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Jüdische Rundschau · 1912-11-15 · Heft 46 (15.11.1912) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 46 (15.11.1912)
Date
1912-11-15
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 444 JUEDISCIIU RUNDSCHAU Nr. 46 ßerlln-Cluirloltcnburg. Die Giargenwahl tief Zion. Akacl. Verbindung ״llcrz.llnh" haben für!las Wintersemester!,)12/H lolgcudc Uesiillale crgebcii: enml. ehern. Matjas Itniek caml. arch. I lias Schein XX. stnd. iug. Ileinr. Halm XXX, N.*IvKoiu• missar: Mud. ing. Salo JuMcr. Die Adresse lautet: Zion. Akatl. Verb. ״I lerzliah“, /. I bl. Elias Schein, Wiclnmlstr. •10.!;berswalde. Am Sonntag, den 27. Oktober sprach in der hiesigen Ortsgruppe Herr Dr. Ilaer aus Stettin über das Thema: ״Die Juden der (hgenw.111". Der Redner setzte die Auflösung des Judentums in der Diaspora der Sammlung des Judentums in Pa• iistina gegenüber, Dem Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion. Leipzig. Die Tätigkeit des Semesters in der Vereinigung zionistischer Akademiker begann am 2, November mit einem von über SO Studierenden der hiesigen Hochschulen und zahlreichen (nisten besuchten D i s k u s s i o 11 s A b e 11 d. Das Referat hielt I lerr Dr. I* r a g e r über ״D e r j ü d i s e 11 e Stnd e n t u n d d a s j ü d i s e he P r o b I c 111“, und es folgte eine sehr eingehende Diskussion über die (irundfragen des Zionismus, in der Vertreter aller Richtungen, wie sie besonders unter den aus Rulllaml stammenden Studierenden vertreten sind, zu Worte kamen. Eine Anzahl neuer .Mitglieder sind bereits in diesem Semester hiuzngi ).nimm 11. Dagegen isf eine empfindlich fühlbare ,.ticke dadmeh ent• standen, dalt unser Gründer lind eifrigstes Mi'glicd, Herr ITilz. Mordocliay Kauf mann, 1ms mit seiner jungen I rau, nach Heriiit ühersicdelml, verlas en hat. Zu seinem Abschied versammelten sich seine Freunde, soweit sie schon in Leipzig ainveseml waren, am Ri. Oktober zu einer Feier, bei der der Vorsitzende der V. Z. A., Herr Dr. Steinmarder, das ganz, außergewöhnlich eifrige mul immer aufs neue au• eifernde und milreillciulc Wirken des Herrn Kaufmann für alle jüdischen und speziell zionistischen Zwecke hervorhoh und ilun den Dank der noch zuletzt mit grober Mühe mul unter erheblichen Schwierigkeiten von ilnn gegründeten V. Z. A. ahstaltete. Herr Kauf• mann leimte diesen Dank für sich ab, fulirte aus, d.dl alles, was getan werde, immer noch zu wenig sei mul richtete einen glühenden Appfll an alle, mil du er ganzen Kraft liier weiter für die Zionistische Sache zu arbeiten. Noch eine ganze Reihe weiterer K> dner folgten, denn es gibt in der lat in Leipzig kaum eine jüdische Institution, an der er nicht mit auf• opfernder Hingebung initgearbeitet hatte, wenn er nicht, wie z. ti. bei den Uiitcrrielitskurseii für auslaiutische luden, gar selbst ihre Einrichtung und Leitung in I landen gehabt batte. Audi die Ortsgruppe, in der er eins der tätigsten Mitglieder war, brachte ihm durch Herrn Julius Wiener einen Abschieds• grub. Ueberall wird uns Herr Kaufmann noch auf Schritt und Trift fehlen, und unsere herzlichsten Wünsche begleiten flm nach Berlin, das ihm für seine berufliche