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Jüdische Rundschau · 1912-06-21 · Heft 25 (21.6.1912) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 25 (21.6.1912)
Date
1912-06-21
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 234 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 25 fesbteht, entsprechende Mitteilung maclit. Audi in den Fallen, wo «ler ein/clne glaubt, 11.111 die Mog. lichKcit einer zionistischen Hct;1t1«;un^ :1111 Orte nicht gegeben sei, wird oftmals durch I nI1luu«n.'1h1nc mit Gesinnungsgenossen in hcnaclibnrten Plätzen etwas zu erreichen sein. Auch jene rednerisch befähigten Gesinmuigsge• nossen, die bereit sind, sieh durch Reisen und Tournees in den Dienst der Büdcragitalmii /u stellen, wollen ihre Adresse Irciindliebst baldigst mi uns auf. geben. Der mlttcldcutöclic Oriippcnvcibniul beabsichtigt in llnr/.b״rg eine Agilnlinnsversanim■ litiijr /!ן veraiislalteu, t iesüiimugsgcuosM'ii, die /um Simiiiieratifenlhalt nach Mar/bnrg!:eilen, werden daher gebeten, ihre Adresse Herrn David 1־ r c und , Hohen• srolieinstr, (»b, llalberstadt, auf/ugeben. A$Hatfonsrciscn des Parteisekretärs Leipzig• Am Sonnabend, den 15. Juni W12, fand die von der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe cinberufeiie Versammlung /ur Gründung einer V e r c i n i g 1111 g zionistischer Akademiker I.eip'igs statt. Nach Eröffnung und Einleitung durelr Herrn sind. Fritz Kau f man 11 (Leipzig) sprach Herr Kurt R 0 s e 11 b a u m (Herlin) Ober: ״Die t)r• g a 11 i s i e r 1111 g der j ii d i s c 11 e 11 St 11 d e 111 e 11, e i ח e n :11 i o 11 a I e Not w e 11 d i g k e i t." Er liilu te in trdflicher Weise aus, wie gerade der jüdische Student unser aller Wurzellosigkeit oftmals hart empfinde und wie ihm eine Vereinigung wie die zu gründende eine gute Stiilze für sielt mul seine An• schaumigen sein könne. Vor allein aber * so sagte der Vortragende weiter sei auch gerade der jü• dische Student berufen, unsere Ideale zu propagieren, daher müsse ilun die Möglichkeit gegeben weiden zu arbeiten, /unüclist an sich und seiner Itefestiguug in zionistischen Fragen, sodann um init/iiwirkeu zur Weiterentwicklung unserer Sache in akademischen und nichtakademischen Kreisen. Vom Bekenntnis soll für ihn der Weg zur Kenntnis führen: Faktor mul Führer soll er später als Vertreter der Intelligenz, unseres Volkes sein und mul! daher für die zwar schwere, aber dankbare Aufgabe erzogen und gestählt werden. Kenntnis der Vergangenheit des jüdischen Volkes, Kenntnis der gegenwärtigen Verhältnisse, Vcr• traiitiiiaihen mit der Statistik, Demagogie des Juden• tum<i und Erlernen der hebräischen Sprache wurden vom Redner als einige der Progr.miiiipiiiiktc der geplanten Vereinigung bezeichnet, Er hcgriille cs, ilaii si»■ sich tmbedingt auf das Rasier Programm stützen also eine gut zionistische Arbeitsgruppe sein wolle. Die ansehnliche Versammlung i'aliiu die Aus• führiingeii mit lebhaften! Beifall auf. In der au* sclilielh'iulen Diskussion wurde zwar die Meinung geäiillerl, es dürfte untunlich sein, die Vereinigung als zioiiisusehe zu gründen und zu führen. Indes war diese Absicht von Anfang au gegeben, vor allein auch die de! Einberiifer