Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVII (1912)
- Issue
- Heft 41 (11.10.1912)
- Date
- 1912-10-11
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 JUEDISCHE RUNDSCHAU Neue 303 I Woloshiii (Kulllnud), R. N'aflnli Zewi Berlin, 11ml hekleidete selbst vor seiner Uchcrsicdclung nach Palast in.ר Rabbinatsämter in den angesehensten Gemeinden Rulllands, zuletzt in Moskau. 2=0/\־M״ßeZALeL״^. Neue V c r t r i'e h s g c s e 11 s e h a H He z;11 e I. Die Herren Hernard Hornstein mul Jakob Siodmak in Krakau errichten! daselbst eine Vertriebsgcscll« schalt unter dein Titel ״Verlriebsgescllschaft der Kunsigcwcrbeselmle ״He/alel•* in Jerusalem für Galizien und die Bukowina“ /um Zwecke des Vertriebes der Be/nlel-Er/cugnisse In vnrgeiianutein (lebiet. Weiten Veranstaltung von Aiisstel• hingen und Uebernalune von Vcrkaufsnieilerlagen in 1 diesem Rayon haben siel» daher die Interessenten mit dieser neuen Vertricbsgcsellschaft in Verbindung zu setzen. Wegen Arrangement von Ausstellungen und von Chanuka'Veranstallungcn bittet man, sieb möglichst 1 frühzeitig an das Bureau des Vereins ״llczalel“, Hcrlin W. 15, llleibtreastr. '11/35, wenden /n wollen, damit die einlaufenlcn Aufträge pünkttirli effekluiert werden und die He 'eüungeii rechtzeitig in den besitz der Besteller gelang.וד könne״. MiSTiscue Beueeuris Mitteilungen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Der Verlag unseren Zentralorgans die ״Welt“ hat dieser Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ einen Prospekt beigelegt, den wir der besonderen Hcneli* tung unserer Leser empfebteii. Es genügt aber nicht, dall ein jeder sich heim Durchlesen des Blattes noch einmal seine Pflicht, die Parteipresse zu unterstützen, gegenwärtig halte, sondern wir bitten einen jeden der Empfänger, an Hand dieses Propagandamittels auch in seinem Bekanntenkreise werbend für unser Zentralorgan cinzutretcn. Der erste Prospekt, dem eine Reibe weiterer folgen werden, trägt das Stichwort ״Die Wcrhekraft des zionistischen Zentral- Organs“ und wird an Interessenten in beliebiger Anzahl kostenlos versandt. Infolge der Feiertage hat sich hei uns eine grolle Menge von Korrespondenzen angesaninielt, die uns Jetzt zur Bearbeitung vorliegt. Wir bitten unsere i-'reunde, die etwa einige Tage ohne unsere Antwort {׳eblieben sind, sich noch kurze Zeit zu gedulden, 1is die Geschälte wieder ihren gewohnten (lang gehen. ÄUSiDfN ö6MeiMD6M Berlin• Am Montag, den 7. Oktober, abends, wurde in Berlin, Koscnthatcr Str. •I0/-II (Hackescher Hof), Aufgang H. I, der 1. Miidchenklub des Jüdisehen Frauenbundes eröffnet. Ls wird damit dem Bedürfnis nachgckominen, erwerbenden Frauen der jüdischen weiblichen Jugend, sowohl denen. 110־ hei ihren I Ilern wohnen, wie auch denen, die liier ohne Familien.iiigelibrigkcil leben, ein behagliches Ahnnlheim zu schaffen, in dem ihnen Ueiegenlud /!וווו Anselihill an Alleisgciiossinucn, zu anregender Unter* haltung hei Lektüre, Musik, Spielen geboten wird. Kostenloser Unterricht wird erteilt in Deiitseli (an Ausländer), Französisch, Englisch, Stenographie, Rechnen, Nähen und Xuscluiekleii, I laiislialliingslelire, Bürgcrkuitde, Religionslehre, Z.eituiigslesen nsw. liiue gut zusauiuieitgestelUe Bibliothek steht zur Veriugimg. Der Mitgliedsheitrag beträgt wöchentlich . 