und zionistische Arbeit reichliche (iclegen• heit mul Befriedigung gehen möge. Dessau. Die von etwa 3(1 .Mitgliedern Besuchte (i e 11 e ra I v e r sa m nt 111 n g der Zionistischen Vorcinigung vom P). Oktober BM2 hörte zunächst den bericht des Herrn Dr. Moses über die Arbeit des vergangenen Jahres au. Vor a'leiu begrüßt der Vorsitzende, daß nunmehr eine reinliche Scheidung ein• getreten ist. Uns ist mm erst recht der Weg vor• gezeichnet, mul ohne nach rechts und links zu schauen, werden wir weiter vorwärts ״dien. Was geschehen, könne uns keineswegs entmutigen; im (»cs;enteil müsse es uns mit Freude mul Stolz, erfüllen, da 11 sich tiniitnclii* ein fester.Stumm in der Zionistischen Orts• gruppe Dessau gebildet balu, der alles (inte für die Zukunft verhehlt. Diese Ausführungen winden von Herrn Dr. As eher ergänzt. Ilicraui wurde zur Wald des Vorstandes geschritten, die diirdr.vcg per Akklamation erfolgte mul!tilgendes Resultat ergab: 1. Vorsitzender: Herr Dr. Moses, 2. Vor.it/e1uhr: [ ,ר ,ח7-חץ JL .\U* ׳ ,י" ־׳ *X"־ "*r\! ',i I u; J'.. JU V..11 f ןיךזו^ I וי! X i u r/־ I u־ •רץ wenn die ״Jüdische Rmulschau'* Ihnen nicht pünktlich geliefert wird. — Erst wenn dieser Sdirilt erfolglos bleibt, bitten wir, 11ns zu benadirichligeii Verlag״ ־Jüdische Rundschau“ BERLIN W15 Sächsische Str. 8 Herr Apotheker li. bosehwitz, Jebnilz. Sdiriltliilirer: Herr Zahnarzt U. M i e 11 e I s o 11 n , Kassierer: Herr Kaiilinaim 11. T okay er, Beisitzer: tlic Herren M. R e i e ii, XV. (i o I d in a 1111, N'. K a p eins e 11 nik; Vcitratiensmami: Herr Ad. (i 111 d 111 a 1111; Kommissär des Nationaifoinls: Herr M. Reib; aullcr• dem der Rcp1.1M111.t11t Herr M. Wohin! ot 11 und der Alters• und Ehrenpräsident Herr Dr. Ast* 11 er. I ct/hrer konnte darauf 5 neue Mitglieder in die Ortsgruppe aiüudmieu, die er mit erhebenden Worten auf das Baseler Programm verpflichtete. Zusammen• kiiulte finden jeden Donnerstag bei Reib statt, Eiir das kommende Jahr ist ein reichhaltiger Arbeitsplan vorgesehen. Mit einem kräftigen Appell zur Mitarbeit schlol'i 11ci r I >r. Moses die Versammlung, — Und nun in die Arbeit des neuen Jahres, vorwärts und auf• wärls! München. Auch am hiesigen Platze veranstaltete die Redaktion von ״Os! und West“ einen jüdischen Volksliederabend, welcher sich eines recht zahl• reichen Besuches zu erfreuen hatte. Die tretilich vorgcliagciicu Melodien und Volkslieder zeigten so recht das t lefuhlslebeii unserer östlichen (iluiibclis• ׳ ein. •m 11 Und den I üih rsehied zwischen den Volks• lie.leni der (diettoliewolmer oder deren Nachkommen und denen anderer Volksstäiume. Auch die Zuhörer, welchen der Jaigou nicht so geläufig ist, verstanden die traurigen wie die ernsten Weisen, die von den Veranstaltern so geschickt bearbeitet waren. Lebhafter Beifall folgte den verschiedenen Nummern, und irctiui wir uns um so mehr, dies konstatieren zu können, als dies die erste derartige Veranstaltung in unserer Stadt war. li\dth(ihnen. Am Kl. November fand hier die erste Mitgliederversammlung in diesem Herbst statt. Herr S. M i I 111 e 1*, welcher die Versammlung leitete, erstattete den Geschäfts• und Kassenbericht, Sodann referierte Herr Referendar B r y (iiimbimicn über das Thema: ״Der gegenwärtige Stand dir zionistischen Bewegung*‘. Herr Riferendar Bry gal» in grollen Zügen einen Ucberhlick filier die I a״c des Zionismus und erntete mit seinen klaren Ausfuhriitigen, welche ein anschauliches Bild von der Entwicklung des ZioiiiMiuis hüten, reichen Beifall, Es winde Itcsciiinsseii, in Kürze eine öffentliche Ver• Sammlung ein/uheriüeii, hei welcher (iclcgenlieit der Vorstand vervollkommnet werden soll. Auch wurde augvre :!, zu (Ihainikah ein MakkabäertcM zugunsten de s Nationalfoiuls zu arrangieren, und hat sali, um die Vorbereitungen zu treffen, eine Kommission gebildet, Breslau. Ihr ״Jüdische Diskutier-Club“ hat seine wöchentlichen Veranstaltungen wieder aiilgenominell. Von seinen bisherigen drei Vereinsahenden verdienen zwei ausführlichere Erwähnung. Am Er* öli'mingsahciHl, der nicht über den Rahmen interner Milgliedei Versammlungen liiiiaiisgchen sollte, sprach vor zirka Ob /.iiliörcni Oberlehrer Moses dal Vary- Krossen über: ״I > i e K u 11 s t w .1 ר I d e 11 a 11 e“. Cal- Vary, der wohl von :.Heit in betracht kommenden Denkern das judisch-dcutsche Kuliuiprohlem am liefgrundigsten und sachlichsten veiaibcilet hat, brachte eine Unmenge neuartiger lind iibeiaus wertvoller Oe* skhl'piuikle mul leitete il.iduich eine Uiskossion ein, die, von verschiedenen Teilnehmern bis sp.1t in die Nach; gefohlt, bis zum Schluß streng sachlich lind von ehrlichem Interesse getragen war. Hatte siel» der (1 ilvarv-Ahend auf extrem abstrakte, ideelle Oebiete bcscln.iiikt, trug die zweite, im groben Stile cinberufene und vorbereitete Versammlung einen ganz eolg1״e11gcM׳t/len, einen konkret wii Ist halllii heil Charakter, (iroile Plakate hatten die jüdischen Uaiid• limgsgcliilfen und baiikheaintci! zu dieser Vcrs.umtihing cingcladcu, in der I lamlclsrcdaktciir 11 a n s (i o s I a r berlin über den ״w irtschaftllc 11 e n Niedergang der deutschen Juden'* sprechen sollte. Der Diskulier-Khib trat damit zuul erstenmal in die weitere ()efi'enlüchkeit, und er hat diese l euerprolie überaus vortrefflich bestanden. Der grolle Unious-Eestsaal war bis auf den letzten Platz gelullt. besonders erwähnenswert iliinkt uns die leihialiine nicht jüdischer Kreise; so beteiligte sich der iik htjudischc Redakteur der ״Breslauer Morgen* Zeitung** — die TagcMil.iticr Ibcsla <s waren voll• / tlilig vertreten - atiiWrordciuhcb lebhaft au der D. halte —. Iiihaltüdt sowohl wie der E'oriii 11 ach bedeutete dieser Abend emen vollkommen uciiaitigen Versuch der Veibrcüniig jüdischen Interesses. NacV.leni der Vorsitzende kurz auf du* llestrehungen des Klubs hi'igewicsen hatte, deduzierte Herr tioslar in eingehender Weise und unter Heranziehung reichen statistischen Materials, (1,11; /.war die deutschen Juden *zurzeit sich zweifellos eines respektablen Wohlstandes zu erfreuen hätten, (lall aber andererseits von Tag zu Tag der Verdräiigungspro/cll, die Verdrängung der Juden aus denjenigen wirtschaftlichen Gebieten, deren Beherrschung sie bisher existenzfähig gemacht hatte ((ield• und Kreditwesen, Kour.cutratinnspulilik der (irobhankeii, Eliminierung des Zwischenhandels), rapide l oilsduiue mache. Da mm für die aus diesen lknileii