gegenwart und Zukunft des Zionismus“. 15 Mitglieder traten der neu gegründeten Sehekel/ahlergnijipe bei. Der Zionismus hat somit auch hier Wurzel gefaßt. Stuttgart. Die Bezalcl-Ausstellung ist morgen zu Ende. Da verlohnt es sich wohl, auch an dieser Stelle einiges darüber zu sagen. Die Ausstellung darf heule als in allen Teilen durchaus gelungen bezeichnet werden. Wie wir schon in einem früheren kurzen Bericht erwähnt haben, konnte ein Komitee aus allen jüdischen Kreisen für die Ausstellung ge- Wonnen werden, nitßerdein auch noch Fachleute mit Namen (Prof. Pasamek, l’rot. Punkok) und Vertreter der Presse. Die Eröffnungsrede hielt Herr Kirchenrat Dr. Krön er. Von den Erschienenen begrüßte er besonders Herrn Slaatsrat v. Most hat, Direktor der Kgl. Wiirtt. Zentralstelle für •Gewerbe tmd Handel, Herrn Koinnier/ieiuat Z i 1111 i g , Direktor des Exportmusterlagers, die Vertreter der jiuli.- sehen Körperschaften und der verschiedenen Kunsttmd kunstgewerblichen Vereine sowie die Presse. Dann dankte er vor allem Herrn Dr. Loeb für seine mühevolle Tätigkeit und gab schließlich der Ver- Sammlung ein anschauliches Bild von der Entvvicklung der Schule seit der Gründung. Die faehmännisehe I'üimmg der Gäste iibci nahmen darauf Herr Prof, Pasamek und Frl. besser. Die Kritiken in allen hiesigen Zeitungen waren überaus günstig und ganz besonders diesem Umstand haben wir es zuzuschreiben, daß der Besuch an den folgenden Tagen so rege und der Verkauf so lebhaft war. Unter den Besuchern seien noch hervorgehoben der Oberbürgermeister von Stuttgart, Herr Ministerialdirektor v. Balz und besonders erfreulich war uns der Besuch tmd die Anerkennung zahlreicher Stultgartet׳, Gmünder und Pforzlieimer Fachleute. Da Herr Dr. Loeb täglich einen Lkhtbildervortrag hielt, indem er auch Gelegenheit nahm, den Geist und die Strömungen zu beleuchten, durch die der Bezalel ins Leben gerufen und vor allem gefördert wurde, konnte auch der allgemeinen zionistischen Sache, wenn auch nur andeutungsweise, gedient werden. Basel. Im Saale der Basel-Loge hielt Sonntag, den lö. Februar, Herr Prof. Drevfus aus Straßbürg einen Vortrag über ,,I) 1 c jüdische Gegenw a r t s f r a g c“. Das zahlreich erschienene Publikum, zum größten Teil Niehtzionistcn, bekundete die regste Anteilnahme tmd set/le sie in die Tat um durclt zahlreiche Beitrittserklärungen zur Zionistischen Vereinigung Basel und durch die Beisteuer zu einer Nationalkmds-Sammlung. Schluß des redaktionellen Teils. 1913 Wochenkalender 5673 תרע״ג Geschäftliches Zur Früüjahrssaison steht jedesmal eine große Anzahl von Damen vor der Aufgabe, die der Jahreszeit angemessene Kleidung zu wählen. Zur Anfertigu״g moderner Damengarderobe eleganteren Genres empfiehlt sieh das Atelier von Rosa Weinberg, Berlin-Halensee, Johann Georgstr. 