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Jüdische Rundschau · 1912-05-03 · Heft 18 (3.5.1912) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XVII (1912)
Issue
Heft 18 (3.5.1912)
Date
1912-05-03
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 18 JU ED ISCHE RUNDSCHAU Seile 157 S. Padua, Josef ( i r o II in .11111 mul der Verbindung Im folgendes Ergebnis: stud iur. Jakob Hirsch. Königsberg 1. Pr. Die Inhaber von Sclickct• blocks in Königsberg und Provinz werden ersucht, dieselben bis spätestens zum 10. Mai an Herrn M. L. S.oubursky abzuliefern. Berlin. Die Berliner Ortsgruppe der ״Orgaui• saiioii für hebräische Spradic und Kultur“ (״Elistad• rudi lliritli“) veranstaltete am 20. April im ״l.0|:en• lieiiii“ eine Feier aid.ililieh des 5(1 jährigen Jubiläums der ״Hazcfirah“. Im Namen des Vorstandes be. j״ü!te Herr Josef Lin die zahlreich erschieneiieu Mitglieder und Gäste, worauf Herr Dr. Boruchow insbesondere den Einfluß der hebräischen Presse aut ih Le>cpt:blikum beleuclilele. Herr l.in charnkteri• Sarie sodann den Werdegang der ״Hnzefirah“, der zii 'ieich ein Entwiekchmghbild der Ostjudcnhcit wäh• read >!er letzten zwei Generationen biete. Herr Kobok* wies darauf hin, daß eine wirklich lehensbe 1 י lichtende hebräische Presse nur in Palästina ent• stehen könne, was auch von Herrn Cohen aus Haifa 1h rvorcehoben wurde. Herr Gon/er konstatierte die bemerkenswerte Tatsache, daß die Gegensätze z.v. Rehen den Jargonisten und Hebraisten viel von üuer Schärfe verloren hätten. Auf Vorschlag von lieirn Lin hcscliloß die Versammlung die Ahscmlnng »•hier Begrünung an die ״llazefirah“. Berlin. Am l'J. April fand die III. General• versa m m 111 n g der ״Kadfmah“ (Gruppe der B. '״׳ V.) statt, die am 21. April fortgesetzt und beendet wurde. Im Namen des bisherigen Vorstandes er• statteten die Herren Oroßmann, Uf.seliitz und Budko den Vereins- und Kassenbericht. An der anschlicßcn• den Debatte, die einen lebhaften und anregenden Ver* lauf nahm, beteiligten sich insbesondere die Herren I in, Blitz, Kauiinsky, l)r. Ilcllinaun, Padua, Präger, Spiegel und Reinliarz. Es wurde sodann einstimmig beschlossen, die Tätigkeit des Vereins in kultureller und organisatorischer Hinsicht zu erweitern, zu welchem Zwecke vier Kommissionen für die Kultur־, Palästina•, Propaganda• und Finun/arhcit gebildet wurden, deren Leiter dem Vorstände angehören. In den Vorstand wurden folgende Mitglieder gewählt: loset Lin, S, L i f s e h i t z , H u d k o, J. K a m i» s k y , M. 11r. Kl e m ent! n o w s k y. Berlin. Die Chargcnwnhlcn K. Z. V. Hasmonaea hatten stud. iur. Fritz Simon Neumann. (ioldschmidt, stud. rer. inet. Joseph Berlin. Die Firma ״Coiu'itürcu-Engros“, Berlin W. ö(j, Mnnvrstr. S<) I, liefert Caiditürcn und Sclioko• lade vo:1 den bekannten Firmen Sarotti, Limit, Collier und Gala-Peter an unsere Abonnenten, sowie an die Mitglieder sämtlicher zionistischen Vereine gegen entsprechenden Ausweis mit bedeutendem Preisnachlaß, Wir verweisen auf das Inserat der Firma in vorliegender Nummer mul bitten unsere Leser, von dieser Vergünstigung ausgiebigen (Je• brauch zu machen. Samtcr. Am Sonntag, den 22. April, nachmittags 5 Uhr,!!ich Frl, R. Landsberger aus Posen in unserer Ortsgruppe einen Vortrag über Natio• nalfonds-Arbcit. Zu diesem Vortrag war es uns gelungen, eine Reihe junger Mädchen zu gewiuucn, die sonst unserer Ortsgruppe (resp. dem Ziouistm!