vcrdiiingtcu Juden eine Ahliiilliiiöglichkcit etwa in die be.imü lisch •ft oder frc.cn ilcnüe 111 וr 1nimu1.1l und täglich 1:001m..111׳ existiert, 1,.ekt mit geiaht lieber l ile die Zeit hcia.i, 111 der mau sieh allen l.rustcs mit der!Tage der Schaffung eines solchen Ahfhibgchictcs, s.! is in, sei es atilkihalh Deutschlands, wird ahgeh» n müssen. Redner empfahl als Sehiilzmallregcl den Bmkutt aller derjenigen 1 irnti'ii. inshesomlere derjenigen jüdischen l'irmcn, die Juden nicht mehr aiistelleu. Zur Ermügliiliimg 1 iuex soldien wirlsehafllidieu Kampfes gegen die Chefs käme in Betracht: 1, Schaffung einer jüdischen Angestelltenorganisatioii oder 2. ehrliches Verfechten jüdischer Interessen innerhalb der bestdieiuieii kauflnämiisehen Korporationen. Redner seihst empfahl letzteres. י־ Die Diskussion setzte sofort mit I.eb* hnftigkeil ein. Ausnahmslos alle Redner waren sieh darin einig, (lab der Referent die t age eher zu milde als zu pessimistisch gezeichnet habe. Nor gegen die vorgiscldageneu Hilfsmittel wandten sie sich, mul ein jeder empfahl nun seine Wirtschaft* liehe oder politische t >r;:01.isatioii als die beste I Idfcriii. Ileir I rev kam IiiciIh i aiisüihrlid! aut die AngcMcHtcuvcrsicliciniig zu sprechen. Redakteur teur Richter von der Breslauer Morgcnzcitung, ein Niclitjiide, empfahl den Juden beilritt zur (ort• sdiriltlidicn Volksjiartei. I terr Zahnarzt S e 11 a e h t e 1 replizierte, tlab die doch so liberale Stadt Ilieslau beispielsweise Juden in der Verwaltung nur als uiilk'Mildete Stadtrate an.teilt. Herr Heinrich Mar* g 11 lies wandte sielt!׳,egen alle vorgcschhigcueit l.tisiuigsversuche und \ci suchte 11aeh/mvei*.en, (lab es sieh hier um wirtschaftliche (icsetze von so eherner Notwendigkeit handle, dnb alle Kampfbestrelmngcil nur ein Palliativ, einen Strohhalm vielleicht bedeuten könnten, daß aber der I)epossediermigsprozeß durch Mechanismus als die Amöbe, weil uns der Mecha• jiismus die Mittel gibt, ״unerhört grobe mul weite Wirkungen liervorzubrmgcn“. Als Weltanschauung aber bedeutet der Mechanismus ״das Sinnloseste, was es gibt, die Apotheose der Mittel ohne Zweck“. Nun aber ist das Verhältnis zwischen Geist mul Körper kein ein für allemal gegebenes und feststehen• des, sondern ein relatives, ganz, im Sinne der aristote• lUclieu Scheidung von Stob und Botin. ״Seine (des Geistes) Erhebung von heute wird Inhalt von morgen, über den er sieh wieder erlichen nmb.“ ״Und au sich kann alles sieh erhellen wie alles sinken, kann alles Subjekt und alles Objekt werden.“ Was für uns Körper ist, kann von einem niederen Standpunkt aus schon Seele sein, und was lür uns Seele, von einem höheren Standpunkt noch Körper. Diese rela• tive Auffassung von Seele und Körper ist aber nur dadurch möglich, dali beide 111 s E1111 k t i o ״ e 11 R e a I i t ä t e 1! sind. Um das relative Verhältnis zwischen Körper und Geist verständlich zu mache״, deckt 1ms Joel ein Reich der Zwischenstufen auf, in dem talsäehlieli ' beide ineinander übergehen. Er zeigt uns, wie der abstcrhcmlc Geist allmählich erstarrt, wie die Auf• merksniiikeit, durch das Neue erregt, allmählich im Tritt der Gewohnheit erlöscht, wie überall die sinkende Seele der Beharrung, und damit dem Körper, dessen Wesen Beharrung ist, verfällt. Und wenn der frei und geistig gewählte beruf schließlich als dauernder sieh in der Körperhaltung niedersclilägt, wenn häufige Stimmungen sich in bleibenden Gesten fortspielen, so I ist auch das um ein Zeichen lür die Möglichkeit des Körperwerdcus geistiger Vorgänge. ״D.is ,Immer wieder‘ i>t sozusagen der Wappensprutii des psycho• physischen Zwischciircichs.