10 Pfennig. Warme mul kalte Speisen sind gegen uiältiges Lutgelt erhältlich. Der Klub ist an jedem Abend — auch an Sonnmul Feiertagen bis 10 U|!r abends geöffnet. Anmeldungen werden dort entgegengenommen. Mit der Eröffnung dieses Mädehenklnbs ist damit das fehlende notwendige Hiudcglied zwischen den bestehenden Arheileriniienheiineii und den l'TauvnkUib» geschallen. Heidelberg. Das Talmudischo Seminar in Heidelberg öffnet dieser Tage mit Beginn des Winter- Semesters wieder seine Pforten, um unter der rühm* liehst bekannten Leitung des I lern! S. B. R .! b i n k o w seinen Hörern Gelegenheit zu geljen, sich mit den verschiedensten Gebieten jüdischen Wissens, vor allem dem Talmud, vcrtraui zu m idien. Ls werden Kurse für Anfänger und Fortgeschrittenere eiligerichtet werden, so dnll einzelnen die Möglichkeit gegeben sein wird, sich mit den Quellenschriften lies Judentum‘; vertraut zu machen. Die alten Freunde des I leidelberger Tahmidiselien Seminars werden mit netter Begeistern 11g zu dem ihnen liebgewordenen Kreise /tirnekkehren, mul die sieb ihm zum ersten, null aiiselilieitefi, werden sieh bald an dieser Stätte des Torasludiums heimisch füllten. Z.u jeder näheren Auskunft ist gern bereit: Dr. J. Simon, Weberslr. <1. München, Der vor kurzem liier nbgehnUcne l'raik'iisliniiiireelit-lvoiigrell hat auch eine Re so* 1111 i o 11 gegen das Schachten augcuniifmon. Was diese Angelegenheit eigentlich mit dem Frauen- Stimmrecht zu tim hat, ist nicht recht ersichtlich. Die Bewegung scheint jedenfalls auf die Sympathien hewultter Juden verzichten zu können. Knttowl!/,. Die Meldung des hier erscheinenden ,,Ohesschlesischen Wanderer“, die Regierung habe sämtliche in den nhcrschlcsi.sclicn (irnheii beschäftigten ausländLsclicit Jüdischen Arbeiter ausgewivsen, ist, wie das hiesige Arbeitsamt mitteilt, unrichtig. Der Minister des Imieni hatte gegen die Zulassung jüdischcr Arbeiter Bedenken geändert, hat aber wider• rutlich deren Beschäftigung gestattet, In der Hauptsiehe ist diese Sinnesänderung durch Petitionen der Gruben herbeigetiihrt worden, welche mit den iii• disdten Arbeitern überaus zufrieden sind und die• selben nur sehr ungern entlassen hätten. VVollin (Pommern). Am Sonnabend, den 5. Ok* toher Sabbath Breschith —, beging der Lehrer mul Kantor unserer jüdischen Cicinciiulc, Herr Marcus Burin, sein 40]!Ihriges Amtsjubiliium. Der Tag, dessen weite Kreise gedacht hatten, war reich an Ehningen. Beim Morgeiigottesdicust in der festlich geschmückten Synagoge sprach der Jubilar vor der vollzählig erschienenen Gemeinde in Anlehnung an. die Worte des I. B. M., dessen Vorlesung an diesem Tage mit Gottes Beistand begonnen wurde: ,,Ich hin zu gering für alle Woldtaten und für alle Treue, die Du Deinem Diener erwiesen.