•;) fernstnnden. Frl. Landsberger erklärte in sachlicher, klarer Weise Zweck und Ziele des Natioualfnnds, so daß cs selbst den uneingc• weihtestcu jungen Damen bewußt wurde, daß die Arbeit für den Nationatfoiuls ein sehr gutes Werk sei und sie sielt auch freudig zur Mitarbeit bekannten. Frl. Tylli G o r z.e I a n cz. y k hat sich in lichciis• würdiger Weise bereit erklärt, die Büchsen zu verteilen und die regelmäßige Leerung derselben zu veranlassen. Am Auctul desselben Tages sprach Frl. Landsberger in einer Öffentlichen Versammlung über ״Jüdische F r n u 0 n g 0 81 a 11 c 11 i 11 V c r• g a n g e n h e 11 und G c g c n w a r i.‘1 Die Ausfühnmgen de:• Rcdncrin wurden mit Beifall ntifgeuommen und cs sei auch an dieser Stelle Frl. Landsberger nochmals herzlich gedankt. Elberfeld. Das Geschäftsjahr 1011/12 zeigt die Zionistische Ortsgrimpe fvria in erfreulicher Ent• Wicklung. Trotz erheblicher, fast ausschließlich auf das Konto Wegzug zu setzender Verluste in unserem Mitgliederbestände gelang es, die Zahl d״r Unsrigc» von 70 auf S5 zu bringen. Bereitwilliger Hilfe 1111• screr auswärtigen Freunde — cs seien hier besonders unsere verehrten Gesinnungsgenossen Frau Rechts• amvalt Dr. Epstein, Duisburg und die Herren Kurt Blmucnfcld, Rechtsanwalt Dr. Epstein, Julius Kauf• mann, Dr. H. G. Heymann, Kurt Rosenbntmt, Dr. Julius Rosenfehl und Davis Trietsch genannt — verdanken wir eine Reihe anregender und lehrreicher Abvmle, Besonders erfreulich aber erscheint uns die Tatsache, daß eine Anzahl Vorträge von Milgliedern der Ortsgruppe selbst gehalten werden konnte. Die Herren Ref, Aaron, Rechtsanwalt Dr. Bernstein, Lehrer Ehrlich, Paul Epstein, Dr. Griincberg, Ingenieur Leo Simsberg sprachen z. T. zu wiederholten Malen. Ihnen allen sei auch an dieser Stelle hcrzlichst für ihre fege Mitarbeit gedankt. Besondere Sorgfalt verwandten wir auf eine fleißige Tätigkeit im Jüdischen Jugcndvcrcin. Der größte Teil der Vorträge und Diskussionen ward auch hier von unseren Freunden bestritten. Neben den schon lange bestehenden fran- . *ösischcn, englischen, italienischen uw. Sprachkursen dieses Vereins wurde in diesem Jahre zum ersten Male ein Kursus der hebräischen Sprache abgehalten. Die Teilnehmer, fast ausnahmslos Zionisten, wissen dem Oberkantor, Herrn Herrn. Zivi, besten Dank für die aufopfernde Freundlichkeit, mit der er den Kursus leitete. Den Bemühungen der Herren Ref. Aaron und Dr. Rotcnfcld gelang cs, in Velbert eine Ortsgruppe ins Lehen zu rufen. Außerdem wurde ,,‘?,1l״ •״10,״Düsseldorf, Duisburg, Eschweiler, Hagen, Jülich, Köln, München-Gladbach, mehrere dieser Städte wiederholt, von unseren Rednern besucht. Erwähnen wir Zinn .Schluß noih unsere Beteiligung au der Kepräscntanfcnwalil und an den neutralen und geg• tierischen jüdischen Veranstaltungen, so ist unsere theoretische Arbeit int wesentlichen erschöpft. Beistehend veröffentlichen wir den materiellen Niedcrscl1!a>׳ dieser theoretischen Bestrebungen, Er ist ein leidlicher Gradmesser für die Beantwortung der Frage, ob sich eine Propaganda in den richtigen Bahnen bewegt bat. Schekel Laudesbeilrägc Orgniiisaliotisfoiuls Nationalfoiidsspemlen Oelbaumspendc Biichsensaiiiinhiiig Goldenes Buch N.