und dcijenigcii Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe, welche sich seit langem um das' Zustandekommen der neuen Ortippe bemüht haben. Es erfolgte nach einem zusautiucufassciulcit Schlulh« orte des Herrn Rosciibaum, der nochmal•• mit Entschiedenheit die Notwendigkeit IwUmH־, »lall der zio üstisehe Charakter betont mul iiiiuier betätigt werden müsse, die Gründung der Vereinigung /ionjsii• scher Akademiker Leipzigs mit einer Mitglicdcr/ahl von 2t) Personen, ein höchst erfreuliches Resultat,!las günstige Ausblicke auf deren Entwicklung zulällt. 111 den voilätifigen gesehäftsfülirendeii AusschiilS wurden gewähll: Dr. 0. S t c i 11 m a r d e r als Vorsitzender, Dr, Prager, stud. Fritz Kaufmann, sind. ס א• bei, stud. S u II m a 1111 mul als Beisitzer vom Vor• stand der Zionistischen Vereinigung Rudolf S c 11 i e k , Georg Schreiber, Selig U r ״ d e t s k y. Mainz• Am 11. Mai hieb in unserer Ortsgruppe Herr Parteisekretär Kurt Rosen ha um einen Vor• trag: ״I) i e Z u k u n f« der J 11 d e 11". An-chlicHcml an den am Tage vorher von Herrn Prof. So in hart in Frankfurt a. M. gehaltenen Vortrag über das gleiche Thema entwickelte er in fesselnder Weise das Pro• gramin des Zionismus und ciUiutevte die von vkm• selben bis jetzt erreichten Erfolge. Eine anregende Diskussion folgte dem Vortrage mul einige neue Mit• gücder traten unserer Ortsgruppe bei. AU5vD6N öeMeiMDCM Berlin. Auf Veranlassung der Schönhauser Bezlrksgruppe des Neuen Jüdischen Ciemeimlevereiiis zu Berlin hielt Herr Bücherrevisor Ludwig Bohr vor einem viclhmidertköpfigeii Auditorium in dem überfüllten 'grollen Saale des Restaurants ״Patrizier־ 8iiU”‘ einen Vortrag über: ״Die Entwicklung des 8 y n a g o g a l e n Gottesdienstes u n t c r der sogenannten R c f o r nt b e we g 1111 g " (unter besonderer Berücksichtigung der Millstände in der Rykestr.-Synngogc). Die Versammlung wurde in Vertretung des durch einen Traueriall verhinderten Herrn Dr. Locvy durch den zweiten Vorsitzenden Herrn Engländer geleitet. Berlin. Austritte aus d e 111 J 11 d c 11111111: Frau Erna Koskmvski, geh. Cohn, Schivclbeiiierstr. 10. Komponist Oskar Fried, Nicolassee, Teutonen־ simile 10. Frau Altist!:lisabctli Rclifdd, geh. Bach• manu, Katlowitz, früher Perlin, linicnstr. öl. - (‘״ilYticr Samuel Stern, Brüekenstr. 1 (»^ zugleich iür seine niimlcriährigc rochier Charlotte Stern. - Keil• iieilehrling Rudolf Stern, Bruekeietr. Pi. Fräulein Theresia Stern, ürüekenslr. lö. - I ran Johanna Stern, geh. Ilorschctzki, Bidckenstr. 10. Ingenieur t».1111 Waehsmanil, Mieliaclkirelislr. 'fi. Fräulein Käthe I Irilhnrii, Ilerliii-Wilmersdoif, I )(isseldorfiT Str. 17. 1 '1:111 Mmla Sel1merbe1׳!f, geh, Nalli in, <;InirloHeiilmig, Wimlsehcidstr, Ta, Iran Klara Thiele, geh, Casp 11 ins, Bi rliu-T'riedeii.111, Mainauer Str. '1. Student llnbeit l.ewv, Wilniersdorl, Riiighalmsti112 .׳. Eil. Käthe I riedlämler, Cliailotleiihiiig, Kmfüistemlaimn 170. Kaufmann Paul Wendriucr, Wilmersdorf (I la• Inisee). Karlsruher Str. TI. - Frau lluuiette Ifalice (Hedwig) Piukuli, geh. Wendriiui, Wilmersdorf (Ha־ iciisec), Karlsruher Str. TI. Zahnarzt Georg Weinbctg, (;liarlotteiiluirg, Dahlmnuustr. 