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Jüdische Rundschau · 1912-09-06 · Heft 36 (6.9.1912) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 36 (6.9.1912)
Date
1912-09-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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r I I I I I I I Abonnements ו 1 1 I •111 dis wudifnIliA «m FreiUf *ז• ».lirlnrnil• iJUulicH• tluntiacliaii" SuiMfn bfi «Iff IU|1rditlan und bti «tlfii l’o»tSn»l«rn vtcrl«ljül-trlich 1.50M., | •uBnhalb D«u|»cJ1lnnd• und Oeiter• I i-irh-Ung»״»• f(— M,| für Mitglieder 5 ji'idiidirr y״״״e Im S»mmrlbc1ujr I durch den Verein 1,— M. | Verlag Jüilliche Rundncliau E. G. in. h. II, I I Hl! Kl IN W. 15, Sfichitecha StraOeS. | r Trlfi'Iiom Ami Uhlmd 645. ן 2 GcidiWUetundmi 9-1 und 4—7 Uhr,! I •uüer Sonnebvnd und Sonnt•?. I u__I 0 S' -־ץ r / J t. \ Nummer 36 ׳: ר p <’ U ü <־. ו r ח n.‘,' ׳) J c. ז \ o ,L / ■'*־ t Jj L j 1 \ ' 'K'-^y n 1s_.J \ n ר r! n. ׳hj \ י / ף ül r I 1 i I Anzeigen NSfl| I koatfn für di« r<J1*gr1׳j>»ll«n« Petit• »eile ndfr deren ktuin 4U Pl.| Stellen• An?el״»te und .Cieimli« »owie Veiein«• Milleilungnn und ״Kleine Anleihen* DD nur 50 l’ltnnig. ü Q M»r1u<Vrij1ln werden, wenn Portobeitieft, ■teil 1uri,1t<ve«andt. KedaktionudiluSl Mittwoch vormittag». nodalttlon JUdUclia Randadtaa I)ERLIN W. 15, SSchalache StraOal. Telephon 1 Amt Uhl»nd 845. I Spredutundeo Dien»!•? und Donneratag 5—6 Uhr nachmittag•. 3־־׳/ \• c~7 C .13 G <l~~3 n p!^> u [) un! Berlin, den 6. Scptcnibar 1912 — 24. Clul 5672 XVII. Jahrgang ״Der ZlonUmu■ critrcbt fflr dag Jüdisdio Volk dlo Schaf.uu׳j o.uer o״'fcut״ch־rccI1tllch gesicherten HclmstUtte ln Palästina.'1 Baseler Programm. des Q i O ÜvrjiO^y וד r I /Qu In Berlin vom 1.-4. September 1912 Prttscnz'LIste Engeos Actlons-Com it<5. Professor l)r. O. Warlmrg, Dr. V. Jacobson, Dr, A. Hantkc, Dr. Sclunarja Levin, Nahtun Sokolaw. A c t i o 11 8 C o in i 16, Dr. M. J. Bodenheimcr, Jean Fischer, Dr. Adolf I'riedemann, B. üoldberg, Dr. O. Halper», Dr. A. Hausmann, A. Idelsohn, l. H. Kann, Leopold Kess• Irr, Dr. Alfred Klee, Dr. A. Marrnorck, Leo Motzkin, J. Naiditsch, A. Poülischewsky, J. A. Rosoff, Julius Simon, Adolf Stand, Heinrich Schein, Dr. E. W. Tschlcnow, Dr. CI1. Wciz.niann, D. Wollfsohn. Vertreter des Direktoriums des J.C.T. Dr. N. Katzcnclson, Libau. Vertreter des Direktoriums der P. L. D. C. Josef Cowcn, London. Vorsitzender des Kongreßgerichtes and Kongreß an walt. Dr. Walter Munk, Berlin. Delegierte der Landes- und Sonder• verbände. Deutschland. Dr. H. G. Heyinann! Berlin; Dr. Ernst Kalmus, Hamburg; Dr. E. Straus, München; Arnold Wiener, Kattowitz. Westösterreich. Professor Dr. Engel, Prag; Gustav Finzi, Trop. pau; Dr. Emil Margulies, Lcitmeritz; Dr. Egon Zweig, Wien; Obcr-Ing. Robert Stricker, Wien; Leo K *eger, Miihr.