Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XVII (1912)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1912)
- Date
- 1912-06-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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% Seile 22י J U EPISCHE RUNDSCHAU Nr. 23 » AUS HAMBURG-ALTONA niw im Jahre 1010 begründete Jüdische Bililioflick und Lesehalle Hamburg im Manu־ Bieberslralle •I verlieh bisher insgesamt 20878 Hände. Die Zahl der Besucher betrug im M.ir/ «I. J. 122, 1111 April 3H »ml im Mai '118 Personen. In» l.ese/timper liefen ständig '12 Zeitungen und Zeitschriften ans. V/6RCINS־ RUNDSCHAU Berlin. I>er Jüdische Frauenbund dir Turnen und Sport veranstaltet am Sonnabend, den I י, Juni, eine I J a 1» p ( e r N a e I» I f a h r I nach Sadmva. Ans dem reichhaltigen Programm der /.irktis-Nachlvnistellinier sei die aktuelle Piihtomiim• und das Drama: Die V e r (reiht! 11 g a!1 s d e m I* a ra!1 i e e־ besonders hervorg(■ hoben. Weiteres siehe Inseratenteil. Berlin. Sonnabend, den 8. Juni, 8'.- Uhr abends, bildet im Pensionat Borower, I riedriehstr. I Hb, eine Versammlung der Kadimal» statt, in welcher Herr I )avis T r i c t s c I» über ״I He Araber 1111 d d i e Arbeiterfrage in Palästina־' referiere.» wird. I lerr UcehtsanwaU (i r c i ( e n i» a g e 11 wird hierauf eine Ansprache über ״Die Bedeutung des Turnens für die jüdische Jugend" hallen. Soun• t:tU, den 0, Juni, veranstaltet die Katlmiah einen Ausflug 1׳•״eil Schnl/emlorf, dem Spielplätze J. I. V. Mar Koch ha. Wir hüten, sieh um zwei Uhr liötlags auf dem Stettiner Vororlbalmhuf eiii/idinth n, von wo ans wir 2.11 nach llcrinsdmt ahlahiea. Von da nach Stlntl/cmlorf weiden wir eine l iilSpaitie inadien. Berlin. Am Sonntag, den H». Juni, veranst iltet der ״Jüdische Jugendbiuid" Merlin und der ״Verein jüdischer Mädchen" einen Dainpfer.vsflug u ich I lessenwinkel. Abiahrt des Stermlaiuplers 8 Uhr vom Brandenburger Ufer. Um II Uhr Ankunft in Hessen־ Winkel, (iemeinsame Kidfeetafel, Spaziergänge und Spiele im Wahle, Derby des J.J.M. Wettspiele, IrGskegchi, Tan/, Polteiknehe, l'eumvcil. U'\v. Kar• teil ä 1,50 im Vorveikatil bis Douner-.11.:. den 11. Juni, bei llcriuami Tiet/., »n» Katithaus ries Westen» und bei Lonis Lamm. 1 Merlin. Die Mitglieder der Jiidischiintionaleu Fi nuciiverelitigung treffen sieh jeden Mitlwoeh aheml im Garten des Restaurants f la gark tihnf. Herren u'iul .)amen sind her/lich willkommen. Rees;t. Uh. Der erste Liihlbiltlavonrai:׳ in 1111• serer Schekel/,׳ihlergMippe war ein voller 1:1101;:. Der Vmlrag wies einen äuüast /ahlreiehen Mesnel» seitens vier hiesigen (letncimlanitglieda auf. Die vnr!;e• fühlten Milder und die begleitenden Wolle des Ilei 1*11 Louis Marcus wurden von den Anwesenden mit giolScnt Meifall atifgemumm11׳. Ander einer An/abl Binschtircn »111er »len Zionismus winde ein;;1׳olU׳r Posten N.-P.•Marken und Ansichtskarten \1 ikaull. 111• inl;:c dieses Vortrags /;ddteu zwei I lenen rleti Sclt.'k.i, Unser <iesiiumngsgenosse, Herr Leo Baum, leitete eine Sammlung ein, die den Betrau von L2 M. er;;,11׳ für zwei Oelh.iimie. In der Diskussion suchte Den׳ Marcus die Umwände einiger oithodoxeu Herren zu widerlegen. I.sclixveiler. Die Zionistische Ortsfertippc für P.seliweiler und Umgegend und der wissenschaftlich gesellige Verein ״Loge" veranstalteten am Sonntag, den 27. Mai, unter Leitung von Demi Julius Kauf, mann einen jiiiijujfuliscl»c11־ Aheml, wie er in den Annalen der jüdischen (icuieinde psehweilers bisher nicht zu verzeichnen ist. Was hier erreicht worden ist, sollte auch amlciswo zur Tat anspormu. Der geräumige Saal falbe nieht die Menge der (»äste. Ls lau wie frohe Andacht über den Versammelten, als Herr Referendar *P I a t /.