31. — , Hannover. V o m I. «• h r g u t S t e i n h o r s t. Am T0, Mai fand die Generalversammlung der Land- und l ehrguis.( iesellseiiaft in. b. II. zu I Inmiovcr statt, die bekanntlich auf Anregung der Siimmselien Stifliing zur Ausbildung israelitischer l.audwirle gc• gründet wurde. Hein iHiigewäblteu Autsivhtsrat ge• linrcu vier piaktisehe l.amlwirte :111, nämlich die Herren Gutsbesitzer Seckcl zu Eiii/ingeii, Rittergutspiieliter I )011111, Willieluishof, Rittergutsbesitzer Meiulelsolni, (iutmv, sowie der jetzt in Berlin wohnhafte Herr I. Brandt. Weiterhin gehören zum A11fsiel1tsr.it die Herren Sartorius Ulteiulmld (Vorsitzender), Konsul ial’fe, Justi/rat Steinfeld zu llaiumver, Herr A. Sil• Iimberg, der Direktor der Anstalt Ahlem, sowie Herr Professor Warlmrg zu Berlin. (icsrliäftsmhrer ist der Syndikus der Siutotiseheu Stiftung, Dr. Kat*. Das Feingut zeigt ein fröhliches Aufblühen. Die Zahl der l.ciulingc wächst immer mehr, und in Wirtschaftlielier I linsicht hat die Schaffung von Kultur 1.1ml aus Moor mul I leide zu so günstigen Erfolgen geführt, dall die Hoffnung bestellt, in späteren Jahren den ganzen Lehrbetrieb durch die Ucbersclitisse der Guts. Wirtschaft zu erhalten, ein Ziel, das von staatlichen Anstalten in Deutschland noch nicht erreicht wurde, in den nächsten Jahren allerdings ist der I « hrhclrich noch auf Zuschüsse angewiesen, insbesondere auch, weil die Errichtung eines modernen l.ehrlingsluims sehr grolle Kosten verursachte. Beiträge Imehsiuniger Glaubensgenossen, die die eminente soziale Bedeutung des Unternehmens zu würdigen wissen, bittet die Ge• Seilschaft, ihrem Konto hei der Dresdner Bank, Filiale Hannover, vergüten zu wollen. Dali das Steiuhorster Unternehmen auch regierungsseitig gewürdigt wird, mag daraus liervorgeheu, dal! der Eandwirtseliafts• minister zur Gründung einer von uns angeregten Moor• genosseiisehaft eine gröbere Beihilfe hcrcitgcstcllt hat. AUS HAMBURG-ALTONA Bcrlchtcrstnttung über den Poscner Delcgiertcntag Dienstag, den 11. Juni, fand im Logenheini eine gut besuchte Versammlung unter Vorsitz des I lernt Dr. Kalmus statt. Das Referat über den letzten Delegierteutag erstattete N'ci.ir Dr. Victor. Er hol) die wichtigsten Beschlüsse hervor, mit denen er sieh solidarisch erklärte und wies besonders auf die priu• zipiclle Debatte hin, die ge/eigt hat, (lall die deutschen Zionisten, trotzdem sic theoretisch auf verschiedenem Standpunkt stehen, praktisch dennoch einen Weg gehen, den des praktischen Zionismus, Herr nied. Dr. Möller ergänzte diesen Bericht, worauf sielt eine Diskussion entspann, au der die Herren Dr. Iluld־ sehiner, Dr. Kalmus, das A, C. ־ Mitglied Dr. Friede manu und der Referent einerseits und die I lerren l )r. II i I d e s 11 e i m e r mul W a s c h i t z anderseits teilnalunen. Herr Dr. Friedcmann hob speziell die Bedeutung des Agrarkredits hervor und!orderte alle zur Unterstützung der gegenwärtigen Leitung auf, unbeschadet des theoretischen gegen• säl/lieheu Standpunkts. U£R<-INS ־RUNDSCHAU Berlin. In der Verbindung fm K• Z. V. ״Hasntonnca" hielt am Dmmerstag, den 13. Juni, ihr alter I lerr R.