“ Die geistige Punktion ״wird beschleunigt, ,veil sic abgekürzt wird; sic wird abgekürzt, weil sie entgeisitgt wird, weil sie, je mehr wiederholt, um so weniger der Aufmerksamkeit, des Bewußtseins bedarf*‘. Daria liegt mm aber wiederum auch der Wert des Körperlichen für den Geist, denn Joel predigt nicht etwa eine asketische Lebensauffassung, der zu• folge alles Körperliche möglichst unterdrückt zu werden verdiente. Nein, Geist mul Körper sind für einander da, der Körper dient gleichsam dem Geiste als Sprungbrett, von dem er sieh aiifschwingt. Demi die Lebenseiulieit ״steigt um so höher, je breiter sie sieli aus den Massen das Postament haut, Und der Weg, der die Seele abwärts führt, führt sic auch aufwärts“. ,,Indem wir unsere ,notwendigen‘ I'tnik• tioueii, den I'rolindieiist des Lehens, ins Mechanische, Automatische, Unbewußte, Peripherische ablagern, ge• wimicn wir in unserm Lebcnszentruni, imserm bewußt• sein, Raum für neue, freie Bewegungen.“ Und so ״machen wir unser leben immer freier für neue Spannungen, neue UebiTWiudmigcu; und so h:,t die höchste Ercihcit die tiefste Gebundenheit, der feinste Organismus den festesten Mechanismus Unter sieh,“ einen Mechanismus, der nur deshalb zweckmäßig ist, weil er ursprünglich organisch war, weil er ursprüng• lieh gelebt wurde. Die Natur bleibt ״eine Fülle von Wert, ja eine Notwendigkeit lür den Oeist als der Stoff für die Kraft, als das Objekt für das Subjekt, als die Peripherie für das Zentrum, als die Vielheit, an der sieh die Einheit erst entfaltet“. Weil aber so Körper lind Geist lür einander leben, so dürfen wir nueh bei aller Distanzierung, bei aller Erhebung des Geistigen über das Körper* liehe, doch die ursprüngliche Einheit nicht vergessen. Joel möchte mm den Sinn für das Heraus• schwingen der beiden Sciiiswciscu aus dem ludiffe• reuten je nach der einen oder der anderen Seite au verschiedene Menschen und Völker verteilt wissen. So entspricht es dem griechischen Mcuselilieilstypus, den lbiek mehr für die Vielheit des Lehens zu schürfen, dem orientalischen, ihn dessen Einheit zuz.uweiulcn. Wer das Lehen vorwiegend in *einem Reichtum, in seiner Vielgestaltigkeit erfaßt, der siebt die Dinge im demokratischen Nebeneinander, für den Einltwits* siieher wird es zu .,ner Pyramide, die in eine Spitze audüuft. ״Die hölicmliiiicus.on ist die siihordinic• rende, graduierende, daher vorwiegend quantitative,“ sowohl im Denken wie im Fühlen. Und daran knüpft Joel die Bemerkung, daß Geiühlsekstasc und Mathe• matiksinn sich nicht ausschtießen, sondern im Gegen• teil bedingen, wie uns das die Völker des Orients zeigen, ja wie er es auch au leidenschaftlichen Frauen beobachtet haben will. (Scltlub folgt.)

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