“ Nach dem Gottes• dienst nahm der Jubilar in seiner Wohnung die Glück• wünsche der Gratulanten entgegen. Im Naincn der Jüdischen Gemeinde überreichte Herr Josef Rose eine prächtige Ehrengabe. Abends vereinigten sich die (icmeiiuleniitglieucr mit ihren Damen zu einem Fcstkommcrs im Hotel ״Grüner Baum“. Nach einem Prolog, von drei früheren Schülerinnen gesprochen, crüffnctc der Vorsitzende des Vorstandes der Ge• mcimtc, Herr Isak Herr mann, den offiziellen Teil des Festes und feierte den Jubilar, der vier Jahr• zehnte seines heiligen Amtes gewaltet, als den ver• ehrten Lehrer am Lieht und treuen Helfer der Alten und Jungen. Seine Rede klang in einem begeistert aufgeuonuncuen Hoch aus. Noch viele Redner er• hohen sieh und fanden für den Jubilar und seine Gntlin herzliche Worte des Dankes und des Wunsches für einen langen, glücklichen Lebensabend. Die ein• drucksvnllc Veranstaltung leitete zu einem geselligen Beisammensein über, bei dem auch der Tanz, nicht fehlte, und erreichte erst in früher Morgenstunde ihr Ende. — Mit dem 1. Januar tritt der Jubilar, dessen Wirken * vor allem heim Unterricht der Jugend stets im Sinne unserer Anschauungen ge• wesen ist, in den Ruhestand. AUS iiA;-;:;jr»6־ALT0MA Sonntag, den 13. Oktober 1012, vormittags II I Uhr und naeiiinillags t ö Uhr, im l.ogeiilieiiu (I Limburg, I lartinigslralU’ ö/ll): Tagung des Hanseatischen Gruppen• Verbundes der Z. V. f. D. Tagesordnung; Dr. Artur llautke (Mitglied des E.A.G.): ״Inhalt und Konsequenzen jüdisch-nationaler Propaganda.“ Dr. mcd. Illocile (Hamburg): ״Wirtschaftliche Privatinitiative in der Paläslinaarbeit.“ Zahnarzt Rothschild (Lübeck): ״Unsere Arbeit im Vcrbnmlsbezirk.“ Df. mcd. Unna (Hamburg:): ״Körper, und Seele unserer ()igniiisation.“ Generaldebatte. Vorbereitung des Winterprograuinis, Waiden. Abends < /) Uhr im gro fl e n Saal des Hotels Kaiser• hof (gegenüber dem Aitoiiacr Hauptbahuhof): Grolle öffentliche Versammlung. Dr. Sch mar ja Levin (Mitglied d. E. A. C.) über: A s s i in i I a t i o 11 11 n d nationaler Gedanke! Eine intensive Propaganda für diesen •ds Sch e k e I vers a in in I u o g gedachten Vortrags- ‘abend machen wir einem jeden Zionisten zur!,flichtI Die ordentliche üciicralvcrsanuilung ist wegen der Vorarbeiten für die Verbandstaguug auf den 31. Oktober verschoben. Der Vorstand. * Bei (der kürzlich begonnenen ärztlich in Studienreise pach Amerika hat der l»!1׳*.ige Sanilätsrat Dr. S t e i 11111 a I darauf liingev irkt, d B dir Vcrsöliiiuiigvt.'ig kein Itvjsetag wäre. Dank den» Entgegenkommen der mallgcbeiuleii Persönlichkeit n des deutschen Zentralkomitees |nr ärztliche Suiüie 1• reisen wurde das Programm sofort geändert und die Zeit vom 20. bis 22. September als Aufenthalt!1» Philadelphia fortgesetzt. Mit der Tatsache, das Ne1׳- jahrsfest auf hoher See zu verbringen, mu Iten si 11 die jüdischen Teilnehmer unter den gegebenen U11* ständen ahfimlcn. 