-A. Dr. Arthur H a 111 k e , Mitglied des E. A. C, mul Vorsitzender der Deutscheu Landsmannschaft, einen hochinteressanten Vortrag über ״Zio• II is tische Arbeit im K. Z. V,״. Der Vortragende führte aus, das Ziel des K. Z. V. sei es, für die zionistische Organisation eine möglichst grolle Anzahl gut ausgcbildctcr mul opferwilliger Zionisten zu erziehen, die in Palästina oder im Golus, jeder an seinem Platze, ilire Schuldigkeit täten. Um aber solche Zionisten der Partei zur Verfügung stellen zu können, dazu müsse das K. Z. V. eben eine groll• angelegte Erziehungsarbeit leisten. Hierzu seien neben «ler Vertiefung des zionir.tischcn, nationaljüdisciien Be• wiifltscins eine grolle Reihe positiver Kenntnisse erforderlich, die sich nicht allein auf Geschichte, Theorie und Organisation des Zionismus zu erstrecken hätten, sondern auch auf Hebräisch, jüdische Geschichte und Kenntnis der indischen Gegenwart. Aullerdem müsse auf cingehciule Kenntnis Palästinas Wert gelegt werden. Der Vortragende hob am Sclilull hervor, wie sehr er sieh darüber freue, dall in der Tat sieh seit l.iiigem die ür/ielumg im K. Z. V. mit gutem Erfolge in diesen Halmen bewege. - Au den Vortrag sehloij sieh eine änderst lebhafte mul inleressaiüe Diskussion die eine Reihe neuer, interessanter Gesichtspunkte tmu Anregungen brachte. Es beteiligten sieh an ihr die alten Herren der H ismonaea, Dr. Egon Rosen• Berg, I. i c 111 h e i in, Parteisekretär R ose 11. bäum, Dr. Ei scher, Löwen! ha I 11, a. Erst eine Stunde nach Mitleinaiht sehloll der mleiessaute Abend, | , |., Königsberg. Ileir M. I. Sam hu rsky bittet uns mn Wiedergabe der folgenden Zeilen: ״Mil dem I. Juli lege ich mein Ami als Vorstandsmitglied der Königsberger Zionistischen Vereinigung nieder. Allen denjenigen, welche mir lur Verbreitung des Zionis• ums in Königsberg mul Provinz, in den zwölt Jahren meiner 'Eiligkeit geholfen haben, sage ich hiermit meinen Dank. Mit Hochachtung und ZiimsgruÜ M. L. S.imburskv.“ Königsberg. Am 1. Juli legt Herr M. L. Sam. 1111 rsky sein Amt als NationalloiHls-Komiiiiss.ir 11ml Kassierer der Königsberger Zionistischen Vereinigung nieder. Herr S.imlmi sky bat diese Acmtcr seit der Zeit der ersten Anfänge des Zionismus in unserer Stadt, d 11. seit langer aus II Jahren, verwaltet lind gehurt ebensolange dem Vorstände der Königs, beiger Zionistischen Vereinigung au. Mehrere Jahre hindurch hat er, getragen von einer uucrschuttci. liehen Treue zur Sache unseres Volkes, durch seine nimmer rastende, geradezu vorbildliehe Initiative, fast allein den Zionismus in Königsberg lebendig• erhallen, zu einer Zeit, als es 11m׳leiel1 schwerer war als heute, Zionist zu sein uml den Zionismus zu vcr• treten. Wenn wir uns heute unserer scltuuc» Erfolge in Königsberg freuen können, so wollen wir mellt vcr• gossen, dall wir dies in zu nicht geringem Teile I lerrn S.imlmrsky verdanken, der gerade in den schwersten Zeiten auf fast für verloren gehaltenem Posten mit echt jüdischem ()ptiiuisums aiisgehaltcn hat. Er ist einer der ältesten, wenn nicht der älteste N.1ti״Halfomls.Kommissär in Deutschland, und seine Tätigkeit gerade auf diesem Gebiete ist durch die /alilieiiTun. von ihm aiisgegaiigcncn Anregungen eine sehr frnchlbriiigciide gewesen. Im lutcuxse der Bewegung wünschen wir aufrichtig, «lall