-Köln die ersten seiner klaren Worte aus »lern Reiche unserer Dichter sprach. Die Rezitation war meisterhalt auch im Vorlrag. Herr Lutz Mordeehai K a 11 f in a 11 u Leipzig mul Herr Julius S c I» o 1ua n 11 Fschwcilcr erbhncicn den mnsi• Kniisthcn Rviuen mit chassidiselieii I loeh/eitsiiielodien auf Cieiue »ml Klavier, rlie bald tranriu bald immter den Hörer in den Mann zouen. Frsterer wulUe durch geschickte Einführungen das Mituefühl für die schuf, fetidc jüdische Seele noch besonders zu wecken. Das Zuisammenspict aber begeisterte im ganzen Verlauf des Abends bis zu spontanen Üeiiallsutishrudiai, Har• immisch fügten sieh ostjüdischc (iesiiuue ein, rlie eist recht die für uns tu tte, doch schon so alte Welt offenbarten. Dies aber Dt!las hcrvurragciisU־ Vcr* dienst unseres Leipziger Gastes, Fräulein Rosa Iva• g;11 וי o f f ־ Fcip/ig, einer Dame, die mit bestrick11■.׳• dem Woltlklanu den echtesten Naturlatit aus der Tiefe eines uoldciien Herzens stei'uen liell. Herr kefercudar Meyer wullte sieh in der Klavierbegleitung dieser freiiultrauten Welt wohl an/tipassen. Nach einem Instigen Zwischensangnahm der Beilall geradezu tosenden Q araktcr an, und das bis aufs aullerste gespannte Publikum nahm rlie Zuuaben mit geradezu kindlieher r».‘uüe auf. Den Dank tler auswärtigen Uiaste für den wohlgelungenen Abend sprach Herr 11«»r 11 Jiilielt am. Unser jiiiigjüilisclieH Lehen hat durch du» eine!!»■׳leidende fletoichctiing uewmmen. Eydtknhncn. Sonntag, den' 12. Mai, veranst,11׳• tek־ rlie Königshergcr Zionistische Ortsgruppe in Eydtknhncii eine öullcrst zahlreich hesuelile propa• ßnndavcrsniiuulmig, in der Herr Dr. jttr. Julius R 0 s c 1t i c I d über das P r o g r n in n» des /. i 111 ״ s. uiiis in fesselnder Weise sprach. Die sieh anschnellende Diskussion Hihrte dank der glänzenden Vorarbeit unseres ücsimmnusucunsscii Herrn Mil- 11 er sclilicHlich zur C»riinilniif׳ einer Orlsuruppe, der sich sofort ea. <1(1 M tglicder aiischlossen. Auch für die Zukunft scheint die gedeihliche Fntvvieklung dieser änderst wichtigen Greii/gi tippe gesichert. »־־SPReCHSAAL־־« Wir erhallen folgende Zuschrift: *2171 Scvcntli Ave, New York, PL Mai!«112. Au die verehri. Rerlaklion ״Jüdische Rnntlseli 111" B e 1 I i n. In Nr. Pi der ,,Welt" erschien ein Artikel von l'rl. Helene llanua <נ o 111», lidilell ,,Bilder aus New York". Die Ideen, welche rlie Verfasserin l׳4־lr. Zentialisiaimg des New Yorker Zionismus entwickelt, sind ja lecht erstrehensvveil, in der nahen Zukunft aller in. h. au;*e10r<lcntlith schwer »liirchfiihrbar. Ich möchte heute Ihre Mithilfe für eine in meinen Augen weit wichtigere Aufgabe in Anspruch nthineii. Das ist: rlie Verhreiiuuu der zionistischen HeWeuiinu unter den dr'iikclisprccliendeii JütU'ii New Yorks. Dali in New Volk eine sehr grolle Anzahl deutschsprechniiler Juden leben, ist eine bekannte laKiehe, und 11.01 der Zionismus unter ihnen bisher keine weite Verbreitung׳ gefunden hat, wurde mir vom Sekretär tler ״Feiler,diu» ol American Z.ionists" bestätigt. Dieser Herr er* klärte mir, »lall der ITder.dinii bisher die geeignete I laniliialie fehlte, tim unter dem