-F.-Mnrkcu, •Telegramme 11. Broschüren und Bücher Gruppen verband -.203׳ 1 SC».— MO.- 337.— •PJ0.— 107.- 203,— Postkarten 103.— 300.- 20.- 2213,-* M. H 1» H M tt »• tt tt tt M. In der am I I. März 1012 tagenden General-Ver• Sammlung wurden die Vorstaudsäiuter folgendermaßen besetzt: Vorsitzende: Rechtsanwalt Dr. Bernstein, Dr. med. GrOneberg; Schatzmeister: Nathan Mehl; Schriftführer: Paul Epstein; Bibliothekar: L. Fleisch• liackcr; Beisitzer: Lehrer Ehrlich, Willy Meyer, Dago• beit Walter, Samuel Zuckcrmunn, — Zur Entlastung unseres verehrten, um die Entwicklung der Orts• gruppe hochverdienten Schatzmeisters, des Herrn Nathan Meid, wurden sodann noch (> Damen und Herren zu Natioualfondskoinmissären ernannt. Mit frischem Mut treten wir in das neue Geschäftsjahr ein. Unsere Hauptaufgabe soll in diesem Jahre liehen der eifrigen Propagierung und Vertiefung unserer Idee in einer intensiven P, L. I). C,. und Bezalel• Propaganda bestehen. Drove bei Düren. Auf Veranlassung der Zio• nistiseben Ortsgruppe Eschweiler sprach in unserem Dorf, das noeh von vielen Juden mit geselzestreueni Sinn bewohnt wird, am 21. April hl der Synagoge I lerr Referendar M e y e r, Eschweiler, über ״/. w e c k und Ziele des Zionismus“. Seine Airslüh• rangen gipfelten in dem Gedanken,!laß Zionsliehe und Ziousnot zum Zionismus, zur Einheit der Juden als Nation, als Lösung der ludenfrngc führen müßten. Eine anschließende zwanglose Diskussion hatte das Ergebnis, daß sielt fast sämtliche Ucmcimlcmitgiieder zu einer Zweiggrttppe der Ortsgruppe Eschweiler vorläufig meldeten. Dies ist um so bemerkenswerter, als die uäclistgelegem 11 größeren jüdischen Gemeinden kaum Spuren netijüdiseiien Lebens aufwciscu. Köln a. Rh. Jüdischer Turnverein. Am 27, April fand der Seldnßvortrag im Zyklus ״Das jüdische Prob lern“ statt. Herr Referendar Alfred Platz sprach über das Thema: ״Der Wille zur Fort» e x i s t e n /.“ Der Redner faßte den Inhalt der vor• angegangenen Vorträge nochmals kurz, zusammen, verweilte etwas länger bei der Schilderung des ver• (!erblichen Einflusses der Assimilation und zeichnete in großen Linien, wie bewußt oder uuhewullt die großen Organisationen entstanden sind, die in mehr oder weniger positiver Form die Erhaltung des Judentums anstreben, die ihr Bestehen einzig dem erwachten Willen zur Fortexistenz zu danken haben. - Das trotz des milden Frühlingsabends zahlreich erschienene Publikum spendete den temperament• vollen Ausführungen des I lerrn Referenten, der zu den populärsten zionistischen Rednern des rheinisch* westfälischen Bezirks gehör.!, starken Beifall. Lübeck. ״Zionistische Arbeit und ihre Erfolge“ lautete das Thema, über das Herr Kurt BI tt in c n f e IU am 2t. April in der hiesigen Orts• gruppe sprach. Die Diskussion, in der u. a. Herr Slalopolski aus Kiew sprach, dauerte bis 2>U (ihr nachts. Mit angespanntem Interesse folgten die An• wesenden den Ausführungen. Posen. Am 23. April fand eine zionistische Versammlung statt, die von über 300 Teilnehmern besucht ward. Der Vorsitzende, Herr Dr. Kol• len sc 11 er, gedachte zunächst der hingemordeten jüdischen Opfer in der f fauptstadt Marokkos, zu deren Gedenken die ganze Versammlung sich erhoben batte, und wies darauf hin, daß alle