1/6R6IHS-RUMDSCHAU Berlin. Einen Lichtbildervortrag über die jüd i s e h e K o I o n i s a tion in P a 1 a s t i n a kündigt die Berliner Zionistische Vereinigung für Montag, den 11. Oktober, abends 0 Uhr, •im grollen Saal ih r Brauerei Köuigstadt, Schönhauser Allee 10/11, an. Der Referent, Herr Davis Trictsch, wird, an der Hand eines überaus reichen, völlig neuen, meist nach seinen eigenen Aufnahmen angefertigten llililinn.iterials, einen Ucberblick über Zustände und Möglichkeiten Palästinas und seiner Nachbargebiete geben. Die Einführung von Gasten ist erwünscht. Berlin. Die Bczlrksgruppc Schönhauser Vor- Stadt des neuen jüdischen (1 eine in de- Vereins veranstalte! am Donnerstag, den 17. U. M., abends 0 ldir, in den Patriziersälen, Schönhaiiscr Allee I, eine öffentliche Versammlung. Referent Herr Rechtsanwalt Dr. Klee. Thema: Am 11 c r *B e r I i ne r Jüdischen Gemeinde. D» seht aktuelle Fragen zur Sprache gebracht werden, wird auf starken Besuch der Versammlung zu rechnen sein. Es empfiehlt sich daher rechtzeitiges Erscheinen, Berlin. Der Israelitische Forlbildtingsvcrein ״Montcfiorc“ versendet Einladungen zur Einweihung seines ncnbezogeneii Vcrcinsltcimcs. Es findet eine Eiuweihungsfcier nm Sonntag, den 13. Oktober, nachmittags 2'j Ehr präzise, im Burghotel, Btirgstr. 20, und ferner am Abend, S'Q Ulir präzise, im Altstüdlcr Hof, Neuer Markt 8 12, ein Fcslkmiuiicrs statt. Zu beiden Veranstaltungen sind die Vereinsinitgliedcr eingeladen mul sind auch Gäste willkommen. Berlin. Der von Herrn Davis Trictsch geleitete Kursus für P a I ä s t i 11 a k 1111 d e der Jüdisch-nationalen Frauepvereinigung beginnt am Dienstag, den 15. d. M., abends 8'u Uhr, im Vereinszinuuer der Fraucnvcrcinigung, Cafe Tiergartenhof, I. Der einleitende Vortrag findet mit Lichtbildern statt. Gäste, Herren und Damen, haben Zutritt. Der Kursus ist uiH'iitgi'ltlirh. Berlin. Im Jüdischen JugcmKumd halt ,1111 I )ieiutag, den 15. Oktober, abends •! Uhr, in den Vereins• räumen, W 1111el1n-.tr. 118, II, Herr Dr. pir. et rer. pol. J. E 11 e 111) o g e 11 einen Vortrag über: G e s c 11 fc h t e der Juden in P reu l)c 11, in der Zeit der Re- «ktiiin nach 1812. Gäste ־ Damen und Herren — sind willkommen, Berlin. In einer von etwa Hüll Personen he* suchten öffentlichen Versammlung nahmen die Iler•' liiicr Zionisten am Mittwoch abend Stellung zu den Angrilfen, die in der Berliner jüdischen Repräsent anz neuerdings }:egen den Zionismus erhoben worden sind. Rechtsanwalt Dr. llautke, der Leiter der Versainuihmg, wies jn seinen einleitenden Worten auf die gleichzeitige Attacke der Assiniilanteii aller Schattierungen gegen unsere Bewegung hm. Wir unterseliät/cn unsere Gegner nicht und überschätzen auch iiiiht unsere eigenen Kräfte. Aber wir gehen freudig׳ und mit der üewiltheit des Sieges in diesen Kampf, weil wir uns auf einen jeden unserer Anhänger unbedingt verlassen können. Während die gegnerischen Vereine mul Korporationen mir über beitragzahlende Mitglieder verfügen, ist bei uns jeder einzelne t ,*Rechtsanwalt Max Kollenschcrj, ' ♦ ( r ' f ‘ ) *־׳fr st,« - 71 ff\ r u L,! VV» v,/,j £ LSlisirales Wesitum Preis '.•20 Pfejasj r IC 3;Exemplare Mark 15.— -• 300 n —.35 ״ 500 ״ H *1 50.- Preis 20 Pfennig Die Vertreter des Liberalen Judentums werden!in diesem Winter von neuem den Kampf gegen 1 versuchen. Wir Zionisten haben in KoUonschcrs Broschüre eine vorzügliche Streitschrift, deren vorzügli Verbreitung gerade jetzt einem jeden Zionisten empfohlen sei. den Zionismus Lektüre und I r1״ I 1 I f i 1 I « 1 t