rlriilsehsprerliemlvn Judentum ausgiebige Propaganda zu tmteniehuit'ii, und war erfreut z.u hören, (lall ich inil einigen ITcmiden eine Lösung der Aufgabe versuchen wollte. Herr U o s e 11 h 1 a 11 sicherte uns rlie moralische l biter• stut/ting der Perleration zu, wenn wir eine deutsche ZinnistemVeieinigimu ins Leben rufen würden mul slclllc auch in Aussicht, für Versammlungsräume und Redner zu sorgen. DaP eine dcutsch/ionistischc Zeitschrift, wie die Ihre, der Realisierung dieses!,laues UiikrsUit/unu augetleilieii lassen wird, glaube ich ainiebmcn zu »hufeu, und wir 'veilangen gar nicht einmal viel! Wir erbitten mir liire Vermittlung /wischen uns mul «len sicher zahlreich in Neu York lebenden dcnDt׳lien Zionisten. I.'s ist ja klar, 11.1 II wir eines aibeits. tmuiigen Komitees zur Dnrehfniirmig unseres Planes liediirfeu, und vveleher wahre Zionist wird nicht mit heiliger Lust an die reichen Prtolg verspreeliende Arbeit der Bestellung ries grollen Feldes, welches rlas deutsche Jmlenliim New Yoiks bildrt, gehen? leb hüte also vor allein alle Leser Ihrer Zeit• selnill in New York, ob sie sich aktiv an der Propa. gamla beteiligen wollen oder nieht, sieh mit mir scluiltlich in Verbindung zu setzen. Dann aller bitte ich alle Zionisten, welche Bekannte und Verwandte in New York hahcii, rliese baldigst zu veranlassen, mir zu schreiben, und hiervon verspreche ich mir besonders guten l'rfolg. Sobald ich mit einer genügenden Anzahl von Zionisten in Veihimhing stelle, werden wir eine kor!, signierende Versammlung einheriden, die dann rlie Art und Weise der Propaganda, sowie die sonstigen Plane fesilcgeu wird. Unser Plan ist moralischer Unterstützung vvolil wert! Viele deutsche Zionisten haben liebe Verwandte und Bekannte in New York, denen ein Hinweis auf unsere Bestrebungen wahrscheinlich willkommen sein wirrl. Ihnen, verehrte Redaktion, wirrl ein l'rfolg der guten Sache vvolil den schönsten Dank fit» den Raum, den Sie uns gewähren, bedeuten. Mit Zioiisgnilf, hochachtungsvoll Otto Leb m a 11 11. Schluli des redaktionellen Teils. Jüdische Gemeinde, Berlin Gottesdienst» F r e i t a g. d e 11 7. J 111» i, abends: in allen Svnagogvn 7« .׳ Uhr. S o 1111 a h e n d , rl e 11 8. J u n i, vorm.: N e 11 in o n »I s. weihe. In tler Alten Synagoge 8• .• Uhr, in »len Synagogen Kaiserstr. und Rvkestr. d Uhr, ür der Nene«•, LimUustr.• mul Liit/owstr,•Synagoge: ITühgottesdienst 7',.י Uhr, I Iniiplgotlesrlicust 10 Uhr. 1 Predigten» Alte Synagoge, d'/z Uhr: Rabb. Dr. Bliimenthnl, S)*ח a g oge Kaiserstr., 10 Uhr: kahl). Dr. Berg, manu. Synagoge Rykcstr., 10 Uhr: Rabb. Dr. Escheh hacltcr. Neue Synagoge, 10»/-• Uhr: Rabl». Dr. Stier. S y n a g o g e U 11 rl c 1» s t r., 10י.׳,י Uhr: Rabb. I )r. Hochfeld. S y 11 a g o g e I. ü t / o »v sfr.. 10! a Uhr: Rahb. I fr. Roscn/vveig. .יי) na g״s;v ivaisersir., nacnm. I Will Dr. Warschauer. A h e 11 rl g o tt e s d i e 11 s t: <) l Ihr 21 Min, U o 11 e s rl I e 11 s t and e 1» W o c h e 111 a g e ge us: in der Alten. Kaiserstr.. mul kvke! goge fr1 ׳״ Uhr, in den anderen Synagoge A 11 e n d s: in allen Synagogen 7 Uhr. SYKsJ tf % j Jiic&cher Nationaifoads | Zentrale für Deatsdilaod j Geldundunftn lind tunchli0*)lrh 111 rlchUn •0 H*rr« | Maa Woll«l»ln*r, Charlnltcnburf, SyM-Slwi W. Um• Jll<ll«1׳l1n NnlI1111111r״t11|« |k» <I1׳Z11 I1m>ltrn1ul p(1lft«lini.1-1,r.n JIüiIkii nlo «»••«■tin«•■>1t׳>nl•••11 111* j0*11 *«1 •״1־! Volk. « *u