jüdischen Proteste über solche bestialischen Grausamkeiten stets ttngc• hört verhallen. Um so eifriger müssen wir darauf bedacht sein, unseren Brüdern eine Heimat zu schaffen, wo solche Taten unmöglich sind. Nach Begrüßung unseres Freundes Dr, Elias A tt e rb n c h aus Haifa ergriff dieser das Wort zu seinem Vortrag über ״Die Juden in Palästina‘'. In über• aus klaren Worten schilderte Redner die Entwicklung der jüdischen Kolonisation in Palästina, die Existenz• möglichkcitcn für die Juden dort, und wies sodann mit zwingender Logik nach, daß alle anderen Versuche für jüdische Kolonisation im Laude der Juden scheitern mußten, während sich die zionistische Methode immer mehr bewährt. Die Versa in nthing dankte dem Redner durch großen Beifall für seine gediegenen und fesselnden Ausführungen. Nach* dem Herr l)r. Auerbach einige Fragen aus der Ver* Sammlung heraus beantwortet hatte, wurde der ge• mißreiche Abend geschlossen. Kattawitz. Am II. April veranstaltete die Zionistischc Ortsgruppe eine öffentliche Versammlung, in welcher Herr Rechtsanwalt Dr. Kle e •Berlin übet* ״Na chk länge zur E in a n/. i pa t i ou s f e ic r“ sprach. Veranlaßt war die 'Versammlung durch die Stellungnahme der hiesigen Leitung des Zentralvcr• eins gelegentlich der von diesem veranstalteten Eman• zipationsfeicr, welche unserer Ortsgruppe eine Be• teiligung unmöglich gemacht hatte. ־ Die Versainm* hing selbst verlief äußerst glanzvoll. Mehr als 500 Personen folgten mit Spannung den mit bekannter Meisterschalt vorgetragenen Ausführungen Dr. Klees. Der Redner wies einleitend darauf hin, daß die hundert jährige Wiedei kehr di s Tages, an welchem das Jmfeueilil.t erlassen, zu Jtihvlltymnen keinen An• I־׳ ß gebe, daß die preußische Regierung damit mir dem einfachsten Eriordcrui-. der tlumauit.it genügt und d.dl die Emanzipation hauptsächlich im Inter• esse des preußischen Staates selbst gelegen habe. Die Emanzipation sei im wesentlichen als ein Oe• schenk_ cnlgegcngenoumieu worden, sie sei nicht eine Emanzipation des jüdischen Volkes gewesen. Diese dtirchzulührcii, sei die Aufgabe der Zukunft. Der äußeren Emanzipation imissi die A u t o emanzipation folgen, die Erweckung des Judentums zu nationalem Willen. Die Ausführungen des Redners weckten den stürmischen Beifall der Versammlung. — In der Dis• kussion versuchte Herr Fritz (lohn die Unvereinbar• keil seine:; orthodoxen Standpunktes mit «lein Zio• iiismus darzntuu. Herr l)r. Klee erwiderlc in ebenso treffenden wie wirksamen, wiederholt von lebhaftestem Beifall initerhimlieneii Ausführungen. Der äußere Erfolg des Abends dokumentierte sich in II neuen Beitrittserklärungen. WUrzhurg. Zionistische Vereinigung. Vor Be• ginn des Sommersemesters möchten wir lins erlauben, einen kurzen ״RvclK׳n-.cl1aitshe1icht“ über unsere Ai heit im vergangenen Winter zu gehen. Nach dein Ahleheu unserer Vereinsleiterin, Frl. Sara W e c 11 s• I e r, übernahm Frl. S. W o I f f die Leitung der Finanz• und Verwaltuugsaiigelegenlieiteii unseres kleinen Vereins mul das N.T ,•Kommissariat, Wir er* füllten zuiiächst eine Ehrenpflicht, rüden*, wir mit einer Eintragung des Namens der verewigten Sara Wechsler ins ״Goldene Buch“ begannen, für die heute bereits dank der Unterstützung auswärtiger Ge* siummgsgeiiossen die