Ileir Sam• btirsky auch nach Niedcrleguug seiner Aeitiler die Arbeit seiner Nachfolger noch recht oft und lange mit seiner reichen Erfahrung unterstützen möchte. Der Vorstand der Königsberger Zionistischen Vereinigiing hat beschlossen, I lerrn Sauilmrsky durch Schaffung eines S.mibiirskvgartcns im Königsberger Oelhauuiliaine zu ehren. Krotoschiu. /\1״ I. Juni wurde In'erselbst eine zionistische Ortsgruppe gegründet. Es traten ihr ib Personen als Mitglieder bei. 11 den Vorstand wurde Rechtsanwalt א o 111 nt a 11 11, Frau Eilt Daniel, Krotoseliin, mul Herr Dr, Jutkowski, Militsch, gewählt. Zur NalioiialfondKommiss,irirt wurde l'rau Rot 11 st ein ernannt. Ecrncr wurde eine Propag.iudakominissiou eingesetzt. Die Propa• ganda soll sieh auch auf «lie bcu.uTih.irten Städte Ichmy und Militsch erstrecken, wo siel) bereits Mit• glieder der neugcgrüiuleten Ortsgruppe befinden. Chemnitz. Am I )mmerstag, den (1. Juni, vcranstaltete unsere Zionistische Ortsgruppe «len letzten Vereins• und Vortragsabend vor Beginn «ler Sommer• fcricu. I lerr S. Schocke 11 aus Zwickau, «ler De• legierle der dortigen Ortsgruppe, referierte über den Delegierteutag in Posiu. Der ausgezeichnete V«1rtrag, wirkungsvoll zu < ulior ״«,bracht, gab ein leben« «liges Bild «ler in Posen aiifireleiuleu Persönlichkeiten mul ihrer Anschauungen. Eine lobhalie und an• regeiule Diskussion bescliloll den Abend. Auf den Namen des Redners wurde ein Oelbamu gestiftet. L. J. Nürnberg. Unsere Ortsgruppe ist von einem schweren Schlage betroffen worden. Am 5. Juni verschied, fast 70 Jahre alt, nach schwerem Leiden, in seinem Wirkungskreise Furth, Herr Schochct P11 i I i p p Hei m a 1111 , Mitbegründer «!er Ortsgruppe Nürnberg-Fürth und eines ihrer tätigsten Mitglieder von der Gründung bis au sein l.chcnscmlc. Inshc• sondere die Nürnberger Nationalünidsverwaltimg verliert in «lern Verstorbenen ihren tatkräftigsten Helfer, wir alle einen zuverlassigm Erctiud, «ler sein ganzes geistiges und materielles Können in «len Dienst «les zionistischen Ideals gestellt hat. - Streng thoratreu, hat es I Ictumii 11. eben weil er ein ganzer Jude war, seinerzeit abgelehnt, siel! «lern Esodus «ler Misraehisten anziisehliiTkii mul ist der Ortsgruppe treu geblieben. Er war wie kein anderer befähigt, «lie Gegensätze /.wischen «len konfessionellen Schattierungen inner• halb der Ortsgruppe /!! mildern, indem er selbst ein Beispiel der l'olerauz und Versöhnlichkeit gab. I teimaim ist Zeit seines Lehens ein Kämpfer gewesen, ein etiler Streiter für seines Volkes Zukunft; er halte Gegner rechts und links, aber er halte keinen Feind. An der l hre «les Verblichenen staiulen trauernd «v/C ''csim't1t1gsgeuc.sscn von Nürnberg und Eürtli. Worte «les Gedenkens konnten wir nicht sprechen, weil der Sabbat nahte uml siel! ileiiiiami in seiner bescheidenen Art Grabreden letzt willig verbeten halte. — Diese letzte Willciiskiimigebinig bietet in allen ihren hin/ellieitcii ein Spiegelbild «les hohen Charakters unseres dahingeschictleuen Freundes. Wir werden sein Andenken stels in Ehren halten. Zionistische Ortsgruppe Nürnbcrg.Eürth, Schluß des redaktionellen Teils.

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