orw,.,! ,.n und 11*11 <>*»1/1• /,1״l«>11 ».11 (.rhul'mi Vom 5 ZiunUlorilmi^ii «• JSOJ nii'11'1, t.1׳*llzl *r eil. Vcrmlwti von niili. tu a MlUimii l■ Mnrk. Zum 20. Tamus (5. Juli) Am 20. Tamus traiieit »las Jüdische Volk um den friilneitigen Tori seines grollen Sohnes Tlu ». rlor llerzl. Dieser (urleuktag nationaler Iruir 111111' zu einem lag nationaler Tat werden, würdig unseres groben loten und seines lebendigen Wu*׳,.. Fiu Uerzhlr iikmal als nationale Tat es Dt der Her/Iwalrl. Pr ist ein ewiges Denkmal, das in •.elmpic• rischer Arbeit für dir von llerzl verkündete Wieda, gehtut ries I.;indes unserer Zuknnlt Lrinnerung 1m׳i I Inf finnig vvibiinlit. Dieser Wald bedeutet eine in,uh. tige l;orderm1g uns׳ res Ansierllungswerkes, wählend rlie l'rüehte der Bimnie für unsere Kiiltnrauigali. n im Lande bestimmt sind. In lltilda und Hcnschcmcn, auf dem Boden ries Jüdischen Nationalfomls, sind bereits Tarn ende von Oelhäinneu mul anderei» Fnicht- und Nut/bämuen angepllanzt, und fortgesetzt werden neue Bäume gepflanzt. Der 20. T.omis ist eine Mahnung an unsere (icsimiungsgcnossr 11, für »len I Icr/Iwald zu spenden und zu sammeln. Die auf rlie Ir.merl.ige des Tamus folgenden II e 11 n I r a n e 1 l a g e d c » A 11 sind von unseren Cicsiminngsgcnosson in Amerika als eine National• fonilsvvotlie fiir Veranstaltung von N.-P.-Sammlmigen ciugefiilirt worden, die gute Resultate erzielten. Wir ei warten, 11.111 unsere < lesinniiiigsgaiosseii iu allen anderen Ländern diesem Beispiele folgen und die Tage unserer nationalen Trauer um das veilorenc Land /u einer eitrigen l>ropaga11rla für den National״ fomls, der die Wieda gehurt unseres Landes erstrebt, benutzen werden. Wir bitten alle Prcumlc des Jüdischen National• fomls, rechtzeitig rlie erforderlichen Vorbereitungen für de!» 20. Tamus und die N a t i o n a I f o n d s - woche zu tietfe». Gesinnungsgenossen, gedenket des 20. Tamus und tler Nationaifomlswoche! 11 a 11 p 11111 r e a u rl e s J11 d j s c h e n N a t i o n a I f o n rl s. * 111 Nr. '22 da״ ׳Welt" waren an Spenden für den N. P, ansgevviesen: insgesamt 12 (120,01 M. aus Deutschland 800,j0 ״ Dr. Ja colii II, Königsberg. gratuL Gustav und Kläre Mamlock, Posen, /tun Töchter• eben ,50, S a m Im r s k v , statt Depesche zum Fi. Dclegicrteidag l, 1.1t* L. R o s e 111> 1.1 t t , Berlin, gr.itnl. f*rl. Luba W i I n e r und Moses Barn/, Warschau, zur Vermählung ..2,- l'rl. Maria Schwerin, Kreuzburg, Z. Iler* lin, griillt l־*rl. Ta 11 liier, Kreu/hurg . . . -,׳>'־ Eüv vevsfdvvvWs zionisYisüies Uiemiit spendet zusammen mit einem versöhnten nuh/iniiisti* scheu Uianüt.5, Martin Philipp, Leo K a l / e 11 s t e i n , Köln, danken I rau Hedwig Maver, Jerusalem, herzl, für Erez Israel-Erde . ..'2,• Dr. B. Kahn ne, Berlin, gratul. zur Hoch/cit M. Ahr a h a 111 und Ronja geh. D a 11» o vv s k i, Konstantinopel .. I, cand jur. A. \X'. und A. M., Erlangen, gratul. Rechtsanwalt Stern, Nürnberg, zur Niederlasst״!״ je —,50, Rechtsanwalt Steril dankt * .0י.0*1,5 Sophie llorovitz, Frankfurt a. M., gratul. Dr. l.esz.ynskv und Iran zum Tocbtercheu —,4י» Aus derselben Veranlassung; Lazarus Bart 11, Berlin, ,50, Hit odor S c 11 o I e in 11. Frau I, -* 1,י'צ Rechtsanwalt S t e i n i t z, Berlin, für talinml. Belehrung durch Dr. M o s 1• s.I, Aus Berlin: kauh/ug iu A/s Garten, Lank• witz. .. , , . 2,- Herr S c 11 i 1 k r o t, Darmstadt.—,50 Zw Verlobung Mailt Rose n b I »i t h Dr.