erforderliche (iesanifsumiue größtenteils eingczuldt ist. Sodann konnten zweimal offentliehe Versammlungen stattiimlen: in der einen sprach Herr Parteisekretär Rosciibaum, in der zweiten, die erst vor kurzem ver.tti •taltct wurde, I lerr Ober• lehier I). Tach.n11r-rr.M1k fort über seine ״Eindrücke in Palästina“.' Am wichtigsten und dringlichsten er• schien uns die geistig-kulturelle liiuenarbeit, deren Leitung Dr. Schlesinger übernahm. Es wurde ein hebräischer Litcraturkursus für Anfänger eingerichtet, von dem sich buhl ein solcher für Fortgeschrittenere abzweigte. Auch N'iel.tzinnisten beteiligten sieh. Wäh• read der erste Kursus nur ein kurzes Dasein fristete, besteht, der zweite (au dem sich mir zwei Nichtzioiiistiimeu beteiligen 1) noeh jetzt. Außerdem wurden vor einem jeweils entsprechend g c l a d e n e n Publikum im Laufe des Winters 3 ״zionistische (,'«110• (jitia“ nbgehallen. Die Themen lauteten: ״Der Zions• ged.uikc in der jüdischen Geschichte“, ״Der moderne Zionismus mul seine I laiiptiiditungen“, ״Der Zio* iiismus und die Religion“. Einige nette Mitglieder wurden gewonnen, her mandiem G.idtcilnehmcr ein tieferes Interesse für das jüdische Problem und seinen zionistischen Lösungsversiieh geweckt. Schließlich er• warb noch unser Verein eine Aktie der ״P. L. D. C.“. München. Am 23. April sprach Herr Davis Trietsch in der hiesigen Ortsgruppe, über ״Palüstina als jüdisches Kolonist! tions• gebiet“. Auf Grund seiner Erfahrungen begrün• dctc der Redner des näheren die Fehler, welche bisher gemacht wurden, um dum seine Anschauungen, wie die Kolonisation gch.mdhabt werden muß, ein* gehend auseinnnderznset/en. Landwirtschaft und Inuustric müssen Hand in Hand greifen, um Erfolge herheizuführen, wie Redner an Beispielen zeigte. An den Vortrag schloß sich eine Diskussion an, wobei sich hier zum erstenmal ein Diskussionsredner mit einer längeren hebräischen Ansprache beteiligte. Gailingen bei Konstanz. Am M. April sprach in unserer Ortsgruppe Herr Dr. Meiurath aus Konstanz über ״Die Juden im modernen Wirtschaftsleben“. Der Redner hielt durch seine klaren Ausführungen die sehr zahlreich er• schicneneir Zuhörer bis zum Sclduli in aufmerksamer Spannung und erntete für seine interessanten Auscinamlerset/imgen großen Beifall. Eine zürn An• denken eines verstorbenen Mitgliedes (Hermann Eise• mann) eingelcitete Üclhaumsammhing ergab den Bc* trag für 13 Oclbäumc. Konstanz. Am 18. April sprach in der hiesigen Ortsgruppe vor einem zahlreichen Publikum Herr caud. plül. Noclwrt Einstein über ״Ghettodichter“. Ausgehend von einer anschaulichen Schilderung des (rhettolehcns gab der Redner eine klare Charakteristik der modernen ״Ghettodichter“, aus deren Reihe besonders Rosenfchl, Sch,110m Asch, Scholautn Atechem, Perez an ihrem schriftstellerischen Schaffen gewürdigt wurden. Frau Ingenieur Well• hauser rezitierte aus Werken jener Dichter und steigerte so den Eindruck, den der klare und scharfsinnige Vortrag des Redners auf die zahlreichen Zu• hörcr machte. »»SPR6CHSAAL««» Berlin, 26. April 1012. Eine Frage! . Man schreibt uns: Der Deutschen Konfcrenzgcmcinschaft der AU liartcc wird stets der Vorwurf gemacht, daß s!« Alliancegelder verwirtschafte. Illustration hierzu: m * ,

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