6. Die günstige Lage, unmittelbar am Kurfürstendamtn und am Bahnhol Halenscc, sollte jeder Dame einen unverbindliehen Besuch als lohnend erscheinen lassen. Jüdische Gemeinde, Berlin in allen Syna■ Gottesdienst: Freitag, 21. Februar, abends: gogen 5'/a Uhr. Neue Synagoge: abends 8>/v Uhr: Zweiter Gottesdienst. Predigt: Rabb, Dr. Warschauer, Sonnabend, 22. Februar, vormittags: in der Alten-, Kaiserstr.- und Rykestr.-Synagoge 0 Uhr *״ d.™ Synagogen: frühgottesdienst DrJ/s■ Uhr, H a u p t g 0 11 e 8 d i c n s t!0 Uhr, Predigt; Alte Synagoge: ־־ baeher,! * אדר ראשון Februar Adar 1 Freitag 21 יד 14 Klein I’urim פורים קטן Sonnabend 22 טו 15 Kl-Thi»•», כי תשא שבח שושן פורים קטן Na«11t «,11 1. König• ZS, l-l» ויהי ימים רכים Sonntag 23 טז 16 Montag 24 יו 17 Dienstag 25 יח 18 Mittwoch 2b יט 19 Donnerstg. 27 כ 20 Freitag 28 נא 21 März Sonnabend 1 כב 22 Wajakhel 1יקהל שכה Nacht 6.26 1. Königs 7, IJ-26 השלח המלך Rabb. Dr. Eschel Synagoge R j׳ k c s t r.: Rabb. Dr. Lewkowitt. Synagoge Lützowstr.: Rabb. Dr. Weisse. Jugendgottesdienst: Synagoge Fasanenstr., nach m. 4 Uhr: Rabb. Dr. Baeck. Abendgottesdienst: (1 Uhr 13 Min. Gottesdienst an den Wochentagen: morgens: in d. Alten-, Kaiserstr.- und Rykestraßc-Synagoge 7 Uhr, in den anderen Syna« gogen Y'/if Uhr; abends: in allen Synagogen 5 Uhr. Sitzung der Repräsentantcn-Versammlung, Sonntag, 23. Februar, vormittag Jnr im Sitzungssaale Oranienburger Str. 30IL 11 Uf m/v//■ er Nationalfonds Zentrale für Deutschland Ctldieodungen •ind ■mschlicatlich tu richten «n Herrn Man WolUtala«, OurMlubwi, Roe<11er-Str>B• S. Der JOdliotie Neitoniütnnüa tat 1111g txiatlrnmt peläatlnUehea Boden ale Ooaemteleentom de• jadlachon Volke« ro erwerben und maf owige Zeiten •o erlmlton. Vom 5. Zioaletimkoogree• 1901 gefrr&ndet, beeilet er best• ein VermAeeo ron Ober 8 Millionen Merk. Wir erinnern unsere Freunde an das Spende n buch des Jüdischen Nationalfonds. In dem Buche sollen nicht allein die freudigen und traurigen Ereignisse aus dem Familienleben unserer Gesinnung»- genossen verzeichnet werden. Es muß zu einer Chronik der Gemeinde ausgestaltct werden; deshalb gedenke jeder bei geeigneten Anlässen in bekannten Familien des Buches und fördere durch diese Sammeltätigkeit gleichzeitig unsere Sache, Ges. auf der Vers. d. B.Z.V. am 13. Febr. Dr. Hantke u. Frau, Berlin, gratul. Dr Munk z. Verlobung. Friedrich Brandt, Waidmannslust .! Heinrich Maier, Mülhausen, kond. Dr Bio e d e, Hamburg, -,50, derselbe grüßt 8 Vetter Herrmann - ,50. Bankier N u ß b a 11111, Magdeburg . , . . Max Freund, Breslau, d. Isr. Czaczke! J. G., Hamburg, kond. Dr. G. ßloede u. Frau, Hamburg, dcsgl. Fam. Aron L 8 v y . Stammtisch Kochmonn, Berlin, grat. Rosa Falkmann z. Verlobung. M. 35,50 ־1 ־,3 -,1 -,5 -2 -,1 “,1 *Rosa *Weinberg Atelier für Anfertigung eleganter 1Damenfeleider Ctl rtr r 306mn Georggfraät 6 Uiertm* Walensee &** «. mm./ * Halentee.