-Ostrau. Ungarn. Dr. Korngrün, Lemberg. Galizien. Dr. Leon Reich, Lemberg; Hermann Tropp, Sta• »islau; Dr. Israel Walchnann, Tarnopol; Dr. Silber• mann, Neu־Sandcz. Bukowina. Julius Kormann, Czcrnowitz. Rumänien. J. Qrünberg, Tescani. Bulgarien. Dr, Marco Romano, Philippopcl. Rußland. Dr, Sapir; Zlatopolsky; I. L. Goldberg; Lcvite. Belgien. Oskar Fischer, Antwerpen. Holland. ׳ ׳ Dr. S. Franzi-Bcrcnstcin, Haag. Ord.cr of Ancicnt Maccabcans. Herbert Bcntwich, London. Order Knights of Zion. Moses Marx, Berlin, Frankreich. Mirjam Schach, Paris. Misrachi. Hermann Struck, Berlin; Dr..Wilhelm Lcwy, Berlin. Vereinigte Staaten von N o r U a nt c r I k a. Lcwln-Epsteln, New York. Poale Zion. S. Kaplansky, Wien. Die Mitglieder des A..C. Böhm, Kremcne/ky. Ro• senbaum und Ussisthkin haben ihr Fernbleiben entschuldig( und die Jalireskonfercnz schriftlich begrüßt. * Sonntag, den 1. September Vormittagssltzunß Beginn 10 Uhr. Eröffnungsrede Professor Warburgs Wir treten vor Sie mit diesem Bericht, der die Resultate unserer Tätigkeit in dem verflossenen Jahre darstcllt. Aus unseren Monatsberichten, wie aus un• seren sonstigen Publikationen ist Urnen eine ganze Reihe von Details schon bekannt, und wir können uns hier auf das allgemeine beschränken. Die Prinzipien, die uns bei unserer Tätigkeit gc• leitet haben, waren folgende; Wir haben uns bemüht, den volkstümlichen Charakter unserer Bewegung zu fördern und zugleich eine Verinnerlichung unserer Beziehungen zu der Gcsamtorgnnisation zu bewirken. Wir haben uns als eine ausfiihrendc Behörde, als den Arbeitsausschuß einer großen Volksbewegung he• trachtet und haben uns gesagt, daß unsere Arbeit nur dann wirklich gedeihen kann, wenn wir in einen in• timen Verkehr mit den sämtlichen Landcsorganisationen treten. Was den Inhalt unserer Tätigkeit anbetrifft, so hat uns als Ziel vorgeselnvebt, nicht einseitig zu werden, sondern nach Maßgabe unserer Kräfte und 1111• screr Möglichkeit dahin zu streben, allen Teilen des zionistischen Programms gerecht zu werden. Wir wollten nicht nur politische oder nur praktische Arbeit leisten. Wir wollten weder unsere Aufmerk■ samkeit ausschließlich dein Organisatorischen widmen, noch sie auf die kulturelle Tätigkeit beschränken. Wir wollten im Zeichen eines harmonisch zusammen• gefaßten Zionismus arbeiten. Indem wir auf unsere Arbeit zurückblicken, dürfen wir auf das schon Geleistete mit einer gesvissen Genugtuung hinweisen. Zu einer Reihe von Lnmlcsorganisationeii sind wir in engere Beziehungen getreten. Dank der Reisen unserer Kollegen und der übrigen eifrigen Tätigkeit unserer Parteisekretäre, ist cs uns gelungen, den Grundstein zu geregelterer Tätigkeit verschiedener Landcsorgaiiisationen zu legen. Alit großer Freude konnten wir aus Riickäußcrungcn dieser Organisa• tionen konstatieren, daß dort ein neues Leben zu blühen beginnt. Mehreren Organisationen haben wir zu dem für den Fortschritt der Arbeit uiiuingäiig• liehen Sclirilt der Austeilung von besoldeten Sekrctüren vcrholfen, und wir haben nie davor zurück• gescheut, aus unseren spärlichen Mitteln zu den ־zu diesem Zwecke nötigen Spesen beizustcuern. Wir glauben, dem Vorwurf zu großer Freigebigkeit, den mail uns vielleicht daraus machen könnte, mit dem Hinweis darauf entgegnen zu können, daß eine gesundc und auch auf finanziellem Gebiete hoffmmgsverheißende Entwicklung der Organisation nur durch das Mittel größerer Ausgaben möglich ist. ,Und in der Tat bestätigen die Resultate die Richtigkeit dieser unserer Annahmen. Im Jahre 1910/11 waren am 1, Juli an Seliekelgehlerii ea. 15 000 M. eingegangen, während wir in diesem Jahre bis zum selben Termin schon mehr als •10 000 M. an Schekeln und mehr als •10000 M. an Beiträgen für den Zcntralfonds notieren konnten. Wir erwarten bestimmt, daß nach Einlauf der noch missleitenden Beträge schon das jetzt beendete Geschäftsjahr ohne Defizit abgesclilossen wird, und wir hoffen, schon alsbald dahin zu gelangen, daß die Organisationen ihre Schekclgclder und sonstigen Beiträge regelmäßig abführen und daß gleichzeitig die Höhe dieser Beträge ganz bedeutend zuniimnt, so daß wir auf diese Weise nicht nur zu einer dauernden Sanierung unserer Finanzlage gelangen werden, sondern auch zu einer Budgctliöhc, die der Würde und den Erfordernissen unserer Bcwegütig entspricht. Freilich bildet das Finanzielle nur eine Seite unscrcr Bestrebungen. Ebenso wichtig ist es, der Oe• smntorganisation zum Bewußtsein zu bringen, daß die Organisation nicht eine Maschine, sondern ein lebendiger Organismus ist, der nur dann gedeihen kann und nur dann eine Existenzberechtigung hat, wenn in ihm frisches Lehen pulsiert und wenn alle Teile der Organisation sich als Glieder eines leben• digen Organismus fühlen. Aus diesem Gefühl muß auch das Bewußtsein der Verpflichtungen der Teile der Gcsamtorgnnisation gegenüber entspringen, und damit wohl daun dem bisherigen Zustand, der auf die Dauer unerträglich wird, ein Ende gemacht werden. Ist Cs doch eine in unserem Kreise leider all• gemein bekannte Tatsache, daß sogar im übrigen gut disziplinierte und opferfreudige Gcsinmuigsgeitossen, die für konkrete Sachen ganz gern größere Beträge zeichnen, zu einem Beitrag für die Organi• sation selbst nicht zu bewegen sind. Das muß aufhören. Man muß auch die Organisation und alles, was damit verknüpft ist, als etwas in erster Linie Konkretes und Reales betrachten, das eben solche Opfer verlangt, wie irgendwelche andere Unterließ* imuigen, ja, das vielleicht den Vorrang haben sollte. Denn ohne den Ausbau der Organisation, ohne die Möglichkeit, für den ganzen Komplex der großen organisatorischen und politischen Arbeit, die den ausführemlen Oigancn der Bewegung obliegt, zu sorgen, ist auch auf anderen Gebieten nichts Ersprießliclics zu erhoffen, Wir sind fest überzeugt, daß wir auf dem rieh• tigen Wege sind, um in unserer Bewegung in dieser Beziehung die Grundlagen einer systematischen Arbeit zu schaffen. 111 unserer politischen Aktion liaben wir 1ms im Rahmen der Erklärungen und Beschlüsse der letzten Kongresse gehalten. Wir suchten die ziouistische Tätigkeit mit der weiteren Entwicklung der neuen Türkei in Einklang zu bringen, und haben nach Möglichkeit danach gestrebt, immer mehr Be- Ziehungen zu den maßgebenden Stellen zu schaffen. Dabei bemühten wir uns stets, die in Betracht kom* inenden Macht faktoren über unsere Ziele und Wünsche aufzuklären, und zu zeigen, daß die Interessen des Zionismus sich in derselben Richtlinie wie diejenigen der neuen Türkei bewegen. Parallel mit dieser Tätigkeit bemühten wir uns, auch diejenigen leitenden Kreise Europas, welche die öffentliche Mcinung beeinflussen, über unsere Ziele zu unterrichten. Wir sind dabei Motiven gefolgt, die in den schönen Worten Dr. H crzls ausgesprochen sind: ״Zu seiner Entwicklung bedarf der Zionismus eine Atmosphäre des allgemeinen Wohlwollens.“ Ea ist Ihnen bc-

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